Test: HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X

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his-hd7870-iceq-x-turbo-2gbSo langsam kommt Bewegung in den Markt. Seit AMD am 5. März den Vorhang für seine Radeon-HD-7800-Familie fallen ließ und die neuen Grafikkarten nur zwei Wochen später in die Händlerregale legte, trudeln bei uns in der Redaktion verstärkt Modelle ein, die sich nicht an die Vorgaben der US-amerikanischen Grafikschmiede halten müssen, sondern vielmehr mit höheren Taktraten und eigenen Kühlsystemen aufwarten können. Nach den beiden XFX-Vertretern versorgte uns auch Boardpartner HIS mit einer eigenen Version des schnellen "Pitcairn XT"-Ablegers. Wir haben die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X in diesem Artikel durch unseren breit angelegten Benchmark-Parcours gejagt. 

NVIDIA sollte langsam kalte Füße bekommen, auch wenn man mit der GeForce GTX 680 einen würdigen Gegner gegen AMDs schnellste Single-GPU-Grafikkarte aufstellte, der trotz höherer Leistung (je nach Benchmark) eine geringe Leistungsaufnahme besitzt. In den unteren Preissegmenten aber auch in der gehobenen Mittelklasse wildert die US-amerkanische Grafikschmiede derzeit noch allein und ist mit seinen beiden "Pitcairn"-Ablegern alias Radeon HD 7870 und Radeon HD 7850 bestens aufgestellt. Die Lücke zwischen der Radeon HD 7950 und der Radeon HD 7770 wird eher nach oben hin geschlossen. Seit die beiden 3D-Beschleuniger am 19. März offiziell in den Handel kamen, kreuzen in unserer Redaktion verstärkt Modelle auf, die sich nicht an die AMD-Vorgaben halten müssen. Auch Boardpartner HIS schickte uns in diesen Tagen eine übertaktete Version, die zugleich mit einem eigenen Kühlsystem aufwarten kann. Während AMD eigentlich Taktraten von 1000/1200 MHz vorschreibt, drehte der Hersteller etwas an der Taktschraube und lässt seinen jüngsten "Pitcairn"-Ableger mit 100 MHz mehr auf der Brust arbeiten. Auch der 2048 MB große GDDR5-Videospeicher, der gewohnt über ein 256 Bit breites Speicherinterface kommunizieren darf, ist mit 1250 MHz leicht schneller unterwegs als die Speicherchips der Referenz, die sich mit 1200 MHz begnügen müssen. 

Der verbaute Kühler nimmt zwei Slots in der Höhe ein und verfügt über zahlreiche Aluminiumfinnen sowie dicke Kupfer-Heatpipes. Um den endgültigen Abtransport der heißen GPU-Abwärme kümmert sich ein mittig angebrachter Axiallüfter mit einem Durchmesser von 85 mm. In unserem letzten "Pitcairn"-Test hatte XFX die Messlatte für andere Hersteller kräftig nach oben gelegt. Ob die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X hier mithalten kann, versuchen wir auf den nächsten Seiten herauszufinden.

HIS neuster Sprössling, die Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X, basiert auf AMDs "Pitcairn XT"-Chip. Dieser läuft bereits im fortschrittlichen 28-nm-Prozess vom Band und muss rund 2,8 Milliarden Transistoren unterhalten. In der Vollausstattung, wie sie uns heute vorliegt, verrichten insgesamt 1280 Streamprozessoren und 80 Textureinheiten ihre Dienste. Diese setzen sich aus 20 Compute-Units, die sich nochmals in jeweils vier SIMDs mit je 16 ALUs unterteilen (20 x 4 x 16). An jede Compute-Unit ist gewohnt eine Quad-TMU angeschlossen, weswegen der Radeon HD 7870 hier immerhin noch 80 solcher Einheiten zur Verfügung stehen. AMDs aktuelles Flaggschiff legte hier noch 32 CUs und damit 2048 Streamprozessoren in die Waagschale.

Im Vergleich zum bisherigen Topmodell der Radeon-HD-7000-Familie muss das kleinere Familien-Mitglied, welchem wir uns heute gewidmet haben, auch beim Speicherausbau Abstriche hinnehmen. Kamen auf der Radeon HD 7970 noch sechs Speichercontroller zum Einsatz, sind der Radeon HD 7870 noch vier geblieben. An jeden der vier 64-Bit-Controller sind jeweils zwei GDDR5-Chips mit einer Kapazität von 256 MB angeschlossen. Insgesamt kommunizieren die kleinen Speicherchips damit über 256 Datenleitungen. An jeden Speichercontroller sind zudem acht Rasterendstufen angeschlossen. Damit besitzt "Pitcairn XT" insgesamt 32 ROPs.

Bei den Taktraten bewegt sich AMD auf einem gewohnt hohen Level und treibt Chip und Speicher der Radeon HD 7870 mit mindestens 1000/1200 MHz an. Bei seiner IceQ-X-Turbo-Version drehte der Hersteller allerdings leicht an der Taktschraube und lässt seinen jüngsten Zuwachs mit 1100 respektive 1250 MHz arbeiten. Auch der langweilige Referenzkühler musste einer eigenen Version weichen.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X
Straßenpreis ab 320 Euro
Homepage HIS-Produktseite
Technische Daten
GPU Pitcairn XT
Fertigung 28 nm
Transistoren 2,8 Milliarden
GPU-Takt 1100 MHz
Speichertakt 1250 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 160,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1280 (1D)
Shadertakt 1100 MHz
Textur Units 80
ROPs 32
Pixelfüllrate 35,2 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFireX

Das Taktplus von Chip und Speicher auf 1100/1250 MHz spiegelt sich natürlich in der Speicherbandbreite und Pixelfüllrate wieder. Der 2048 MB große GDDR5-Videospeicher schaufelt nun pro Sekunde 160 GB Daten heran, wohingegen die Pixelfüllrate jetzt 35,2 Gigapixel pro Sekunde beträgt.

gpuz

Bevor wir die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X durch unseren Benchmark-Parcours jagen werden, wollen wir auf den nächsten Seiten zunächst noch einen näheren Blick auf das Testmuster selbst werfen.


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Die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X hat rein optisch nichts mehr mit dem Referenzmodell von AMD gemein. Nicht nur beim Kühlsystem gibt es Unterschiede. Auch unter der Haube bohrte der Boardpartner die Grafikkarte gehörig auf und lässt Chip und Speicher mit 100 respektive 50 MHz mehr auf der Brust arbeiten.

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Passend zum Gesamtlayout unseres heutigen Testkandidaten ist das Printed-Circuit-Board (PCB) blau gefärbt. Die Referenz war hier noch schwarz. Die Platine misst allerdings mit 24 cm genauso viel wie unser Pressesample direkt von AMD.

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Der Kühler selbst nimmt zwei Slots in der Höhe ein und wird von zahlreichen Aluminiumfinnen sowie vier dicken Kupfer-Heatpipes unterstützt. Von Letzteren gibt es jeweils zwei 6- und 8-mm-Pipes. Den Axiallüfter brachte HIS hingegen mittig an. Dieser besitzt einen Durchmesser von 85 mm.


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Um dem Stromhunger des "Pitcairn XT"-Chips gerecht zu werden, müssen gleich zwei 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker an die Grafikkarte angeschlossen werden. Damit könnte der 3D-Beschleuniger bis zu 225 Watt aus dem Netzteil saugen. AMD beziffert die maximale Leistungsaufnahme aber nur auf 175 Watt. Aufgrund der schon werksseitig höheren Frequenzen sollte die Leistungsaufnahme allerdings etwas über dieser Marke liegen.

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Im Vergleich zur Referenz musste ein DVI-Ausgang weichen. An dessen Stelle rückten zahlreiche Lüftungsschlitze, die die Durchlüftung des Kühlsystems verbessern sollen. Ansonsten stehen zwei mini-DisplayPort-Anschlüsse und ein HDMI-Port bereit.

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Wie alle anderen Vertreter der Radeon HD 7870 unterstützt auch das HIS-Modell CrossFire und erlaubt damit die Kombination zwei gleichwertiger Grafikkarten - entsprechendes Mainboard natürlich vorausgesetzt. 

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Beim Lieferumfang beschränkt sich HIS leider nur auf das Wesentliche und gibt seiner Radeon HD 7870 IceQ X Turbo nur einen Quick-Start-Guide, eine Treiber-CD, einen Adapter von DVI auf VGA und eine CrossFire-Brücke mit auf den Weg.


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Befreit man unser Testmuster von seinem Kühlsystem, so offenbart sich die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X in ihrer vollen Schönheit. 

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Zur besseren Kühlung wurde die 28-nm-GPU um 45 Grad gedreht, die Spannungsversorgung umfasst wie beim Referenzlayout fünf Phasen und die insgesamt acht Speicherchips des Typs GDDR5 fassen jeweils 256 MB an Daten.

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An dieser Stelle lassen sich die Leistungsdaten des Dual-Slot-Kühlers am besten erkennen. Demnach stehen vier Heatpipes zur Verfügung, die direkt auf einer dicken Kupfer-Platte aufliegen. Zwei davon besitzen einen Durchmesser von 8 mm, die anderen beiden Pipes sind mit 6 mm etwas dünner. Der Axiallüfter auf der Rückseite hat einen Durchmesser von 85 mm.

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Optisch gesehen macht die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X einiges her. Nur der Aufkleber an der unteren linken Seite verrät, dass es sich hierbei um die übertaktete Version handelt. Die IceQ-X-Familie ist auch mit Standard-Frequenzen im Handel erhältlich. Zeit, unser Testmuster nun ausgiebig auf Herz und Nieren zu testen.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 295.73 WHQL
AMD Catalyst 12.3 Preview

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

Treibereinstellungen NVIDIA:

  • Texturfilterung: Qualität
  • Antialiasing - Gamma-Korrektur: Ein
  • Texturfilterung - Anisotrope Abtastoptimierung: Aus
  • Texturfilterung - Negativer LOD-Bias: Clamp

Textureinstellungen AMD:

  • Texturfilterung: Quality
  • Catalyst A.I.: aus/Quality

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

  • Entry
  • Performance
  • Extreme

LuxMark 2.0 (OpenCL):

  • Sala

 

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

  • 1680x1050 1xAA 16xAF 
  • 1680x1050 16xAA 16xAF
  • 1920x1080 1xAA 16xAF
  • 1920x1080 16xAA 16xAF
  • 2560x1600 1xAA 16xAF
  • 2560x1600 16xAA 16xAF

Rage (OpenGL):

  • 2560x1600 8xAA 16xAF

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

  • 1680x1050 1xAA 16xAF 
  • 1680x1050 8xAA 16xAF
  • 1920x1080 1xAA 16xAF
  • 1920x1080 8xAA 16xAF
  • 2560x1600 1xAA 16xAF
  • 2560x1600 8xAA 16xAF

The Witcher 2 (DX9):

  • 1680x1050 AA aus 16xAF 
  • 1680x1050 MLAA 16xAF
  • 1920x1080 AA aus 16xAF
  • 1920x1080 MLAA 16xAF
  • 2560x1600 AA aus 16xAF
  • 2560x1600 MLAA 16xAF

Metro 2033 (DX11):

  • 1680x1050 1xAA 16xAF 
  • 1680x1050 4xAA 16xAF
  • 1920x1080 1xAA 16xAF
  • 1920x1080 4xAA 16xAF
  • 2560x1600 1xAA 16xAF
  • 2560x1600 4xAA 16xAF 

Im Zuge der Umstellung unserer Testsysteme haben wir auch die Messwerte für Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke geändert. Ab sofort messen wir die maximalen Temperaturen und die Lautstärke sowie die maximale Leistungsaufnahme unter Crysis 2 bei 1920 x 1080 Bildpunkten und mit hinzugeschaltetem AF/AA. Die restlichen drei Messwerte entstehen zehn Minuten nach Systemstart. Die Lautstärke messen wir jeweils aus 30 cm Entfernung.

laut-idle

laut-last

Die Lautstärke einer Grafikkarte ist inzwischen zu einem echten Kaufkriterium vieler Nutzer geworden. Die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X leistet hier ganze Arbeit und dürfte auch die Herzen ambitionierter Silent-Fans höher schlagen lassen. Mit einem Schalldruck von maximal 50,4 dB(A) unter Last ist sie etwas laufruhiger als die Referenz und pendelt sich damit in der oberen Hälfte der leisesten Grafikkarten ein. Im normalen 2D-Betrieb konnten wir der Karte mit 36,6 dB(A) ebenfalls ein geringes Betriebsgeräusch attestieren.

strom-idle

strom-last

Wie bereits erwähnt, dürfte die Leistungsaufnahme aufgrund der werksseitigen Übertaktung etwas höher ausfallen, als wir sie bislang von anderen Radeon-HD-7870-Modellen gewohnt sind. In unseren Tests hat sich diese These bewahrheitet. Mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 302,5 Watt (gemessen am Gesamtsystem) ist der Unterschied zum normalen "Pitcairn XT"-Ableger aber nur sehr gering. Die Referenz begnügte sich mit runden 300 Watt. Im Leerlauf haben wir 108,8 Watt gemessen.

temp-idle

temp-last

Bei den Temperaturen kann der HIS-eigene Dual-Slot-Kühler seine Muskeln voll ausspielen und lässt den Grafikchip stets einen kühlen Kopf bewahren. Selbst unter Volllast wurde die filigrane 28-nm-GPU nicht wärmer als 63 °C. Unser Pressesample aus unserem Launch-Test wurde hier mit bis zu 71 °C deutlich heiser. Im Windows-Betrieb stehen sich die 34 °C der HIS-Karte den 36 °C der Referenz gegenüber - ein nur sehr geringer Unterschied.

Die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X weiß in den ersten drei Disziplinen durchaus zu gefallen. Zwar fällt die Leistungsaufnahme im 2D- wie auch im 3D-Betrieb etwas höher aus, dafür bleibt sie aber laufruhiger als die Referenz und erzeugt einen Schallpegel von maximal 50,4 dB(A). Die Temperaturen bleiben stets auf einem unbedenklichen Niveau und erzielen eigentlich sehr geringe Top-Werte. 


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Auch wenn HIS bei seiner Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X die Taktraten schon kräftig erhöhte, haben wir versucht noch weiter an den Reglern für Chip und Speicher zu drehen. Am Ende unserer Tests und nach zahlreichen Stabilitätstests konnten wir schließlich stabile 1140/1320 MHz erzielen. Verglichen mit anderen "Pitcairn"-Grafikkarten ist dieses Overclocking-Potential aber nicht ganz so gut. In der Regel sind hier mindestens zehn Megahertz mehr auf dem Grafikprozessor möglich. Der Speicher erwies sich ebenfalls nicht gerade als taktfreudig. Dennoch konnten wir die Frequenzen um weitere 40 bzw. 70 MHz nach oben treiben. Verglichen mit der Referenz immerhin ein Plus von 140 respektive 120 MHz. 

Leistungsmäßig wirkte sich das Overclocking wie folgt aus:

oc1

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Wer eine schnelle und leise Grafikkarte sucht, ist mit der HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X nicht schlecht beraten. Der HIS-eigene Dual-Slot-Kühler leistet ganze Arbeit und bleibt selbst unter Volllast angenehm laufruhig. In unseren Tests mussten wir einen Peak-Wert von 50,4 dB(A) messen. Damit gesellt sich der 3D-Beschleuniger zur oberen Hälfte der leisesten Grafikkarten - das Betriebsgeräusch fällt geringer aus als bei der Referenz.

Trotzdem behielt der Grafikprozessor stets einen kühlen Kopf. Unser Thermometer zeigte nicht mehr als 63 °C an. Ein Spitzenwert, verglichen mit vergleichbaren Karten. Kein anderer 3D-Beschleuniger blieb noch kühler und das trotz der ab Werk höheren Taktraten. Während AMD für seine Radeon HD 7870 Frequenzen von mindestens 1000/1200 MHz vorschreibt, erhöhte der Boardpartner die Taktraten seiner IceQ-X-Turbo-Version auf 1100 respektive 1250 MHz - immerhin 100 bzw. 50 MHz mehr. Damit einher geht aber auch eine leicht höhere Leistungsaufnahme. Gemessen am Gesamtsystem mussten wir unserem heutigen Testmuster einen maximalen Wert von 302,1 Watt attestieren. Der Unterschied zum Pressesample ist aber nur sehr gering.

Wer noch mehr aus seinem 3D-Beschleuniger herausholen möchte, der muss selbst Hand anlegen. Wir haben dies natürlich getan, mussten unsere Overclocking-Versuche aber schon bei 1140/1320 MHz abbrechen. Mehr war nicht aus Chip und Speicher herauszukitzeln. Die Leistung stieg damit aber nochmals an. 

Beim Lieferumfang beschränkte sich HIS leider wieder einmal mehr auf das Wesentliche und lieferte unserem Testmuster lediglich alle benötigten Kabel und Aadpater sowie einen Quick-Start-Guide samt Treiber-CD mit. Einzig eine CrossFire-Brücke fand sich noch im Karton. Hier hätten wir gerne etwas mehr gesehen. Vor allem einen actionreichen DirectX-11-Titel als Download-Gutschein, mit dem sich die Leistung der Grafikkarte gleich austesten ließe. 

Preislich müssen für die HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X etwa 320 Euro eingeplant werden. Der Aufpreis im Vergleich zum günstigsten Modell beträgt damit knapp 30 Euro. Wer auf die werksseitige Übertaktung verzichten kann, greift am besten zur normalen IceQ-X-Version. Diese war zum Testzeitpunkt allerdings noch nicht in unserem Preisvergleich erhältlich.

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Insgesamt eine leise und zugleich schnelle Grafikkarte mit eher unterdurchschnittlichem Overclocking-Potential. Für einen Award reicht diese Leistung jedoch nicht: Knapp vorbei!

HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X
Straßenpreis ab 320 Euro
Homepage HIS-Produktseite
Technische Daten
GPU Pitcairn XT
Fertigung 28 nm
Transistoren 2,8 Milliarden
GPU-Takt 1100 MHz
Speichertakt 1250 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 160,6 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1280 (1D)
Shadertakt 1100 MHz
Textur Units 80
ROPs 32
Pixelfüllrate 35,2 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFire
Lautstärke
Idle-Modus 36,6 dB(A)
Last-Modus 50,4 db(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 108,8 Watt
Last-Modus 302,5 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 36 °C
Last-Modus 63 °C

Positive Aspekte der HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X:

  • Angenehm leise
  • Hohe Taktraten ab Werk

Negative Aspekte der HIS Radeon HD 7870 IceQ X Turbo X:

  • Nur sehr geringes Overclocking-Potential
  • Spartanischer Lieferumfang