NVIDIA GeForce 7900 GTX, GT und 7600 GT im Test

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Die Cebit 2006 ist vor kurzem zu Ende gegangen. Auf der weltgrößten Computermesse in Hannover wurden die neuesten Trends der Computerbranche gezeigt. NVIDIA hat die Cebit 2006 als Zeitpunkt gewählt, um die neuesten Grafikkarten vorzustellen. Dazu gehören die GeForce 7900 GTX, GeForce 7900 GT und die GeForce 7600 GT, die wir alle ausgiebig testen konnten. Uns wurde die Möglichkeit geboten zur Hauptzentrale von NVIDIA in Santa Clara, USA zu fliegen und dort beim Editor's Day als eine der wenigen Redaktionen weltweit einen ersten Blick auf die neuen Grafikkarten der GeForce-7-Familie zu werfen und auch schon erste Tests zu machen. Da wir dafür nur sehr wenig Zeit hatten und wir auch nicht unsere Testumgebung benutzen konnten, hat uns NVIDIA insgesamt sechs Grafikkarten mit auf den Weg nach Deutschland gegeben, um mit unserem Testsystem die Grafikkarten intensiv testen zu können.

In diesem Review werden alle neuen Modelle sowohl im Einzel- als auch im SLI-Betrieb getestet, sodass man sich einen Eindruck verschaffen kann, ob eines der neuen Modelle von Interesse ist. Zu Beginn möchten wir schon darauf aufmerksam machen, dass in machen Benchmarks keine SLI-Konfigurationen zu finden sind, da unser aktuelles Testsystem in gewissen Benchmarks mit Grafikkarten im SLI-Betrieb überfordert ist, sodass verfälschte Werte herauskommen, die daher ungültig sind. Sobald Intel den angekündigten Conroe-Prozessor auf den Markt bringt, werden wir unser Testsystem aktualisieren - für heutige Grafikkarten ist unsere FX-57-CPU einfach unterdimensioniert.

Durch die drei neuen GeForce-7-Modelle verändert sich auch das Lineup von NVIDIA. Die GeForce 7900 GTX ist das neue Flaggschiff, welche die GeForce 7800 GTX 512 ablöst, die eigentlich nie erhältlich war, und wenn doch dann nur zu viel zu hohen Preisen. Das zweite High-End-Modell ist die GeForce 7900 GT, die die GeForce 7800 GTX und GT überflüssig machen soll. Für den Mainstream-Bereich ist die GeForce 7600 GT vorgesehen, die NVIDIAs erfolgreichste Grafikkarte GeForce 6600 GT beerben soll. Für den Low-End-Bereich ist die seit längerem erhältliche GeForce 7300 GS ausgelegt, die für Gamer nur vom geringen Interesse ist, da diese Grafikkarte nicht über genügend 3D-Leistung verfügt. Erfreulich ist, dass die GeForce 7900 GTX ab 479 Euro im Handel erhältlich ist, was für ein Topmodell am Beginn seines Produktlebenszyklus relativ günstig ist - bei der Vorstellung der GeForce 7800 GTX im vergangenen Jahr waren Startpreise von weit über 500 Euro üblich.

Auch der Verkaufspreis von 299 Euro für eine GeForce 7900 GT ist für eine High-End-Grafikkarte akzeptabel und liegt damit im Preisbereich einer ATI Radeon X1800 XT. Die neue Mainstream-Grafikkarte GeForce 7600 GT ist ab 199 Euro erhältlich - ein Preis, den sicherlich die große Mehrheit von Spielern bereit ist zu bezahlen, solange die Leistung stimmt. Sicherlich werden die Preise in den nächsten Wochen und Monaten noch ein wenig fallen, sodass man eine GeForce 7600 GT noch günstiger erwerben könnte. ATI hat kurz vor der Cebit 2006 auf NVIDIAs neuen Grafikkarten mit der Vorstellung der Radeon X1800 GTO reagiert, um im gehobenen Mittelklasse-Bereich etwas "Neues" zu bieten: Eigentlich handelt es sich dabei aber nur um eine langsamer getaktete Radeon X1800 XT. Laut NVIDIA stellt die Radeon X1800 GTO keine direkte Konkurrenz zur GeForce 7600 GT dar, da die neue ATI-Grafikkarte mit einem Verkaufspreis von 250 Euro deutlich mehr kostet als eine GeForce 7600 GT. Auch die ATI Radeon X1600 XT kann nicht direkt mit der GeForce 7600 GT verglichen werden, da diese sowohl leistungsmäßig als auch preislich unterhalb der NVIDIA-Grafikkarte liegt.

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Nachfolgend aktuelle Grafikkarten von ATI und NVIDIA im Vergleich:

Als erstes fällt bei den neuen NVIDIA-Grafikkarten auf, dass diese über neue Grafikchips mit einer Fertiungsgröße von 90 nm verfügen. Ebenso sind die Taktfrequenzen im Vergleich zu den Vorgängermodellen gestiegen. Auch hat sich die Anzahl an Transistoren im Vergleich zu den Vorgänger-GPUs verringert, die durch Optimierungen der neuen Grafikkerne zustande kamen. Ansonsten hat sich auf den ersten Blick nicht viel im Vergleich zu den älteren Modellen verändert - so sind bei den beiden GeForce-7900-Grafikkarten weiterhin 24 Pixel-Pipelines, 8 Vertex-Shader und 24 Texture-Einheiten vorhanden. Man könnte daher zu dem Schluss kommen, dass es sich bei den neuen NVIDIA-Grafikkarten lediglich um geschrumpfte Grafikchips mit höheren Taktfrequenzen handelt. Ob dies tatsächlich der Fall ist, werden die folgenden Seiten aufzeigen.


Die GeForce-7900-Modelle sind mit dem neuen G71-Grafikchip ausgestattet. Der G71-Grafikchip stellt eine Weiterentwicklung der G70 dar. Die neue Fertigungsgröße von 90 nm erlaubt es, kleinere Dies herzustellen. NVIDIA hat die Architektur des Grafikchips im Vergleich zum Vorgänger optimiert, sodass es gelungen ist, die Transistorenzahl zu verringern und dennoch höhere Taktfrequenzen und somit Leistungssteigerungen zu erreichen. Beim G70 waren noch 302 Millionen Transistoren vorhanden, beim neuen G71 sind es nur noch 278 Millionen Transistoren, sodass die Transistorenanzahl um 9 Prozent verringert wurde.

Neben diesen offensichtlichen Veränderungen hat sich nicht viel bei Pixel-Pipelines, Vertex-Shadern oder Textur-Einheiten geändert. Sowohl bei der GeForce 7900 GTX als auch bei der GeForce 7900 GT stehen 24 Pixel-Pipelines, 8 Vertex-Shader und 16 Textur-Einheiten zur Verfügung. Die GeForce 7900 GTX stellt NVIDIAs neues Flaggschiff dar und löst die GeForce 7800 GTX 512 ab. Dafür ist die neue Grafikkarte mit Taktfrequenzen von 650 MHz (GPU) und 800 MHz (RAM) ausgestattet. Somit läuft die GPU 100 MHz schneller als bei der GeForce 7800 GTX 512, der Grafikspeicher hingegen ist 50 MHz langsamer getaktet. Das Layout gleicht der einer GeForce 7800 GTX 512, sodass die Grafikkarte zwei Slots im Gehäuse belegt. Mit einem Anfangspreis von rund 500 Euro ist die Grafikkarte für ein Top-Modell verhältnismäßig günstig.

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Wie bei der GeForce 7800 GTX 512 wird der leise Quadro-Kühler verwendet, der zwei Slots im Gehäuse besetzt. Die Platine der Grafikkarte hat die Ausmaße von 23 x 10 Zentimetern und bringt 624 Gramm auf die Waage, wiegt damit 66 Gramm weniger als eine ATI Radeon X1900 XTX, die 690 Gramm wiegt.

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Deutlich zu erkennen sind die Aluminium-Finnen, die die Abwärme der Heatpipes aufnehmen und dann an den im Betrieb vorhandenen Luftstrom abgeben. Es ist ein 6-Pin-Stromanschluss vorhanden, der erforderlich ist, um die Grafikkarte mit ausreichend Strom zu versorgen.

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Wie bei allen High-End-Grafikkarten üblich, sind bei der GeForce 7900 GTX zwei Dual-Link-fähige DVI-Ports vorhanden. Des Weiteren gibt es einen 7-Pin-HDTV-Ausgang. Bei den Vorgänger-Grafikkarten verwendete man 9-Pin-HDTV-Ausgänge, die eine Kabelpeitsche benötigten, um beispielsweise ein S-Video-Kabel oder Composite-Kabel anzuschließen. Dies ist bei dem 7-Pin-Anschluss nicht mehr vonnöten - alle Kabel können nun direkt an die Grafikkarte angeschlossen werden.

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Zur Kühlung gehören vier Heatpipes, die die Abwärme der GPU abführen und an die Aluminium-Finnen abgeben.

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Auf dem PCB finden sich insgesamt 512 MB GDDR-III von Samsung mit einer Latenzzeit von 1,1 ns. Der Grafikspeicher ist mit 800 MHz getaktet - 50 MHz weniger als bei der GeForce 7800 GTX 512. NVIDIA hat wohl eine Lehre aus GeForce 7800 GTX 512 gezogen, denn diese Grafikkarte ist selbst bis zum heutigen Zeitpunkt so gut wie nicht erhältlich. Das liegt größtenteils an dem enorm hohen Grafikspeicher-Takt, den nur die allerwenigsten RAM-Bausteine mitmachen, sodass entsprechend wenig Grafikkarten hergestellt werden können. Bei der GeForce 7900 GTX hat sich NVIDIA daher entschieden den Grafikspeicher mit 800 MHz zu takten, die wesentlich einfacher erreicht werden. Der Grafikspeicher ist mit 256 Bit angebunden.

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Dass eine massive Kühlung notwendig ist, erkennt zum einen an den relativ hohen Taktfrequenzen und zum anderen der maximalen Leistungsaufnahme, die NVIDIA mit 120 Watt angibt. In diesem Fall hat der Schritt zur 90-nm-Fertigung keine nennenswerten Stromsparmöglichkeiten geschaffen. NVIDIA empfiehlt mindestens ein 350-Watt-Netzteil zum stabilen Betrieb zu verwenden. Der Lüfter arbeitet selbst unter Last leise, sodass die Grafikkarte nicht als Hauptlärmquelle ausgemacht werden kann. Über dem Grafikkern befindet sich eine Kupferplatte, die die Abwärme besser ableiten kann als die umliegende Aluminiumplatte, die zugleich die Speicherbausteine kühlen soll. Die Kühlung funktioniert auch unter Last sehr effektiv - so überschritt die GPU unter Last eine Temperatur von 50 Grad nur knapp, bei einer Raumtemperatur von 18 Grad Celsius.

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Auf dem linken Bild ist links von der GPU die Lötstelle des TV-Chips zu erkennen, der bei den älteren Grafikkarten nötig war, um Video-Funktionalitäten zu ermöglichen. Dieser entfällt bei der G71-GPU, da NVIDIA die Video-Funktionen direkt in die GPU integriert hat, sodass die "Pure Video"-Technologie weiterhin verwendet werden kann. NVIDIA hat letztgenannte Technologie weiterentwickelt und so unterstützt Pure Video nun auch die Dekodierung von H.264-Videos mit verschiedenen Videoabspiel-Programmen wie CyberLink PowerDVD. Bei einer Vorführung von NVIDIA konnten wir uns von der Verbesserung von Pure Video überzeugen. Uns wurde ein HD-Video vorgespielt, die ohne Beschleunigung mittels der GPU für eine CPU-Auslastung von 100 Prozent sorgte. Wurde die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte aktiviert, halbierte sich der Wert der CPU-Auslastung. Der Die der G71-GPU ist im Vergleich zum G70-Grafikkern geschrumpft.

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Eine weitere minimale Änderung zum G70 besteht im MIO-Port: Dieser überträgt nun auch beim SLI-Antialiasing Daten für die Samples, die vormals über den PCI-Express-Bus übertragen werden mussten. Somit wird im SLI-Betrieb eine effektivere Skalierung erreicht.


Die GeForce 7900 GT gleicht der schnelleren GeForce 7900 GTX bis auf die niedrigeren Taktfrequenzen. Der Grafikkern taktet mit 450 MHz und ist somit 20 MHz schneller als bei einer GeForce 7800 GTX. Der Grafikspeicher läuft mit 660 MHz, was 60 MHz mehr sind als bei der GeForce 7800 GTX. Der GeForce 7900 GT stehen 256 MB GDDR-III zur Seite. Anders als bei der GeForce 7900 GTX wird eine ziemlich kleine Ein-Slot-Kühlung verwendet, die sogar bei der GeForce 7600 GT verwendet wird. Aufgrund der geringeren Takfrequenzen im Vergleich zur GeForce 7900 GTX und der 90-nm-Fertigungsweise wird nur eine maximale Leistungsaufnahme von 82 Watt erreicht, sodass offensichtlich eine gewöhnliche Kühlung ausreicht. Alle anderen Spezifikationen gleichen der einer GeForce 7900 GTX.

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Das PCB besitzt Abmessungen von 20 x 10 Zentimetern und wiegt 300 Gramm. Im Vergleich zu einer GeForce 7800 GTX oder GT fällt zunächst der kleine Kühler auf.

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Um die Grafikkarte mit ausreichend Energie zu versorgen, wird Strom mittels eines 6-Pin-Steckers des Netzteils benötigt.

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Die GeForce 7900 GT ist mit den heutzutage üblichen Anschlüssen einer High-End-Grafikkarte ausgestattet. Neben zwei Dual-Link-fähigen DVI-Anschlüssen ist auch der neue 7-Pin-HDTV-Ausgang vorhanden.

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NVIDIA verbaut auf der GeForce 7900 GT ingesamt 256 MB GDDR-III von Samsung mit einer Latenzzeit von 1,4 ns. Der Grafikspeicher ist mit 660 MHz getaktet.

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Der verwendete Kühler arbeitet leider nicht so leise wie die Standardkühlung der GeForce 7900 GTX. Unter Last dreht der kleine Lüfter auf und ist dann deutlich zu hören, wobei das Lüftergeräusch hochtönig ist und daher störend auffällt. Dafür kühlt der Kupferkühler die GPU effektiv. Unter Last konnten wir bei einer Raumtemperatur von 18 Grad Celsius eine maximale GPU-Temperatur von 58 Grad Celsius messen.

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Da die GeForce 7900 GT denselben Grafikkern wie die GeForce 7900 GTX verwendet, entfällt auch bei dieser Grafikkarte der separate-Videochip.

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Anders als bei der letzten großen Präsentation stellt NVIDIA diesmal auch eine neue Grafikkarte für den Mainstream-Bereich vor, in dem ein wesentlich größerer Umsatz gemacht wird als im teuren High-End-Bereich. Die GeForce 7600 GT soll ein würdiger Nachfolger der GeForce 6600 GT sein, die eine sehr große Beliebtheit genießt, da bei der GeForce 6600 GT ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten wird, die nochmals durch die zumeist überdurchschnittlich gute Übertaktbarkeit gesteigert wird. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob NVIDIA mit der GeForce 7600 GT ein ähnlicher Coup gelingt.

Auf der GeForce 7600 GT verwendet NVIDIA seinen neuen G72 Grafikkern, der in 90-nm-Fertigungsgröße produziert wird. Mit 177 Millionen Transistoren stehen rund 100 Millionen weniger zur Verfügung als bei den GeForce-7900-Grafikkarten. Der Grafikkern ist mit 560 MHz getaktet und der Grafikspeicher läuft mit 700 MHz. Um die Leistung zwischen High-End- und Mainstream-Bereich aufrecht zu erhalten, beschränkt NVIDIA die Speicheranbindung auf 128 Bit, die sich insbesondere bei sehr hohen Auflösungen und mit aktiviertem Anti-Aliasing und anisotroper Filterung negativ auswirkt. Es sind 12 Pixel-Pipelines, 8 Vertex-Shader und 8 Textur-Einheiten vorhanden. Der Stromverbrauch fällt mit maximal 67 Watt moderat aus, sodass eine einfache Kühlung völlig ausreicht. Anders als bei den GeForce-7900-Modellen wird kein zusätzlicher Strom mittels 6-Pin-Stromstecker benötigt.

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Mit Ausmaßen von 17,5 x 10 Zentimetern ist die Grafikkarte sehr kompakt und findet somit auch in Mini-Barebone-System genügend Platz.

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Im Mittelklasse-Bereich eher selten anzutreffen sind zwei DVI-Anschlüsse, die NVIDIA bei der GeForce 7600 GT erfreulicherweise anbietet, da immer mehr Monitore mit digitalen Anschlüssen verkauft werden. Der neue 7-Pin-HDTV-Anschluss ist bei dieser Grafikkarte auch zu finden.

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Wie bei der GeForce 7900 GT werden auf der GeForce 7600 GT insgesamt 256 MB GDDR-III von Samsung verbaut, die mit 700 MHz getaktet werden. Die Latenzzeit beträgt 1,4 ns.

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Genau wie bei der Geforce 7900 GT wird ein kleiner Kühler verwendet, der die GPU zwar effektiv kühlt, aber unter Last leider zu laut ist und sich daher kaum für ein Silent-PC eignet. Unter Last konnten wir eine maximale GPU-Temperatur von 59 Grad Celsius messen, bei einer Zimmertemperatur von 18 Grad Celsius.

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Da der G72-Grafikkern über rund 100 Millionen Transistoren weniger verfügt als der G71-Grafikchip, ist der Die der GeForce 7600 GT noch ein Stück kleiner geraten.

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Stromaufnahme:

In Zeiten, wo die Kosten für Energie immer mehr steigen, ist ein Blick auf die Stromaufnahme seiner heimischen Geräte wichtig, da heutzutage ein Hochleistungs-Rechner mehrere hundert Watt verbraucht, was sich dann im Laufe der Zeit in der Stromrechnung negativ niederschlagen kann. Schauen wir uns den Stromverbrauch der NVIDIA-Grafikkarten im Idle- und im Last-Modus an:

Stromverbrauch idle (Gesamtsystem)


Achtung! Weniger ist besser!

Stromverbrauch Last (Gesamtsystem)


Achtung! Weniger ist besser!

Im Idle-Modus verbrauchen die neuen NVIDIA-Modelle soviel Strom wie der Großteil der von uns getesteten Grafikkarten. Interessanter sind da schon die Leistungsaufnahmen unter Last. Es ist logisch, dass die SLI-Konfigurationen der neuen NVIDIA-Grafikkarten mehr Strom verbrauchen als die jeweiligen Modelle im Single-Betrieb. Mit 334 Watt verbraucht die SLI-Konfiguration der Geforce 7900 GTX rund 10 Watt weniger als die SLI-Konfiguration der GeForce 7800 GTX. Rund 246 Watt benötigt die GeForce 7900 GT im SLI-Betrieb, soviel verbraucht eine einzelne GeForce 7900 GTX unter Last. Danach folgt die SLI-Konfiguration der GeForce 7600 GT, die rund 230 Watt unter Last verbraucht. Für eine High-End-Grafikkarte verbraucht die GeForce 7900 GT unter Last mit 198 Watt relativ wenig Strom. Noch weniger verbraucht natürlich eine einzelne GeForce 7600 GT mit 176 Watt.

Es ist also zu erkennen, dass der Umstieg auf die Fertigungsgröße von 90 nm zu erkennbaren Energieeinsparungen geführt hat. Der direkte Vergleich: ATIs X1900XTX verbraucht als Topmodell knapp 60 Watt mehr Strom im Vergleich zur GeForce 7900 GTX.

Overclocking:

Overclocking ist immer dann ein gutes Mittel, wenn man das Letzte aus seiner Grafikkarte herausholen möchte. Dabei geht man natürlich das Risiko ein die Garantie zu verlieren und die Grafikkarte zu beschädigen, weshalb ein behutsames Vorgehen wichtig ist. Wir haben die NVIDIA-Grafikkarten mit der integrierten Übertaktungsfunktion des Grafikkarten-Treibers durchgeführt.


Obschon die Taktfrequenzen im Auslieferungszustand relativ hoch sind, konnten wir noch einige MHz mehr herausholen. Ein Steigerung des GPU-Taktes um 130 MHz sowie einer Erhöhung der Speicher-Taktfrequenz um 80 MHz führten im Einzelbetrieb zu einer Punktesteigerung von durchschnittlich 3 Prozent in 3DMark 05 und 06. Im SLI-Betrieb konnten dieselben Taktfrequenzen erzielt werden. Da zwei GeForce-7900-GTX-Grafikkarten aber derart Leistung bereitstellen und dadurch unsere leistungsstarke AMD Athlon FX-57 vollends auslastet, konnten nur um rund 1 Prozent bessere Punktezahlen erreicht werden.


Obwohl die GeForce 7900 GT dieselbe GPU wie die GeForce 7900 GTX verwendet, konnten wir die GPU nicht derart hoch übertakten - eventuell verwendet NVIDIA hier niedrigere Spannungen für GPU und Speicher, was auch aus dem niedrigen Stromverbrauch zu schließen ist.

Den Grafikkern konnten wir um 80 MHz übertakten, den Grafikspeicher um 120 MHz, was einer Übertaktung von 18 Prozent entspricht. Im Einzelbetrieb brachte die Übertaktung im Schnitt 15 Prozent höhere Punktzahlen in den beiden 3DMarks zustande. Im SLI-Betrieb zeigte sich auch bei dieser Grafikkarte, dass die CPU durch soviel Grafikpower überfordert ist, dass trotz gleich hoher Übertaktung lediglich 8 Prozent höhere Punktzahlen erreicht werden konnten.


Die GPU der GeForce 7600 GT konnte um 40 MHz übertaktet werden. Beim Grafikspeicher waren 90 MHz zusätzlich möglich. Im Einzelbetrieb konnten dadurch um 10 Prozent höhere Punktzahlen gemessen werden. Im SLI-Betrieb brachte die Übertaktung 6 Prozent bessere Punktzahlen in den beiden 3DMarks.

Schauen wir uns auf der nächsten Seite das Testsystem an.


Moderne Grafikkarten benötigen auch eine leistungsstarke Testumgebung, um ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten. Da AMD-Prozessoren derzeit eine bessere Spieleperformance bieten, verwenden wir für diesen und die folgenden Tests ein AMD-Testsystem mit dem AMD Athlon FX-57, der mit 2,8 GHz getaktet ist. Als Mainboard kommt das Epox EP-9NPA+ SLI zum Einsatz. Die übrigen Komponenten des Testsystems finden sich unten in Listenform. Mit dieser Konfiguration werden wir versuchen, möglichst lange unsere Tests durchführen zu können. Wenn natürlich gravierende neue Entwicklung entstehen, werden wir uns gegebenfalls darauf umstellen. Da in manchen Benchmarks bemerkbar wird, dass selbst ein Athlon FX-57 an seine Leistungsgrenzen kommt, werden wir in wenigen Monaten entweder auf ein Testsystem mit Intels nächsten Desktop-Prozessor mit dem Codenamen Conroe wechseln, da dieser bereits veröffentlichten Benchmarks deutlich bessere Leistungswerte liefert, oder auf ein vergleichbares AMD-System umschwenken.

Wir benutzen aktualisierte Treiber, die die neuesten Grafikkarten unterstützen. Für die zukünftigen Tests werden wir auch diese Versionen verwenden, damit eine möglichst objektive Vergleichbarkeit vorhanden ist. Wir haben in den Treiberoptionen versucht, alle verzerrenden Optimierungen auszustellen. Die NVIDIA-Karten benutzen die momentan inoffizielle ForceWare in der Version 81.95. Da die neuen NVIDIA-Grafikkarten nicht mit dem bisher verwendeten ForceWare-Treiber funktionieren, haben wir diese mit der Version 84.17 getestet. In den nächsten Grafikkarten-Tests werden wir eine neue Benchmark-Datenbank auflegen, in der dann die Grafikkarten mit den aktuellsten Treiber-Versionen getestet werden, da unsere bisherigen Treiber schon einige Monate alt sind. Die ATI-Karten testen wir mit dem Catalyst 5.13. FSAA und AF werden jeweils hinzugeschaltet. In den Benchmarks werden die jeweiligen Einstellungen angegeben. Bei den Benchmarks haben wir als Neuerung Performancevergleiche hinzugefügt. Nach jeder getesteten Grafikauflösung mit und ohne AA sowie AF haben wir die gemessenen Werte miteinander verglichen und die Leistung dargestellt, die die jeweilige Grafikkarte mit aktiviertem AA und AF im Vergleich zur Auflösung ohne AA und AF erreicht.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Wie eingangs erwähnt, gab es mit unserer Testkonfiguration bei bestimmten Benchmarks Probleme, wenn die Grafikkarten im SLI-Modus getestet wurden, weshalb die unbrauchbaren Werte entfernt wurden, um keine falschen Angaben zu machen. Das Leistungsproblem im SLI-Betrieb sollte mit der nächsten Aufrüstung unseres Testsystem im Sommer 2006 beseitigt werden. Es zeigte sich, dass im SLI-Betrieb der Treiberoverhead so groß ist, dass in Zusammenhang mit einer CPU-Limitierung Single-GPU-Karten schnellere Werte anzeigten. Gerade im Bereich der CPU-Limitierung machen demnach SLI-Vergleichstests keinen Sinn.

Kommen wir nun zu den Benchmarks.


Aquamark (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die professionelle Version und geben hier die erreichten durchschnittlichen FPS an, da dies bei einem Grafikkartenvergleich am Wichtigsten ist.

Aquamark - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

Aquamark - 1.280 x 1.024, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Aquamark - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Aquamark - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Aquamark - 1.600 x 1.200, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Aquamark - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

Wenig überraschend ist, dass die GeForce 7900 GTX und die GeForce 7900 GT im SLI-Betrieb auf den vorderen Rängen liegen, wobei die Werte nur sehr gering auseinander liegen. Eine einzelne GeForce 7900 GTX ist schneller als die GeForce 7600 GT im SLI-Modus. Im direkten zur ATI Radeon X1900 XTX ist die Geforce 7900 GTX in diesem Benchmark im Schnitt 8 Prozent schneller. Die GeForce 7900 GT liegt im Leistungsbereich einer GeForce 7800 GTX und kann ohne Anti-Aliasing und anisotroper Filterung sogar mit der Radeon X1900 XTX mithalten. Bei 4x AA und 16x AF fällt die GeForce 7900 GT hingegen sogar hinter einer Radeon X1800 XT zurück. Die GeForce 7600 GT liefert gute Werte und dann ohne AA und AF sogar mit einer Radeon X1800 XL mithalten. Werden AA und AF aktiviert, fällt die GeForce 7600 GT deutlich zurück - dies liegt an der Speicheranbindung von lediglich 128 Bit, wohingegen eine Radeon X1800 XL eine 256-Speicheranbindung besitzt, sodass eine größere Speicherbandbreite vorhanden ist, die insbesondere bei qualitätsverbessernden Einstellungen vonnöten ist.


Call of Duty 2 (Activision)

Call of Duty 2 ist der Nachfolger des im Jahre 2003 erschienen Shooters Call of Duty. In den linearen, aber dennoch spannenden Levels kämpft man auf den verschiedensten Erdteilen. Die Atmosphäre ist packend und durch die geskripteten Ereignisse kommt es zu überraschenden Wendungen. Anders als der Vorgänger setzt Infiniy Ward eine eigens entwickelte Grafik-Engine ein, die das Geschehen gekonnt in Szene setzt. Die Grafikeffekte sind auf dem aktuellen Stand und fordern auch die neuesten Grafikkarten.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität

Call of Duty 2 - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

Call of Duty 2 - 1.280 x 1.024, 4x AA, 16x AF

Werte in FPS

Call of Duty 2 - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Call of Duty 2 - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Call of Duty 2 - 1.600 x 1.200, 4x AA, 16x AF

Werte in FPS

Call of Duty 2 - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

In Call of Duty lohnt sich der Betrieb der GeForce 7900 GTX im SLI-Modus, vorallem wenn hohe Auflösungen mit AA und AF ausgewählt werden. Im Einzelbetrieb kann sich die GeForce 7900 GTX nicht von der Radeon X1900 XTX absetzen - hier halten sich beide Grafikkarte die Waage. Ohne AA und AF ist die Radeon X1900 XTX rund 6 Prozent schneller, mit AA und AF läuft die GeForce 7900 GTX 2 bis 6 Prozent schneller. Die GeForce 7900 GT kann in CoD 2 nicht ganz mit der Radeon X1900 XT mithalten und liegt zwischen einer Radeon X1800 XT und XL. Dafür ist die GeForce 7900 GT ein wenig schneller als eine GeForce 7800 GTX. Leider haben wir diesen Benchmark mit keiner GeForce 6600 GT getestet, sodass wir nicht genau sagen können, ob die GeForce 7600 GT schneller ist, es ist aber anzunehmen. Was man aber erkennen kann, ist die Tatsache, dass die GeForce 7600 GT deutlich schneller läuft als eine Radeon X1600 XT.


Counterstrike: Source (Valve)

Counterstrike Source ist ein leistungsfähiger Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkarten-technisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden den im Spiel integrierten Video-Stress-Test.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität

Counterstrike: Source - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

Counterstrike: Source - 1.280 x 1.024, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Counterstrike: Source - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Counterstrike: Source - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Counterstrike: Source - 1.600 x 1.200, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Counterstrike: Source - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

In diesem Benchmark führt die Radeon X1900 XTX das Feld an und so muss sich die GeForce 7900 GTX, wenn auch nur knapp, dem Flaggschiff von ATI geschlagen geben. Die Radeon X1900 XTX läuft im Schnitt 3 Prozent schneller. Die GeForce 7900 GT ist auch sehr flott unterwegs und liegt im Leistungsbereich einer Radeon X1800 XT und einer GeForce 7800 GTX. Die GeForce 7600 GT liefert ausreichend hohe Frameraten, um das Spiel selbst bei einer Auflösung von 1.600 x 1.200 mit 4xAA und 16x AF flüssig zu spielen. Erfreulich ist, dass die GeForce 7600 GT im Vergleich zu einer GeForce 6600 GT und einer Radeon X1600 XT im Schnitt 50 Prozent schneller läuft.


Doom 3 (ID Software)

Doom 3 ist sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität

Doom 3 - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

Doom 3 - 1.280 x 1.024, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Doom 3 - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Doom 3 - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Doom 3 - 1.600 x 1.200, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Doom 3 - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

Die GeForce 7900 GTX kann sich durchweg vor der Radeon X1900 XTX platzieren und ist im Schnitt 7 Prozent schneller. Solange AA und AF deaktiviert sind, kann die GeForce 7900 GT mit der Radeon X1900 XT mithalten. Werden AA und AF aktiviert, fällt die GeForce 7900 GT zurück - dies liegt an den geringeren Taktfrequenzen der GeForce 7900 GT. Im Vergleich zur GeForce 6600 GT liefert die GeForce 7600 GT selbst bei sehr hohen Auflösungen mit AA und AF ausreichend hohe Frameraten, um das Spiel flüssig zu spielen. Im Schnitt läuft die GeForce 7600 GT 50 Prozent schneller als eine GeForce 6600 GT oder eine Radeon X1600 XT.


Far Cry (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität

Far Cry - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

Far Cry - 1.280 x 1.024, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Far Cry - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Far Cry - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Far Cry - 1.600 x 1.200, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Far Cry - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

Far Cry zeigt sehr deutlich, dass die aktuellen Grafikkarten-Generationen so leistungsstark sind, dass selbst die schnellsten CPUs zum Flaschenhals werden. So fallen die Framerate erst bei einer Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln mit 4x AA und 16x AF merklich ab. Far Cry ist ein Spiel, in dem ATI-Grafikkarten oftmals besser abschneiden als die Konkurrenzmodelle von NVIDIA. Daher verwundert es nicht, dass die GeForce 7900 GT hinter einer Radeon X1800 XT liegt. Dabei sind die Abstände allgemein sehr gering. Erfreulich ist wieder, dass die GeForce 7600 GT auch bei den hohen Auflösungen mit AA und AF ausreichend hohe Framewerte abliefert und im Vergleich zur GeForce 6600 GT und Radeon X1600 XT deutlich besser läuft.


Half Life 2 (Valve)

Half Life 2 ist neben Doom 3 und Far Cry eines der Spiele des Jahres 2004. Dank der Source-Engine werden Außen- und Innenlevel in vollster Grafikpracht auf den Bildschirm gezaubert. Auch das Gameplay kann überzeugen, denn mit wild ballern kommt man bei diesem 3D-Egoshooter nicht unbedingt ans Ziel.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität

Half Life 2 - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

Half Life 2 - 1.280 x 1.024, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Half Life 2 - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Half Life 2 - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Half Life 2 - 1.600 x 1.200, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Half Life 2 - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

In Half Life 2 macht es keine großen Unterschied, ob man eine Radeon X1900 XTX oder XT, eine GeForce 7900 GTX oder GT verwendet. Die genannten Grafikkarten liegen sehr nahe beiander. Die GeForce 7600 GT liefert für eine Mainstream-Grafikkarte wiederholt gute Werte und liegt deutlich vor der GeForce 6600 GT oder der Radeon X1600 XT.


Quake 4 (ID Software)

Quake 4 ist ein reinrassiger Ego-Shooter, der mit altbekannter Action aufwartet. Die Grafik ist Dank der Doom-3-Engine um einiges attraktiver als bei dem Vorgänger Quake 3. Anders als beim Prequel setzt Quake 4 die Story von Quake 2 fort und so kämpft man nicht nur alleine, sondern man schießt sich auch mit anderen Soldaten durch die Levels; dafür stehen die bekannten Schießwaffen zur Verfügung. Eine Neuerung ist die Möglichkeit in bestimmten Levels in Fahrzeuge einzusteigen und gegen die Monster zu kämpfen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität

Quake 4 - 1.280 x 1.024

Quake 4 - 1.280 x 1.024, 4x AA, 16x AF

Quake 4 - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Quake 4 - 1.600 x 1.200

Quake 4 - 1.600 x 1.200, 4x AA, 16x AF

Quake 4 - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Unser Kommentar:

In diesem Benchmark liegen die NVIDIA-Grafikkarten vor den Konkurrenz-Grafikkarten von ATI. Die GeForce 7900 GTX kann bis zu 15 Prozent höhere Frameraten wie eine Radeon X1900 XTX erzielen. Die GeForce 7900 GT liegt im Leistungsbereich der Radeon X1800 XT. Die GeForce 7600 GT liefert abermals ausreichend hohe Framezahlen, um das Spiel selbst bei hohen Auflösungen flüssig zu spielen.


Serious Sam 2 Demo (Croteam)

Serious Sam 2 bietet ein grafisches Feuerwerk. Durch die Verwendung der neuen Serious Engine 2 werden aktuelle Grafikkarten bis an ihre Grenzen gefordert. Die Engine macht vor allem von den Vertex- und Pixel-Shadern Gebrauch. Dabei werden die aktuellsten Grafik-Features wie dem Shader Modell 3.0 eingesetzt. Wir verwenden die Demo, mit der man Timedemos aufnehmen und benchen kann.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 960 und 1.600 x 1.200, höchste Qualität, HDR deaktiviert

Serious Sam 2 Demo - 1.280 x 960

Werte in FPS

Serious Sam 2 Demo - 1.280 x 960, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Serious Sam 2 Demo - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Serious Sam 2 Demo - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

Serious Sam 2 Demo - 1.600 x 1.200, 4xAA, 16xAF

Werte in FPS

Serious Sam 2 Demo - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

Die GeForce 7900 GTX kann sich in diesem Benchmark deutlich vor die Radeon X1900 XTX setzen, insbesondere bei 4x AA und 16x AF. Auch die GeForce 7900 GT liefert gute Ergebnisse. Die GeForce 7600 GT führt das Feld bei den Mainstream-Grafikkarten wiederholt deutlich an.


X3 Demo (Egosoft)

X3 - Reunion ist der Nachfolger von X2 - The Thread und entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafikchip erheblich fordern.Egosoft hat abermals eine Rolling-Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X3 Demo - 1.280 x 1.024

Werte in FPS

X3 Demo - 1.280 x 1.024, 4x AA, 16x AF

Werte in FPS

X3 Demo - 1.280 x 1.024, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.280 x 1.024 und 1.280 x 1.024, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

X3 Demo - 1.600 x 1.200

Werte in FPS

X3 Demo - 1.600 x 1.200, 4x AA, 16x AF

Werte in FPS

X3 Demo - 1.600 x 1.200, AA- und AF-Performance (Quotient aus Benchmarkwert von 1.600 x 1.200 und 1.600 x 1.200, 4xAA, 16x AF)

Achtung! Werte in Prozent

Unser Kommentar:

Bei X3 liegen Radeon X1900 XTX und GeForce 7900 GTX gleichauf. Etwas langsamer folgt die GeForce 7900 GT. Die GeForce 7600 GT kann bei einer Auflösung von 1.600 x 1.200 noch eine ausreichende Framerate liefern.


Die neuen Grafikkarten von NVIDIA stellen keine Sensation dar, aber sind eine zeitgemäße Aktualisierung der Vorgängermodelle, um gegen die Konkurrenz von ATI gut positioniert zu sein. Das Flaggschiff GeForce 7900 GTX kann sich oftmals vor die ATI Radeon X1900 XTX setzen, wenn auch der Vorsprung hauptsächlich im einstelligen Prozentbereich liegt. Die GeForce 7900 GT ist eine gelungene Grafikkarte, die über genügend Leistung verfügt, um aktuelle und auch zukünftig erscheinende PC-Spiele mit guter Geschwindigkeit und Grafikqualität zu spielen. Am überzeugendsten finden wir aber nicht eines der High-End-Modelle, sondern die Grafikkarte für den Mainstream-Bereich, der sicherlich für die Mehrheit der Leser von Bedeutung ist. Die GeForce 7600 GT liefert ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, das durch die gute Übertaktbarkeit noch weiter gesteigert werden kann. Wir sind uns sicher, dass die GeForce 7600 GT ein wahrhaft würdiger Nachfolger der GeForce 6600 GT ist und sich auch bei den Konsumenten großer Beliebtheit erfreuen wird.

Die beiden High-End-Modelle von NVIDIA können durchweg hohe Leistungswerte aufweisen, wobei man sich nicht deutlich von ATIs Topkarten absetzen kann. Hier könnte aber der Verkaufspreis den Ausschlag geben, da die Modelle von NVIDIA derzeit günstiger verkauft werden als ATIs High-End-Varianten. In den nächsten Monaten werden die Preise sicherlich auf beiden Seiten noch fallen, was natürlich die Kunden freut. Sowohl die GeForce 7900 GTX als auch die GeForce 7900 GT konnten noch um einige MHz übertaktet werden, es zeigte sich aber, dass bei diesen High-End-Grafikkarten nur geringfügige Leistungssteigerungen erzielt werden können, da zumindest bei uns das Testsystem eine bessere Skalierung verhindert - bei den Top-Karten sollte man also auf eine entsprechend gute CPU achten. Im Mainstream-Bereich liefert NVIDIA mit der GeForce 7600 GT den neuen Primus an, der über einen attraktiven Preis und gute Leistungswerte verfügt, die durch eine gute Übertaktbarkeit noch gesteigert werden können.

Die Fertigung der GPUs in 90 nm hat zum einen höheren Taktfrequenzen und zum anderen zu geringerem Energieverbrauch geführt, was uns natürlich freut, da es in der Vergangenheit eher der Fall war, dass neue Grafikkarten auch mehr Strom verbrauchen. Da die Miniaturisierung in allen Hardware-Bereich fortschreitet und sich die Hersteller auch immer mehr bewusst werden sparsamere Produkte auf den Markt zu bringen, werden sicherlich die nächsten Grafikkarten-Generationen bei höherer Leistung zu geringeren Energieverbräuchen führen, was die Umwelt und auch den Geldbeutel schont.

Hier liegt auch die wahre Stärke der GeForce 7900 GTX, die im Vergleich zur X1900 XTX in unseren Tests knapp 60 Watt weniger Strom verbraucht und durch die Kühlung auch um einiges leiser zu Werke geht. 

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Im High-End-Bereich geht es sehr eng zu und so macht es eigentlich keinen großen Unterschied, ob man sich für eine ATI Radeon X1900 XTX oder eine NVIDIA GeForce 7900 GTX entscheidet - hier liegt es eher an den Präferenzen des Kunden. Erst wenn NVIDIA seine nächste Grafikkarten-Generation mit der G80-GPU präsentiert, werden voraussichtlich deutliche Leistungssprünge erzielt werden und auch wieder neue Features hinzukommen - so wie es vergangenes Jahr durch die GeForce 7800 GTX geschehen ist. Etwas anders sieht es im Preisbereich von 300 Euro aus. Hier bietet die GeForce 7900 GT ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an, das sicherlich in den kommenden Wochen noch verbessert wird, da die Verkaufspreise der Grafikkarte noch weiter sinken werden. Im Preisbereich von 200 Euro bietet die GeForce 7600 GT eine hervorragende Leistung, die von bisherigen Grafikkarten dieser Preiseklasse nicht erreicht wurde.

Wer eine der schnellsten Grafikkarten auf dem Markt kaufen möchte,kann mit der GeForce 7900 GTX kaum etwas falsch machen. Mit einem Verkaufspreis von 500 Euro ist die Grafikkarte auch nicht überteuert. Die GeForce 7900 GT bietet nur wenig schlechtere Leistungswerte im Vergleich mit GeForce 7900 GTX und kann mit einem Preis von 300 Euro überzeugen. Für die Gelegenheitszocker, die nicht zu viel Geld in eine Grafikkarte investieren möchten, bietet sich die GeForce 7600 GT an, die ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet - daher verleihen wir der GeForce 7600 GT unseren Preis-Leistungs-Award.

Die Wertung

Positive Punkte der GeForce 7900 GTX:

Negative Punkte der GeForce 7900 GTX:

Die 7900 GTX ist die richtige Wahl, wenn man eine High-End-Karte im Rechner verbauen möchte. Gegenüber ATIs Topmodell hat sie einen leichten Vorteil bei der Performance, verbraucht aber vor allen Dingen weniger Strom und ist deutlich leiser im 3D-Betrieb. Voraussetzung für uneingeschränkten Grafikgenuss ist jedoch auch eine leistungsfähige CPU, sonst profitiert man von der hohen 3D-Power nur geringfügig. Ein Betrieb im SLI-Modus ist auch ohne Probleme möglich. NVIDIAs Partner werden hier auch noch übertaktete Modelle auf den Markt bringen, die leicht höhere Taktfrequenzen mitbringen.

Positive Punkte der GeForce 7900 GT:

Negative Punkte der GeForce 7900 GT:

Die GeForce 7900 GT ist das richtige für den ambitionierten Spieler, der auch etwas auf seine finanzielle Situation Rücksicht nehmen muss. Auch hier erhält man eine sehr gute Leistung, auch hier ist der Stromverbrauch sehr gut. Allerdings lärmt der Lüfter etwas mehr im 3D-Betrieb, weshalb einige NVIDIA-Partner auch auf eine andere Kühllösung zurückgreifen werden. Mit einem entsprechenden Silent-Lüfter ist diese Karte im oberen Preisbereich sehr zu empfehlen.

Positive Punkte der GeForce 7600 GT:

Negative Punkte der GeForce 7600 GT:

Die 7600 GT ist ein würdiger Nachfolger der 6600 GT. Auch hier ist nur der Lüfter zu kritisieren, allerdings bieten NVIDIAs Partner auch hier andere Kühlmöglichkeiten an, teilweise sogar eine passive Kühlung. Mit einer derartigen Karte lässt es sich gut und zuverlässig spielen, aufgrund des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses kann die Karte zusätzlich überzeugen. Aus diesem Grund zücken wir hier auch unseren Award.

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