Test: Zwei übertaktete GeForce GTX 660-Karten von EVGA und KFA²

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2xgtx66ocWenige Tage nach dem Start der GeForce GTX 660 erreichten uns die ersten Ableger der NVIDIA-Boardpartner. Zwei davon wollen wir in diesem Artikel gegeneinander antreten lassen und stellen die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked sowie die KFA² GeForce GTX 660 EX OC gegen die AMD-Konkurrenz. Beide Modelle machen mit höheren Taktraten auf sich aufmerksam. Im Falle des KFA²-Modells kommt zudem ein eigenes Kühlsystem zum Einsatz – die EVGA-Karte begnügt sich hier, wie für den Hersteller üblich, leider nur mit dem Referenzkühler. Wir haben den beiden GeForce-GTX-660-Grafikkarten auf den nachfolgenden Seiten kräftig auf den Zahn gefühlt.

Auf die GeForce GTX 660 Ti (Zum Test) ließ NVIDIA nur wenige Tage später zwei weitere „Kepler“-Grafikkarten folgen: Die GeForce GTX 660 und GeForce GTX 650 erblickten offiziell das Licht der Welt. Knapp zwei Wochen nach dem Start der beiden Grafikkarten haben wir zwei Boardpartner-Karten zu uns in die Redaktion gerufen und sie gegen die Referenz und AMD-Konkurrenz antreten lassen. Während die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked mit dem Referenzkühler vorliebnehmen muss, setzt KFA² bei seiner EX OC-Version auf eine Eigenlösung, die mit zahlreichen Aluminiumfinnen, dicken Heatpipes und zwei Lüftern ausgestattet ist und sich in Sachen Kühleffizienz und Lautstärke vom restlichen Testfeld absetzen soll. Beiden Modellen gemein sind höhere Taktraten ab Werk. Während NVIDIA Frequenzen von mindestens 980 bzw. 1502 MHz für Chip und Speicher vorsieht, arbeitet die KFA²-Lösung mit 1006/1502 MHz etwas schneller. Die EVGA-Variante ist sogar mit 1046/1502 MHz unterwegs und sollte so das Feld aller bisher getesteten GeForce-GTX-660-Karten anführen. Ob die beiden Grafikkarten einen näheren Blick in der Kaufentscheidung eines neuen 3D-Beschleunigers der 200-Euro-Klasse wert sind, wollen wir in diesem Artikel klären. Wir haben die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked und die KFA² GeForce GTX 660 EX OC ausgiebig auf den Prüfstand gestellt.

Bevor wir die beiden Testkandidaten durch unseren breit angelegten Benchmark-Parcours jagen werden, wollen wir noch einen näheren Blick auf die Architektur des Grafikprozessors werfen. Wie alle aktuellen Grafikkarten von NVIDIA setzt auch die GeForce GTX 660 auf die „Kepler“-Architektur, die man Anfang März mit der GeForce GTX 680 offiziell vom Stapel ließ. Diese läuft bereits im 28-nm-Prozess bei TSMC vom Band und muss rund 2,54 Milliarden Transistoren unterhalten. Im Vergleich zum aktuellen Flaggschiff wurde die GK106-GPU der GeForce GTX 660 allerdings kräftig beschnitten. Kamen im Vollausbau noch zwei GPCs mit acht SMX-Clustern zum Einsatz, hat NVIDIA fast einen ganzen Graphics Multiprozessor gestrichen. Übrig geblieben sind fünf SMX-Einheiten. Diese organisieren sich allerdings weiterhin in jeweils 192 Shadereinheiten und stellen je 16 Textureinheiten zur Verfügung. Insgesamt bringt es die bislang kleinste GK106-GPU damit auf 960 Rechenwerke und 80 TMUs. Beim Speicherinterface hat NVIDIA ebenfalls einen Gang heruntergefahren und einen 64-Bit-Controller dem Rotstift zum Opfer fallen lassen. Das Interface wirft nur noch eine Breite von 192 Bit in die Waagschale. Auch die ROP-Partitionen wurden gekürzt. Insgesamt stehen noch 24 Rasterendstufen bereit.

Bei den Taktraten fährt NVIDIA auch bei seiner GeForce GTX 660 ein gewohnt hohes Level und schreibt Frequenzen von mindestens 980 respektive 1502 MHz für Chip und Speicher vor. Die beiden Testkandidaten sind hier mit Taktraten von bis zu 1046/1502 MHz  etwas schneller unterwegs.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

GeForce GTX 660-Modelle im Überblick
Modell NVIDIA GeForce GTX 660 EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked KFA² GeForce GTX 660 EX OC
Straßenpreis ab 190 Euro ab 200 Euro ab 215 Euro
Homepage www.nvidia.de www.evga.com www.kfa2.com
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-400-A1) GK106 (GK106-400-A1) GK106 (GK106-400-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt 980 MHz (Boost: 1033 MHz) 1046 MHz (Boost: 1111 MHz) 1006 MHz (Boost: 1072 MHz)
Speichertakt 1502 MHz 1502 MHz 1502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2048 MB 2048 MB 2048 MB
Speicherinterface 192 Bit 192 Bit 192 Bit
Speicherbandbreite 144,2 GB/Sek. 144,2 GB/Sek. 144,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 960 (1D) 960 (1D) 960 (1D)
Textur Units 80 80 80
ROPs 24 24 24
Pixelfüllrate 23,5 GPixel/Sek. 25,1 GPixel/Sek. 24,1 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI SLI SLI

Beide Testprobanden sollten sich aufgrund der höheren Frequenzen leistungsmäßig von der Konkurrenz und der Referenz absetzen können. Im Falle der KFA²-Karte sind wir zudem auf die Leistung des Kühlsystems gespannt. Werfen wir zunächst einen Blick auf die KFA² GeForce GTX 660 EX OC und EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked.


EVGA wechselt selten das Kühlsystem. Auch bei der GeForce GTX 660 SuperClocked greift man auf den bereits bekannten NVIDIA-Kühler zurück. Dafür erhält der Käufer deutlich höhere Taktraten. Während sich die NVIDIA-Vorlage mit 980 MHz zufriedengeben muss, arbeitet die SuperClocked-Version von EVGA mit einem Chiptakt von 1046 MHz ein gutes Stück schneller. Der 2048 MB große GDDR5-Videospeicher, der wie gewohnt über einen 192 Bit breiten Datenbus angebunden ist, muss sich strikt an die Vorgaben der Kalifornier halten und somit mit 1502 MHz arbeiten.

evga

Aufgrund des höheren Taktes erhöht sich die Pixelfüllrate der EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked auf 25,1 Gigapixel pro Sekunde. Der Speicher schaufelt weiterhin bis zu 144,2 GB/Sek. an Daten heran.

Äußerlich hat sich zur Referenz nicht viel getan. Lediglich eigene Aufkleber lassen erkennen, dass es sich um eine Grafikkarte aus dem Hause EVGA handelt. Unter dem Dual-Slot-Kühler verrichtet dafür eine beschleunigte GK106-GPU ihre Dienste. 

Der Kühler selbst besitzt zahlreiche Aluminiumfinnen, zwei Kupfer-Heatpipes und wird von einem 65-mm-Radiallüfter angetrieben.

Auch auf der Rückseite sind keinerlei Unterschiede zur Referenz ausfindig zu machen. Die Karte misst knapp 18 cm in ihrer Länge, wobei ein gutes Drittel davon das Kühlsystem für sich beansprucht. 

Um die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked mit ausreichend Strom versorgen zu können, muss ein zusätzlicher 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker an die Grafikkarte angeschlossen werden. Damit könnte der Testkandidat theoretisch bis zu 150 Watt aus dem Netzteil ziehen. Die maximale Leistungsaufnahme beziffert NVIDIA auf 140 Watt.


Auf der Dual-Slot-Blende finden sich die üblichen Anschlüsse wieder. Hier sind zwei DVI-Ports, ein HDMI-Port und ein zusätzlicher DisplayPort-Anschluss verbaut.

Wer mit der Leistung der EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked nicht mehr zufrieden ist, kann später einen gleichwertigen 3D-Beschleuniger einfach hinzustecken. Dank SLI-Unterstützung lassen sich zwei Grafikkarten im Multi-GPU-Betrieb kombinieren. 

Beim Lieferumfang zeigt sich EVGA eher zurückhaltend und liefert neben dem Quick-Start-Guide und der Treiber-CD lediglich noch ein Gehäuse-Badge und alle nötigen Adapter mit. 


Befreit man die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked von ihrem Kühlsystem, so kommt ein Standard-PCB zum Vorschein. 

Dieses verfügt über eine 5-phasige Spannungsversorgung. Die GPU nimmt eine Fläche von knapp 220 mm² ein.

Der Kühler beschränkt sich auf eine große Aluminiumplatte mit zahlreichen Kühlfinnen. Um den endgültigen Abtransport der heißen Abwärme kümmert sich zum Schluss ein 65-mm-Radiallüfter. Dieser befördert die heiße Abwärme gleich nach draußen.


Einen etwas anderen Weg hat KFA² bei seiner GeForce GTX 660 EX OC eingeschlagen, deren großer Bruder sich bereits in unserem XXL-Test gegen sechs weitere Vertreter durchsetzen konnte. Im Gegensatz zum EVGA-Modell setzt KFA² auf ein eigenes Kühlsystem und ein deutlich längeres PCB. Ersteres kann mit zwei Axiallüftern und dicken Heatpipes auf sich aufmerksam machen. Doch auch unter der Haube hat sich etwas getan. Zwar lässt KFA² den 2048 MB großen GDDR5-Videospeicher ebenfalls unangetastet bei 1502 MHz, doch rechnet die GPU mit einem Takt von 1006 MHz leicht schneller als die Referenz, die mit 980 MHz agiert, muss sich allerdings der eben vorgestellten EVGA-Karte geschlagen geben. Wie sich das auf die Leistung auswirkt und wie sich das hauseigene Kühlsystem schlägt, erfährt man nur wenige Seiten weiter. 

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Aufgrund der höheren Taktraten fällt zumindest die Pixelfüllrate höher aus, als wir es bislang von einer GeForce GTX 660 gewohnt waren. Diese beläuft sich nun auf 24,1 Gigapixel in der Sekunde. Der Speicher muss sich hingegen mit seinen Standard-Taktraten von 1502 MHz begnügen und bringt es somit auf eine Speicherbandbreite von 144,2 GB/Sek. 

Optisch hat die KFA² GeForce GTX 660 EX OC viel mit ihrem großen Ti-Vertreter, welchen wir erst vor ein paar Tagen ausgiebig auf den Prüfstand stellten, gemein, denn auch die abgespeckte Version versucht mit einem blauen PCB, höheren Taktraten und einem eigenen Dual-Fan-Kühlsystem die Blicke interessierter Käufer auf sich zu ziehen. 

Den Referenzkühler tauschte KFA² gegen ein eigenes Modell aus. Dieses setzt auf zahlreiche Aluminiumfinnen, drei dicke Kupfer-Heatpipes und zwei mittig angebrachte Axiallüfter mit einem Durchmesser von jeweils 80 mm. 

Die Platine ist deutlich länger als die der Referenz und das obwohl das Kühlsystem kein gutes Drittel davon für sich beansprucht, wie es beim Referenzlayout der Fall ist.

Wie schon die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked verlangt auch die KFA² GeForce GTX 660 EX OC nach einem zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker. Die maximale Leistungsaufnahme dürfte allerdings wegen der höheren Taktraten nur etwas über der 140-Watt-Marke, die NVIDIA angibt, liegen. 


Auf der Dual-Slot-Blende finden sich zwei DVI-Ports und jeweils ein HDMI- bzw. DisplayPort-Anschluss wieder. 

SLI-Support ist ebenfalls gegeben. Zwei gleichwertige Grafikkarten lassen sich damit im Multi-GPU-Betrieb miteinander kombinieren - sofern man ein entsprechendes Mainboard sein Eigen nennt, versteht sich.

Beim Lieferumfang beschränkt sich KFA² allerdings nur auf das Wesentliche. Neben einer Treiber-CD und einem Quick-Start-Guide finden sich lediglich noch zwei Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte und für die DVI-Ports im Karton. 


Nehmen wir nun den Kühler von unserem Testmuster herunter. Zum Vorschein kommt ein komplett eigendesigntes PCB.

Statt der fünf Phasen der GeForce GTX 660 sind es sechs geworden. 

Der Kühler der KFA² GeForce GTX 660 EX OC versucht die Grafikkarte mit seinen zahlreichen Aluminiumfinnen, den drei bis zu 6 mm dicken Kupfer-Heatpipes und den beiden 80-mm-Lüftern angenehm leise auf Temperatur zu halten. Ob das gelingt, erfährt man nur wenige Seiten weiter.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 295.73 WHQL
AMD Catalyst 12.3 Preview

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

Rage (OpenGL):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

The Witcher 2 (DX9):

Metro 2033 (DX11):


Im Zuge der Umstellung unserer Testsysteme haben wir auch die Messwerte für Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke geändert. Ab sofort messen wir die maximalen Temperaturen und die Lautstärke sowie die maximale Leistungsaufnahme unter Crysis 2 bei 1920 x 1080 Bildpunkten und mit hinzugeschaltetem AF/AA. Die restlichen drei Messwerte entstehen zehn Minuten nach Systemstart. Die Lautstärke messen wir jeweils aus 30 cm Entfernung.

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Beide Testprobanden sind im normalen Windows-Betrieb angenehm leise. Während die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked hier einen Schallpegel von 39,2 dB(A) erreicht, sind es bei der KFA² GeForce GTX 660 EX OC mit 38,6 dB(A) etwas weniger. Unter Last drehen die Lüfter beider Karten allerdings weiter auf. Im Falle der KFA²-Karte bis 47,6 dB(A), im Falle des EVGA-Vertreters sogar 49,9 dB(A). Insgesamt blieben unsere zwei Testkandidaten damit leiser als eine GeForce GTX 560 Ti, GeForce GTX 660 Ti oder Radeon HD 6870. 

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Größere Unterschiede zeigen sich bei der Leistungsaufnahme und das sowohl im 2D- als auch im 3D-Betrieb. Aufgrund des doch deutlichen Taktplus genehmigt sich die EVGA-Karte in dieser Disziplin deutlich mehr als ihr heutiger Gegner. Unter Last standen sich hier 305,1 und 291,3 Watt gegenüber (gemessen am Gesamtsystem). Damit setzten sich allerdings beide Modelle vor eine GeForce GTX 660 Ti oder Radeon HD 7850. Im Leerlauf fiel der Unterschied nicht mehr ganz so groß aus. Hier mussten wir unseren Testkandidaten 106 bzw. 102,3 Watt attestieren. 

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Bei den Temperaturen spielt vor allem der Kühler der  KFA² GeForce GTX 660 EX OC seine Muskeln aus und schafft es, selbst unter Volllast die kleine 28-nm-GPU unter der 65-°C-Marke zu halten. Mit 61 °C blieb man  doch ein gutes Stück von ihr entfernt. Die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked wurde hier schon bis zu 78 °C warm. Im Leerlauf dümpelten hingegen beide Modelle bei angenehmen 38 bzw. 29 °C vor sich her. Vor allem die Leistung des KFA²-Kühlers kann sich wieder einmal mehr sehen lassen!


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Wir wären nicht Hardwareluxx, wenn wir nicht trotz der werksseitigen Übertaktung weiter an den Reglern für Chip und Speicher drehen würden. Hierfür stellten wir die Spannung beider Karten auf das Maximum und setzten das Power Target ebenfalls auf Anschlag. Nach zahlreichen Stabilitäts- und Leistungstests konnten wir schließlich die höchstmöglichen Frequenzen unserer beiden Testkandidaten ermitteln. Trotz der etwas schlechteren Ausgangssituation (Kühlsystem, stärkeres OC ab Werk) ließ sich die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked besser übertakten.

Wir haben folgende Ergebnisse erreicht: 

 

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Die GeForce GTX 660 versucht es mit AMDs Radeon HD 7870 und Radeon HD 7850 aufzunehmen. Während es beide Vertreter mit dem namentlich langsameren AMD-Gegner noch ganz gut aufnehmen können, haben sie es gegen die Radeon HD 7870 in vielen Benchmarks schon deutlich schwerer und das obwohl beide Modelle mit höheren Taktraten ausgestattet sind. Die Rangfolge zwischen der EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked und KFA² GeForce GTX 660 EX OC ist klar: Die 1046 MHz der EVGA-Karte katapultieren den Ableger in jedem Benchmark vor die KFA²-Konkurrenz, die sich mit 1006 MHz begnügen muss. Beim Speicher setzen beide Hersteller auf das Klassenübliche und verbauen jeweils 2048 MB Speicher, der sich zudem mit den standardmäßigen 1502 MHz ans Werk machen muss. EVGA und KFA² halten sich hier strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede.

In Sachen Kühlleistung und Lautstärke hat die SuperClocked-Version von EVGA das Nachsehen. Wie für EVGA typisch greift man hier lediglich auf den Referenzkühler zurück und nimmt so doch höhere Temperaturen und ein etwas lauteres Betriebsgeräusch in Kauf. Wir mussten eine Chiptemperatur von bis zu 78 °C und eine Geräuschkulisse von immerhin knapp unterhalb der 50-dB(A)-Marke messen. 49,9 dB(A) sind es gewesen. KFA² geht hier andere Wege und vertraut auf ein aufwendiges Dual-Slot-System, das mit drei Heatpipes und zwei 80-mm-Lüftern ausgestattet ist. Die Temperatur fällt somit auf Rekord-Werte - im positiven Sinne natürlich. Gerade einmal 61 °C haben wir unter Volllast gemessen. Auch die Lautstärke bleibt mit maximal 47,6 dB(A) deutlich hinter der Konkurrenz zurück. 

Bei der Leistungsaufnahme genehmigen sich beide Modelle mehr als die eigentlich schnellere GeForce GTX 660 Ti oder ihr direkter Gegner, die Radeon HD 7870/7850. Dies ist den höheren Taktraten beider Grafikkarten geschuldet. Die 1046 MHz der EVGA-Karte machen sich hier besonders bemerkbar. Unter Last mussten wir zusammen mit den restlichen Komponenten unseres Testsystems bis zu 305,1 Watt messen. Bei der KFA²-Karte zeichnete sich Ähnliches ab: 291,3 Watt waren es hier, was aufgrund der geringeren Chipfrequenz von 1006 MHz aber nicht verwunderlich ist. Beim Overclocking-Potential schnitt der EVGA-Proband besser ab und das obwohl die Voraussetzungen (Kühlsystem und Temperaur-Entwicklung) schlechter waren. Wir konnten die EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked selbst mit 1122 bzw. 1618 MHz noch fehlerfrei durch unseren Benchmark-Parcours jagen. Die KFA² GeForce GTX 660 EX OC machte leider schon bei 1047 respektive 1618 MHz schlapp und konnte damit die EVGA-Karte mit Standard-Takt nur sehr knapp überholen. 

Beim Lieferumfang halten sich beide Hersteller sehr zurück. Gerade einmal der obligatorische Quick-Start-Guide, die Treiber-CD und alle nötigen Adapter lagen unseren Testkandidaten bei. EVGA gab immerhin noch ein Gehäuse-Badge mit obendrauf. 

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Preislich mussten zu Redaktionsschluss 200 bzw. 215 Euro eingeplant werden, wobei die KFA²-Karte hier die teurere Karte war. Wer wenig Wert auf Lautstärke und Temperatur legt und nicht mehr als 200 Euro ausgeben möchte, der ist bei der EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked sehr gut aufgehoben. Wer hingegen sein Augenmerk auf eine gute Geräuschkulisse sowie niedrige Temperaturen legt und auf eine hohe Übertaktung verzichten kann, sollte den Aufpreis von 15 Euro nicht scheuen.

Nachfolgend alle Messergebnisse aller Testkandidaten im Überblick:

GeForce GTX 660 Modelle im Überblick
Modell EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked KFA² GeForce GTX 660 EX OC
Straßenpreis ab 200 Euro ab 215 Euro
Homepage www.evga.com www.kfa2.com
Technische Daten
GPU GK106 (GK106-400-A1) GK106 (GK106-400-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 2,54 Milliarden 2,54 Milliarden
GPU-Takt 1046 MHz (Boost: 1111 MHz) 1006 MHz (Boost: 1072 MHz)
Speichertakt 1502 MHz 1502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2048 MB 2048 MB
Speicherinterface 192 Bit 192 Bit
Speicherbandbreite 144,2 GB/Sek. 144,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1
Shadereinheiten 960 (1D) 960 (1D)
Textur Units 80 80
ROPs 24 24
Pixelfüllrate 25,1 GPixel/Sek. 24,1 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI SLI
Lautstärke
Idle-Modus 39,2 dB(A) 38,6 dB(A)
Last-Modus 49,9 dB(A) 47,6 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 106,0 Watt 102,3 Watt
Last-Modus 305,1 Watt 291,3 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 38 °C 29 °C
Last-Modus 78 °C 61 °C

 Sowohl die EVGA GeForce GTX 660 Ti SuperClocked wie auch die KFA² GeForce GTX 660 EX OC leisten gute Dienste. Die große Überraschung blieb allerdings leider aus. 

Positive Aspekte der EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked:

  • Für aktuelle Spieletitel ausreichend schnell
  • Hohe Taktraten schon ab Werk
  • Gutes Overclocking-Potential

Negative Aspekte der EVGA GeForce GTX 660 SuperClocked:

  • Hohe Temperaturen
  • Spartanischer Lieferumfang

Positive Aspekte der KFA² GeForce GTX 660 EX OC:

  • Sehr leise
  • Gute Kühleffizienz
  • Für aktuelle Spieletitel ausreichend schnell

Negative Aspekte der KFA²GeForce GTX 660 EX OC:

  • Geringer Lieferumfang
  • Schlechtes Overclocking-Potential