Low-End-Grafikkarten im Test

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Eine Grafikkarte für 400 Euro zu kaufen, ist für viele unserer Leser sicherlich nicht alltäglich, trotzdem drehen sich viele unserer Reviews um diese Top-Karten. Allerdings darf in einigen Fällen sicherlich ein kompletter Rechner nur 500 bis 700 Euro kosten. Hier lässt sich dann natürlich nur auf eine Einstiegs-Grafikkarte setzen, die in den meisten Fällen schon für unter 80 Euro zu haben sind. NVIDIA und ATI haben hier einige unterschiedlichen Modelle am Markt, die wir uns heute genauer ansehen wollen - denn schließlich möchte man auch mit diesen kleinen Karten Spiele wie Doom3, FarCry und andere spielen, ab und zu eine DVD schauen oder einfach nur arbeiten, ohne dass das System ausgebremst wird.

Derartige Grafikkarten sind aber nicht nur für günstige PC-Systeme empfehlenswert, sondern beispielsweise auch für den HTPC-Bereich. Hier werden nicht unbedingt Grafikkarten benötigt, die bei 1600x1200 noch flüssige Frameraten mit 4x Antialiasing und 16x AF hervorbringen können, sondern es werden möglichst leise Grafikkarten verwendet, die bei 1024x786, der typischen PAL-Auflösung oder einer kleineren HDTV-Auflösung flüssige Bilder liefern. Wichtig ist hier auch das DVD-Playback-Verhalten, denn man möchte in einem HTPC ja auch nicht den schnellsten Prozessor einsetzen, der dann wiederum für Lärm durch einen lauten Lüfter sorgt.

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Fünf Grafikkarten mit unterschiedlicher Technik und eine integrierte Grafik (Intel GMA900) wollen wir uns in diesem Review genauer ansehen:

Vergeblich warteten wir leider auf weitere Einsteigerkarten, die wir auf der Cebit gesehen hatten. Die neuen PCI-Express-Chips von XGI beispielsweise sind noch nicht bei uns eingetroffen, ein entsprechendes Review werden wir jedoch nachreichen.

Auf der nächsten Seite vergleichen wir zunächst einmal die aktuellen PCI-Express-Line-Ups von ATI und NVIDIA.


In den folgenden beiden Tabellen haben wir jeweils einen Ausschnitt der aktuellen PCI-Express-Grafikkarten von NVIDIA und ATI aufgelistet. Das Lineup von ATI ist hier deutlich umfangreicher Dank der hinzu gekommenen R430 und R480-GPUs, NVIDIAs Update im High-End-Bereich steht in Kürze an. Die hier getesteten Karten gehören alle zur Einstiegs-Welt und sind so sehr weit rechts in den Tabellen zu finden. Sie besitzen allesamt vier Pixelpipelines und zwei bwz. drei Vertex-Shader.

Die Unterschiede der NVIDIA GeForce 6200 zur GeForce 6200 Turbo-Cache sind schnell aus der Tabelle zu erkennen:

Zunächst fällt auf, dass die GeForce 6200 TurboCache einen um 50 Mhz höheren GPU- und Speichertakt besitzt. In Anwendungen, wo die 64 MB Grafikspeicher ausreichen, könnte sie also durchaus auch schneller sein als eine GeForce 6200 mit 128 MB und 64bit-Speicherinterface. Die Karten mit 128bit-Interface sind jedoch aufgrund der deutlich schnelleren Speicheranbindung schneller als die beiden Einstiegsversionen.

Der zweite Unterschied besteht in der Fähigkeit, bis zu 256 MB Systemspeicher für die TurboCache-Funktion in Beschlag zu nehmen. Dann wird das PCI-Express-Interface für den Austausch der Daten verwendet, die Performance hängt also unter anderem ziemlich stark von dem verwendeten Speichertyp und dem entstehenden Durchsatz ab. Wie TurboCache genau funktioniert, haben wir schon in einem seperaten Artikel beschrieben.

Auf ATIs Seite sieht es ähnlich aus - auch hier setzt man den Takt höher an, beschränkt sich aber hier auf eine Anhebung des Speichertaktes, der GPU-Takt verbleibt bei 325 Mhz. Sollten die Texturen aber in den 32 MB großen GDDR3-Speicher passen, so könnte auch hier die X300SE geschlagen werden.

HyperMemory-Karten gibt es mit maximal 128 MB, sie besitzen alle ein 64bit-Speicherinterface. Auch hier greift der X300-Kern auf den Systemspeicher zu, bei der X300SE geschieht dies nicht. Dafür haben diese Grafiklösungen dann maximal 128 MB dedizierten Grafikspeicher. Auch bei der X300SE HyperMemory limitiert dann praktisch die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers die Grafikkarten-Performance. Setzt man hier DDR2-667 ein und schnappt sich die CPU vielleicht nur 6,4 GB/s, dann kann durchaus eine gute Performance erreicht werden. Konkurriert die CPU jedoch mit der Grafikkarte um Speicherzugriffe, kann auch die Systemleistung deutlich niedriger ausfallen.

Eiin Unterschied zwischen HyperMemory und TurboCache besteht jedoch in der Fähigkeit direkt in den Arbeitsspeicher zu rendern. Die NVIDIA-Lösung unterstützt dies, ATI leider nicht:

Zudem setzt ATI auf den Karten realtiv teuren GDDR3 ein, sodass die X300SE HyperMemory-Karten aktuell noch auf demselben Preisniveau liegen wie die X300SE-Karten. Welche der beiden Techniken zum Sparen zusätzlicher Speichermodule sich also am Markt durchsetzt, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass dieses nur dann einen Sinn macht, wenn die Karten deutlich günstiger sind als Karten mit 128 MB Speicher. Auch müssen sie dann schneller sein als eine Onboard-Grafik, was wir in diesem Test natürlich überprüfen werden.


Unsere GeForce 6200 TurboCache steckte in einem Acer-Komplettsystem - in diesen Umgebungen wird die Karte auch typischerweise eingesetzt. Ein passiver Kühlkörper ist ebenso kennzeichnend, denn die Karte ist als Low-End-Karte mit geringer Stromaufnahme dafür prädestiniert. Neben dem Einsatz in günstigen Komplettrechnern statt einer integrierten Grafik ist somit auch der Einsatz in einem Media Center PC möglich, denn NVIDIA bietet in der kompletten GeForce 6 Serie die Video-Beschleunigungsfunktionen der großen Karten, also auch in der kleinen Turbo-Cache-Version. Damit ist es möglich auch noch mit einem relativ niedrig getakteten Prozessor HDTV-Videos anzusehen. Wie die CPU-Belastung bei unserem Testsystem ist, zeigen wir später.

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Etwas schade ist die Tatsache, dass auf unserer Turbo Cache Karte nur ein TV-Out und ein VGA-Out zu finden sind. In der Regel ist dies wohl bei allen Low-End-Karten ausreichend, aber heute gibt es TFTs für unter 200 Euro, die teilweise auch digital angesteuert werden können. Dann macht ein DVI-Anschluß natürlich Sinn. Allerdings gibt es am Markt auch Turbo Cache-Karten mit DVI, dies ist also ein Ausstattungsmerkmal der Hersteller. Der Silk-Screen ist auch auf unserer Karte zu finden. Für einen HTPC sollte man sich wenn möglich natürlich eine Variante mit DVI aussuchen, dann ist man flexibler im Anschließen der Geräte.

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Der passive Kühlkörper reicht fast über die Speichermodule hinweg, berührt sie aber nicht. Dies ist auch nicht notwendig, der eingesetzte DDR-Speicher wird kaum warm. Der Kühlkörper hingegen schon: Im Lastbetrieb sollte man also darauf achten, dass nicht völliger Luftstillstand im Gehäuse herrscht, aber die GPU bleibt von den Temperaturwerten weit unter der riskanten Temperatur. Eine passive Kühlung ist also absolut ausreichend - da wundert es etwas, dass viele Hersteller der GeForce 6200 eine aktive Kühlung verpassen, obwohl diese Karten sogar 50 Mhz weniger GPU-Takt besitzen.

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Etwas verwunderlich ist, dass NVIDIA für die kleinste Turbo-Cache-Karte immer noch ein normal hohes PCB verwendet, denn es ließe sich Geld sparen, indem man ein Low-Profile-PCB einsetzen würde. Statt dessen verwendet man ein der GeForce 6200-ähnliches Layout. Auf der Rückseite befinden sich aber ebenso zwei Speichermodule - insgesamt findet man also vier 16 MB DDR-Module auf der Karte. Die Anbindung der Module an die GPU ist mit 64bit typisch für eine Low-End-Karte - die größeren GeForce 6200-Karten gibt es ebenso mit 64bit, aber auch mit einer schnelleren 128 bit-Anbindung, die meistens bei den 256 MB-Modellen zu finden ist.

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Die Module selber stammen von Samsung und besitzen eine Zugriffszeit vn 3,6ns - sie laufen also innerhalb ihrer Spezifikation bis 277 Mhz. NVIDIA lässt sie effektiv auf 275 Mhz DDR laufen - also genauso schnell wie bei der GeForce 6200. Raum zum Overclocking bleibt natürlich auch noch, aber nur in geringem Maße, da die Module mit 275 Mhz schon am oberen Ende der Spezifikation betrieben werden. Aufgrund des 64bit-Speicherbusses kann die GeForce 6200 Turbo Cache immerhin 5,6 GB/s über den Speicherbus schaufeln. Hinzu kommt die Möglichkeit, den Systemspeicher mit zu nutzen - dies ist dann natürlich abhängig vom eingesetzten System.

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Nehmen wir ein paar Beispiele, um die Performance zu visualisieren:

Es kommt also auf den Unterbau an: Da die Turbo Cache aber wohl in den meisten Fällen nur in Low-End-PCs eingesetzt wird, ist die Performance bei Zugriffen auf den Arbeisspeicher eher leiden. Im Extremfall würde eine Turbo Cache-Karte bei einem High-End-System aber deutlich bessere Werte erzielen können. Bei unserem Testsystem - einem Pentium 4 Extreme Edition mit i915G-Chipsatz und Dual Channel DDR2-533 sieht die Performance also wahrscheinlich etwas besser aus, wenn tatsächlich der Arbeitsspeicher mitverwendet wird.

Effektiv addieren sich dann die Bandbreiten - die Turbo-Cache-Karte kann also gleichzeitig Daten in den Systemspeicher schreiben und den lokalen Speicher verwenden. Im Idealfall hat sie also auch hier dann Vorteile gegenüber einer Karte mit einer reinen 64bit-Anbindung. Effektiv wird sich dieser Performance"gewinn" jedoch aufgrund der gleichzeitigen Belastung des Speichers durch die CPU recht gering auswirken.

Ohne Kühlkörper finden wir die GeForce 6200TC-GPU vor, ein NV44:

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Der NV44 hat im Vergleich zur NV43 nur vier Pixel und drei Vertex-Pipelines - der NV43 hat eigentlich acht Pixel- und drei Vertex-Pipelines. NVIDIA deaktivert für die GeForce 6200-Serie einfach vier der Pipelines, die Turbo-Cache-Karten basieren aber auf dem abgespeckten Chip. Zusätzlich fehlen ihm auch 2 der vier Raster Operation Pipelines, ansonsten besitzt er aber die typischen Features der GeForce 6-Serie.

Effektiv ist nun also die Frage, wie schnell die GeForce 6200 Turbo Cache in der Realität ist. In unseren Benchmarks werden wir dies herausfinden.


Auch von XFX haben wir eine "besondere" Karte im Test, die sich deutlich von der bereits getesteten GeForce 6200 unterscheidet. Unser erstes Model hatte 256 MB RAM - und ein 128bit-Speicherinterface. Wie man bei einem Blick auf die XFX-Karte einfach sehen kann, "fehlen" bei der XFX-Karte vier Speicherriegel. Sie besitzt somit nur 128 MB RAM und auch nur ein 64bit-Speicherinterface. Entsprechend unterscheidet sie sich mit der Turbo-Cache-Karte nur im Speicherausbau (128 MB statt 64 MB), die Ansteuerung des Speichers ist identisch. Weiterhin kann sie nicht wie die TurboCache-Karte den Systemspeicher mit in Beschlag nehmen, die Bandbreite ist somit auf die 64bit limitiert.

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Auch in anderen Bereichen ist die Karte etwas "ausgebremst" gegenüber der GeForce 6200 Turbo-Cache - denn NVIDIA hat hier nur 300 Mhz GPU-Takt festgelegt wie bei allen GeForce 6200. Im Endeffekt könnte die GeForce 6200 also trotz 128 MB etwas hinter der TurboCache-Karte liegen. Theoretisch ist der Fall denkbar, dass gerade in einem High-End-System die TurboCache-Karte aufgrund der Performance des Arbeitsspeichers besser abschneidet. Nur bei einem System mit relativ langsamen Arbeitsspeicher könnten sich die zusätzlichen 64 MB positiv bemerkbar machen.

Die XFX-Karte besitzt auch ein anderes Layout als unsere GeForce 6200 aus dem initialen Review, denn sie hat einen seperaten Molex-Stromstecker. Ob dies notwendig ist, wagen wir zu bezweifeln, denn der PCI-Express Bus bietet die Möglichkeit, bis zu 75W Leistung zu beziehen. Diese verwendet die GeForce 6200 eigentlich nicht. Wahrscheinlich ist es aber für XFX einfacher, den Strom über einen Molex-Stecker zu erhalten. Gerade bei einer kostengünstigen Karte spielen derartige Entscheidungen oft eine Rolle.

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Einen Vorteil im Vergleich zur TurboCache-Karte hat die XFX GeForce 6200 jedoch: Sie besitzt einen DVI-Out und somit neben dem VGA-Out und dem TV-Out eine dritte Möglichkeit, ein Display anzusteuern. Ansonsten sind natürlich hier auch dieselben Video-Features enthalten.

Etwas stören in einem HTPC könnte der aktive Kühlkörper, der hier eigentlich als überflüssig angesehen werden kann. Gerade, wenn eine 50 Mhz schneller getaktete Karte mit einer passiven Kühlung auskommt, muß es bei einer langsameren Karte keine aktive Kühlung sein. Gott sei Dank handelt es sich um ein relativ leises Modell, wobei hier eine passive Kühlung natürlich schöner wäre. Alle anderen Low-End-Karten aus diesem Roundup sind demnach auch passiv gekühlt.

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Als Speicherriegel greift XFX auf Hynix-Module zurück - die eine Zugriffszeit von 4ns haben und somit bis 250 Mhz zugelassen wären. Wie wir wissen, ist der Speichertakt allerdings mit 275 Mhz höher - XFX "übertaktet" die Speichermodule also von Haus aus ein wenig. Soweit kein Problem, schließlich hat das den Anwender wenig zu stören, die Garantie bekommt er vom Hersteller. Allerdings werden sich geringere Übertaktungsmöglichkeiten beim Speicher ergeben, da die Karte schon leicht über dem Limit läuft.

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Im Vergleich zur Turbo-Cache-Karte findet sich auf der Rückseite kein Bauteil:

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Die GeForce 6200 basiert auf dem NV43, den man im unteren Bild sieht. Leider war es uns nicht möglich, mit dem Rivatuner die beiden abgeschalteten Pipelines zu aktivieren - der Rechner fuhr dann nicht mehr hoch. Es kann also sein, dass hier eine modifizierte Version zum Einsatz kommt. Sobald der Rivatuner die Pipelines aktiverte, startete der Rechner nicht mehr ins Windows.

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Wie bei allen Retail-Karten schauen wir natürlich auch auf den Lieferumfang, der bei einer kleinen Karte natürlich auch entsprechend schmal ausfällt. Im Vergleich zu anderen Low-End-Karten macht sich XFX aber auch hier die Mühe und packt ein recht interessantes Paket zusammen, weches vor allen Dingen aufgrund des typischen XFX-Styles sehr schick aussieht.

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Im Lieferumfang befinden sich die folgenden Komponenten:

Immerhin befindet sich bei der Grafikkarte noch ein Spiel mit im Lieferumfang - das ist nicht selbstverständlich, denn bei anderen Herstellern findet man neben der Grafikkarte und einer Treiber-CD manchmal sogar noch nicht einmal mehr ein S-Video-Kabel und einen DVI-to-VGA-Adapter. Mit der Ausstattung sind wir somit bei einer Low-End-Karte absolut zufrieden.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die HyperMemory-Karte von Sapphire.


Unsere HyperMemory-Karte kam von Sapphire - eine mit 32 MB ausgestattete Karte, die nun endlich auch das von uns erwartete Low-Profile-PCB besitzt. Anstatt aber trotz der geringeren Größe auf einen Anschluß zu verzichten, werden auch bei dieser Karte DVI, VGA und TV-Out geboten - die Karte kann also sowohl als Bürokarte wie auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Auch ist sie passiv gekühlt und somit durchaus geeignet für kleine HTPC-Gehäuse zum geräuschlosen Einsatz in einem Media Center PC.

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Interessant ist die Tatsache, dass Sapphire auf der Verpackung deutlich mit 128 MB wirbt. So viel Speicher kann die Radeon X300SE HyperMemory vom Arbeitsspeicher adressieren, aber auf der Karte selber befinden sich natürlich nur 32 MB. Etwas irreführend ist dies sicherlich, würde Sapphire nicht in kleiner Schrift auf den Karton drucken, dass die Karte selber nur 32 MB besitzt. Auch auf der Karte selber befindet sich ein Aufkleber mit der Aufschrift 128 MB - alles ziemlich wirr, man täte bei ATI gut daran, deutlich zu kommunizieren, dass HyperMemory-Karten nicht tatsächlich 128 MB dedizierten Grafikspeicher besitzen. Allerdings gilt in vielen Bereichen für NVIDIA dasselbe, denn auch hier ist oft nach dem Kürzel TurboCache die Angabe "256 MB" zu finden.

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Der Kühlkörper der X300SE HyperMemory ist lange nicht so massiv und voluminös wie der NVIDIA-Kühlkörper - obwohl die GPU mit 325 Mhz und ebenso 4 Pixelpipelines nicht wirklich langsamer ist als der NV44. Zumindest auf dem Papier ähneln sich die beiden GPUs bezüglich der Leistung, mit dem Unterschied, dass die NVIDIA-GPUs mal wieder mit ShaderModel 3 auftrumpfen können. Allerdings mag das bei einer Low-End-Karte nicht wirklich von Bedeutung sein, die ATI-Karte kann statt dessen 3Dc Normal Map Compression, was sicherlich auch nicht wirklich hilft, bei sehr modernen Spielen mit höchsten Detailleveln zu spielen.

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Auch bei ATI finden wir auf der Rückseite keine Komponenten, da ATI hier auch nur zwei Speicherchips verwendet.

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Die Speicherchips sind erst sichtbar, wenn man den passiven Kühlkörper abnimmt - es handelt sich um GDDR3-Module von Samsung mit einer Zugriffszeit von 3,3ns. Immerhin 333 Mhz sind also möglich, der tatsächliche Takt liegt mit 300 Mhz also etwas unter dem möglichen Wert. Hier könnte sich also noch etwas Overclocking-Spielraum ergeben. Der Nachteil der ATI-Karte ist sicherlich, dass hier teurer GDDR3 unter der Haube steckt und somit die NVIDIA-Karte mit normalem DDR etwas preisgünstiger hergestellt werden muß - auf der anderen Seite sind die vier Module auf der NVIDIA-Karte aber sicherlich etwas schwieriger unterzubringen.

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Einen externen Power-Anschluß benötigt natürlich auch diese Karte nicht. Unter dem passiven Kühlkörper versteckt sich natürlich auch noch der RV470:

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Auch bei Sapphire werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang, hier sehen wir anhand der kleinen Verpackung allerdings schon, dass nicht viel enthalten sein kann:

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Der Lieferumfang im Detail:

Hier haben wir den typischen Fall einer Low-End-Karte: Sogar am Handbuch wird gespart, dies ist auf CD enthalten. Auch ein DVI-to-VGA-Adapter ist nicht mehr enthalten, auch ein Spiel hat sich Sapphire gespart. Allerdings ist dies bei einer Karte, die knapp über 50 € kostet auch nicht verwunderlich - hier muß der Hersteller halt an jedem Euro sparen.

Eine Karte mit demselben X300SE-Chip aber ohne Hypermemory zeigen wir auf der nächsten Seite.


Die X300SE von Powercolor kommt mit 128 MB, besitzt aber ansonsten ein sehr ähnliches Layout. Auch hier kommt ein massiver Passivkühler zum Einsatz, der etwas größer ausfällt als bei der HyperMemory-Karte. Jedoch ist die Taktfrequenz der GPU mit 325 Mhz identisch, an der reinen GPU-Performance ändert sich also wenig. Etwas schneller kann sie also nur in den Bereichen sein, wo der Arbeitsspeicher mit in Beschlag genommen wurde, denn die X300SE besitzt 128 MB und nicht nur 64 MB wie die Sapphire-Karte. Die 128 MB sind mit 64bit angebunden - das ist typisch für X300SE-Karten. Erst die X300 hat ein vollwertiges 128bit-Interface.

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Im Gegensatz zur HyperMemory-Karte von Sapphire setzt Powercolor auf eine etwas andere Bestückung mit Grafikausgängen - hier finden wir nur einen DVI und einen TV-Out. Natürlich gibt es auch Karten mit VGA-Out, auch hier ist es dem Hersteller freigestellt, welche Anschlüsse er verwendet.

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Der Kühlkörper wird im Betrieb handwarm, auch hier reicht also eine passive Kühlung vollkommen aus. Wie man sieht, bedeckt er auch hier die vorderen Speichermodule, die rückwärtigen werden nicht passiv gekühlt. Bei dem verwendeten Speichertyp und der Taktung ist eine passive Kühlung allerdings auch nicht notwendig.

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Auf der Rückseite finden wir zwei Speichermodule - denn bei einer Low-Profile-Karte müssen bei 32 MB-Chips vier Speichermodule eingesetzt werden. Zwei befinden sich wie bei der Sapphire X300SE HyperMemory auf der Vorderseite, zwei auf der Rückseite. Im Vergleich zur HyperMemory-Karte setzt ATI für die vollwertige X300SE normalen DDR-Speicher ein. Andere Chips befinden sich nicht auf der Rückseite der Karte.

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Die eingesetzten Chips sind in diesem Fall von der Firma ProMOS - für Grafikkarten eher unbekannt, demnach kann man davon ausgehen, dass sich hier ein paar Euro sparen ließen. Die 5ns-Module geben auch keinen Spielraum für besondere Übertaktungsmöglichkeiten, denn sie sind für 200 Mhz spezifiziert und besitzen auch einen Takt von 200 Mhz.

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Die X300SE-GPU sehen wir im nächsten Bild - der RV470 wird auch hier mit 325 Mhz getaktet:

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Da es sich auch hier um eine Retail-Karte handelt, schauen wir auch hier auf den Lieferumfang.

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In unserer Verpackung fehlte leider die Hälfte - typisch für Karten, die durch einige Redaktionen gewandert sind und immer wieder hin- und hergeschickt worden sind. In der Verpackung sollten sich befinden:

Insgesamt ist dieses also wieder eine sehr umfangreiche Zugabe, die man erhält - trotz Low-End-Karte. Besonderen Bedarf haben sicherlich einige Käufer an dem DVI-to-VGA-Adapter, aber auch die anderen Kabel findet man selben in einer Verpackung einer derartigen Low-End-Karte. Powercolor schnürt also ein sehr gutes Paket.

Die einzige Karte mit 128bit-Interface in diesem Roundup findet man auf der nächsten Seite.


Auch noch sehr günstig, aber in diesem Low-End-Roundup schon die Luxuskarte: Die X300 von Powercolor hat einen eindeutigen Vorteil in diesem Roundup durch ihr 128bit-Interface. Auch von NVIDIA gibt es derartige GeForce 6200-Karten am Markt, die auch mittlerweile knapp unter 100 Euro zu haben sind. Wir haben die X300 mit in den Vergleich aufgenommen, weil sie ebenso auf dem RV470 basiert. Sie besitzt jedoch im Vergleich nur den Unterschied, dass sie 128 MB mit 128bit ansteuert - ansonsten sind die Taktraten bezüglich des Speichers und der GPU absolut identisch. Für uns also ein sehr guter Vergleich, der zeigt, wie ein Speicherinterface eine Karte beschleunigen/ausbremsen kann.

Aufgrund der Anzahl der Speichermodule haben wir hier wieder eine Grafikkarte in normaler Bauhöhe:

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Auf der Karte finden wir nun wieder in gewohnter Art und Weise einen DVI-Out, einen VGA-Out und einen TV-Out. Dies ist auch die typische Bestückung für eine X300-Karte: Sie kostet minimal mehr, deshalb packen viele Hersteller auch einen Anschluß mehr mit auf die Karte. Auch hier gibt es aber Unterschiede von Hersteller zu Hersteller.

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Als Speichertyp kommt auch hier - wie bei der X300SE - normaler DDR zum Einsatz. Da auch hier 200 Mhz Speichertakt anliegen, reichen auch hier 5,0ns-Module aus. Powercolor setzt hier aber auf hochwertige Samsung TC50-Module, die wir auch auf anderen Karten bereits öfter gefunden haben. Zum Übertakten bleibt allerdings aufgrund der 200 Mhz-Spezifizierung der Module ebenfalls wenig Raum.

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Die Karte ist passiv gekühlt, denn auch hier reicht eine passive Kühlung für den RV470 aus, da er nicht höher getaktet ist. Den Kühlkörper stylt Powercolor hier sogar schon etwas anmutender. Im Bild sind ebenso die vier Speichermodule der Vorderseite zu erkennen, jeweils 16 MB-Module. Ein Stromanschluß ist auch auf dieser Karte nicht zu finden, die X300 holt sich jedes Watt aus dem PCI-Express x16-Bus.

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Auf der Rückseite finden wir nun weitere vier 16 MB-Chips und auch einen Silk-Screen für den ATI Theater-Chip - die Hersteller könnten also mit diesem Layout auch eine Karte mit Video-In designen.

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Der RV470-GPU nochmals ohne Kühlkörper. Auch hier ist er mit 325 Mhz getaktet und besitzt dieselben Features wie auf den anderen Karten. Damit wird auch deutlich, dass HyperMemory keine Hardware-Lösung ist, sondern über Software realisiert wird, NVIDIA setzt hingegen für TurboCache einen eigenen GPU ein. Dies ist auch der Grund dafür, warum ATI nicht im Systemspeicher rendern kann. Wie sich dies in der Performance insgesamt auswirkt, zeigen wir in den Benchmarks.

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Auch hier werfen wir natürlich wieder einen Blick auf den Lieferumfang, der diesmal auch in kompletter Form vorhanden war.

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Folgendes findet sich in dieser Verpackung:

Zusätzlich zum Lieferumfang der X300SE-Karte kommt hier also noch ein DVD-Player dazu - insgesamt ist dieses Paket also so "rund", dass man es durchaus mit mancher High-End-Karte vergleichen kann. Viele Karten, die 200 Euro oder mehr kosten, haben nicht mehr Lieferumfang oder es fehlt sogar an dem einen oder anderen Kabel. Auch hier ist also alles enthalten, was man bei einer Grafikkarte im Lieferumfang vorfinden sollte.

Nach der Vorstellung der einzelnen Grafikkarten kommen wir nun zu einem Blick auf den Stromverbrauch und dem Overclocking der Grafikkarten.


Lüfterlautstärke :

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Bei vier Karten und dem integrierten Chipsatz geht es ganz schnell: 0db. Bei der XFX GeForce 6200-Karte haben wir dann jedoch nachmessen müssen, denn sie hat einen aktiven Lüfter und keinen passiven Kühlkörper.

Hier haben wir mit einem Schalldruckmeßgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Meßequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmeßgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Meßgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last :

Wie die GeForce 6200 von NVIDIA landete auch die GeForce 6200 von XFX mit 59,5db auf einem guten Platz. Wenigstens ist also der Lüfter recht leise, auch wenn er für die Grafikkarte eigentlich komplett überflüssig ist.

Stromaufnahme :

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant :

Natürlich verbrauchen diese Karten nicht viel, selbst unter Last: So liegen alle fünf Karten und auch die integrierte Grafik unter Last bei knapp 180W - das ist recht gut. Allerdings ist deutlich zu sehen, dass eine X600 oder GeForce 6600-Karte bereits nur 10W mehr verbraucht, aus Verbrauchsgründen sollte man demnach eine Low-End-Karte nicht erwerben, denn von der Effizienz her sind die Karten mit einer mittleren Grafikleistung besser.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick :

Auch im Idle-Modus liegen die Low-End-Karten vorne und verbrauchen nur um die 100W. Hier ist Intels i915G dann auch noch einmal etwas besser unterwegs. Der Unterschied zu den GeForce 6600-Karten (z.B. dem Modell von Gigabyte) ist hier wohl im fehlenden Lüfter zu suchen, denn ein Lüfter verbraucht gerne zwischen 2 und 5 Watt je nach Modell.

Overclocking :

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - bei den Low-End-Karten könnte dies teilweise ein Weg sein, um gerade die Leistung herauszukitzeln, um auch noch das neue Spiel halbwegs flüssig genießen zu können. In der Regel spielt Overclocking bei diesen Karten aber eher eine geringe Rolle und aufgrund der passiven Kühlung sind die Karten auch nicht für große Übertaktungsspielchen ausgelegt.

Kommen wir nun aber zu unseren Ergebnissen:

Immerhin knapp 60 Mhz mehr GPU- und 120 Mhz mehr Speichertakt konnten wir aus der GeForce 6200 TurboCache herausholen. Damit liegt die Karte knapp 150 Punkte besser bei 3DMark 2005.

Bei der XFX-Karte erreichen wir aufgrund der NV43-GPU wieder einmal bombastische Taktraten, auch wenn das Freischalten der brach liegenden Pipelines nicht möglich war. Dafür konnte der Speicher leider kaum übertaktet werden. Immerhin 200 Punkte mehr erreichen wir bei 3DMark 2005 gegenüber der Standardtaktung.

Auch hier können wir die GPU gut übertakten - die Performance wird allerdings nicht unbedingt besser. Bei 3DMark 2005 erreichen wir knapp 40 Punkte mehr, hier bremst die geringe Speichermenge das System zu stark aus.

Deutlich besser liegt die X300SE-Karte aufgrund der vorhandenen 128 MB - hier bringt auch das Overclocking wieder einiges, aufgrund des hohen GPU-Taktes kommen über 300 Punkte mehr bei 3DMark 2005 zustande als im unübertakteten Zustand.

Aufgrund des besseren Samsung-Speichers erreicht die X300 von Powercolor deutlich bessere Ergebnisse beim Übertakten des RAMs im Vergleich zur X300SE. Auch die GPU kann besser übertaktet werden, fast 500 Mhz konnten wir ohne Fehler erreichen. Daraus resultiert der höchste Wert im 3DMark 2005 in diesem Roundup - immerhin 1861 Punkte erreichen wir mit dieser Low-End-Karte. Sie liegt damit auch noch einmal fast 300 Punkte über dem Standard-Wert.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Systemauslastung beim DVD- und HDTV-Playback.


Low-End-Grafikkarten werden nicht nur zum Spielen eingesetzt - sondern auch in HTPC-Rechnern, die im Wohnzimmer leise und möglichst ruckelfrei Medien wiedergeben sollen. NVIDIA und ATI werben beiden mit ihren unterschiedlichen Techniken zur Videobeschleunigung, also haben wir die Karten und die integrierte Lösung auch durch die Wiedergabe von einer DVD und einer HDTV-Demo gefordert. Verwendet wurde hierzu der Windows Media Player 10. Im Playback der DVD ergaben sich folgende Ergebnisse:

Die NVIDIA-Karten liegen mit ungefähr 11% Auslastung hier knapp vor den ATI-Karten, die im Bereich zwischen 6 und 11% lagen, aber etwas deutlicher schwankten. Insgesamt haben die ATI-Karten einen etwas besseren Eindruck gemacht. Sehr gut unterwegs war allerdings auch die integrierte Grafik - Intels i915G konnte mit ungefähr 9% Auslastung gut mithalten. Natürlich haben wir hier eine leistungsstarke CPU eingesetzt - aber bei maximal 11% braucht man sich wohl heutzutage auch mit einer Mittelklasse-CPU wie einem Pentium 4 2.8 Ghz keine Sorgen um DVD-Playback mehr zu machen.

Beim HDTV-Playback kommt man recht einfach auf eine höhere CPU-Auslastung:

Auch hier schnitten die Lösungen von NVIDIA wieder etwas schlechter ab als die X300-Serie von ATI - NVIDIA kam fast an 30% CPU-Auslastung heran, bei ATI hielt sich die CPU-Auslastung im Bereich um 25%. Noch besser war wieder Intel: Mit ca. 22-25% liegt man hier am besten. Zunächst machte uns dies stutzig - aber auch mit neuen Treibern, aktuellstem Media Player und mehrmaligem Überprüfen der Treibereinstellungen gab es keine anderen Ergebnisse.

Fazit: Für einen HTPC reicht in der Regel eine integrierte Grafik, wenn eine ausreichend schnelle CPU und ausreichend viel Speicher vorhanden ist. Eine externe Grafikkarte benötigt man nur, wenn man zusätzlich TV-Out und DVI benötigt, denn die meisten Mainboards können derartige Features nicht bieten - und die von Intel gebotenen ADD2-Karten sind am Markt leider auch nur schwer verfügbar.


Seit wir PCI-Express-Grafikkarten testen haben wir ein neues Testsystem. So konnten wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual Channel DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3.4 Ghz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware :

Software :

Benchmarks (jeweils 1024x768):

Da wir hier auch den Unterschied zwischen einer integrierten Grafiklösung und den Grafikkarten testen wollten, haben wir auch zwei Nicht-3D-Benchmarks mit aufgenommen. Zudem werden alle Benchmarks nur in 1024x768 durchgeführt, da es keinen Sinn macht, die Grafikkarte mit höheren Auflösungen zu quälen: In der Regel wird man mit diesen Low-End-Karten auch kein Antialiasing und keine anisotopische Filterung verwenden. Damit man trotzdem einmal sieht, wann die Grafikkarten einbrechen, haben wir auf der nächsten Seite mit Unreal Tournament 2003 und Quake 3 Arena Auflösungstests durchgeführt.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks :


In unseren Auflösungstests wollen wir schauen, wann die Grafikkarten einbrechen. Dies ist unter anderem für unseren Test interessant: Testen wir hier mit einer zu hohen Auflösung, werden wir bei allen Grafikkarten Ergebnisse im gleichen Bereich erhalten, da sie überfordert sind. Zum zweiten wird uns dadurch auch visualisiert, wann TurboCache und HyperMemory-Karten effektiv Probleme bekommen und der Arbeitsspeicher zum Nadelöhr wird.

Für unsere Tests haben wir uns zwei nicht mehr ganz so aktuelle Spiele herausgesucht: Unreal Tournament 2003, welches wir mit den beiden Demo-Durchläufen Flyby und Botmatch testen, und Quake3Arena. Wir beginnen zunächst mit Unreal Tournament 2003 Flyby:

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Hier sieht man recht deutlich, dass alle Grafikkarten bei 1600x1200 um 50fps erreichen. Die Unterschiede sind recht gering - man kann nur noch erkennen, dass die X300SE die langsamste Karte ist und die X300 sowie die GeForce 6200 TurboCache mit am besten abschneiden. Aber eine Aussage würde ein Test bei 1600x1200 kaum mehr geben. Die größten Unterschiede sieht man zweifelsohne bei 640x480, da hier die Grafikkarten noch recht wenig gefordert werden und die Last teilweise auf die CPU verschoben wird. Ein guter Test wäre also im Bereich von 800x600 und 1280x1024.

Interessanter ist aber ein Blick auf die Performance der Grafikkarten selber: Die X300 (braun) mit 128bit-Interface schneidet durchaus gut ab und ist in allen Bereichen oben mit dabei. Die HyperMemory-Karte startet an zweiter Stelle, bricht dann aber ein: Bei 1024x786 wird dies am deutlichsten. Hier scheint der Effekt einzugreifen, dass die Karte Texturen in den Arbeitsspeicher auslagern muß. Auch bei der Turbo-Cache-Karte ist dies der Fall, aber die NVIDIA-Technik scheint besser zu funktionieren, denn die Karte fällt nicht hinter die XFX GeForce 6200 zurück, die zwar ebenfalls ein 64bit-Speicherinterface, aber mit 128 MB, besitzt.

Beim Botmatch sehen wir, warum ein Test bei 640x480 oft keinen Sinn macht:

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Die Karten starten hier alle bei knapp 100fps - dies ist die Leistungsgrenze unserer CPU, denn das Botmatch ist hier stark CPU-lastig. Größere Unterschiede zwischen den Karten sieht man hier erst bei 1024x786 und 1280x1024, bei 1600x1200 vermutet man hingegen schon wieder ein Konvergieren der Leistung.

Interessant ist hier natürlich auch wieder ein Blick auf den Vergleich TurboCache und HyperMemory: Die Sapphire X300SE HyperMemory liegt zunächst wieder vor der GeForce 6200 TurboCache, aber bei 1024x786 überholt die TurboCache-Karte wieder die HyperMemory-Karte, bei 1280x1024 ist der Abstand schon recht deutlich. Auch hier scheint also TurboCache gerade mit etwas höheren Auflösungen noch besser zurecht zu kommen, wenn der Arbeitsspeicher deutlicher in Beschlag genommen werden muß.

Quake3Arena haben wir als zweites Spiel zur Analyse verwendet:

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Die Wellenform entsteht bei den X300-Karten aufgrund unserer mathematischen Funktion, die wir über die einzelnen Ergebnisse zur Visualisierung gelegt haben. Bei 320x200 haben wir wieder eine klare CPU-Limitierung, alle Karten starten aus dem Bereich um 430fps. Anschließend fallen die GeForce 6200-Karten recht linear ab, die X300 kann zunächst noch eindeutig besser abschneiden, rutscht dann allerdings auch zunehmend auf das Niveau der 6200er-Karten. Die X300SE HyperMemory liegt zunächst noch bei 640x480 auf dem Niveau der GeForce 6200 TurboCache, fällt dann allerdings auch klar zurück. Die Powercolor X300SE bildet hier das klare Schlußlicht.

Insgesamt bleibt also festzuhalten: Die größten Unterschiede zwischen den Karten sieht man im Bereich 1024x768 und 1280x1024. Unsere Tests mit 1024x768 bilden also eine recht gute Performance ab. In einigen Benchmarks - so zum Beispiel Quake3Arena - liegen die Karten bei 1280x1024 schon wieder recht nahe beieinander, auch wenn von den Frames pro Sekunde ein flüssiges Gameplay möglich wäre.

Des Weiteren scheint HyperMemory zwar gut zu funktionieren, da die X300SE HyperMemory teilweise deutlich vor der X300SE liegt, allerdings ist TurboCache effektiver: Die GeForce 6200 TurboCache kann sich mindestens auf dem Niveau der GeForce 6200 64bit halten, der Leistungsrückgang durch die Nutzung des Arbeitsspeichers ist gering. Insgesamt scheint also die NVIDIA-Technik - und wohl gerade das Rendern in den Systemspeicher - etwas besser zu funktionieren als die ATI-Technik.


Bei 3DMark 2003 liegt die X300 von Powercolor vorne - 3DMark honoriert hier das 128bit-Interface, welches die Karte in unserem Vergleich als einzige besitzt. Direkt im Anschluß findet man allerdings schon die beiden NVIDIA-Karten in sehr geringem Abstand. Es besteht nur ein geringer Unterschied zwischen der GeForce 6200 und der GeForce 6200 Turbo-Cache. Die HyperMemory-Karte liegt deutlich vor der Powercolor X300SE, hier kommt der schnellere Speicher der HyperMemory-Karte zum Tragen. Die Intel-Grafik ist etwas abgeschlagen auf dem letzten Platz.

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Bei 3DMark 2005 sind die "richtigen" X300-Karten besser unterwegs, die HyperMemory-Karte fällt hingegen zurück. Sehr gut kommen auch die GeForce 6200-Karten ins Ziel, wobei die GeForce 6200 TurboCache hier sogar vor der XFX-Karte liegt. Hier scheint also der 50 Mhz schnellere GPU-Takt einen Vorteil zu bringen.

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Bei Aquamark sehen wir zunächst, dass die GeForce 6200-Karten hier vorne liegen, wieder hat die TurboCache-Karte aufgrund des höheren GPU-Taktes die Nase vorne. Die HyperMemory-Karte kann hier wieder vor der Powercolor X300SE liegen, da sie einen schnelleren Speichertakt besitzt. Die Intel-Grafik ist auch hier etwas abgeschlagen.

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Bei dem Aquamark CPU-Test sollte man meinen, dass die Karten, die den Arbeitsspeicher mit nutzen, etwas abgeschlagen sind - doch dies ist eher nicht der Fall. Bestes Beispiel: Die Intel-Grafik, die hier merkwürdigerweise vorne liegt.

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Im Gesamtergebnis führt dann wieder die TurboCache-Karte:

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Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf UT2003, UT2004, FarCry und Doom 3.


Die UT2003-Benchmarks decken sich praktisch mit unserem Auflösungs-Vergleich - die X300 liegt knapp vor der TurboCache-Karte, die HyperMemory-Karte ist knapp geschlagen. Die GeForce 6200 von XFX kommt aufgrund des niedrigeren GPU-Taktes nur hinter der 6200TC ins Ziel, die X300SE ist abgeschlagen und kommt nur knapp vor der i915G-Grafik ins Ziel.

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Beim Botmatch liegen die "Top-Karten" etwas näher beieinander, da hier noch teilweise eine CPU-Limitierung vorhanden ist. Die Reihenfolge bleibt hingegen dieselbe.

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Im neueren UT2004-Benchmark dominieren die NVIDIA-Karten:

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Bei FarCry landet die XFX GeForce 6200 erstmals vor der GeForce 6200 TurboCache. Hier scheint TurboCache nicht wirklich gut zu funktionieren, eventuell greift die CPU ebenso oft auf den Arbeitsspeicher zurück und bremst somit die Grafikkarte aus. Dies würde auch erklären, warum die Sapphire X300SE HyperMemory-Karte ebenso schlecht aussieht und die Intel i915G-Grafik zu einem wirklich miserablen Ergebnis kommt.

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Bei Doom 3 kommt die Intel-Grafik auf 0,6fps - das Messen war schon eine Qual. Die NVIDIA-Karten liegen in diesem Benchmark traditionell sehr gut, so auch hier. Wieder kommt die XFX-Karte vor der GeForce 6200 Turbo-Cache ins Ziel, wahrscheinlich "blockiert" auch hier die CPU wichtige Bandbreite. Die ATI-Karten rücken näher zusammen, auch hier tendiert die X300SE HyperMemory in der Performance eher zur langsameren X300SE.

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Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf Serious Sam, Splinter Cell und Return to Castle Wolfenstein.


Serious Sam zeigt wieder die ATI-Karten an der Spitze - so liegt hier die HyperMemory-Karte vor den NVIDIA-Karten, die X300 ist sogar noch schneller unterwegs, profitiert aber natürlich wieder vom 128bit-Interface. Abgeschlagen ist hingegen die Intel i915G-Grafik, aber selbst bei dieser wäre hier noch ein flüssiges Gameplay möglich.

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Splinter Cell ist ein gutes Beispiel, dass auch einmal eine integrierte Grafik gute Leistung bringen kann - die Intel i915G-Grafik liegt hier vorne, allerdings ist hier wohl der Treiber schuld, denn einige Bildfehler waren zu erkennen. Demnach ist das Ergebnis eher einzuklammern. Die GeForce 6200-Karten mit 64bit müssen sich der X300 mit 128bit-Interface knapp geschlagen geben, liegen ansonsten aber sehr gut. Auch existiert hier mal wieder fast kein Unterschied zwischen einer TurboCache-Karte und der Karte mit "richtigen 128 MB".

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Return to Castle Wolfenstein zeigt noch einmal ein sehr gutes Abschneiden der NVIDIA-Karten, die hier sogar an das Niveau der X300-Karte mit 128bit-Speicherinterface herankommen. Auch hier sind die NVIDIA-Karten also schneller unterwegs, wobei die X300SE HyperMemory deutlich vor der X300SE liegen kann.

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Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Nicht-3D-Benchmarks genauer an.


Zwei Benchmarks haben wir uns hier herausgesucht, um zu untersuchen, welchen Einfluß die integrierte Grafik auf die Gesamtleistung des Systems hat und ob auch HyperMemory/TurboCache-Karten das System ausbremsen. Zunächst haben wir bei PCMark 2004 den CPU-Benchmark laufen lassen. PCMark 2004 reagiert dabei recht wenig auf die integrierte Grafik, allerdings ist deutlich zu sehen, dass die "richtigen" Grafikkarten besser abschneiden können. Zumindest bei NVIDIA gilt aber nicht, dass TurboCache das System ausbremst - bei ATIs HyperMemory könnte man hingegen dies vermuten.

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Allerdings wird dieser Effekt wohl im Memory Testbereich widerlegt, denn hier ist die Sapphire X300SE HyperMemory die schnellste Karte. Auch ist hier zu sehen, dass die Speicherbandbreite des i915G-Systems leidet, hier ist also schon ein Effekt einer richtigen Grafikkarte sichtbar. Alle Grafikkarten liegen hingegen auf identischem Niveau.

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Sisoft Sandra zeigt den Einfluß einer integrierten Grafik noch deutlicher: Die Grafikkarten kommen hier auf 4630 bis 4660 MB/s, die integrierte Grafik erreicht nur knapp 4420 MB/s. In Anwendungen sind diese 5% weniger Speicherbandbreite im Extremfall sicherlich meßbar - "spüren" wird man sie bei der Arbeit nicht. Trotzdem ist dies sicherlich ein Grund, statt einer integrierten Grafik auf eine TurboCache oder HyperMemory-Karte zu setzen (oder auf ein anderes Low-End-Modell), denn die Intel-Grafik schont durch diverse Techniken schon die Gesamtperformance des Systems, in dem sie sich nur soviel Bandbreite und Speicher schnappt, wie sie gerade benötigt. Andere schlechtere Onboard-Grafiklösungen können hier schon einen deutlicheren Einbruch auslösen.

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Auf der nächsten Seite kommen wir nun zu einem Fazit.


In anderen Reviews haben wir neue FPS-Rekorde gesehen - doch Leistungsrekorde waren von den Grafikkarten in diesem Review natürlich nicht zu erwarten. Wer sich eine Grafikkarte für maximal 80 Euro kauft, der möchte vor allen Dingen 2D-Anwendungen ausführen und vielleicht ab und zu mal eine DVD schauen oder ein Spiel spielen. Dies kann man auch mit derartigen Low-End-Grafikkarten, man darf nur nicht die Ansprüche eines Gamers haben. 1280x1024 mit 4xAA und 16xAF kann keine der aktuellen Low-End-Karten bei aktuellen Spielen, aber Games wie FarCry, Doom 3, Unreal Tournament 2004 und andere lassen sich mit 1024x786 in akzeptabler Geschwindigkeit spielen. Notfalls muß man ein paar Details nach unten stellen - beispielsweise bei aktuellen Krachern wie Doom 3 oder FarCry.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Preisstruktur der hier getesteten Grafikkarten:

X300SE HyperMemory-Karten haben wir im Handel bereits ab 44 Euro gesehen - für eine Grafikkarte ein sehr günstiger Preis. GeForce 6200 TurboCache-Karten hingegen kosten im Handel minimal 50 Euro, sind also etwas teurer. Beide haben jedoch ihre Berechtigungen: Die GeForce 6200 TurboCache war nicht unbedingt langsamer - und teilweise aufgrund des höheren GPU-Taktes sogar schneller - als eine GeForce 6200 mit 64bit und 128 MB, die X300SE HyperMemory ist aufgrund des schnelleren Speichers fast immer flotter als eine reine X300SE. Somit kann man die Karten beider Hersteller den Modellen mit "richtigem" Speicher vorziehen. Die X300SE ohne HyperMemory eignet sich kaum für ein Spielchen.

Allerdings erhält man bei ATI bereits eine höher getaktete X300 für einen Preis ab 64 Euro - dann liegt die Überlegung natürlich nahe, gleich diese Karte zu nehmen. X300-Karten haben wir im Preisvergleich von anderen Herstellern auch schon unter 60 Euro gesehen, bei der gezeigten Mehrleistung aufgrund des 128bit-Interfaces lohnt sich die Karte auf jeden Fall. Es kann hier höchstens noch die TurboCache-Karte von NVIDIA mithalten, die in vielen Benchmarks eine identische oder sogar bessere Performance leisten konnte. Für einen HTPC sind beide Karten vollkommen ausreichend - und auch noch passiv gekühlt.

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Mit etwas Glück ergattert man am Markt aktuell sogar schon eine GeForce 6200 mit 128bit-Interface für über 80 Euro - dies wäre unsere nächste Empfehlung für jeden, der dann schon etwas mehr Grafikpower haben möchte. Die Karten bieten ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis und sind aufgrund des 128bit-Interfaces deutlich schneller als die hier getesteten NVIDIA-Karten mit 64bit-Speicherinterface.

Bei einem reinen Technik-Vergleich zwischen HyperMemory und TurboCache scheint NVIDIAs Technik die Nase vorne zu haben. Gerade die Funktionalität, den Systemspeicher auch noch für das Rendern zu verwenden, scheint der Karte bei höheren Auflösungen einen kleinen Performanceschub gegenüber der Konkurrenz zu geben. So erreicht die NVIDIA GeForce 6200 TurboCache teilweise auch noch bei 1280x1024 eine gute Framerate. Ein großes Performancewunder ist sie natürlich auch nicht, aber für einen OEM-PC in jedem Fall eine bessere Alternative als eine integrierte Grafik. Die Belastung des Systems bei 2D-Aufgaben ist zu vernachlässigen, dafür kann man auch das eine oder andere Spiel spielen, welches mit einer i915G-Grafik nicht möglich wäre.

Weitere Links:

Weitere Grafikkarten-Reviews finden Sie in unserer Testdatenbank unter Grafikkarten (aktuell über 1300 Grafikkartentests vorhanden).

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