Test: MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III

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msi radeon_hd_7950_twin_frozr2_testDie Twin-Frozr-Serie kommt auf zahlreichen MSI-Grafikkarten zum Einsatz. Hinter den Kulissen arbeitet der OEM-Partner längst an einem Nachfolger des meist leisen und leistungsstarken Kühlsystems. Um den "Tahiti"-GPUs aber schnell ein eigenes Kühlsystem aufschnallen zu können, entschied sich MSI für die aktuelle Revision, die mit zahlreichen Aluminiumfinnen, dicken Kupfer-Heatpipes und zwei Axiallüftern aufwarten kann. Um das Gesamtpaket zu komplettieren, drehte der Hersteller auch unter der Haube leicht an der Taktschraube und lässt die 1792 Streamprozessoren und den 3072 MB großen GDDR5-Videospeicher mit 880 respektive 1300 MHz arbeiten. Wie sich die 430 Euro teure MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III geschlagen hat, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten. 

Während NVIDIA erst im Laufe dieser Woche seine neue "Kepler"-Grafikkarte vorstellen soll, hat die Konkurrenz bereits fast eine komplette neue Grafikkarten-Serie ins Rennen geschickt. Während die US-amerikanische Grafikschmiede mit der Radeon HD 7970 den Einstand der "Southern Islands"-Familie feierte, wenig später den kleineren Bruder, die "Cape Verde"- und "Pitcairn"-GPUs folgen ließ, müssen in niedrigeren Preis- und Leistungs-Segmenten die Modelle der älteren Radeon-HD-5000-Familie bestehen bleiben. Zeit, die die Boardpartner nutzten, um gegen NVIDIA nicht nur einen preislichen Vorsprung einfahren zu können (schließlich dürften uns bald Preissenkungen bevorstehen), sondern auch mit höheren Taktraten und leistungsstarken Kühlsystemen für Aufsehen sorgen konnten. Auch MSI hat diesen Weg eingeschlagen und seiner Radeon HD 7950 Twin Frozr III das hauseigene Kühlsystem aufgeschnallt. Das Flaggschiff, die MSI Radeon HD 7970 Lightning, welche in den kommenden Tagen offiziell den Markt betreten soll, wird sogar mit einer neuen Twin-Frozr-Generation ausgestattet sein. 

Der Kühler nimmt gewohnt zwei Slots in der Höhe ein. Um den Abtransport der heißen GPU-Abwärme kümmern sich neben zahlreichen Aluminiumfinnen und fünf bis zu 8 mm dicke Heatpipes auch zwei Axiallüfter mit einem Durchmesser von 80 mm. Die Spannungswandler der Grafikkarte und die Speicherchips müssen unter der Haube mit passiven Kühlkörpern auskommen. Insgesamt verspricht sich MSI damit einen Vorsprung von 13,7 dB(A) bzw. 10 °C gegenüber dem Referenzlayout von AMD. Um sich auch einen leistungsmäßigen Vorsprung zu verschaffen, drehte der Hersteller leicht an der Taktschraube und lässt seinen jüngsten "Tahiti Pro"-Ableger mit 880/1300 MHz arbeiten. Eine Steigerung von 80 bzw. 50 MHz für Chip und Speicher.

In der Vergangenheit konnte die dritte Generation des Twin-Frozr-Kühlers nicht immer überzeugen. Je nach Modell war er ein echter Radaubruder - und das nicht nur unter Last. Ob sich dieser Umstand bei der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III gebessert hat, versuchen wir in diesem Artikel zu klären.

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Bevor wir jedoch mit unseren Tests beginnen, werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Architektur der Grafikkarte. Die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III setzt auf AMDs "Tahiti Pro"-Chip, der bereits im fortschrittlichen 28-nm-Verfahren vom Band läuft und rund 4,3 Milliarden Transistoren unterhalten muss. Dafür bringt er es auf insgesamt 1792 Streamprozessoren, die sich in 28 Compute-Units organisieren müssen. Jede CU beherbergt vier SIMD-Einheiten, die sich nochmals in 16 ALUs zerteilen. Außerdem ist an jede CU eine Quad-TMU angeschlossen, womit es die Radeon HD 7950 auf insgesamt 112 Textureinheiten bringt.

Beim Speicherinterface legte AMD im Vergleich zur größeren Radeon HD 7970 keinerlei Hand an und verbaute weiterhin insgesamt sechs 64-Bit-Controller sowie 32 Rasterendstufen. Damit binden die schnellen GDDR5-Chips über einen 384 Bit breiten Datenbus an. Bei den Taktraten fährt die Grafikschmiede ein gewohnt hohes Level und lässt Chip und Speicher mit 800 respektive 1250 MHz arbeiten. MSI drehte bei seiner Twin-Frozr-III-Edition allerdings leicht an der Taktschraube und erhöhte die Frequenzen auf 880/1300 MHz. Statt des langweiligen Referenzkühlers, der mit einem Radiallüfter auskommen muss, verpasste MSI seinem neusten Serienzuwachs eine Dual-Fan-Lösung. 

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III
Straßenpreis ab 430 Euro
Homepage MSI-Produktseite
Technische Daten
GPU Tahiti Pro
Fertigung 28 nm
Transistoren 4,3 Milliarden
GPU-Takt 880 MHz
Speichertakt 1300 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 3072 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 249,6 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1792 (1D)
Shadertakt 880 MHz
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 25,6 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFireX

Dank der höheren Taktraten um 80 bzw. 50 MHz liegen Pixelfüllrate und Speicherbandbreite im Vergleich zur Referenz auf einem leicht höheren Level. Diese liegen jetzt bei 25,6 Gigapixel bzw. bei 249,6 GB/Sek. 

gpuz

Wie sich die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III in unserem Test geschlagen hat, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. Beginnen wollen wir mit einem näheren Blick auf den Testkandidaten selbst. 


alles

Während NVIDIAs GeForce GTX 680 noch auf sich warten lässt und anfangs nur mit Referenzkühler erhältlich sein dürfte, gibt es bei der Konkurrenz eine ganze Reihe Grafikkarten, die sich nicht an die Vorgaben der US-amerikanischen Grafikschmiede halten müssen. Auch die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III ist ein solcher Vertreter. 

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Wirft man einen Blick auf die Rückseite der Grafikkarte, so findet man keinerlei Besonderheiten. Auch das Printed Circuit Board (PCB) ist mit einer Länger von knapp 26 cm genauso lang wie unser Pressesample direkt von AMD.

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Das Kühlsystem stellt fünf bis zu 8 mm dicke Heatpipes, zahlreiche Aluminiumfinnen und zwei 80-mm-Lüfter zur Verfügung. Die hitzigen Spannungswandler des Testmusters sind mit passiven Kühlkörpern versehen, die GDDR5-Chips ebenso. 


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Um den Stromhunger der Grafikkarte stillen zu können, müssen zwei zusätzliche 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker angeschlossen werden. Damit könnte der 3D-Beschleuniger zusammen mit dem PCIe-Interface bis zu 225 Watt aus dem Netzteil ziehen. Die maximale Leistungsaufnahme beziffert der Hersteller aber nur auf 200 Watt. Ein bisschen Luft für noch höhere Taktraten als 880/1300 MHz sollte also noch vorhanden sein. 

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Auf dem Slotblech warten mit DVI, HDMI und mini-DisplayPort die üblichen Anschlüsse auf ihre Verwendung. Von Letzteren gibt es auch hier wieder zwei Ausgänge. Alle vier Anschlüsse befinden sich dabei auf der unteren Hälfte der Dual-Slot-Blende. Die obere Hälfte ist von einigen Lüftungsschlitzen im MSI-Logo-Design zur besseren Durchlüftung der Grafikkarte durchzogen.

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Um auch zukünftig für aktuelle Spieletitel gewappnet zu sein, unterstützt die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III CrossFireX und erlaubt so den Betrieb von insgesamt vier gleichwertigen Grafikkarten. Wer ein passendes Mainboard sein Eigen nennt, kann später die ein oder andere Grafikkarte nachkaufen und so die Leistung seines Systems weiter nach oben treiben.


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Unter der Haube des Hersteller-eigenen Twin-Frozr-III-Kühlers versteckt sich AMDs "Tahiti Pro"-GPU, die bereits im fortschrittlichen 28-nm-Verfahren vom Band läuft und rund 4,3 Milliarden Transistoren unterhalten muss. Zur besseren Kühlung des Chips ist dieser um 45 Grad gedreht. Die hitzigen Spannungswandler und die kleinen Speicherchips werden zudem von einem passiven Kühlkörper auf Temperatur gehalten.

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Um für noch höhere Taktraten zu sorgen, verpasste MSI seiner Radeon HD 7950 Twin Frozr III neben hochwertigen Bauteilen der MilitaryClass-Reihe auch eine aufgemöbelte Spannungsversorgung. Musste das Referenzlayout noch mit 4+1-Phasen vorliebnehmen, sind es bei diesem Modell 6+1-Phasen. 

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An dieser Stelle noch ein genauerer Blick auf Spannungsversorgung und restliche Bauteile der MilitaryClass-Reihe.


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Das Kühlsystem soll vor allem unter Last seine Muskeln ausspielen können und dennoch für ein angenehm leises Betriebsgeräusch sorgen. Hierfür finden sich fünf bis zu 8 mm dicke Kupfer-Heatpipes und zwei Axiallüfter mit einem Durchmesser von 80 mm wieder.

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Während MSI vielen seiner Grafikkarten hier und da ein richtiges DirectX-11-Spiel beilegt, beschränkt sich der Hersteller bei seiner Radeon HD 7950 Twin Frozr III wieder auf das Wesentliche und begnügt sich mit der Beilage aller nötigen Adapter für die Stromversorgung und die Anschlüsse. Ansonsten findet sich im Karton nur noch eine CrossFire-Brücke, ein Quick-Start-Guide und die Treiber-CD.

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Aufgrund der werksseitigen Übertaktung sollte die Leistung der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III etwas höher ausfallen als bei der Referenz. Das eigene Kühlsystem soll leiser agieren und gleichzeitig für niedrigere Temperaturen sorgen. Ob das gelingt, klären wir nun.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 4,2 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 4,2 GHz
Mainboard ASUS P9X79
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 7 64 Bit mit SP1
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv) 
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1620/1002 MHz, 1024 MB) 
NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB) 
AMD Radeon HD 7870 (1000/1000/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7850 (860/860/1200 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 7770 (1000/1000/1125 MHz, 1024 MB) 
AMD Radeon HD 7750 (800/800/1125 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv) 
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB) 
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6790 (840/840/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6770 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 295.73 WHQL
AMD Catalyst 12.3 Preview

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten!

LOGOS

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark 11 (DX11):

LuxMark 2.0 (OpenCL):
  • Sala

Anno 2070 (DX11):

Battlefield 3 (DX11):

Call of Duty: Modern Warfare 3 (DX9):

Crysis Warhead (DX10):

Crysis 2 (DX11):

  • 1680x1050 1xAA 16xAF 
  • 1680x1050 16xAA 16xAF
  • 1920x1080 1xAA 16xAF
  • 1920x1080 16xAA 16xAF
  • 2560x1600 1xAA 16xAF
  • 2560x1600 16xAA 16xAF

Rage (OpenGL):

  • 2560x1600 8xAA 16xAF

The Elder Scrolls V: Skyrim (DX9):

  • 1680x1050 1xAA 16xAF 
  • 1680x1050 8xAA 16xAF
  • 1920x1080 1xAA 16xAF
  • 1920x1080 8xAA 16xAF
  • 2560x1600 1xAA 16xAF
  • 2560x1600 8xAA 16xAF

The Witcher 2 (DX9):

  • 1680x1050 AA aus 16xAF 
  • 1680x1050 MLAA 16xAF
  • 1920x1080 AA aus 16xAF
  • 1920x1080 MLAA 16xAF
  • 2560x1600 AA aus 16xAF
  • 2560x1600 MLAA 16xAF

Metro 2033 (DX11):

  • 1680x1050 1xAA 16xAF 
  • 1680x1050 4xAA 16xAF
  • 1920x1080 1xAA 16xAF
  • 1920x1080 4xAA 16xAF
  • 2560x1600 1xAA 16xAF
  • 2560x1600 4xAA 16xAF 

Im Zuge der Umstellung unserer Testsysteme haben wir auch die Messwerte für Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke geändert. Ab sofort messen wir die maximalen Temperaturen und die Lautstärke sowie die maximale Leistungsaufnahme unter Crysis 2 bei 1920 x 1080 Bildpunkten und mit hinzugeschaltetem AF/AA. Die restlichen drei Messwerte entstehen zehn Minuten nach Systemstart. Die Lautstärke messen wir jeweils aus 30 cm Entfernung.

laut-idle

laut-last

Die Lautstärke der Radeon HD 7950 bewegt sich beim Pressesample im Leerlauf schon auf einem angenehm niedrigen Niveau. Dies gilt auch für das neuste MSI-Muster. Im normalen 2D-Betrieb konnten wir für beide Probanden 35,6 dB(A) messen. Unter Last liegt die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III deutlich vor der Referenz und erzeugte laut unseren Messungen nur einen Schallpegel von angenehmen 46,7 dB(A). Die Referenz wurde mit 51,1 dB(A) schon etwas lauter. Insgesamt betrachtet fällt die Lautstärke der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III sehr gut aus. Die anfänglichen Probleme der Twin-Frozr-III-Reihe gehören damit wohl der Vergangenheit an - im BIOS sind die Einstellungen nicht mehr ganz so aggressiv gewählt. 

strom-idle

strom-last

Auch bei der Leistungsaufnahme ergeben sich zwischen der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III und der Referenz kaum Unterschiede. Während sich unser Testkandidat im Leerlauf mit 111,2 Watt leicht mehr genehmigt als die Referenz mit 108,3 Watt, zieht das Gesamtsystem trotz der werksseitigen Übertaktung unter Last mit 307,7 Watt etwas weniger aus der Steckdose als mit dem Pressesample direkt von AMD. Mit Letzterem mussten wir schon 316,3 Watt messen. 

temp-idle

temp-last

Bei den Temperaturen spielt der Twin Frozr III-Kühler seine Muskeln aus und hielt die filigrane 28-nm-GPU unter Volllast rund zehn Grad kühler. Wir attestierten dem Grafikprozessor eine Temperatur von 62 °C, wohingegen es beim Referenzmodell noch 72 °C waren. Im Windows-Betrieb ist der Unterschied nicht ganz so groß. Hier stehen 36 °C des MSI-Modells und 37 °C der Referenz gegenüber.

Schon in den ersten drei Disziplinen weiß die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III zu gefallen. Während die Temperaturen auf einem deutlich geringeren Level liegen, fällt auch die Leistungsaufnahme unter Last nicht ganz so hoch aus wie bei der Referenz und das trotz der werksseitig höheren Frequenzen um 80 bzw. 50 MHz. Auch die Lautstärke ist mit maximal 46,7 dB(A) auf einem erfreulich ruhigen Niveau. Silentfans können hier beruhigt zugreifen.


Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

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Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

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Als Geralt von Riva, dem Helden und Protagonisten des Fantasy-Rollenspiels The Witcher 2, kämpft und zaubert sich der Spieler durch die detailreich inszenierte Spielwelt. Assassins of Kings knüpft als Nachfolger von The Witcher nahtlos an dessen Ereignisse an, wobei der nicht-lineare Handlungsverlauf auch bei mehreren Durchgängen Spannung verspricht. Die eigens für den im Jahr 2010 veröffentlichten Titel entwickelte Red Engine (DX9) hob den Grafikstandard für Rollenspiele an und stieß bei Spielern und der Fachpresse auf hohe Anerkennung. So bezeichneten die Programmierer von CD Projekt RED ihre Engine als "beste Rollenspiel-Engine der Welt".

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Die Erfolgsmarke Call of Duty wurde mit Modern Warfare 3 Ende 2011 zum bereits achten Mal mit einer Fortsetzung versehen. Der Egoshooter besticht durch bildschirmfüllende Daueraction ohne echte Verschnaufspausen. Durch die starke und brachiale Inszenierung fühlt sich der Spieler dank der Möglichkeiten der IW Engine 4.0 (DX9) in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehens versetzt. Laut Entwickleraussagen zeichnet sich die Engine vor allem durch das vertikale Gameplay und die äußerst detailliert ausgearbeiteten Texturen aus.

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Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

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Die Battlefield-Serie erfuhr mit der Veröffentlichung des dritten Teils den vorläufigen Höhepunkt der virtuell erlebbaren Multiplayer-Action auf weitläufigen Schlachtfeldern. Differenzierte Soldatenklassen, realitätsgetreu modellierte Waffen und Fahrzeuge stellen in Verbindung mit der leistungsstarken Frostbite 2-Engine (DX11) das momentane Nonplusultra des Actiongenres dar. Die grafische Darstellung besticht durch enorme Weitsicht und wirklichkeitsnahe Bewegungsabläufe des eigenen Soldaten. Langzeitmotiviation ist dank des Aufstiegssystems mit unzählig vielen freischaltbaren Waffen und Gadgets garantiert, wobei mit Hilfe des Battlelogs stets die Übersicht gewahrt wird.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende CryEngine 2 sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht immer gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwenden Crysis Warhead im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Das auf der CryEngine 3 (DX11) basierende Crysis 2 entführt den Spieler in das apokalyptisch inszenierte New York. Die Ceph, die dem Insider bekannte Alienrasse aus dem ersten Teil, setzen auch im zweiten Teil alles daran, die Menschheit zu vernichten. Der Hauptcharakter namens Alcatraz, der zu Beginn durch unglückliche Umstände in Besitz des Nano-Suits gelangt, setzt sich fortan mit Waffengewalt und übermenschlichen Fähigkeiten, die der Anzug seinem Träger verleiht, gegen die Invasion zur Wehr. Im Gegensatz zum ersten Teil kommen auch Besitzer schwächerer PCs im optionalen Direct-X-9 Modus in den ruckelfreien Spielgenuss. Dies ist vor allem dem technischen Kompromiss geschuldet, den die Entwickler hinsichtlich der Konsolenportierung eingehen mussten. Die entsprechend vorhandene Hardware vorausgesetzt, kann als kleines Gimmick sogar im 3D-Modus auf Alienjagd gegangen werden.

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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MSI hat es schon vorgemacht und leicht an der Taktschraube für Chip und Speicher gedreht. Während AMD eigentlich Frequenzen von 800/1250 MHz vorsieht, lässt der Hersteller seinen jüngsten "Tahiti"-Ableger mit 880 respektive 1300 MHz arbeiten. Ein Taktplus von immerhin 80 bzw. 50 MHz. Da der Kühler ganze Dienste leistet, war uns dieses Taktupgrade nicht groß genug und wir versuchten noch weiter an den Reglern zu drehen. Nach zahlreichen Abstürzen, Systemfreezes und Stabilitätstests konnten wir am Ende die magische 1,0-GHz-Schallmauer durchbrechen und den Chip noch mit 1015 MHz fehlerfrei betreiben. Den 3072 MB großen GDDR5-Videospeicher konnten wir auf immerhin 1420 MHz übertakten. Eine Steigerung von 135/120 MHz gegenüber dem Hersteller-Takt bzw. eine Steigerung von 215/170 MHz gegenüber der Referenz.

Vergleicht man dieses Ergebnis allerdings mit anderen Modellen der Radeon HD 7950, die wir bislang bei uns in der Redaktion testen konnten, so ist der Potential der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III eher unterdurchschnittlich. Andere Modelle konnten wir selbst mit 1060 MHz noch fehlerfrei durch unseren Benchmark-Parcours jagen. Hier hätten wir uns mehr erwartet. 

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In der Vergangenheit hatten MSI-Grafikkarten, die mit dem Twin-Frozr-III-Kühler ausgestattet waren, bei uns einen schweren Stand. Trotz erstaunlich niedrigerer Temperaturen arbeiteten die beiden Axiallüfter meist viel zu laut. Für die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III gilt dies jedoch nicht. Selbst unter Volllast arbeiten die beiden 80-mm-Lüfer mit einem Schalldruck von maximal 46,7 dB(A) erfreulich laufruhig und liefern trotzdem vergleichbar niedrige Temperaturen. Während unserer Crysis-2-Tests dümpelte die Chip-Temperatur der filigranen "Tahiti Pro"-GPU, die bereits im fortschrittlichen 28-nm-Verfahren vom Band läuft, bei 62 °C herum. Die Referenz wurde knapp zehn Grad wärmer.

Trotz der werksseitigen Übertaktung fällt auch die Leistungsaufnahme nicht höher aus. Im Gegenteil verglichen mit unserem Pressesample zur Radeon HD 7950 sogar etwas geringer. Das gesamt Testsystem genehmigte sich unter Volllast 307,7 Watt, während die gleichen Komponenten mit Pressesample schon nach 316,3 Watt dürsteten. Dieses Ergebnis ist wohl dem Optimierungen am Printed Circuit Board (PCB) sowie den hochwertigen Bauteilen zuzuschreiben. Im Leerlauf zog die Grafikkarte gemeinsam mit den restlichen System-Komponenten mit 111,2 Watt hingegen geringfügig mehr aus dem Netzteil. 

Die Übertaktung um 80 bzw. 50 MHz katapultiert die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III über das Leistungsniveau, was wir bisher von einer Radeon HD 7950 gewohnt waren. Mit eigener Übertaktung konnten wir die Leistung der Test-Grafikkarte noch weiter erhöhen, erreichten mit 1015/1420 MHz aber ein eher unterdurchschnittliches Ergebnis. Vielleicht erweisen sich spätere Revisionen als taktfreudiger. Beim Lieferumfang beschränkt sich MSI dieses Mal leider nur auf das Wesentliche und liefert neben einem Quick-Start-Guide und einer Treiber-CD nur noch die wichtigsten Adapter für die Anschlüsse und die Stromversorgung des 3D-Beschleungiers mit. Einen actionreichen Spieletitel hätten wir uns bei einem Preis von 430 Euro schon gewünscht. 

Insgesamt aber eine laufruhige und leistungsstarke Grafikkarte mit eher unterdurchschnittlichem Overclocking-Potential. 

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Die MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III tut das, was sie soll: Leise arbeiten und dabei auch noch einen kühlen Kopf behalten. Einzig das Overclocking-Potential hätte besser ausfallen und MSI ein klein wenig großzügiger beim Lieferumfang sein können. Preislich werden schließlich 430 Euro fällig. Haarscharf an einem Award vorbeigeschossen.

MSI Radeon HD 7950 TwinFrozr III
Straßenpreis ab 430 Euro
Homepage MSI-Produktseite
Technische Daten
GPU Tahiti Pro
Fertigung 28 nm
Transistoren 4,3 Milliarden
GPU-Takt 880 MHz
Speichertakt 1300 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 3072 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 249,6 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1792 (1D)
Shadertakt 880 MHz
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 25,6 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFireX
Lautstärke
Idle-Modus 35,6 dB(A)
Last-Modus 64,7 db(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 111,2 Watt
Last-Modus 307,7 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 36 °C
Last-Modus 62 °C

Positive Aspekte der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III:

Negative Aspekte der MSI Radeon HD 7950 Twin Frozr III: