AMD Radeon R9 290X im Test

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amd-290x-logoNicht wirklich mit Neuigkeiten konnten die Radeon R9 280X, R9 270X und R7 260X in der vergangenen Woche aufwarten. Neue Features wie TrueAudio und DirectX 11.2 mit Tier-2-Support blieben bisher der Radeon R7 260X vorbehalten und das flexiblere Eyefinity beherrschen im Grunde genommen auch die älteren Karten. Heute nun ist es endlich soweit und die Radeon R9 290X wird offiziell vorgestellt. Damit dürfen wir endlich über die Neuerungen von Graphics Core Next 2.0 sprechen. Ein neues PowerTune hält damit ebenso Einzug wie die Möglichkeit CrossFire ohne Bridge zu betreiben. Sicherlich am interessantesten aber ist die Performance der "Hawaii"-GPU, die wir wie immer in einem ausführlichen Benchmark-Parcours beleuchten. Noch immer nicht bekannt ist, was mit der bereits angekündigten Radeon R9 290 geschehen wird.

Mit dem heutige Tage stellt AMD also sein bisher schnellstes Modell aus der "Volcanic Islands"-Generation vor. Die Radeon R9 290X basiert auf der neuen "Hawaii"-GPU und einer weiteren Ausbaustufe der GCN-Architektur. Wie auch schon bei den kleineren Karten sieht AMD aber nicht nur durch eine höhere Performance Vorteile der neuen GPUs, sondern will auch durch neue Features auf sich aufmerksam machen. Über die Details zu TrueAudio sowie der Support von 4K/UltraHD sowie das flexiblere Eyefinity haben wir bereits im Artikel in der vergangenen Woche gesprochen. Zumindest über eines muss man sich beim neuen Modell keine Gedanken machen: Das volle Feature-Set wird unterstützt. Dennoch haben wir die drei schnellsten Karten der "Volcanic Islands"-Generation einmal gegenübergestellt, um einen bessere Überblick zu verschaffen.

Volcanic Islands im Überblick
Modell AMD Radeon R9 290X AMD Radeon R9 280X AMD Radeon R9 270X AMD Radeon R7 260X
Straßenpreis zirka 475 Euro ab 250 Euro ab 165 Euro ab 120 Euro
Homepage www.amd.de www.amd.de www.amd.de www.amd.de
Technische Daten
GPU Hawaii XT Tahiti XTL Curacao XT Boniare
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 4,3 Milliarden 2,8 Milliarden 2,08 Milliarden
GPU-Takt (Basis) - 1.000 MHz 1.000 MHz 1.100 MHz
GPU-Takt (Boost) 1.000 MHz 1.050 MHz 1.050 MHz -
Speichertakt 1.250 MHz 1.500 MHz 1.400 MHz 1.625 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 4.096 MB 3.072 MB 2.048 / 4.096 MB 2.048 MB
Speicherinterface 512 Bit 384 Bit 256 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 320,0 GB/Sek. 288,0 GB/Sek. 179,2 GB/Sek. 104,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2 11.2 11.2 11.2
Shadereinheiten 2816 2048 1.280 896
Textur Units 176 128 80 56
ROPs 64 32 32 16
Pixelfüllrate 64 GPixel/Sek. 33,6 GPixel/Sek. 33,6 GPixel/Sek. 17,6 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire
Maximale Leistungsaufnahme > 250 Watt 250 Watt 180 Watt 115 Watt
Feature-Matrix
TrueAudio-Support Ja Nein Nein Ja
GCN 2.0 Ja Nein (GCN 1.0) Nein (GCN 1.0) Nein (GCN 1.1)
DirectX 11.2 Tier 2 Ja Nein Nein Ja
Flexibles Eyefinity Ja Ja Ja Ja
CrossFire ohne Bridge Ja Nein Nein Ja

Die Radeon R9 290X ist somit die einzige Neuentwicklung innerhalb von der "Volcanic Islands"-Generation und setzt sich recht deutlich von der Radon R9 280X ab. Da wären also die GPU mit neuer Architektur, auf die wir noch genauer eingehen werden, der größere Speicherausbau, das breitere Speicherinterface sowie der Support von TrueAudio, Direct 11.2 Tier 2 und dem CrossFire ohne Brücke - letztgenannte Punkte unterstützt ansonsten nur noch die Radeon R7 260X.

Die AMD Radeon R9 290X setzt also auf die 6,2 Milliarden Transistoren schwere "Hawaii"-GPU, die weiterhin in 28 nm gefertigt wird. Insgesamt soll es der Chip auf eine Fläche von 438 mm2 bringen. Zum Vergleich: "Tahiti XT2" brachte es hier noch auf 352 mm2 bzw. auf 4,3 Milliarden Schalteinheiten. Den Basis-Takt gibt AMD offiziell nicht an, via PowerTune wird aber ein Boost-Takt von 1.000 MHz erreicht. Von einigen Retail-Herstellern ist uns bereits zu Ohren gekommen, dass dies aber keine absolute Obergrenze sein wird. Bereits kurz nach der offiziellen Präsentation sollen Karten, auch mit Referenzkühlung, erscheinen, die schneller als 1.000 MHz takten. Beim Speichertakt geht AMD etwas konservativer vor und lässt diesen mit 1.250 MHz arbeiten. Gemeinsam mit dem 512 Bit breiten Speicherinterface ergibt sich somit eine Speicherbandbreite von 320 GB/Sek. Insgesamt verfügt die Radeon R9 290X über 4.096 MB GDDR5-Speicher.

GPU-Z-Screenshot der Radeon R9 290X

44 Compute Units (CU) zu jeweils vier SIMDs (Single Instruction Multiple Data) und nochmals 16 ALUs (Arithmetic Logic Unit) ergeben die 2816 Stream-Prozessoren oder Shader-Einheiten der Radeon R9 290X. Daraus ergeben sich auch die 176 Textureinheiten. Nicht mehr direkt an eine Compute Unite gekoppelt sind die ROPs (Raster Operation Units), von denen es 64 Stück gibt. Allerdings sind sie auch nicht am Speicherinterface angeschlossen, wie noch beim Vorgänger "Tahiti". Vielmehr hat AMD jeweils 16 Rasterendstufen in eine Shader-Engine gepackt. Damit steht jeder CU nicht mehr eine ROP wie bei "Tahiti" zur Verfügung. Insgesamt elf Compute-Units müssen sich 16 ROPs teilen, die in Vierer-Paketen zusammengeschnürt wurden. Je nach Auslastung stehen damit einer CU zwischen einer und vier Render Back Ends zur Seite.

Soweit die Architektur in groben Zügen. Genauer gehen wir darauf noch in der detailierten Betrachtung von Graphics Core Next 2.0 ein. Bevor wir jetzt genauer auf die einzelnen Details eingehen, vergleichen wir die Radeon R9 290X gegen die GeForce GTX 780 und GeForce GTX Titan von NVIDIA:

Volcanic Islands gegen die Konkurrenz
Modell AMD Radeon R9 290X NVIDIA GeForce GTX 780 NVIDIA GeForce GTX Titan
Straßenpreis zirka 475 Euro ab 510 Euro ab 800 Euro
Homepage www.amd.de www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU Hawaii XT GK110 (GK110-300-A1) GK110 (GK110-400-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 7,1 Milliarden 7,1 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1.000 MHz 864 MHz 837 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.000 MHz 902 MHz 876 MHz
Speichertakt 1.250 MHz 1.502 MHz 1.502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 4.096 MB 3.072 MB 6.144 MB
Speicherinterface 512 Bit 384 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 320,0 GB/Sek. 288,4 GB/Sek. 288,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2 11.1 11.1
Shadereinheiten 2.816 2.304 (1D) 2.688 (1D)
Texture Units 176 192 224
ROPs 64 48 48
TDP > 250 Watt 250 Watt 250 Watt

Auf den folgenden Seiten gehen wir auf die "Hawaii"-exklusiven Features sowie die bereits bekannten Technologien der "Volcanic Islands"-Karten noch einmal etwas genauer ein.


Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Der Überblick über die "Hawaii"-GPU verrät bereits die wichtigsten Neuerungen: Bis zu 44 Compute Units (CU) zu jeweils vier SIMDs (Single Instruction Multiple Date) und nochmals 16 ALUs (Arithmetic Logic Unit) ergeben die derzeit maximal möglichen 2816 Shader-Einheiten. Angeordnet sind diese in Viererblöcken, den sogenannten Shader Engines, in denen sich ein Geometry Processor darum kümmert, dass die anfallenden Berechnungen zwischen den vier Shader Engines aufgeteilt werden. Insgesamt sind 2 MB L2-Cache vorhanden. Innerhalb der CUs kommt auch noch L1-Cache sowie verschieden große Register dazu. Acht Speichercontroller zu jeweils 64 Bit ergeben das insgesamt 512 Bit breite Speicherinterface. Auf die einzelnen Komponenten gehen wir nun etwas genauer ein.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Pro "Hawaii"-GPU können vier Shader Engines mit jeweils 11 Compute Unites verwendet werden. Es sind auch Varianten von "Hawaii" denkbar, die nur zwei der drei Shader Engines einsetzen. Eine kleinere Unterteilung zeichnet sich derzeit nicht ab, aber vielleicht weiß AMD mit der Radeon R9 290 noch zu überraschen. Innerhalb einer Shader Engine kümmert sich ein Geometry Processor, um die anfallende Last zwischen den vier Shader Engines zu verteilen. Die Ausrichtung auf GPGPU ist zu erkennen, da sich bis zu vier CUs die Instruktionen und Daten eines Caches teilen können. Je nach Ausbaustufe der Render Engines werden bis zu vier Render Backends verwendet.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Ein genauer Blick auf die einzelne Compute Unite verrät: AMD hat hier keinerlei Änderungen vorgenommen. Pro CU kommen also vier SIMDs zum Einsatz, die ein Schedular möglichst gleichmäßig mit Daten versorgt. Pro CU stehen 16 kByte L1-Cache bereit, die durch viermal 64 kByte Vektor-Register, 64 kByte Local Data Share und 4 kByte Skalar-Register ergänzt werden.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Über interne Änderungen am Command- und dem Geometry-Processor will AMD die Performance der Geometrie-Berechnungen verbessert haben. Das Stichwort heißt hier auch wieder "Optimierungen", denn an der eigentlichen Hardware hat sich wenig getan. Über eine höhere Effizienz reduziert AMD die Datenmenge, die aus den jeweiligen Komponenten extern übertragen werden müssen und erhöht damit die Performance.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Aus vier Shader Engines mit jeweils bis zu vier Render Back Ends ergeben sich die maximal 16 Render Back Ends, die letztendlich dafür sorgen, dass die Radeon R9 290X bis zu 64 GPixel pro Sekunde durch die Pipelines schicken kann. Weiterhin haben Optimierungen am L1- und L2-Cache dafür gesorgt, dass deren Kapazität um 33 Prozent angestiegen sind und letztendlich auch 33 Prozent mehr Daten über die Caches verteilt werden können. Allerdings hat man pro Compute Unite keinerlei Veränderungen an den Caches vorgenommen. Die Verbesserungen sind einzig und alleine auf die Tatsache zurückzuführen, dass nun mehr Compute Units zur Verfügung stehen. Über alle Caches kumuliert ergibt sich eine Bandbreite von 1 TByte pro Sekunde.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Wichtiger Punkt der Architektur der "Hawaii"-GPU ist das mit 512 Bit breitere Speicherinterface. Trotz Reduzierung des Speichertaktes erreicht AMD damit eine Erhöhung der Speicherbandbreite auf 320 GB pro Sekunde. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass AMD die Strukturen, die der Speichercontroller auf dem Chip einnimmt, verkleinern konnte. Damit erhöht sich natürlich auch die Bandbreite pro Quadratmillimeter, was für den Anwender allerdings keine Auswirkungen hat.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Letztendlich steigert AMD durch das Aufblasen der Architektur auf mehr Shader, ein breiteres Speicherinterface sowie eine Umgruppierung weiterer Komponenten die Leistung in einigen Bereichen beinahe um den Faktor 2. Die Vergrößerung der Chipfläche ist eigentlich kein Punkt, der hier positiv angeführt werden sollte, es sei denn, die Performance steigt im gleichen Maße oder überproportional.

Für die Performance in Spielen entscheidend könnte sich die Steigerung der Pixelfüllrate herausstellen. Einfluss hat hier natürlich auch die höhere Speicherbandbreite sowie die Tatsache, dass mehr Compute Units und damit ALUs für einfache Rechenoperationen zur Verfügung stehen.

Graphics Core Next 2.0
Graphics Core Next 2.0

Auch beim GPU-Computing macht AMD mit "Hawaii" einige Fortschritte. Acht asynchrone Compute Engines (ACE) stehen zur Verfügung, die allesamt unabhängig voneinander arbeiten können. Jede dieser ACEs hat eine einige Queue, in der sich bis zu acht Operationen staffeln können. Für den schnellen Zugriff auf Daten können alle ACEs direkt auf den L2-Cache zugreifen. Über die Dual-DMA-Engine ist dies auch auf den Arbeitsspeicher möglich. Mit 16 GB pro Sekunde wird die volle Bandbreite von PCI-Express-3.0 ausgenutzt.


AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Eine große Rolle spielt für AMD die neue TrueAudio-Technologie. Mit TrueAudio möchte AMD die Art und Weise wie das Audio in aktuellen Spielen angeboten und verarbeitet wird auf ein neues Level bringen. Warum dies nötig ist, soll oben abgebildetes Schaubild verdeutlichen. Während der Entwicklung eines Games spielt der Sound nur eine untergeordnete Rolle. So wird üblicherweise das CPU-Budget an die unterschiedlichen Komponenten vergeben und der Audio-Part bekommt hier meist einen Anteil von 10 Prozent zugesprochen. Für das Audio spielt aber nicht die reine Last auf der CPU eine wichtige Rolle, sondern vielmehr die Möglichkeit die Verarbeitung in Echtzeit auszuführen. Eben dies will AMD mit TrueAudio sicherstellen.

Mit dazu beitragen hat auch, dass Microsoft den Audio-Stack für die Low-End-Audio-Hardware (z.B. des Onboard-Sounds der meisten Mainboards) nahezu komplett auf Software umgestellt hat. Eine Beschleunigung durch Hardware findet in diesem Bereich kaum noch statt.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Um eine Verarbeitung in Echtzeit zu ermöglichen, hat AMD einen DSP (digital Signalprozessor) in die GPU eingebaut. Nötig ist dies allerdings nur, weil auch die Sound-Effekte und Mehrkanal-Systeme immer aufwendiger werden. Geht es dann auch noch darum einen Spieler in der 3D-Welt in Sachen Audio korrekt zu positionieren, werden die Berechnungen schon deutlich komplexer. Doch nicht nur können diese Berechnungen extrem anspruchsvoll werden, auch sind sie zeitkritisch. Audio-Berechnungen sollten im besten Fall in Echtzeit ausgeführt werden, damit Ton und Bild auch übereinstimmen. TrueAudio ist keine eigenständige Soundkarte. Berechnungen des DSP werden an die Soundkarte weitergeleitet, sodass es schlussendlich keine Rolle spielt, wie der Sound ausgegeben wird (Lautsprecher, Kopfhörer oder via HDMI und DisplayPort).

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

In einem weiteren Schaubild sind die einzelnen Routinen und Systeme von TrueAudio abgebildet. Wir müssen allerdings an dieser Stelle gestehen, dass Audio und dessen Verarbeitung in einem DSP nicht gerade zum Alltagsgeschäft gehören und wir dies erst einmal so stehen lassen müssen.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

AMD hat die DSPs allerdings nicht selbst entwickelt, sondern vertraut auf IP aus dem Hause Tensilca, die in verschiedenen Bereichen speziell auf diese optimierten Chips entwickeln. Die zu TrueAudio kompatiblen Karten unterstützen gleich mehrere dieser DSPs, die jeweils über 32 kByte Instructions- und Data-Cache verfügen sowie jeweils einen eigenen 8 kByte RAM verwenden.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Neben den insgesamt 64 kByte Caches pro DSP-Kern sowie den zusätzlichen 8 kByte RAM stehen über alle Bereiche hinweg noch 384 kByte shared Memory zur Verfügung, in die jeder DSP per DMA (Direct Memory Access) Daten schreiben und daraus lesen kann. Zusätzlich kann sich TrueAudio bis zu 64 MB aus dem Grafikspeicher reservieren.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Dass es sich bei TrueAudio nicht um eine eigenständige Soundkarte handelt, macht obiges Bild deutlich. Die zu verarbeitenden Audio-Daten werden aus dem Spiel selbst über eine sogenannte "Middleware" verarbeitet. Dabei handelt es sich um Algorithmen zur Berechnung z.B. von Effekten. Selbst von den großen Studios entwickeln nur die wenigsten die Audio-Engine für ihre Spiele selbst, sondern wenden sich an sogenannte "Middleware Provider", die dies für sie übernehmen. Bekannte Unternehmen in diesem Bereich sind GenAudio, Firelight Technologies und AudioKinetics. Diese nutzen in ihrer Software nun die von AMD zur Verfügung gestellte TrueAudio-Hardware.

Nach dem Processing werden die Audio-Daten über den OS-Audio-Stack an die Soundkarte weitergegeben, welche sich dann wiederum darum kümmert das Audio-Signal über die entsprechende Schnittstelle an richtiger Stelle wieder auszugeben.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Die Vorteile von TrueAudio sieht AMD klar in der Tatsache, dass selbst Stereo-Sound nun besser, weil realistischer, berechnet werden kann. Dazugehörige Daten zur Position des Spielers und damit der unterschiedlichen Soundquellen sind aufseiten der Grafikkarte ohnehin vorhanden.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Spieleentwickler müssen TrueAudio explizit unterstützen. Dazu gehört auch, dass bereits erschienen Spiele über einen Patch an TrueAudio angepasst werden müssen. AMD stellt dazu eine TrueAudio-API zur Verfügung, die von der Middleware-Software genutzt werden kann. Entsprechende Anbieter haben wir bereits genannt. In Kürze wird AMD hier sicherlich auch weitere Details zur Verfügung stellen.

AMD TrueAudio
AMD TrueAudio

Noch einmal zusammengefasst wo AMD die Vorteile für TrueAudio sieht: Zum einen lassen sich selbst bei Stereo-Soundausgabe noch realistischere 3D-Sounds bzw. korrektere Positionierungen ermitteln. Zum anderen ermöglichen die DSPs eine Performance, die selbst bei mehreren Dutzend Audio-Streams nicht die CPU belasten, sondern alle Berechnungen auf dedizierter Hardware ausführen.


AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Natürlich spielen auch für AMD die neuen hochauflösenden Displays mit 4K oder UltraHD eine wichtige Rolle. Allerdings sieht man sich hier zunächst einmal mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Auf einige dieser Probleme sind wir in unserem ersten Artikel zu 4K/UltraHD bereits eingegangen.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

So spielt der Preis natürlich eine wichtige Rolle, denn solange die Displays noch mehrere tausend Euro kosten (aktueller Stand für den ASUS PQ321QE), werden sich nur die wenigsten Spieler einen solchen Monitor leisten können. Derzeit ist aber noch schwer abzuschätzen, wie schnell die Preise fallen werden. Auf Basis einer Analyse von DisplaySearch aus dem 1. Quartal 2013 sieht AMD erst im kommenden Jahr die nötigen Voraussetzungen gegeben, da hier bereits rund eine Million Displays mit 4K- oder UltraHD-Auflösung ausgeliefert werden sollen. Es dürfte allerdings noch mehrere Jahre dauern, bis diese Displays an die Verkaufszahlen der aktuell höchstauflösenden Displays herankommen.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Noch einmal ein Blick auf die aktuelle Situation und Unterstützung durch die Grafikkarten beider Hersteller. Durch die technischen Beschränkungen von HDMI sind hier Auflösungen von 3.840x2.160 oder 4.096x2.160 Pixel nur mit einer Bildfrequenz von 30 bzw. 24 Hz möglich. Erst HDMI 2.0, das allerdings weder von NVIDIA noch von AMD derzeit unterstützt wird, ermöglicht bis zu 60 Hz.

Da alle aktuell erhältlichen UltraHD-Displays derzeit zwei Panels mit jeweils 1.920x2.160 bzw. 2.048x2.160 Pixel verwenden, können diese nur per DisplayPort angesprochen werden, um letztendlich auch auf die 60 Hz zu kommen, die für Spieler interessant sind. Ausnahmen sind beispielsweise das US-Modell des ASUS PQ321QE, der zwei HDMI-Eingänge verwendet und somit ebenfalls 60 Hz per HDMI anbieten kann.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Bei einer Auflösung von 3.840x2.160 oder 4.096x2.160 Pixel sprechen wir von einer nötigen Übertragungsrate von fast 300 Millionen Pixeln pro Sekunde bei einer Bildwiederholrate von 24 bzw. 30 Hz. Bei den vollen 60 Hz sind es schon 554 bzw. 588 Millionen Pixel pro Sekunde, was im Zusammenspiel mit den „Tiled Displays“ zu einer Herausforderung werden kann. Auch jedes weitere Display stellt sich für die Grafikkarten als weiterer Endpunkt für einen Videostream dar, der bedient werden muss. Allerdings unterstützt AMD bereits mit der aktuellen Generation diese Multi-Point-Stream bzw. den MST (Multi-Stream-Transport) via DisplayPort - NVIDIA im Übrigen auch.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

In unserem ersten Artikel zu 4K/UltraHD spielten die „Tiled Displays“ eine entscheidende Rolle. NVIDIA präsentierte dazu einen speziellen Treiber, der den VESA-Standard 1.3 unterstützen und damit die entsprechenden Displays korrekt erkennen soll. Laut AMD wendet NVIDIA dazu allerdings einen Trick an und erkennt die Displays als solches um über die verschiedenen Ausgänge (HDMI oder DisplayPort) die beiden Panels entsprechend anzusprechen. AMD will diesen Standard vollständig implementiert haben und liest den Datensatz im DisplayPort-Protokoll korrekt aus. Daraus kann der Treiber dann das dazugehörige Setup erstellen. Möglich ist aber nicht nur die automatische Konfiguration von 4K/UltraHD-Displays mit zwei Panels, sondern auch ein Eyefinity-Setup mit dazugehörigen Informationen, z.B. der Rahmendicke der einzelnen Monitore, um dies zu kompensieren.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Das Problem mit den „Tiled Displays“ dürfte sich zu Beginn des kommenden Jahres ohnehin erledigt haben. Derzeit bieten bekanntlich nur ASUS und Sharp einen UltraHD-Monitor mit 32 Zoll an. Zur CES werden weitere Modelle, auch von anderen Herstellern erwartet, die dann nur noch ein Panel einsetzen.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Die entsprechende Unterstützung für diese Displays bietet die Radeon-R9-290-Serie bereits. 

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Eyefinity spielt auch mit der „Volcanic Island“-Generation eine wichtige Rolle. Da AMD hier bereits mit der aktuellen Generation bis zu sechs Displays unterstützt, gab es zumindest von dieser Seite keine weitere Optimierungsmöglichkeit. Daher hat man sich darauf konzentriert, Eyefinity mit einer größeren Flexibilität zu versehen. Es bleibt allerdings dabei, dass sowohl über die beiden Dual-Link-DVI-Ausgänge wie auch HDMI jeweils ein Display angesteuert werden kann. Weitere drei Displays kommen über den Multi Stream Transport des DisplayPort hinzu.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Allerdings müssen nun nicht mehr bestimmte Ausgänge verwendet werden, um zwei oder drei Displays anzusteuern. Der Nutzer hat die freie Wahl, welche Ausgänge er verwenden möchte. Eine mögliche Konfiguration ist über die beiden Dual-Link-DVI-Ausgänge sowie den HDMI-Ausgang dargestellt. Möglich ist es aber die Verwendung von jeweils DisplayPort, HDMI und DVI.

AMD UltraHD und Eyefinity
AMD UltraHD und Eyefinity

Um sechs Displays anzusteuern, kommen neben 2x DVI und 1x HDMI auch noch der DisplayPort mit MST-Box hinzu, die wiederum drei Displays mit einem Videostream versorgt.


AMD PowerTune
AMD PowerTune

Mit einigen der neuen Karten überarbeitet AMD sein PowerTune-Feature weitgehend. Die Ziele sind aber einmal mehr gleich: Die Grafikkarten sollen leiser und schneller werden sowie gleichzeitig kein Watt mehr verbrauchen, als unbedingt nötig.

AMD PowerTune
AMD PowerTune

Dazu fügt AMD eine weitere Komponenten zu PowerTune hinzu: die Temperatur. Auf Seiten der Hardware werden nun also Temperatur und hochgerechneter Verbrauch ermittelt, sowie ein neuer VR-Controller verwendet, der seine Daten ebenfalls an die SMU-Firmware weitergibt. Aus diesen drei Datensätzen werden dann die richtigen Einstellungen ermittelt, die dann wiederum an die Hardware weitergegeben werden. Aus den entsprechenden Voreinstellungen folgen dann die Taktfrequenz, Spannung und Drehzahl des Lüfters.

AMD PowerTune
AMD PowerTune

AMD verwendet auf einigen seiner neuen Karten die 2. Generation des Serial-VID (Spannungscontroller). Aktueller Stand ist, dass AMD diesen auf der R9 290X und R7 260X einsetzen wird. Hinzu kommen im Laufe des Jahres noch einige APUs mit Sockel FM2 auf Basis von „Kaveri“.

Für AMD spielen im Zusammenhang mit dem neuen Spannungscontroller vor allem dessen Geschwindigkeit (Spannungsänderungen in etwa 10 µs möglich) sowie die Genauigkeit eine wichtige Rolle (6,25 mV Schritte möglich). Bei einer möglichen Arbeitsspannung zwischen 0 und 1,55 Volt ergeben sich hier eigentlich 248 Spannungs-Schritte, wenngleich AMD 255 mögliche Schritte angibt (vermutlich wegen der Ansteuerung über 8 Bit).

Doch auch die Daten die vom Controller für PowerTune zur Verfügung stehen, sind laut AMD entscheidend. So werden die Messwerte für Strom und Spannung in 40 kHz angefragt und über eine 20 Mbps breite Datenverbindung an die SMU-Firmware übertragen.

AMD PowerTune
AMD PowerTune

Welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben, demonstrierte AMD ebenfalls in einigen Beispielen. Auf obigem Bild wird simuliert, wie sich die Spannung bei gleichmäßiger Last verhält. Was auf den ersten Blick nach einer geraden Linie bei rund 210 Watt aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ständiger Wechsel zwischen 207,5 und 206,5 Watt. Dies allerdings nicht, weil die Strom- und Spannungsversorgung nicht stabil gehalten werden kann, sondern weil diese ständig an die Gegebenheiten angepasst werden.

AMD PowerTune
AMD PowerTune

Ähnlich verhält sich dies auch bei der Steuerung der Lüfterdrehzahl, auch wenn sich hier im Vergleich zu früheren PowerTune-Implementierung keine größeren Unterschiede zeigen. Hier dargestellt sind zwei Settings für die Drehzahl. Im ersten Bereich war diese noch auf 1.800 RPM beschränkt, wurde aufgrund bestimmter Anforderungen aber auch 2.300 RPM erhöht. In beiden Fällen reguliert der Controller die Drehzahl wieder auf Normalniveau in einer stetig gleichmäßig abfallenden Geraden, die verhindern soll, dass das menschliche Gehör die Unterschiede in der Drehzahl allzu stark wahrnimmt.

AMD PowerTune
AMD PowerTune

Ein Beispiel für das Verhalten der Temperatur hat AMD natürlich auch gleich gegeben. In diesem wurde zunächst eine maximale Temperatur von 94 °C gewählt. Im Folgenden wurde diese auf 87 °C reduziert, was PowerTune über eine höhere Lüfterdrehzahl zu kompensieren versucht. Nach Abfallen der Last reduziert sich natürlich auch die GPU-Temperatur langsam wieder auf Idle-Niveau.


PowerTune bei der Radeon R9 290X
PowerTune bei der Radeon R9 290X

In der Theorie haben wir also gesehen, dass PowerTune nun ähnliche wie GPU-Boost 2.0 bei NVIDIA neben dem Takt auch noch weitere Variablen hat, auf welche Software und auch der Nutzer zugreifen können. Die entsprechenden Optionen dazu findet sich im Catalyst Control Center unter dem Menüpunkt OverDrive. Über ein 2D-Diagramm und die direkte Eingabe lassen sich das Power-Limit und eine maximale Taktrate in Prozent angeben. Die Limits für beide Werte liegen bei +/- 50 Prozent.

Darunter kann auch noch der Takt des Speichers erhöht werden. Hier erlaubt AMD sogar eine Wahl des Taktes zwischen +/- 60 Prozent. Weitaus wichtiger ist ein neuer Parameter - die Zieltemperatur. Diese ist auf 95 °C voreingestellt, lässt sich aber auch auf bis zu 50 °C reduzieren. Ebenfalls möglich ist die Einstellung der Lüfterdrehzahl in Prozent von 20 bis 100 Prozent. Über diese fünf Werte lässt sich also die Lautstärke des Lüfters ebenso optimieren, wie die Performance. In den Tests zum Overclocking gehen wir darauf noch etwas genauer ein. 

PowerTune bei der Radeon R9 290X

Die Radeon R9 290X hat ein ähnliches Problem, wie viele Karten aus dem Hause NVIDIA in ihrer Referenzversion: Sie werden zu warum und reduzieren ihren GPU-Takt. Mit Systemstart arbeitet die Radeon R9 290X mit einem Takt von 1.030 MHz, reduziert diesen aber recht schnell auf 1.000 MHz. Nach einigen Minuten unter Last sahen wir in den verschiedenen Anwendungen 850 bis 1.000 MHz für den GPU-Takt. Wohl gemerkt sprechen wir hier von einer Zieltemperatur von 95 °C bei bereits 40 Prozent der Maximaldrehzahl des Lüfters.

Wir haben daher eine Aufstellung erstellt, welche die Temperaturen und den dazugehörigen Takt einige Anwendungen aufführt:

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
Call of Duty: Black Ops 2 93 °C 940 - 970 MHz
Anno 2070 94 °C 890 - 909 MHz
Battlefield 3 94 °C 908 - 925 MHz
Far Cry 3 94 °C 890 - 930 MHz
Hitman: Absolution 91 °C 1.000 MHz
Crysis 3 94 °C 890 - 919 MHz
Bioshock: Infinite 93 °C 970 - 1.000 MHz

Es ist also von den Anwendungen und deren Auslastung abhängig, mit welchem Takt die Radeon R9 290X arbeitet und welche Leistung sie letztendlich abliefert.


Die beiden BIOS-Chips auf der Radeon R9 290X nutzt AMD um zwei unterschiedliche BIOS-Versionen auf der Karte anzubieten. Die zur Slotblende gerichtete Einstellung ist das sogenannte "Quiet BIOS". Mit den damit einhergehenden Einstellungen für das PowerTune will AMD sowohl dem Spieler, wie auch dem Liebhaber einer leisen Grafikkarten gerecht werden. Das "Uber BIOS" wird über die zweite Switch-Position aktiviert und ist auf kompromisslose Leistung bzw. Kühlung ausgelegt.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Bevor wir die ersten Diagramme zeigen, können wir bereits verraten, dass die beiden BIOS-Settings kaum einen Unterschied ausmachen. Dies liegt natürlich daran, dass die Radeon R9 290X bereits in der Standard-Einstellung an das Temperaturlimit heran kommt und bereits sehr laut wird. Das "Uber BIOS" kann trotz aggressiveren PowerTune-Einstellungen daran nichts bzw. kaum etwas ausrichten.

AMD Radeon R9 290X Quiet BIOS gegen Uber BIOS

AMD Radeon R9 290X Quiet BIOS gegen Uber BIOS

AMD Radeon R9 290X Quiet BIOS gegen Uber BIOS

AMD Radeon R9 290X Quiet BIOS gegen Uber BIOS

AMD Radeon R9 290X Quiet BIOS gegen Uber BIOS

AMD Radeon R9 290X Quiet BIOS gegen Uber BIOS

Der Performance-Vorsprung des "Uber BIOS" liegt bei nur wenigen Promille bzw. Prozent. Wir waren von diesen Ergebnisse überrascht und haben sie noch einmal mit AMD gegengecheckt. Der Reviewers Guide zeigt aber ähnliche Ergebnisse, so dass wir uns nun inzwischen sicher sind, hier richtig gemessen zu haben. Für die beiden BIOS-Versionen können wir also sagen, dass es zwar eine nette Idee von AMD ist, in der Praxis aber kaum Relevanz besitzt.


Neuer CrossFire-Modus ohne Brücke
Neuer CrossFire-Modus ohne Brücke

Bereits bei der genaueren Betrachtung der "Hawaii"-GPU ist uns die CrossFire-XDMA-Komponente aufgefallen, die dafür sorgt, dass der Datenaustausch zwischen zwei oder mehr GPUs in einem CrossFire-System nicht mehr über die bekannten Brücken erfolgen muss, sondern über das PCI-Express-Interface.

Im Grunde genommen werden bei CrossFire und SLI keine Daten zur Berechnung der 3D-Szene miteinander ausgetauscht, sondern schlicht und ergreifend nur der fertig gerenderte Frame. Bei zwei Karten kümmert sich die primäre Karte um die Bildausgabe und so wird von der zweiten Karte der nachfolgende Frame an eben diese weitergeleitet. Der dabei anfallende Datenverkehr hält sich in Grenzen, wurde bei den High-End-Karten bisher aber immer noch über eine externe Verbindung ausgetauscht. Bei 16 Lanes kann PCI-Express 3.0 allerdings bis zu 31.508 MB/Sek. übertragen - hier dürften also ein paar MB/Sek. für die Übertragung der Frames kaum auffallen, was AMD dazu bewogen hat auf eine externe Verbindung zu verzichten. In wie weit es Einschränkungen bei weniger Lanes und PCI-Express 2.0 gibt, ist uns derzeit nicht bekannt.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Laut AMD beeinflusst diese Art der Verbindung nicht die Implementierung von "Frame Pacing" im aktuellen Treiber. Bei "Frame Pacing" handelt es sich um eine Methode die Ausgabe der Frames zwischen zwei oder mehr Karten so zu synchronisieren, dass es nicht mehr zu den sogenannten Mikrorucklern kommt. Offenbar war und ist eben diese CrossFire-Verbindung der Angriffspunkt für AMD um "Frame Pacing" zu realisieren.

Zwei Radeon R9 290X im CrossFire

Auch ohne CrossFire-Brücke arbeiten beide Radeon R9 290X im CrossFire zusammen, was GPU-Z belegt.

Tiled Resources als Bestandteil von DirectX 11.2
Tiled Resources als Bestandteil von DirectX 11.2

Die neue "Hawaii"-GPU ist die erste ihrer Art, die alle DirectX-11.2-Features unterstützt. Dazu gehören auch die sogenannten "Tiled Resources". Eine wichtige Rolle spielen hier aber auch die "Partially Resident Textures" (PRT). Mithilfe dieser Technologie wird der Grafikspeicher wie ein Cache behandelt. Daten können in und aus dem Speicher gestreamt werden. Dies erlaubt die Nutzung besonders großer Texturen. So lassen sich Texturen von bis zu 32 TB (16kB x 16 kB x 8 kB x 128 Bit) laden und auch der Compute-Performance ist dies zuträglich. Für Spieler entscheidend sind diese größeren Texturen aber vor allem durch die Tatsache, dass 4K und UltraHD in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen werden und hier größere Texturen zum Einsatz kommen.

Bei PRT wird eine Textur in feste Blöcke aufgeteilt. Gleichfarbige Flächen benötigen dabei natürlich weniger Informationen als ein Farb- oder Formenübergang. Es wird also bestimmt, welche Bereiche der 64 kB Textur eine höhere Auflösung benötigen. Diese höher aufgelösten Bereiche werden nun aber nicht mehr als komplette Textur in höherer Auflösung abgelegt, sondern in einem Pool des Grafikspeichers, in dem sich alle benötigten Teilbereiche befinden.


AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Da ist sie also nun, die AMD Radeon R9 290X. AMD erlaubte uns bekanntlich bereits einen Blick auf die Karte zu werfen. Insofern ist dieser Anblick für die meisten keine Überraschung. Mit 27,5 cm ist die Radeon R9 290X nicht länger als der Vorgänger und basiert in Sachen Kühlung zudem auf dem gleichem Prinzip.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Der Blick auf die Rückseite lässt keinerlei Besonderheiten erkennen. In die Mitte ist die Halterung des GPU-Kühlers zu sehen, die den Kupfer-Block auf die GPU drück bzw. die Zugkraft erzeugt, um diesen möglichst fest aufzudrücken.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Der von AMD verwendete Radiallüfter misst 70 mm und stellt zunächst auch keine Besonderheit dar. AMD will aber über die Software dafür sorgen, das Lüfter und damit die Kühlung der Radeon R9 290X verbessert wurde.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Neben den 75 Watt, die über den PCI-Express-Steckplatz an die Karte geführt werden können, verfügt die Radeon R9 290X noch über jeweils einen 8-Pin- und einen 6-Pin-Anschluss. Somit kann die Radeon R9 290X theoretisch bis zu 300 Watt aufnehmen. Die TDP dürfte bei etwa etwas über 250 Watt liegen.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Eine Besonderheit der Radeon R9 290X ist die Tatsache, dass keine CrossFire-Anschlüsse mehr vorhanden sind. Dennoch finden wir noch die dazugehörigen Pins bzw. Lötpunkte. Diese hat AMD sicherlich noch zu Testzwecken ausgeführt und auch verwendet. Der Endkunde wird die CrossFire-Brücke allerdings nicht mehr benötigen.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Links neben den ehemaligen CrossFire-Anschlüssen befindet sich ein BIOS-Switch. Über diesen kann zwischen einem "Quiet BIOS" und einem "Uber BIOS" gewechselt werden. Auf einer gesonderten Seite sind wir auf dieses Features noch etwas genauer eingegangen.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Die Frischluft saugt der Radiallüfter im Normalfall über die Öffnung auf der Achse an - sollte diese aber verdeckt sein kann zusätzlich auch noch kühle Luft über die drei Öffnungen angesaugt werden.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Auf der Slotblende finden wir die üblichen Anschlüsse in Form von zweimal Dual-Link-DVI (jeweils einmal DVI-I und DVI-D) sowie jeweils einmal DisplayPort 1.2 und HDMI 1.4a. Leider verzichtet AMD noch auf eine Implementation von HDMI 2.0 - diese ließe sich aber nachträglich nachreichen.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Die Leaks im Vorfeld der offiziellen Präsentation verrieten das neue Namensschema - oftmals ohne den Zusatz "Radeon". Es wäre allerdings auch kein besonders cleverer Schachzug von AMD gewesen diesen Markennamen wegfallen zu lassen.


AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Ohne Kühler zeigen sich PCB und die Anordnung der einzelnen Komponenten und Bauteile in voller Pracht. In der Mitte ist die GPU samt Housing zu sehen. An allen vier Seiten angeordnet untergebracht sind die 16 GDDR5-Speicherchips mit jeweils 256 MB aus dem Hause Hynix. Diese arbeiten mit 1250 MHz und sind per 512 Bit breitem Speicherinterface angebunden.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

AMD verbaut eine 6-phasige Strom- und Spannungsversorgung für GPU und Speicher. Unklar ist noch, ob wir in den kommenden Tagen, Wochen oder gar Monaten Modelle der Radeon R9 290X im Custom-Design geben wird. Aktuell planen die Hersteller nur Modelle in der Referenzversion.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Zur Realisierung des neuen PowerTune verwendet AMD die 2. Generation des Serial-VID (Spannungscontroller), der am hinteren Ende der Karte zu finden ist.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Die GPU als solches verrät kaum bis keine Details. Die Beschriftung auf dem Rahmen verrät zumindest die ASIC-ID. Diese lautet 1337 (Zufall?) und wird helfen eventuelle Revision von der ersten Generation zu unterscheiden. Alle weiteren Bezeichnungen sind interner Natur und lassen sich bisher nicht entziffern.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Der GDDR5-Speicher auf der Radeon R9 290X stammt aus dem Hause Hynix und hört auf die Bezeichnung H5GQ2H24AFR-R0C. Dies bedeutet eine Betriebsspannung von 1,5 Volt bei 2 Gbit pro Chip (256 MB). "R0" beschreibt den spezifizierten Takt mit 3 GHz (effektiv, in der Realität arbeiten die Chips also mit bis zu 1500 MHz). AMD sieht für die Referenzversion einen Takt von 1250 MHz vor.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Wir hatten das Glück nicht nur eine Radeon R9 290X bei uns zu haben, sondern gleich zwei Karten. Daher konnten wir den CrossFire-Modus ohne Bridge ebenso ausprobieren wie einige Performance-Werte ermitteln.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

 

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX Titan (837/786/1.502 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1.502 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1.046/1.085/1.753 MHz, 2.048/4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1.033/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1.502 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1.006/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1.058/1.250 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1.350 MHz 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1.058/1.250 MHz, 1.024/2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1.215/854 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1.544/1.000 MHz, 1.536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1.464/950 MHz, 1.280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1.464/950 MHz, 1.280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1.640/1.000 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1.620/1.002 MHz, 1.024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1.800/1.026 MHz, 1.024 MB)
AMD AMD Radeon R9 290X (1.000 MHz/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 280X (1.000 MHz/1500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon R9 270X (1.000 MHz/1.400 MHz, 2.048/4.096 MB)
  AMD Radeon R7 260X (1.100 MHz/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7990 (950/1.000/1.500 MHZ, 6.144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000/1.050/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1.375 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1.250 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1.000/1.000/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1.075/1.075/1.500 MHz, 1.024/2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1.000/1.000/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1.375 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1.000 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1.200 MHz, 1.024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 331.65
AMD Catalyst 13.11 Beta

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

Futuremark 3DMark (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Compute Mark (Complex):

Unigine Valley (DX11):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Black Ops II (DX11):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 3 (DX11):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

Far Cry 3 (DX11):

Hitman: Absolution (DX11):

Bioshock Infinite:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der AMD Radeon R9 290X.

Messwerte: Leistungsaufnahme

Die Radeon R9 290X präsentiert sich im üblichen Rahmen für eine moderne Grafikkarte und so kommt das Gesamtsystem auf eine Leistungsaufnahme von 106,9 Watt. Großes Einsparpotenzial ist bei einer Single-GPU-Karte nicht mehr vorhanden, denn Takt und Spannung werden hier schon extrem heruntergefahren. Erst eine kleinere Fertigung der GPUs verspricht hier eine Verbesserung. Bei zwei Karten in einem CrossFire hat AMD bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass man hier auf dem richtigen Weg ist - dies beweist man auch mit den beiden Radeon R9 290X im CrossFire die auf 111,4 Watt kommen.

Messwerte: Leistungsaufnahme

Unter Last muss die Radeon R9 290X dann zeigen, wie gut sie wirklich ist - allerdings ist eine Beurteilung auch hier erst möglich, wenn auch die Performance mit in die Betrachtung einbezogen wird. 416,9 Watt sind im Gesamtsystem für eine Single-GPU-Karte ein neuer Negativ-Rekord. Der Stromverbrauch ist allerdings auch einer der Punkte, die wir mit der Umstellung des Testsystems in Angriff nehmen wollen. Sparsam ist die Radeon R9 290X aber in jedem Fall nicht. Dies gilt natürlich auch für das CrossFire-System bestehend aus zwei dieser Karten, das auf 667,1 Watt kommt.

Messwerte: Temperatur

Die Idle-Temperaturen gehören eigentlich zu den unwichtigsten Werten bei den Messungen. Sie geben zwar eine grobe Auskunft darüber in welche Richtung der Kühler tendiert, bei den wenigen Watt Verbrauch einer Karte haben sie aber meist keinerlei Schwierigkeiten damit die Abwärme entsprechend abzuführen. Im CrossFire-System wird die zweite Karte etwas wärmer, da es ihr etwas an kühler Frischluft fehlt. Daher kommt sie auf 37 °C für die GPU, während eine einzelne Karte bei 34 °C entspannt.

Messwerte: Temperatur

Unter Last wird das Problem der Radeon R9 290X deutlich. Egal ob einzeln oder im CrossFire, beide Karten arbeiten recht schnell am Temperaturlimit von 95 °C und pendeln sich dann bei 94 °C ein. Takt und Spannung werden aufgrund dessen reduziert.

Messwerte: Lautstärke

Für viele Käufer mit entscheidend beim Kauf einer Grafikkarte ist die Lautstärke des Kühlers. Hier hat AMD in der Vergangenheit meist ein zwiespältiges Bild abgegeben. Während der Idle-Betrieb meist keine Hürde für die Karten war, präsentierten sie sich unter Last meist zu laut. Die Radeon R9 290X schwimmt bei der Idle-Lautstärke im Mittelfeld - es könnte schlimmer, aber auch besser sein.

Messwerte: Lautstärke

Wir sind fast schon positiv überrascht von den guten Werten für die Lautstärke unter Last. Natürlich besitzt auch die Radeon R9 290X noch einiges an Potenzial, dass wir per eigenhändigem Tuning von PowerTune erreichen konnten. Aber immerhin ist die Karte deutlich leiser als der Vorgänger Radeon HD 7970 GHz Edition. Etwas anders sieht dies für das CrossFire-System aus. Beide Karten werden mehr als unüberhörbar und pusten förmlich um die Wette, werden der Abwärme aber noch immer nicht Herr.


Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11
Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark 11

Futuremark 3DMark 11

Futuremark 3DMark 11


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedensten Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark
Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark

Futuremark 3DMark

Futuremark 3DMark

Futuremark 3DMark


Unigine bietet mit dem Heaven-Benchmarks bereits eine gute Test-Plattform, die nun mit Valley noch erweitert bzw. verbessert wurde. Dazu hat man eine 64.000.000 Quadratmeter große Landschaft erschaffen, die von detaillierter Vegatation bis hin zu dynamischen Wetterbedingungen alle Anfoderungen an moderne GPUs stellt. Der integrierte Benchmark führt durch alle Testumgebungen und gibt somit einen recht guten Eindruck der Performance.

Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley
Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley

Der Download des Unigine Valley ist direkt beim Hersteller möglich.

Unigine Valley

Unigine Valley

Unigine Valley

Unigine Valley

Unigine Valley

Unigine Valley


Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

 

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Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

 

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Luxmark


Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt autoamtisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

ComputeMark

ComputeMark

ComputeMark

ComputeMark

ComputeMark


Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Crysis1_rs Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim
Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V Sykrim

The Elder Scrolls V Sykrim

The Elder Scrolls V Sykrim

The Elder Scrolls V Sykrim

The Elder Scrolls V Sykrim

The Elder Scrolls V Sykrim


Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead
Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead

Zur Vollversion von Crysis Warhead gelangt man über diesen Link.

Crysis Warhead

Crysis Warhead

Crysis Warhead

Crysis Warhead

Crysis Warhead

Crysis Warhead


Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tessellation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

Crysis1_rs Crysis2_rs
Crysis3_rs Crysis4_rs

Zur Vollversion von Crysis 3 gelangt ihr über diesen Link.

Crysis 3

Crysis 3

Crysis 3

Crysis 3

Crysis 3

Crysis 3


Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

Call of Duty: Black Ops 2

Call of Duty: Black Ops 2

Call of Duty: Black Ops 2

Call of Duty: Black Ops 2

Call of Duty: Black Ops 2

Call of Duty: Black Ops 2


Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit, sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070
Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070

Zur Vollversion von Anno 2070 gelangt man über diesen Link.

Anno 2070

Anno 2070

Anno 2070

Anno 2070

Anno 2070

Anno 2070


Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3
Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3

Zur Vollversion von Battlefield 3 gelangt man über diesen Link.

Battlefield 3

Battlefield 3

Battlefield 3

Battlefield 3

Battlefield 3

Battlefield 3


Der neuste Teil der Far-Cry-Serie basiert auf der Dunia Engine 2 und wurde von Ubisoft entwickelt. Es entführt den Spieler auf eine tropische Insel, wo er den Protagonisten Jason Brody spielt, der dort mit seinen Freunden Urlaub macht. Als er und seine Freunde von Piraten gefangen werden, gelingt es ihm als einzigen zu entkommen. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung tritt er nun an, um seine Freunde zu retten und die Piraten zu besiegen. Far Cry 3 kann wie auch die ersten beiden Teile mit einer beeindruckenden Grafik überzeugen. Dabei kommt DirectX 11 in Verbindung mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung und schönen Texturen sowie einer hohen Detaildichte zum Einsatz, womit auch High-End-Grafikbeschleuniger an ihre Grenzen gebracht werden.

Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3
Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3

Zur Vollversion von Far Cry 3 gelangt man über diesen Link.

Far Cry 3

Far Cry 3

Far Cry 3


Hitman: Absolution ist der direkte Nachfolger von Hitman: Blood Money. Der Hauptcharakter 47 brachte den ehemaligen FBI-Direktor Alexander Leland Cayne um, der wiederum Teil einer größeren Geheimorganisation names Alpha Zerox war. Weder Diana, der Rest des ICA noch der Spieler selbst kennen den exakten Aufenthaltsort von 47. Es ist lediglich bekannt, dass er zuletzt ein asiatisch anmutendes Gebäude betreten hat. In Hitman: Absolution findet sich 47 inmitten einer  Verschwörung wieder und er muss feststellen, dass er von seinen ehemaligen Freunden verlassen und verraten worden ist. Hitman: Absolution basiert auf der Glacier-2-Engine und bringt auch aktuelle High-End-Karten an ihre Grenzen.

Screenshot zu Hitman Absolution Screenshot zu Hitman Absolution
Screenshot zu Hitman Absolution Screenshot zu Hitman Absolution

Zur Vollversion von Hitman: Absolution gelangt man über diesen Link.

Hitman: Absolution

Hitman: Absolution

Hitman: Absolution


Zu den Highlights des Jahres 2013 dürte Bioshock Infinite gehören. Doch nicht nur die Story kann fesseln, sondern auch die Technik. Die Engine nutzt nahezu alle aktuellen DirectX-11-Effekte und setzt diese auch entsprechend um. Daher ist Bioshock Infinite eine logische Wahl für unsere Benchmarks.

Screenshot zu Bioshock Infinite Screenshot zu Bioshock Infinite
Screenshot zu Bioshock Infinite Screenshot zu Bioshock Infinite

Zur Vollversion von Hitman: Absolution gelangt man über diesen Link.

Bioshock: Infinite

Bioshock: Infinite

Bioshock: Infinite


Nicht erst seit der AMD Radeon R9 290X wird eine neue Ausrichtung beim PC-Gaming deutlich: Neue Auflösungen (UltraHD/4K) und neue Technologien (G-SYNC). Daher haben wir die Radeon R9 290X nebst einigen weiteren Vertretern durch einige Benchmarks gejagt, die mit 3.840x2.160 Pixeln auf einem ASUS PQ321QE dargestellt wurden. Angeschlossen waren die Karten jeweils über DisplayPort.

In Kürze wollen wir unser Testsystem umstellen bzw. in Sachen Software auf den neuesten Stand bringen. Dann werden wir auch diese Messungen in höheren Auflösungen standardmäßig mit ins Programm aufnehmen. Auf den folgenden zwei Seiten aber schon einmal eine kleine Auswahl aus acht Benchmarks mit unterschiedlichen Settings:

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks


4K-Benchmarks Teil 2

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks

Radeon R9 290X 4K-Benchmarks


Natürlich haben wir die Radeon R9 290X auch auf ihre Fähigkeiten im Overclocking hin getestet. Dabei war uns allerdings aufgrund der Ergebnisse in den Standard-Settings recht schnell klar, dass die Radeon R9 290X zumindest mit dem Referenzkühler kein OC-Wunder werden wird. Zu schnell erreicht der Kühler die maximale Temperatur von 94-95 °C und damit sind dem Nutzer auch recht schnell die Hände gebunden.

Zum einen wechselten wir für diesen Versuch vom geschlossenen Gehäuse des Testsystems in einen offenen Aufbau. Zusätzlich haben wir einige Voreinstellungen vorgenommen, wie beispielsweise die Lüfterdrehzahl auf 80 Prozent gesetzt. Damit wird auch klar, dass die Radeon R9 290X bei der Lautstärke kaum zu überhören sein wird, allerdings ging es uns nun darum die maximale Performance aus der Karte heraus zu holen. Letztendlich erreichten wir einen GPU-Takt von 1.100 MHz und einen Speichertakt von 1450 MHz. Dies alles lief gerade so eben stabil bei einer Temperatur von 94 °C. Jede weitere Erhöhung des Taktes sorgte dafür, dass die Karte selbst bei 80 Prozent Drehzahl des Lüfters heruntertaktete.

Letztendlich wirkte sich die Steigerung des Taktes wie folgt in den Benchmarks aus:

Radeon R9 290X Overclocking

Radeon R9 290X Overclocking

Radeon R9 290X Overclocking

Radeon R9 290X Overclocking

Die Steigerung von Takt und Spannung hat natürlich auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch, die Temperatur und die Lautstärke:

Radeon R9 290X Overclocking

Radeon R9 290X Overclocking

Radeon R9 290X Overclocking


AMD ist zurück, zumindest wenn man die Performance der Radeon R9 290X betrachtet. Zog in der vergangenen Monaten nur noch das Preisargument (was keinesfalls so negativ ist, wie es klingt, schließlich bot man zum gleichen Preis meist etwas mehr als die Konkurrenz), kann AMD nun auch wieder die Leistungs-Karte ziehen.

In Sachen Performance landet die Radeon R9 290X irgendwo zwischen der GeForce GTX 780 und Titan - nicht ohne Grund plant NVIDIA wohl einen Gegenspieler namens GeForce GTX 780 Ti. Derzeit fehlen uns aber noch die technischen Daten zu dieser Karte. Also beschäftigen wir uns wieder mit dem, was uns aktuell bekannt ist und mit dem wir uns in den vergangenen Tagen beschäftigt haben. Besonders imposant war die Performance im CrossFire-Betrieb und hier stellen dann auch UltraHD und 4K keine Herausforderung dar. Aber selbst bei nur einer Karte machen sich die 4 GB Grafikspeicher der Radeon R9 290X bemerkbar, während die GeForce GTX 780 ihre Texturen "nur" in 3 GB ablegen kann. Langsam aber sicher kommen wir mit den Single-GPU-Karten in Regionen, in denen das Spielen in solchen Auflösungen denkbar und umsetzbar wird. In sechs bis neun Monaten werden dann vielleicht auch die Preise für die entsprechenden Displays soweit sein. Aus 6,2 Milliarden Transistoren der "Hawaii"-GPU holt AMD nahezu die gleiche Performance, wie NVIDIA aus 7,1 Milliarden Transistoren. Etwa 600 mm2 der GeForce GTX Titan treten gegen 438 mm2 der Radeon R9 290X an. Doch diese Vergleiche der technischen Werte sind nicht viel wert, wenn nicht auch die Performance mit einbezogen wird. Da die Radeon R9 290X irgendwo zwischen der GeForce GTX 780 und der GeForce GTX Titan liegt, sehen wir AMD in punkto Effizienz also vorne.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X

Hohe Effizienz ...? Wäre da nicht der Stromverbrauch und damit kommen wir zum Pferdefuß der aktuellen GCN-Architektur, der sich im negativen Sinne von "Tahiti" in "Hawaii" gerettet hat. Der Stromverbrauch ist für eine Single-GPU-Karte unangemessen hoch und stellt man den Vergleich zur Konkurrenz von NVIDIA an, kehrt sich das Bild der Effektivität schnell wieder um. Problematisch ist auch, dass die Radeon R9 290X bereits nach wenigen Minuten unter Volllast gegen ihr Temperaturlimit fährt und letztendlich Takt und Spannung reduziert. Dies macht es uns Testern auch schwierig die Karte möglichst objektiv zu testen, denn das System muss ständig auf Temperatur gehalten werden, um während der Messung möglichst praxisnahe Werte zu liefern. Wir testen in einem gut belüfteten großen Gehäuse. Ausreichend Frischluft sollte also eigentlich kein Problem sein und dennoch müssen Käufer der Radeon R9 290X gerade auf diesen Punkt besonders achten.

Dennoch oder vielleicht gerade deswegen hat es AMD geschafft den Kühler unter Last leiser zu halten, als beim Vorgänger, der Radeon HD 7970 GHz Edition. Dies gilt sowohl für den Idle- wie auch den Last-Betrieb. Nicht beachten darf man an dieser Stelle natürlich das CrossFire-System. Die beiden Karten lassen sich nur sehr wenig Luft - schon gar nicht in einem geschlossenem Gehäuse. Unabhängig der ab Werk gewählten Drehzahlen für den Lüfter arbeitete unser Testsample meist im Temperaturbereich von 92 bis 94 °C und damit direkt am Temperaturlimit von 95 °C. An dieser Stelle sieht die Radeon R9 290X gegen die Konkurrenz natürlich schlecht aus. Ob sich derart hohe Temperaturen auch auf der Lebensdauer der GPUs niederschlagen, ist uns nicht bekannt. AMD selbst gibt eine Shutdown-Temperatur und damit absolute Obergrenze für den Chip von 104 °C an.

Neben den üblichen Tests und Beurteilungen hat AMD vielleicht noch etwas in der Hinterhand, dass bisher reine Theorie ist. Wir sprechen natürlich von TrueAudio und Mantle. Während TrueAudio im Sound-Bereich für einen besseren Klang sorgen könnte, hofft AMD bei Mantle auf eine möglichst breite Unterstützung durch die Entwickler. Dieser wiederum versprechen sich durch den Einsatz von Mantle eine flexiblere Programmierung der Hardware und letztendlich auch Performance-Verbesserungen. Eben um die Performance dreht sich ein Großteil unseres Reviews und damit gehört Mantle sicherlich eine erhöhte Aufmerksamkeit. Bis zum Release des ersten auf Mantle basierten Spiels werden wir uns aber noch etwas gedulden müssen. DICE hat ein entsprechendes Update für Battlefield 4 für den Dezember angekündigt. Einige Spiele mit dem Support von TrueAudio sind ebenfalls in der Pipeline, lassen aber auch noch einige Monate auf sich warten.

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399 Euro zuzüglich Steuern hat uns AMD als unverbindliche Preisempfehlung genannt. Daraus ergibt sich ein Preis von 475 Euro für die Radeon R9 290X und reißt eine große Lücke zwischen dieses Modell und die Radeon R9 280X. Diese Lücke aber dürfte bald mit der Radeon R9 290 geschlossen werden. Wir sind gespannt, wo NVIDIA mit der GeForce GTX 780 Ti landet - sowohl preislich als auch in Sachen Performance.

Alternativen? Derzeit würden wir empfehlen zunächst einmal auf die Partner-Karten zu warten. Uns ist zwar noch nicht bekannt, ob AMD das Design der Radeon R9 290X bereits geöffnet und damit den Weg frei für alternativ gekühlte Karten gemacht hat, allerdings dürfte sich diese Frage recht schnell nach dem Launch von alleine klären. Ansonsten sehen wir klar die GeForce GTX 780 als Konkurrenz zur Radeon R9 290X. In Sachen Leistung unterscheiden sich beide Karten in nur wenigen Prozent und das Modell von NVIDIA ist nur unwesentlich teurer.

AMD Radeon R9 290X
AMD Radeon R9 290X
 

Persönliche Meinung

AMD macht es mir wirklich nicht leicht. Mit der Radeon R9 290X schließt man in Sachen Performance mit NVIDIA auf, dies wird allerdings durch ein aggressives PowerTune erkauft, dass die Karte bereits im Normalzustand so warm werden lässt, dass ein direkter Vergleich kaum möglich sein wird. GPU-Boost 2.0 von NVIDIA wirfst der Vergleichbarkeit der meisten Karten bereits Stöcke zwischen die Beine, PowerTune aber bremst dieses Vorhaben sprichwörtlich gleich aus. Letztendlich aber schafft es AMD auch so, wieder auf Augenhöhe zu sein. Ich stelle mir vor was passiert wäre, wenn die Radeon R9 290X bei 80 °C den vollen Takt von 1030 MHz halten könnte und freue mich auf die ersten Karten mit Custom-Kühler. (Andreas Schilling)

Positive Aspekte der AMD Radeon R9 290X:

Negative Aspekte der AMD Radeon R9 290X: