AMD Radeon R9 290 im Test

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amd-290x-logoEtwas mehr als eine Woche nach der Präsentation der Radeon R9 290X bzw. der Veröffentlichung der Testergebnisse, bringt AMD heute die Radeon R9 290, also die zweite Karte mit "Hawaii"-GPU, auf den Markt. Durch eine Reduzierung von Architekturausbau und Takt will AMD die Lücke zwischen der Radeon R9 280X auf Basis der alten "Tahiti"-GPU sowie dem neuen Top-Modell Radeon R9 290X schließen. Ob die Radeon R9 290 damit zum Preis/Leistungstip wird und wie groß der Abstand zum Top-Modell ist, klären wir auf den folgenden Seiten.

Tröpfchenweise präsentiert AMD seine Vertreter der "Volcanic Islands"-Generation. Das mehr oder minder Rebranding in Form von Radeon R9 280X, R9 270X, R7 260X, R7 250 und R7 240 brachte man schon vor vier Wochen hinter sich. Bis zum Release der Radeon R9 290X sollte es dann noch einmal etwas mehr als zwei Wochen dauern, ehe es am vergangenen Donnerstag, den 24. Oktober 2013, soweit war und fast zwei Jahre nach dem Release der Radeon HD 7970 mal wieder eine neue GPU-Architektur von AMD erschien.

Das aktuelle AMD-Lineup der Top-Klasse sieht dementsprechend aktuell wie folgt aus:

Volcanic Islands im Überblick
Modell AMD Radeon R9 290X AMD Radeon R9 290 AMD Radeon R9 280X AMD Radeon R9 270X
Straßenpreis ab 480 Euro zirka 345 Euro ab 250 Euro ab 165 Euro
Homepage www.amd.de www.amd.de www.amd.de www.amd.de
Technische Daten
GPU Hawaii XT Hawaii PRO Tahiti XTL Curacao XT
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden 4,3 Milliarden 2,8 Milliarden
GPU-Takt (Basis) - - 1.000 MHz 1.000 MHz
GPU-Takt (Boost) 1.000 MHz 947 MHz 1.050 MHz 1.050 MHz
Speichertakt 1.250 MHz 1.250 MHz 1.500 MHz 1.400 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 4.096 MB 4.096 MB 3.072 MB 2.048 / 4.096 MB
Speicherinterface 512 Bit 512 Bit 384 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 320,0 GB/Sek. 320,0 GB/Sek. 288,0 GB/Sek. 179,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2 11.2 11.2 11.2
Shadereinheiten 2.816 2.560 2048 1.280
Textur Units 176 160 128 80
ROPs 64 64 32 32
Pixelfüllrate 64,0 GPixel/Sek. 60,6 GPixel/Sek. 33,6 GPixel/Sek. 33,6 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire
Maximale Leistungsaufnahme > 250 Watt 250 Watt 250 Watt 180 Watt
Feature-Matrix
TrueAudio-Support Ja Ja Nein Ja
GCN 2.0 Ja Ja Nein (GCN 1.0) Nein (GCN 1.1)
DirectX 11.2 Tier 2 Ja Ja Nein Ja
Flexibles Eyefinity Ja Ja Ja Ja
CrossFire ohne Bridge Ja Ja Nein Ja

Beide neuen Karten, also sowohl die Radeon R9 290X als auch die R9 290 verwenden die neue "Hawaii"-GPU und bieten daher auch die dazugehörigen Features. Bei der Radeon R9 290 hat AMD allerdings auf einige architektonische Details verzichtet, um sich vom höherwertigen Modell abzuheben. Es bleibt aber natürlich bei einer in 28 nm gefertigten GPU, die mit 6,2 Milliarden Transistoren daher kommt und eine Chipfläche von 438 mm2 besitzt.

Im Vergleich zur Radeon R9 290X verzichtet AMD auf einen Boost-Takt von bis zu 1.000 MHz und lässt die Radeon R9 290 mit maximal 947 MHz arbeiten. Der 4.096 MB fassende GDDR5-Speicher ist aber auch hier mit 512 Bit angebunden und läuft mit 1.250 MHz, was in einer Speicherbandbreite von 320 GB pro Sekunde resultiert. Eine weitere Beschneidung nimmt AMD bei der GPU selbst vor und reduziert die Anzahl der Stream-Prozessoren von 2.816 auf 2.560. Die setzen sich aus 40 Compute Units (CU) zu jeweils vier SIMDs (Single Instruction Multiple Data) und nochmals 16 ALUs (Arithmetic Logic Unit) zusammen. Daraus ergeben sich auch die 160 Textureinheiten, während die Anzahl der ROPs mit 64 identisch bleibt.

GPU-Z-Screenshot der AMD Radeon R9 290

Die einzelnen Features wie TrueAudio, Direct 11.2 Tier 2 und dem CrossFire-Betrieb ohne Brücke haben wir bereits genauer betrachtet, daher verlinken wir an dieser Stelle nur auf die entsprechenden Seiten aus dem Review der Radeon R9 290X:

Im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Hause NVIDIA stellt sich dies wie folgt dar:

Volcanic Islands gegen die Konkurrenz
Modell AMD Radeon R9 290X AMD Radeon R9 290 NVIDIA GeForce GTX 780 NVIDIA GeForce GTX Titan
Straßenpreis ab 480 Euro zirka 345 Euro ab 410 Euro ab 820 Euro
Homepage www.amd.de www.amd.de www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU Hawaii XT Hawaii PRO GK110 (GK110-300-A1) GK110 (GK110-400-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden 7,1 Milliarden 7,1 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) - - 864 MHz 837 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.000 MHz 947 MHz 902 MHz 876 MHz
Speichertakt 1.250 MHz 1.250 MHz 1.502 MHz 1.502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 4.096 MB 4.096 MB 3.072 MB 6.144 MB
Speicherinterface 512 Bit 512 Bit 384 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 320,0 GB/Sek. 320,0 GB/Sek. 288,4 GB/Sek. 288,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2 11.2 11.1 11.1
Shadereinheiten 2.816 2.560 2.304 (1D) 2.688 (1D)
Texture Units 176 160 192 224
ROPs 64 64 48 48
TDP > 250 Watt 250 Watt 250 Watt 250 Watt

Auf den folgenden Seiten wollen wir uns die Radeon R9 290 einmal etwas genauer anschauen.


Wie auch schon bei der Radeon R9 290X ergibt sich bei der Radeon R9 290 durch die neue Implementierung von PowerTune eine starke Abhängigkeit von Takt und Spannung von der gerade anliegenden Temperatur. Bei der Radeon R9 290X resultierte dies in der Tatsache, dass die Karte ihren maximalen Takt von 1.000 MHz in nur sehr wenigen Anwendungen halten konnte. Wir testen in einem gut belüfteten geschlossenen Gehäuse und im Quiet-Mode, der die Lüfterdrehzahl auf maximal 40 Prozent beschränkt. Im Uber-Mode kann der Lüfter auch schneller arbeiten und PowerTune versucht dann die Temperatur wieder zu senken, um einen höheren Takt anzulegen.

Bei der Radeon R9 290 ist dies ähnlich. In letzter Minute hat AMD noch die Default-Einstellung für die maximale Lüfterdrehzahl von 40 auf 47 Prozent geändert. Damit bleibt die Karte öfter und vor allem länger auf ihrem Maximaltakt von 947 MHz stehen. In einer Tabelle haben wir einige Praxiswerte aufgeführt:

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
Unigine Valley 94 °C 678 - 847 MHz
Crysis Warhead 90 °C 947 MHz
Hitman: Absolution 92 °C 947 MHz
Bioshock 92 °C 947 MHz
The Elder Scrolls V Skyrim 90 °C 947 MHz
Call of Duty: Black Ops 2 94 °C 881 - 947 MHz
Anno 2070 94 °C 662 - 722 MHz
Battlefield 3 94 °C 720 - 840 MHz
Far Cry 3 94 °C 690 - 840 MHz
Crysis 3 94 °C 690 - 830 MHz

Wir sehen also, dass die Radeon R9 290 nicht in allen Anwendungen ihren maximalen Boost-Takt von 947 MHz halten kann und teilweise deutlich niedriger takten muss. Die maximale Lüfterdrehzahl von 47 Prozent ist eine von AMD gewählte Vorgabe, an die sich er der Nutzer natürlich nicht halten muss. In den PowerTune-Optionen des Treibers kann man über ein 2D-Diagramm und die direkte Eingabe das Power-Limit und eine maximale Taktrate in Prozent angeben. Die Limits für beide Werte liegen bei +/- 50 Prozent. 

PowerTune bei der Radeon R9 290
PowerTune bei der Radeon R9 290

Darunter kann auch noch der Takt des Speichers erhöht werden. Hier erlaubt AMD sogar eine Wahl des Taktes zwischen +/- 60 Prozent. Weitaus wichtiger ist ein neuer Parameter - die Zieltemperatur. Diese ist auf 95 °C voreingestellt, lässt sich aber auch auf bis zu 50 °C reduzieren. Ebenfalls möglich ist die Einstellung der Lüfterdrehzahl in Prozent von 20 bis 100 Prozent. Über diese fünf Werte lässt sich also die Lautstärke des Lüfters ebenso optimieren, wie die Performance. In den Tests zum Overclocking gehen wir darauf noch etwas genauer ein.


AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich: Die Radeon R9 290 und 290X unterscheiden sich rein äußerlich nicht. Mit einer Länge von 27,5 cm bewegt sich die Radeon R9 290 im üblichen Rahmen für eine Karte ihrer Leistungsklasse. AMD setzt also auch beim zweitschnellsten Modell auf Radiallüfter am hinteren Ende der Karte. Ob dieser wie bei der Radeon R9 290X bei 40 Prozent Lüfterdrehzahl abgeriegelt ist und auch die Radeon R9 290 in den meisten Anwendungen an das Temperatur-Target von 95 °C herankommt, werden wir in den Messungen sehen.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Vergleicht man nun die Rückseite des PCBs der Radeon R9 290 mit dem der R9 290X, sind ebenfalls keinerlei Unterschiede zu erkennen. Ohnehin bietet dieser Anblick wenig Interessantes.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Der von AMD verwendete Radiallüfter mit einem Durchmesser von 70 mm soll für ausreichend frische Luft sorgen. Die dazugehörige Lüftersteuerung von PowerTune ist zu einem entscheidenden Punkt der Kühlung geworden, auch bei der Radeon R9 290.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Die Stromversorgung der Radeon R9 290 erfolgt neben den 75 Watt, die über den PCI-Express-Slot zur Verfügung gestellt werden, auch noch über zwei zusätzliche Stromanschlüsse mit sechs bzw. acht Pins. Diese liefern theoretisch noch einmal 75 bzw. 150 Watt an die Karte, sodass die theoretische Leistungsaufnahme insgesamt bei 300 Watt liegen kann. In der Praxis dürfte die Thermal Design Power bei etwa 250 Watt liegen.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Über drei kleine Öffnungen auf zwei Seiten der Karten hat der Radiallüfter eine zusätzliche Möglichkeit bekommen sich etwas Frischluft zu besorgen. Üblicherweise geschieht dies bei dieser Art von Lüfter über die große Öffnung an der Achse. Spätestens beim Einsatz in einem CrossFire-Verband, sind moderne Grafikkarte aber dankbar für jede Möglichkeit an zusätzliche Frischluft zu gelangen.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Wie auch die Radeon R9 290X verzichtet die R9 290 auf die CrossFire-Anschlüsse. Eine Brücke ist also nicht mehr notwendig. Der Austausch der Daten erfolgt über das PCI-Express-Interface. Bei 16 Lanes dürfte die Bandbreite dazu  mehr als ausreichend sein, zumal über eine solche Multi-GPU-Brücke keine großen Daten ausgetauscht werden, sondern nur die Synchronisation der Bilder vorgenommen wird.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Auch die Radeon R9 290 besitzt einen BIOS-Switch. Anders als bei der Radeon R9 290X sind hier aber keine unterschiedlichen BIOS-Versionen für den Quiet- und Uber-Mode zu finden. Sicherlich aber bietet dies die Möglichkeit, zwischen zwei BIOS-Versionen zu wechseln.

AMD Radeon R9 290
AMD Radeon R9 290

Die Slotblende zeigt zum Abschluss die üblichen Display-Anschlüsse in Form von DisplayPort 1.2, HDMI 1.4a und zweimal Dual-Link-DVI (jeweils einmal DVI-I und DVI-D).

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir auf eine Demontage des Kühlers zunächst verzichten wollen, da sich Radeon R9 290X und R9 290 bis auf die Beschriftung der GPU ohnehin nicht unterscheiden und somit auch keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen sind. Wer einen Blick auf das nackte PCB werfen möchte, der kann in unser Review zu Radeon R9 290X schauen.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX Titan (837/786/1.502 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1.502 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1.046/1.085/1.753 MHz, 2.048/4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1.033/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1.502 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1.006/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1.058/1.250 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1.350 MHz 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1.058/1.250 MHz, 1.024/2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1.215/854 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1.544/1.000 MHz, 1.536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1.464/950 MHz, 1.280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1.464/950 MHz, 1.280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1.640/1.000 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1.620/1.002 MHz, 1.024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1.800/1.026 MHz, 1.024 MB)
AMD AMD Radeon R9 290X (1.000/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 290 (947/1.500 MHz, 4096 MB)
  AMD Radeon R9 280X (1.000/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon R9 270X (1.000/1.400 MHz, 2.048/4.096 MB)
  AMD Radeon R7 260X (1.100/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7990 (950/1.000/1.500 MHZ, 6.144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000/1.050/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1.375 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1.250 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1.000/1.000/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1.075/1.075/1.500 MHz, 1.024/2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1.000/1.000/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1.375 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1.000 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1.200 MHz, 1.024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 331.65
AMD Catalyst 13.11 Beta 8

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

Futuremark 3DMark (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Compute Mark (Complex):

Unigine Valley (DX11):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Black Ops II (DX11):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 3 (DX11):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

Far Cry 3 (DX11):

Hitman: Absolution (DX11):

Bioshock Infinite:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der AMD Radeon R9 290.

Messung: Leistungsaufnahme

Der Idle-Stromverbrauch einer aktuellen Grafikkarte steht in keinem Verhältnis zum restlichen System, das in diesem Fall einen Großteil des Stroms verbraucht. Mit 106,5 Watt liegt die Radeon R9 290 im üblichen Rahmen - stellt also keinen negativen oder positiven Ausreißer dar.

Messung: Leistungsaufnahme

Unter Last ist die Radeon R9 290 auf den Spuren der großen Schwester und liegt bei 405,6 Watt für das Gesamtsystem. Schon bei der Radeon R9 290X mussten wir den Stromverbrauch als Kritikpunkt nennen und dies wird wohl auch bei der kleineren R9 290 der Fall sein.

Messung: Temperatur

Recht gelassen bei 33 °C zeigt sich die Radeon R9 290 bei der Idle-Temperatur. Aufgrund der geringen Leistungsaufnahme hat der Kühler keine großen Probleme mit der Abwärme und kann diese wenigen Watt entspannt abführen.

Messung: Temperatur

Unter Last sehen wir bei der Radeon R9 290 dann das gleiche Bild, wie auch schon bei der R9 290X. PowerTune lässt die Karte so lange mit den vollen 947 MHz arbeiten, bis das Temperaturlimit bei 95 °C erreicht ist. Erst dann dreht der Lüfter höher und PowerTune versucht die Temperatur unter 95 °C zu halten. Daher messen wir an dieser Stelle die angegebenen 94 °C.

Messung: Lautstärke

Mit 36,3 dB(A) sind wir im Idle-Zustand recht zufrieden, auch wenn wir schon leisere Karten gesehen haben. Wir sind gespannt wann AMD das Design der Radeon R9 290X und 290 für Hersteller öffnet und diese dann auch alternative Kühlungen anbieten können. Bis Dezember werden wir uns aber sicher noch gedulden müssen. In Anbetracht der gemessenen 94 °C sehen wir hier aber ein großes Potenzial für Performance-Verbesserungen.

Messung: Lautstärke

Im Abschnitt "PowerTune in der Praxis" sind wir bereits auf den Umstand eingegangen, dass AMD die maximale Lüfterdrehzahl von 40 auf 47 Prozent erhöht hat. Bei der Radeon R9 290X sind 40 Prozent im Quiet-Mode das Limit. Die Radeon R9 290 bewegt sich in der Praxis zwischen 40 und 47 Prozent Lüfterdrehzahl, wodurch sie mit 52,5 dB(A) sogar noch lauter ist, als die Radeon R9 290X mit 51,8 dB(A).


Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11
Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Futuremark 3DMark 11

Benchmark: Futuremark 3DMark 11

Benchmark: Futuremark 3DMark 11


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedensten Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark
Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Futuremark 3DMark

Benchmark: Futuremark 3DMark

Benchmark: Futuremark 3DMark

Benchmark: Futuremark 3DMark


Unigine bietet mit dem Heaven-Benchmarks bereits eine gute Test-Plattform, die nun mit Valley noch erweitert bzw. verbessert wurde. Dazu hat man eine 64.000.000 Quadratmeter große Landschaft erschaffen, die von detaillierter Vegatation bis hin zu dynamischen Wetterbedingungen alle Anfoderungen an moderne GPUs stellt. Der integrierte Benchmark führt durch alle Testumgebungen und gibt somit einen recht guten Eindruck der Performance.

Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley
Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley

Der Download des Unigine Valley ist direkt beim Hersteller möglich.

Benchmark: Unigine Valley

Benchmark: Unigine Valley

Benchmark: Unigine Valley

Benchmark: Unigine Valley

Benchmark: Unigine Valley

Benchmark: Unigine Valley


Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

 

luxmark-1-rsScreenshot zu Luxmark 2.0

Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

 

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Luxmark


Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt autoamtisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

Benchmark: ComputeMark

Benchmark: ComputeMark

Benchmark: ComputeMark

Benchmark: ComputeMark

Benchmark: ComputeMark


Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Crysis1_rs Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim
Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

Benchmark: The Elder Scrolls V Skyrim

Benchmark: The Elder Scrolls V Skyrim

Benchmark: The Elder Scrolls V Skyrim

Benchmark: The Elder Scrolls V Skyrim

Benchmark: The Elder Scrolls V Skyrim

Benchmark: The Elder Scrolls V Skyrim


Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead
Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead

Zur Vollversion von Crysis Warhead gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Crysis Warhead

Benchmark: Crysis Warhead

Benchmark: Crysis Warhead

Benchmark: Crysis Warhead

Benchmark: Crysis Warhead

Benchmark: Crysis Warhead


Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tessellation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

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Zur Vollversion von Crysis 3 gelangt ihr über diesen Link.

Benchmark: Crysis 3

Benchmark: Crysis 3

Benchmark: Crysis 3

Benchmark: Crysis 3

Benchmark: Crysis 3

Benchmark: Crysis 3


Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Call of Duty: Black Ops 2

Benchmark: Call of Duty: Black Ops 2

Benchmark: Call of Duty: Black Ops 2

Benchmark: Call of Duty: Black Ops 2

Benchmark: Call of Duty: Black Ops 2

Benchmark: Call of Duty: Black Ops 2


Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit, sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070
Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070

Zur Vollversion von Anno 2070 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Anno 2070

Benchmark: Anno 2070

Benchmark: Anno 2070

Benchmark: Anno 2070

Benchmark: Anno 2070

Benchmark: Anno 2070


Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3
Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3

Zur Vollversion von Battlefield 3 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Battlefield 3

Benchmark: Battlefield 3

Benchmark: Battlefield 3

Benchmark: Battlefield 3

Benchmark: Battlefield 3

Benchmark: Battlefield 3


Der neuste Teil der Far-Cry-Serie basiert auf der Dunia Engine 2 und wurde von Ubisoft entwickelt. Es entführt den Spieler auf eine tropische Insel, wo er den Protagonisten Jason Brody spielt, der dort mit seinen Freunden Urlaub macht. Als er und seine Freunde von Piraten gefangen werden, gelingt es ihm als einzigen zu entkommen. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung tritt er nun an, um seine Freunde zu retten und die Piraten zu besiegen. Far Cry 3 kann wie auch die ersten beiden Teile mit einer beeindruckenden Grafik überzeugen. Dabei kommt DirectX 11 in Verbindung mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung und schönen Texturen sowie einer hohen Detaildichte zum Einsatz, womit auch High-End-Grafikbeschleuniger an ihre Grenzen gebracht werden.

Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3
Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3

Zur Vollversion von Far Cry 3 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Far Cry 3

Benchmark: Far Cry 3

Benchmark: Far Cry 3


Hitman: Absolution ist der direkte Nachfolger von Hitman: Blood Money. Der Hauptcharakter 47 brachte den ehemaligen FBI-Direktor Alexander Leland Cayne um, der wiederum Teil einer größeren Geheimorganisation names Alpha Zerox war. Weder Diana, der Rest des ICA noch der Spieler selbst kennen den exakten Aufenthaltsort von 47. Es ist lediglich bekannt, dass er zuletzt ein asiatisch anmutendes Gebäude betreten hat. In Hitman: Absolution findet sich 47 inmitten einer  Verschwörung wieder und er muss feststellen, dass er von seinen ehemaligen Freunden verlassen und verraten worden ist. Hitman: Absolution basiert auf der Glacier-2-Engine und bringt auch aktuelle High-End-Karten an ihre Grenzen.

Screenshot zu Hitman Absolution Screenshot zu Hitman Absolution
Screenshot zu Hitman Absolution Screenshot zu Hitman Absolution

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Benchmark: Hitman Absolution

Benchmark: Hitman Absolution

Benchmark: Hitman Absolution


Zu den Highlights des Jahres 2013 dürte Bioshock Infinite gehören. Doch nicht nur die Story kann fesseln, sondern auch die Technik. Die Engine nutzt nahezu alle aktuellen DirectX-11-Effekte und setzt diese auch entsprechend um. Daher ist Bioshock Infinite eine logische Wahl für unsere Benchmarks.

Screenshot zu Bioshock Infinite Screenshot zu Bioshock Infinite
Screenshot zu Bioshock Infinite Screenshot zu Bioshock Infinite

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Benchmark: Bioshock Infinite

Benchmark: Bioshock Infinite

Benchmark: Bioshock Infinite


Mit Battlefield 4 setzen DICE und EA die Strategie des Vorgängers fort: Eine kleine Singleplayer-Kampagne wird angeboten, aber alles dreht sich eigentlich um die großen Multiplayer-Schlachten. Mit bis zu 63 weiteren Spielern kann auf großen Karten zwischen drei verschiedenen Kämpfer-Klassen gewählt werden. Hinzu kommen dutzende Fahrzeuge, zu Land, zu Wasser und in der Luft. Auch grafisch setzt Battlefield 4 neue Maßstäbe und ist daher auch ein offensichtlicher Kandidat für unsere Benchmarks.

Screenshot zu Battlefield 4 Screenshot zu Battlefield 4
Screenshot zu Battlefield 4 Screenshot zu Battlefield 4

Zur Vollversion von Battlefield 4 gelangt man über diesen Link.

Benchmark: Battlefield 4

Benchmark: Battlefield 4

Benchmark: Battlefield 4


Nicht erst seit der AMD Radeon R9 290X wird eine neue Ausrichtung beim PC-Gaming deutlich: Neue Auflösungen (UltraHD/4K) und neue Technologien (NVIDIA G-SYNC) kommen immer mehr in Mode. Daher haben wir die Radeon R9 290 nebst einigen weiteren Vertretern durch einige Benchmarks gejagt, die mit 3.840x2.160 Pixeln auf einem ASUS PQ321QE dargestellt wurden. Angeschlossen waren die Karten jeweils über DisplayPort.

In Kürze wollen wir unser Testsystem umstellen bzw. in Sachen Software auf den neuesten Stand bringen. Dann werden wir auch diese Messungen in höheren Auflösungen standardmäßig mit ins Programm aufnehmen. Auf den folgenden zwei Seiten aber schon einmal eine kleine Auswahl aus acht Benchmarks mit unterschiedlichen Settings:

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks


Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks

Radeon R9 290 4K-Benchmarks


Aufgrund der Tatsache, dass die Radeon R9 290 bereits bei den Standard-Settings bei 94 °C arbeitet, bedarf es beim Overclocking zahlreichen Eingriffen bei den PowerTune-Einstellungen sowie unserem Setup. Zum einen wechselten wir für diesen Versuch vom geschlossenen Gehäuse des Testsystems in einen offenen Aufbau. Zusätzlich haben wir einige Voreinstellungen vorgenommen, wie beispielsweise die Lüfterdrehzahl auf 80 Prozent gesetzt. Damit wird auch klar, dass die Radeon R9 290 bei der Lautstärke kaum zu überhören sein wird, allerdings ging es uns nun darum die maximale Performance aus der Karte heraus zu holen. Letztendlich erreichten wir einen GPU-Takt von 1.080 MHz und einen Speichertakt von 1450 MHz. Dies alles lief gerade so eben stabil bei einer Temperatur von 94 °C.

Folgende Ergebnisse erreichten wir mit diesen Taktraten:

AMD Radeon R9 290 Overclocking

AMD Radeon R9 290 Overclocking

AMD Radeon R9 290 Overclocking

AMD Radeon R9 290 Overclocking

Die Auswirkungen auf den Stromverbrauch, die Temperatur und die Laustärke stellen sich wie folgt dar:

AMD Radeon R9 290 Overclocking

AMD Radeon R9 290 Overclocking

AMD Radeon R9 290 Overclocking


AMD hat für die Radeon R9 290X die NVIDIA GeForce GTX Titan als Gegner auserkoren. Etwas zielloser wirkte die Suche nach einem Gegenspieler für die Radeon R9 290, denn zunächst galt es die GeForce GTX 770 zu schlagen. Durch ein Treiber-Update und eine Erhöhung der PowerTune-Einstellungen ist die GeForce GTX 780 schlussendlich das passende Gegenstück geworden. Nicht nur namentlich Trennen die Radeon R9 290X und 290 nur wenig, auch die technischen Daten sind eng verwandt. Beide verwenden die "Hawaii"-GPU, allerdings verfügt die Radeon R9 290X über fast neun Prozent mehr Stream-Prozessoren und taktet bei entsprechender Temperatur mit 1.000 anstatt 947 MHz der Radeon R9 290. Diese nur geringfügigen Änderungen sorgen für eine feine Differenzierung der beiden Modelle. Features wie den Mantle-Support, TrueAudio, das CrossFire ohne Brücke und die Unterstützung für DirectX 11.2 Tier 2 bieten beide. Umso gespannter waren wir auch die Messergebnisse.

In den meisten Spielen landet die Radeon R9 290 dort, wo AMD sie auch gerne sehen will: Ganz in der Nähe der GeForce GTX 780. Mal wird diese geschlagen, mal liegt die Konkurrenz knapp davor. Je nach Benchmark, gewählter Auflösung und den Grafikeinstellungen kann dies variieren. Gerade die hohen Auflösungen scheinen AMD aber entgegen zu kommen und so sehen wir die Radeon R9 290 ab 2.560x1.600 Bildpunkten, was wohl auch am ehesten dem Anforderungsprofil einer solchen Karte entspricht, meist vorne. Der Abstand zur Radeon R9 290X liegt in etwa in dem Bereich, der durch die Beschneidung der Architektur und Takt zu erwarten war.

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In Sachen Stromverbrauch platziert sich die Radeon R9 290 ebenso in etwa dort, wo sie zu erwarten ist, mit etwas Abstand hinter der Radeon R9 290X verbraucht sie aber dennoch mehr, als eine GeForce GTX 780 oder eine Titan. Nun macht ein Mehrverbrauch von 20-30 Watt bei einem Kaufpreis von mehreren hundert Euro keinen großen Unterschied, dennoch gehört dieser ins Verhältnis zur gebotenen Leistung gesetzt und hier kann AMD mit der neuen "Hawaii"-GPU nicht überzeugen. Durch die neue Implementierung von PowerTune ergibt sich bei den Temperaturen ein Bild, an das wir uns erst noch gewöhnen müssen. Ziel von AMD ist es nicht mehr die Temperatur unter allen Umständen so niedrig wie irgend möglich zu halten, sondern eine Zieltemperatur mit möglichst hohem Takt zu halten. Daher ist es nur schwer möglich die 94 °C der Radeon R9 290 und 290X gegen die Karten aus dem Hause NVIDIA zu vergleichen, die 80 °C als Temperatur-Ziel vorgesehen haben. Eines lässt sich allerdings festhalten: Auch die Radeon R9 290 schafft es in unserem System nicht in jedem Fall ihren maximalen Takt von 947 MHz zu halten. Da man auch die maximale Lüfterdrehzahl von 40 auf 47 Prozent erhöht hat, resultiert dies sogar in einer höheren Last-Lautstärke als bei der Radeon R9 290X.

AMD gibt eine unverbindliche Preisempfehlung von 345 Euro für die Radeon R9 290 an. Sollte sich der letztendliche Straßenpreis an der Entwicklung der Radeon R9 290X orientieren, werden wir in einigen Tagen auch ziemlich genau in diesem Bereich landen. Die direkten Konkurrenten heißen NVIDIA GeForce GTX 770 und 780. Erstgenannte Karte wird von der Radeon R9 290 aber fast immer geschlagen, stellt mit einem Preis von 265 Euro aber eine günstige Alternative dar. Anders sieht dies für die GeForce GTX 780 aus. Sie liegt in etwa auf Niveau der Radeon R9 290, kann mit ihrem aktuellen Preis von 410 Euro im Preis/Leistungsverhältnis aber nicht mithalten. AMD könnte mit der Radeon R9 290 ein echter Verkaufsschlager gelungen sein. Die gebotene Leistung ist in diesem Preissegment hervorragend.

Alternativen? Einige Alternativen haben wir bereits angesprochen und beide stammen aus dem Hause NVIDIA. Allerdings ist die GeForce GTX 780 derzeit einfach noch etwas zu teuer. Ändern könnte sich dies mit der GeForce GTX 780 Ti, die in wenigen Tagen vorgestellt wird und Karten wie die GeForce GTX 780 und auch 770 noch etwas günstiger machen könnte. Wer ein paar Abstriche bei der Performance machen kann, findet in der GeForce GTX 770 schon heute eine denkbare Alternative zur Radeon R9 290 - zumal sie auch noch mehr als hundert Euro günstiger ist.

 

Persönliche Meinung

Es ist schwer etwas Handfestes für oder gegen die Radeon R9 290 zu finden. Der Abstand in Sachen Performance ist zur größeren Radeon R9 290X relativ gering. Beim Preis unterscheiden sich beide Karten aber deutlich. Noch immer nicht wirklich gewöhnt habe ich mich an das neue PowerTune mit den extrem hohen Temperaturen. Mir ist klar, dass die Hardware dies auch über längere Zeit mitmachen kann, ungewohnt fühlt es sich dennoch an die GPU bei 94 °C schmoren zu sehen. Jetzt bin ich noch gespannt wie NVIDIA die GeForce GTX 780 Ti aufstellt. Dann haben wir ein völlig neues Gefüge am High-End-Markt für Grafikkarten und können uns endlich wieder einen Gesamtüberblick verschaffen. (Andreas Schilling)

 

Positive Aspekte der AMD Radeon R9 290:

Negative Aspekte der AMD Radeon R9 290: