ASUS Splendid MA3850M

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Mit der Splendid MA3850M von ASUS erreichte uns ein echtes Kuriosum, denn hierbei handelt es sich nicht um eine herkömmliche Grafikkarte. Ein MXM-Modul wird auf eine spezielle Platine gesteckt, mit einem Kühler versehen und schon hat ASUS eine stromsparende Grafikkarte mit mobiler GPU im Programm. Das Einsatzgebiet sieht ASUS dank Splendid-HD-Technologie vor allem im Bereich der Video- und Foto-Bearbeitung und in kleinen Gehäusen - oder aber wo einfach der Stromverbrauch ein ausschlaggebender Faktor ist.

Zu Beginn wollen wir uns aber die technischen Daten der ASUS Splendid MA3850M einmal näher anschauen:

Von der Standard-ATI-Radeon-HD-3850 unterscheidet sich ASUS' Splendid MA3850M nur durch leicht veränderte Taktraten, die aber nur wenige Megahertz darunter liegen. Zwar sind ATIs Mobility-Radeon-GPUs grundsätzlich in der Lage im CrossFire zu arbeiten, laut Aussage von ASUS ist dies mit der Splendid MA3850M aber nicht möglich.

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Auf der folgenden Seite wollen wir uns die Grafikkarte einmal näher anschauen.

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Die Splendid MA3850M ist mit 17 Zentimetern gut 27 Prozent kürzer als eine ATI Radeon HD 3850 im Referenz-Design und eignet sich daher auch für den Einsatz in sehr kleinen Gehäusen. Ein 65-mm-Lüfter sorgt für ausreichend Frischluft.

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Die Unterseite der Karte zeigt sich in einem anderen Gewand, als man es normalerweise von einer Grafikkarte gewohnt ist. Das MXM-Modul ist, ähnlich wie bei einer Riser-Karte, auf der PCI-Express-Mutterkarte einfach nur aufgesteckt.

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256 MB der insgesamt 512 MB des GDDR3-Grafikspeichers sind auf der Seite des MXM-Moduls untergebracht und von ASUS mit einem passiven Kühler versehen worden.

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Beim Kühler handelt es sich um ein Dual-Slot-Design. So kann ein Teil der warmen Luft durch die Schlitze im Slotblech entweichen. ASUS verbaut zwei DVI-Ausgänge, die eine Auflösung von bis zu 2560x1600 Pixeln unterstützen. Natürlich sind beide auch HDCP-kompatibel. Hinzu kommt noch ein TV-Ausgang, der zwischen den beiden DVI-Ausgängen sitzt.

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Die eine Seite des MXM-Moduls ist mit einer massiven Kupferplatte bedeckt. Zwei Heat-Pipes führen die Wärme von dort aus in den Aluminium-Kühler. Die PCI-Express-Mutterkarte samt Kühler nimmt zwei Steckplätze in Beschlag. Da die MXM-Karte inklusive des passiven Kühlers des Grafikspeichers noch einmal darunter untergebracht ist, verbraucht die ASUS-Splendid-MA3850M insgesamt drei Bauhöhen.
Nach unseren Impressionen wollen wir nun mit den eigentlichen Tests beginnen.

Testsystem:

  • Intel Core 2 Duo Extreme X6800
  • EVGA nForce 680i SLI 775 Black Pearl
  • 2x 2048 MB CellShock DDR2-800 CL4
  • Samsung SP2504C
  • Windows Vista Ultimate 64 Bit
  • NVIDIA ForceWare 177.35
  • ATI Catalyst 8.6

    Beim Stromverbrauch ist deutlich zu sehen, dass die ASUS Splendid MA3850M merklich von der mobilen GPU auf dem MXM-Modul profitiert. Besonders groß ist der Abstand im Idle-Betrieb, unter Last rücken alle Karten dichter zusammen, aber noch immer ist die Mobility Radeon HD 3850 im Vorteil.

    ASUS verwendet keinen Referenzkühler für seine ASUS Splendid MA3850M, sonder ein eigenes Design. Der 65-mm-Lüfter ist im Idle-Betrieb kaum hörbar und muss dank des geringen Stromverbrauchs und der damit ebenso geringeren Abwärme auch kaum Wärme abführen. Auch unter Last arbeitet der Kühler sehr leise und ist kaum hörbar.

    Bei den Benchmarks zeigt die ASUS Splendid MA3850M deutlich ihre Verwandtschaft zur ATI-Radeon-HD-3850. Zwar liegt unser Testkandidat etwas unterhalb der normalen Karte, dies ist aber leicht mit den geringfügig niedrigeren Taktraten und der Verwendung eines MXM-Moduls zu erklären, dessen Signale auf der PCI-Express-Tochterkarte erst weiterverarbeitet werden müssen.

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    Als ASUS die Splendid MA3850M auf der Computex vorstellte, glaubten viele an eine Machbarkeits- oder Designstudie, kaum jemand glaubte daran, das Modell einmal im Handel zu finden. Noch ist sie aber auch - zumindest in Deutschland - nicht offiziell erhältlich. Daher haben wir auch keinerlei Informationen über den Verkaufspreis.

    Bereits in einigen Treibern für Grafikkarten enthalten ist die ASUS-Splendid-HD-Technologie. Hier liegt laut ASUS auch das Haupteinsatzgebiet der Splendid MA3850M. Mit Hilfe der Splendid-Technologie und dem Einsatz eines Zusatzchips soll die Bildqualität bei Videos oder Photos verbessert werden. Schlagworte sind hier 7-Region-Color-Enhancement, 12 Bit-Gamma-Korrektur, Real-Time-2D-Peaking und Dynamic-Contrast-Engine. ASUS selbst gibt Vergleichsbilder an, die eine deutlich verbesserte Bildqualität zeigen, leider ließen sich die Ergebnisse für uns nicht darstellen.

    Dennoch aber sehen wir einen Verwendungszweck für die ASUS Splendid MA3850M. Dank des verkürzten PCBs und dem geringen Stromverbrauch bietet sie sich für den Einsatz in HTPCs an. Ebenfalls denkbar ist ihr Einsatz dank des geringen Stromverbrauchs.

    Positive Punkte der ASUS Splendid MA3850M:

  • geringe Baugröße
  • geringer Stromverbrauch
  • geringe Geräuschentwicklung

    Negative Punkte der ASUS Splendid MA3850M:

  • geringe 3D-Leistung
  • keine nennenswerte Vorteile durch Splendid-HD-Technologie

    Weitere Links:

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  • ATI Radeon HD 4850