Test: EVGA GeForce GTX 680 Classified

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evga-680-logoMit der Radeon HD 7970 GHz Edition hat AMD beim siegessicheren NVIDIA-Lager sicher für Aufregung gesorgt. Die beiden Referenz-Versionen, also die Radeon HD 7970 GHz Edition und GeForce GTX 680, schenken sich nichts, je nach Benchmark und Auflösung ist mal die eine, mal die andere Karte vorne. AMD profitiert dabei vom größeren Grafikspeicher. Nun hat NVIDIA aber noch seine Partner und EVGA hat ein richtig heißes Eisen im Feuer. Keine Kompromisse sollen mit der GeForce GTX 680 Classified gemacht werden. Dies beginnt bei der Kühlung, geht weiter zu Strom- und Spannungsversorgung sowie den zahlreichen OC-Features und endet beim doppelt so großen Grafikspeicher wie bei der Referenzversion.

EVGA hat sich bei der Entwicklung der GeForce GTX 680 Classified Zeit gelassen. Mitte Mai wurde ein erstes Fotos veröffentlicht und einige Details zu den Feature wurden bereits verraten. Auf der Computex Anfang Juni präsentierte man uns die Karte in einer finalen Fassung, ließ sie in einem Demo-System sogar in einem 4-Way-SLI arbeiten. Nun ist es soweit, die EVGA GeForce GTX 680 betritt den Markt, scheint vorerst aber selbst bei einem Preis von über 650 Euro nicht lieferbar zu sein.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified

EVGA hat hohe Ansprüche an sein eigenes Produkt und möchte in möglichst vielen Bereichen die neue Referenz sein. Ob dies gelingt, klären wir auf den folgenden Seiten.

Zunächst einmal aber haben wir die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:


NVIDIA GeForce GTX 680

EVGA GeForce GTX 680 Classified

Straßenpreis ab 445 Euro 655 Euro
Homepage NVIDIA EVGA
Technische Daten
GPU GK104 (GK104-400-A2) GK104 (GK104-400-A2)
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden 3,54 Milliarden
GPU-Takt 1006 MHz (Boost: 1058 MHz) 1111 MHz (Boost: 1176 MHz)
Speichertakt 1502 MHz 1502 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2048 MB 4096 MB
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite

192,3 GB/Sek.

192,3 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1
Shadereinheiten 1536 (1D) 1536 (1D)
Textur Units 128 128
ROPs 32 32
Pixelfüllrate 32,2 Gigapixel 35,6 Gigapixel
Minimale Leistungsaufnahme 15 Watt 15 Watt
Maximale Leistungsaufnahme 195 Watt 250 Watt
SLI/CrossFire SLI SLI

EVGA setzt natürlich auf die gleiche GPU wie jede andere GeForce GTX 680. Somit unterscheidet sich die Karte architektonisch nicht von anderen Modellen. Es bleibt also bei den 1536 CUDA-Prozessoren, 128 Textureinheiten und 32 ROPs. Um die schnellste GeForce GTX 680 zu sein, muss EVGA aber am Takt schrauben. Daher hat der Hersteller den GPU-Takt von 1006 MHz auf 1111 MHz hochgeschraubt. Via GPU-Boost sind mindestens 1176 MHz möglich. In einigen Benchmarks ging der Takt allerdings auf bis zu 1211 MHz hoch. Wer die Technik hinter GPU-Boost nicht kennt, kann seine Kenntnisse in unserem Launch-Artikel zur GeForce GTX 680 auffrischen. Den Speicher-Takt hat EVGA bei 1502 MHz belassen. Dafür wurde der Grafikspeicher von 2 GB auf 4 GB aufgebohrt. Dieser ist weiterhin über ein 256 Bit breites Speicherinterface angebunden und schafft somit 192,3 GB pro Sekunde. Einen Titel muss man der EVGA GeForce GTX 680 Classified bereits an dieser Stelle absprechen, denn die schnellste GeForce GTX 680 ist sie nicht. Point of View hat zuletzt die GeForce GTX 680 Beast vorgestellt, die auf einen GPU-Takt von 1162 MHz (GPU-Boost: 1228 MHz) kommt.

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Auf die weiteren technischen Details sowie die speziellen Overclocking-Funktionen gehen wir später noch genauer ein.


Nun wollen wir uns die Hardware als solches einmal etwas genauer anschauen. Neben der Karte gehören auch noch ein Poster und Sticker zum Lieferumfang. Weitaus wichtiger aber sind uns die beiden gesleevten 2x-6-Pin auf 8-Pin Adapter sowie der DVI-auf-VGA-Adapter.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Gesamtüberblick vorne

Ohne den direkten Vergleich kaum zu erkennen, aber dennoch etwas, dass einem direkt auffällt sind die Ausmaße der EVGA GeForce GTX 680 Classified. Dies ist direkt an der Überhöhung des Kühlers gegenüber der Slotblende zu erkennen. Die Karte misst 26,7 cm, während die Referenzversion der GeForce GTX 680 auf 25,5 cm kommt. Auch die Höhe des PCBs ist auffällig. Es ist rund 2,5 cm höher als üblicherweise und misst nun 15 cm.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Gesamtüberblick hinten

Die Änderungen am Layout des PCBs werden besonders mit einem Blick auf die Rückseite deutlich. Hier sind acht Speicherchips zu erkennen, welche die Hälfte des 4 GB fassenden Grafikspeichers stellen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Radiallüfter

Anstatt eines 65-mm-Radiallüfters setzt EVGA auf einen 80-mm-Lüfter. Dieser arbeitet mit einer maximalen Leistungsaufnahme von bis zu 24 Watt, was einen Eindruck über dessen Leistungsfähigkeit verschafft. Diese Maximalleistung wird er in der Praxis aber nicht abrufen können, da NVIDIA Vorschriften für die maximale Lautstärke einer GeForce GTX 680 macht. Dies führt dazu, dass EVGA die maximale Drehzahl bei 55 Prozent beschränkt. Aber auch damit dürfte der Lüfter keinerlei Probleme haben für ausreichend Frischluft zu sorgen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - PCI-Express-Stromanschlüsse

Über zwei 8-Pin-Stromanschlüsse wird die EVGA GeForce GTX 680 Classified direkt vom Netzteil versorgt. Somit kann die Karte zusätzlich zu den 75 Watt des PCI-Express-Steckplatzes bis zu 375 Watt aufnehmen. NVIDIA sieht eine maximale Leistungsaufnahme von 225 Watt vor - typischerweise soll die Karte aber nur 195 Watt aufnehmen. Das Default-Power-Target von EVGA liegt bei 250 Watt. Nutzt man die 132 Prozent Power-Target maximal aus, kommen wir auf 330 Watt.


EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - SLI-Anschlüsse

Wie jede andere GeForce GTX 680 auch, bietet das Modell von EVGA natürlich ebenfalls zwei SLI-Anschlüsse, die den SLI-, 3-Way-SLI oder auch 4-Way-SLI-Betrieb ermöglichen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Speicherchips auf der Rückseite

Bereits angesprochen haben wir den mit 4 GB gegenüber der Referenzversion doppelt so großen Grafikspeicher sowie die Tatsache, dass EVGA die Hälfte der Chips auf der Rückseite des PCBs unterbringen muss. Da man auf eine Backplate verzichtet, müssen diese gänzlich ohne aktive Kühlung auskommen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Slotblende

Auf der Slotblende bietet die EVGA GeForce GTX 680 Classified jeweils einmal Dual-Link-DVI-D, Dual-Link-DVI-I, HDMI und DisplayPort. Da der Lüfter die Luft in Richtung der Slotblende drückt, hat EVGA hier entsprechende Öffnungen gelassen, aus denen die warme Luft entweichen kann.

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EVGA GeForce GTX 680 Classified - GPU und Speicherchips auf der Vorderseite

Die zweite Hälfte der 4 GB GDDR5-Speicher verteilt sich wie üblich um die GPU. Diese stammen einmal mehr aus dem Hause Hynix und aus der Modellreihe "H5G02H245MFA". Diese kennen wir schon von zahlreichen anderen Karten wie der AMD Radeon HD 7900-Serie, dort kamen sie aber mit reduzierten Taktraten zum Einsatz. Auf der GeForce GTX 680 und der Radeon HD 7970 GHz Edition arbeiten sie mit den vollen 1500 MHz. Jeder Chip verfügt über eine Kapazität von 256 MB.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Vorderseite des PCB ohne Kühler

Ein kompletter Überblick über das PCB macht dessen Komplexität deutlich. Oberhalb der GPU hat EVGA viel freien Platz gelassen, diese Höhe hat man aber im hinteren Ende der Karte für die Strom- und Spannungsversorgung benötigt, wo sich die SMD- und andere Bauteile dicht aneinander drängen.


Bei der Betrachtung der Hardware fallen zahlreiche OC-Features auf, EVBot wollen wir genauer besprechen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - EVBot-Anschluss

Die Enge auf dem PCB ist in diesem Bereich auch durch die zahlreichen OC-Features begründet. Eines davon finden wir direkt bei den PCI-Express-Stromanschlüssen. Über diesen Port mit seinen fünf Pins kann der EVGA EVBot angeschlossen werden. Über diesen erlaubt EVGA den Eingriff in das Power-Management der Karte. NVIDIA gibt bei der GeForce GTX 680 ungern die Kontrolle aus der Hand und überprüft die Designs der Hersteller. Dies betrifft neben der Kühlung und dem Design auch das Overclocking. Die Hersteller müssen sich an bestimmte Vorgaben von NVIDIA halten, ansonsten dürften sie die Karte nicht auf den Markt bringen.

Zwei Einschränkungen sind hier besonders entscheidend:

1. Dürfen Hersteller, die ihre Karte innerhalb der Referenzvorgaben für den Verbrauch bewegen (195 Watt TDP und 170 Watt typischer Verbrauch) auch nur das Referenzdesign des PCBs verwenden.

2. Der Eingriff per Software in das Power-Management über das vorgegebene Maß hinaus ist verboten.

EVGA musste sich also etwas einfallen lassen, um eine Karte mit High-End-Ansprüchen von Overclockern gerecht zu werden. Wir sprechen dabei nicht von luft- oder gar wassergekühlten Karten. Mit solchen Funktionen hat EVGA die absoluten Overlocking-Cracks im Blick, die auch vor einer Kühlung mit flüssigem Stickstoff keine Angst haben. Aber auch weniger ambitionierte Nutzer profitieren davon, denn ihnen sind keine Beschränkungen mehr seitens NVIDIA auferlegt.

Dies gelingt EVGA aber nur durch den Umweg mittels eines eigenständigen EVBot-Controllers, denn per Software ist es EVGA nicht erlaubt großen Einfluss auf beispielsweise die Spannungen zu nehmen. EVBot ist dabei kein völlig neues Feature und wird bereits von zahlreichen Mainboards und Grafikkarten unterstützt. Weitere Informationen zur unterstützten Hardware findet man bei EVGA selbst. Der EVBot ist für etwa 60 Euro in unserem Hardwareluxx-Preisvergleich zu finden. Während EVBot bei den Mainboards Zugriff auf nahezu jede BIOS-Funktion zulässt, beschränkt sich dies bei den Grafikkarten auf die Steuerung der Spannungen. Es ist also weiterhin eine Software (beispielsweise EVGAs Tool Precision X) notwendig, um die Taktraten anzupassen.

Ein Problem von EVBot wollen zu gleich am Anfang nennen: Es besitzt eine eigene Firmware, die sich nur per Mainboard updaten lässt. Dies ist natürlich nur mit einem EVGA-Mainboard möglich. Ist man also nicht im Besitz eines solchen Mainboards und erwirbt einen EVBot mit Firmware P14 oder älter, hat keinen Support der EVGA GeForce GTX 680 Classified und kann diese damit auch nicht steuern.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann es losgehen. EVBot erlaubt den Zugriff auf folgende Spannungen: NVVDD (GPU-Spannung), FBVDD (Speicher-Spannung), PEXVDD1 (PCI-Express-Spannung #1), PEXVDD2 (PCI-Express-Spannung #2) und OCP (Over-Current-Protection).

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified + EVBot

Somit kann das übliche OC-Spiel losgehen: Spannungen erhöhen, Taktraten setzen und die Settings überprüfen. Dies tut man so lange, bis ein stabiles Setting in Kombination aus Spannung und Takt erreicht ist. EVBot überschreibt die von NVIDIA über den Treiber kommunizierten Spannungen. In der Software wird allerdings die korrekte Spannung angezeigt. Diese Einstellungen überstehen auch einen Reset des Systems, nicht aber wenn der EVBot komplett von der Karte getrennt wird. Dann müssen alle Einstellungen erneut vorgenommen werden. Profile lassen sich leider nicht speichern.

Im Idle-Betrieb lief unsere Karte mit einer GPU-Spannung von 0,987 Volt, unter Last sind es 1,175 Volt. Per Software erlaubt NVIDIA eine Spannungserhöhung auf eben diese 1,175 Volt. Per Software wäre also keine höhere GPU-Spannung möglich, auf die übrigen Spannungs-Domainen hat man ohnehin per Software keinen Einfluss. EVBot ermöglicht nun folgende Maximaleinstellungen:


EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Spannungs-Messpunkte

Hier zu sehen sind einige Spannungsmesspunkte. Diese erlauben es die eben erwähnten Spannungen zu überwachen. Dies ist auch nötig, denn die Software kann die per EVBot angelegten Spannungen nicht korrekt auslesen. Leider sind die Pins nicht beschriftet, durch Ausprobieren sind die richtigen Spannungen aber schnell gefunden. Nach eigener Aussage arbeitet EVGA an einem Adapter, der den Zugang zu den Messpunkten auch einfacher machen soll.

Rechts neben den Spannungsmesspunkten ist auch ein BIOS-Schalter zu sehen. Dieser hat drei Stellungen: Normal, OC und LN2. Die Beschriftung gibt bereits Auskunft darüber, wann der Schalter sich in welcher Position befinden sollte. In der OC- und LN2-Einstellung ist das Power-Target von NVIDIA ausgeschaltet und die OCP (Over-Current-Protection) deaktiviert. Für unsere OC-Tests haben wir es bei der Normal-Einstellung belassen. Diese bietet bereits ein Power-Target von 138 Prozent und lässt ausreichend Spielraum die Luftkühlung zu beschäftigen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - hinterer Teil des PCBs

Im hintere Bereich des PCBs finden sich die Strom- und Spannungsversorgung. Auf dem Referenzdesign der GeForce GTX 680 setzt NVIDIA eine 4+2-Phasen-Versorgung ein. Vier Phasen für die GPU und zwei weitere für den Speicher. Bereits auf den ersten Blick wird ersichtlich, dass sich EVGA damit nicht zufriedengibt.

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EVGA GeForce GTX 680 Classified - 14-Phasen Spannungsversorgung

Statt dessen setzt man auf 14+3 Phasen. 14 Phasen stehen also der GPU zur Verfügung, drei weitere den insgesamt 16 Speicherchips. Nur mit einer solchen Strom- und Spannungsversorgung ist es möglich, dass die Karte unter LN2 bereits einen GPU-Takt von 2 GHz erreichte.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified - Kühler

Zuletzt noch ein Blick auf die Kühlung. Diese besteht aus einer Bodenplatte aus Kupfer, einer ebenfalls aus Kupfer gefertigten flachen Heatpipe und dem Heatsink aus Aluminium. Die Abwärme wird von der Bodenplatte aufgenommen und durch die Heatpipe in den Heastink geleitet. Durch diesen bläst der 80-mm-Lüfter die kühle Luft. Die Speicherchips auf der Vorderseite des PCBs und einige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung werden über das massive Gehäuse des Kühlers abgedeckt.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1502 MHz, 4096 MB)
NVIDIA GeForce GTX 680 (1006/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1502 MHz, 2048 MB)
NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1050/1050/1500 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 301.33 WHQL
AMD Catalyst 12.7

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, ADATA, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

Rage (OpenGL):

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

The Witcher 2 (DX9):

Metro 2033 (DX11):


Beginnen wir mit den Messungen:

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Im Vergleich zu den bisher getesteten Modellen der GeForce GTX 680 erreicht die EVGA GeForce GTX 680 Classified den höchsten Idle-Stromverbrauch. Nicht einmal drei Watt zur Variante von ASUS spielen auf der Stromrechnung allerdings kaum eine Rolle, dennoch gilt es dies an dieser Stelle festzuhalten.

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Unter Last verbraucht nur noch die wassergekühlte Hydro Copper mehr als das Classified-Modell, erstgenannte Karte arbeitet aber bei gleicher GPU-Spannung auch mit etwas höheren Taktraten. Bei der Leistungsaufnahme sollte also noch keine Entscheider für oder gegen die EVGA GeForce GTX 680 Classified fallen.

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Der massive Kühler der EVGA GeForce GTX 680 Classified lässt große Erwartungen an die Kühleffizenz erwachen. NVIDIA hat mit der GK104-GPU eine sehr effiziente GPU entwickelt, die im Idle-Betrieb kaum Abwärme erzeugt. Dies spiegelt sich dann auch in den Messungen wieder. Mit 33 °C liegt die EVGA GeForce GTX 680 Classified dicht bei der Konkurrenz.

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Interessant wird es einmal mehr bei der Last-Messung. Hier kann die EVGA GeForce GTX 680 Classified mit einer Temperatur von 70 °C überzeugen und gehört zu den kühlsten Modellen der GeForce GTX 680. Doch auch wenn EVGA mit der GeForce GTX 680 Classified einen massigen Auftritt hinlegt, so sollte an dieser Stelle bereits festgehalten werden, dass einige andere Modelle auf dem Papier bereits schneller sind, was die Messwerte etwas relativiert.

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Für viele potenzielle Käufer ein extrem wichtiger Punkt ist die Lautstärke der Grafikkarte. Der große Radiallüfter erweckt auch hier auf den ersten Blick den Eindruck, als könne er eine besonders geringe Lautstärke garantieren. Die Idle-Messung zeigt allerdings bereits, dass wir uns mit 35,2 dB(A) im oberen Bereich des Testfeldes bewegen.

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Kurioserweise kann die EVGA GeForce GTX 680 Classified unter Last mit deutlich geringerer Lautstärke arbeiten, als dies die Konkurrenz tut. Der Messwert von 50,5 dB(A) ist ausgezeichnet für eine Karte dieser Leistungsklasse.


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Zur Vollversion von The Witcher 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Zur Vollversion von Call of Duty: Modern Warfare 3 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Den Vorteil des größeren Grafikspeichers konnte die Palit GeForce GTX 680 Jetstream mit 4 GB nur bei hohen Auflösungen nutzen. Aufgrund des niedrigen Taktes war die Performance allerdings mehr als enttäuschend. Mit der EVGA GeForce GTX 680 Classified wiederholen wir diese Tests nun.

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NVIDIAs GeForce GTX 680 wird gerne aufgrund des 2 GB großen Grafikspeichers als "Speicherkrücke" bezeichnet. AMD hat sich ohne Frage mit seinem 3 GB und mit 384 Bit angebundenem Speicher einen Vorteil verschafft, der allerdings erst bei hohen Auflösungen eine Rolle spielt. Auch bei der Anwendung von Super-Sampling Anti-Aliasing wird jedes zusätzliche MB an Speicher gerne genommen. Die Palit GeForce GTX 680 Jetstream mit 4 GB konnte nicht immer vom doppelt so großen Speicher profitieren, bei der EVGA GeForce GTX 680 Classified sieht dies nun etwas anders aus.

Ob der doppelte Speicher nun aber das alleine Argument für den Kauf sein sollte, stellen wir infrage. Viel wichtiger ist der höhere GPU-Takt ab Werk. Zumindest aber wird dem Nutzer das Potenzial den größeren Speicher auch zu nutzen an die Hand gegeben. Ob er davon Gebrauch macht, muss er selbst entscheiden. EVGA lässt seinen Kunden hier allerdings auch keine Wahl, denn die GeForce GTX 680 Classified ist nur in der Ausführung mit 4 GB Speicher zu bekommen.


Die EVGA GeForce GTX 680 Classified ist auf dem Papier ein wahres Overclocking-Monster. Strom- und Spannungsversorgung wurden massiv ausgebaut und die zahlreichen OC-Features lassen wohl kaum Wünsche offen. Wie sich das Overclocking in der Praxis darstellt, wollen wir nun genauer anschauen.

Zunächst einmal die Grundvoraussetzungen: Wir haben die EVGA GeForce GTX 680 Classified mit ihrem Luftkühler belassen. Damit lassen wir sicherlich auch einiges an OC-Potenzial links liegen, ein Umbau auf eine Wasserkühlung ist erst einmal nicht möglich, da keiner der aktuell verfügbaren Wasserkühler mit dem Layout kompatibel ist. 

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified Watercooled (Bild: Anandtech)

Auf der Computex 2012 präsentierte man uns allerdings einen Prototypen einer wassergekühlten Version. Der Kühler stammt aus dem Hause Switftech. Nähere Informationen zur Karte, beispielsweise ein angepeilter Erscheinungstermin oder Preis, konnte man uns noch nicht nennen.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified Watercooled (Bild: Anandtech)

Die wassergekühlte Version verfügt auch über eine Backplate.

Anstatt der bisher bei den GeForce GTX 680 üblichen 1,175 Volt konnten wir bei der EVGA GeForce GTX 680 Classified mit einer GPU-Spannung von 1,3 Volt arbeiten. Dies erlaubte uns einen GPU-Takt von 1327 MHz - neuer Rekord für eine GeForce GTX 680 in unseren Tests! Dies bedeutet eine Übertaktung von 19 Prozent gegenüber dem Auslieferungszustand und fast 32 Prozent gegenüber der GeForce GTX 680 in der Referenzversion. Den Lüfter ließen wir dabei mit den vollen 55 Prozent Drehzahl arbeiten, da die Karte im Idle-Betrieb nicht mehr auf eine Idle-Spannung zurückschalten kann. Die Spannung ist also auf 1,3 Volt fixiert.

Die Speicher-Spannung hoben wir auf 1,65 Volt an, aber ebenso wie die PCI-Express-Spannung hatte dies kaum Einfluss auf die Ergebnisse. Letztendlich erreichten wir einen Speicher-Takt von 1635 MHz. Dies bedeutet eine Übertaktung von neun Prozent.

In den Bechmarks wirkt sich dies wie folgt aus:

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Natürlich haben die Änderungen von Spannung und Takt auch einen Einfluss auf die Messungen von Verbrauch, Temperatur und Lautstärke:

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EVGA will mit der GeForce GTX 680 Classified die ultimative GeForce GTX 680 stellen. Dies gelingt allerdings nur in Teilen. Nüchtern betrachtet gibt es schnellere Karten dieses Modells, einige davon hatten wir auch schon im Test. Zu nennen sind hier die ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II TOP (zum Test) oder die Point of View TGT GeForce GTX 680 Beast. Selbst aus eigenem Haus wird ihr ein ab Werk schnellere Konkurrent gegenübergestellt: die EVGA GeForce GTX 680 Hydro Copper (zum Test).

Dies kann allerdings nicht über den Fakt hinwegtäuschen, dass die EVGA GeForce GTX 680 Classified ab Werk zu den schnellsten aktuell verfügbaren Karten gehört. Der doppelt so große Grafikspeicher wird bei den meisten Anwendern kaum bis gar nicht ins Gewicht fallen, dennoch ist es eine sinnvolle Zugabe, gerade bei einem derartigen High-End-Modell. Für die Performance ab Werk müssen also bereits Einschränkungen gemacht werden, denn wie die Benchmarks zeigen sind hier einige andere Modelle schneller. Doch dies ist vielleicht auch gar nicht der Bereich, in dem sich eine EVGA GeForce GTX 680 Classified bewegen möchte. Das PCB, die Strom- und Spannungsversorgung sowie die OC-Features legen für diese Karte ein ganz anderes Anwendungsgebiet nahe.

EVGA GeForce GTX 680 Classified
EVGA GeForce GTX 680 Classified

EVGA GeForce GTX 680 Classified
Straßenpreis 655 Euro
Homepage EVGA
Technische Daten
GPU GK104 (GK104-400-A2)
Fertigung 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden
GPU-Takt 1111 MHz (Boost: 1176 MHz)
Speichertakt 1502 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 192,3 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1536 (1D)
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 35,6 Gigapixel
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 35,2 dB(A)
Last-Modus 50,5 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus

116,2 Watt

Last-Modus 381,6 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 33 °C
Last-Modus 70 °C

Kompromissloses Overclocking ist die Spielwiese, auf der sich die EVGA GeForce GTX 680 Classified wohl fühlt. Bereits ohne groß Einfluss auf die Spannungen zu nehmen, ist eine enorme Taktsteigerung möglich. Legt man nun mittels EVBot auch noch Hand an, werden ungeahnte Höhen erreicht. 1327 MHz GPU-Takt sind ein Wort für eine luftgekühlte Karte, auch wenn diese bei 55 Prozent Lüfterdrehzahl geradezu nach Frischluft schrie. NVIDIA wirft den Herstellern jedoch jede Menge Knüppel zwischen die Beine, sodass solche Methoden angewandt werden müssen, um überhaupt in diese Bereich vorzudringen.

Das volle Potenzial dieser Karte ist noch lange nicht ausgeschöpft. Vermutlich konnten wir nur an der Oberfläche kratzen, wie die 2 GHz GPU-Takt beweisen, die mit LN2 erreicht wurden. Mehr als 1,3 Volt wollten wir dem Luftkühler nicht zumuten. Wer nun plant einen Standard-Wasserkühler einzusetzen, wird leider in die Röhre schauen, denn bisher ist kein Kühler zur EVGA GeForce GTX 680 Classified kompatibel. So gilt es für Hobby-Overclocker auf die wassergekühlte Variante zu warten oder einen guten CNC-Fräser an der Hand zu haben.

Wer einfach nur eine möglichst schnelle und dabei leise GeForce GTX 680 sucht, wird sicherlich bei einem der anderen Hersteller fündig. Kompromisslose Overclocker haben derzeit aber nur eine Wahl: die EVGA GeForce GTX 680 Classified. Der Preis von 655 Euro wird teilweise durch das OC-Potenzial gerechtfertigt und auch der doppelt so große Grafikspeicher spielt dabei ebenso eine Rolle. Zum Preis der Grafikkarten müssen allerdings auch noch rund 60 Euro für den EVBot hinzugerechnet werden.

Positive Aspekte der EVGA GeForce GTX 680 Classified:

Negative Aspekte der EVGA GeForce GTX 680 Classified:

excellent award

Aufgrund des enormen OC-Potentials und der guten OC-Features verleihen wir der
EVGA GeForce GTX 680 Classified den "Hardwareluxx Excellent Hardware"-Award.