Test: NVIDIA GeForce GTX 650 Ti

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Knapp sechs Monate nach der GeForce GTX 680, der ersten Grafikkarte auf „Kepler“-Basis, scheint das neue Line-Up von NVIDIA komplett zu sein, denn heute stopfte die kalifornische Grafikschmiede die wohl letzte Lücke und präsentierte seine GeForce GTX 650 Ti. Diese soll sich leistungsmäßig zwischen der GeForce GTX 650 und der GeForce GTX 660 (Ti) einreihen und die AMD-Konkurrenz in Form der Radeon HD 7770 gut in Schach halten können. Preislich positioniert sich die neue Grafikkarte in der 150-Euro-Klasse und zielt damit auf den preisbewussten Spieler ab. Ob das aufgeht, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. Hier nun unser Launch-Test zur NVIDIA GeForce GTX 650 Ti.

Zwischen der GeForce GTX 650 und der GeForce GTX 660, die man beide erst vor wenigen Wochen der breiten Öffentlichkeit präsentierte, klaffte eine große Lücke, zumal man auch mit der AMD-Konkurrenz leistungsmäßig bzw. preislich nicht ganz so gut mithalten konnte. Die heute vorgestellte GeForce GTX 650 Ti soll diese Lücke knapp sechs Monate nach dem Start der ersten „Kepler“-Karte schließen und der Konkurrenz näher auf den Pelz rücken. Hierfür spendierte NVIDIA der GeForce GTX 650 einige Rechenwerke mehr und legte lediglich noch Hand am Kühlsystem und den Taktraten an. Zum Start hat uns NVIDIA nicht nur mit einem Pressesample versorgt. Auch ASUS schickte uns mit der GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP einen ersten Ableger, der sich nicht an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede halten muss und den altbekannten DirectCU-II-Kühler in neuer Version sowie nochmals höhere Taktraten mit sich bringt. Außerdem hat uns EVGA seine GeForce GTX 650 Ti SSC zukommen lassen, die ebenfalls mit höheren Frequenzen auf sich aufmerksam macht und obendrein die doppelte Speichermenge besitzt. In den nächsten Tagen und Wochen werden uns wohl wieder einige Boardpartner mit entsprechenden Ablegern versorgen. Die Planungen für ein großes Round-Up, wie wir es schon zur GeForce GTX 660 Ti hatten, laufen gerade an.

Wie alle aktuellen Grafikkarten von NVIDIA basiert auch die GeForce GTX 650 Ti auf der aktuellen „Kepler“-Architektur, die man mit der GeForce GTX 680 vor gut einem halben Jahr präsentierte. Zum Einsatz kommt natürlich nicht mehr der High-End-Chip, sondern mit dem GK106 eine speziell für diese Preis- und Leistungsklasse angepasste GPU. Diese läuft ebenfalls im aktuellen 28-nm-Verfahren bei TSMC vom Band, muss allerdings nur noch 2,54 Milliarden Transistoren unterhalten. Die Einsparung der kleinen Schaltungen ist mit den deutlich reduzierten Rechenwerken zu begründen. Auf der GeForce GTX 650 Ti finden sich nur noch 768 Shadereinheiten wieder, die sich allerdings genau wie die der größeren Schwestermodelle organisieren. Die Ti-Version der GeForce GTX 650 bringt es auf vier SMX-Cluster, die jeweils 192 ALUs bereithalten und mit jeweils 16 Textureinheiten bestückt sind. In der Summe ergeben sich so 768 Shadereinheiten bzw. 64 TMUs.

Mit der GeForce GTX 660 Ti reduzierte NVIDIA zum ersten Mal in der Familie der GeForce-600-Reihe das Speicherinterface und kürzte dieses auf eine Breite von 192 Bit. Die GeForce GTX 650 Ti muss auf einen weiteren 64-Bit-Controller verzichten und bringt damit nur noch zwei Speichercontroller mit sich. Der 1024 MB große Videospeicher setzt sich allerdings weiterhin aus schnellen GDDR5-Chips zusammen und kann so über insgesamt 128 Datenleitungen kommunizieren. Bei den Taktraten fährt NVIDIA ein gewohnt hohes Level und befeuert Chip und Speicher mit 925 bzw. 1350 MHz. Damit liegt die GeForce GTX 650 Ti taktmäßig unterhalb einer GeForce GTX 650 oder GeForce GTX 660. Auf einen Turbo-Takt, wie wir ihn von namentlich höheren Modellen her kennen, der zumindest den Grafikprozessor innerhalb seiner TDP-Grenzen weiter beschleunigt hätte, muss man verzichten.

Die maximale Leistungsaufnahme der GeForce GTX 650 Ti beziffert NVIDIA auf 110 Watt. Ein zusätzlicher 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker wird damit unausweichlich. Beim Referenzkühlsystem hat NVIDIA andere Wege als bislang eingeschlagen und einen Kühler mit Axiallüfter verbaut. Die GeForce GTX 650 Ti setzt zwar ebenfalls auf ein Dual-Slot-System, wurde allerdings mit einem direkt auf der GPU angebrachten Axiallüfter sowie mit zahlreichen Aluminiumfinnen versehen. Ein aufwendiges Heatpipe-System gibt es nicht. Wie sich diese Lösung gegen die hauseigenen Vertreter und die durchaus starke Konkurrenz schlägt, klären wir nur wenige Seiten weiter.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

GeForce-GTX-660-Serie im Überblick
Modell NVIDIA GeForce GTX 650 NVIDIA GeForce GTX 650 Ti NVIDIA GeForce GTX 660 NVIDIA GeForce GTX 660 Ti
Straßenpreis ab 115 Euro ab 149 Euro ab 190 Euro ab 255 Euro
Homepage www.nvidia.de www.nvidia.de www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GK107 (GK107-301-A2) GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-400-A1) GK104 (GK104-300-KD-A2)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 1,3 Milliarden 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden 3,54 Milliarden
GPU-Takt 1058 MHz 925 MHz 980 MHz (Boost: 1033 MHz) 915 MHz (Boost: 980 MHz)
Speichertakt 1250 MHz 1350 MHz 1502 MHz 1502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1024 / 2048 MB 1024 / 2048 MB 2048 MB 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 192 Bit 192 Bit
Speicherbandbreite 80 GB/Sek. 86,4 GB/Sek.  144,2 GB/Sek. 144,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 384 (1D) 768 (1D) 960 (1D) 1344 (1D)
Textur Units 32 64 80 112
ROPs 16 16 24 24
Pixelfüllrate 16,9 14,8 GPixel/Sek. 23,5 GPixel/Sek. 22 GPixel/Sek.
TDP 64 Watt 110 Watt 140 Watt 150 Watt
SLI/CrossFire - - SLI SLI

Mit ihren 768 Rechenwerken und dem schnellen GDDR5-Speicher, der zudem über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden ist, bringt es die neue GeForce GTX 650 Ti auf eine Pixelfüllrate von 14,8 Gigapixel in der Sekunde bzw. auf eine Speicherbandbreite von bis zu 86,4 GB/Sek.

gtx-650ti-refernz

Bevor wir uns allerdings auf die Leistungswerte der GeForce GTX 650 Ti stürzen werden, werfen wir noch einen genaueren Blick auf das Pressesample. Außerdem müssen auch die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP und die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC, die wir heute ebenfalls getestet haben, ausführlich vorgestellt werden.


Neben dem Sample, das wir direkt von NVIDIA erhalten haben, haben uns kurz vor dem offiziellen Start der neuen Mittelklasse-Grafikkarte auch zwei Boardpartner-Modelle erreicht. Sowohl die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP wie auch EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC können mit höheren Taktraten abseits der Referenz aufwarten. Während die NVIDIA-Vorlage mit 925/1350 MHz vorliebnehmen muss, arbeitet die ASUS-Karte mit 1033/1350 MHz etwas schneller. Das EVGA-Modell bringt es sogar auf 1076/1350 MHz und kann zudem mit der doppelten Speichermenge aufwarten. Ihr wurden nämlich 2048 MB GDDR5-Videospeicher spendiert. Bei den Kühlsystemen gibt es ebenfalls Unterschiede.

EVGA scheint dabei auf das NVIDIA-System zurückzugreifen, das lediglich mit einer Plastik-Abdeckung versehen und deren Aluminiumblock etwas vergrößert wurde. Um den Abtransport der heißen GPU-Abwärme kümmert sich hier ein 80-mm-Lüfter. ASUS hat hingegen seinen altbekannten DirectCU-II-Kühler aufgeschnallt, der speziell für die GeForce GTX 650 Ti angepasst wurde. Insgesamt drei Kupfer-Heatpipes, zahlreiche Aluminiumfinnen und zwei 80-mm-Lüfter sollen für niedrige Temperaturen bei einer gleichzeitig angenehmen Geräuschkulisse sorgen. Zudem fällt die Platine etwas länger aus und der Dual-Slot-Kühler genehmigt sich darüber hinaus noch einmal etwas mehr Platz. Dazu aber später mehr. 

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Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Die Testkandidaten der GeForce GTX 650 Ti im Überblick
Modell NVIDIA GeForce GTX 650 Ti ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC
Straßenpreis ab 115 Euro - -
Homepage www.nvidia.de www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt 925 MHz 1033 MHz 1076 MHz 
Speichertakt 1350 MHz 1350 MHz 1350 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1024 MB 1024 MB 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 86,4 GB/Sek. 86,4 GB/Sek. 86,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 768 (1D) 768 (1D) 768 (1D)
Textur Units 64 64 64
ROPs 16 16 16
Pixelfüllrate 14,8 GPixel/Sek. 16,5 GPixel/Sek. 17,2 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire - SLI SLI

Der Launch der GeForce GTX 650 Ti soll kein simpler Paperlaunch sein. Im Gegenteil: Die neue Mainstream-Grafikkarte soll ab heute in ausreichenden Stückzahlen im Handel erhältlich sein. Zahlreiche Boardpartner kündigten ihre Ableger bereits an. Darunter nicht nur ASUS und EVGA, sondern auch Gigabyte, ZOTAC , KFA², MSI und Palit. Das Referenz-Layout ist kaum anzutreffen. Nahezu jeder Hersteller hat ein eigenes Kühlsystem verbaut. Auch an den Taktraten wurde fleißig gedreht. 

Hier eine Auswahl der Boardpartner-Karten, die es zum Start der GeForce GTX 650 Ti geben soll:

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Werfen wir nun einen Blick auf unsere drei Modelle der GeForce GTX 650 Ti. 


Entgegen den bisherigen Referenzmodellen, die wir von NVIDIA zum Test erhielten, setzt man bei seiner GeForce GTX 650 Ti nicht mehr auf ein Radialsystem. Um die Kühlung kümmert sich nun ein Lüfter in Axialbauweise. Trotz der doch eher geringen Abmessungen werkeln unter der Haube des Dual-Slot-Kühlers 768 Rechenwerke, denen zudem 1024 MB GDDR5-Chips zur Seite gestellt wurden. Die Taktraten belaufen sich auf 925 respektive 1350 MHz. 

Alle bisher vorgestellten GeForce-600-Karten (die GeForce GTX 650 Ti wird wohl die letzte sein) konnten mit einer guten Effizienz und zugleich hoher Leistung punkten und meist die Konkurrenz überholen. Auch die GeForce GTX 650 Ti fällt für ihre Leistungsklasse eher klein aus. Das Printed Circuit Board (PCB) misst smarte 14,5 cm.

Bei einer Leistungsaufnahme von bis zu 110 Watt kommt die GeForce GTX 650 Ti aber nicht um einen zusätzlichen PCI-Express-Stromstecker herum. Für den Betrieb muss ein zusätzlicher 6-Pin-Stecker an die Grafikkarte angeschlossen werden, womit die kleine Mainstream-Karte theoretisch bis zu 150 Watt aus dem Netzteil ziehen könnte. 

