Silent-X800XL-Karten: Sapphire vs. HIS

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Zwei Grafikkarten-Hersteller haben sich mit besonderen Modellen in der Vergangenheit einen Namen gemacht: Mit Silent-Kühlkörpern brachten HIS und Sapphire schon einige Karten auf den Markt, die zwar leistungsmäßig ebenso schnell waren wie vergleichbare Karten anderer Hersteller, aber aufgrund des leisen Lüfters diese Performance mit weit aus weniger Lärm erreichten. Mit den neuen Radeon X800XL-Karten haben sich beide Hersteller wieder Silent-Konzepte einfallen lassen, die wir uns in diesem Review ansehen werden. Natürlich thematisieren wir auch die Performance der Karten.

In diesem Test stehen nun also zwei leistungsfähige Low-Noise-Karten:

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Wie immer schauen wir uns in diesem Review die beiden Karten genauer an. Zusätzlich zu den Betrachtungen der Karten und des Lieferumfangs haben wir dieses Mal die Stromaufnahme, die Lüfterlautstärke und das Overclocking durch einen Test der Kühlleistung ergänzt, um herauszufinden, welcher der beiden Silent-Kühlkörper der leistungsfähigere ist.

Um die Unterschiede der X850-Serie und der neuen X800-Karten im Detail einmal zu visualisieren, präsentieren wir zunächst die Featuers in einer Übersichtstabelle:

Die Top-Karten sind ganz klar die X850-Modelle - wobei die X800 Pro jedoch aufgrund der 12 Pixelpipelines teilweise auch langsamer sein könnte als eine X800XT. Dies gilt es noch zu testen. Die X800XL reiht sich eher in die Modelle der Vorgänger-Serie ein, da die X850-Karten höher getaktet sind und auch einen schnelleren Speichertakt besitzen. Die X800XL besitzt denselben Speichertakt und dieselbe Anzahl von Pipelines wie die X800XT, ist aber etwas langsamer getaktet, was die GPU angeht - sie sollte also leistungsmäßig knapp hinter dieser liegen. Die iTurbo-Karte von HIS könnte also mit einem Takt von 432 Mhz noch ein Stückchen näher an die Top-Karten herankomen.

Wir hatten anfangs vermutet, dass die X800XL aufgrund der 110nm-Fertigung der "Stromsparexperte" der X800-Serie werden könnte, zum anderen könnte sie aufgrund der neuen Fertigung eventuell höhere Taktraten erreichen. Wir sind gespannt, ob zumindest diese beiden Karten sich besser übertakten als die bislang getesteten zwei Modelle, die leider schon recht früh instabil wurden. Stromsparexperten sind die X800XL-Karten leider nur im 2D-Bereich.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die Sapphire Radeon X800XL Ultimate und kommen dann im Anschluß zur HIS-Karte.


Im Vergleich zur Sapphire X800XL besitzt die X800XL Ultimate eine modifizierte Standard-Kühlung, die deutlich leistungsstärker aussieht, als die typische ATI-Standard-Kühlung. Allerdings haben wir an der Sapphire-Karte gesehen, dass für die 110nm-GPU eine recht bescheidene Kühllösung ausreicht. Der R430 scheint sehr begnügsam zu sein, aber durch die etwas bessere Zalman CNPS VF-7700 CU-Kühlung ist es Sapphire möglich, den Lüfter sehr langsam drehen zu lassen und demnach die Geräuschkulisse auf ein sehr niedriges Niveau zu drücken.

Im Bild sieht man den DVI-Anschluß, den TV-Out und den VGA-Out der Karte. Der DVI kann natürlich mit einem beiliegenden Adapter wieder auf VGA gewandelt werden. Zwei DVI-Ports haben wir auf R430-Karten bislang nur auf der ASUS Extreme AX800XL vorgefinden.

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Die Veränderungen vom R423-Vorgänger zum R480 sind schnell erklärt. ATI hat vor allen Dingen Verbesserungen vorgenommen, um die Yields bei der Chipproduktion zu verbessern und die Taktfrequenzen so etwas zu erhöhen. Einige interne Funktionsblöcke wurden neu geordnet, um beispielsweise Hotspots zu vermeiden und die Kühlung zu optimieren. Auch kommt bei dem X850 erstmals das aus den Mobility Radeon bekannte Clock-Gating zum Einsatz. Teile des Chips, die momentan nicht benötigt werden, können komplett abgeschaltet werden. Im 2D-Modus ist somit auch die gesamte 3D-Engine abgeschaltet. Dadurch braucht die Karte im 2D-Modus extrem wenig Strom und der Lüfter kann entsprechend heruntergeregelt werden.

Im Vergleich zum R430 wurde dann ein Shrink auf 110nm vollzogen, denn sowohl der R423 wie auch der R480 basieren noch auf dem 130nm-Prozess. Dies ist durchaus üblich in der Grafikkarten-Branche, man probiert gerne an den nachrückenden Modellen die vermeindlich neuere Fertigungstechnik aus, weil man die Taktraten hier niedriger ansetzen kann und durch Kostenregressionseffekte in diesen Bereichen besonders wirtschaftlich arbeiten kann. Dafür kappt man bei der R430-Serie die Hardwaremonitoring-Fähigkeiten aus dem Kern, die so zumindest über die Catalyst-Tools nicht mehr ausgelesen werden können.

Im nächsten Bild sieht man den Kühlkörper der Karte noch einmal genauer - den Zalman-Kühlkörper hat Sapphire passend zum blauen PCB blau eloxieren lassen, sonst ist er kupferfarben:

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Auf der X800XT und auf der X850XT fanden wir den gelben Anschluß zur Verlegung der ViVo-Features an die Front des PCs, auf der kleineren X800XL-Serie fehlt dieser - man stattet diese Karte mit 16 Pipelines diesbezüglich also eher aus wie die kleinere X800 Pro und verzichtet auf den Frontanschluß. Mit dem gelben Stecker und einem entsprechenden Adapter wäre es z.B. möglich, für den Camcorder einen entsprechenden Frontanschluß an das Gehäuse zu basteln. Gerade für eine ViVo-Karte wäre dies praktisch.

Rechts daneben findet man einen Silk-Screen für den neuen 6-poligen Stromanschluß finden, aber anders als die X800XT und X850XT-Top-Karten scheint der R430 diesen zusätzlichen Stromanschluß nicht zu benötigen und holt sich sämtlichen Strom direkt über den PCI-Express-Bus. Bei der AGP-Version sieht dies anders aus, aber der PCI-Express-Bus kann deutlich mehr Leistung liefern.

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Im Vergleich zu den NVIDIA-Karten finden wir hier auch auf der Rückseite Speicherchips, wie schon bei der X850-Serie - die X800XL von Sapphire besitzt also acht Speichermodule mit jeweils 32 MB Kapazität. Auch die Kühlkörpermontage ist etwas anders - die Löcher besitzen zwar denselben Abstand wie die X800XT oder die X850XT, aber das Schienensystem ist hier mehr Dekoration, da der Zalman-Kühlkörper mit der Montageart keinen Druck über die Schiene auf der Rückseite aufbauen muß.

Einen Rage Theater 200-Chip finden wir auf dieser Sapphire X800XL Ultimate nicht - sie kann also nicht mit Video-In-Features auftrumpfen. Dafür besitzt sie die blauen Zalman Passivkühlkörper für die GDDR3-Chips.

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Bei dem verwendeten Speicher - insgesamt 256 MB - handelt es sich um den typischen Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF), der mit 500 Mhz getaktet wird und effektiv also 1000 Mhz Taktfrequenz besitzt. Eigentlich - unsere Sapphire-Grafikkarte besaß allerdings einen etwas niedrigeren Takt, wie auch viele andere X800XL-Karten. Nach der Installation meldeten sich 492 Mhz bzw. 984 Mhz im Redline-Tool von Sapphire und auch andere Tools betätigten uns den etwas niedrigeren Takt.

Der GDDR3-Speicher hat eine Zugriffszeit von 2.0ns, wie man bei der Sapphire-Karte durch "abrupfen" der Kühlkörper feststellen könnte. Er ist mit 256 bit an den Bus angebunden und liefert so beste Performance. Schnellerer Speicher wird nur auf der X850-Serie eingesetzt und auf den bisherigen X800XT-Modellen sowie auf der GeForce 6800 Ultra, dann besitzt der Speicher eine Zugriffszeit von1.6ns. Die Spannung der acht Speicherchips mit jeweils 32 MB beträgt 2 Volt, vier befinden sich auf der Oberseite, vier auf der Rückseite. Die Chips auf der Oberseite der Karte werden mit kleinen passiven Kühlkörpern ebenso gekühlt. Allerdings geben GDDR3-Speichermodule die Hitze an das PCB ab - die Kühlung ist also eher Optiksache.

Der Chip wird in 0,11µ-Fertigung hergestellt und ist mit 400 Mhz getaktet. Er besitzt 16 Pixelpipelines sowie 6 Vertex-Shader.

Einen kurzen Blick werfen wir auch noch auf den Lieferumfang:

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Bei Sapphire finden wir folgendes im Lieferumfang:

Sapphires neue Select-DVD, die man auf der Cebit angekündigt hat, ist also noch nicht mit im Paket, dafür finden wir neben der Treiber-CD und dem Redline-Tool einen Software-DVD-Player und zwei halbwegs aktuelle Spiele. Grandioser ist die Ausstattung an Kabeln - hier ist alles mit dabei, was man bei einer Grafikkarte benötigen würde. Insgesamt ist der Lieferumfang also hervorragend - zukünftig wird Sapphire mit der Select-DVD dann aber auch jeglicher Software-Auswahl gerecht, was wir sehr begrüßen.

Auf der nächsten Seite ist die HIS Raden X800XL IceQ2 iTurbo an der Reihe.


Auch die HIS Radeon X800XL IceQ2 iTurbo kommt mit einer besonderen Kühllösung, die allerdings im Vergleich zur Sapphire X800XL Ultimate um einiges massiver ist. Arctic Cooling bietet den VGA-Silencer auch für die Radeon X850XT an, also muß sie in der Lage sein, selbst diesen heissen 130nm-Kern ausreichend zu kühlen. Dies lässt natürlich wieder zwei Schlüsse zu: Zum einen kann die HIS Radeon X800XL IceQ2 iTurbo gut zu übertakten sein, zum anderen könnte man durch die eigentlich überdimensionierte Kühlung den Lüfter auf niedrigen Umdrehungszahlen laufen lassen. Vielleicht geht auch beides: Denn die iTurbo-Übertaktungssoftware liegt dem Modell ja gleich bei und HIS garantiert ja auch den Betrieb bei 432 Mhz GPU-Takt.

Auch die HIS Radeon X800XL besitzt einen DVI-Anschluß, einen TV-Out und einen VGA-Out. Auch hier liegt ein Adapter bei, um den DVI-Anschluß in einen Standard-VGA-Anschluß zu verwandeln. Im Gegensatz zur Sapphire-Karte findet man hier aber eine Zwei-Slot-Lösung - das Lüftergitter für den oberen Auslaß der Lüftung liegt im Lieferumfang bei. Es kann seperat angeschraubt werden, sodass es beispielsweise mit Gehäusen mit einer schraubenlosen PCI-Kartenbefestigung keine Probleme geben sollte.

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Praktisch ist diese Art der Belüftung natürlich in jedem Fall - da unter anderem die warme Luft der Grafikkarte auch gleich aus dem Gehäuse heraustransportiert wird und nicht noch im Gehäuse zirkuliert. Mit einem Silent-Gehäuselüfter (beispielsweise ein 120mm-Modell) und einem Silent-Netzteil lässt sich so schon gewährleisten, dass die warme Luft des Rechners schnell und effektiv nach aussen geführt wird.

Wie wir immer wieder wiederholen, halten wir es auch nicht für sinnvoll, direkt unter den Slot der Grafikkarte eine Erweiterungskarte zu setzen. Hier sollte etwas Platz bleiben, um die Grafikkarte ordentlich mit Frischluft zu versorgen und keinen Wärmestau zu produzieren. Selbst wenn also eine Ein-Slot-Grafikkarte verwendet wird, sollte man den zweiten Slot freilassen. Bei einer Zweislot-Grafikkarte könnte natürlich dann bei Einsatz einer Grafikkarte im dritten Slot ein Wärmestau entstehen, bei der HIS-Karte ist der Lüfter aber so weit von den Slotblechen entfernt angebracht, dass normal lange PCI-Karten nicht stören.

Im nächsten Bild sieht man den Kühlkörper der Karte noch einmal genauer - eine kupferne Bodenplatte, die auch die Speicherchips mitkühlt und breite, lange Fins ähnlich einer GeForce 6800 Ultra-Kühlung dahinter. Die gesamte Konstruktion befindet sich unter einem Luftkanal aus Plastik, durch den die vom 2000rpm drehenden Lüfter die Luft hindurchgeschoben wird.

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Auch bei dieser X800XL für PCI-Express finden wir natürlich weder die VIVO-Ports, noch ein Stromanschluß, da auch hier die komplette Stromaufnahme über den PCI-Express-Bus geliefert werden kann.

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Auch bei der HIS-Karte finden wir Speichermodule auf der Rückseite, HIS kühlt diese allerdings indirekt passiv mit. Auf der Rückseite befindet sich eine Metallplatte, die auf der Innenseite Wärmeleitpads enthält und an den vier sichtbaren Aussparungen die Speicherchips berührt. Eine große Kühlleistung kann diese Lösung natürlich auch nicht vollbringen, aber sie soll die Wärme der Module zumindest aufnehmen und an den Kühlkörper weiterleiten. Auch hier finden wir keinen Rage Theater 200-Chip, auch hier sind also keine ViVo-Features zu finden, die Montage ähnelt der typischen Montage der Radeon X8xx-Serie.

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Auch hier werden 256 MB Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF) eingesetzt, der mit 500 Mhz getaktet werden kann und effektiv also 1000 Mhz Taktfrequenz besitzt. Allerdings arbeitet auch HIS im Standard-Betrieb mit etwas langsameren Taktraten, wie bei der Sapphire-Karte sind es 492 Mhz Speichertakt respektive 984 Mhz DDR. Im iTurbo-Betrieb setzt HIS den Speichertakt dann auf 1000 Mhz herauf. Auch hier besitzt der Speicher natürlich eine Zugriffszeit von 2.0ns, auch hier ist es ein 256bit-Interface, über welches der Speicher angesteuert wird.

Im unteren Bild sieht man noch einmal schön den Lüfter der HIS-Karte:

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Der Chip wird in 0,11µ-Fertigung hergestellt und ist mit 400 Mhz getaktet. Er besitzt 16 Pixelpipelines sowie 6 Vertex-Shader. Im iTurbo-Mode setzt HIS den GPU-Takt ebenso nach oben - auf immerhin 432 Mhz. Da haben einige bereits getestete Karten schon Artefakte gezeigt und sind abgestürzt - der Takt ist also relativ hoch gewählt. HIS verifiziert aber für jede Karte, dass sie auch mit der höheren Taktfrequenz läuft. Auch geht bei diesem "garantierten Overclocking" nicht die Garantie verloren, für den Endanwender ist dieses Plus also eine nette Sache.

Einen kurzen Blick werfen wir auch noch auf den Lieferumfang:

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HIS packt folgende Komponenten in den Lieferumfang:

Auch hier ist praktisch alles dabei, was man sich wünschen kann - allerdings geht HIS eher den Weg und legt eine CD mit Trial-Versions und kleineren Applikationen bei und bombardiert den Käufer nicht mit Games oder Software. Der Käufer der HIS Radeon X800XL IceQ2 kauft die Karte sicherlich auch aufgrund seiner Kühlung und aus anderen Gründen, ein etwas peppigeres Softwarepaket wäre aber sicherlich nicht schlecht. Schließlich haben wir hier keine Low-End-Karte im Test - sondern eine Karte, die man durchaus noch zum High-End zählen kann.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Stromaufname und die Lautstärkeentwicklung.


Lüfterlautstärke :

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmeßgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Meßequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmeßgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Meßgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last :

Klare Sache - die beiden Karten gehören zu den leisesten im Test. Leiser war im Vergleich nur die MSI RX600XT. Aus diesem Grund hat sich die Investition in einen leiseren Kühlkörper wohl gelohnt, zudem ist im Vergleich zum Revoltec Graphic Freezer erkennbar, dass die Lösungen von Zalman und Arctic Cooling sogar noch ein Stückchen leiser sind. Im 3D-Modus lässt sich die Grafikkarte somit sehr gut ertragen und lärmt nicht herum. Bei der HIS Radeon X800XL IceQ2 besteht mit dem iTurbo-Tool auch noch die Möglichkeit, die Umdrehungszahlen des Lüfters zu kontrollieren. Selbst bei 100% wird er nicht wirklich laut, hier liegt er bei 59,0 dB. Allerdings haben wir im laufenden Betrieb diese hohen Umdrehungszahlen nie benötigt.

Stromaufnahme :

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant :

Im Vergleich zu den anderen X800-Karten liegen die X800XL-Karten im guten Bereich sogar unter halb der zuletzt getesteten GeForce 6800GT-Karten. Trotzdem verwundert der doch noch recht hohe Verbrauch etwas, denn von einer 110nm-GPU hätte man sicherlich entsprechend kleine Fortschritte erwartet, aber wahrscheinlich steigen auch hier die Leckströme an. Zu den Stromsparwundern gehört die Karte also unter Last nicht - aber in einem Leistungs/Verbrauchs-Verhältnis schneidet sie durchaus gut ab.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick :

Auch im 2D-Modus liegt die X800XL-GPU etwas besser als die höher getaktete X850XT. Mit knapp über 120W verbraucht die Karte allerdings weniger als die GeForce 6800GT-Serie, hier hat ATI also durch die Implementierung von PowerPlay 5 in den Kern etwas gewonnen.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Kühlleistung der Silent-Kühler und die Overclockingfähigkeiten.


Temperaturen:

Nachdem wir festgestellt haben, dass die beiden Grafikkarten selbst im 3D-Betrieb praktisch nicht hörbar die Arbeit verrichten, interessiert natürlich auch, ob trotzdem die Kühlleistung ausreicht. Für die beiden Karten ist dies ganz klar mit "ja" zu beantworten, denn in unserem Test traten selbst bei geschlossenem und nicht zusätzlich mit Gehäuselüftern belüftetem System keine Temperaturprobleme auf. Selbst Overclocking war mit beiden Kühlkörpern ohne Probleme zu bewerkstelligen. Trotzdem interessiert uns natürlich, welche Kühllösung mehr Power besitzt.

Aus diesem Grund haben wir beide Kühler auf einer Radeon X850XT Platinum Edition betrieben, da diese zum einen eine höhere Abwärme besitzt und somit eine größere Aufgabe an den Kühlkörper stellt, zum anderen besitzt sie eine integrierte Temperaturüberwachung, die sich sehr einfach mit gängigen Tools oder dem Catalyst-Treiber auslesen lässt. Wir haben zum einen nach 5 Minuten Idle-Betrieb die Temperatur gemessen, dann 3DMark 2005-Loops gestartet und direkt nach dem kompletten Durchlaufen der Canyon-Demo die Temperatur unter Last gemessen. Folgende Werte sind dabei herausgekommen:

Deutlich zu sehen: Der Sapphire-Kühlkörper reicht zwar für die X800XL aufgrund der niedrigeren Abwärme aus, an der Wärme-Abgabe einer X850XT PE hat er jedoch deutlich zu knabbern. So gerät die Temperatur der Grafikkarte schon in bedenkliche Bereiche, dauerhaft sollte man eine Grafikkarte nicht mit 85°C laufen lassen, zumal diese Messungen bei normaler Raumtemperatur ohne Overclocking gemacht wurden.

Der HIS-Kühlkörper (Arctic Cooling VGA Silencer 5) kann sich hingegen sogar mit ATIs Standard-Kühlkörper messen - er ist schon im Idle-Betrieb deutlich kühler unterwegs, dreht aber dann sehr leise. Unter Last bleibt die Kühlung weiter "cool", mit 50°C läuft der Lüfter dann ganze 19°C kühler als die ATI-Kühlung. Trotzdem - oder gerade deshalb - ist er weiter sehr leise, da die integrierte Lüftersteuerung die Lüfter weiter auf niedriger Umdrehungszahl laufen lässt. Hier wäre also auch noch Raum für große Overclocking-Vorhaben.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 110nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob ATI noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit 400 MHz noch nicht sehr hoch getaktet, da ja bereits die 130nm-GPU 590 Mhz erreicht. Allerdings haben wir mit den letzten X800XL-Samples meistens nur Taktraten um 430 Mhz GPU- und 1000 Mhz Speichertakt erreicht.

Allerdings mussten wir aufgrund der fehlenden Fähigkeiten für das Overclocking im Catalyst 5.4 auch hier wieder für die Radeon X800XL auf die beiliegenden Programme zugreifen. Bei Sapphire findet sich das Redline-Tool im Lieferumfang, bei HIS kann man auf das iTurbo-Tool zurückgreifen. Oder man nimmt einfach Tools von Drittanbietern wie ATI-Tool oder Powerstrip.

Kommen wir nun aber zu unseren Ergebnissen:

Ein gutes Ergebnis sehen wir bei der Sapphire X800XL Ultimate, denn wir erreichen mit 446 Mhz einen sehr guten GPU-Takt für eine X800XL-Karte. Bislang waren meist nur unter 440 Mhz möglich. Auch der Speichertakt ist mit 527 Mhz sehr gut, deshalb erreichen wir insgesamt ca. 400 Punkte mehr in 3DMark 2005 und sogar fast 800 Punkte mehr in 3DMark 2003. Ein gutes Ergebnis.

Schauen wir nun, was die HIS Radeon X800XL IceQ2 iTurbo schafft:

Die HIS Radeon X800XL IceQ2 iTurbo hat natürlich einen eingebauten Vorteil: HIS garantiert einen Betrieb bereits mit übertakteten Raten von 432 Mhz GPU und 500 Mhz Speichertakt. Damit erreicht sie von Haus aus bereits sehr gute Performance. Ein iTurbo-Screenshot mit den schnelleren Taktraten haben wir mit aufgenommen. Ohne iTurbo liegt sie mit normalen Taktraten wie die Sapphire-Karte auf normalem Niveau.

Natürlich haben wir die Karte noch weiter über das iTurbo-Niveau übertaktet und lagen dann bei immerhin sehr guten 459 Mhz GPU und 520 Mhz Speichertakt - also noch einmal etwas höher. Bislang ist dies also die schnellste X800XL vom GPU-Takt - bei der effektiven Kühlung auch kein Wunder.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual Channel DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3.4 Ghz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware :

Software :

Benchmarks :

Wie immer bei neuen Karten muß man oft auch auf neue Treiber setzen. Wir haben diesmal den Catalyst 5.4 eingesetzt und die Einstellungen der vorhergehenden Treiber weitgehend übernommen. Catalyst A.I. haben wir deaktiviert - was Catalyst A.I. bringt hatten wir ja schon bei dem Test der Sapphire X800XL gezeigt. Wir haben nun also neben dem Catalyst 4.9 auch den Catalyst 5.1 und den Catalyst 5.4 indirekt mitgetestet. Kleine Abweichungen der X800XL-Karten wird man deshalb in einigen Benchmarks erkennen können, wo der Treiber sich auf die Performance auswirken kann.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks :


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist. Letzterer ist aus diesen Gründen auch aus unserer Testreihe ausgeschieden.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar :

Die X800-Karten liegen hier traditionell sehr gut - die X850XT PE liegt vor der X800XT, im Anschluß kommt die X800XL, die sich noch vor der GeForce 6800 Ultra platzieren kann. Die Sapphire X800XL Ultimate liegt natürlich auch auf diesem Niveau, die HIS Radeon X800XL IceQ2 iTurbo ist etwas schneller, da wir sie mit Enhanced Stetings von 432 Mhz und 1000 Mhz Speichertakt haben laufen lassen.


Vulpine GLMark 1024x768 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt. Richtig in den Genuss der 3D-Szenen kommt man nur mit einer Geforce 3 oder höher bzw. einer anderen Environmental Bump Mapping-fähigen Grafikkarte. Allerdings ist der Benchmark zum Cross-Chip-Vergleich nicht allzu gut verwendbar, denn die nVidia-Karten haben aufgrund der Auslegung des Benchmarks auf die GeForce 3 hier eindeutige Vorteile.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar :

In diesem Benchmark rücken alle Karten ziemlich nahe aneinander, wobei die Radeon-Karten hier noch nie wirklich überzeugen konnten. So findet man die X800XL auch nur im Mittelfeld wieder - bei einem mittlerweile so alten Programm aber auch nicht wirklich ein Beinbruch. Auch hier ist jedoch die HIS-Karte aufgrund des etwas höheren Taktes etwas schneller unterwegs.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, daß die Grafikhardware ähnlich wie bei 3DMark 2000 nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.


Funktionen : Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar :

Auch bei GLExcess finden wir wieder die typische Reihenfolge der X8xx-Karten von ATI, in dem typischen Abstand kommt die X850XT PE als erste Karte ins Ziel, die X800XT ist knapp dahinter, dann kommt die X800XL. Im Vergleich zu den NVIDIA-Karten liegt man hier wieder hinter der 6800GT und Ultra, das ist in diesem Benchmark allerdings auch nicht unbedingt tragisch.

HIS kann sich wieder aufgrund der iTurbo-Settings etwas absetzen.


Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test, weshalb auch DirectX 7-Grafikkarten nicht getestet werden können - Besitzer einer Geforce 2 MX400 oder einer Radeon 7500 wie auch einer Geforce 4 MX440 bleiben also außen vor, ebenso läuft die G550 nicht unter diesem Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen : jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar :

Die X800XL schlägt sich als GPU hier wieder sehr gut - aufgrund des unterschiedlichen Treibers kann man sogar die X800XT teilweise überholen. Gut zu sehen ist, dass Codecreatures sehr auf einen hohen Speicherdurchsatz reagiert. Die X850XT PE und die GeForce 6800 GT liegen ganz vorne, im Anschluß daran die X800XT und die GeForce 6800GT, dann kommen die Karten mit einem etwas langsameren Speichertakt.

Die Sapphire X800XL Ultimate ist gut unterwegs - die HIS aufgrund der etwas höheren Taktung wieder knapp vorne dran.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 200er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht. Doom III steht aber vor der Tür...

Funktionen : Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen : High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar :

Eigentlich lohnt hier nur ein Blick auf 1600x1200 - ansonsten liegen alle Grafikkarten gleich auf an der Spitze. Die X800XL kann sich aber recht gut schlagen, kommt aber beispielsweise hinter einer GeForce 6800GT ins Ziel. Preislich liegt sie aber ebenso unter dieser Karte - die Performance geht also absolut in Ordnung. Die HIS-Karte kommt aufgrund der leicht höheren Taktung noch ein Stückchen näher an die GeForce 6800GT.


Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar :

Klar CPU-lastig ist dieser Benchmark - aus diesem Grund sieht man auch von 1024x786 bis 1600x1200 praktisch immer identische Werte.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Höhere Ansprüche wird wohl erst Doom III den Ego-Shooter-Anhängern bescheren. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar :

Die X800XL-Karten kommen hier ungefähr zwischen einer GeForce 6600GT und einer GeForce 6800GT ins Ziel, auch hier liegt die Sapphire-Karte auf typisch gutem, hohen Niveau. Die HIS-Karte liegt wieder knapp davor, da sie einen etwas höheren GPU- und Speichertakt im iTurbo-Betrieb besitzt.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar :

Hier ist ATI traditionell den NVIDIA-Karten unterlegen - selbst die X850XT Platinum Edition ist praktisch zunächst sogar einer 6600GT unterlegen. Erst bei 4xAA wird es interessant - dann kann die X800XL zulegen und kommt schlussendlich wieder zwischen der GeForce 6600GT und der GeForce 6800GT ins Ziel.


DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele aktuell. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion, als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32 Bit, die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar :

DroneZ läuft auch auf praktisch allen Karten ausreichend schnell - und auch hier kommen die X800XL-Karten zwischen der GeForce 6600GT und der GeForce 6800GT ins Ziel. Der neue Catalyst 5.4 scheint hier auch einige Vorteile zu bringen. HIS liegt wieder knapp vor der Sapphire-Karte aufgrund des leicht höheren Taktes.


Splinter Cell 1024x768 (Ubisoft)

Tom Clancys Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, dass besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2 b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar :

Ziemlich genau das Ergebnis einer GeForce 6800GT erreicht die Sapphire X800XL Ultimate hier - und kommt somit deutlich vor den Karten ins Ziel, die nur 8 Pixelpipelines besitzen. Die HIS-Karte ist in diesem Benchmark sogar noch besser unterwegs, denn aufgrund der etwas höheren Taktung kommt sie sogar an den GeForce 6800 GT-Karten vorbei.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Auch hier sehen wir eine wirklich sehr gute Performance der X800XL-Karten, die HIS Radeon X800XL IceQ2 kann aufgrund des iTurbo-Betriebs wieder einmal sogar noch etwas bessere Scores erreichen.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.Funktionen : Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Auch hier liegt die X800XL praktisch in allen Bereichen auf dem Niveau einer GeForce 6800GT - teilweise sogar darüber. Die Sapphire X800XL Ultimate liegt aufgrund des anderen Treibers und der bei FarCry schwankenden Ergebnissen ungefähr auf demselben Niveau wie die bisher getesteten X800XL-Karten. Die HIS Radeon X800XL IceQ2 ist wieder etwas schneller mit den iTurbo-Settings.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion : Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen : jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Auch bei Unreal Tournament kommt der X800XL knapp an die GeForce 6800 GT heran. Die HIS-Karte setzt sich aufgrund des höheren Taktes noch etwas vor die eigentlichen X800XL-Karten. Auch der Catalyst 5.4 scheint in diesem Benchmark noch einmal etwas mehr Performance zu bringen.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich das Spiel des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar :

Doom 3 ist schon immer ein NVIDIA-Benchmark gewesen und so sehen wir, wie die X800XL-Karten auch nur auf den mittleren Plätzen landen. Die Karten kommen zwar teilweise vor einer GeForce 6600GT ins Ziel, aber die GeForce 6800GT ist deutlich davon gezogen. Der Catalyst 5.4 scheint aber auch hier minimale Vorteile zu bringen, zudem kann die HIS-Karte wieder ein paar Prozent aufgrund der höheren Taktung herausholen.


Schnelle Grafikkarten müssen nicht laut sein - das beweisen Sapphire und HIS deutlich. Die Frage ist, warum dies nicht ein generelles Motto ist, denn bei einer 500 Euro-Grafikkarte sollte nicht nur die Performance im Vordergrund stehen, sondern der Hersteller sollte auch ein paar Euro für einen Kühlkörper ausgeben können. Statt dessen werden bei vielen Luxus-Karten die lärmenden Standard-Kühlkörper aus den Designs der Chiphersteller übernommen. Aber es gibt auch andere Fehlgriffe, denn oft werden Lüfter mit LEDs, schicker Optik oder sonstigen überflüssigen Designs vorgezogen, obwohl es dem Kunden eigentlich viel mehr nutzen würde, wenn der Kühlkörper die GPU zum einen effektiv kühlt und zum zweiten keine Lärmquelle ist.

Die Produkte von HIS und Sapphire sind deshalb wirklich zu empfehlen, wenn man beispielsweise bereits in einen leisen CPU-Lüfter oder ein leises Netzteil investiert hat. Des Weiteren lassen sich die Karten eventuell auch in einem Wohnzimmer-Gaming-PC einsetzen, denn auch dort sollte der PC einen gewissen Lärmpegel nicht überschreiten. Leistungsmäßig reichen beide Kühllösungen aus, um den X800XL-Kern auf niedrigen Temperaturen arbeiten zu lassen und auch noch Overclocking zu ermöglichen. Die klar bessere Kühlleistung hat, wie wir in unserem Test mit der X850XT PE gesehen haben, jedoch das HIS-Modell. Der Arctic Cooling VGA Silencer 5 wäre selbst in der Lage, eine übertaktete Radeon X850XT PE noch ausreichend zu kühlen - und das kühler und leiser als ATIs Referenzmodell.

Vor- und Nachteile gibt es natürlich bei der Art des Kühlkörpers: Beide sind Zwei-Slot-Lösungen, wobei bei Sapphire die Möglichkeit besteht, die Slotblende eventuell mit einer USB-Slotblende zu bestücken und so den verlorenen Platz noch etwas zu nutzen. Bei HIS steht ein gutes Wärmetransport-Konzept auf der Plus-Liste, denn die warme Luft der GPU wird gleich nach aussen abgegeben und verbleibt nicht im Gehäuse. Zudem werden alle Speichermodule mitgekühlt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Fast alle X800XL-Karten am Markt liegen je nach Hersteller und Ausstattung um 280 bis 300 Euro Einstiegspreis. Die hier getesteten Karten gehören zu den teureren Modellen, denn für die Sapphire X800XL Ultimate muß man bereits 308 Euro auf den Tisch legen, bei der HIS Radeon X800XL IceQ2 iTurbo sind es sogar 336 Euro, die der Handel minimal verlangt. Schaut man allerdings auf den Preis der Kühlkörper, so kostet der Zalman-Kühler der Sapphire-Karte im Handel ca. 25,90 Euro, für den Arctic Cooling VGA Silencer 5 zahlt man 19,90 Euro. Somit ist ein geringer Mehrpreis wohl zu vertreten, da bei der nachträglichen Montage die Garantie der Grafikkarte erlischt und man so die Silent-Kühler mit Garantie genießen kann.

Bei der HIS-Karte kommt noch die spezielle Zertifizierung von HIS für eine Taktfrequenz von 432 Mhz GPU- und 1000 Mhz Speichertakt hinzu. Mit dem iTurbo-Tool gibt man dem User die Möglichkeit, seine Karte zu übertakten - und beispielsweise auch die Umdrehungsgeschwindigkeit des Lüfters anzupassen. Sapphires Redline-Tool kann ähnliches, aber man gibt dem Kunden keine Garantie für den störungsfreien Betrieb beim höheren Takt und erlaubt auch nicht das Übertakten bis zu diesen Taktraten innerhalb der Garantie.

Positive Punkte der Sapphire Radeon X800XL Ultimate:

Negative Punkte der Sapphire Radeon X800XL Ultimate:

Die Sapphire-Karte ist damit voll zu empfehlen und gesellt sich zu den besten getesteten X800XL-Modellen. Der etwas hohe Preis ist durchaus noch in Ordnung, der Lieferumfang ist gut, wenn auch die Softwarebeigaben etwas knapp ausfallen.

Positive Punkte der HIS Radeon X800XL IceQ2:

Negative Punkte der HIS Radeon X800XL IceQ2:

Im Vergleich ist die HIS Radeon X800XL IceQ2 zwar noch knapp 30 Euro teurer als andere X800XL-Karten, dafür ist sie jedoch mit einem wirklich leistungsstarken Kühlkörper ausgestattet, der sehr leise den Dienst verrichtet. Die Möglichkeit, Lüfter und Taktraten über die iTurbo-Software zu steuern und "mit Garantie" auf die iTurbo-Taktraten zu übertakten, bietet einen deutlichen Zusatznutzen, der sich auch in einigen Benchmarks in geringem Umfang niederschlägt. Da auch der Lieferumfang stimmt, ist diese luxuriöse X800XL sicherlich sehr interessant - und hat sich unseren Award verdient.

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