Sapphire Radeon X800XL für AGP

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In wenigen Monaten wird es im Grafikkarten-Bereich zu einigen Neuerungen kommen. Nachdem NVIDIA schon vor mehreren Monaten seine SLI-Technologie für die PCI-Express-Schnittstelle präsentiert hat, hat ATI gerade seine CrossFire-Technologie vorgestellt, die es auch erlaubt zwei Grafikkarten in einem System einzusetzen, um dadurch eine höhere Performance zu erreichen. Von all diesen interessanten Entwicklngen können Besitzer von Mainboards mit AGP-Schnittstelle leider nicht profitieren. Und ob es die nächsten Grafikkarten-Generationen auch für AGP geben wird, steht noch nicht fest. Aber dennoch gibt es im AGP-Bereich weiterhin leistungsfähige und attraktive Grafikkarten, die mit den PCI-Express-Varianten konkurrieren können.

So haben wir vor zwei Monaten die ATI Radeon X850XT Platinum Edition für AGP getestet, was momentan einer der Top-Modelle im Grafikkarten-Bereich darstellt. Bei dieser Grafikkarte wurde der R480-Chip modifiziert und ein AGP-Interface integriert, woraus der sehr ähnliche R481-Chip entstand. Dieser Schritt ist bei dieser Grafikkarte notwendig, da die Taktraten zu hoch sind, sodass man den Rialto-Chip einsetzen könnte. Anders ist es bei der Sapphire Radeon X800 AGP, die über den R430-Chip verfügt. Diese PCI-Express-GPU wird mittels Rialto-Chip für AGP fit gemacht.

Nun haben wir mit der Sapphire Radeon X800XL eine weitere PCI-Express-Grafikkarte im Test, die durch den Rialto-Chip für die AGP-Schnittstelle vorbereitet wurde. Wir haben schon die PCI-Express-Version der Sapphire Radeon X800XL getestet. Wir haben gesehen, dass die X800XL eine sehr gute Performance bietet, wobei der Preis nicht zu hoch ist. Ob es sich bei der AGP-Version auch so verhält, werden wir in diesem Review näher beleuchten. Die X800XL basiert ebenso wie die X800 auf dem R430-Kern von ATI, der in 110-nm-Technik gefertigt wird, wodurch die neue X800-Serie kostengünstiger produziert werden kann. Dadurch ist es den Grafikkartenherstellern auch möglich, Grafikkarten mit dem R430-Kern zu einem guten Preis auf den Markt zu bringen, was den Kunden natürlich zugute kommt. Die Sapphire Radeon X800XL ist zudem mit 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shadern ausgestattet. Weiterhin stehen der Grafikkarte 256 MB GDDR3 zur Verfügung, die mit 256 Bit angebunden sind, was eine gute Performance ermöglicht. Die GPU ist mit 400 MHz getaktet, genau wie bei der PCI-Express-Version. Dafür ist der Speicher mit 490 MHz Taktfrequenz um 10 MHz geringer als bei der PCI-Express-Version, die mit 500 MHz getaktet wird.

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Nachfolgend präsentieren wir in tabellarischer Form die GPUs von ATI für die AGP-Schnittstelle:

Wir sehen, dass die X850-Grafikkarten momentan die Top-Modelle von ATI darstellen. Die X800XL kann man eher mit den Grafikkarten, die über den älteren R420-Chip verfügen vergleichen. Dabei sehen wir, dass die GPU der X800XT um 100 MHz schneller getaktet wird, die Speicherperformance hingegen ist gleich und auch die anderen Merkmale sind identisch. Daher können wir vermuten, dass die X800XT sich vor der X800XL in den Benchmarks einfinden wird, da sie die schnellere GPU besitzt. Ein Vergleich der X800XL mit der X800 Pro könnte interessanter sein. Der Kern der X800 Pro ist zwar um 75 MHz schneller getaktet, aber dafür ist der Speicher um 50 MHz langsamer getaktet als bei der X800XL. Außerdem hat die X800XL den Vorteil, dass sie 16 Pixelpipelines verfügt, wohingegen die X800 Pro nur 12 Pixelpipelines anzubieten hat. In den folgenden Benchmarks werden wir uns genauer auf diese beiden Grafikkarten konzentrieren.

Interessant ist die Frage, ob die Grafikkarte aufgrund der 110-nm-Fertigung ein besonders gutes Übertaktungsergebnis zulässt. Damit einhergehend stellt sich die Frage, ob durch die kleinere Fertigungsgröße auch Stromspareffekte erreicht werden können. Wir werden auf den folgenden Seiten diese Fragen beantworten und uns näher mit dem Layout und der Performance befassen.


Der R430-Chip wird in 110-nm-Technik hergestellt, wohingegen die Vorgängerchips R420 und R481 in 130-nm-Technik produziert wurden. Es ist eine übliche Vorgehensweise von Chipherstellern neue Fertigungstechnologien an nachrückenden Modellen auszuprobieren, da diese zumeist nicht die Top-Modelle verdrängen sollen, sondern die Palette ergänzen sollen. Diese Modelle sind zumeist nicht auf höchste Taktung ausgelegt, sodass den Herstellern die Gelegenheit geboten wird, die neue Technik auszuprobieren, um diese dann in der nächsten Generation voll auszunutzen. Außerdem bringt es die kleine Fertigungsgröße mit sich, dass die Kerne günstiger produziert werden können, wodurch die Hersteller dann die Grafikkarten billiger anbieten können.

Anders als der Sapphire X800XL für PCI-Express befindet sich auf der AGP-Version ein größerer Kühlkörper, der dem Standard-Design von ATI entspricht. Wir möchten noch einmal die prägnanten Daten der Grafikkarte nennen. Der Kern hat eine Taktfrequenz von 400 MHz und die 256 MB GDDR3-Speicher sind mit 490 MHz getaktet, welche mit 256 Bit angebunden sind, wodurch eine Bandbreite von 32 GB/s erreicht wird. Zudem stehen 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shader zur Verfügung. Das Layout der Grafikkarte entspricht dem Referenzdesign von ATI und es handelt sich um eine Ein-Slot-Grafikkarte, sodass die Möglichkeit besteht, die Grafikkarte auch in Barebones einzubauen, wo üblicherweise nicht viel Platz vorhanden ist, um Zwei-Slot-Lösungen, wie die ATI Radeon X850XT, einzubauen.

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Die Grafikkarte benötigt als zusätzliche Stromquelle einen Molex-Stecker, da der AGP-Port für die meisten aktuellen Grafikkarten nicht genügend Energie liefern kann. Bei der PCI-Express-Version haben wir gesehen, dass die Grafikkarte keinen zusätzlichen Stromanschluss hat, da der PCI-Express-Port genügend Energie liefern kann. Anders als bei den X800XT- und X800 Pro-Grafikkarten verfügt die Sapphire Radeon X800 nicht über den gelben ViVo-Port, mit dem man Video-Kabel an die Vorderseite des Gehäuses legen könnte, obwohl die Grafikkarte über die ViVo-Funktionen verfügt. Dies ist aber auch nicht unbedingt notwendig, da nur die wenigsten Gehäuse die Möglichkeit bieten, um solche Anschlüsse optisch ansprechend nach vorne zu legen. Der Kühlkörper besteht aus Aluminium, wobei auf der Grundplatte Lamellen aus Aluminium gelötet wurden, die die Wärme der Grafikkarte effizienter abführen können, da der Radiallüfter die Luft durch diese bläst. An der Stelle, wo der Kühlkörper auf der GPU aufliegt, ist eine Kupferplatte in den Aluminium-Grundkörper eingelassen, da Kupfer die Wärme besser als Aluminium ableiten kann. Außerdem werden vier der insgesamt acht Speicher-Bausteine durch den Kühlkörper gekühlt.

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Beim Kühlkörper-Design hält sich Sapphire an die Vorgaben von ATI. Auch ist der standardmäßige Radiallüfter verbaut. Leider sind die Standardkühlungen nicht immer die leisesten Modelle, was sich auch bei dieser Grafikkarte zeigte. Der Lüfter dreht sowohl im 2D- als auch im 3D-Modus sehr schnell, wobei das Lüftergeräusch hochtönig ist. Befindet sich das Computergehäuse unter dem Tisch, ist das Drehen des Lüfters nicht sehr laut zu vernehmen. Wird die Grafikkarte aber in einem Barebone-System eingebaut, könnte das Lüftergeräusch ein wenig nervig sein, da man zumeist das kleine Gehäuse neben dem Monitor stehen hat. Auch eignet sich die Grafikkarte nicht für Silent-PCs, da der Lüfter für diesen Zweck einfach zu laut ist. Für alle anderen, die keinen großen Wert auf ein leises System legen, eignet sich die Grafikkarte, da sie sicherlich nicht zu den richtigen Krachmachern gehört.

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Wie bei vielen anderen Grafikkarten, verfügt die Sapphire Radeon X800XL über einen VGA- und einen DVI-Ausgang sowie einen Video-Port, der mittels beigelegter Kabelpeitsche Video-In- und -Out-Funktionen anbietet.

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Auf der Rückseite der Grafikkarte finden sich der Rialto-Chip sowie der ATI-Theater-Chip, der die Video-Funktionen der Grafikkarte bereitstellt. Unter dem Metallwinkel finden sich die restlichen vier Speichermodule der Grafikkarte. Außerdem dienen die Metallschienen zur Befestigung des Kühlkörpers.

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Der Rialto-Chip befindet sich unter einem rosanen Wärmeleitpad, der den Chip wahrscheinlich gegen Beschädigungen schützen soll, da das Leitpad ohne Kühlkörper keine effektive Kühlungfunktion ausüben kann.

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Auf der Grafikkarte befinden sich 256 MB GDDR3-Speicher. Auf der Ober- als auch auf der Unterseite der Grafikkarte befinden sich vier FBGA-Module, die jeweils 32 MB groß sind. Diese wurden von Samsung hergestellt und tragen die Kennzeichnung K4J55323QF-GC20, die für einen maximalen Takt von 500 MHz bei einer Latenzzeit von 2 ns spezifiziert sind. Da die Speicherbausteine der Sapphire Radeon X800XL schon mit 490 MHz getaktet sind, können wir keine großen Übertaktungen erwarten. Wir werden auf der nächsten Seite sehen, ob es dennoch gelingt ein paar MHz aus dem Speicher heraus zu holen.

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Auf dem Die ist deutlich zu lesen, dass es sich um die PCI-Express-GPU handelt. Der R430-Chip ist mit 400 MHz getaktet.

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Abschließend folgt ein Bild mit dem Lieferumfang der Grafikkarte.

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Sapphire legt seinen typische Software und Hardware bei:

Software:

Hardware:

Der Lieferumfang ist recht umfassend, wie wir es von Sapphire gewohnt sind. Mit Splinter Cell 2 und Prince of Persia liegen zudem noch recht aktuelle Spiele bei, um die Grafikkarte zu fordern. Das Redline-Tweaking-Tool kann man zum Übertakten der Grafikkarte verwenden, denn bei den X800-GPUs ist diese Funktion im Catalyst Control Center deaktiviert. Alternativ kann man natürlich auch das ATI-Tool oder ähnliche Tools verwenden.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Stromaufnahme und die Overclocking-Ergebnisse der Grafikkarte an.


Stromaufnahme:

In Zeiten immer steigender Energiekosten macht man sich schon Gedanken, wo man Strom sparen kann. Vor ein paar Jahren war das Thema Stromkosten für Computer noch keine wichtige Frage. Da die heutigen Rechner aber immer leistungsstärker und zugleich auch stromfressender werden, kann man schon beim Kauf seiner PC-Komponenten darauf achten, dass man nicht die leistungshungrigsten Komponenten kauft. So kann man beim Kauf eines Netzteils darauf schauen, dass man nicht den aller stärksten kauft, da dieser dann meistens überdimensioniert ist und daher unnötig viel Strom verbraucht. Schauen wir uns nun die Stromaufnahme der Sapphire Radeon X800XL im Idle-Modus und unter Last an:

Stromverbrauch idle (Gesamtsystem)


Achtung! Weniger ist besser!

Stromverbrauch Last (Gesamtsystem)


Achtung! Weniger ist besser!

Die Leistungsaufnahme der Sapphire Radeon X800XL liegt sowohl im Idle-Modus als auch unter Last im Mittelfeld. Dies war auch aufgrund der Leistungdaten der Grafikkarte zu erwarten, da zudem der Standardlüfter eingesetzt wird. Auch scheint die 110-nm-Fertigungstechnik keine Stromspareffekte mich sich zu bringen.

Overclocking:

Durch Overclocking kann man die maximale Leistung aus einer Grafikkarte herausholen. Wir haben schon zu Beginn gesehen, dass die Sapphire Radeon X800XL eine Speichertaktfrequenz von 490 MHz hat, was schon fast an die 500-MHz-Grenze des 2-ns-Speichers von Samsung herankommt. Wir setzen das ATI Tool ein, das automatisch die maximalen Taktfrequenzen finden kann.

Bei der Übertaktung der GPU haben wir das gleiche Ergebnis erreicht wie bei der Sapphire Radeon X800. So konnten wir den Kern um 50 MHz übertakten, was eine Steigerung um 12,5 Prozent bedeutet. Anders sieht es beim Speicher aus. Diesen konnten wir um 33 MHz bzw. 7 Prozent übertakten. Dies ist auch nicht sehr überraschend, da der Speicher von Samsung nur bis 500 MHz spezifiziert wurde. Daher kann man mit der Übertaktung durchaus zufrieden sein, denn wir haben bei der Sapphire Radeon X800 gesehen, dass diese nur auf 484 MHz kam, obwohl sie über den identischen Speicher verfügt. Durch das Overclocking haben wir bei 3DMark 2003 10.626 Punkte erreicht, was 763 Punkte mehr sind als im Non-Overclocked-Zustand. Wir haben bei 3DMark 2003 somit eine Steigerung von etwa 8 Prozent erreicht, was kein herausragender Wert ist. Wer eine übertaktungsfreudige Grafikkarte sucht, sollte sich eine andere Grafikkarte kaufen.

Schauen wir uns als Nächstes das Testsystem an.


Um möglichst vergleichbare Werte liefern zu können, benötigen wir natürlich auch eine immer gleich bleibende Plattform. In der unteren Auflistung sieht man die benutzte Hardware und Software. Wir haben unser Windows XP auf Service Pack 2 aktualisiert und benutzen auch neue Treiber sowie DirectX 9.0c. Mit dieser Konfiguration werden wir versuchen, möglichst lange unsere Tests durchführen zu können. Wenn natürlich gravierende neue Entwicklung entstehen, werden wir uns gegebenfalls darauf umstellen.

Wir benutzen nun auch aktualisierte Treiber, die die neuesten Grafikkarten unterstützen. Für die zukünftigen Tests werden wir auch diese Versionen verwenden, damit eine möglichst objektive Vergleichbarkeit vorhanden ist. Wir haben in den Treiberoptionen versucht, alle verzerrenden Optimierungen auszustellen. Da es sich bei der Sapphire Radeon X800XL um eine neuere Grafikkarte handelt, die vom ATI Catalyst 4.10 nicht unterstützt wird, müssen wir auch einen aktuellen Grafikkarten-Treiber verwenden, wir benutzen dafür die Version 5.3 des ATI Catalyst. FSAA und AF werden jeweils hinzugeschaltet. In den Benchmarks werden die jeweiligen Einstellungen angegeben.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Kommen wir nun zu den Benchmarks.


Codecreatures Benchmark 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024, 1.600 x 1.200

Codecreatures Benchmark 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Codecreatures Benchmark 1.600 x 1.200

Codecreatures Benchmark 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Codecreatures Benchmark 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Die Sapphire Radeon X800XL kann sich in diesem Benchmark im vorderen Mittelfeld positionieren. In diesem Benchmark scheint die Taktfrequenz der GPU eine entscheidende Rolle zu spielen, weshalb sich die Sapphire X800 Pro Toxic überwiegend vor der Sapphire Radeon X800XL platzieren kann, denn die X800 Pro hat eine Taktfrequenz von 475 MHz, wohingegen die X800XL "nur" mit 400 MHz getaktet ist.

Kommen wir zum zweiten Benchmark, Quake 3 Arena.


Quake 3 Arena 1.024 x 768 4x AA 16x AF (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024, 1.600 x 1.200

Quake 3 Arena 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Quake 3 Arena 1.600 x 1.200

Quake 3 Arena 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Quake 3 Arena 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Hier bietet sich uns ein anderes Bild. Die X800XL kann sich durchgehend vor der X800 Pro einfinden. Anscheinend bringen in diesem Benchmark die 4 zusätzlichen Pixelpipelines und der um 40 MHz höher getaktete Speicher den entscheidenden Leistungsvorsprung zur X800 Pro. Auch ist die Sapphire Radeon X800XL der Radeon X800XT dicht auf den Fersen.

Auf der nächsten Seite testen wir die Performance in Unreal Tournament 2003.


Unreal Tournament 2003 1.024 x 768 4x AA 16x AF Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.024 x 768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1.024 x 768 4x AA 16x AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1.600 x 1.200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1.600 x 1.200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF Botmatch

Unser Kommentar:

Hier dominieren die Spitzenmodelle von ATI. Die Sapphire Radeon X800XL kann nicht ganz aufschließen und landet im vorderen Mittelfeld. Diesmal ist die X800 Pro vor der X800XL zu finden. Wieder ein Anzeichen dafür, dass eine schnellere GPU in diesem Benchmark den Ausschlag gibt.


Return to Castle Wolfenstein 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200

Return to Castle Wolfenstein 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Return to Castle Wolfenstein 1.600 x 1.200

Return to Castle Wolfenstein 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Return to Castle Wolfenstein 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Da dieses Spiel auf der Quake-3-Engine aufbaut, haben die NVIDIA-Grafikkarten hier einen enormen Vorteil und so landet die X800XL bei niedrigeren Auflösungen sowie bei ausgeschaltetem AA und AF auf einem hinteren Rang. Erst bei hohen Auflösungen mit 4x AA und 16x AF kann sich die Sapphire Radeon X800XL weiter vorne platzieren. Zudem erkennen wir, dass sich die X800XL, wenn auch nur knapp, durchgehend vor der X800 Pro zu finden ist.

Auf der nächsten Seite kommen wir zu Splinter Cell.


Splinter Cell 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Ubisoft)

Tom Clancy's Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Splinter Cell 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Splinter Cell 1.600 x 1.200

Splinter Cell 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Splinter Cell 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Anscheinend hat sich die X800XL einen Platz in der Mitte gemietet. Durch den höheren Speichertakt und die 16 Pixelpipelines kann sich die Sapphire Radeon X800XL wieder einmal vor der X800 Pro positionieren.

X2 - The Threat steht auch auf unserem Programm.


X2 Demo 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

X2 Demo 1.600 x 1.200

X2 Demo 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

X2 Demo 1.280 x 1.024 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Wie schon in den Benchmarks zuvor scheint sich die X800XL im Mittelfeld wohlzufühlen. Dabei liefert sich die Grafikkarte mit der X800 Pro ein spannendes Rennen und beide liegen in diesem Benchmark gleichauf.

FarCry ist auf der nächsten Seite an der Reihe.


FarCry 1.024 x 768 4x AA 16x AF (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

Farcry 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

FarCry 1.600 x 1.200

FarCry 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

FarCry 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Bei Far Cry haben ATI-Grafikkarten einen Vorteil gegenüber den NVIDIA-Karten. Dabei kann sich die X800XL im oberen Drittel positionieren. Der erste Rang bei 1.600 x 1.200 Pixeln zeigt, dass unser Testsystem limitiert. Die Sapphire Radeon X800XL kann sich bei den höheren Auflösungen und mit aktiviertem AA und AF deutlich vor der X800 Pro platzieren. Dabei ist die X800XL knapp hinter der X800XT zu finden.

Die Call of Duty-Benchmarks präsentieren wir auf der nächsten Seite.


Call of Duty 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Activision)

Call of Duty ist ein weiterer Shooter, der auf der Quake 3-Engine beruht. Die Engine wurde auch hier wieder deutlich aufgebohrt. Das neue Rendering-System ist für 200.000 Polygone gut und bietet Pixel- und Vertex-Shader-Support. Ebenfalls wurden die Animationen verbessert. Die Benchmarks wurden mit einer Quake 3-typischen Multiplayer-Timedemo erstellt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, volle Detailstufen, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024 und 1.600 x 1.200

Call of Duty 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Call of Duty 1.600 x 1.200

Call of Duty 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Call of Duty 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Da CoD auf der Quake-3-Engine basiert, präferiert dieser Benchmark eindeutig NVIDIA-Karten, weshalb sich die X800XL nur im Mittelfeld einfinden kann. Dabei kann sich die X800 Pro vor der X800XL positionieren. Bei hohen Auflösungen mit 4x AA und 16x AF profitiert die Sapphire Radeon X800XL von den 16 Pixelpipelines, wodurch sie sich dann vor die X800 Pro setzen kann.

Unreal Tournament 2004 zeigen wir auf der nächsten Seite.


Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1.024 x 768, 1.280 x 1.024, 1.600 x 1.200, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1.600 x 1.200

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Die Sapphire Radeon X800XL findet sich in diesem Benchmark nur auf einem hinteren Rang ein. Dies ist fast das gleiche Bild wie bei UT2003. Auch bei dem Nachfolger scheint die Taktfrequenz der GPU wichtiger.

Die Tests mit Doom 3 präsentieren wir auf der nächsten Seite.


Doom 3 - 1.024 x 768 4x AA 16x AF (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 - 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Doom 3 - 1.600 x 1.200

Doom 3 - 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Doom 3 - 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Wieder ein Spiel, in dem NVIDIA-Karten profitieren. Ein weiteres Mal findet sich die Sapphire Radeon X800XL im Mittelfeld ein, wobei sie sich mit der X800 Pro ein Wechselspiel liefert.

Auf der nächsten Seite testen wir die Performance der Karten in dem synthetischen Benchmark 3DMark 2003.


3DMark 2003 - 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Bei den Grafikkartentest kann es jedoch schon zu Abweichungen kommen - aber für einen groben Vergleich kann man den 3DMark 2003 schon verwenden. Die Standard-Auflösung fahren wir jedoch nicht.

3DMark 2003 - 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

3DMark 2003 - 1.600 x 1.200

3DMark 2003 - 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

3DMark 2003 - 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Die Abstände bleiben bei 3DMark 2003 ziemlich gleich und schwanken höchstens in der Höhe der 3DMarks. Die Sapphire Radeon X800XL platziert sich im oberen Drittel und lässt die X800 Pro deutlich hinter sich. Hier scheinen der höhere Speichertakt und die 16 Pixelpipelines Performancevorteile zu bringen.


3DMark 2005 - 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. Aufgrund der enormen Hardwareanforderungen muss man aber beachten, dass Grafikkarten, die weniger als 256 MB Speicher haben, nicht 3DMark 2005 ausführen können, wenn AA und AF eingeschaltet werden.

3DMark 2005 - 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

3DMark 2005 - 1.600 x 1.200

3DMark 2005 - 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

3DMark 2005 - 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Bei 3DMark 2005 sieht es ein wenig anders aus. Hier kann sich die X800XL im Mittelfeld einfinden und liefert ähnliche Leistungswerte wie die X800 Pro.


Aquamark 1.024 x 768 4x AA 16x AF (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die professionelle Version und geben hier die erreichten durchschnittlichen FPS an, da dies bei einem Grafikkartenvergleich am Wichtigsten ist.

Aquamark - 1.280 x 1.024 2x AA 16x AF

Aquamark - 1.600 x 1.200

Aquamark - 1.280 x 1.024 4x AA 16x AF

Aquamark - 1.600 x 1.200 4x AA 16x AF

Unser Kommentar:

Hier dominieren die ATI-Grafikkarten und die Sapphire Radeon X800XL kann sich wieder einmal im Mittelfeld platzieren. Dabei liefert sie fast die gleichen Werte wie die X800 Pro.

Auf der nächsten Seite kommen wir zum Fazit und zu den Empfehlungen:


Die vorigen Benchmarks haben gezeigt, dass die Sapphire Radeon X800XL gute Ergebnisse liefert, auch wenn sie nicht ganz mit den Top-Modellen mithalten kann. Dabei ist aber zu sehen, dass die Abstände nicht derartig groß sind, sodass man sich unbedingt eine High-End-Karte kaufen müsste. Mit der X800XL können alle aktuellen wie auch viele zukünftige Spiele mit guten Performance-Werten gespielt werden, ohne die Bidqualität leiden zu lassen. Schließlich verfügt die Sapphire Radeon X800XL über 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shader, wodurch sie über die Features der Top-Modelle verfügt.

Wer nicht unnötig viel Geld ausgeben möchte, findet mit der Sapphire Radeon X800XL eine passende Grafikkarte. In diversen Onlineshops findet man diese schon für rund 310 Euro, wohingegen eine Radeon X850XT Platinum Edition mindestens 450 Euro kostet. Die X800XL hat bis auf die Overdrive-Funktionen alle Features der großen Karte, was Video-Encoding und die sonstigen Funktionen angeht. Und Overdrive bekommt man bei Sapphire beispielsweise auch über das Redline-Tool. Wer also nicht unbedingt zwei DVI oder die allerbeste Performance benötigt, ist mit der X800XL also sehr gut bedient.

Mit dem Overclocking der Grafikkarte sind wir nicht ganz zufrieden, da wir schon bei der Radeon X850XT PE gesehen haben, dass der 130-nm-Kern auf 590 MHz gebracht werden kann. Da es sich bei dem R430-Chip um die erste 110-nm-GPU von ATI handelt, bleibt abzuwarten, wie es bei den nächsten Grafikchips aussehen wird, da eine kleinere Fertigungsstruktur auch eine höhere Taktfrequenz ermöglicht.

Mit dem Standard-Kühler bietet Sapphire eine ausreichende Kühlung der Grafikkarte und anders als bei der PCI-Express-Version ist der Kühlkörper größerer gebaut, sodass der Lüfter auch nicht so schnell drehen muss, um die GPU zu kühlen. Dabei dreht der Lüfter nicht so leise, dass die Grafikkarte in einem Silent-PC eingesetzt werden könnte, für die meisten User wird die Lautstärke des Lüfters noch annehmbar sein. Möglicherweise bringt Sapphire eine Toxic-Variante der X800XL auf den Markt, die dann über eine leisere Kühlung verfügen würde.

Die Frage, ob man sich eine Grafikkarte von ATI oder NVIDIA kaufen soll, kann sich jeder nach seinen bevorzugten Spielen auswählen. So hat ATI einen Vorteil bei Far Cry und Half Life 2, dafür haben NVIDIA-Karten bei Spielen wie Doom 3 die Nase vorn. Insgesamt bieten die Top-Modelle beider Hersteller eine hohe Performance, die für alle aktuellen Spiele geeignet sind. Die Sapphire Radeon X800XL kann man auch zu den High-End-Modellen zählen und lässt sich auf die gleiche Stufe wie die NVIDIA GeForce 6800 GT stellen. Dabei lässt sich die X800XL zwischen der X800XT und der X800 Pro einordnen. Wer weniger Geld ausgeben möchte, kann sich eine ATI Radeon X800 oder eine NVIDIA GeForce 6600 GT kaufen, die zwar nicht mit den aktuellen Top-Modellen mithalten können, aber dennoch eine gute Leistung bieten, um auch aktuelle Modelle flüssig spielen zu können.

Positive Punkte der Sapphire Radeon X800XL:


Negative Punkte der Sapphire Radeon X800XL:

Zusammenfassend können wir sagen, dass die X800XL das Pendant zur GeForce 6800 GT von NVIDIA ist. Die Sapphire X800XL bietet eine gut Performance zu einem moderaten Preis, der sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten noch sinken wird. Da die Grafikkarte alle aktuellen Features einer Top-Grafikkarte bietet, ist man auch für die Zukunft gut gewappnet, ohne befürchten zu müssen, dass die nächste Grafikkarten-Generation die aktuellen Modelle völlig veralten lässt. Da Sapphire einer der größten und zugleich erfolgreichsten ATI-Grafikkarten-Hersteller ist, wird man die Sapphire Radeon X800XL sicherlich in zahlreichen PCs finden.

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