Das Pressesample der GeForce GTX 650 Ti besitzt als einziges Testmuster, das wir heute auf den Prüfstand stellen durften, ein Single-Slot-I/O-Shield. Dieses ist mit zwei DVI-Ausgängen und einem mini-HDMI-Port bestückt.


Nimmt man den Dual-Slot-Kühler von unserem Muster herunter, kommt ein ähnliches PCB zum Vorschein, das wir von einer GeForce GTX 660 her schon kennen.

Die filigrane 28-nm-GPU beherbergt auf ihren rund 214 mm² knapp 2,54 Milliarden Transistoren. Der 1024 MB große Speicher setzt sich aus vier GDDR5-Chips aus dem Hause Hynix zusammen.  

Jeweils zwei der Speicherchips teilen sich einen 64-Bit-Controller. Die Spannungsversorgung wird über zwei Phasen realisiert.

Beim Kühler setzt NVIDIA einen simplen Aluminiumkühlkörper ein und verzichtet auf eine aufwendige Heatpipe-Konstruktion. Um den Abtransport der heißen GPU-Abwärme kümmert sich rückseitig ein Axiallüfter mit einem Durchmesser von 80 mm.


Die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP macht einen deutlich wuchtigeren Eindruck. Doch nicht nur das Kühlsystem fällt potenter aus. Auch die Taktraten wurden auf 1033/1350 MHz beschleunigt und das Layout der Platine angepasst.

Für die Kühlung verantwortlich sind zwei 80-mm-Lüfter, zahlreiche Aluminiumfinnen und drei Kupfer-Heatpipes. 

Das Printed Circuit Board (PCB) der ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP fällt mit 21 cm deutlich länger aus als das der Referenz. Außerdem ragt das Kühlsystem darüber hinaus und schnappt sich sieben weitere Zentimeter. Damit bringt es das Muster auf eine Gesamtlänge von über 28 cm.


Bei der Stromversorgung hat sich im Vergleich zur Referenz nichts getan. Auch hier muss für den Betrieb ein zusätzlicher 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker an die Grafikkarte angeschlossen werden. 

Die Dual-Slot-Blende der ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP hat deutlich mehr zu bieten. Hier stehen nicht nur zwei DVI-Ausgänge und ein gewöhnlicher HDMI-Port zur Verfügung. Auch ein älterer VGA-Ausgang ist zu finden. Die restliche Fläche des Slotblechs ist zur besseren Durchlüftung der Grafikkarte von Lüftungsschlitzen durchzogen. 

Beim Lieferumfang hält sich ASUS dieses Mal sehr zurück und gibt seinem jüngsten GK106-Zuwachs gerade einmal einen Quick-Start-Guide und eine Treiber-CD mit auf den Weg. Da unser Sample allerdings schon über einen VGA-Ausgang verfügt, wird ein entsprechender Adapter sowieso überflüssig. Von ASUS sind wir allerdings mehr gewohnt.


Zur Demontage des DirectCU-II-Kühlers müssen zwei Schrauben gelöst werden. Das PCB macht darunter einen sehr aufgeräumten Eindruck. 

Die Spannungsversorgung wurde deutlich verbessert. Musste die NVIDIA-Vorlage mit zwei Phasen vorliebnehmen, sind es bei unserem ASUS-Sample schon insgesamt fünf Phasen. Auch hochwertige Bauteile, die die Lebenserwartung verbessern und höhere bzw. deutlich niedrigere Temperaturen (im Minus-Bereich) über sich ergehen lassen sollen, sind auf der Platine untergebracht. 

Dank Direct-Touch liegen die insgesamt drei Kupfer-Heatpipes direkt auf der GPU auf und tragen deren Abwärme direkt an die zahlreichen Aluminiumfinnen bzw. an den schweren Kupferblock weiter. Um den endgültigen Abtransport kümmern sich anschließend die beiden 80-mm-Lüfter. 


Die EVGA GeForce GTX 650 Ti bekam ein etwas anderes Kühlsystem spendiert - die Grafikkarte wurde vollständig unter einer Plastikabdeckung versteckt. 

Wie bei der NVIDIA-Vorlage kümmert sich auch hier ein 80-mm-Lüfter in Axialbauweise um die Kühlung der Grafikkarte. Der Aluminiumblock unterhalb des Lüfters ist allerdings etwas größer geworden. 

Da die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC über die doppelte Speichermenge verfügt, befinden sich auch auf der Rückseite der Grafikkarte vier GDDR5-Chips. Die Länge ist mit 14,5 cm identisch zur Referenz. 


Vor dem zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker kann sich auch die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC nicht drücken. 

Auf der Slotblende warten zwei DVI-Ausgänge und mini-HDMI-Port auf ihre Verwendung. Die obere Hälfte der Dual-Slot-Blende besitzt dicke Lütungsschlitze. 

Im Vergleich zur ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP fällt der Lieferumfang der EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC etwas umfangreicher aus. Neben einem Handbuch und der Treiber-CD liefert EVGA auch einen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte mit sowie einen weiteren Adapter für die Anschlüsse. Ein Gehäuse-Badge sowie weitere Informations-Materialien zur Grafikkarte lagen unserem Testmuster ebenfalls bei. 


Unter der Haube kommt das gleiche PCB wie bei unserem Pressesample zum Vorschein. 

Auch auf der Vorderseite wurden vier Speicherchips angebracht. Die Spannungsversorgung wird hier ebenfalls über zwei Phasen realisiert. 

Der Kühlerblock der EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC fällt in etwa doppelt so hoch aus wie der der NVIDIA-Vorlage. Der Axiallüfter besitzt aber auch hier einen Durchmesser von 80 mm.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1502 MHz, 4096 MB)
NVIDIA GeForce GTX 680 (1006/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 660 (1058/1250 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1350 MHz 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 650 (1058/1250 MHz, 1024/2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1050/1050/1500 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 306.38
AMD Catalyst 12.7

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

Rage (OpenGL):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

The Witcher 2 (DX9):

Metro 2033 (DX11):


Im Zuge der Umstellung unserer Testsysteme haben wir auch die Messwerte für Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke geändert. Ab sofort messen wir die maximalen Temperaturen und die Lautstärke sowie die maximale Leistungsaufnahme unter Crysis 2 bei 1920 x 1080 Bildpunkten und mit hinzugeschaltetem AF/AA. Die restlichen drei Messwerte entstehen zehn Minuten nach Systemstart. Die Lautstärke messen wir jeweils aus 30 cm Entfernung.

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Bei der Lautstärke schlagen sich unsere heutigen Testkandidaten allesamt sehr gut. Zwar liegen sie im Leerlauf weit auseinander und erzeugen einen Schallpegel zwischen 33,9 und 38,3 dB(A), rücken dafür unter Last aber wieder näher zusammen und ermöglichen ein angenehm leises Betriebsgeräusch. Positiv hervorzuheben ist hier die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP, die sich mit 33,9 dB(A) an die Spitze der leisesten Grafikkarten unseres heutigen Testfeldes setzen kann. Die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC und die NVIDIA-Referenz erzeugten hier schon einen Schalldruck von bis zu 48,4 bzw. 49,1 dB(A).

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strom-last

Keine Überraschung gibt es bei der Leistungsaufnahme. Hier liegt die NVIDIA-Vorlage vor den beiden anderen GeForce-GTX-650-Ti-Modellen, die aufgrund der etwas höheren Taktraten auch etwas stromhungriger sind. In der Regel folgt auf die NVIDIA-Vorlage die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP, dann erst die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC. Insgesamt zeigt sich die GeForce GTX 650 Ti deutlich stromsparender als eine Radeon HD 7870 oder gar Radeon HD 7850, kann es aber nicht mit einer Radeon HD 7770 aufnehmen. Die Referenz genehmigte sich hier mit bis zu 251,3 Watt (gemessen am Gesamtsystem), wohingegen die Radeon HD 7770 sich mit maximal 237,2 Watt begnügte. 

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Bei den Temperaturen kann vor allem der DirectCU-II-Kühler der ASUS-Karte seine Muskeln ausspielen. Sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb schafft es der Dual-Slot-Kühler die Grafikkarte auf einem kühlen Temperatur-Niveau zu halten. Wir attestieren ihr Werte von 31 bzw. 58 °C. Die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC wurde hier mit 33 bzw. 67 °C schon deutlich wärmer. Die Referenz lag in dieser Disziplin genau dazwischen: 33 respektive 62 °C zeigte hier unser Thermometer. 


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Zur Vollversion von The Witcher 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Zur Vollversion von Call of Duty: Modern Warfare 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Zur Vollversion von Battlefield 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Zur Vollversion von Crysis 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Zugegeben: Unsere ersten Overclocking-Versuche mit der GeForce GTX 650 Ti gestalteten sich sehr schwierig. Weder mit der aktuellen Version des MSI Afterburner, noch mit EVGAs Precision-Tools oder dem ASUS GPU Tweak ließen sich unsere Testmuster übertakten. Die Tools konnten lediglich den Speichertakt nach oben treiben - jede andere Einstellung brachte keinen spürbaren Leistungsschub. Mit dem NVIDIA Inspector war kurz vor NDA-Fall noch das passende Tool gefunden, sodass wir unsere drei GeForce-GTX-650-Ti-Karten doch noch bis an ihre Leistungsgrenzen bringen konnten. 

Wir haben folgende Werte erzielt:

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Zwischen der GeForce GTX 650 und der GeForce GTX 660 (Ti) klaffte bislang eine riesige Lücke - sowohl bei der Leistung als auch im Preis. Mit der GeForce GTX 650 Ti hat NVIDIA nun diese Lücke geschlossen. Die neue Grafikkarte positioniert sich leistungsmäßig exakt zwischen den beiden Modellen, wenngleich sie mehr an die GeForce GTX 660 (Ti) herankommt als an ihren eigentlich namensgebenden Bruder. Überhaupt hat die NVIDIA GeForce GTX 650 Ti mehr mit einer GeForce GTX 660 (Ti) gemein als mit einer GeForce GTX 650. Zum Einsatz kommt nämlich die GK106-GPU, welche schon auf den beiden GeForce-660-Karten zum Einsatz kam. Geblieben sind ihr allerdings nur noch vier SMX-Cluster, die mit insgesamt 768 Shadereinheiten bestückt wurden und die auf einen insgesamt 1024 MB großen GDDR5-Videospeicher samt 128-Bit-Interface zurückgreifen können. 

NVIDIA positioniert seine neue "Kepler"-Karte selbst gegen die Radeon HD 7770. Unsere Tests beweisen, dass die Karte ihre Konkurrenz sehr gut in Schach halten kann und dieser eigentlich immer den Rücken zeigt. Vereinzelt kann es die GeForce GTX 650 Ti auch mit einer Radeon HD 7850 aufnehmen - vor allem unsere beiden übertakteten Modelle. In der Rangfolge liegt die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP ein paar Prozentpunkte über der Referenz. Die EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC liegt noch einmal darüber. Da letztere zudem über die doppelte Speichermenge verfügt, setzt sie sich vor allem bei hohen Auflösungen und mit hinzugeschalteten Bildverbesserungsmodi von der ASUS-Karte bzw. von der Referenz ab und rückt den eigentlich schnelleren Karten von NVIDIA und AMD gehörig nahe auf die Pelle. Vor allem The Elder Scrolls V Skyrim V profitierte vom Speicherupgrade. 

Auch bei der maximalen Leistungsaufnahme wird die Verwandtschaft zur GeForce GTX 660-Reihe deutlich - zumindest dann, wann man den Angaben von NVIDIA vertraut. Die kalifornische Grafikschmiede gibt diese nämlich auf bis zu 110 Watt an. Bei der GeForce GTX 650 waren es noch genügsame 64 Watt, bei der GeForce GTX 660 hingegen schon 140 Watt. In der Praxis haben wir bei der GeForce GTX 650 Ti unter Volllast eine Leistungsaufnahme von bis zu 251,3 Watt gemessen. Bei den beiden anderen Vertretern waren es 243,9 bzw. 288,6 Watt. Im normalen 2D-Betrieb zog unser Testmuster 103,9 Watt aus der Steckdose.

Die Lautstärke der GeForce GTX 650 Ti kann sich ebenfalls sehen - oder eher hören - lassen. Denn mit einem Schallpegel von maximal 48,4 dB(A) ermöglichte sie selbst unter Volllast angenehmes Arbeiten. Noch besser hat es die ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP gemacht, die trotz werksseitiger Übertaktung ein deutliches Stück ruhiger agierte. Sie erzeugte eine Geräuschkulisse von bis zu 46,9 dB(A). 

Generell hat NVIDIA beim Kühlsystem der GeForce GTX 650 Ti einen anderen Weg als bislang eingeschlagen und das Radialsystem, das auf den schnelleren GeForce-GTX-600-Karten zum Einsatz kam, gegen ein Axial-System ersetzt. Der Lautstärke hat dies nicht gerade geschadet. Doch auch die Temperaturen können sich sehen lassen. Der 80-mm-Lüfer schaffte es die Referenzkarte auf 33 bzw. 62 °C zu halten. Die beiden anderen Karten wurden hier bis zu 67 °C bzw. 58 °C warm. 

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Sparfüchse und NVIDIA-Fans können bei der GeForce GTX 650 Ti bedenkenlos zuschlagen. Preislich peilt NVIDIA einen Verkaufspreis von etwa 145 Euro an (119 Euro + Ust). Für etwas mehr Geld gibt es allerdings schon eine Radeon HD 7850, die nochmals mehr leistet. Wer zudem eine leise Grafikkarte sucht, ist mit der ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP bestens beraten, die dank der etwas höheren Taktfrequenzen auch nochmals etwas mehr leistet. Wer höhere Temperaturen und ein etwas lauteres Betriebsgeräusch in Kauf nehmen kann, dafür aber mit der doppelten Speichermenge für anspruchsvollere Spielesettings gewappnet sein möchte, greift zur EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC. Die EVGA-Karte soll etwa 165 Euro kosten (140 Euro + Ust). Etwas günstiger ist die Version mit 1024 MB, die dann zusätzlich auch mit Assassins Creed III im Bundle daherkommt. 

Die Testkandidaten der GeForce GTX 650 Ti im Überblick
Modell NVIDIA GeForce GTX 650 Ti ASUS GeForce GTX 650 Ti DirectCU II TOP EVGA GeForce GTX 650 Ti SSC
Straßenpreis ab 115 Euro - -
Homepage www.nvidia.de www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1) GK106 (GK106-220-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt 925 MHz 1033 MHz 1076 MHz 
Speichertakt 1350 MHz 1350 MHz 1350 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1024 MB 1024 MB 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 86,4 GB/Sek. 86,4 GB/Sek. 86,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 768 (1D) 768 (1D) 768 (1D)
Textur Units 64 64 64
ROPs 16 16 16
Pixelfüllrate 14,8 GPixel/Sek. 16,5 GPixel/Sek. 17,2 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire - SLI SLI
Lautstärke
Idle-Modus 37,3 dB(A) 33,9 dB(A) 38,3 dB(A)
Last-Modus 48,4 dB(A) 46,9 dB(A) 49,1 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 103,9 Watt 104,7 Watt 103,5 Watt
Last-Modus 251,3 Watt 255,0 Watt 259,7 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 33 °C 31 °C 33 °C
Last-Modus 62 °C 58 °C 67 °C

Positive Aspekte der NVIDIA GeForce GTX 650 Ti:

Negative Aspekte der NVIDIA GeForce GTX 650 Ti: