Test: ASUS MARS II

Veröffentlicht am: von

mars-logoSchon seit Monaten angekündigt ist sie nun endlich erschienen - die ASUS MARS II. Als direkter Nachfolger der MARS I, welche sich aus zwei GeForce-GTX-285-GPUs zusammensetzte, führt sie die Tradition der extremen Dual-GPU-Lösungen von ASUS fort. Leider hatten wir nie die Möglichkeit einen Blick auf die erste Generation zu werfen, dafür aber schauten wir uns das Pendant mit AMD-GPU an, die ARES (Hardwareluxx-Artikel). Technisch bietet die ASUS MARS II das, was man von einer Dual-GPU-Karte erwartet - die volle Performance der Single-GPU-Variante mit der zusätzlichen Leistung einer zweiten GPU. NVIDIA konnte dies mit der GeForce GTX 590 (Hardwareluxx-Artikel) nicht leisten - hier springt nun ASUS in die Bresche.

Leistung hat ihren Preis, das wissen Autokäufer ebenso wie PC-Nutzer. ASUS limitiert die MARS II auf eine Stückzahl von 1000 Karten, was sich auch im Preis von 1200 Euro niederschlägt (Hardwareluxx-Preisvergleich).

Beginnen wollen wir wie immer mit einem Blick auf die technischen Daten:

Hersteller und Bezeichnung ASUS MARS II
Straßenpreis 1200 Euro
Homepage www.asus.de
Technische Daten
GPU
2x GF110
Fertigung 40 nm
Transistoren
2x 3 Milliarden
GPU-Takt
781 MHz
Speichertakt
1002 MHz
Speichertyp
GDDR5
Speichergröße
2x 1536 MB
Speicherinterface
2x 384 Bit
Speicherbandbreite
192 GB/Sek.
Shader Model Version
5.0
Shadereinheiten
2x 512 (1D)
Shadertakt
1544 MHz
Texture Units
2x 60
ROPs
2x 40
SLI/CrossFire
SLI

Eigentlich gibt es nicht viel dazu zu sagen. Die Spezifikationen der GeForce GTX 580 mal zwei genommen ergeben die ASUS MARS II. Die GeForce GTX 590 muss mit einem reduzierten Takt von 608 MHz an der GPU auskommen, ASUS lässt die beiden GPUs mit den vollen 781 MHz arbeiten. Ähnliches Bild auch beim Speicher. Hier sieht NVIDIA für die GeForce GTX 590 nur 854 MHz vor - ASUS nimmt die vollen 1002 MHz der GeForce GTX 580. Verdoppelt im Vergleich zur GeForce GTX 580, aber gleich geblieben zur GeForce GTX 590, ist die Anzahl der Shader-Prozessoren mit zweimal 512 im 1D-Design sowie zweimal 60 Textur-Einheiten und zweimal 40 ROPs.

Der Speicher ist natürlich ebenfalls mit 384 Bit angebunden, kommt aber aufgrund des höheren Taktes im Vergleich zur GeForce GTX 590 bei der ASUS MARS II auf eine Speicherbandbreite von 192 GB/Sek. Zweimal 1536 MB GDDR5-Speicher stehen den beiden GPUs zur Verfügung.

mars-2-gpuz

Der direkte Vergleich zwischen der AMD Radeon HD 6990 und der GeForce GTX 590 brachte keinen eindeutigen Gewinner hervor. Bei extrem hohen Auflösungen konnte die Radeon HD 6990 vom etwas größeren Speicher pro GPU profitieren und ist daher gefühlter Sieger. An diesen Machtverhältnissen könnte die ASUS MARS II nun rütteln, wobei der Vergleich zweier Referenzkarten mit einer derart limitierten Sonderauflage sicherlich nicht fair ist. Dennoch sind wir gespannt wie sich die MARS II schlägt.

Nach den nüchternen technischen Daten kommen wir nun zur Karte selbst.


