Test: Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

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sapphire-6970ghz-logoMit der Radeon HD 7970 GHz Edition hat AMD die GeForce GTX 680 von NVIDIA in Sachen Performance unter Druck gesetzt, auch wenn NVIDIAs Single-GPU-Version die effizientere Grafikkarte bleibt. Dass die Radeon HD 7970 beim Takt noch nicht ihr Maximum erreicht hat, zeigte sich bereits kurz nach dem Launch Anfang des Jahres. Über eine mögliche GHz Edition wurde lange spekuliert, bis AMD sie in der zweiten Monatshälfte des Juni vorstellte (Hardwareluxx-Artikel). Auch die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition zeigte sich schon recht früh der Öffentlichkeit, ein offizieller Release wollte aber nicht erfolgen. Zum Schluss hat Sapphire nur noch auf die GHz Edition gewartet und kann nun das finale Produkt präsentieren. Wir haben uns das Modell mit satten 6 GB Grafikspeicher einmal genauer angeschaut.

Die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition ist in unserem Preisvergleich bereits ab 620 Euro zu finden. Von zahlreichen weiteren Modellen der Radeon HD 7970 GHz Edition fehlt allerdings noch jede Spur. Diese sollen laut AMD in den kommenden Tagen verfügbar sein.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Beginnen wollen wir wie immer mit einem Blick auf die technischen Details in Form einer Tabelle:

AMD Radeon HD 7970 GHz Edition

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Straßenpreis ab 450 Euro ab 620 Euro
Homepage AMD Sapphire
Technische Daten
GPU Tahiti XT2 Tahiti XT2
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 4,3 Milliarden 4,3 Milliarden 
GPU-Takt 1000 MHz (Boost: 1050 MHz) 1000 MHz (Boost: 1050 MHz)
Lethal Boost: 1150 MHz (Boost: 1200 MHz) 
Speichertakt 1500 MHz 1600 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 3072 MB 6144 MB 
Speicherinterface 384 Bit 384 Bit 
Speicherbandbreite 288 GB/Sek. 307,2 GB/Sek. 
DirectX-Version 11.1 11.1 
Shadereinheiten 2048 (1D) 2048 (1D) 
Textur Units 128 128 
ROPs 32 32 
Pixelfüllrate 33,6 Gigapixel 38,4 Gigapixel
Minimale Leistungsaufnahme 2,6 Watt 2,6  Watt 
Maximale Leistungsaufnahme 250 Watt 250 Watt 
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire 

Die Radeon HD 7970 GHz Edition unterscheidet sich in Sachen GPU-Architektur nicht von der "normalen" Radeon HD 7970. AMD gibt Verbesserungen bei der Fertigung in 28 nm an, die dazu führen, dass die GPUs bei weniger Spannung einen höheren Takt erreichen. Letztendlich aber muss für den maximalen Takt unter "PowerTune mit Boost" wieder eine höhere Spannung angelegt werden. AMD erkauft sich das Performance-Plus der GHz Edition also mit einem höheren Verbrauch.

Sapphire nimmt diese Basis und versucht sie durch eine leichte Taktsteigerung weiter zu verbessern. Aber auch hier sollte man die Spannungen im Auge behalten. Erst über die Betätigung des EZ-Buttons wird die Karte von 1000 auf 1150 MHz übertaktet und erreicht per Boost auch die 1200 MHz. Einige Karten auf Basis der Radeon HD 7970 erreichen dies allerdings auch ohne eine GHz Edition zu sein. Die Spannung der "Tahiti XT2"-GPU liegt im Idle-Betrieb bei 0,807 Volt. Bei der Radeon HD 7970 sind es 0,85 Volt, auf der Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition 0,811 Volt. Unter Last steigt dann der Takt auf die versprochenen 1200 MHz an - die GPU wird dann in der Referenzversion mit einer Spannung von 1,201-1,221 Volt betrieben. Die "alte" Radeon HD 7970 arbeitet hier mit 1,139 Volt. Die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition kommt auf 1,273 Volt.

Eine Besonderheit ist die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition durch die verbauten 6 GB an GDDR5-Speicher. Dies ist ein Novum, bisher konnte noch keine Consumer-Grafikkarte auf derart viel Speicher zurückgreifen. Ob dies auch in der Praxis eine Rolle spielt, werden wir uns später genauer anschauen. Den Takt hat Sapphire von 1500 auf 1600 MHz angehoben.

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Auf die weiteren technischen Details sowie die Kühlung gehen wir später noch genauer ein. GPU-Z erkennt zunächst einmal alle technischen Daten korrekt und zeigt auch die 6144 MB Grafikspeicher richtig an.


Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition versucht gar nicht erst zu verstecken, was potenziell in ihr steckt. Der massive Kühler mit den beiden dominierenden Lüftern soll keinerlei Zweifel an der Performance der Karte aufkommen lassen. Ob dies auch in den Benchmarks belegbar ist, sehen wir später.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Die Rückseite des PCBs ist teilweise mit einer Backplate bedeckt. Sapphire hat allerdings einige Aussparungen gelassen, da einige SMD-Bauteile eine zu große Bauhöhe haben, bzw. um eine bessere Kühlung zu ermöglichen.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Bereits angesprochen haben wir die beiden Lüfter, die für die nötige Frischluft sorgen sollen. Sie besitzen einen Durchmesser von 90 mm und blasen die Luft direkt auf den Heatsink. Eine konkrete Führung der Luft ist nicht vorhanden, allerdings versucht Sapphire durch ein fast geschlossenes Kühler-Gehäuse zumindest eine grobe Richtung vorzugeben.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Über einige LEDs bei den CrossFire-Anschlüssen gibt Sapphire Auskunft über die Temperaturen der Karte. Leuchten alle LEDs grün, ist alles in Ordnung. Wird beispielsweise des PCB zu warm, wird dies mit einer roten LED angezeigt. Leider verzichtet Sapphire auf eine Beschriftung der LEDs und lässt den Nutzer damit erst einmal im Unklaren über die Funktion bzw. die Details dieser Anzeige.

Über die beiden CrossFire-Anschlüsse können bis zu vier Karten in einem CrossFire-System zusammengefasst werden. Aufgrund der Bauhöhe des Kühlers von 2,5 Slots, dürfte dies allerdings auf den wenigsten Mainboards gelingen.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Mit ausreichend elektrischer Leistung versorgt wird die Karte über zwei 8-Pin-Stromanschlüsse. Diese bringen theoretisch zusätzliche 300 Watt an die Karte. Nimmt man die 75 Watt des PCI-Express-Steckplatzes hinzu, kommen wir also auf maximal 375 Watt.


Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Auf der Slotblende bietet die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition jeweils einmal Dual-Link-DVI-D und DVI-I sowie HDMI. Zweimal Mini-DisplayPort erweitern das Angebot an dieser Stelle. Über große Öffnungen in der Slotblende lässt Sapphire etwas warme Abluft entweichen. Der Großteil verbleibt allerdings im Inneren des PC-Gehäuses.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Einige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung hat Sapphire auf der Rückseite des PCBs platziert. Hier wurden dann auch Öffnungen in der Backplate gelassen und die PWMs mit kleinen passiven Kühlern versehen.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Ohne Kühler offenbart die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition das im Detail überarbeitete PCB. Rings um die GPU sind die Hälfte der 24 Speicherchips zu finden.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Diese stammen aus dem Hause Hynix und hören auf den Namen "H5G02H24AFB". AMD setzt sie auf allen Karten der Radeon-HD-7970-Modellpalette ein, so auch Sapphire bei der Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition. Sie arbeiten mit einem Takt von 1600 MHz. 12 weitere Chips befinden sich auf der Rückseite des PCBs hinter der Backplate.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Auch bei der Strom- und Spannungsversorgung hat sich etwas getan. AMD spezifiziert die Radeon HD 7970 und die GHz Edition mit einer 5+1 phasigen Versorgung. Sapphire bohrt diese auf 16 Phasen auf. Ob sich dies auch im Overclocking-Ergebnis niederschlägt, werden wir uns später genauer anschauen. 


Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Hinter einer kleinen Plastikhaube verbergen sich die Spannungsmesspunkte. Auch hier scheitert Sapphire an einer ausreichenden Dokumentation.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

In direkter Draufsicht und bei den CrossFire-Anschlüssen zu finden ist der EZ-Button, der den Standard-Takt auf 1150 MHz erhöht. Mit "PowerTune mit Boost" sind somit die 1200 MHz möglich.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Aktiv gekühlt werden die GPU und die Speicherchips auf der Vorderseite des PCBs. Die Bodenplatte besteht aus Kupfer - in ihr befindet sich eine Vapor-Chamber, die für zusätzliche Kühlleistung sorgen soll. Einige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung sind bereits mit passiven Kühlern versehen und werden durch die beiden Lüfter angeblasen.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition

Vier Heatpipes sorgen für einen Abtransport der Abwärme in den Heatsink aus Aluminium. Dieser wird von den beiden Lüfter durchblasen und die Karte somit gekühlt.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1502 MHz, 4096 MB)
NVIDIA GeForce GTX 680 (1006/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1050/1050/1500 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 301.33 WHQL
AMD Catalyst 12.7

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, ADATA, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

Rage (OpenGL):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

The Witcher 2 (DX9):

Metro 2033 (DX11):


Beginnen wir mit den Messungen:

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Die AMD Radeon HD 7970 GHz Edition lag in etwa auf Augenhöhe zum Vorgänger und auch im Vergleich zur Konkurrenz in Form der GeForce GTX 680 war kein echter Gewinner oder Verlierer auszumachen. Die ersten Retail-Modelle der Radeon HD 7970 verbrauchten teilweise etwas weniger als die Referenzversion - anders das Bild bei der GHz Edition. Die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition liegt gut sieben Watt über der Referenzversion.

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Unter Last muss die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition dem höheren Takt und der höheren GPU-Spannung Tribut zollen. 415,7 Watt liegt deutlich über dem, was wir als Single-GPU-Grafikkarte noch als vertretbar bezeichnen würden. Ob sich der Mehrverbrauch von fast 40 Watt auch bei den Benchmarks bemerkbar macht, werden wir später sehen.

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Bei der Idle-Temperatur bewegt sich die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition auf üblichem Niveau in dieser Leistungsklasse. Mit 36 °C sehen wir keinen Grund zur Sorge. Leiser als die Referenzversion ist sie, allerdings sind dies auch die Vorgänger auf Basis der Radeon HD 7970.

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Unter Last hat der Kühler der Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition mit dem deutlich höheren Verbrauch in Form von Abwärme zu kämpfen. 78 °C sind ebenfalls kein Grund zur Besorgnis, machen die Problematik der Leistungssteigerung aber einmal mehr deutlich. Wichtig ist nun zu sehen, wie sich der Kühler bei diesen Temperaturen im Zusammenspiel mit der Lautstärke schlägt.

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Wenig überraschen kann uns die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition bei der Lautstärke. 35,4 dB(A) liegen im üblichen Bereich für den Idle-Betrieb. Die Radeon-HD-7970-Konkurrenz arbeitet etwas leiser, bietet potentiell letztendlich aber keine vergleichbare Leistung.

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Unter Last werden die Schwierigkeiten mit der Abwärme der Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition wieder einmal deutlich. Die hohen Temperaturen haben es angedeutet, und Sapphire muss die beiden Lüfter auch ordentlich arbeiten lassen, um die Abwärme abführen zu können. Noch einmal sei erwähnt: Auf dem Papier bietet die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition eine außerordentliche Leistung, die sich leider auch im Verbrauch und der Lautstärke widerspiegelt.


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Zur Vollversion von The Witcher 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Zur Vollversion von Call of Duty: Modern Warfare 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Auch wenn die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition bereits mit einem GPU-Takt von 1200 MHz daher kommt, versuchen wir noch weitere Megahertz aus der Karte zu quetschen. Dazu haben wir die GPU-Spannung auf 1,3 Volt angehoben. Die Speicherchips ließen wir mit 1,7 Volt arbeiten. Letztendlich erreichten wir einen GPU-Takt von 1310 MHz und der Speicher lief bei 1700 MHz. Dies bedeutet eine Übertaktung von neun bzw. sechs Prozent.

In den Benchmarks wirkt sich dies wie folgt aus:

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Natürlich haben die Änderungen von Spannung und Takt auch einen Einfluss auf die Messungen von Verbrauch, Temperatur und Lautstärke:

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Mit der Radeon HD 7970 GHz Edition konnte AMD zur NVIDIA GeForce GTX 680 aufschließen - zumindest bei der Performance. Die GeForce GTX 680 bleibt durch den geringeren Verbrauch aber die effizientere Karte. AMD hat sich die Mehrleistung der GHz Edition durch höhere GPU-Spannungen erkauft, nutzt aber auch das Potenzial der verbesserten Fertigung. Die Kombination aus diesen beiden Schritten ergibt eine gute Performance, die sich Sapphire mit der Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition zu Nutze macht.

AMD setzt seit dem Launch der Radeon HD 7970 auf 3072 MB Grafikspeicher, der über das 384 Bit breite Speicherinterface auch noch ausreichend angebunden ist. Dies hat AMD einen Vorteil bei höheren Auflösungen verschafft. Nicht jede Engine benötigt aber 2 GB und mehr und selbst mit Super-Sampling und hohen Anti-Aliasing-Settings sind die 2,5 GB kaum zu knacken. Dennoch reicht dies bereits aus, eine GeForce GTX 680 abzuhängen. Sapphire hat sich nun dazu entschieden bei der Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition den Grafikspeicher noch einmal aufzubohren. Satte 6 GB (6144 MB) sind auf der Karte verbaut. Sapphire bewirbt die Karte mit der Möglichkeit aktuelle Spiele auch auf mehr als einem Monitor flüssig und in höchster Auflösung darzustellen. Doch dies leisten auch schon die Radeon HD 7970 und GeForce GTX 680.

Viel entscheidender ist in unseren Augen die Steigerung von GPU- und Speichertakt. Bei der GPU geht es von 1050 auf 1200 MHz. Für den Speicher sind von 1500 MHz ausgehend immerhin 1600 MHz möglich. All dies aber nur, wenn der Nutzer auch den EZ-Button auf der Karte betätigt. In den Benchmarks wirkt sich diese Taktsteigerung auch auf die Leistung aus. Zwischen 10 und 12 Prozent vor der Radeon HD 7970 GHz Edition ist die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition zu finden - damit liegt sie teilweise deutlich vor der GeForce GTX 680. Gerne hätten wir auch mehrere Modelle der GeForce GTX 680 in die Grafiken eingebaut, allerdings verlieren diese dann recht schnell an Übersicht. Für einen direkten Vergleich können wir euch nur die zahlreichen Tests in unserer Artikel-Datenbank ans Herz legen.

Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition
Straßenpreis ab 620 Euro
Homepage Sapphire
Technische Daten
GPU Tahiti XT2
Fertigung 28 nm
Transistoren 4,3 Milliarden
GPU-Takt 1000 MHz (Boost: 1050 MHz)
Lethal Boost: 1150 MHz (Boost: 1200 MHz)
Speichertakt 1600 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 6144 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 307,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 2048 (1D)
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 38,4 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFire
Lautstärke
Idle-Modus 35,4 dB(A)
Last-Modus 52,6 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus

115,6 Watt

Last-Modus 415,7 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 36 °C
Last-Modus 78 °C

Es stellt sich bei der Leistung noch die Frage nach dem Einfluss des 6 GB fassenden Grafikspeichers. Die Antwort: Er hat keinen! Bei gleichem Takt ist die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition mit 6 GB gleich schnell wie eine Radeon HD 7970 GHz Edition mit 3 GB. Keines der von uns in der Praxis verwendeten Testmodelle macht Gebrauch von den 6 GB. Nun sind extreme Grafik-Settings nicht zuletzt durch die enorme Leistung aktueller GPUs in Mode gekommen, die Grafikspeicher zu einem relevanten Faktor haben werden lassen. 2,2 bis 2,5 GB Nutzung im Grafikspeicher sind so ohne Weiteres möglich und sorgen bei der GeForce GTX 680 mit 2 GB für eine Limitierung. Die Radeon HD 7970 (GHz Edition) mit 3 GB hat hier noch keinerlei Probleme. Nun sind Einstellungen möglich, die auch 3 GB und mehr benötigen. Dann jedoch wird wiederum die GPU zum Flaschenhals und erst bei einem Multi-GPU-System ist hier überhaupt wieder ein Nutzen zu sehen. Doch selbst mit zwei oder drei Grafikkarten reicht die Performance nicht aus, um solche Settings flüssig zu rendern.

Bei der Kühlung der Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition hat Sapphire mit einigen Problemen zu kämpfen. AMD hat die Spannung der Tahiti-XT2-GPU anheben müssen, um den gewünschten Takt zu erreichen. Dies muss auch Sapphire tun - man hebt die Spannung sogar noch weiter an und erhöht damit auch den Verbrauch und die Abwärme. Während der höhere Verbrauch durch die Steigerung der Performance sozusagen abgefedert wird, gilt dies nicht unbedingt für die Leistung der Kühlung. Die Temperaturen sind durchweg höher als bei vergleichbaren Karten auf Basis der Radeon HD 7970, bewegen sich aber immer im technisch akzeptablen Bereich. Nicht gelten kann das für die Lautstärke. Bereits im Idle-Betrieb ist die Karte lauter als die vergleichbaren Modelle. Dies ist eigentlich nicht nötig, denn der Idle-Verbrauch und damit die Abwärme ist nicht in einem solchen Maße gestiegen. Unter Last muss die Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition dann ihrer Leistung Tribut zollen und dreht deutlich auf. Das Ergebnis ist eine relativ hohe Lautstärke, die viele Nutzer vermutlich nicht immer akzeptieren werden.

Wir müssen auch noch einen Blick auf den Preis werfen: Dieser liegt mit etwa 620 Euro deutlich über dem der weiteren ersten GHz Editionen, die ab 450 Euro starten. Die 6 GB Grafikspeicher sind auf dem Papier ein nettes Feature, lassen sich in der Praxis allerdings nicht nutzen. Somit bleibt nur noch die werksseitige Übertaktung als Argument, die sicherlich einen Einfluss auf den Preis hat, sicherlich aber nicht jedem den Aufpreis von 170 Euro wert ist.

Positive Aspekte der Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition:

Negative Aspekte der Sapphire Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition: