Test: 3x GeForce GTX 650 Ti - MSI vs. Palit vs. Zotac

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Mit der NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (Zum Test) schloss NVIDIA die letzte Lücke innerhalb der aktuellen "Kepler"-Familie und brachte wohl auch die letzte Grafikkarte des Jahres 2012 auf den Markt. Eine letzte Gelegenheit für die Partner, sich noch einmal richtig ins Zeug zu legen und sich mit eigenen Kühlsystemen und höheren Taktraten von der Konkurrenz absetzen zu können, schließlich zählt die 150-Euro-Klasse zu den umsatzstärksten Preissegmenten. Wir haben uns drei weitere Boardpartner-Modelle der GeForce GTX 650 Ti von MSI, Palit und ZOTAC geschnappt und diesen in diesem Artikel kräftig auf den Zahn gefühlt.

Als NVIDIA vor knapp drei Wochen mit der GeForce GTX 650 Ti die wohl letzte Grafikkarte des Jahres vorstellte und die klaffende Lücke zwischen der GeForce GTX 650 und der GeForce GTX 660, die sowohl leistungsmäßig als auch preislich bestand, schloss, war klar, das Referenz-Layout der kalifornischen Grafikschmiede würden wir eher nur selten zu Gesicht bekommen. Schon in unserem Launch-Test konnten wir zusätzlich zwei Boardpartner-Karten auf den Prüfstand stellen. In der Zwischenzeit haben uns drei weitere Ableger der taufrischen GK106-GPU erreicht: Die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition, die Palit GeForce GTX 650 Ti OC und die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition. Allesamt weichen sie von der NVIDIA-Vorlage ab. Zum Einsatz kommen jeweils nicht nur höhere Taktraten, auch ein eigenes Kühlsystem ist auf allen drei Testmustern verbaut worden. Wie sich diese leistungsmäßig gegenüber der starken Konkurrenz schlagen und wie die Effizienz der Kühlsysteme ausfällt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten.

Bevor wir jedoch einen näheren Blick auf die Grafikkarten selbst werfen und sie durch unseren breit angelegten Benchmark-Parcours jagen, wollen wir noch einmal die Architektur der NVIDIA GeForce GTX 650 Ti durchleuchten.

NVIDIAs jüngste Grafikkarte basiert mit der GK106-GPU auf der neusten „Kepler“-Architektur, die man mit der GeForce GTX 680 im März 2012 offiziell in den Handel ließ. Wie alle anderen Grafikprozessoren der kalifornischen Grafikschmiede läuft auch sie im fortschrittlichen 28-nm-Verfahren bei TSMC vom Band, muss im Vergleich zum Topmodell allerdings nur noch knapp 2,54 Milliarden Transistoren unterhalten. Dass der Chip nicht mehr ganz so komplex ausfällt, ist damit zu begründen, dass deutlich weniger Rechenwerke zur Verfügung stehen. Standen der GeForce GTX 680 noch insgesamt 1536 Shadereinheiten, die sich in insgesamt acht SMX-Cluster mit jeweils 192 ALUs unterteilten, zur Verfügung, sind bei der kleineren GeForce GTX 650 Ti die Hälfte der Shadercluster dem Rotstift zum Opfer gefallen. Die Ti-Version der GeForce GTX 650 besitzt nur noch vier SMX-Cluster und kann so auf nur noch 768 Shadereinheiten zurückgreifen. Da an jede SMX-Einheit 16 TMUs angeschlossen sind, sinkt auch die Zahl der Textureinheiten von ehemals 128 auf 64 TMUs.

Der Speicher musste im Vergleich zur GeForce GTX 680 ebenfalls einige Abstriche hinnehmen, kann aber noch immer auf schnelle GDDR5-Chips zurückgreifen. Gestrichen wurden zwei 64-Bit-Controller. Der 1024 oder auch 2048 MB große Speicher bindet somit über ein 128 Bit breites Interface an. Bei den Taktraten fährt NVIDIA ein gewohnt hohes Level, orientiert sich dabei allerdings an den Frequenzen der GeForce GTX 660 Ti. Standardmäßig sollen Chip und Speicher mit 925 respektive 1350 MHz arbeiten.

Damit bringt es die GeForce GTX 650 Ti auf eine Speicherbandbreite von 86,4 GB/Sek. Die Pixelfüllrate hingegen beläuft sich bei der Referenz auf 14,8 Gigapixel in der Sekunde. Die maximale Leistungsaufnahme orientiert sich mit 110 Watt ebenfalls eher an der GeForce GTX 660 als an der GeForce GTX 650, die sich noch mit 64 Watt zufriedengab.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Die Testkarten der GeForce GTX 650 Ti im Überblick
Modell MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition Palit GeForce GTX 650 Ti OC ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition
Straßenpreis ab 140 Euro ab 130 Euro ab 170 Euro
Homepage www.msi-computer.de www.palit.biz www.zotac.com
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden  2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt 993 MHz 1006 MHz 1033 MHz
Speichertakt 1350 MHz 1375 MHz 1550 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1024 MB 1024 MB 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 86,4 GB/Sek. 88,0 GB/Sek. 99,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 768 (1D) 768 (1D) 768 (1D)
Textur Units 64 64 64
ROPs 16 16 16
Pixelfüllrate 15,9 GPixel/Sek. 16,1 GPixel/Sek. 16,5 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire - - -

Auf dem Papier können sich alle drei Testkandidaten von der Referenz absetzen und machen mit höheren Taktraten auf sich aufmerksam. Während sich die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition hier mit vergleichsweise mauen 993/1350 MHz ans Werk macht, rechnet die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition mit 1033/1550 MHz schon deutlich schneller. Zwischen den beiden GK106-Vertretern setzt sich die Palit GeForce GTX 650 Ti OC. Sie bringt es auf 1006/1375 MHz.

Bei der Speicherausstattung gibt es zwischen den drei Modellen mit Ausnahme der Taktraten ebenfalls kleinere Unterschiede. Die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition besitzt nicht nur die höchsten Frequenzen und damit den höchsten Durchsatz, sondern kann auch mit der doppelten Menge von 2048 MB aufwarten. Die beiden Modelle von Palit und MSI müssen hier mit 1024 MB vorliebnehmen. Vorteile der ZOTAC-Karte ergaben sich allerdings nur bei hohen Auflösungen und qualitätslastigen Settings. Vor allem The Elder Scrolls V Skyrim dürfte bei einer Auflösung von 2560x1600 Bildpunkten und mit 16-facher anisotrophischer Filterung sowie achtfachem FXAA zulegen. Beim Kühlsystem setzen alle Hersteller auf einen Dual-Slot-Kühler mit Axiallüfter – näheres hierzu aber wenige Seiten weiter.

Wir haben die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition, die Palit GeForce GTX 650 TI OC und die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition in diesem Artikel auf den Prüfstand gestellt. Bevor wir jedoch unsere Leistungswerte präsentieren, stellen wir die drei Testkandidaten noch ausführlich vor.


Der erste Vertreter unseres kleinen Round-Ups ist die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition. Sie verfügt über die geringsten Taktfrequenzen des Testfeldes. Die Steigerung von 925 auf 993 MHz kann sich aber trotzdem noch sehen lassen. Den 1024 MB großen GDDR5-Videospeicher beließ man samt seines 128 Bit breiten Dateninterfaces auf dem Niveau der NVIDIA-Vorlage. Dafür tauschte man den Referenz-Kühler gegen ein eigenes Modell aus und spendierte seinem jüngsten GK106-Ableger ein deutlich längeres PCB, das mit hochwertigen Bauteilen ausgestattet wurde, die für eine längere Lebenszeit und höhere Taktraten sowie Spannungen gemacht wurden. Der Kühler setzt auf zwei Kupfer-Kapillare und einen mittig angebrachten Axiallüfter, der auf einigen Aluminiumfinnen direkt über dem Grafikprozessor sitzt. 

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Aufgrund der höheren Taktraten des Grafikprozessors fällt zumindest die Pixelfüllrate der MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition höher aus als bei der NVIDIA-Vorlage. 15,9 Gigapixel in der Sekunde sind es geworden. Da MSI nicht weiter an den Taktraten des Speichers feilte, beläuft sich dessen Bandbreite wie gewohnt auf 86,4 GB/Sek.

Auf den ersten Blick erinnert die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition eher an einen 3D-Beschleuniger einer höheren Preis- und Leistungsklasse, da die Platine deutlich länger ausfällt als in der 150-Euro-Klasse derzeit üblich. 

Auch das Kühlsystem ist ein anderes. Hier setzt MSI auf ein Modell der Cyclone-Reihe, das in diesem Fall mit einem mittig angebrachten Axiallüfter mit einem Durchmesser von 85 mm bestückt wurde und mit zwei Kupfer-Heatpipes auf sich aufmerksam machen kann.

Wie eingangs schon erwähnt, fällt das Printed Circuit Board (PCB) der MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition um ein einige Zentimeter länger aus. Waren es bei der Referenz noch knapp 14,5 cm sind es jetzt gute acht Zentimeter mehr. Unser Testmuster bringt es auf eine Länge von 23 cm.

Die maximale Leistungsaufnahme seiner GeForce GTX 650 TI beziffert NVIDIA auf 110 Watt. Kein Wunder also, dass auch bei der MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition ein zusätzlicher 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker fällig wird. 

Auf der Dual-Slot-Blende, deren obere Hälfte zur besseren Durchlüftung der Grafikkarte von einigen Lüftungsschlitzen durchzogen ist, stehen insgesamt drei Anschlüsse bereit: Zwei DVI-Ausgänge und ein vollwertiger HDMI-Anschluss.


Sehr zurückhaltend zeigt sich MSI wieder einmal mehr beim Lieferumfang. Hier beschränkt man sich lediglich auf einige Adapter, einen Quick-Start-Guide und eine Treiber-CD. Einen actionreichen Spieletitel suchen wir leider vergebens.

Nimmt man den Dual-Slot-Kühler von unserer MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition herunter, so kommt ein etwas aufgemöbeltes Platinen-Layout zum Vorschein.

So wurde die Spannungsversorgung im Vergleich zur NVIDIA-Vorlage um drei Phasen erweitert und Bauteile der Military-Class-III-Reihe verbaut. Das Layout macht insgesamt einen sehr aufgeräumten Eindruck. 

Direkt auf der filigranen 28-nm-GPU liegt eine Kupferplatte auf von der aus zwei, 6 mm dicke Kupfer-Heatpipes die Abwärme an die Aluminiumfinnen weitergeben. Um den endgültigen Abtransport der heißen Abwärme kümmert sich abschließend der 85-mm-Lüfter.


Die Palit GeForce GTX 650 Ti OC ist nicht nur das zweite Testmuster der Reihe, sondern auch das zweitschnellste. Mit 1006/1375 MHz siedelt sie sich exakt zwischen den beiden anderen Testkandidaten an. Zwar hat Palit nicht an eine Verdoppelung des Videospeichers gedacht, diesen aber um ein paar Megahertz beschleunigt, wenngleich es die 25 MHz mehr auf der Brust nicht unbedingt reisen dürften. Das Kühlsystem hat Palit ebenfalls gegen ein eigenes Modell ausgetauscht. 

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Dank der höheren Frequenzen für Chip und Speicher fallen Speicherbandbreite und Pixelfüllrate etwas höher aus. So schaufelt der 1024 MB große GDDR-Speicher jetzt bis zu 88,0 GB pro Sekunde an Daten heran, wohingegen sich die Pixelfüllrate auf 16,1 Gigapixel in der Sekunde beläuft. 

Die Palit GeForce GTX 650 Ti OC besitzt mit der Referenz schon deutlich mehr Gemeinsamkeiten. So verfügt sie mit 14,5 cm exakt die gleich Länge wie die Referenz. Lediglich ein leicht verändertes Kühlsystem und höhere Taktfrequenzen kommen noch zum Einsatz. 

Der Kühler nimmt zwei Slots in der Höhe ein und kann mit einem 80-mm-Lüfter auf sich aufmerksam machen. Unterhalb der Plastik-Abdeckung verzichtet der Hersteller allerdings auf eine aufwendige Heatpipe-Konstruktion und verbaut dort lediglich einige Aluminiumfinnen und einen Kühlerblock.

Zwar misst das Printed Circuit Board (PCB) wie die Referenz 14,5 cm, doch ragt die Plastik-Abdeckung des Palit-eigenen Kühlers ein paar Millimeter darüber hinaus. Gute 1,5 cm sollte man mehr einplanen. 

Etwas versteckt ist der zusätzliche 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker, um den auch die Palit GeForce GTX 650 Ti OC nicht herumkommt. Damit könnte die jüngste Grafikkarte von Palit theoretisch bis zu 150 Watt aus dem Netzteil saugen. Die maximale Leistungsaufnahme beziffert man jedoch auf knapp über 110 Watt. 

Im Gegensatz zur MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition bietet die Palit GeForce GTX 650 Ti auf der Slotblende einen zusätzlichen VGA-Port. Dafür musste einer der beiden DVI-Ausgänge weichen. Der vollwertige HDMI-Port blieb allerdings auch hier bestehen.


Der Lieferumfang fällt noch spartanischer aus als bei MSI. Lagen Letzterer noch sämtliche Adapter bei, beschränkt sich Palit auf einen Quick-Start-Guide und eine Treiber-CD.

Nimmt man den Dual-Slot-Kühler von der Palit-Karte herunter, kommt lediglich ein Standard-PCB zum Vorschein.

Dieses bietet insgesamt drei Phasen. Von den insgesamt vier GDDR5-Chips teilen sich jeweils zwei Speicherchips einen 64-Bit-Controller. Die insgesamt 1024 MB binden somit über einen 128 Bit breiten Datenbus an. 

Direkt in der Plastik-Abdeckung ist der 80-mm-Rotor integriert. Darunter liegt lediglich noch ein Kühlkörper aus Aluminium mit einigen Lamellen.


Der dritte und letzte Testkandidat im Bunde ist die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition. Wie für die Serie üblich setzt man auch hier auf ein eigenes Kühlsystem und stark erhöhte Taktraten. Im Falle der GeForce GTX 650 Ti hat der Hersteller die Taktraten auf 1033 MHz beschleunigt - eine Steigerung im Vergleich zur Referenz von fast 110 MHz. Ein ordentliches Taktplus durfte auch der Videospeicher erfahren. Dieser rechnet nicht mit 1350 MHz, sondern bringt es auf starke 1550 MHz - ein Plus von 200 MHz. Zudem hat sich ZOTAC für die doppelte Menge entschieden und seine jüngste AMP!-Edition mit 2048 MB bestückt. Beim Kühlsystem setzt der NVIDIA-Boardpartner auf einen 85-mm-Lüfter in Axial-Bauweise.

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Dank der doch nicht zu unterschätzenden Taktsteigerung, kann sich die Leistung der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition schon auf dem Papier sehen lassen. Der 2048 MB große GDDR5-Videospeicher ist in der Lage bis zu 99,2 GB pro Sekunde an Daten heranzuschaufeln. Die Pixelfüllrate bewegt sich mit 16,5 Gigapixel pro Sekunde ebenfalls auf einem deutlich höheren Niveau.

Optisch macht die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition anderen Serien-Vertretern viel nach. Hier setzt ZOTAC auf einen orange-farbigen Rotor, der in diesem Fall über einen Durchmesser von 85 mm verfügt. Direkt darunter gibt verstecken sich allerdings keinerlei Heatpipes. 

Wie bereits erwähnt verzichtet ZOTAC bei seiner GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition auf eine aufwendige Heatpipe-Konstruktion und liefert seinen jüngsten GK106-Ableger mit einem simplen Kühlblock samt 85-mm-Lüfter aus. Bei einer maximalen Leistungsaufnahme von knapp über 110 Watt ist dieser Schritt aber durchaus nachzuvollziehen. 

Auf der Rückseite unseres ZOTAC-Samples sind kaum Unterschiede zur Referenz ausfindig zu machen. Die Platine bringt es auf eine Länge von 14,5 cm. Einzig vier weitere GDDR-Speicherchips sind dort untergebracht. 

Für einen reibungslosen Betrieb bedarf es eines zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromsteckers. Damit könnte das Testmuster theoretisch bis zu 150 Watt aus dem Netzteil ziehen. 

Auf der Slot-Blende fährt ZOTC etwas schwerere Geschütze auf. Hier stehen neben zwei DVI-Ausgängen zwei weitere HDMI-Ports zur Verfügung. 


Der Lieferumfang orientiert sich eher an MSI als an Palit. Hier werden neben dem obligatorischen Quick-Start-Guide und der Treiber-CD auch ein Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte und ein weiterer für die Bildausgänge mitgeliefert. 

Unter der Haube bietet die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition nur das Übliche. 

Dies entspricht der 3-Phasigen Spannungsversorgung und vier weiteren Speicherchips. Die GPU bringt es auf eine Fläche von knapp 214 mm².

Direkt auf der filigranen 28-nm-GPU liegt ein Aluminiumkühlkörper mit zahlreichen Kühlfinnen auf. Um den endgültigen Abtransport kümmert sich im Falle der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition ein 85-mm-Lüfter, der die heiße Abluft allerdings lediglich an das Gehäuse-Innere abgibt und nicht nach außen befördert.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 295.73 WHQL
AMD Catalyst 12.3 Preview

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

Rage (OpenGL):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

The Witcher 2 (DX9):

Metro 2033 (DX11):


Im Zuge der Umstellung unserer Testsysteme haben wir auch die Messwerte für Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke geändert. Ab sofort messen wir die maximalen Temperaturen und die Lautstärke sowie die maximale Leistungsaufnahme unter Crysis 2 bei 1920 x 1080 Bildpunkten und mit hinzugeschaltetem AF/AA. Die restlichen drei Messwerte entstehen zehn Minuten nach Systemstart. Die Lautstärke messen wir jeweils aus 30 cm Entfernung.

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Sowohl im Leerlauf wie auch unter Last kann sich die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition bei der Lautstärke stets an die Spitze unserer drei Testkandidaten setzen. Wir haben 36,9 bzw. 47,4 dB(A) gemessen. Vor allem unter 3D-Last zählt die MSI-Karte zu den leisesten Grafikkarten überhaupt. Etwas höher fällt die Geräuschkulisse der Palit GeForce GTX 650 Ti OC aus. Hier mussten wir unserem Testmuster Werte von 38,7 bzw. 48,1 dB(A) bescheinigen. Die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition blieb zwar im Leerlauf etwas leiser als die Palit-Karte, drehte dafür unter Volllast etwas mehr auf und erzeugte einen Schallpegel von immerhin bis zu 49,1 dB(A). Ruhiges Arbeiten und Spielen war mit allen drei Modellen möglich, wobei die Palit-Karte ein eher nerviges Brummen erzeugte.

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Keine großen Überraschungen gibt es bei der Leistungsaufnahme. Aufgrund des höchsten Taktupgrades fällt der Stromverbrauch der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition am höchsten aus. Zusammen mit den restlichen Komponenten unseres Testfeldes mussten wir einen Maximalwert von 255,1 Watt messen. Für die beiden anderen Ableger waren es hier immerhin 242,4 (Palit) und 238,5 Watt (MSI). Im Leerlauf bewegten sich alle drei Modelle auf dem Niveau der NVIDA-Vorlage. Große Ausreißer gab es hier nicht. 

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temp-last

Der Kühler der MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition leistet nicht nur geräuschmäßig gute Arbeit. Auch bei den Temperaturen kann das Geflecht aus 85-mm-Lüffter und aufwendiger Heatpipe-Konstruktion seine Muskeln ausspielen. Die MSI-Karte ermöglichte stets die niedrigsten Temperaturen, gefolgt mit einem Abstand von gut fünf Grad Celsius unter Last von der ZOTAC-Karte. Diese wurde unter 3D-Last bis zu 57 °C warm. Die Palit GeForce GTX 650 Ti OC bildet hier das Schlusslicht, kann sich aber noch immer vor die Referenz setzen. Unser Thermometer zeigte Werte von 33 respektive 61 °C.


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Zur Vollversion von The Witcher 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Zur Vollversion von Call of Duty: Modern Warfare 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Auch wenn alle hier getesteten GeForce-GTX-650-Ti-Karten schon ab Werk mit höheren Taktraten auf sich aufmerksam machen, haben wir in unserem Overclocking-Test fleißig an den Reglern für Chip und Speicher gedreht. Aus allen Testkandidaten war noch ein gutes Stück Mehrleistung herauszuholen. Alle Modelle durchbrachen die 1,1-GHz-Schallmauer und auch beim Speicher waren stets mehr als 3000 MHz möglich. Die Palit GeForce GTX 650 Ti OC ermöglichte hier den höchsten GPU-Takt, die ZOTAC-Karte den höchsten Speicher-Takt. Nicht ganz so gut abgeschnitten hat in unseren Tests die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition und das trotz der eigentlich besten Ausgangslage durch die gute Leistung des Kühlsystems. 

Wir haben folgende Ergebnisse erreicht: 

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Mit der GeForce GTX 650 Ti hat NVIDIA die letzte Lücke geschlossen und wohl auch die letzte Grafikkarte des Jahres 2012 vorgestellt. Mit dem kleineren Namensvetter haben die hier getesteten GeForce-GTX-650-Ti-Karten allerdings weniger gemein. Meist kommen die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition, die Palit GeForce GTX 650 Ti OC und die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition eher an eine GeForce GTX 660 (Ti) heran, als dass sie sich einer GeForce GTX 650 angleichen. Die Verwandtschaft zum eigentlich größeren Modell wird zudem bei der Leistungsaufnahme ersichtlich, denn hier kommt man der GeForce GTX 660 Ti schon gefährlich nahe. 

Aufgrund der höchsten Taktraten fällt die Leistungsaufnahme der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition am höchsten aus. Gemessen am Gesamtsystem waren es hier bis zu 255,1 Watt. Nicht ganz so hoch getaktet war die Palit GeForce GTX 650 Ti OC, die sich zusammen mit den restlichen Komponenten des Testsystems mit 242,4 Watt begnügte. Die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition, die leistungsmäßig noch einmal darunter angesiedelt ist, zog maximal 238,5 Watt aus der Steckdose (gemessen: Gesamtsystem). Dafür konnte hier das Kühlsystem das beste Bild abliefern - egal ob man einen Blick auf die Temperaturen wirft oder aber bei der Lautstärke näher hinhört. Mit maximal 52 °C bzw. mit 47,7 dB(A) blieb sie die laufruhigste Grafikkarte, die zugleich den kühlsten Kopf behalten konnte. Generell zählt die MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition zu den leisesten 3D-Beschleunigern am Markt. 

Nur minimal schlechter fällt unser Fazit zum Kühlsystem der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition aus. Die GK106-GPU der ZOTAC-Grafikkarte wurde bis zu 57 °C warm, der Lüfter erzeugte eine Geräuschkulisse von bis zu 49,1 dB(A). Die Palit-Karte wurde mit maximal 61 °C zwar etwas wärmer, blieb dafür aber auch geringfügig laufruhiger. Hier zeigte unser Messgerät 48,1 dB(A). Subjektiv gesehen war die Palit-Karte allerdings die lautestete, da der 80-mm-Lüfter ein nervtötendes Brummen erzeugte - egal ob im 2D- oder 3D-Betrieb.

Leistungsmäßig können alle drei Modelle mit der Konkurrenz mithalten und die Radeon HD 7770 in die Flucht schlagen - hauptsächlich den höheren Taktraten zuzuschreiben, denn selbst einer Radeon HD 7850 oder gar Radeon HD 6950 kommt man in manchen Benchmarks schon gefährlich nahe. Preislich haben die GeForce-GTX-650-Ti-Karten aber das Nachsehen. Unsere drei Testkandidaten rangieren im Bereich von 130 bis 170 Euro. Da lohnt sich der Griff zur Radeon HD 7850, die etwas mehr 3D-Power mit sich bringt und obendrein ebenfalls in unterschiedlichen Variationen erhältlich ist, schon mehr. Mit steigender Verfügbarkeit der GeForce-GTX-650-Ti-Modelle und breiterer Hersteller-Vielfalt könnte sich das zum Weihnachtsgeschäft aber noch ändern.

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Ein wirklicher Sieger geht aus unserem Round-Up nicht hervor. Wer eine besonders leise Grafikkarte sucht und unbedingt ein NVIDIA-Modell haben möchte, der kann bedenkenlos zur MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition greifen, bezahlt dies allerdings mit nicht ganz so hohen Taktraten und einem eher unterdurchschnittlichen Overclocking-Potential. Die ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition besaß die doppelte Speichermenge und die höchsten Taktraten, kostete mit 170 Euro aber auch ein gutes Stück mehr als die beiden anderen Testkandidaten. Ein echter Allrounder ist die Palit GeForce GTX 650 Ti OC. Sie liegt in allen Belangen zwischen dem MSI- und ZOTAC-Ableger und war zu Redaktionsschluss auch noch die günstigste Testkarte. 

Nachfolgend alle Messergebnisse aller Testkandidaten im Überblick:

Die Testkarten der GeForce GTX 650 Ti im Überblick
Modell MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition Palit GeForce GTX 650 Ti OC ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition
Straßenpreis ab 140 Euro ab 130 Euro ab 170 Euro
Homepage www.msi-computer.de www.palit.biz www.zotac.com
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden  2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt 993 MHz 1006 MHz 1033 MHz
Speichertakt 1350 MHz 1375 MHz 1550 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1024 MB 1024 MB 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 86,4 GB/Sek. 88,0 GB/Sek. 99,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 768 (1D) 768 (1D) 768 (1D)
Textur Units 64 64 64
ROPs 16 16 16
Pixelfüllrate 15,9 GPixel/Sek. 16,1 GPixel/Sek. 16,5 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire - - -
Lautstärke
Idle-Modus 36,9 dB(A) 38,7 dB(A) 37,3 dB(A)
Last-Modus 47,7 dB(A) 48,1 dB(A) 49,1 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 106,0 Watt 107,6 Watt 107,9 Watt
Last-Modus 238,5 Watt 242,4 Watt 255,1 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 31 °C 33 °C 31 °C
Last-Modus 52 °C 61 °C 57 °C

Positive Aspekte der MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition:

  • Sehr gute Kühleffizienz
  • Leises Kühlsystem
  • Für aktuelle Spieletitel schnell genug

Negative Aspekte der MSI GeForce GTX 650 Ti Power Edition:

  • Nur durchschnittliches Overclocking-Potential

Positive Aspekte der Palit GeForce GTX 650 Ti OC:

  • Der Allrounder der drei Testkarten
  • Für aktuelle Spieletitel schnell genug

Negative Aspekte der Palit GeForce GTX 650 Ti OC:

  • Wenig Zubehör

Positive Aspekte der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition:

  • Schnellste GeForce GTX 650 Ti des Testfeldes
  • Angenehm leise
  • Für aktuelle Spieletitel schnell genug

Negative Aspekte der ZOTAC GeForce GTX 650 Ti AMP! Edition

  • Starker Aufpreis