ASUS Extreme AX800XL

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Im Bereich der höherwertigen Gamer-Grafikkarten existiert aktuell ein Zweikampf: Soll man nun auf die ATI Radeon X800 XL setzen oder auf die NVIDIA GeForce 6800GT? Beide besitzen 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shader, beide gehören somit zu den High-End-Modellen. ATI hat zumindest beim Preis mittlerweile die Nase vorne - nachdem Anfangs die Händler für die neuen PCI-Express-Karten einen wuchtigen Aufschlag verlangten, hat sich der Preis jetzt bei den von ATI angesetzten 300 Euro eingependelt. NVIDIAs GeForce 6800 GT-Karten kosten durchschnlittlich 100 Euro mehr und müssen somit dem Käufer auch einen höheren Nutzen bringen. ASUS versucht hingegen, mit einer luxuriösen Radeon X800 XL die Entscheidung einfacher zu machen. Was die Karte im Vergleich leisten kann, zeigen wir in diesem Testbericht.

Bei unseren PCI-Express-Grafikkarten-Tests haben wir mittlerweile eine beeindruckende Vergleichsmöglichkeit geschaffen. In unserem PCI-Express-Grafikkarten-Roundup haben wir neben den kleineren Mainstream-Karten auch die GeForce 6800 GT mitgetestet. Die High-End-ATI-Variante kam mit der X800XT von Sapphire ist sicherlich auch einen Blick Wert, schlussendlich haben wir natürlich auch die GeForce 6600-Serie und die Radeon X700XT getestet - der GeForce 6200-Artikel schloss unsere Tests erst einmal nach unten ab. Neu sind die Artikel zur ATI Radeon X850XT Platinum Edition und zur Leadtek WinFast PX6800 GT TDH. Außerdem haben wir uns zuletzt in einem GeForce 6600-Roundup den NVIDIA-Mainstream-Karten unter 200 Euro gewidmet. Die letzten beiden Tests beinhalteten die Sapphire X800XL und die XFX GeForce 6800 GT.

Während die kürzlich getestete Sapphire X800XL eher zu den günstigeren Modellen gehört, ist die hier getestete ASUS Extreme AX800XL/2DTV eher eine der teureren ATI X800XL-Karten. Mit knapp 340 Euro schlägt sie zu Buche. Im Gegensatz zur Sapphire-Karte ist aber etwas mehr im Lieferumfang, die Karte besitzt zwei DVI-Ausgänge und unterstützt auch Video-In-Funktionen. Gerade Letzteres könnte durchaus interessant sein, um einmal analoges Videomaterial auf dem Computer zu digitalisieren. Die zwei DVI-Ausgänge sind ebenso praktisch - so können zwei digitale Displays angeschlossen werden. Wer hingegen ein analoges Display besitzt, kann mit den beiliegenden Adaptern die digitale Schnittstelle in eine analoge verwandeln.

Im Gegensatz zur kürzlich getesteten X850XT handelt es sich bei dem Modell um eine Grafikkarte mit einem Ein-Slot-Kühlkörperdesign. Bei der Sapphire-Karte war der Kühlkörper recht klein - auch hier setzt ASUS auf Luxus und setzt einen beachtlich schweren Kupferkühlkörper mit integrierter Heatpipe und LED-Beleuchtung für die Lüfter auf die Karte. In allem versucht man also, den Mehrpreis von knapp 40 Euro gegenüber der Konkurrenz durch einige Besonderheiten zu rechtfertigen.

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Die X800 XL basiert auf dem R430-Kern von ATI - einem in 110-nm-Technik hergestellten Chip, der die neue X800-Serie preisgünstiger in der Produktion macht. Aus diesem Grund ist es ATI möglich, Grafikkarten mit dem Kern zu einem sehr guten Preis auf den Markt zu bringen. Im Vergleich zu anderen X800-Karten in diesem Preissegment kommt die X800 XL aber mit allen 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shadern sowie einer 256-Bit-Speicheranbindung. Der Speicher - 256 MB wird man wohl auf den meisten Karten finden - ist zudem mit 490 MHz bzw. 500 MHz auch noch ordentlich schnell getaktet, der Kern selber besitzt eine Taktung von 400 MHz. Während die zuletzt getestete Sapphire-Karte 500 MHz Speichertakt mitbrachte, besitzt die ASUS-Karte nur die eigentlich spezifizierten 490 MHz. Das ist im Wesentlichen auch schon der Unterschied zur X800 XT, die viele Grafik-Freaks ja bereits einsetzen. Der R423-Kern der X800 XT ist mit 500 MHz getaktet - die sonstigen Features sind absolut identisch.

Um die Unterschiede der X850-Serie und der neuen X800-Karten im Detail einmal zu visualisieren, präsentieren wir zunächst die Featuers in einer Übersichtstabelle:

Die Top-Karten sind ganz klar die X850-Modelle - wobei die X800 Pro jedoch aufgrund der 12 Pixelpipelines teilweise auch langsamer sein könnte als eine X800 XL. Dies gilt es noch zu testen. Die X800 XL reiht sich eher in die Modelle der Vorgänger-Serie ein, da die X850-Karten höher getaktet sind und auch einen schnelleren Speichertakt besitzen. Die X800 XL besitzt denselben Speichertakt und dieselbe Anzahl von Pipelines wie die X800XT, ist aber etwas langsamer getaktet, was die GPU angeht - sie sollte also leistungsmäßig knapp hinter dieser liegen. Die X800 Pro wird sie hingegen aufgrund der höheren Pipelineanzahl hinter sich lassen. Die reine X800 als R430-Bruder rundet die X800-Serie nach unten ab - sie ähnelt der X800 Pro, ist aber langsamer getaktet.

Zum einen könnte die X800 XL aufgrund der 110-nm-Fertigung der "Stromsparexperte" der X800-Serie werden, zum anderen könnte sie aufgrund der neuen Fertigung eventuell höhere Taktraten erreichen. Natürlich gilt dieses Review nicht nur der Performancemessung, sondern wir werden wie immer auch einen Blick auf den Stromverbrauch, die Lautstärkeentwicklung und die Overclockingfähigkeiten der Grafikkarte werfen.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die ASUS Extreme AX800XL-Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking:


Im Vergleich zur Sapphire X800 XL besitzt die X800 XL von ASUS eine modifizierte Standard-Kühlung, die deutlich leistungsstärker aussieht. Allerdings haben wir an der Sapphire-Karte gesehen, dass für die 110-nm-GPU eine recht bescheidene Kühllösung ausreicht. Der R430 scheint sehr begnügsam zu sein, aber durch die massive Kühllösung könnte es ASUS möglich sein, den Lüfter auf niedrigen Umdrehungszahlen laufen zu lassen und so die Geräuschkulisse auf einem niedrigen Niveau zu halten. Im Bild sieht man die beiden DVI-Anschlüsse der Karte und den Video-In/Out. Zwei DVIs bleiben normalerweise der X850-Serie vorbehalten, aber ASUS bietet diesen Luxus auch auf der kleineren Karte. Per Adapter kann der DVI natürlich auf VGA-Out gewandelt werden.

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Die Veränderungen vom R423-Vorgänger zum R480 sind schnell erklärt. ATI hat vor allen Dingen Verbesserungen vorgenommen, um die Yields bei der Chipproduktion zu verbessern und die Taktfrequenzen so etwas zu erhöhen. Einige interne Funktionsblöcke wurden neu geordnet, um beispielsweise Hotspots zu vermeiden und die Kühlung zu optimieren. Auch kommt bei dem X850 erstmals das aus den Mobility Radeon bekannte Clock-Gating zum Einsatz. Teile des Chips, die momentan nicht benötigt werden, können komplett abgeschaltet werden. Im 2D-Modus ist somit auch die gesamte 3D-Engine abgeschaltet. Dadurch braucht die Karte im 2D-Modus extrem wenig Strom und der Lüfter kann entsprechend heruntergeregelt werden.

Im Vergleich zum R430 wurde dann ein Shrink auf 110 nm vollzogen, denn sowohl der R423 wie auch der R480 basieren noch auf dem 130-nm-Prozess. Dies ist durchaus üblich in der Grafikkarten-Branche, man probiert gerne an den nachrückenden Modellen die vermeintlich neuere Fertigungstechnik aus, weil man die Taktraten hier niedriger ansetzen kann und durch Kostenregressionseffekte in diesen Bereichen besonders wirtschaftlich arbeiten kann.

Im nächsten Bild sieht man den Kühlkörper der Karte noch einmal genauer - deutlich zu sehen ist auch die edle, aluminiumfarbene ASUS-Aufschrift und die Kühlfins des Kupfer-Kühlkörpers.

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Auf der X800XT und auf der X850XT fanden wir den gelben Anschluss zur Verlegung der ViVo-Features an die Front des PCs, auf der kleineren X800XL-Serie fehlt dieser - man stattet diese Karte mit 16 Pipelines diesbezüglich also eher aus wie die kleinere X800 Pro und verzichtet auf den Frontanschluss. Mit dem gelben Stecker und einem entsprechenden Adapter wäre es z.B. möglich, für den Camcorder einen Frontanschluss an das Gehäuse zu basteln. Gerade für die ViVo-Karte von ASUS wäre dies praktisch. Rechts daneben würde man bei der X800XL auch den neuen 6-poligen Stromanschluss finden, aber als Top-Karte scheint der R430 diesen zusätzlichen Stromanschluss nicht zu benötigen und holt sich sämtlichen Strom direkt über den PCI-Express-Bus. Bei der AGP-Version sieht dies anders aus, aber der PCI-Express-Bus kann deutlich mehr Leistung liefern.

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Im Vergleich zu den NVIDIA-Karten finden wir hier auch auf der Rückseite Speicherchips, wie schon bei der X850-Serie - die X800XL von ASUS besitzt also acht Speichermodule mit jeweils 32 MB Kapazität. Auch die Kühlkörpermontage ist etwas anders - die Löcher besitzen zwar denselben Abstand wie die X800XT oder die X850XT, aber das Schienensystem ist hier nicht vorhanden. Der Kühlkörper wird über zwei Schrauben mit integrierter Feder gehalten. Zusätzlich schraubt ASUS den schweren Kupferkühlkörper über drei Arretierungen direkt auf das PCB, um die Last auf der R430-GPU nicht zu erhöhen.

Im Gegensatz zur Sapphire-Karte, die ohne ViVo-Funktionen kam, kann die ASUS-Karte Dank des ATI Rage Theater 200-Chips nicht nur TV-Signale ausgeben, sondern sie auch aufnehmen und verarbeiten:

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Bei dem verwendeten Speicher - insgesamt 256 MB - handelt es sich um den typischen Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF), der mit 500 MHz getaktet wird und effektiv also 1000 MHz Taktfrequenz besitzt. Eigentlich - unsere ASUS-Grafikkarte besaß allerdings einen etwas niedrigeren Takt, wie auch viele andere X800XL-Karten. Nach der Installation meldeten sich 490 MHz bzw. 980 MHz im ASUS SmartDoctor und auch andere Tools bestätigten uns den etwas niedrigeren Takt. Notwendig ist dies eigentlich nicht, denn die Speicherchips können mit 500 MHz ohne Probleme arbeiten. Sapphires X800XL aus dem letzten Test konnte noch mit 500 MHz auftrumpfen.

Der GDDR3-Speicher hat eine Zugriffszeit von 2,0 ns, wie man unten auf dem Bild sehr schön sehen kann. Er ist mit 256 Bit an den Bus angebunden und liefert so beste Performance. Schnellerer Speicher wird nur in der X850-Serie eingesetzt und auf den bisherigen X800XT-Modellen sowie auf der GeForce 6800 Ultra, dann besitzt der Speicher eine Zugriffszeit von1,6 ns. Die Spannung der acht Speicherchips mit jeweils 32 MB beträgt 2 Volt, vier befinden sich auf der Oberseite, vier auf der Rückseite. Die Chips auf der Oberseite der Karte werden mit der massiven Kühlung auch passiv gekühlt, die vier Chips auf der Unterseite der Karte müssen ohne Kühlung auskommen. Allerdings geben GDDR3-Speichermodule die Hitze an das PCB ab - die Kühlung ist also eher Optiksache. Die Module sind über ein 256-Bit-Interface angebunden.

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Ein Bild der GPU bei abgenommenem Kühlkörper darf natürlich auch nicht fehlen:

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Der Chip in 110-nm-Fertigung wird mit 400 MHz getaktet und besitzt 16 Pixelpipelines sowie 6 Vertex-Shader.

Einen kurzen Blick werfen wir auch noch auf den Lieferumfang:

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ASUS legt Folgendes mit ins Paket:

Die Beigaben fanden wir auch schon bei anderen ASUS Extreme-Karten - die CD-Box ist eine nette Beigabe, einen großen Nutzen wird für den Käufer aber vor allen Dingen die Breakout-Box haben, mit der die Video-Anschlüsse von der Kartenrückseite beispielsweise auf den Schreibtisch verlagert werden können. Zwei DVI-Adapter liegen auch bei und mit Joint Operations Typhoon Rising auch ein aktuelles Spiel. Die restlichen ASUS-Tools sind sicherlich schick, werden für die meisten Leser aber nicht kaufentscheidend sein. Da die mitgelieferte ASUS SmartDoctor-Hardwaremonitoring-Software nur mit den jeweiligen ASUS-Treibern funktioniert, wird man wohl als Hardware-Freak auf den NVIDIA ForceWare der neuesten Generation verzichten müssen und jeweils auf den aktuellsten ASUS-Treiber zurückgreifen müssen.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Stromaufnahme, die Overclocking-Fähigkeiten und die Lautstärke der Karte.


Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder Ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Auch hier geht es sicherlich deutlich leiser - unser Messgerät zeigte wie bei der Sapphire-Karte 62,5 db an. Insgesamt ist die Karte aber gerade im 3D-Modus deutlich hörbar. Der Lüfter läuft dann mit schnellen Umdrehungszahlen, während er heruntergeregelt im 2D-Modus praktisch nicht hörbar ist. Dem Gamer wird es egal sein, wenn er mit Kopfhörer spielt - aber der Silent-Fan wünscht sich sicherlich etwas Leiseres. Im 3D-Betrieb, wenn der Lüfter schneller dreht, ist die ASUS Extreme AX800XL schon etwas nervig. Allerdings gibt es trotzdem noch lautere Modelle.

Schick ist auf jeden Fall die Integration von LEDs in den Lüfter, so leuchtet die Karte gerade im Dunkeln und hüllt das Innere in einen blauen Schimmer.

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Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant:

Im Vergleich zu den anderen X800-Karten liegt die ASUS Extreme X800XL im guten Bereich sogar unterhalb der zuletzt getesteten GeForce 6800 GT-Karten. Insgesamt ist sie auch etwas begnügsamer als die zuletzt getestete Sapphire X800XL - eventuell liegt dies am Lüfter und dem etwas niedrigeren Speichertakt. Trotzdem verwundert der doch noch recht hohe Verbrauch etwas, denn von einer 110-nm-GPU hätte man sicherlich entsprechend kleine Fortschritte erwartet, aber wahrscheinlich steigen auch hier die Leckströme an. Zu den Stromsparwundern gehört die Karte also unter Last nicht - aber in einem Leistungs/Verbrauchs-Verhältnis schneidet sie durchaus gut ab.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick:

Auch im 2D-Modus liegt die X800XL etwas besser als die höher getaktete X850XT, aber über der X800XT. Mit knapp über 120 W verbraucht die Karte allerdings weniger als die GeForce 6800 GT-Serie, hier hat ATI also durch die Implementierung von Power Play 5 in den Kern etwas gewonnen. Die ASUS-Karte verbraucht etwas mehr als die Sapphire-Karte - wahrscheinlich aufgrund der leuchtenden LEDs und des etwas anderen Lüfters.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich quälen wollten wir das rare Sample von ASUS jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 110-nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob ATI noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit 400 MHz noch nicht sehr hoch getaktet, da ja bereits die 130-nm-GPU 590 MHz erreicht.

Allerdings mussten wir aufgrund der fehlenden Fähigkeiten für das Overclocking im Catalyst 5.1 auch hier wieder für die Radeon X800XL auf Powerstrip zurückgreifen. Der ASUS SmartMonitor besitzt auch geringe Overclocking-Fähigkeiten, die jedoch nur eine geringfügige Taktfrequenzerhöhung zulassen.

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Kommen wir nun aber zu unseren Ergebnissen:

Leider erreichten wir trotz der eigentlich besseren Kühlung kein besseres Ergebnis im Vergleich zur Sapphire X800XL. Auch die ASUS-Karte zeigte bei knapp 445 MHz bereits Nerven, ab 450 MHz waren deutliche Darstellungsfehler erkennbar, darüber hinaus hing das System auch in einigen Benchmarks. Der R430-Kern scheint sich also nicht wirklich für große Overclocking-Vorhaben zu eignen und an der Kühlung scheint dies aufgrund der umfangreichen ASUS-Kühlung auch nicht zu liegen.

Beim Speichertakt ist es sogar noch schlimmer - auch hier erreichen wir nur eine sehr geringe Übertaktung, hier konnte Sapphire sogar noch etwas bessere Werte liefern.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual-Channel-DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3,4 GHz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Wie immer bei neuen Karten, muss man oft auch auf neue Treiber setzen. Wir haben diesmal den Catalyst 5.1 eingesetzt und die Einstellungen der vorhergehenden Treiber weitgehend übernommen. Catalyst A.I. haben wir deaktiviert - was Catalyst A.I. bringt hatten wir ja schon bei dem Test der Sapphire X800XL gezeigt.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks.


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist. Letzterer ist aus diesen Gründen auch aus unserer Testreihe ausgeschieden.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar:

Die X800-Karten liegen hier traditionell sehr gut - die X850XT PE liegt vor der X800XT, im Anschluss kommt die X800XL von Sapphire, die sich noch vor der GeForce 6800 Ultra platzieren kann. Die ASUS Extreme AX800XL liegt etwas dahinter aufgrund des niedrigeren Speichertaktes und muss sich somit der GeForce 6800 Ultra und später auch der GeForce 6800 GT geschlagen geben.


Vulpine GLMark 1024x768 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar:

In diesem Benchmark rücken alle Karten ziemlich nahe aneinander, wobei die Radeon-Karten hier noch nie wirklich überzeugen konnten. So findet man die X800XL auch nur im Mittelfeld wieder - bei einem mittlerweile so alten Programm aber auch nicht wirklich ein Beinbruch. Auch hier ist jedoch die Sapphire-Karte aufgrund des minimal schnelleren Speichertaktes etwas schneller unterwegs. Gerade bei hohen Auflösungen kommt sie so schneller auf Touren.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, dass die Grafikhardware nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch bei GLExcess finden wir wieder die typische Reihenfolge der X8xx-Karten von ATI, in dem typischen Abstand kommt die X850XT PE als erste Karte ins Ziel, die X800XT ist knapp dahinter, dann kommt die X800XL in Form der Sapphire-Karte. Im Vergleich zu den NVIDIA-Karten liegt man hier wieder hinter der 6800 GT und Ultra, das ist in diesem Benchmark allerdings auch nicht unbedingt tragisch.

ASUS liegt allerdings wieder knapp hinter der Sapphire-Karte, auch hier macht sich der Speichertakt von 490 MHz gegenüber 500 MHz bei der Sapphire bemerkbar.


Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar:

Codecreatures schmeckt den ATI-Karten wieder sehr gut - hier liegt man mit der Radeon X850 XT PE an der Spitze. Die X800XL schlägt sich sehr gut - aufgrund des unterschiedlichen Treibers kann man sogar die X800XT überholen. Gut zu sehen ist, dass Codecreatures sehr auf einen hohen Speicherdurchsatz reagiert. Die X850XT PE und die GeForce 6800 Ultra liegen ganz vorne, im Anschluss daran die X800XT und die GeForce 6800 GT, dann kommen die Karten mit einem entwas langsameren Speichertakt. Die Sapphire-Karte kann sich wieder einmal vor dem ASUS-Modell platzieren. Der Abstand verwundert hier jedoch schon - eventuell verwendet ASUS im Karten-Bios auch langsamere Timings.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar:

Eigentlich lohnt hier nur ein Blick auf 1600x1200 - ansonsten liegen alle Grafikkarten gleich auf an der Spitze. Die X800XL kann sich aber recht gut schlagen, kommt aber beispielsweise hinter einer GeForce 6800 GT ins Ziel. Preislich sollte sie aber ebenso unter dieser Karte liegen - die Performance geht also absolut in Ordnung. Die Sapphire-Karte konnte in diesem Benchmark wieder durch den höheren Speichertakt ein paar Prozent mehr Leistung herausholen.


Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar:

Klar CPU-lastig ist dieser Benchmark - aus diesem Grund sieht man auch von 1024x768 bis 1600x1200 praktisch immer identische Werte.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar:

Die X800XL-Karten kommen hier ungefähr zwischen einer GeForce 6600 GT und einer GeForce 6800 GT ins Ziel, auch hier liegt die Sapphire-Karte vor der ASUS-Karte aufgrund des höheren Speichertaktes.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Hier ist ATI traditionell den NVIDIA-Karten unterlegen - selbst die X850XT Platinum Edition muss sich praktisch zunächst sogar einer 6600 GT geschlagen geben. Erst bei 4xAA wird es interessant - dann kann die X800XL zulegen und kommt schlussendlich wieder zwischen der GeForce 6600 GT und der GeForce 6800 GT ins Ziel. Auch hier bleibt die ASUS-Karte etwas zurück.


DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele aktuell. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion, als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32 Bit, die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar:

DroneZ läuft auch auf praktisch allen Karten ausreichend schnell - und auch hier kommen die X800XL-Karten zwischen der GeForce 6600 GT und der GeForce 6800 GT ins Ziel. Da die X800-Karten auch hier nicht so schnell sind, ist die Leistung durchaus in Ordnung - man liegt wieder nur knapp hinter der X800XT und der X850XT PE. Sapphire liegt wieder knapp vor ASUS aufgrund des etwas höheren Speichertaktes.


Splinter Cell 1024x768 (Ubisoft)

 Tom Clancys Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2 b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar:

Ziemlich genau das Ergebnis einer GeForce 6800 GT erreicht die X800XL hier - und kommt somit deutlich vor den Karten ins Ziel, die nur 8 Pixelpipelines besitzen. Die ASUS-Karte liegt knapp hinter der Sapphire-Karte - wie immer.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch bei X2 sehen wir einen kleinen Abfall in der Performance aufgrund des niedrigeren Speichertaktes bei der ASUS-Karte, ansonsten ist die Performance aber auch bis zur höchsten Auflösung sehr gut.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch hier liegt die X800XL praktisch in allen Bereichen auf dem Niveau einer GeForce 6800 GT - teilweise sogar darüber. Sapphire kommt mal wieder kurz vor der ASUS-Karte ins Ziel.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch bei Unreal Tournament kommt die Karte knapp an die Leistung der GeForce 6800 GT heran - die X800XT-Karten können sich knapp vor der Konkurrenz-Karte platzieren, die allerdings gerade mit den letzten Treibern wieder deutlich zugelegt hat, wie man anhand der kürzlich getesteten Leadtek-Karte sehen kann. Die ASUS-Karte liegt wieder einmal knapp hinter der Sapphire-Karte.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Doom 3 ist schon immer ein NVIDIA-Benchmark gewesen und so sehen wir, wie die X800XL-Karten auch nur auf den mittleren Plätzen landen. Die Karten kommen zwar teilweise vor einer GeForce 6600 GT ins Ziel, aber die GeForce 6800 GT ist deutlich davon gezogen. Sapphire hat ASUS aufgrund der 10 MHz höheren Taktfrequenz des Speichers wieder einmal im Griff.


ASUS geht mit der X800XL einen etwas anderen Weg als andere Hersteller: Für einige ist die X800XL der Einstieg in die High-End-Welt, dafür bekommt man aber nur einen Standard-Lüfter, wenig Zubehör im Lieferumfang, keine ViVo-Funktionen und auch nur einen einzelnen DVI-Anschluss. ASUS hingegen setzt bei der Extreme AX800XL schon etwas mehr auf den Luxus der High-End-Karten. Dort bekommt man in der Regel Video-In/Out-Funktionen, zwei DVIs und eine aufwendigere Kühlung. All das existiert auch bei der ASUS Extreme AX800XL - und auch wenn die Karte dadurch knapp 40 Euro mehr kostet als Karten der Konkurrenz, so sollte man sich doch überlegen zu der Karte zu greifen.

Ein Blick auf die Benchmarks zeigt, dass nicht unbedingt Unterschiede zwischen den X800XL-Modellen bestehen, sofern die Hersteller sich an die gleichen Taktfrequenzen halten würden. So finden wir bei der ASUS-Karte eine GPU mit 400 MHz vor, der Speichertakt ist hingegen mit 490 MHz getaktet. Die Sapphire X800XL aus dem letzten Review kam mit 400 / 500 MHz daher und war somit in den Benchmarks marginal schneller. Das ist nicht unbedingt schlimm - wie wir in den Overclocking-Tests sehen konnten, glich dies die ASUS-Karte locker aus. Ansonsten scheint die X800XL durchaus gute Leistung zu bieten, noch schneller laufen die Spiele nur mit einer X850XT PE oder einer X800XT, die jedoch gleich 100 € mehr kosten. Dann erscheint hingegen eher eine GeForce 6800 GT interessant.

Insgesamt gefällt uns das Preis/Leistungsverhältnis der X800XL-Karten bei ATI am besten. Sicherlich liegt zwischen der X800 Pro und der X850XT Platinum Edition ein deutlicher Unterschied, aber gerade zwischen den Top-Karten mit 16 Pixelpipelines ist der Unterschied doch recht gering. Ob man nun eine X800XL für angedachte 299$ empfohlener Endkundenpreis erwirbt oder auf die fast doppelt so teure X850XT PE setzt, ist im Endeffekt nur noch ein finanzieller, aber weniger ein leistungsmäßiger Unterschied. Die X800XL hat bis auf die Overdrive-Funktionen alle Features der großen Karte, was Video-Encoding und die sonstigen Funktionen angeht. Und Overdrive bekommt man mittels kleiner Tools auch kostenlos.

Ein weiterer Vorteil der großen Karten sind sonst die ViVo-Features und die zwei DVI-Ports  - doch hier hat ASUS mit der Extreme AX800XL diese Lücke durch das Luxus-Modell geschlossen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der Lüfter der ASUS-Karte ist zwar nicht unbedingt leiser als das Modell von Sapphire, dafür tönt er im 3D-Modus auf einer niedrigeren Frequenz und ist deshalb auch angenehmer zu ertragen, selbst wenn er schnell läuft. Im 2D-Modus wird die Karte dann schön leise. Die LEDs, die in dem Kühlkörper integriert sind, sehen dazu noch schick aus - obwohl sich hier natürlich der Sinn der LEDs nur für einen Modder ergibt. Der Stromverbrauch der Karte ist in Ordnung - ATI hat mit dieser Karte leistungsmäßig einen recht guten Stand bei hohem Stromverbrauch, wobei gerade im Idle-Bereich die Karte weniger verbraucht als die Modelle von NVIDIA.

Auch die ASUS-Karte konnte beim Übertakten keine Wunder vollbringen - es ist also abzusehen, dass der neue 110-nm-Kern sich vielleicht doch nicht so gut übertakten lässt, wie man erwartet hat. Hier haben wir deutlich mehr erwartet und sind etwas enttäuscht, dass der 400 MHz getaktete Kern nur knapp 450 MHz erreicht hat, wenn ATI den 130-nm-Kern bereits auf 590 MHz beschleunigen kann. Aber eventuell bekommt man die Fertigung des R430 noch etwas in den Griff und die nächsten Modelle können deutlich höher getaktet werden - hier hilft nur abwarten.

Ob es nun ATI oder NVIDIA sein muss, kann der Kunde nur anhand seiner Lieblingsspiele entscheiden - mal hat ATI die Nase vorne (z.B. FarCry und X2), mal liegt NVIDIA vorne (Doom 3 und Unreal Tournament 2004). So zieht sich dies durch sämtliche am Markt befindliche Spiele. Während bei NVIDIA die GeForce 6800 GT deutliche Power vermittelt und im Preisbereich um 400 Euro führend ist, kann ATI im Preisbereich darunter punkten. Die X800XL liegt hier praktisch perfekt. Wer noch weniger ausgeben möchte, der hat noch die Auswahlmöglichkeiten zwischen der X800 oder NVIDIAs GeForce 6600 GT-Serie - hier sind wir gespannt auf den Leistungsvergleich, wenn uns eine X800-Karte vorliegt.

Positive Punkte der ASUS Extreme AX800XL:

Negative Punkte der ASUS Extreme AX800XL:

ASUS hat mit der Extreme AX800XL-Grafikkarte ein rundum gelungenes Paket im Angebot. Wenn man eine X800XL erwerben möchte, ist sie eine luxuriöse Variante - mit zwei DVI-Anschlüssen, einer aufwändigen Kühlung und viel drumherum ist sie jedoch den Aufpreis sicherlich wert.

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