ATI Radeon X850 Platinum Edition für AGP

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Das vergangene Jahr 2004 war ein Jahr der großen Veränderungen im Grafikkarten-Bereich. So wurden die neuesten GPU-Generationen von ATI und NVIDIA veröffentlicht, die beide mit 16 Pixelpipelines neue Rekorde brachen. So stellte ATI seine X800-Serie vor, aber auch NVIDIA war nicht untätig und brachte die GeForce 6800-Serie auf den Markt. Die Leistungen der beiden Lösungen war und ist beeindruckend und stellte einen großen Leistungssprung dar. Dabei waren die Top-Modelle, die Radeon X800XT PE von ATI und die GeForce 6800 Ultra von NVIDIA, auf vergleichbarem Niveau, die je nach Anwendung und Spiel leichte Vorteile haben.

Eine weitere Veränderung des letzten Jahres im Grafikkarten-Bereich war die Verbreitung der Grafikkarten mit PCI-Express-Interface, da zunehmend mehr Mainboards mit PCI-Express hergestellt werden. So haben wir schon diverse Tests durchgeführt. In unserem PCI-Express-Grafikkarten-Roundup wurden zahlreiche Karten mit PCI-Express-Schnittstelle getestet. Erst vor wenigen Monaten haben wir das neueste Top-Modell von ATI getestet. Die ATI Radeon X850XT PE stellt momentan die Leistungsspitze für ATI dar. Bis vor kurzem hat man sich gefragt, ob es die X850XT auch für die AGP-Schnittstelle geben wird. Nun ist es Gewissheit, dass diese Grafikkarte auch für AGP hergestellt wird, denn diese werden wir uns in diesem Review anschauen. Somit haben wir alle High-End-Modelle im Test gehabt, außer der NVIDIA GeForce 6800 Ultra, die bis zum heutigen Zeitpunkt leider nur sehr spärlich erhältlich ist.

Im Vergleich zur ATI Radeon X850XT PE für PCI-Express hat sich außer der Schnittstelle nicht viel an der Grafikkarte geändert. Die X850-Serie ist die Nachfolger-Serie der erfolgreichen X800-GPUs. Die X800-Grafikkarten waren und sind sehr erfolgreich unterwegs, da diese leistungsmäßig völlig überzeugen können. Weiterhin hat ATI den großen Vorteil, dass man den Markt in sämtlichen Leistungsklassen mit Grafikkarten der X800-Serie beliefern kann. In unserem Technik-Artikel über die X850-Serie haben wir die Unterschiede zwischen der X800- und der X850-Serie vorgestellt. So ist die GPU um ein paar MHz schneller getaktet als die X800XT und verfügt über ein neues Layout.

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Damit die Grafikkarte trotz der hohen Taktung von 540 MHz GPU und 590 MHz Speicher einigermaßen kühl bleibt, hat sich ATI für eine Zwei-Slot-Lösung entschieden. Diese kennen wir von den NVIDIA GeForce 5xxx-Grafikkarten, die aber auf große Kritik gestoßen sind, da die Grafikkarten durch die massiven Kühlkörper relativ schwer waren und zudem auch noch sehr laut. Bei der X850XT wird die Luft über den Radial-Lüfter von innen angesaugt, über einen Kupferkühlkörper wird die Wärme aufgenommen und sie wird dann über den Monitor-Anschlüssen über die Slotblende aus dem Gehäuse herausgeblasen. Allerdings ist auch bei aktuellen 1-Slot-Karten ein Abstand zwischen der 1. PCI-Karte und der Grafikkarte angebracht, denn die Grafikkarten müssen irgendwie zuverläsg gekühlt werden.Vorab können wir schon sagen, dass die ATI Radeon X850XT PE keine Probleme mit der Lautstärke haben.

Um die Unterschiede der X850-Serie und den bisherigen Modellen für die AGP-Schnittstelle aufzuzeigen, folgt nun eine tabellarische Übersicht:

Wie wir in der Tabelle sehen, sind die Taktungen der der X850-Grafikkarten im Vergleich zur X800XT gestiegen. Die GPU der X850XT ist um 20 MHz und der Speicher um 40 MHz schneller als bei der X800XT. Die Radeon X850XT PE ist sogar um 40 MHz beim Core höher getaktet und auch der Speicher ist um 90 MHz schneller. Dadurch hat sich auch die Bandbreite ein wenig erhöht. Die Architektur der GPU wurde bei der X850XT ein wenig geändert, sodass weniger Hotspots auf dem Die vorhanden sind und dadurch die Hitze besser verteilt wird, ansonsten hat sich nichts Entscheidendes bei der X850XT verändert. Bei dem Chip der X850XT für AGP handelt es sich nicht um den R480-Chip, den ATI für PCI-Express entwickelt hat, sondern um eine leicht modifizierte GPU, die das AGP-Interface integriert hat. So heißt der Chip für die AGP-Schnittstelle R481, es konnte kein Rialto-Chip eingesetzt werden, der die R480 auch für AGP lauffähig machen würde, da der Rialto-Chip nicht mit so hohen Taktraten umgehen kann.

Bei der X850-Serie handelt es sich durchgehend um Zwei-Slot-Lösungen, wobei die Graffikkarten der X800-Serie nur einen Slot benötigen. Die Radeon X850XT Platinum Edition und die X850XT wird es dabei sowohl mit zwei DVI und VIVO wie auch mit einem VGA-Ausgang und einem DVI sowie TV-Out geben. Unsere Variante hat neben dem Video-In/Out, eine DVI- und eine VGA-Schnittstelle.

Auf der nächsten Seite werden wir uns die Grafikkarte anschauen und danach kommen wir zur Stromaufnahme und zum Overclocking, worauf dann die Benchmarkergebnisse folgen:


Die Veränderungen vom R420 zum R481 sind schnell erklärt. ATI hat vor allen Dingen Verbesserungen vorgenommen, um die Yields bei der Chipproduktion zu verbessern und die Taktfrequenzen so etwas zu erhöhen. Einige interne Funktionsblöcke wurden neu geordnet, um beispielsweise Hotspots zu vermeiden und die Kühlung zu optimieren. Auch kommt bei der X850-Reihe erstmals, das aus den Mobility Radeon bekannte Clock-Gating zum Einsatz. Teile des Chips, die momentan nicht benötigt werden, können komplett abgeschaltet werden. Im 2D-Modus ist somit auch die gesamte 3D-Engine abgeschaltet. Dadurch braucht die Karte im 2D-Modus extrem wenig Strom und der Lüfter kann entsprechend heruntergeregelt werden.

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Zusätzlich hat ATI durch das Lüfterdesign die Möglichkeit geschaffen, die warme Luft aus dem Gehäuse herauszublasen. Dadurch wirkt man der Aufheizung im Inneren des Gehäuses entgegen, was gerade bei aktuellen High-End-Prozessoren immer mehr ein Problem wird. Im Bild sieht man den VGA- und den DVI-Anschluss, der per Adapter natürlich auf VGA-Out gewandelt werden kann, den ViVo und den oberen Luftauslass für die warme Luft.

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Wie schon von den X800-Grafikkarten bekannt, verfügt die X850XT PE ebenso über den gelben, internen ViVo-Anschluss, über den Verlängerungskabel zur Gehäuse-Front gelegt werden können, um darüber Video-Funktionen zu benutzen. Rechts daneben sehen wir den obligatorischen Molex-Stecker, der die Grafikkarte zusätzlich zum AGP-Port mit Strom versorgt.

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Auf diesem Foto sieht man gut die Kühlung der Grafikkarte. Auf einer Aluminium-Grundplatte sind Kupferlamellen gelötet, über die Luft aus dem Innenraum des Gehäuses durch den roten Radiallüfter nach hinten hinaus geführt wird. Dadurch wird zum einen die Grafikkarte effektiv gekühlt und zum anderen heizt sich der Innenraum des Gehäuses nicht unnötig durch die Grafikkarte auf. Nicht ohne Grund wird sich ATI für solch eine massive Kühllösung entschieden haben. Obwohl der Lüfter ziemlich leistungsstark aussieht und es auch in der Realität ist, können wir versichern, dass die Grafikkarte nicht übermäßig laut wird und im Vergleich zur X800-Serie auch nicht viel lauter ist. Nur beim Start des PCs hört man für einen kurzen Moment, wie der Lüfter auf der maximalen Stufe läuft. Dann ist der Lüfter auch wirklich laut und nervend. Aber selbst im Dauerbetrieb von 3D-Programmen wird dieser Lautpegel nie erreicht. Man hört die Grafikkarte zwar, wenn diese unter Last steht, aber das Geräusch des Lüfters ist relativ tief, weswegen man nach kurzer Zeit das Geräusch nicht mehr wahrnimmt. Im 2D-Betrieb ist die Grafikkarte sehr leise, da dann auch niedrigere Temperaturen vorherrschen.

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Da der Kühlkörper auch ein paar Gramm auf die Waage bringt, muss dieser stabil mit dem PCB verbunden werden. Daher ist der Kühlkörper über zwei Metallschienen auf der Rückseite der Grafikkarte verschraubt. Unter der gebogenen Metallschiene befinden sich zudem vier der insgesamt acht RAM-Module.

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Auf dem Bild ist gut zu erkennen, dass GDDR III von Samsung eingesetzt wird, der die Bezeichnung K4K55323QF-GC16 trägt. Es sind insgesamt 256 MB RAM auf der Grafikkarte vorhanden, die auf acht FBGA-Module verteilt sind, sodass jedes Modul 32 MB groß ist. Der RAM hat eine Latenzzeit von 1,6 ns und ist für Taktraten bis 600 MHz ausgelegt. Wir befinden uns bei der X850XT PE mit 590 MHz also fast am Limit des Speichers.

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Für die Video-Funktionen befindet sich auf der Rückseite der Grafikkarte der ATI Rage Theater-Chip.

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Ein Bild des R481 darf natürlich auch nicht fehlen.

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Auf der folgenden Seite schauen wir und die Stromaufnahme der Grafikkarte und die Overclocking-Eigenschaften an:


Stromaufnahme:

In Zeiten, wo die Kosten für Energie immer mehr steigen, ist ein Blick auf die Stromaufnahme seiner heimischen Geräte wichtig, da heutzutage ein Hochleistungs-Rechner mehrere hundert Watt verbraucht, was sich dann im Laufe der Zeit in der Stromrechnung negativ niederschlagen kann. Schauen wir uns zunächst den Stromverbrauch der X850XT PE im Idle-Modus an:

Stromverbrauch idle (Gesamtsystem)


Achtung! Weniger ist besser!

Im Idle-Modus kommt das Clock-Gating zum Einsatz, das zuerst bei den Mobility Radeon-Grafikkarten verwendet wurde. So verbraucht man am wenigsten Strom mit 106,1 Watt, was etwa 6 Watt weniger sind als der Nächstbeste. Ein sehr gutes Ergebnis für eine High-End-Karte, wenn beispielsweise nicht gespielt wird, sondern das System nur im 2D-Betrieb zum Arbeiten verwendet wird. Hier wird dann nicht nur Strom gespart, sondern auch der Lüfter läuft langsamer und ist dann praktisch nicht vernehmbar.

Stromverbrauch Last (Gesamtsystem)


Achtung! Weniger ist besser!

Wo es im Idle-Modus noch sehr gut um die X850 bestellt war, sieht es unter Last ziemlich schlecht für die Grafikkarte aus. Mit rund 245 Watt verbraucht man mit Abstand von 15 Watt zur X800XT am meisten. Zu beachten ist, dass dieses die Leistungsaufnahme für das komplette System ist, allerdings ist nach diesem Test klar, dass ATI hier auf der Leistungsbilanz nicht sehr gut abschneidet. Beim Einsatz mit einem stromfressenden Prescott-Prozessor sollte man also an ein ausreichend dimensioniertes Netzteil und gute Belüftung denken. Allerdings war auch im 3D-Modus die Lautstärke des Lüfters noch annehmbar - viele 1-Slot-Karten sind durchaus lauter.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich fordern wollten wir das Muster jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 130-nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob ATI noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit maximal 540 MHz natürlich schon ziemlich hoch getaktet. Der Speichertakt lief bei uns mit 587 MHz statt mit den vorgeschriebenen 590 MHz.

 

Beim Overclocking sind keine Wunder zu erwarten gewesen. Den Takt der GPU konnten wir nur um magere 10 MHz steigern, was ca. 2% mehr Takt bedeutet. Man muss dabei immer im Sinn behalten, dass die Taktraten der Grafikkarte schon sehr hoch sind, weshalb man nicht mehr soviel Spielraum nach oben hat. Umso erfreulicher ist das Übertaktungsergebnis des Speichers. Diesen konnten wir um 20 MHz anheben auf 610 MHz, was sogar 10 MHz mehr sind als von Samsung spezifiziert, dies sind etwa 3% mehr Takt. Durch das Overclocking konnten wir etwas mehr als 200 Punkte plus verzeichnen, dies sind etwa 2% mehr an Punkten. Wir sehen also, dass die Grafikkarte recht gut skaliert, aber das Ergebnis war insgesamt recht unspektakulär aufgrund des bereits sehr hohen Taktes der Komponenten.

Schauen wir uns auf der nächsten Seite das Testsystem an:


Um möglichst vergleichbare Werte liefern zu können, benötigen wir natürlich auch eine immer gleich bleibende Plattform. In der unteren Auflistung sieht man die benutzte Hardware und Software. Wir haben unser Windows XP auf Service Pack 2 aktualisiert und benutzen auch neue Treiber sowie DirectX 9.0c. Mit dieser Konfiguration werden wir versuchen, möglichst lange unsere Tests durchführen zu können. Wenn natürlich gravierende neue Entwicklung entstehen, werden wir uns gegebenfalls darauf umstellen.

Wir benutzen nun auch aktualisierte Treiber, die die neuesten Grafikkarten unterstützen. Für die zukünftigen Tests werden wir auch diese Versionen verwenden, damit eine möglichst objektive Vergleichbarkeit vorhanden ist. Wir haben in den Treiberoptionen versucht, alle verzerrenden Optimierungen auszustellen. Da es sich bei der Radeon X850XT PE um eine neue Grafikkarte handelt, mussten wir auch einen aktuellen Grafikkarten-Treiber verwenden, wir benutzen dafür die Version 5.3 des ATI Catalyst. FSAA und AF werden jeweils hinzugeschaltet. In den Benchmarks werden die jeweiligen Einstellungen angegeben.

Hardware:

Intel Pentium 4 3,06 GHz, 800 MHz FSB
Abit IC7 I875P Bios 26
2 x 256 MB TwinMos PC3200 CL2,5
Western Digital WD800JB
LiteOn DVD-Rom LTD163

Software:

Windows XP Pro, Service Pack 2
DirectX 9.0c
für NVIDIA-Grafikkarten: ForceWare 66.93
für ATI-Grafikkarten: ATI Catalyst 4.10
für ATI Radeon X850-Serie: ATI Catalyst 5.3

Benchmarks:

3DMark 2003 v 3.4.0
3DMark 2005 v 1.1.0
Aquamark 3
Call of Duty v 1.4
Codecreatures Benchmark v 1.0.0
Doom 3 v 1.1
FarCry v 1.1
Quake 3 Arena v 1.3.2
Return to Castle Wolfenstein v 1.41
SplinterCell v 1.2b
Unreal Tournament 2003 Demo
Unreal Tournament 2004 v 3323
X2 Demo

Kommen wir nun zu den Benchmarks:


Codecreatures Benchmark 1024x768 4xAA 16xAF (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024 2xAA 16xAF

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024 4xAA 16xAF

Codecreatures Benchmark 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Die ATI Radeon X850XT PE kann sich durchweg an der Spitze behaupten, wobei die Sapphire X800XT ihr dicht auf den Fersen ist. Teilweise scheinen wir aufgrund der CPU also hier langsam schon an eine CPU-Limitierung heranzukommen.

Kommen wir zum zweiten Benchmark, Quake 3 Arena.


Quake 3 Arena 1024x768 4xAA 16xAF (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024 2xAA 16xAF

Quake 3 Arena 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024 4xAA 16xAF

Quake 3 Arena 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Quake 3 Arena ist ein typisches Spiel, welches auf NVIDIA-Karten sehr gut läuft und so kann sich die X850XT PE nur einmal vor der GeForce 6800 GT platzieren.

Auf der nächsten Seite testen wir die Performance in Unreal Tournament 2003.


Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA 16xAF Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA 16xAF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x1024 2xAA 16xAF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x1024 2xAA 16xAF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x1024 4xAA 16xAF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x1024 4xAA 16xAF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA 16xAF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA 16xAF Botmatch

Unser Kommentar:

Wie beim ersten Benchmark kann sich die X850XT PE knapp vor der X800XT an die Spitze setzen.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA 16xAF (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA 16xAF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA 16xAF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Da dieses Spiel auf der Quake 3-Engine aufbaut, haben die NVIDIA-Grafikkarten hier einen enormen Vorteil und so kann sich sogar eine GeForce 6600 GT gegen eine X850XT PE behaupten. Wir sehen aber bei den höheren Auflösungen mit eingeschaltetem AA und AF, dass die X850XT PE den NVIDIA-Karten immer näher kommt.

Auf der nächsten Seite kommen wir zu Splinter Cell.


Splinter Cell 1024x768 4xAA 16xAF (Ubisoft)

Tom Clancy's Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Splinter Cell 1280x1024 2xAA 16xAF

Splinter Cell 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024 4xAA 16xAF

Splinter Cell 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

In diesem Spiel kann sich die X850XT auf den vorderen Rängen einfinden, mal direkt hinter der GeForce 6800 GT, mal knapp vor ihr.

X2 - The Threat steht auch auf unserem Programm.


X2 Demo 1024x768 4xAA 16xAF (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024 2xAA 16xAF

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1280x1024 4xAA 16xAF

X2 Demo 1280x1024 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Hier kann die X850XT PE ihre Dominanz ausspielen und setzt sich ganz vorne fest.

FarCry ist auf der nächsten Seite an der Reihe.


FarCry 1024x768 4xAA 16xAF (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

Farcry 1280x1024 2xAA 16xAF

FarCry 1600x1200

FarCry 1280x1024 4xAA 16xAF

FarCry 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Hier scheint unsere CPU das Spiel auszubremsen, zumindest in den niedrigen Auflösungen. Far Cry ist einer der Spiele, in denen ATI-Grafikkarten Vorteile haben und daher kann sich die X850XT PE an der Spitze platzieren, gefolgt von der X800XT. Bei den höheren Auflösungen mit eingeschaltetem AA und AF wird dabei der Abstand immer größer. Deutlich ist die Performance der X850XT PE nur mit maximalsten Einstellungen zu sehen.

Die Call of Duty-Benchmarks präsentieren wir auf der nächsten Seite.


Call of Duty 1024x768 4xAA 16xAF (Activision)

Call of Duty ist ein weiterer Shooter, der auf der Quake 3-Engine beruht. Die Engine wurde auch hier wieder deutlich aufgebohrt. Das neue Rendering-System ist für 200.000 Polygone gut und bietet Pixel- und Vertex-Shader-Support. Ebenfalls wurden die Animationen verbessert. Die Benchmarks wurden mit einer Quake 3-typischen Multiplayer-Timedemo erstellt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, volle Detailstufen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Call of Duty 1280x1024 2xAA 16xAF

Call of Duty 1600x1200

Call of Duty 1280x1024 4xAA 16xAF

Call of Duty 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Fast das gleiche Bild wie bei RTCW. Auch dieses Spiel basiert auf der Quake 3-Engine. Bei den niedrigeren Auflösungen befindet sich die X850XT PE im vorderen Mittelfeld. Erst bei den höheren Auflösungen mit aktiviertem AA und AF kann die X850XT PE zu den NVIDIA-Grafikkarten aufschließen.

Unreal Tournament 2004 zeigen wir auf der nächsten Seite.


Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1024x768 4xAA 16xAF (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1280x1024 2xAA 16xAF

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1280x1024 4xAA 16xAF

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

In diesem Spiel kann sich die X850XT PE an der Spitze behaupten, wenn auch nur knapp vor der X800XT.

Die Tests mit Doom 3 präsentieren wir auf der nächsten Seite.


Doom 3 - 1024x768 4xAA 16xAF (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 - 1280x1024 2xAA 16xAF

Doom 3 - 1600x1200

Doom 3 - 1280x1024 4xAA 16xAF

Doom 3 - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Wieder ein Spiel, in dem NVIDIA-Karten profitieren. So befindet sich die GeForce 6800 GT an der Spitze. Die X850XT PE kann sich aber direkt dahinter festsetzen und ist auch nicht sehr weit von der GeForce 6800 GT entfernt.

Auf der nächsten Seite testen wir die Performance der Karten in dem synthetischen Benchmark 3DMark 2003.


3DMark 2003 - 1024x768 4xAA 16xAF (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Bei den Grafikkartentest kann es jedoch schon zu Abweichungen kommen - aber für einen groben Vergleich kann man den 3DMark 2003 schon verwenden. Die Standard-Auflösung fahren wir jedoch nicht.

3DMark 2003 - 1280x1024 2xAA 16xAF

3DMark 2003 - 1600x1200

3DMark 2003 - 1280x1024 4xAA 16xAF

3DMark 2003 - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Die Abstände bleiben bei 3DMark 2003 ziemlich gleich und schwanken höchstens in der Höhe. Die ATI Radeon X850XT PE kann sich dabei deutlich von den restlichen Grafikkarten absetzen.


3DMark 2005 - 1024x768 4xAA 16xAF (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. Aufgrund der enormen Hardwareanforderungen muss man aber beachten, dass Grafikkarten, die weniger als 256 MB Speicher haben, nicht 3DMark 2005 ausführen können, wenn AA und AF eingeschaltet werden.

3DMark 2005 - 1280x1024 2xAA 16xAF

3DMark 2005 - 1600x1200

3DMark 2005 - 1280x1024 4xAA 16xAF

3DMark 2005 - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

In diesem Benchmark kann sich die X850XT PE nicht so gut von den anderen Karten absetzen. Die X800XT erreicht kaum weniger Punkte, was natürlich auch an dem anderen Treiber liegen kann. Nur bei 1600x1200 sieht man, dass die X850XT PE auch deutlich mehr Punkte als die X800XT erreichen kann.


Aquamark 1024x768 4xAA 16xAF (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die professionelle Version und geben hier die erreichten durchschnittlichen FPS an, da dies bei einem Grafikkartenvergleich am Wichtigsten ist.

Aquamark - 1280x1024 2xAA 16xAF

Aquamark - 1600x1200

Aquamark - 1280x1024 4xAA 16xAF

Aquamark - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Hier dominieren die ATI-Grafikkarten und die X850XT PE kann sich ganz vorne einfinden.

Auf der nächsten Seite kommen wir zum Fazit und zu den Empfehlungen:


Es überrascht nicht, dass die ATI Radeon X850XT Platinum Edition weit vorne zu finden ist und sich fast durchgängig auf den Spitzenplätzen positionieren kann. Dies haben wir schon in unserem Review der PCI-Express-Version der ATI Radeon X850XT PE gesehen. Die Leistung der Grafikkarte ist sehr gut, wobei man auch bemerken muss, dass sich die X850XT PE nicht sehr deutlich von der Sapphire X800XT absetzen kann. Dass dies an dem neuerem Treiber liegt, ist wahrscheinlich. Aber schon bei der PCI-Express-Version haben wir gesehen, dass die Abstände zwischen der X850XT PE und der X800XT nicht gravierend sind, denn die Architektur der Karten ist sehr ähnlich. Für den Enthusiasten werden die paar Frames mehr sicher ein Grund zum Kauf dieser Grafikkarte sein, da sie zur Zeit die Leistungsspitze auf Seiten der ATI-Grafikkarten darstellt. Leider haben wir es bis jetzt noch nicht geschafft, eine GeForce 6800 Ultra für AGP aufzutreiben, weswegen uns der direkte Vergleich zum Top-Modell von NVIDIA fehlt.

ATI hat sich wohl dafür entschieden, die Radeon X850XT PE auch für den AGP-Port herzustellen, da immer noch ein Großteil der PC-User über Mainboards mit AGP und PCI verfügen. Um dieses Klientel zu bedienen, hat man den R480-Chip leicht modifiziert und zum R481 gemacht, der ein integriertes AGP-Interface inne hat. Natürlich spielt der Preis eine entscheidende Rolle, so wird die X850XT PE zu Beginn deutlich über 500 Euro kosten. Neben dem Preis ist es wichtig, dass die Grafikkarte auch wirklich auf dem Markt zur Verfügung steht. Wir kennen es schon leidlich von der NVIDIA GeForce 6800 Ultra, die zwar seit einem Jahr auf dem Markt ist, aber nur sehr schwer und mit großem Glück zu kaufen ist. Daher ist es für ATI umso entscheidender die Radeon X850XT PE möglichst bald auf den Markt zu bringen, um Marktanteile zu erringen.

Das neue Spitzenmodell von ATI ist leider im Stromverbrauch auch einsame Spitze. Unter Last werden leicht über 240 Watt aus der Steckdose gezogen. Das kann sich im Laufe der Zeit zu einer hübschen Summe anhäufen. So könnte man die X850XT PE mit dem Prescott im CPU-Bereich gleichsetzen, der enorm viel Strom verbraucht. Es ist aber erfreulich, dass die X850XT PE im Idle-Modus knapp 106 Watt verbraucht. Dies wird wohl durch die Clock-Gating-Funktionen erreicht, die im 2D-Modus unnötige Bereiche der GPU abschaltet, wodurch weniger Strom verbraucht wird. Der Lüfter der Grafikkarte arbeitet auch unter Last verhältnismäßig ruhig und man könnte sie im Mittelfeld der bisher getesteten Grafikkarten einordnen. Dank des massiven Kühlkörpers ist es wohl möglich die Grafikkarte gut genug zu kühlen und dabei den Lüfter nicht auf voller Umdrehungszahl laufen zu lassen.

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Das Overclocking verlief bei dieser Grafikkarte nicht sehr ertragreich. Allerdings muss man beachten, dass die Taktraten schon sehr hoch angesetzt sind. Deswegen waren die zu erwartenden Resultate keine große Überraschung. Insgesamt haben wir eine Übertaktung von etwa 2% erreicht. Wir hoffen, dass bei den Serien-Modellen der Core um einige MHz mehr übertaktet werden kann. Schließlich haben wir beim Test der PCI-Epress-Version eine Übertaktung der GPU von fast 50 MHz erreicht. Eventuell limitiert hier aber auch das integrierte AGP-Interface ein wenig. Aber es ist ja auch nicht Aufgabe des Herstellers gute Übertaktbarkeit zu garantieren, da dies immer auf Risiko des Benutzers geht.

Insgesamt betrachtet handelt es sich bei der X850XT PE nur um eine Frischzellenkur, die im Vergleich mit der X800XT ein wenig höher getaktet wurde und sonst nur leichte Veränderungen bei der Architektur der GPU vorgenommen wurden. Es finden sich keine bedeutenden Neuerungen in dieser Grafikkarte, so fehlt beispielsweise das Shader Model 3.0. ATI wird wohl erst in der nächsten Grafikkarten-Generationen interessante neue Funktionen implementieren. Das Jahr 2005 dauert ja noch ein paar Monate und so können wir gespannt darauf warten, womit uns ATI überraschen wird.

Positive Punkte der ATI Radeon X850XT Platinum Edition:

Negative Punkte der ATI Radeon X850XT Platinum Edition:

Abschließend stellt sich die Frage, wer diese Grafikkarte braucht. Diejenigen, die eine X800XT oder X800 Pro ihr Eigen nennen können, brauchen sich überhaupt keine Gedanken über den Kauf diesere Grafikkarte zu machen, da der Aufpreis nicht lohnenswert ist, denn die gebotene Mehrleistung ist im Vergleich zu einer X800XT und X800 Pro nicht gravierend. Für diejenigen, die noch nicht über eine leistungsstarke Grafikkarte verfügen und auch noch das nötige Geld dafür haben, stellt die X850XT PE eine interessante Lösung dar - es ist möglich, dass sie die schnellste AGP-Karte bleibt, da nicht sicher ist, ob die nächsten GPU-Generationen noch für den AGP-Port entwickelt werden.

Die Spitzen-Modelle beider Hersteller kosten über 500 Euro und so werden die potenziellen Käufer genau darauf achten, welche Grafikkarte besser ist. Mit dem Kauf einer ATI Radeon X850XT PE kann man aber sicher nicht viel falsch machen, da sie bis jetzt die besten Resultate liefert. Wer etwas Geld sparen will, setzt auf die X850XT ohne PE - diese sollte bei etwas geringerer Taktung nicht schlechter performen, aber wird im Handel deutlich weniger Kosten als das Topmodell.

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