Test: EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

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evga-650ti-boost-logoLetzte Woche erschien die Radeon HD 7790 (Hardwareluxx-Artikel), was aber bereits seit Wochen bekannt war und der Termin sowie mögliche technische Daten bereits spätestens seit der CeBIT bestätigt waren. Dies ist offenbar auch NVIDIA nicht entgangen und so präsentiert man am heutigen Tage die GeForce GTX 650 Ti Boost, was ebenfalls keine wirkliche Überraschung mehr ist. Wie der Name schon sagt, hat man der GeForce GTX 650 Ti das Boost-Feature hinzugefügt, aber bereits ohne Boost verfügt dieses Modell über einen deutlich höheren Takt. Noch eine Schippe oben drauf legt EVGA mit der GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked. Während wir das Referenzmodell von NVIDIA ebenfalls  betrachten wollen, spielt die Karte von EVGA eine entscheidendere Rolle, da wir solche Karten auch im Handel sehen werden.

Grundsätzlich sieht NVIDIA zwei Modelle der GeForce GTX 650 Ti Boost vor. Diese unterscheiden sich allerdings nur durch den Speicherausbau. Die Variante mit 2 GB GDDR5-Grafikspeicher soll 139 Euro ohne Steuern kosten, während sie mit halben Speicher für 122 ohne Steuern über die Ladentheke gehen soll. Was EVGA für die GeForce GTX 650 Ti Boost aufrufen wird, ist noch nicht bekannt.

Bevor wir die Referenzversion der GeForce GTX 650 Ti Boost sowie das Modell von EVGA ausführlich vorstellen und durch unseren gewohnt breit angelegten Benchmark-Parcours jagen, werfen wir noch einen näheren Blick auf die Architektur des Grafikprozessors selbst. 

Architektonische Eckdaten

AMD hat für die Radeon HD 7790 eine komplett neue GPU entwickelt. Diese trägt den Codenamen "Bonaire" und könnte in einigen Bereichen auf das hindeuten, was uns vor Weihnachten in einer komplett neuen Radeon-Serie in allen Bereichen bevorsteht. Mit "Bonaire" hat AMD nicht nur einfach die GPU-Architektur an die Mittelklasse angepasst (dazu hätte man auch den "Cape Verde XT" etwas höher takten können), sondern auch einige neuen Funktionen eingeführt. So hat man in der Architektur neue Instruction-Sets implementiert, die vor allem der Compute-Performance zugute kommen. Kleinere Verbesserungen gibt es auch bei der Shader/CU-Effektivität. Davon merkt der Nutzer im Alltagsbetrieb allerdings recht wenig. Entscheidender ist an dieser Stelle die verbesserte PowerTune-Technologie. Zusammenfassend von einer neuen GCN-Architektur zu sprechen, wäre allerdings nicht richtig. Der Begriff "GCN 1.1" könnte es hingegen recht gut treffen.

Einen anderen Ansatz wählt NVIDIA für die GeForce GTX 650 Ti Boost. Basis bildet noch immer die GK106-GPU, wie wir sie von der GeForce GTX 650 (Ti) bereits kennen. NVIDIA verwendet für die GeForce GTX 650 Ti Boost allerdings nicht die gleiche GPU wie für die GeForce GTX 650 Ti, sondern mit GK106-240-A1 eine andere Variante dieses Chips. Entscheidend ist an dieser Stelle die Boost-Funktion, die zuvor bei der GeForce GTX 650 Ti nicht verfügbar war. Aufgebohrt hat NVIDIA auch das Speicherinterface, dass nun nicht mehr 128, sondern 192 Bit breit ist. Auf die weiteren Unterschiede gehen wir auf der folgenden Seite ein, auf der wir die GeForce GTX 650 Ti Boost auch gegen die Konkurrenz vergleichen. Die maximale Leistungsaufnahme wird von NVIDIA mit 134 Watt angegeben.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost
Straßenpreis ab 159 Euro
Homepage NVIDIA
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-240-A1)
Fertigung 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 980 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1033 MHz
Speichertakt 1502 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 / 2048 MB
Speicherinterface 192 Bit
Speicherbandbreite 144,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 786 (1D)
Textur Units 64
ROPs 24
Pixelfüllrate 23,5 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI

Bevor wir die Referenzversion der GeForce GTX 650 Ti Boost sowie das Modell von EVGA durch unseren breit angelegten Benchmark-Parcours jagen, werfen wir noch einen näheren Blick auf den Testkandidaten selbst.


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Auch wenn wir die GeForce GTX 650 Ti Boost nicht im Referenzdesign am Markt sehen werden, wollen wir dennoch einen Blick auf die Karte werfen und sie gegen die Konkurrenz sowie den ersten Retail-Vertreter aus dem Hause EVGA vergleichen.

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Der GPU-Z-Screenshot bestätigt noch einmal die bereits bekannten technischen Daten für die Referenzversion der GeForce GTX 650 Ti Boost.

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Gleiches gilt auch für die EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked.

In der folgenden Tabelle geben wir einen kurzen Überblick der NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost in der Referenzversion sowie der Interpretation von EVGA und vergleichen diese mit der Referenz. Der Fokus wird aber weiterhin auf der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked liegen.

 

Vergleich mit der Referenz

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked gegen die Konkurrenz
Modell AMD Radeon HD 7790 NVIDIA GeForce GTX 650 Ti EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked
Straßenpreis ab 139 Euro ab 110 Euro -
Homepage AMD NVIDIA EVGA
Technische Daten
GPU Bonaire GK106 (GK104-220-A1) GK106 (GK106-240-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,08 Milliarden 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1000 MHz 925 MHz 1072 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1000 MHz 925 MHz 1137 MHz 
Speichertakt 1500 MHz 1350 MHz 1502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 1024 MB 1024 / 2048 MB 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 192 Bit 
Speicherbandbreite 96 GB/Sek. 86,4 GB/Sek. 144,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.0 11.0
Shadereinheiten 786 (1D) 768 (1D) 768 (1D)
Texture Units 56 64 64
ROPs 16 16 16

Direkter Gegenspieler der GeForce GTX 650 Ti Boost ist sicherlich die AMD Radeon HD 7790 - zumindest auf dem Papier. Aufgrund der Leistungsdaten ließe sich aber auch vermuten, dass das neue Modell der Radeon HD 7870 gefährlich werden könnte. Isoliert auf NVIDIA betrachtet sind die deutlichtesten Unterschiede zwischen der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked und der GeForce GTX 650 Ti im Bereich des GPU-Taktes sowie der Speicheranbindung zu finden. Der Sprung von 925 zu 980 MHz (Referenzversion) bzw. 1072 MHz (EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked) ist erheblich. Mithilfe von GPU-Boost geht es sogar auf 1033 bzw. 1137 MHz herauf. Einen positiven Effekt wird sicherlich auch die aufgebohrte Speicheranbindung haben. Letztendlich werden die Benchmarks zeigen, was in der GeForce GTX 650 Ti Boost steckt bzw. wie sich das Modell von EVGA im Vergleich dazu schlägt.

 

Das Sample im Detail

An dieser Stelle wollen wir uns gezielt der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked widmen, da es sich dabei um eine Karte handelt, die wir so auch im Handel sehen werden.

Das Testsample im Detail
Taktraten (2D/3D) Chip 324 MHz/1072 MHz
Speicher 162 MHz / 1502 MHz
Turbo 1137 MHz
Speicherausstattung Größe 2048 MB
Hersteller, Typ Samsung, GDDR5
Speicherinterface 192 Bit
Layout Länge (inkl. Slotblech) 24,4 cm
Länge (inkl. Kühler) 24,4 cm
Breite (inkl. Kühler) 10,7 cm
Höhe (inkl. Kühler) 3,4 cm (Dual-Slot)
  Stromversorgung 1x 6 Pin
Spannungsversorgung 3+1 Phasen
Kühler Größe Dual-Slot
Kühlkörper vernickelte Aluminiumfinnen
Lüfter 1x 65-mm-Radiallüfter
Anschlüsse 2x DL-DVI
1x DisplayPort
1x HDMI
Lieferumfang

1x QuickStart-Guide
1x Treiber-CD
2x Adapter Stromversorgung
1x Adapter VGA/DVI
1x Poster
1x EVGA-Gehäuse-Badge

So weit so gut, nun schauen wir unseren Testkandidaten näher an.


Beginnen wollen wir immer mit der äußeren Betrachtung der Karte.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Das Design der Referenzversion der GeForce GTX 650 Ti Boost von NVIDIA ist nicht neu. Was auf den ersten Blick nicht zu sehen ist: Der Kühler ragt weit über die eigentliche Karte hinaus. NVIDIA hat sich bei der Referenzversion für einen Radiallüfter entschieden. Einige Hersteller werden das Design sicherlich übernehmen und nur leicht abändern.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Die Rückseite gibt dann preis, was wir bereits auf dem ersten Foto angekündigt haben. Das PCB der GeForce GTX 650 Ti Boost reicht nicht bis zum Ende des Kühlers, sondern endet nach gut 3/4 der Länge. NVIDIA verwendet dennoch einen recht großen Kühler und lässt den Radiallüfter hinten überstehen. Dies gibt auch gleich die Möglichkeit kühle Luft über die Rückseite anzusaugen. Ansonsten gibt die Rückseite recht wenig interessante Fakten preis.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Das Radiallüfter-Deign hat sich für NVIDIA offenbar bewährt und auch AMD setzt bei seinen Referenzlösungen oftmals auf einen solchen Lüfter. Die Hersteller sind oft anderer Meinung und setzen Axiallüfter ein. Wie sich das Referenzdesign schlagen wird, werden wir bei den Messungen sehen. Da auch EVGA einen Radiallüfter einsetzt, werden die Unterschiede zwischen den beiden Versionen gering sein.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

NVIDIA gibt einen maximalen Verbrauch von 134 Watt für die GeForce GTX 650 Ti Boost an. Daher genügt zusätzlich zum PCI-Express-Steckplatz und den dort maximalen 75 Watt ein 6-Pin-Anschluss mit weiteren 75 Watt. Der Steckplatz befindet sich nicht am Ende der Karte, sondern in 3/4-Längenabstand zur Slotblende. Der Grund ist natürlich, dass an dieser Stelle des PCB der Karte endet.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Über den SLI-Anschluss können zwei GeForce GTX 650 Ti Boost zusammengeschaltet werden. Somit bietet NVIDIA Käufern einer Karte in einigen Monaten die Möglichkeit die Performance theoretisch zu verdoppeln.


Weiter geht es mit einer detaillierten Ansicht.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Bereits angesprochen haben wir den Fakt, dass NVIDIA im Referenzdesign den Lüfter etwas überstehen lässt, was auch die Möglichkeit bietet, über den Radiallüfter kühle Luft über die Rückseite anzusaugen. Dazu sind zwei ringförmige Öffnungen vorhanden.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Der eingesetzt Grafikkspeicher stammt aus dem Hause Samsung und arbeitet mit 1500 MHz. Wie üblich werden Chips mit einer Speicherkapazität von jeweils 256 MB eingesetzt. NVIDIA verteilt diese zu jeweils vier Chips auf der Vor- und Rückseite des PCBs. Die 1-GB-Variante der GeForce GTX 650 Ti Boost wird vermutlich ohne Speichermodule auf der Rückseite auskommen.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Auf der Slotblende sehen wir die übliche Konfiguration aus 2x Dual-Link-DVI (1x DVI-I und 1x DVI-D) sowie 1x HDMI 1.4a und 1x DisplayPort 1.2. Die warme Luft wird vom Radiallüfter in Richtung der Slotblende geblasen an kann hier entweichen - verbleibt somit nicht im PC-Gehäuse.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Ohne Kühler zeigt sich erst, wie kompakt die GeForce GTX 650 Ti Boost eigentlich ist. Schaut man sich den Platz rund um die GPU an, wäre es vielleicht auch möglich gewesen acht Speicherchips auf der Vorderseite unterzubringen. Da die Chips allerdings nicht auf eine aktive Kühlung angewiesen sind, stellt aber auch die Konfiguration mit vier Chips auf der Rückseite kein Problem dar.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Rechts neben der GPU befinden sich die wichtigsten Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung. Offenbar lässt das Design auch hier noch die Möglichkeit diese auszubauen. Freie Lötpads für weitere Kondensatoren und damit mehr Phasen ermöglichen den Herstellern einen entsprechenden Ausbau. Oben ist der 6-Pin-Stromanschluss zu sehen, links daneben der Anschluss für den Lüfter.

NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost

Der Blick auf die GPU verrät, dass NVIDIA nicht auf die gleiche GK106-GPU zurückgreift, wie bei der GeForce GTX 650 Ti. Diese ist mit GK106-220-A1 beschriftet, während wir auf der GPU der GeForce GTX 650 Ti Boost ein GK106-240-A1 erkennen können.


Als zweite Karte schauen wir uns die EVGA GeForce GTX 650 Ti Superoverclocked einmal etwas genauer an. 

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Beim Modell von EVGA ist gleich zu erkennen, dass auch hier ein großer Kühler mit Radiallüfter zum Einsatz kommt. Allerdings wird ein anderes Cover für das Kühlergehäuse verwendet. Somit ist das Grundprinzip zur Referenzversion gleich, die Kühlung als solches aber nicht identisch.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Ein Blick auf die Rückseite zeigt dann auch, dass auch bei der EVGA GeForce GTX 650 Ti Superclocked das PCB nicht unterhalb des kompletten Kühlers vorhanden ist. EVGA verwendet das gleiche PCB-Design, wie auf der Referenzversion, schafft damit aber, wie in der technischen Betrachtung bereits zu sehen war, deutlich höhere Taktraten. Aufgrund des Speicherausbaus mit 2048 MB GDDR5-Grafikspeicher sind auch hier vier Speicherchips auf der Rückseite des PCBs untergebracht.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Der Radiallüfter der EVGA GeForce GTX 650 Ti Superclocked misst 65 mm und ist damit ebenso groß wie auf der Referenzversion. Um das Design des Kühlers etwas aufzuwerten, hat EVGA zu einem optischen Trick gegriffen und Teile des Kühlers mit einer Folie beklebt, die den Eindruck verschaffen soll, dieser bestehe aus gebürstetem Aluminium bzw. Karbon.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Auch beim Modell von EVGA gilt: Per SLI-Anschluss können zwei Karten zusammengeschaltet und in einem SLI betrieben werden. Die Performance verdoppelt sich somit theoretisch. Dies dürfte vor allem dann interessant sein, wenn jetzt zu einer EVGA GeForce GTX 650 Ti Superclocked gegriffen wird und eine zweite, dann günstigere, in ein paar Monaten hinzugesteckt werden soll.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Einen Unterschied bei der Kühlung können wir am hinteren Ende der Karte ausmachen. Dort, wo der Kühler mit dem dahinterliegenden Lüfter über das PCB hinausragt, sind keine Öffnungen vorhanden. Der Radiallüfter bezieht seine Frischluft also ausnahmslos über die Vorderseite. Ob sich dies bei den Messungen der Temperatur niederschlagen wird, werden wir später sehen.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Wie auch bei der Referenzversion verfügt auch die EVGA GeForce GTX 650 Ti Superclocked über einen zusätzlichen 6-Pin-Stromanschluss. Über ihn kommen noch einmal theoretisch bis zu 75 Watt an die Karte. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz kann die Karte also 150 Watt aufnehmen. NVIDIA gibt eine maximale Leistungsaufnahme von 134 Watt. Bezieht man nun auch noch die Übertaktung durch EVGA mit ein, erklärt sich recht schnell, warum wir die zusätzlichen Anschlüsse immer mit ihrer theoretischen Leistungsabgabe beschreiben, denn in der Praxis kann und wird natürlich deutlich mehr an die Karte geliefert.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked

Einmal mehr sehen wir auf der Slotblende die Öffnungen, durch die warme Luft vom Lüfter aus dem Gehäuse geblasen wird. Displays werden über zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse (1x DVI-I und 1x DVI-D) sowie jeweils einen HDMI 1.4a und DisplayPort 1.2 angeschlossen.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX Titan (837/1502 MHz, 6144 MB)
NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1502 MHz, 4096 MB)
NVIDIA GeForce GTX 680 (1006/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 660 (1058/1250 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1350 MHz 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 650 (1058/1250 MHz, 1024/2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv)
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1050/1050/1500 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv)
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 314.22
AMD Catalyst 13.2 Beta 5

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

Futuremark 3DMark (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Compute Mark (Complex):

Unigine Valley (DX11):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Black Ops II (DX11):

Crysis Warhead (DX10):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

Far Cry 3 (DX11):

Hitman: Absolution (DX11):


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der GeForce GTX 650 Ti Boost in der Referenzversion und der Variante von EVGA.

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Aufgrund des zumindest sehr ähnliches Chips haben wir für den Idle-Verbrauch der GeForce GTX 650 Ti Boost das Verhalten erwartet, was sich letztendlich auch in den Messungen darstellte. Mit 102,9 bzw. 103,2 Watt liegen wir in einem Bereich, der nur noch messbar, für den Nutzer auf der Stromrechner aber nicht mehr zu sehen ist. Auch die beiden Vertreter der Radeon HD 7790 geben sich hier keine Blöße  und verbrauchen nur unwesentlich mehr.

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Schon etwas anders schauen die Messungen für den Last-Verbrauch aus. Hier zeigt sich dann vielleicht auch schon etwas das höhere Leistungspotenzial der GeForce GTX 650 Ti Boost, was nicht gleichzeitig bedeutet, dass das Performace/Watt-Verhältnis auch besser ist. 303,1 Watt für die Referenzversion bzw. 330,8 Watt für die EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked stehen zunächst einmal so dar. GPU-Boost bzw. der höhere Basis-Takt spielen hier sicherlich bereits eine Rolle.

Die AMD Radeon HD 7790 verbraucht unter Last deutlich weniger, mit 85 Watt gegenüber 134 Watt gibt AMD aber auch einen geringeren Maximalverbrauch an, so dass uns die Messungen nicht weiter wundern.

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Was der Stromverbrauch bereits andeutet, wird durch die Messungen der Idle-Temperatur bestärkt. AMD hat für die Radeon HD 7790 eine GPU entwickelt, die im unteren Mittelklassesegment zu suchen ist. Daher kann die Kühlung die GPU auch bei 30 °C halten. NVIDIA bzw. EVGA haben mit der GeForce GTX 650 Ti Boost einen anderen Anspruch, wenngleich 34 bzw. 35 °C hier noch kein ausschlaggebendes Argument sind.

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Somit ist einmal mehr der Blick auf die Last-Werte interessant. Hier zeigt sich aber abermals recht schnell, dass die Radeon HD 7790 mit 62 °C keine Probleme bei der Kühlung hat, egal welcher Kühler eingesetzt wird. Unterschiede sind aber bei der GeForce GTX 650 Ti Boost auszumachen. Während die Referenzversion mit deutlich niedrigerem Takt bei 69 °C arbeitet, wird die GPU auf der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked 76 °C warm. Wir bewegen uns hier aber in einem ungefährlich Bereich für die Temperatur und letztendlich muss auch die Lautstärke zur Temperatur passen.

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Gerade im Idle-Betrieb positiv zu beurteilen ist die Lautstärke der AMD Radeon HD 7790. Auch EVGA hat bei der GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked gute Arbeit geleistet und präsentiert eine Karte, die mit 35,1 dB(A) aus dem System mit CPU-Kühler kaum herauszuhören ist. NVIDIA lässt den Axiallüfter der Referenzkarte etwas schneller arbeiten und kommt so auf 36,4 dB(A).

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Interessant wird es einmal mehr im Last-Betrieb. Hier sehen wir die beiden Modelle der AMD Radeon HD 7790 ganz klar im Vorteil. Bereits angesprochen haben wir aber auch die geringe Leistungsaufnahme und auch AMD kann nicht zaubern und daraus ein Performance-Wunder gewinnen. Somit bleibt abzuwarten, ob auch die Leistung stimmt und es dem Kühler nicht einfach nur "zu einfach" gemacht wird.

Hier zeigt sich aber auch, dass EVGA bei der Lüftersteuerung vieles richtig gemacht hat. Offenbar hat man eine höhere GPU-Temperatur einer niedrigen Lautstärke gegenüber in Kauf genommen, was wir positiv bewerten. Mit 50,6 dB(A) sehen wir keinen echten Leisetreter, im Vergleich zur Referenzversion ist das Modell von EVGA aber sogar noch etwas leiser und das bei höherem Takt und somit größerer Abwärme.


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11
Screenshot zu 3DMark 11 Screenshot zu 3DMark 11

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

3dmark1

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Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedenstens Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark
Screenshot zu Futuremarks 3DMark Screenshot zu Futuremarks 3DMark

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

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Unigine bietet mit dem Heaven-Benchmarks bereits eine gute Test-Plattform, die nun mit Valley noch erweitert bzw. verbessert wurde. Dazu hat man eine 64.000.000 Quadratmeter große Landschaft erschaffen, die von detaillierter Vegatation bis hin zu dynamischen Wetterbedingungen alle Anfoderungen an moderne GPUs stellt. Der integrierte Benchmark führt durch alle Testumgebungen und gibt somit einen recht guten Eindruck der Performance.

Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley
Screenshot zu Unigine Valley Screenshot zu Unigine Valley

Der Download des Unigine Valley ist direkt beim Hersteller möglich.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt autoamtisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead
Screenshot zu Crysis Warhead Screenshot zu Crysis Warhead

Zur Vollversion von Crysis Warhead in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tesselation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

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Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit, sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070
Screenshot zu Anno 2070 Screenshot zu Anno 2070

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3
Screenshot zu Battlefield 3 Screenshot zu Battlefield 3

Zur Vollversion von Battlefield 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Der neuste Teil der Far-Cry-Serie basiert auf der Dunia Engine 2 und wurde von Ubisoft entwickelt. Es entführt den Spieler auf eine tropische Insel, wo er den Protagonisten Jason Brody spielt, der dort mit seinen Freunden Urlaub macht. Als er und seine Freunde von Piraten gefangen werden, gelingt es ihm als einzigen zu entkommen. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung tritt er nun an, um seine Freunde zu retten und die Piraten zu besiegen. Far Cry 3 kann wie auch die ersten beiden Teile mit einer beeindruckenden Grafik überzeugen. Dabei kommt DirectX 11 in Verbindung mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung und schönen Texturen sowie einer hohen Detaildichte zum Einsatz, womit auch High-End-Grafikbeschleuniger an ihre Grenzen gebracht werden.

Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3
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Zur Vollversion von Far Cry 3 gelangt man über diesen Link.

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Hitman: Absolution ist der direkte Nachfolger von Hitman: Blood Money. Der Hauptcharakter 47 brachte den ehemaligen FBI-Direktor Alexander Leland Cayne um, der wiederum Teil einer größeren Geheimorganisation names Alpha Zerox war. Weder Diana, der Rest des ICA noch der Spieler selbst kennen den exakten Aufenthaltsort von 47. Es ist lediglich bekannt, dass er zuletzt ein asiatisch anmutendes Gebäude betreten hat. In Hitman: Absolution findet sich 47 inmitten einer  Verschwörung wieder und er muss feststellen, dass er von seinen ehemaligen Freunden verlassen und verraten worden ist. Hitman: Absolution basiert auf der Glacier-2-Engine und bringt auch aktuelle High-End-Karten an ihre Grenzen.

Screenshot zu Hitman Absolution Screenshot zu Hitman Absolution
Screenshot zu Hitman Absolution Screenshot zu Hitman Absolution

Zur Vollversion von Hitman: Absolution gelangt man über diesen Link.

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Natürlich haben wir beide Karten, also sowohl die Referenzversion wie auch die EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked auch auf ihre Overclocking-Fähigkeiten hin geprüft. Folgende Taktraten haben wir erreicht:

Für die Referenzversion der GeForce GTX 650 Ti Boost ging es bei der GPU von 980 MHz auf einen Basis-Takt von 1143 MHz. Alles machte der GPU-Boost dann keinen vollen Sprung mehr bis auf die rein rechnisch möglichen 1198 MHz und blieb bei den meisten Anwendungen auf etwa 1160 MHz stehen. Den GDDR5-Speicher ließen wir mit 1745 anstatt den von NVIDIA vorgesehenen 1502 MHz arbeiten.

Die EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked zeigte sich da schon etwas taktfreudiger und ließ eine Steigerung von 1072 MHz auf 1258 MHz zu. Unter Zuhilfenahme von GPU-Boost lagen zeitweise 1320 MHz an. Dann aber liefen wir in die Drossel der maximalen Leistungsaufnahme. Für den Grafikspeicher war bei 1765 MHz schluss, was gegenüber den 1502 MHz ab Werk aber dennoch eine enorme Steigerung ist.

In den Benchmarks wirkte sich dies wie folgt aus:

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Natürlich hat eine Steigerung von Takt und Spannung auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch, die Temperatur und die Lautstärke:

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AMD wollte mit der Radeon HD 7790 die Lücke zwischen der Radeon HD 7770 und 7850 füllen, was auch gelungen ist. Doch war dies auch nötig? Durch den Einsatz der neuen "Bonaire"-GPU wirkt die Radeon HD 7790 eher wie ein Testballon einer leicht überarbeiteten Architektur, die wir in einer größeren Ausbaustufe gegen Ende des Jahres möglicherweise wiedersehen werden. Doch in diesem Artikel soll es nicht um die Radeon HD 7790 gehen, auch wenn NVIDIA die GeForce GTX 650 Ti Boost als Gegenspieler und direkte Reaktion darauf präsentieren möchte. Doch dazu ist bereits die Referenzversion meist zu weit von der Radeon HD 7790 (selbst wenn diese übertaktete ist) entfernt. Von der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked erst gar nicht zu sprechen.

Einige wenige Benchmarks lassen zumindest erahnen, dass beide Karten zueinander gehören (sollen). Ein Beispiel ist hier Anno 2070, wo zumindest die Gigabyte Radeon HD 7790 die Referenzversion der GeForce GTX 650 Ti Boost schlagen kann. In den meisten anderen sind die beiden Modelle von NVIDIA der Konkurrenz von AMD aber teils weit enteilt. Die GeForce GTX 650 Ti Boost profitiert sicherlich auch vom größere Grafikspeicher, der mit 2048 bei beiden Varianten doppelt so groß ist, wie bei der AMD Radeon HD 7790. Hinzu kommt noch die um 50 Prozent schnellere Speicheranbindung.

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Die höhere Leistung macht sich natürlich auch bei der Leistungsaufnahme bemerkbar. Während die beiden Modelle der Radeon HD 7790 gerade unter Last mit den darunter positionierten Karten "kämpfen", verbraucht die GeForce GTX 650 Ti Boost und hier vor allem das von EVGA deutlich übertaktete Superclocked-Modell mindestens 50 Watt mehr. Dieses Verhältnis spiegelt sich nicht ganz in den Benchmarks wieder, sodass der AMD Radeon HD 7790 sicherlich ein besseres Performance/Watt-Verhältnis zugesprochen werden kann. Letztendlich spielt für einen Gamer aber eine wichtige Rolle, was hinten dabei an Performance herauskommt und hier ist die GeForce GTX 650 Ti Boost klar im Vorteil.

Sehr gut gefallen hat uns, was EVGA bei der Kühlung der GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked getan hat. Gerade beim wichtigen Last-Betrieb hat man eine höhere Temperatur in Kauf genommen, um den Lüfter langsamer arbeiten zu lassen. Dies führt zu einer geringeren Lautstärke und das bei einer deutlichen werksseitigen Übertaktung, die zu einem mehr als wahrnehmbaren Performance-Schub führt.

EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked
Straßenpreis -
Homepage www.evga.com
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-240-A1)
Fertigung 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1072 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1137 MHz
Speichertakt 1505 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 192 Bit
Speicherbandbreite 144,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 768 (1D)
Textur Units 64
ROPs 16
Pixelfüllrate 23,5 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 35,1 dB(A)
Last-Modus 50,6 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 103,2 Watt
Last-Modus 330,8 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 34 °C
Last-Modus 76 °

Noch einmal: In unseren Augen ist die AMD Radeon HD 7790 (auch nicht in der Variante von Gigabyte) keine Konkurrenz zur NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost - schon gar nicht in der von EVGA ausgeführten Superclocked-Variante. Vielmehr versuchen beide Hersteller im wichtigen Mittelklasse-Segment noch einmal vermeintlich Neues zu präsentieren. AMD kann zumindest zugute gehalten werden, dass man einen neuen Chip einsetzt. NVIDIA schnallt der GeForce GTX 650 Ti einen höheren Basis-Takt plus GPU-Boost auf und könnte damit auch den auf dem Papier höherwertigen Karten aus eigenem Hause gefährlich werden.

Über die Verfügbarkeit und den Preis lässt sich heute noch recht wenig sagen. Zwar gibt NVIDIA einen Preis an, wie sich dieser aber am Markt mit den verschiedenen Modellen entwickeln wird, ist nicht abzusehen.

Alternativen? Für beiden Karten haben wir uns bisher noch keinen ausreichenden Markteindruck machen können. Jeweils eine Referenzversion plus eine Retail-Karte reichen dafür einfach nicht aus. Vorstellbar ist allerdings, dass es AMD beim angepeilten Preis von 139 Euro schwer gegen die AMD Radeon HD 7850 haben wird, die ähnlich viel kostet. Ähnlich schaut es für NVIDIA mit der GeForce GTX 650 Ti Boost aus, die zumindest preislich der GeForce GTX 660 sehr nahe kommt. Für beiden Karten müssen wir allerdings erst einmal abwarten, was uns die Hersteller in den kommenden Tagen und Wochen liefert. Sowohl für die AMD Radeon HD 7790 als auch für die GeForce GTX 650 Ti Boost planen wir große Round-ups mit mehreren Karten im Vergleich.

 

Persönliche Meinung

Erst bei genauem Hinsehen wurde deutlich, dass AMD mit "Bonaire" mehr getan hat, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Schade ist nur, dass AMD nicht wirklich über das redet, was man mit "Bonaire" eingeführt hat. Sicherlich ist das neue PowerTune technisch interessant, aber wie viel nützt es bei einer Karte der unteren Mittelklasse? Mit der AMD Radeon HD 7790 gibt AMD einen Ausblick auf das, was uns gegen Ende des Jahres noch erwartet.

NVIDIA hat es sich bei der Umsetzung der GeForce GTX 650 Ti Boost deutlich einfacher gemacht. Die bekannte GK106-GPU wurde um einen technischen Aspekt, das GPU-Boost erweitert. Dabei herausgekommen ist aber keine Konkurrenz für die AMD Radeon HD 7790, sondern ein Angriff auf die bereits bestehende Mittelklasse aus eigenem Hause. Sollte NVIDIA den Preis von 165 Euro auch für solch übertaktete Modelle wie die EVGA GeForce GTX 650 ti Boost halten können, könnte daraus aber eine durchaus interessante Leistungsklasse erwachsen. (Andreas Schilling)

 

Positive Aspekte der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked:

Negative Aspekte der EVGA GeForce GTX 650 Ti Boost Superclocked: