Test: AMD Radeon HD 7950

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6970-logoUrsprünglich für den 9. Januar geplant, verschob AMD den Start der Radeon HD 7950 auf den heutigen Tag - laut eigener Aussage soll so ausreichende Verfügbarkeit gewährleistet werden. Aus diesem Grund sind vermutlich auch gleich mehrere Hersteller in der Lage, eigene Kühllösungen auf der Radeon HD 7950 zu verbauen. Die ersten Modelle haben wir uns in einem gesonderten Artikel genauer angeschaut. AMD zeigt sich ohnehin sehr flexibel, wenn es um den Launch neuer Produkte geht. Die Radeon HD 7970 (Hardwareluxx-Artikel) zog man vom 9. Januar 2012 auf den 22. Dezember 2011 vor. Dies alles ist aber nur noch ein Nebengeräusch, denn heute will AMD mit der Radeon HD 7950 auch in der oberen Mittelklasse mit der "Southern Island"-Generation einsteigen. Wie auch schon bei der Radeon-HD-6900-Serie unterscheiden sich die beiden schnellsten Single-GPU-Karten nur in einigen wenigen Details.

Die Radeon HD 7970mit der Tahiti-XT-GPU und den 2048 Shader-Prozessoren soll laut Aussage von AMD bereits der Vollausbau der Fertigung sein. Es sind keinerlei Reserven mehr vorhanden - AMD aber besonders TSMC scheinen einen guten Job in der neuen 28-nm-Fertigung zu machen, denn üblicherweise können zu Beginn einer solchen Umstellung nur abgespeckte Chips ausgeliefert werden.

Etwas Ausschuss ist bei jeder Fertigung zu erwarten und völlig normal. Auch wenn wir nicht von Resteverwertung sprechen wollen so ist der Launch der Radeon HD 7950 keine Überraschung, sondern ein logischer Schritt. Erstens kann die Fertigung so besser ausgenutzt und zweitens der Markt breiter angesprochen werden. 

Nach den ersten  Impressionen schauen wir uns die technischen Daten etwas genauer an.

NVIDIA GeForce GTX 570

NVIDIA GeForce GTX 580

AMD Radeon HD 6950 AMD Radeon HD 6970 AMD Radeon HD 7950 AMD Radeon HD 7970
GPU GF110 GF110 Cayman PRO Cayman XT Tahiti PRO Tahiti XT
Fertigung 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 28 nm 28 nm
Anzahl Transistoren 3 Milliarden 3 Milliarden 2,6 Milliarden 2,6 Milliarden

4,3 Milliarden

4,3 Milliarden
Die-Größe 530 mm² 530 mm² 389 mm² 389 mm² 365 mm² 365 mm²
GPU-Takt 732 MHz 772 MHz 800 MHz 880 MHz 800 MHz 925 MHz
Speichertakt 950 MHz 1000 MHz 1250 MHz 1375 MHz 1250 MHz 1375 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1280 MB 1536 MB 2048 MB 2048 MB 3072 MB 3072 MB
Speicherinterface 320 Bit 384 Bit 256 Bit 256 Bit 384 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 152 GB/Sek. 192 GB/Sek. 160 GB/Sek. 176 GB/Sek. 240 GB/Sek. 264 GB/Sek.
Shader Model 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0
DirectX 11 11 11 11 11.1 11.1
Shader-Einheiten 480 (1D) 512 (1D) 1408 (352 4D) 1536 (384 4D) 1792 (1D) 2048 (1D)
Shader-Takt 1464 MHz 1544 MHz 800 MHz 880 MHz 800 MHz 925 MHz
Texture Units 60 64 88 96 112 128
ROPs 40 48 32 32  32 32
maximale Leistungsaufnahme 219 Watt 244 Watt 200 Watt 250 Watt  200 Watt 250 Watt
minimale Leistungsaufnahme - 30-32 Watt 20 Watt 20 Watt  2,6 Watt 2,6 Watt
CrossFire/SLI SLI SLI CrossFireX CrossFireX CrossFireX CrossFireX


Die Radeon HD 7950 basiert auf der gleichen GPU wie die Radeon HD 7970. Zum Einsatz kommt die Tahiti-GPU mit sage und schreibe 4,3 Milliarden Transistoren. Effektiv genutzt werden dürften davon aber etwas weniger. Legt man die Anzahl der Shader-Prozessoren zu Grunde, dürften bei Tahiti PRO in etwa 3,7 Milliarden Transistoren auch elektrisch angesprochen werden. Die Radeon HD 7950 kommt auf 1792 Shader-Prozessoren, die sich aus 28 Compute-Units zu je vier SIMDs und 16 ALUs zusammensetzen. Den Aufbau der "Graphics Core Next"-Architektur schildern wir ausführlich in unserem Artikel zur Radeon HD 7970. Aus dieser Beschneidung resultieren auch die 112 Texture-Units. Die Anzahl der ROPs hat AMD bei 32 belassen. Die theoretische Rechenleistung der Radeon HD 7970 liegt bei 3,97 TFlops, die Radeon HD 7950 kommt laut AMD auf 2,87 TFlops.

Neben der architektonischen Beschneidung hat AMD aber auch den Takt reduziert. Die GPU arbeitet im Referenzdesign mit 800 MHz, während der Speicher auf 1250 MHz kommt. Der Speicher ist in der Kapazität mit 3072 MB zur Radeon HD 7970 identisch, ebenso wie die Anbindung über ein 384 Bit breites Interface. Aufgrund des geringeren Taktes kommt die Radeon HD 7950 auf eine Speicherbandbreite von 240 GB/Sek., was immer noch deutlich mehr ist, als NVIDIA bei der GeForce GTX 580 mit 192 GB/Sek. bieten kann. Die maximale Leistungsaufnahme gibt AMD mit 200 Watt an - der typische Verbrauch dürfte leicht darunter liegen. Im Idle-Betrieb mit ZeroCore Power gibt AMD einen Verbrauch von 2,6 Watt an. Wir messen den Idle-Verbrauch allerdings noch mit eingeschalteten Display.

7950-amd-gpuz

Wie schon bei der Radeon HD 7970 der Fall, stimmen Pixel- und Texelfüllrate bei GPU-Z für Tahiti-GPUs noch nicht. Bei 800 MHz GPU-Takt sind es 25,6 GPixel/Sek. sowie 89,6 GTexel pro Sekunde. Hinzu kommt bei der Radeon HD 7950 eine fehlerhafte maximale Speicherbandbreite, da das Tool von 1375 MHz für den VRAM ausgeht - bei 1250 MHz sind es richtigerweise 240 GB pro Sekunde. Nach all der Theorie wollen wir uns die Radeon HD 7950 im Referenzdesign einmal etwas genauer anschauen.


Wie immer beginnen wir mir der äußeren Betrachtung der Karte.

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Auf den ersten Blick wird klar: Die Radeon HD 7970 und 7950 unterscheiden sich rein äußerlich nicht. AMD setzt auf die gleiche Referenzkühlung, die wir sicher auch auf einigen Retail-Modellen sehen werden. Auf die Details gehen wir später noch etwas genauer ein.

radeon7950-1-rs

Die Rückseite des PCBs macht dann recht schnell klar, dass AMD auf ein identisches Design der Radeon HD 7950 zur 7970 setzt. Wie auch bei der Radeon HD 7970 verzichtet AMD auf eine Backplate. Auf der nächsten Seite haben wir beide Karten einmal im direkten Vergleich gegenübergestellt.

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Die leicht modifizierten Lüfterschaufeln sollen bei gleicher Drehzahl das Luftvolumen und die Geräuschentwicklung reduzieren. So wirklich überzeugen konnte das Referenzdesign bei der Radeon HD 7970 nicht. Vielleicht ist dies aber mit der Radeon HD 7950 und der geringeren Leistungsaufnahme anders.

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Genau wie die Radeon HD 7970 auch, erlaubt die Radeon HD 7950 mit ihren beiden CrossFire-Anschlüssen den Betrieb von bis zu vier Karten in einem CrossFireX-Verbund. Links davon zu sehen ist der BIOS-Switch, über den sich zwischen den beiden BIOS-Chips wählen lässt. Das primäre BIOS ist geschützt und kann nicht überschrieben werden.

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Aufgrund der geringeren Leistungsaufnahme reichen der Radeon HD 7950 zwei 6-Pin-Anschlüsse aus. Die theoretisch maximale Leistungsaufnahme liegt somit bei 225 Watt.

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Auch wenn AMD den primären Luftstrom in Richtung des Slotblechs vorsieht, so kann dennoch ein Teil der Luft nach hinten entweichen. Dazu sind hier die beiden Öffnungen vorhanden.

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Auch die Slotblende der Radeon HD 7950 ist mit der Radeon HD 7970 identisch. Zu finden sind einmal Dual-Link-DVI und HDMI sowie zweimal Mini-DisplayPort. AMD und die Partner legen einen HDMI-DVI- und aktiven Mini-DisplayPort-DVI-Adapter bei. Die zweite Hälfte der Slotblende dient als Auslassöffnung für die Lüftung. Hier wird ein Großteil der warmen Luft nach außen geblasen.


 Weiter geht es mit der Betrachung der Karte ohne Kühler.

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Der direkte Vergleich des PCB einer Radeon HD 7970 und 7950 offenbar: AMD setzt hier auf das gleiche Design bei der Spannungs- und Stromversorgung - deaktiviert aber eine Phase. Bei den sonstigen Komponenten sind keinerlei Unterschiede auszumachen.

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So überrascht es auch nicht, dass auch auf der Vorderseite so gut wie keine Unterschiede zu finden sind.

radeon7950-1-rs

Die "Tahiti"-GPU wird durch einen Rahmen geschützt, der ungleichen Druck durch den Kühler etwas ausgleichen soll. Auf der GPU selbst ist keinerlei Beschriftung zu erkennen. 12 Speicherchips zu jeweils 256 MB sind rings um die GPU platziert worden. Beim GDDR5-Speicher handelt es sich um den gleichen, der auch schon auf der Radeon HD 7970 zum Einsatz kommt. Er stammt aus dem Hause Hynix.

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Die 5-phasige Strom- und Spannungsversorgung noch einmal im Detail. Aufgrund der niedrigeren Leistungsaufnahme verwendet AMD bei der Radeon HD 7950 4+1 statt 5+1 Phasen wie bei der Radeon HD 7970; das +1 steht für jeweils eine separate Phase zur Versorgung des VRAMs - der Großteil der Phasen wird also immer für die GPU verwendet. Zur Überwachung der Spannungen wird ein Chip von Chil eingesetzt. Einige freie Lötpads erlauben auch die externe Überwachung von Spannungen.

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Auch wenn auf der GPU selbst keinerlei Beschriftungen zu erkennen sind (auch nach Entfernen der Wärmeleitpaste), so zeigt zumindest der Rahmen auf der GPU einige Buchstaben und Zahlen. Diese lassen allerdings keine direkten Rückschlüsse zu, sondern könnten eher für Overclocker interessant werden, da es sich um Revisions- bzw. Batch-Informationen handelt.

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Ebenfalls keinerlei Unterschied besteht in der Referenzkühlung der Radeon HD 7950 zur 7970. Zum Einsatz kommt die Vapor-Chamber in der sechsten Generation in einem massiven Kupferblock.

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Der Radiallüfter bläst einen Großteil seiner Luft in Richtung der Slotblende. Allerdings lässt AMD einige Öffnungen, um auch einige Komponenten am hinteren Ende des PCBs zu kühlen.

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Die massive Kupferplatte gibt ihre Wärme an einen Heatsink aus Aluminium ab, durch den der Lüfter dann die kühle Luft bläst.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7 Extreme 965 wird von 3,2 GHz auf 3,875 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7 Extreme 965 3,2 GHz übertaktet auf 3,875 GHz
Mainboard ASUS P6T6 WS Revolution
Arbeitsspeicher Corsair XMS3 Dominator 4 GB PC3-12800U CL 7-7-7-20
Festplatte Seagate Barracuda 7200.11 320 GB
Netzteil Corsair HX1000
Betriebssystem Windows 7 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv)
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1280 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1464/950 MHz, 1280 MB)
NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTS 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 480 (700/1401/924 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 470 (608/1215/838 MHz, 1280 MB)
NVIDIA GeForce GTX 465 (608/1215/802 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 460 (675/1350/900 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTS 450 (783/1566/902 MHz, 1024 MB)
AMD AMD Radeon HD 7970 (925/925/1375 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 7950 (800/800/1250 MHz, 3072 MB)
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv)
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)
AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 5970 (725/725/1000 MHz, 2048 MB - 1024 MB effektiv)
AMD Radeon HD 5870 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 5850 (725/725/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 5830 (800/800/1000 MHz, 1024 MB)
Treiber:
NVIDIA

GeForce 285.76

AMD AMD Catalyst 11.12 (8.921.2-111215a-130438E-ATI)

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark06:
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
Futuremark 3DMark Vantage (PhysX aus):
- Performance
- High
- Extreme
 
Resident Evil 5 (Motion Blur - an, Shadow Detail - High, Texture Detail - High, Overall Quality - High):
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
H.A.W.X. 2 (DirectX 11, alles hoch bzw. ein):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
Far Cry 2 (DirectX 10, Performance - Very High, Overall Quality - Optimal, alles andere High):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
Unigine Heaven 2.0 (DirectX 11, Shader - High, Tesselation - Normal):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
Metro 2033 (DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
Mafia II (alles High bzw. ein, ohne Apex):
- 1680x1050 kein AA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 kein AA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 kein AA16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
 
STALKER (2560x1600, DirectX 11, Preset - Extreme, 4x MSAA, SSAO Mode - Default, SSOA Quality - Medium, enable Tesselation)
- Day
- Night
- Rain
- Sun
 
Anno 1404 (alles an/hoch, Kampagne starten und die ersten 60 Sekunden):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
 
Crysis Warhead (DirectX 10, Enthusiast):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
 
Framediagramme:
 
Medal of Honor (2560x1600, Grüße aus Bagram - die ersten 60 Sekunden)
Metro 2033 (2560x1600, DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert)

Futuremark 3DMark Vantage (PhysX aus):

Futuremark 3DMark 11:

Resident Evil 5 (Motion Blur - an, Shadow Detail - High, Texture Detail - High, Overall Quality - High):

H.A.W.X. 2 (DirectX 11, alles hoch bzw. ein):

Far Cry 2 (DirectX 10, Performance - Very High, Overall Quality - Optimal, alles andere High):

Unigine Heaven 2.1 (DirectX 11, Shader - High, Tesselation - Normal):

Metro 2033 (DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert):

Mafia II (alles High bzw. ein, ohne APEX PhysX):

Anno 1404 (alles an/hoch, Kampagne starten und die ersten 60 Sekunden):

Crysis Warhead (DirectX 10, Enthusiast, Frost Flythrough):

Frameverläufe: 


Beginnen wollen wir mit den Messungen:

mess1 

Im Idle-Zustand arbeiten die Radeon HD 7950 und 7970 mit gleichem Takt: 300 MHz für die GPU und 150 MHz für den Speicher. Daher liegen die beiden Karten hier nahezu gleichauf. AMD hat mit der "Southern Island"-Generation besonders effiziente Idle-Stati einführen können.

mess2 

Unter Last steigt der Verbrauch natürlich an. Bereits die Radeon HD 7970 konnte aber zeigen, dass sich mit einem vergleichsweise geringen Stromverbrauch eine deutlich höhere Leistung erreichen lässt. Die Radeon HD 7950 macht es ihrer großen Schwester nach. Der 28-nm-Prozess kann hier seine Stärken ausspielen.

 mess3

Der Referenzkühler hat mit der Abwärme im Idle-Betrieb keine größeren Schwierigkeiten. 42 °C gehen, wie wir später sehen werden, mit einer guten Idle-Lautstärke einher.

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Unter Last liegen die beiden Karten der Radeon-HD-7900-Serie im guten Mittelfeld. Der Kühler hat keinerlei Schwierigkeiten die GPU in einem guten Temperaturbereich zu halten.

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Die Idle-Lautstärke spielt eine entscheidende Rolle, denn in diesem Zustand dürften sich die meisten Karten über den Großteil ihres Betriebes befinden. Mit 51,2 dB liegt die Radeon HD 7950 mit der 7970 gleichauf und im Mittelfeld des Testfeldes.

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Besonders interessant ist die Lautstärke im Last-Betrieb. Die Referenzkühlung der Radeon-HD-7900-Serie darf als durchgängig gut beurteilt werden. Über die alternativen Kühlungen erwarten wir hier allerdings noch deutliches Steigerungspotenzial.


Mit den ersten Performance-Messungen beginnen wir im 3DMark Vantage. Der 3DMark Vantage in seiner aktuellen Version ist sehr grafikkartenlastig und damit ideal für unsere Zwecke geeignet. Um die 3D-Grafikpracht flüssig zu genießen, ist aber auch eine schnelle CPU notwendig. Der Download von 3DMark Vantage ist wie immer in unserer Download-Area möglich.


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Auch die neuste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

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Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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Zur Vollversion von Resident Evil 5 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.


Zur Vollversion von Far Cry 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen die Macher von Crysis. Die als Basis dienende Cry-Engine sorgt dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwendeten Crysis im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Zur Vollversion von Crysis Warhead in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Fortsetzung der berühmten und mehrfach ausgezeichneten Aufbaustrategie-Serie kommt im neuen Gewand daher und heißt Anno 1404. 2009 erschienen, fesselt Ubisofts Anno 1404 den Spieler erneut und lässt ihn den Orient im 15. Jahrhundert erkunden. Das Motto hier - siedeln in Perfektion. Sämtliche Gebäude wurden noch einmal detaillierter dargestellt, das Meer bewegt sich noch realistischer, Flora und Fauna sind eine richtige Augenweide. Selbst die Mühlen hört man knarzen, Vögel fliegen umher und Rauch steigt von Feuerstellen empor. Weiterhin stehen dem Spieler größere Inseln denn je zuvor zur Verfügung, wo er eine mächtige Zivilisation errichten und neue Technologien erforschen kann. Wird der Schieberegler für die Details und Effekte ganz nach rechts geschoben, fordert Anno 1404 das System ordentlich und zeigt, was in ihm steckt.

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Unigine Heaven 2.1 beinhaltet zahlreiche Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Dazu gehört beispielsweise eine verstärke Nutzung von Tessellation. Des Weiteren wurden Objekte hinzugefügt, die den Einsatz neuer Effekte notwendig machen. Dazu zählen dynamische Lichtquellen sowie physikalisch korrekt berechnete Flaggen.

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Unigine Heaven 2.1 ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurück gezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: Die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Der Luftkampf hat sich weiterentwickelt, ebenso wie die Grafik-Engine, die nun massiven Gebrauch von Tessellation macht. Der Spieler muss jedes Element des modernen Luftkampfs meistern. Zuerst dringt er unentdeckt in feindlichen Luftraum ein, führt einen tödlichen Stoß aus und verschwindet, noch bevor der Gegner reagieren kann. Er nutzt überlegene Technologie, um den Gegner aus der Ferne zu schwächen und erledigt ihn dann in spannenden Dogfights. Nächtliche Überfälle und Auftanken in der Luft sowie viele weitere Aufgaben warten auf den Spieler.

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2K Czech, die Entwickler des ersten Mafia Spiels, sorgen auch in Mafia II für eine riesige Spielwelt voller liebevoller Details. Mit den 40ern und 50er Jahren erstreckt sich Mafia II über zwei der wohl schillerndsten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Über 50 Autos im Stil der jeweiligen Epoche mit individuellem Fahrverhalten können gefahren werden. So lässt sich die Stadt zum Sound von Buddy Holly und Dean Martin erkunden – über 120 original lizenzierte Songs aus den 40ern und 50ern ertönen aus den Lautsprechern des Autoradios.

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frameverlauf1

Als erster Frameverlauf wählen wir Alien vs. Predator in 2560x1600 bei 8xAA und 16xAF. Hier kämpft die Radeon HD 7950 anfangs mit der GeForce GTX 580, kann sich im späteren Verlauf allerdings etwas deutlicher von dieser absetzen. Die Radeon HD 7970 berechnet die komplette Szene mit den meisten FPS.

 frameverlauf2

In Battlefield: Bad Company 2 zeigen sich die GeForce-Modelle gewohnt stark. Angeführt von der GeForce GTX 580 folgen darauf in einer Dreiergruppe die GeForce GTX 570, Radeon HD 7970 und Radeon HD 7950 dicht beisammen.

frameverlauf3 

Call of Duty: Black Ops ist besonders an den Stellen interessant, wo die Karten nicht an die von der Engine vorgegebenen maximalen FPS heranreichen. Die Vorgängergeneration der Radeon-HD-6900-Serie hält etwas Abstand zur Radeon-HD-7900-Serie. Dazwischen findet sich die GeForce GTX 570 wieder. Die GeForce GTX 580 kann mit den beiden Karten der Radeon-HD-7900-Serie mithalten.

 frameverlauf4

Eine Art Zweiklassengesellschaft präsentiert sich in Metro 2033. Die beiden Karten der Radeon-HD-6900-Serie teilen sich mit der GeForce GTX 570 den unteren Bereich, während die beiden Karten der Radeon-HD-7900-Serie klar oberhalb der GeForce GTX 580 arbeiten.


Die Radeon HD 7970 konnte mit einem sehr guten OC-Potenzial überzeugen. Von 925 MHz schaffen viele Karten weit über 1000 MHz - manche sogar über 1200 MHz nur mit einer Luftkühlung. Da die Radeon HD 7950 auf dem gleichen Chip beruht, erwarten wir auch hier ein ähnlich gutes Ergebnis. Wir haben die Spannung von 1,07 Volt auf 1,125 Volt angehoben und erreichten letztendlich einen GPU-Takt von 1030 MHz und einen Speicher-Takt von 1400 MHz.

7950-amd-gpuz-oc

In den Benchmarks wirkt sich diese Taktsteigerung wie folgt aus:

oc1

oc1

oc1

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Die Übertaktung hat natürlich auch Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme, Temperatur und Lautstärke.

oc1

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Die Radeon HD 7950 ist der zweite Vertreter der "Southern Island"-Generation - gegenüber der Radeon HD 7970 hat AMD die Architektur beschnitten und den Takt etwas zurückgenommen. Große Überraschungen gibt es also nicht. Rechnerisch hat AMD die Leistung um gute 15 Prozent zurückgenommen, die Compute-Performance sogar um fast 40 Prozent. Wie sich dies in den Benchmarks niederschlägt, haben wir bereits gesehen. AMD tut gut daran, eine Alternative zur Radeon HD 7970 anzubieten, denn diese ist mit 460 Euro kein wirkliches Schnäppchen. Eine Karte in der (preislich) oberen Mittelklasse, die zudem auf dem Papier die Chance hat das High-End-Modell aus dem Hause NVIDIA zu schlagen, dürfte bei entsprechender Positionierung ein echter Verkaufsschlager werden.

In den synthetischen Benchmarks liegt die Radeon HD 7950 gut 15 Prozent hinter der Radeon HD 7970. Sie liegt hier sogar noch gut zehn Prozent vor der GeForce GTX 580. In den eher praxisorientierten Spielen schrumpft der Vorsprung der Radeon HD 7970 auf teilweise nur noch fünf Prozent zusammen. Natürlich finden wir auch hier Anwendungen, die den 15-Prozent-Abstand wieder herstellen. Die GeForce GTX 580 hat die Radeon HD 7950 allerdings in den meisten Fällen weiterhin im Griff.

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Bereits die Radeon HD 7970 überzeugte beim Idle- und Last-Stromverbrauch. Die Radeon HD 7950 ist hier fast noch einmal etwas effizienter. Der Idle-Verbrauch ist nahezu identisch, bei den Last-Werten liegt die Radeon HD 7950 sogar auf Niveau der Mittelklasse-Karten der Vorgängergenerationen von AMD und NVIDIA. Mit der Abwärme hat die Referenzkühlung im Bereich der Temperaturen keinerlei Probleme. Da AMD die Radeon HD 7950 allerdings von den Herstellern mit dem Start modifizieren lässt, erwarten wir hier und auch in der Lautstärke noch deutlich bessere Ergebnisse. Da vermutlich nur wenige Hersteller die Referenzkühlung einsetzen wird, sind auch die Werte für die Lautstärke weniger wichtig.

Zumindest in einem Punkt können wir der Radeon HD 7950 aber wieder positive Eigenschaften attestieren. Im Overclocking erreichten wir durchweg gute Werte, diese reichen aber natürlich nicht an die Radeon HD 7970 heran. Dennoch sehen wir neben einer werksseitigen Übertaktung auch noch das Potenzial für weitergehende Schritte.

AMD nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 449 Euro für die Radeon HD 7950, was angesichts der 460 Euro für eine Radeon HD 7970 sicher etwas zu hoch gegriffen ist. Gleichzeitig nennt man aber auch einen Preis für die Retail-Modelle am Markt, der bei 419 Euro liegen soll. Letztendlich werden wir in ein paar Tagen sehen, wo sich die Radeon HD 7950 in den verschiedenen Modellen einordnet - erst dann kann entschieden werden ob die Radeon HD 7950 wirklich das Zeugs zum Preis-Leistungs-Schlager hat.

Positive Aspekte der AMD Radeon HD 7950:

Negative Aspekte der AMD Radeon HD 7950: