Test: PowerColor Devil 13 HD7990

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hd7990-logoMit der AMD Radeon HD 7970 kündigte AMD auch ein Projekt namens "New Zealand" an, bei dem es sich um eine Grafikkarte mit zwei Tahiti-GPUs handelt - der Radeon HD 7990. Nun sind seit diesem Zeitpunkt rund acht Monate vergangen und von einem "Coming Soon" kann schon lange nicht mehr die Rede sein. Einigen Herstellern ist diese Wartezeit nun offenbar zu lange geworden und sie haben sich dazu entschieden, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Einer dieser Hersteller ist PowerColor, die auf der Computex das erste mal die Devil 13 HD7990 präsentierten. Nun ist das finale Produkt verfügbar - die Devil 13 hat das Ziel, die derzeit schnellste Grafikkarte der Welt zu sein.

Auf der Computex war es noch keinem Hersteller gestattet, den Namen "HD 7990" für eine solche Grafikkarte zu verwenden. Auch HIS zeigte eine Karte auf Basis zweier Tahiti-GPUs, jedoch unter dem Namen Radeon HD 7970 X2. Ein ähnliches Namensschema plante auch PowerColor, letztendlich verwendet man doch den eigentlich für die AMD-Version reservierten Namen. Auf Nachfrage wollte AMD uns gegenüber keinen Kommentar hierzu geben.

Bei der PowerColor Devil 13 HD7990 handelt es sich um eine Limited Edition, die Karte soll also nur in begrenzten Stückzahlen produziert werden. Bei einem Preis von 999 Euro dürfte die Käuferschicht auch extrem schmal sein, so dass eine Limitierung alleine schon durch diesen Umstand erreicht wird.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Modell NVIDIA GeForce GTX 690 AMD Radeon HD 7970 PowerColor Devil 13 HD7990
Straßenpreis ab 915 Euro ab 360 Euro ab 999 Euro
Homepage www.nvidia.de www.amd.de www.powercolor.com
Technische Daten
GPU 2x GK104 (GK104-355-A2) Tahiti XT 2x Tahiti XT
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2x 3,54 Milliarden 4,3 Milliarden 2x 4,3 Milliarden
GPU-Takt 915 MHz (Boost: 1019 MHz) 925 MHz 925 MHz (OC: 1000 MHz)
Speichertakt 1502 MHz 1375 MHz 1375 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2x 2048 MB 3072 MB 2x 3072 MB
Speicherinterface 2x 256 Bit 384 Bit 2x 384 Bit
Speicherbandbreite 192,2 GB/Sek. 264 GB/Sek. 264 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 2 1536 (1D) 2048 (1D) 2x 2048 (1D)
Textur Units 2x 128 128 2x 128
ROPs 2x 32 32 2x 32
Pixelfüllrate 2x 29,3 GPixel/Sek. 29,6 GPixel/Sek. 2x 29,6 GPixel/Sek. (OC: 32 GPixel/Sek.)
TDP 300 Watt 250 Watt 500 Watt
SLI/CrossFire SLI CrossFireX CrossFireX

Das Verfahren, eine Dual-GPU-Grafikkarte zu bauen, ist immer wieder das Gleiche. Eine ausreichend schnelle (meist das leicht abgespeckte) High-End-GPU-Modell wird ausgewählt und gemeinsam mit einem Bridge-Chip auf ein PCB gepackt. Im Falle der GeForce GTX 690 reduzierte NVIDIA etwas die Taktraten der auf der GeForce GTX 680 verwendeten GPUs, um innerhalb der ATX-Spezifikationen zu bleiben. Für die offizielle Radeon HD 7990 wurde ein ähnliches Vorgehen erwartet. PowerColor musste bei der Devil 13 HD7990 auf keinerlei solcher Einschränkungen achten und lässt die beiden Tahiti-XT-GPUs daher im Standard-Modus mit den vollen Taktraten der Radeon HD 7970 arbeiten. Somit kommen wir hier auf einen GPU-Takt von 925 MHz. Über einen BIOS-Switch kann der GPU-Takt auf 1000 MHz erhöht werden.

Zu jeder GPU gehören auch 3072 MB GDDR5-Speicher, die mit 1375 MHz arbeiten. PowerColor belässt den Speicher auch bei diesem Takt. Die weiteren technischen Daten sind identisch zur Radeon HD 7970 bzw. müssen in diesem Falle einfach verdoppelt werden. Für die maximale Leistungsaufnahme nehmen wir bei einer Verdopplung zur Radeon HD 7970 einmal einen Wert von 500 Watt an. PowerColor macht dazu keine offiziellen Angaben.

Auf der Computex sprach PowerColor noch davon, eventuell auf die damals bereits vermutete GHz Edition der Radeon HD 7970 zu wechseln. Letztendlich ist es aber bei Tahiti XT geblieben. HIS verwendet bei seiner Radeon HD 7970 X2 die Tahiti-XT2-GPU mit 1000 MHz GPU-Takt plus Boost. PowerColor kommt über das OC-BIOS aber ebenfalls auf diesen Basis-Wert.

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Mit dem Standard-BIOS kommt die PowerColor Devil 13 HD7990 auf einen GPU-Takt von 925 MHz. GPU-Z erkennt die beiden GPUs problemlos als CrossFire-System.

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Das zweite BIOS erhöht den GPU-Takt auf 1000 MHz, am Speicher-Takt ändert sich nichts.

Auf den folgenden Seiten wollen wir uns die Devil 13 HD7990 etwas genauer anschauen.


Beginnen wollen wir mit der Verpackung sowie dem Lieferumfang:

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Eine Karte wie die Devil 13 HD7990 besitzt eine gewisse Exlusivität, die sich auch in der Verpackung und dem Lieferumfang ausdrücken sollen. Aus diesem Grund hat sich PowerColor in beiden Bereichen für einige Besonderheiten entschieden.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

So befindet sich neben der Grafikkarte auch noch zahlreiches Zubehör in der Verpackung. Dazu gehören z.B. der PowerJack, der dazu dient die Karte auf dem Gehäuseboden abzustützen. Er kann auf maximal 235 mm ausgefahren werden und wird unter die Grafikkarte geklemmt. Eine weitere Besonderheit ist ein Schraubendreher-Set aus dem Hause Wiha, in dem sich von Kreuz-Schlitz bis hin zu einigen Torx-Größen alle wichtigen Werkzeuge befinden.

Weiterhin im Lieferumfang sind:


Nun aber zur Karte selbst:

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Der erste Blick auf die Devil 13 HD7990 offenbart bereits, dass es sich hierbei nicht mehr um eine Standard-Grafikkarte, selbst nicht mehr um eine Karte unter den High-End-Modellen, handelt. Mit Maßen von 315 x 140 x 60 mm entspricht sie auch nicht mehr den ATX-Spezifikationen. Gerade bei kompakteren Gehäuse mit Festplatten-Käfigen muss daher darauf geachtet werden, dass die Karte auch noch in das Gehäuse passt.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Die Rückseite des PCBs der Devil 13 HD7990 ist komplett mit einer Backplate abgedeckt. Einige kleinere Bereiche hat PowerColor ausgespart, auf diese gehen wir später noch genauer ein.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Insgesamt verrichten drei Lüfter auf der PowerColor Devil 13 HD7990 ihren Dienst. Die äußeren beiden besitzen dabei einen Durchmesser von 90 mm, während der Innere auf 75 mm kommt.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Drei 8-Pin-PCI-Express-Stromanschlüsse befinden sich auf der Karte. Zusammen mit dem PCI-Express-Slot ist die Karte also in der Lage theoretisch bis zu 525 Watt aufzunehmen.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Auch ein Anschluss für die CrossFire-Bridge ist vorhanden. Zwei solcher Karten in einem CrossFireX dürfte man aber nicht allzu oft zu Gesicht bekommen. Problematisch könnte ein solches System auch werden, da der Kühler mit einer Bauhöhe von drei Slots nicht auf jedem Mainboard eine CrossFire-Konfiguration zulässt.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Hinter der Aussparung auf der Backplate verbergen sich einige LEDs, die Auskunft über die Belastung der Spannungsphasen geben. Insgesamt kommen auf der PowerColor Devil 13 HD7990 16 Spannungsphasen zum Einsatz.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Auf der Slotblende befinden sich die Display-Anschlüsse. Auch wenn durch die beiden GPUs bis zu 12 Displays anzusteuern wären, hat sich PowerColor für 2x Dual-Link-DVI (DVI-I und DVI-D), 2x Mini-DisplayPort und 1x HDMI entschieden. Der rote Knopf dient als BIOS-Switch und leuchtet auch, wenn das OC-BIOS ausgewählt wurde.


Die PowerColor Devil 13 HD7990 im laufenden Betrieb:

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Jeweils zwei Spannungsphasen sind für die jeweils 3072 MB GDDR5-Speicher verantwortlich. Über LEDs am Kopf der Karte wird der Nutzer über die Auslastung informiert.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Die Anzeige für die jeweils sechs Spannungsphasen der GPUs befindet sich am hinteren Ende des PCBs. Auch hier zeigen weiße LEDs, ob die Phasen belastet werden ohne nicht. Im Grunde genommen sagt dies jedoch nicht viel aus und ist eher ein schicker Effekt der Karte.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Der massive Kühler ist mit acht Schrauben rückseitig direkt bei den GPUs befestigt. Wird er entfernt, wird der Blick auf das PCB frei. Hier sind dann sehr schön die beiden GPUs, der Bridge-Chip und die Strom- und Spannungsversorgung zu erkennen. Etwas improvisiert wirkt die Schaltung bzw. Verdrahtung des BIOS-Switches.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Auf der GPU selbst befindet sich keinerlei Beschriftung, dafür aber am Housing. Daraus wird ersichtlich, dass es sich um Tahiti-XT-GPUs handelt. Jeweils sechs Speicherchips mit jeweils 256 MB befinden sich auf der Vorderseite des PCBs. Pro GPU sind sechs weitere auf der Rückseite des PCBs zu finden. Wie auf fast allen aktuellen High-End-Karten kommen Speicherchips aus dem Hause Hynix zum Einsatz.


Zwei GPUs auf einem PCB verlangen nach einem kompakten PCB-Design.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Am hinteren Ende des PCBs hat PowerColor zehn der 16 Spannungs-Phasen bzw. deren wichtigste Komponenten untergebracht. Verwendet werden hochwertige Bauteile, digitale PWM, Super Cap, UHB- und PowerIRstage-Komponenten. Sie sollen für eine höhere Stabilität, bei geringerem Stromverbrauch, längerer Lebensdauer und niedrigeren Temperaturen sorgen.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Unter einem kleinen passiven Kühler, der von den Lüftern der Grafikkarte mit angeblasen wird, sitzt der PCI-Express-Bridge-Chip. Bei diesem handelt es sich um den PEX 8747 von PLX, der auf allen Dual-CPU-Grafikkarten mit PCI-Express-Interface zum Einsatz kommt. Er stellt die Verbindung zwischen beiden GPUs mit jeweils 16 PCI-Express-Lanes her und führt diese im PCI-Express-Interface zum Mainboard mit weiteren 16 Lanes zusammen.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Auf beiden GPUs sitzt eine massive Bodenplatte aus Kupfer. Jeweils fünf Heatpipes führen die Abwärme in die beiden Heatsinks. Die Speicherchips müssen ohne jegliche Kühlung auskommen.

PowerColor Devil 13 HD7990
PowerColor Devil 13 HD7990

Hier noch einmal ein detaillierter Blick auf die Bodenplatte und die daraus herausgeführten Heatpipes.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1502 MHz, 4096 MB)
NVIDIA GeForce GTX 680 (1006/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1050/1050/1500 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 306.02 Beta
AMD Catalyst 12.8

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

Rage (OpenGL):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

The Witcher 2 (DX9):

Metro 2033 (DX11):


Die Messungen beginnen wir wie immer mit dem Stromverbrauch.

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Mit der Radeon-HD-7900-Serie sowie den GeForce-GTX-600-Modellen haben sowohl AMD wie auch NVIDIA den Idle-Verbrauch deutlich drücken können. Davon profitieren auch die Multi-GPU-Systeme. Sie liegen nur rund zehn Watt über den Single-GPU-Varianten. Gegenüber einem CrossFire-System bestehend aus zwei Radeon HD 7970 spart man sich mit der Devil 13 HD7990 aber kaum etwas. Zwischen dem normalen und dem OC-BIOS sind auch keinerlei Unterschiede vorhanden, da die beiden GPUs hier mit den gleichen Spannungen und Takt arbeiten.

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Das Bild verändert sich unter Last deutlich. Der Verbrauch liegt mit dem Standard-BIOS nur marginal über einem klassischen CrossFire-System. Das OC-BIOS legt dann neben dem höheren Takt auch einige Watt beim Verbrauch oben drauf. Sowohl die GeForce GTX 690 als auch zwei GeForce GTX 680 im SLI sind deutlich sparsamer.

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Bei den Idle-Temperaturen liegen wir in einem guten Bereich, der für eine Dual-GPU-Karte üblich ist. Die GeForce GTX 690 ist zwar deutlich kühler, ob die Karte aber nun bei 34 oder 40 °C arbeitet, spielt zunächst einmal keine große Rolle. Wichtig sind das Zusammenspiel mit der Lautstärke sowie die Entwicklung der Temperaturen unter Last.

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Sowohl mit Standard-Takt, als auch im OC-Modus kann die PowerColor Devil 13 HD7990 mit niedrigen Temperaturen von 71 bzw. 72 °C auftrumpfen. Anders als bei vielen SLI- oder CrossFire-Konfigurationen deckt die zweite Grafikkarte nicht den Lüfter der ersten Karte ab, die somit schlechter mit kühler Luft versorgt werden kann.

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Im Idle-Betrieb zeigen sich die drei Lüfter der Devil 13 HD7990 noch sehr entspannt und sorgen für eine Lautstärke von gerade einmal 35,9 dB(A). Damit liegen wir im Mittelfeld des Testfeldes. Die Karte ist leiser als so manches CrossFire- oder SLI-System. Für eine Karte dieser Performance-Klasse sind diese Werte ausgezeichnet.

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Unter Last bestätigt sich dieser positive Eindruck. Während zwei GeForce GTX 690, 680 und 670 oder Radeon HD 7970 deutlich aufdrehen, bleiben die Lüfter der PowerColor Devil 13 HD7990 recht entspannt und das bei schon erwähnten ebenfalls niedrigen Temperaturen. 


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Zur Vollversion von The Witcher 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Bei einer solchen Karte bietet es sich natürlich an die üblichen Benchmarks um einige Sondertests zu erweitern. Diese beschäftigen sich mit Multi-Monitor-Systemen bei einer Auflösung von 5760x1600 Pixel, bei denen die Devil 13 HD7990 ihre Karten erst so richtig ausspielen kann.

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Auch wenn die PowerColor Devil 13 HD7990 bereits ab Werk eine mehr als ausreichende Performance bietet, haben wir uns noch am zusätzlichen Overclocking versucht. PowerColor will mit der optimierten Strom- und Spannungsversorgung die dazu idealen Voraussetzungen geschaffen haben.

Wir erreichten einen GPU-Takt von 1084 MHz, was gegenüber dem OC-BIOS mit 1000 MHz eine Übertaktung von 8,4 Prozent bedeutet. Den Speicher ließen wir mit 1500 MHz arbeiten. Ab diesem Werte war keine Verbesserung der Performance mehr festzustellen.

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Natürlich hat ein Overclocking auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch, die Temperatur und die Laustärke.

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Was AMD zwar angekündigt, aber nicht umgesetzt hat, müssen die Hersteller nun richten. Ob wir überhaupt noch eine offizielle Radeon HD 7990 von AMD sehen werden, wird zunehmend fraglicher. Nicht ohne Grunde haben gleich mehrere Hersteller die Entwicklung einer eigenen Lösung angekündigt. HIS und PowerColor waren an diesem Punkt Vorreiter und mit der Devil 13 HD7990 begutachten wir die erste Umsetzung. Ein Bedarf für solche Karten ist sicherlich vorhanden, auch wenn es sich um die extremste Form der Umsetzung einer Grafikkarte handelt. Mit der GeForce GTX 690 hat NVIDIA einen offiziellen Vertreter dieser Leistungsklasse im Angebot, der mit 915 Euro auch nicht ganz billig ist. AMDs exklusive Partner müssen nun selbst für einen Konkurrenten sorgen.

Die Devil 13 HD7990 von PowerColor liefert, was sie verspricht. Für 1000 Euro bekommt man ein Stück exklusives Hardware, über dessen Wertverlust man sich besser keine Gedanken macht. Der geneigte Käufer sollte auch keine rationelle Rechnung im Vergleich zu zwei Standard-Radeon-HD-7970 aufmachen. Das Ergebnis kann und wird nur lauten: Es ist wirtschaftlicher Unsinn, hier zuzuschlagen! Doch eine Devil 13 HD7990 strahlt einen anderen Reiz aus: Kompromisslose Performance, zusammengefasst in einer Grafikkarte. Auf die Technik-Ebene heruntergebrochen sehen wir hier natürlich nichts anderes wie zwei Radeon HD 7970. Anders als PowerColor hat sich HIS bei seiner Lösung sogar für den Einsatz der GHz Edition in zweifacher Form entschieden. Doch auch mit der Devil 13 HD7990 wird man so schnell an keine Leistungsgrenze stoßen.

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Grenzen werden in ganz anderer Hinsicht erreicht. Bereits vor dem Kauf sollte abgeklärt sein, ob die Karte überhaupt in das Gehäuse passt. Hinzu kommt, dass ein möglichst starkes Netzteil vorhanden sein sollte. Wer 1000 Euro für eine Grafikkarte ausgibt, wird aber sicherlich auch nicht an diesen Hürde scheitern. Hinzu kommt, dass eine möglichst potente CPU der Grafikkarte zuarbeiten sollte. An der technischen Umsetzung gibt es nichts auszusetzen. Die Karte samt Kühler macht einen sehr hochwertigen Eindruck. PowerColor verwendet keine Plastikabdeckungen oder macht an anderer Stelle einen Fehler bei der Materialwahl und Verarbeitungsqualität.

Sehr gut gefallen hat uns auch der Kühler. Die drei Lüfter arbeiten sowohl im Idle- wie auch Last-Betrieb angenehm leise und halten die Temperaturen auf niedrigem Niveau. Alles andere als niedrig ist hingegen der Stromverbrauch. Während es am Idle-Verbrauch nichts auszusetzen gibt, wird unter Last mit unserem Testsystem die 600-Watt-Latte beinahe genommen. AMD hinkt in Sachen Performance pro Watt der Konkurrenz aus dem Hause NVIDIA etwas hinterher und das bekommt auch die Devil 13 HD7990 zu spüren. In den Benchmarks liefert sich die Devil 13 HD7990 mit der GeForce GTX 690 ein Kopf an Kopf Rennen - mal ist die eine vorne, mal die andere.

NVIDIA hat bei seinen aktuellen Treibern großen Wert auf die Minderung der sogenannten Mikro-Ruckler gelegt. Im Zusammenspiel mit der GeForce GTX 690 hat man dann auch noch bewiesen, dass die praktische Umsetzung dieser Zielsetzung funktioniert. Anders sieht dies bei AMD aus und daran kann auch PowerColor mit der Devil 13 HD7990 nicht viel ändern. Gerade wenn wir in Frame-Bereiche von 30 Bildern pro Sekunde geraten, werden die Mikro-Ruckler spürbar. Dies war auch schon beim CrossFire-System bestehend aus zwei Radeon HD 7970 so. Abhilfe schafft nur eine Wahl der Settings mit ausreichend Bildern pro Sekunde plus der Einsatz eines Frame-Limiters.

Eine Vernunft-Entscheidung ist die PowerColor Devil 13 HD7990 sicherlich nicht. Wer das nötige Kleingeld übrig hat und Gefallen an technisch anspruchsvollen Realisierungen findet, sollte sich die Karte allerdings genauer anschauen. In unserem Preisvergleich ist die Devil 13 HD7990 ab 999 Euro zu finden.

Positive Aspekte der PowerColor Devil 13 HD7990:

Negative Aspekte der PowerColor Devil 13 HD7990:

Technik Award PowerColor

Aufgrund der guten Performance und des Mutes ein solches Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, verleihen wir der PowerColor Devil 13 HD7990 den Technik Award.