Bevor wir mit der genaueren Betrachtung der Karte beginnen, noch ein Blick in den Lieferumfang. Neben der Karte selbst legt ASUS noch folgende Beigaben in den Karton:

mars-19-rs

Die eigentlichen Dimensionen der Karte werden auf einem Einzelbild leider nicht wirklich deutlich. Daher haben wir die Radeon HD 6990 und GeForce GTX 590 einmal dazugelegt. Doch auch mit dieser Maßnahme können wir eine Eigenschaft nicht abbilden - das Gewicht. Die Karte wiegt etwas über 2,5 kg und dürfte damit die schwerste Karte sein, die jemals auf dem Markt erschienen ist.

mars-02-rs

Wohl mit das wichtigste Merkmal der Kühlung der MARS II sind die beiden 120 mm großen Lüfter. Sie sitzen direkt über den beiden Heatsinks, die sich jeweils um eine GPU kümmern. Schon hier ist die Höhe der Karte gut erkennbar. Wir haben schon einige Designs mit 2,5- bzw. 3-Slot-Kühler gesehen und sind daher nicht überrascht, dass ASUS auch bei der MARS II derart viel Platz in Anspruch nehmen möchte.

mars-03-rs

Die Rückseite wird von einer großen Backplate dominiert, welche das komplette PCB bedeckt. Unten prangert groß der Produktname sowie die Produktserie "Republic of Gamers", in welche die MARS II sicher problemlos einzuordnen ist. Hier ebenfalls sehr schön zu sehen ist die Position der beiden GPUs sowie einer wichtigen Komponenten der Spannungs- und Stromversorgung, auf die wir später noch etwas genauer eingehen wollen.

mars-04-rs

Mit der GeForce GTX 590 konnte sich NVIDIA noch an die ATX-Spezifikationen halten. AMD musste diese Grenze mit der Radeon HD 6990 bereits überschreiten. Weit jenseits davon bewegt sich die ASUS MARS II. Gleich dreimal 8-Pin als zusätzliche Stromversorgung haben wir auf noch keiner Karte gesehen. Zusammen mit den 75 Watt, die über den PCI-Express-Slot zur Verfügung gestellt werden können, kommen wir auf einen theoretischen Maximalverbrauch von 525 Watt.

Über den roten Taster lassen sich die beiden Lüfter auf 100 Prozent ihrer Drehzahl regeln. Damit überschritten werden alle Software-Settings. Wie laut die Karte dann ist, schauen wir uns bei den entsprechenden Messungen an.

mars-05-rs

Weiter geht es mit einem Blick auf die Slotblende. Hier hat ASUS zweimal Dual-Link-DVI und jeweils einmal einen vollwertigen DisplayPort und HDMI-Ausgang verbaut. Aufgrund der Limitierung von zwei Displays pro GPU wären auch nicht mehr Ausgänge möglich gewesen. Der Aufbau eines 3D-Vision-Surround-Systems mit drei Displays wäre mit der MARS II kein Problem.

Beim HDMI-Ausgang hält sich ASUS an die 1.4a-Spezifiaktion - erlaubt also die Übertragung von 7.1 HD Audio und Blu-ray 3D. Das DisplayPort Interface 1.2 bietet ebenfalls die neuesten Entwicklungen wie den Support von DisplayPort-Hubs und den Aufbau einer Daisy-Chain.

mars-06-rs

Natürlich ist auch die ASUS MARS II in der Lage im SLI betrieben zu werden. Was man allerdings mit der Performance zweier Karten anfangen soll, ist fraglich - vom Anschaffungspreis einmal abgesehen.


mars-07-rs

Der hier zu sehende Baustein aus dem Hause NEC Tokin ist ein Kondensator der OE907-Baureihe und befindet sich in direkter Nähe (auf der Rückseite) jeweils einer GPU. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Strom- und Spannungsversorgung der GPUs. Weiterhin zum Einsatz kommen noch Super Alloy-Kondensatoren und MOS-Bausteine, welche sich durch eine besonders hohe Güte, Lebensdauer und Leistungsdaten auszeichnen sollen.

mars-08-rs

Schaut man sich die ASUS MARS II einmal ohne Kühler an, wird die eigentliche Komplexität der Karte deutlich. Ein derart vollgepacktes PCB sieht man selten. Rechts und links sind die beiden GPUs untergebracht. Im Bereich dazwischen deutlich zur erkennen ist die 21-phasige Spannungsversorgung. Auf die einzelnen Details gehen wir im Folgenden noch etwas genauer ein.

mars-09-rs

Die Rückseite des PCBs wirkt schon deutlich weniger komplex. Als große Komponenten kommen hier nur die bereits angesprochenen NEC-Tokin-Kondensatoren zum Einsatz. Ebenfalls zu finden sind pro GPU sechs Speicherchips mit einer Kapazität von jeweils 128 MB. Weitere sechs Chips pro GPU sind auf der Vorderseite des PCBs zu finden.

mars-10-rs

Hier noch einmal im Bild zu sehen ist eine der zwei GPUs gemeinsam mit den 768 MB pro PCB-Seite. Beim Speicher handelt es sich um Chips auf dem Hause Samsung mit der Bezeichnung K4G10325FE-HC04, die auf bis zu 1250 MHz spezifiziert sind.

mars-11-rs

Wie bei allen Dual-GPU-Grafikkarten kommt auch auf der ASUS MARS II eine PCI-Express-Bridge zum Einsatz. NVIDIA setzt auf die hausinterne Lösung in Form eines NF200.


mars-12-rs

Auch wenn die ASUS MARS II sich schon am Rande des Machbaren befindet, hat ASUS noch einige OC-Features eingebaut. Wer noch ein oder zwei Schritte weiter als die übliche Übertaktung via Software gehen möchte, der kann bestimmte Sicherheitsmechanismen der Karte außer Kraft setzen. Die GPU besitzt einen Schutz gegen Überhitzung und Überspannung, der durch die Verbindung zweier Kontakte (OCP) ausgeschaltet werden kann. Über die weiteren Kontakt-Reihen können FBVDDO (Erhöhung der Speicherspannung) und PEXVDD (Erhöhung der PLL-Spannung) eingestellt werden.

mars-13-rs

Ohne die Abdeckung des Kühlers, in der sich auch die beiden Lüfter befinden, wird der Blick auf die beiden Heatsinks frei. Bereits mit dem ersten Blick auf die Rückseite und auch jetzt wird deutlich, dass die Speicherchips ohne jegliche direkte Kühlung auskommen müssen.

mars-14-rs

Eine massive Bodenplatte und jeweils vier Heatpipes sollen die Abwärme ideal abführen können. Der linke Heatsink dient zusätzlich noch zur Kühlung des NF220.

mars-15-rs

Über grüne und rote LEDs zeigt die ASUS MARS II an, welche Stromanschlüsse korrekt angeschlossen sind.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7 Extreme 965 wird von 3,2 GHz auf 3,875 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7 Extreme 965 3,2 GHz übertaktet auf 3,875 GHz
Mainboard ASUS P6T6 WS Revolution
Arbeitsspeicher Corsair XMS3 Dominator 4 GB PC3-12800U CL 7-7-7-20
Festplatte Seagate Barracuda 7200.11 320 GB
Netzteil Corsair HX1000
Betriebssystem Windows 7 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1215/854 MHz, 3072 MB - 1536 MB effektiv)

NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)

NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1536 MB)

NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)

NVIDIA GeForce GTS 550 Ti (900/1800/1026 MHz, 1024 MB)

NVIDIA GeForce GTX 480 (700/1401/924 MHz, 1536 MB)
NVIDIA GeForce GTX 470 (608/1215/838 MHz, 1280 MB)
NVIDIA GeForce GTX 465 (608/1215/802 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTX 460 (675/1350/900 MHz, 1024 MB)
NVIDIA GeForce GTS 450 (783/1566/902 MHz, 1024 MB)
AMD
AMD Radeon HD 6990 (830/830/1250 MHz, 4096 MB - 2048 MB effektiv)

AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB)

AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)

AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)

AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)

AMD Radeon HD 5970 (725/725/1000 MHz, 2048 MB - 1024 MB effektiv)

AMD Radeon HD 5870 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 5850 (725/725/1000 MHz, 1024 MB)
AMD Radeon HD 5830 (800/800/1000 MHz, 1024 MB)
Treiber:
NVIDIA

GeForce 280.26

AMD
AMD Catalyst 11.7

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark06:
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Futuremark 3DMark Vantage (PhysX aus):
- Performance
- High
- Extreme
Resident Evil 5 (Motion Blur - an, Shadow Detail - High, Texture Detail - High, Overall Quality - High):
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
H.A.W.X. 2 (DirectX 11, alles hoch bzw. ein):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Far Cry 2 (DirectX 10, Performance - Very High, Overall Quality - Optimal, alles andere High):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Unigine Heaven 2.0 (DirectX 11, Shader - High, Tesselation - Normal):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Metro 2033 (DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Mafia II (alles High bzw. ein, ohne Apex):
- 1680x1050 kein AA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 kein AA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 kein AA16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
STALKER (2560x1600, DirectX 11, Preset - Extreme, 4x MSAA, SSAO Mode - Default, SSOA Quality - Medium, enable Tesselation)
- Day
- Night
- Rain
- Sun
Anno 1404 (alles an/hoch, Kampagne starten und die ersten 60 Sekunden):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
Crysis Warhead (DirectX 10, Enthusiast):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
Framediagramme:
Medal of Honor (2560x1600, Grüße aus Bagram - die ersten 60 Sekunden)
Metro 2033 (2560x1600, DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert)

Futuremark 3DMark06 (Standardeinstellungen):

Futuremark 3DMark Vantage (PhysX aus):

Resident Evil 5 (Motion Blur - an, Shadow Detail - High, Texture Detail - High, Overall Quality - High):

H.A.W.X. 2 (DirectX 11, alles hoch bzw. ein):

Far Cry 2 (DirectX 10, Performance - Very High, Overall Quality - Optimal, alles andere High):

Unigine Heaven 2.1 (DirectX 11, Shader - High, Tesselation - Normal):

Metro 2033 (DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert):

Mafia II (alles High bzw. ein, ohne APEX PhysX):

S.T.A.L.K.E.R. - Call of Pripyat (2560x1600, DirectX 11, Preset - Extreme, 4x MSAA, SSAO Mode - Default, SSOA Quality - Medium, enable Tesselation)

Anno 1404 (alles an/hoch, Kampagne starten und die ersten 60 Sekunden):

Crysis Warhead (DirectX 10, Enthusiast, Frost Flythrough):


Beginnen wollen wir mit den Messungen:

mess1

Die ASUS MARS II sprengt im Idle-Betrieb alles bisher gesehene. Im Grunde hatten wir einen Verbrauch erwartet, der in etwa auf dem Niveau der GeForce GTX 590 liegt. ASUS übertrifft die 187 Watt der "originalen" Dual-GPU-Karte um immerhin noch einmal 10 Watt und so verbraucht das gesamte System fast 200 Watt.

mess1

Während sich die NVIDIA GeForce GTX 590 und AMD Radeon HD 6990 noch zurückhalten, zeigt sich recht deutliche, dass ASUS bei der MARS II keinerlei verbrauchslimitierende Mechanismen verwendet. 733,2 Watt liegen weit über dem, was wir bisher mit einer Dual-GPU-Karte ab Werk gemessen haben. Ob sich dies auch in einer entsprechenden Performance niederschlägt, werden die Benchmarks zeigen müssen.

mess1

Positiv überrascht sind wir von der Idle-Temperatur. Mit 42 °C liegen wir deutlich unter den beiden Referenzkarten der AMD Radeon HD 6990 und NVIDIA GeForce GTX 590.

mess1

Auch für den Last-Betrieb können wir der Kühlung der ASUS MARS II ein durchweg positives Testat ausstellen. Hier stellt die alternative Kühlung auch ihre Vorzüge gegenüber der GeForce GTX 590 und Radeon HD 6990 zur Schau. Ob dies auch mit annehmbaren Drehzahlen und niedriger Lautstärke einhergeht, betrachten wir nun.

mess1

Wieder überrascht uns die ASUS MARS II mit einem sehr guten Messwert. 50,9 dB sind im Testfeld der Bestwert und das bei den aktuellen Single- und Dual-GPU-Grafikkarten.

mess1

Unter Last wird die ASUS MARS II nur von der PowerColor Radeon HD 6870X2 geschlagen. Zieht man die potenzielle Performance noch mit in Betracht, ist das ein durchaus achtbares Ergebnis bis hierher.


Mit den ersten Performance-Messungen beginnen wir im 3DMark Vantage. Der 3DMark Vantage in seiner aktuellen Version ist sehr grafikkartenlastig und damit ideal für unsere Zwecke geeignet. Um die 3D-Grafikpracht flüssig zu genießen, ist aber auch eine schnelle CPU notwendig. Der Download von 3DMark Vantage ist wie immer in unserem Download-Area möglich.


vantage1

vantage1

vantage1


Auch die neuste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tesselation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserem Download-Area möglich.

3dmark11_2_rs 3dmark11_1_rs
3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

3dmark1

3dmark1

3dmark1


Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

ResidentEvil1_rs ResidentEvil2_rs
ResidentEvil3_rs ResidentEvil4_rs

Zur Vollversion von Resident Evil 5 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

resi1

resi1

resi1


Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion, mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.


Zur Vollversion von Far Cry 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

far1

far1

far1

far1

far1

far1


Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen sich die Macher von Crysis. Die als Basis dienende Cry-Engine sorgt immer wieder dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwendeten Crysis im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

Crysis1_rs Crysis2_rs
Crysis3_rs Crysis4_rs

Zur Vollversion von Crysis Warhead in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

crysis1

crysis1

crysis1


Die Fortsetzung der berühmten und mehrfach ausgezeichneten Aufbaustrategie-Serie kommt im neuen Gewand daher und heißt Anno 1404. 2009 erschienen, fesselt Ubisofts Anno 1404 den Spieler erneut und lässt ihn den Orient im 15. Jahrhundert erkunden. Das Motto hier - siedeln in Perfektion. Sämtliche Gebäude wurden noch einmal detaillierter dargestellt, das Meer bewegt sich noch realistischer, Flora und Fauna sind eine richtige Augenweide. Selbst die Mühlen hört man knarzen, Vögel fliegen umher und Rauch steigt von Feuerstellen empor. Weiterhin stehen dem Spieler größere Inseln denn je zuvor zur Verfügung, wo er eine mächtige Zivilisation errichten und neue Technologien erforschen kann. Wird der Schieberegler für die Details und Effekte ganz nach rechts geschoben, fordert Anno 1404 das System ordentlich und zeigt, was in ihm steckt.

Anno1404_4_rs Anno1404_3_rs
Anno1404_2_rs Anno1404_1_rs

anno1

anno1

anno1


Unigine Heaven 2.1 beinhaltet zahlreiche Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Dazu gehört beispielsweise eine verstärke Nutzung von Tesselation. Des Weiteren wurden Objekte hinzugefügt, die den Einsatz neuer Effekte notwendig machen. Dazu zählen dynamische Lichtquellen sowie physikalisch korrekt berechnete Flaggen.

unigine2_1_rs unigine2_2_rs
unigine2_3_rs unigine2_4_rs

Unigine Heaven 2.1 ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

uni1

uni1

uni1

uni1

uni1

uni1


S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.


Zur Vollversion von S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

stalker1

stalker1

stalker1

stalker1


Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2013 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Handvoll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurück gezogen um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindseelige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: Die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine wahnsinns Atmosphäre und lassen selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

Metro_1_rs Metro_2_rs
Metro_3_rs Metro_4_rs

metro1

metro1

metro1


Der Luftkampf hat sich weiterentwickelt, ebenso wie die Grafik-Engine, die nun massiven Gebrauch von Tesselation macht. Der Spieler muss jedes Element des modernen Luftkampfs meistern. Zuerst dringt er unentdeckt in feindlichen Luftraum ein, führt einen tödlichen Stoß aus und verschwindet, noch bevor der Gegner reagieren kann. Er nutzt überlegene Technologie, um den Gegner aus der Ferne zu schwächen und erledigt ihn dann in spannenden Dogfights. Nächtliche Überfälle und Auftanken in der Luft, sowie viele weitere Aufgaben warten auf den Spieler.

HAWX2_1_rs HAWX2_2_rs
HAWX2_3_rs HAWX2_4_rs

hawx1

hawx1

hawx1

hawx1

hawx1

hawx1


2K Czech, die Entwickler des ersten Mafia Spiels, sorgen auch in Mafia II für eine riesige Spielwelt voller liebevoller Details. Mit den 40ern und 50er Jahren erstreckt sich Mafia II über zwei der wohl schillerndsten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Über 50 Autos im Stil der jeweiligen Epoche mit individuellem Fahrverhalten können gefahren werden. So lässt sich die Stadt zum Sound von Buddy Holly und Dean Martin erkunden – über 120 original lizenzierte Songs aus den 40ern und 50ern ertönen aus den Lautsprechern des Autoradios.

Mafia4_rs Mafia3_rs
Mafia2_rs Mafia1_rs

mafia1

mafia1

mafia1

mafia1

mafia1

mafia1


Natürlich haben wir auch aus einer schon ab Werk extremen Karte wie der ASUS MARS II noch versucht ein wenig mehr herauszuholen. Dazu verwendeten wir das ASUS eigene Tool "GPU Tweak". Zuerst einmal schauten wir uns an, welchen Spielraum uns ASUS bei der Spannung noch gibt. Von 1,050 Volt konnten wir immerhin noch auf 1.075 Volt hochregeln. Mehr ist über die Software erst einmal nicht drin.

mars-2-tweaker

Letztendlich erreichten wir mit dieser recht mageren Spannungssteigerung ein achtbares Ergebnis:

mars-2-gpuz-oc

Mit 893 MHz GPU-Takt schafften wir 111 MHz mehr als von ASUS vorgesehen. Das ist eine Steigerung von etwa 14 Prozent. Deutlicher weniger taktfreudig zeigte sich der Speicher. Wir konnten die Frequenz von 1002 auf 1061 MHz steigern. Dies entspricht einer Steigerung von 6 Prozent.


Die ASUS MARS II stellt wohl derzeit die Spitze der Entwicklung bei den Grafikkarten dar. Bei einer solchen Karte geht es nicht primär um ein vernünftiges Preis/Leistungs- oder Performance/Watt-Verhältnis. Andere Maßstäbe sollten maßgeblich für die Bewertung sein. Sowohl als interessierter Leser, wie auch als Redakteur darf man dankbar sein, dass einige Unternehmen sich an solchen extremen Lösungen versuchen. Wie langweilig wäre es, wenn nur wenige Wochen nach dem Release einer neuen Grafikkarte einfach immer nur noch die gleichen Karten, im schlimmsten Fall auch noch mit gleicher Kühlung, auf den Markt geschwemmt würden.

Für ASUS ist die MARS II nicht der erste Schritt in den eher "experimentellen Bereich". Mit MARS und ARES hat man bereits gezeigt, dass man solche Produkte durchaus als ernsthaft betrachtet und bisher hatte man offenbar auch keine Probleme sie an den Mann zu bringen.

Vor allem eines spielt bei einer Grafikkarte eine entscheidende Rolle und das ist die Performance. Als ASUS das erste Mal von einer MARS II basierend auf zwei GF1xx-GPUs sprach, war noch nicht ganz klar, dass man letztendlich auf die Vollausbau in Form von GF110 setzen würde. Hinzu kommt nun auch noch, dass die Taktung auf Niveau der GeForce GTX 580 liegt. Dies alles schlägt sich in einem enormen Performance-Vorteil gegenüber der GeForce GTX 590 und Radeon HD 6990 nieder. In nur sehr wenigen Fällen kann die Radeon HD 6990 den Benchmark schneller durchlaufen, die GeForce GTX 590 ist in jedem Fall geschlagen. Teilweise sind die Abstände beträchtlich, sodass fast schon das Performance-Level einer neuen GPU-Generation erreicht wird.

{jphoto image=15683}

Sehr überzeugend präsentiert sich auch die Triple-Slot-Kühlung. Sowohl bei den Temperaturen, wie auch bei der Lautstärke messen wir sehr gute Werte. Eigentlich hatten wir Schlimmeres erwartet und so konnte uns ASUS nur überraschen.

Schon anders sieht dies beim Verbrauch aus. Gerade im Idle-Betrieb hätten wir einen niedrigeren Wert erwartet. Letztendlich sind die gemessenen 10 Watt Mehrverbrauch aber auch hinnehmbar - schließlich sprechen wir hier von einer Grafikkarte, die bereits fast 1200 Euro kostet. Schaut man sich die Performance an, kann auch der Last-Verbrauch nicht mehr wirklich schocken. Ein Blick auf das entsprechende Diagramm sorgt bei dem ein oder anderen sicher für einen Herzstillstand. Ein 400 PS Porsche lässt sich auf der Rennstrecke aber sicher auch nicht mit 4,5 Litern auf 100 km bewegen.

Etwas mehr erwartet hatten wir uns von den OC-Features. ASUS bietet in der Software nur eine magere Spannungs-Steigerung an. Auf der Rückseite des PCBs bietet man einige Pads an, um weitere Features "freizuschalten", allerdings sind diese nur zugänglich, wenn die Backplate entfernt wird. Letztendlich aber geben wir uns mit dem erreichten OC-Ergebnis zufrieden.

ASUS limitiert die MARS II auf eine Stückzahl von 1000 Karten, was sich  im Preis von 1200 Euro niederschlägt (Hardwareluxx-Preisvergleich). Eine Kaufempfehlung für eine derart limitierte und auch extreme Karte auszusprechen fällt schwer. Wer mit nur einer Karte die maximale Performance benötigt, der ist bei der ASUS MARS II sicher richtig und sollte sich beeilen. Allen anderen bleibt vielleicht wieder einmal nur der Auto-Vergleich: Den Porsche auf der Straße sehen und träumen - fahren können ihn leider nur wenige.

Positive Aspekte der ASUS MARS II:

Negative Aspekte der ASUS MARS II:

excellent_award

Aufgrund der enormen Performance vergeben wir den Hardwareluxx-Excellent-Hardware-Award

Weiterführende Links: