GeForce GT 640 mit GK208 im Test

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gainward-gt-640-gk208-teaserWeit vor dem offiziellen Start der Radeon HD 7730 schickte NVIDIA wohlweislich eine neue Version der GeForce GT 640 ins Rennen. Sie basiert mit dem GK208 auf einer neuen Kepler-GPU, die mit der ursprünglichen Version nicht mehr viel gemein hat, dafür aber bei etwa gleicher Leistung über eine geringere Leistungsaufnahme verfügen soll. Nicht nur an den Taktraten wurde geschraubt, auch an der Ausstattung des Videospeichers. Wie sich die neue Version der GeForce GT 640 gegen ihren älteren Bruder und vor allem gegen ihren erbittertsten Konkurrenten, die Radeon HD 7730, schlägt, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. 

Vor noch nicht allzu vielen Tagen stellten wir mit der Radeon HD 7730 AMDs bislang kleinsten Ableger der Radeon-HD-7000-Familie auf den Prüfstand, der ohne viel Trubel heimlich still und leise in den Handel geschickt wurde. NVIDIA hat diesen Schritt wohl geahnt und bereits weit vor dem Start der Konkurrenz seine GeForce GT 640 neu aufleget. Das war bereits Anfang Juli.

Statt des GK107 kommt jetzt eine GK208-GPU zum Einsatz, die in der Gerüchteküche ursprünglich als neues Mitglied der GeForce-700-Familie gefeiert wurde. Jetzt wissen wir, dass es sich um alles andere als einen High-End-Chip handelt, der sich einer neuen Produktfamilie anschließen darf. Dafür soll der neue Einstiegs-Grafikprozessor eine ähnliche Leistung wie der bisherige Ableger der GeForce GT 640 mit sich bringen, sich dafür aber deutlich genügsamer zeigen. Während die maximale Leistungsaufnahme von NVIDIA bislang immer auf 65 Watt TDP angegeben wurde, sind es jetzt nur noch 49 Watt TDP. Um einen zusätzlichen Stromstecker braucht man sich auch bei der Neuauflage der kleinen GeForce-Grafikkarte nicht zu bemühen. Den haben die alte Revision und vor allem auch die Radeon HD 7730 ebenfalls nicht. 

Architektonische Eckdaten

Unser heutiger Testkandidat ist die Gainward GeForce GT 640. Sie basiert auf der neuen GK208-GPU, die weiterhin im fortschrittlichen 28-nm-Verfahren bei TSMC vom Band läuft und auf insgesamt 384 Shadereinheiten zurückgreifen kann. Letztere finden sich auf einem einzigen Graphics-Processing-Cluster (GPC) wieder, der zwei SMX-Einheiten bereithält. Jeder dieser SMX-Cluster stellt 192 Shadereinheiten zur Verfügung und ist an 16 Textureinheiten gekoppelt. In der Summe bringt es die neue GeForce GT 640 damit auf 384 skalare Einheiten und 32 TMUs.

Weitaus größere Unterschiede ergeben sich beim Speicherinterface. Setzte der ältere GK107-Ableger hier noch auf zwei 64-Bit-Controller, hat NVIDIA einen Controller gestrichen. Anstatt eines 128 Bit breiten Speicherinterfaces hat die Neuauflage der Einsteiger-Grafikkarte nur noch 64 Bit zu bieten. Dafür setzen sich schnelle GDDR5-Chips an den Controller, die im Falle der Gainward GeForce GT 640 über eine Kapazität von insgesamt 1024 MB verfügen. Aufgrund des Wegfalls eines Speichercontrollers reduziert sich auch die Anzahl der Rasterendstufen. Diese sinkt von ehemals 16 auf nun acht ROPs. Eine ROP-Partition ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. Um die neue GeForce GT 640 nicht langsamer als ihren Vorgänger werden zu lassen, drehte die kalifornische Grafikschmiede ordentlich an den Taktraten für Chip und Speicher. Diese wurden von 900/891 MHz auf 1046/1253 MHz deutlich erhöht.  

Gainward GeForce GT 640
Modell Gainward GeForce GT 640
Straßenpreis etwa 80 Euro
Partnummer 426018336-2913
Homepage www.gainward.com
Technische Daten
GPU GK208-400
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,5 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1046 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1046 MHz
Speichertakt 1253 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 64 Bit
Speicherbandbreite 40,1 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 384 (1D)
Texture Units 32
ROPs 8

Wie sich die Neuauflage der NVIDIA GeForce GT 640 gegen ihren Vorgänger schlägt und ob man damit auch die Radeon HD 7730, welche erst vor wenigen Tagen offiziell vorgestellt wurde, in Schach halten kann, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. 


Auf dieser Seite werfen wir zunächst noch einen näheren Blick auf die Gainward GeForce GT 640 mit GK208 und 1024 MB Videospeicher. 

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gk208

Der GPUz-Screen belegt noch einmal die Eckdaten der Gainward GeForce GT 640. Der GK208-Chip stellt 384 Shadereinheiten, 32 TMUs, 8 ROPs und einen 64 Bit breiten Datenbus sowie schnelle GDDR5-Chips mit einer Kapazität von insgesamt 1024 MB bereit. Die Taktraten belaufen sich auf 1046/1253 MHz. Einen Boost-Takt, wie wir ihn von schnelleren GeForce-Grafikkarten her kennen, gibt es nicht. 

Vergleich mit der Referenz

NVIDIA GeForce 600
 GeForce GT 630 FermiGeForce GT 630 KeplerGeForce GT 640 KeplerGeForce GT 640 Kepler
Homepage NVIDIA-Produktseite Noch nicht gelistet NVIDIA-Produktseite Noch nicht gelistet
Technische Daten
GPU GF108 GK208-301 GK107 GK208-400
Fertigung 40 nm 28 nm 28 nm  28 nm
GPU-Takt 810 MHz 902 MHz 900 MHz  1046 MHz
Speichertakt 1800 - 3200 MHz 1800 MHz 1800 MHz  5000 MHz
Speichertyp GDDR5/DDR3  DDR3 DDR3 GDDR5
Speichergröße 512 - 2048 MB 1024 - 2048 MB  1024 - 2048 MB  1024 - 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 64 Bit  128 Bit  64 Bit
Speicherbandbreite 28,8 - 51,2 GB/Sek. 14,4 GB/Sek. 28,8 GB/Sek. 40,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0  11.1  11.0  11.1
Shadereinheiten 96 (1D) 384 (1D) 384 (1D)  384 (1D)
Maximale Leistungsaufnahme 65 Watt 25 Watt 65 Watt  49 Watt

Sowohl die Neuauflage der GeForce GT 640 wie auch der ältere Kepler-Ableger auf GK107-Basis stellen 384 Shadereinheiten zur Verfügung. Beim Speicherausbau gibt es jedoch die größten Unterschiede: Während der bisherigen Version ein 128 Bit breiter Datenbus zur Verfügung stand, muss die neue Revision mit einem einzigen 64-Bit-Controller auskommen. Dafür kommt aber nicht mehr nur langsamer DDR3-Speicher zum Einsatz, sondern schnelle GDDR5-Chips. Dank der höheren Taktraten steigt die Speicherbandbreite von ehemals 28,8 auf nun runde 40,0 GB/Sek. kräftig an. Dazu gibt es einen um 146 MHz schnelleren Chiptakt. Die Leistungsaufnahme fällt dank einiger Optimierungen von 65 auf 49 Watt TDP. 

Das Sample im Detail

Um im normalen 2D-Betrieb etwas Strom und Abwärme einzusparen, taktet sich die Gainward GeForce GT 640 automatisch herunter. Statt der 1046/1253 MHz liegen im Windows-Betrieb nur noch 405 respektive 202,5 MHz an. Der Speicher entstammt dem Hause Samsung, die Karte kommt insgesamt im Low-Profile-Format daher, der aktive Kühler nimmt allerdings etwas mehr Platz in der Höhe ein, als es das Single-Slot-Format zulässt. Dennoch ist die Karte ein ziemlich schlankes Modell. Gekühlt wird die Gainward GeForce GT 640 von einem simplen Aluminiumkühlblock und ein kleinen 55-mm-Lüfter. Die Spannungsversorgung wird über zwei Phasen realisiert. 

Die Gainward GeForce GT 640 mit GK208 1GB im Detail
Taktraten (2D/3D) Chip 405 MHz / 1046 MHz
  Speicher 202,5 MHz / 1253 MHz
Turbo 1046 MHz
Speicherausstattung Größe 1024 MB
Hersteller, Typ Samsung, GDDR5
  Speicherinterface 64 Bit
Layout Länge (inkl. Slotblech) 15,6 cm
Länge (inkl. Kühler) 15,6 cm
Breite (inkl. Kühler) 7,0 cm
  Höhe (inkl. Kühler) 2,7 cm (1,5 Slot)
  Stromversorgung

-

Spannungsversorgung 2 Phasen
Kühler Größe 1,5 Slot
  Kühlkörper vernickelte Aluminiumfinnen
  Lüfter

1x 55-mm-Axiallüfter

Anschlüsse   1x DL-DVI
1x HDMI
1x D-Sub
Lieferumfang  

Quick-Start-Guide
Treiber-CD

Bevor wir die Gainward GeForce GT 640 durch unseren Benchmark-Parcours jagen, werfen wir auf den nachfolgenden zwei Seiten noch einen näheren Blick auf den Testkandidaten selbst. 


Ein Referenzlayout zur neuen GeForce GT 640 gibt es von NVIDIA nicht - die Partner sind selbst angehalten, für ein eigenes Kühlsystem zu sorgen. 

Gainward entschied sich hier für einen simplen Aluminiumblock mit einigen Kühllamellen und einen 55-mm-Axiallüfter. Das Kühlsystem belegt knapp 1,5 Slot in seiner Höhe. 

Über die Rückseite gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Chips des 1024 MB großen GDDR5-Videospeichers wurden allesamt auf der Vorderseite des PCBs angebracht. 

Die Single-Slot-I/O-Blende hält jeweils einen DVI-, HDMI- und D-Sub-Ausgang parat. 


Nimmt man das Kühlsystem von unserem Testkandidaten herunter, kommt ein braunes Platinenlayout zum Vorschein.

Die beiden Speicherchips fassen jeweils 512 MB an Daten, die Spannungsversorgung wird über zwei Phasen realisiert. 

Der DIE der GPU misst knapp 118 Quadratmillimeter. Über die Anzahl der Transistoren der GK208-GPU ist bislang nichts bekannt. 

Der Kühler ist ein sehr einfacher Aluminiumblock. Eine aufwendige Heatpipe-Konstruktion findet man nur auf deutlich hitzigeren und vor allem schnelleren Grafikkarten wie der GeForce GTX 650 Ti Boost oder der GeForce GTX 760. 

Wie für die Preisklasse üblich, beschränkt sich der NVIDIA-Boardpartner bei seiner GeForce GT 640 nur auf das Wesentliche und gibt seinem jüngsten GT-640-Ableger lediglich eine Schnellstart-Anleitung und eine Treiber-CD mit auf den Weg. Ein Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte wird ja schließlich nicht benötigt. 


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX Titan (837/1502 MHz, 6144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1502 MHz, 3072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1046/1085/1753 MHz, 2048/4096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1033/1502 MHz, 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1502 MHz, 4096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1006/1502 MHz, 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1502 MHz, 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1502 MHz, 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1058/1250 MHz, 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1502 MHz, 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1350 MHz 2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1058/1250 MHz, 1024/2048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7990 (950/1000/1500 MHZ, 6144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1000/1050/1500 MHz, 3072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1075/1075/1500 MHz, 1024/2048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 320.39
AMD Catalyst 13.5 Beta 2

 

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

Futuremark 3DMark (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Compute Mark (Complex):

Unigine Valley (DX11):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Black Ops II (DX11):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 3 (DX11):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

Far Cry 3 (DX11):

Hitman: Absolution (DX11):

Bioshock Infinite:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der Gainward GeForce GT 640 mit GK208 und 1024 MB.

Benchmarkdiagramm zur Idle-Lautstärke der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmarkdiagramm zur Last-Lautstärke der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Bei der Lautstärke gesellt sich die neue Gainward GeForce GT 640 ganz knapp hinter ihrem eigentlichen Vorgänger, wird allerdings auch etwas lauter als eine Radeon HD 7730. Unter Volllast mussten wir dem kleinen 55-mm-Lüfter eine Geräuschkulisse von 48,8 dB(A) attestieren. Im 2D-Betrieb ging es mit maximal 37,8 dB(A) ein klein wenig ruhiger zu. 

Benchmarkdiagramm zu den Idle-Temperaturen der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmarkdiagramm zu den Last-Temperaturen der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Bei den Temperaturen machen sich die Optimierungen der GK208-GPU bemerkbar. Mit 56 °C war die Gainward GeForce GT 640 die kühlste Grafikkarte des Testfeldes. Rang zwei belegte ihr älteres Schwestermodell mit 59 °C. Im normalen Windows-Betrieb heizte sich der Grafikprozessor während unserer Tests auf bis zu 32 °C auf und gesellte sich damit ebenfalls zu den kühlsten Modellen seiner Art. 

Benchmarkdiagramm zur Idle-Leistungsaufnahme der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmarkdiagramm zur Last-Leistungsaufnahme der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Da NVIDIA die maximale Leistungsaufnahme seiner neuen GeForce GT 640 von ehemals 65 auf nun 49 Watt TDP gesenkt hat, sollte sich dies vor allem beim Stromverbrauch bemerkbar machen. Das ist der Gainward GeForce GT 640 auch gelungen. Zusammen mit den restlichen Komponenten unseres Testsystems zog der Testkandidat bis zu 212,3 Watt aus der Steckdose und blieb damit knapp zwölf Watt genügsamer als sein Vorgänger. Auch die Radeon HD 7730 kann man unter Lasst toppen. Die 2-GB-Version der kleinsten Grafikkarte aus der Radeon-HD-7000-Familie genehmigte sich mit 220,8 Watt schon etwas mehr. Im Leerlauf zeigte unser Messgerät für die Gainward-Karte 102,9 Watt an, was für Platz Vier des Testfeldes reichte. 


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11
Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm 3DMark 11 Entry zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm 3DMark 11 Performance zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm 3DMark 11 Extreme zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedenstens Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark
Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramme 3DMark Ice Storm zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramme 3DMark Cloud Gante zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramme 3DMark Fire Strike zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramme 3DMark Fire Strike Extreme zur Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Unigine bietet mit dem Heaven-Benchmarks bereits eine gute Test-Plattform, die nun mit Valley noch erweitert bzw. verbessert wurde. Dazu hat man eine 64.000.000 Quadratmeter große Landschaft erschaffen, die von detaillierter Vegatation bis hin zu dynamischen Wetterbedingungen alle Anfoderungen an moderne GPUs stellt. Der integrierte Benchmark führt durch alle Testumgebungen und gibt somit einen recht guten Eindruck der Performance.

Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley
Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley

Der Download des Unigine Valley ist direkt beim Hersteller möglich.

Benchmark Unigine Valley 1680x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark Unigine Valley 1680x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark Unigine Valley 1920x1080 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark Unigine Valley 1920x1080 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

luxmark-1-rsScreenshot zu Luxmark 2.0

Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm zu Luxmark 2.0 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt automatisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

Benchmark-Diagramm zu ComputeMark der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu ComputeMark der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu ComputeMark der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu ComputeMark der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu ComputeMark der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Crysis1_rs Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim
Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm zu Skyrim 1680x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Skyrim 1680x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Skyrim 1920x1080 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Skyrim 1920x1080 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead
Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead

Zur Vollversion von Crysis Warhead in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm zu Crysis Warhead 1680x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Crysis Warhead 1680x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Crysis Warhead 1920x1080 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Crysis Warhead 1920x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm zu Call of Duty: Black Ops 2 1680x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Call of Duty: Black Ops 2 1680x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Call of Duty: Black Ops 2 1920x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Call of Duty: Black Ops 2 1920x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit, sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070
Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm zu Anno 2070 1680x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Anno 2070 1680x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Anno 2070 1920x1080 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Anno 2070 1920x1080 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3
Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3

Zur Vollversion von Battlefield 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Benchmark-Diagramm zu Battlefield 3 1680x1050 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Battlefield 3 1680x1050 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Battlefield 3 1920x1080 der Gainward GeForce GT 640 mit GK208

Benchmark-Diagramm zu Battlefield 3 1920x1080 AA/AF der Gainward GeForce GT 640 mit GK208


Schon die alte Version der GeForce GT 640 oder zumindest der Ableger mit langsamen DDR3-Speicher hatte AMDs Radeon HD 7730 gut im Griff. Je nach Benchmark lag mal die GeForce und mal die Radeon vor dem jeweiligen Konkurrenten. Die neuen GeForce GT 640, die wir hier in Form eines Gainward-Modells testen konnten, kann sich leistungsmäßig noch einmal um ein paar Prozentpunkte nach vorne schieben und das obwohl sie nur über einen 64 Bit breiten Datenbus verfügt. Der Schein trügt etwas, denn dank der schnellen GDDR5-Chips und der damit verbundenen höheren Taktraten steigt die Speicherbandbreite von ehemals 28,8 auf immerhin 40,0 GB/Sek. an. Einzig acht ROPs hat sie weniger als der alte GK107-Ableger. Aber auch dieses Manko machen die deutlich höheren Taktraten von Chip und Speicher wett.

Insgesamt leistet die neue GeForce GT 640 ein wenig mehr als ihr direkter Vorgänger und hält sich auch gegen AMDs Radeon HD 7730 meist an der Spitze. Bei der Leistungsaufnahme legte NVIDIA ebenfalls eine Schippe oben drauf. In unseren Tests blieb die Neuauflage tatsächlich knapp zwölf Watt genügsamer. Insgesamt liegt sie in dieser Disziplin an der Spitze aller drei Konkurrenten. Einzig bei der Lautstärke hätten wir gerne einen deutlich laufruhigeren Kühler erwartet. Mit einer Geräuschkulisse von knapp 50 dB(A) ist der kleine 3D-Beschleuniger doch deutlich aus dem geschlossenen Testsystem herauszuhören. Ein passiver Ableger der GeForce GT 640 ist aber durchaus denkbar.

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Über den Lieferumfang gibt es nicht viel zu sagen. Dieser fällt aufgrund der Preisklasse dieser Grafikkarte - zu Redaktionsschluss kostete die Gainward GeForce GT 640 fast 80 Euro - eher gering aus. Gainward gibt dem neuen GK208-Ableger gerade einmal eine Schnellstart-Anleitung und eine Treiber-CD mit auf den Weg. Preislich liegt AMD mit seiner Radeon HD 7730 knapp in Führung, denn leistungsmäßig nehmen sich die beiden Konkurrenten nicht sonderlich viel. Dafür ist die Radeon mit knapp 70 Euro etwas günstiger.

Gainward GeForce GT 640
Modell Gainward GeForce GT 640
Straßenpreis etwa 80 Euro
Partnummer 426018336-2913
Homepage www.gainward.com
Technische Daten
GPU GK208-400
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,5 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1046 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1046 MHz
Speichertakt 1253 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 64 Bit
Speicherbandbreite 40,1 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 384 (1D)
Texture Units 32
ROPs 8
Lautstärke
Idle-Modus 37,8 dB(A)
Last-Modus 48,8 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 102,9 Watt
Last-Modus 212,3 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 32 °C
Last-Modus 56 °C

Alternativen? Da gibt es in dieser Preisklasse eigentlich nur die Radeon HD 7730, die ebenfalls mit schnellen GDDR5- und langsamen DDR3-Speicher erhältlich ist. Je nach Benchmark liegt mal die Radeon und mal die GeForce GT 640 in Führung - dafür ist die Radeon HD 7730 derzeit etwas günstiger im Preis. Wer allerdings aktuelle Spieletitel mehr als nur anspielen möchte, der sollte nach einem deutlich potenteren 3D-Beschleuniger Ausschau halten. Hier wären vor allem die Radeon HD 7750 und die Radeon HD 7770 hervorzuheben, die es bereits schon für gerade einmal fünf bzw. zehn Euro mehr gibt. Ein Aufpreis, der lohnt!

 

Persönliche Meinung

Zwar ist es NVIDIA gelungen, die GeForce GT 640 sinnvoll zu verbessern, doch hat die Gainward GeForce GT 640 ein preisliches Problem. Für knapp 80 Euro bekomme ich eine Grafikkarte, mit der ich als Gamer nicht wirklich viel anfangen kann. Für aktuelle Spieletitel hat die Karte einfach zu wenig Leistung - zumindest, um die Titel in FullHD und in ansehnlichen Qualitätssettings spielen zu können. Da zwacke ich gerne fünf Euro mehr von der Haushaltskasse ab und hole mir eine deutlich schnellere Radeon HD 7750 mit der sich aktuell noch ordentlich spielen lässt. (Andreas Stegmüller)