XFX GeForce 6800 GT

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Langsam kommen die NVIDIA High-End-Karten für den PCI-Express-Bus in den Handel. Gerade NVIDIA-Karten mit Geforce 6800-Chipsatz waren hier lange Zeit nicht zu finden. Während die GeForce 6800 Ultra weiter auf sich warten lässt und nun schon fast ein Jahr nach der Einführung immer noch nicht in großen Stückzahlen erhältlich ist, bekommt man bei vielen Händlern schon Karten wie die GeForce 6800 GT von XFX. XFX setzt bei der GeForce 6800 GT auf den GeForce 6800 GT-Chip auf Basis des NV45 - eine GPU, die praktisch dem NV40 entspricht, aber eine On-Chip-HSI-Bridge besitzt, um den eigentlichen AGP-Chip PCI-Express-fähig zu machen. Interessant ist jedoch, dass NVIDIA den NV45 nicht in der üblichen Manier vorgestellt hat, sondern diesbezüglich keinen großen Aufwand betreibt.

In unserem heutigen Review wollen wir also einen Blick auf die XFX GeForce 6800 GT werfen. Die direkte Konkurrenz von NVIDIA hatten wir ebenso schon im Test. Zum einen war dies die X800XT von Sapphire als auch unser Test der ATI Radeon X850XT Platinum Edition vor einiger Zeit und der Test der Sapphire X800XL mit R430-Chip. Auch die kleineren Karten haben wir natürlich wieder im Vergleich, die ersten Reviews zur GeForce 6600-Serie sind hier zu nennen, weiterhin Tests der nun nicht mehr ausgelieferten Radeon X700XT sowie der GeForce 6200-Artikel. Zudem hatten wir auch schon die erste 6800 GT-Karte für PCI-Express im Test, die Leadtek WinFast PX6800GT THD. Eine weitere Besonderheit war die Gigabyte 3D1 als erste SLI-Karte mit 6600 GT-Chips und natürlich unser erstes GeForce 6600-Roundup sowie das anschließende zweite Roundup.

XFX versucht sich mit den eigenen Karten immer etwas abzusetzen, in dem man einen eindrucksvollen Lieferumfang und eine interessante Verpackung wählt. Beim Kühlkörper-Design wählt man jedoch das Standard-Design, welches NVIDIA vorgibt:

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Im Endeffekt handelt es sich also um eine Einslot-Lösung, wie man sie auf den meisten GeForce 6800 GT-Karten vorfindet. Im SLI-Modus bleibt somit bei den meisten Boards auch etwas Luft zwischen den beiden High-End-Karten, ansonsten besteht häufig die Gefahr eines Wärmestaus. Auch ist die 6800 GT somit für einige Barebones geeignet, wo eine 2-Slot-Variante nicht eingesetzt werden könnte. Wie sich die Karte durch das Kühlsystem übertakten lässt und ob der Geräuschpegel noch angenehm ist, werden wir natürlich ebenfalls in diesem Review klären.

Einen kurzen Blick werfen wir natürlich auch auf das komplette NVIDIA-Lineup für PCI-Express:

Die XFX PX6800 GT ist eine klassische GeForce 6800 GT - sie besitzt einen GPU-Takt von 350 MHz und einen Speichertakt von 1000 MHz. Es werden 256 MB-GDDR3 eingesetzt, es handelt sich also nicht um eine abgespeckte Karte wie beispielsweise die ASUS V9999GT/TD. Auch sind alle 16 Pipelines aktiviert, der einzige Unterschied zur GeForce 6800 Ultra ist somit der Takt. Hier hat NVIDIA im Vergleich zur AGP-Version noch einmal 25 MHz draufgelegt - die NV45-Karten, die wir im SLI-Test von NVIDIA bekamen, waren auf 425 MHz GPU und 1,1 GHz Speichertakt eingestellt.

Sämtliche andere Features der GeForce 6800-Serie sind natürlich auch weiterhin vorhanden - aus diesem Grund sparen wir uns eine erneute Erklärung von Shader Model 3.0, Features wie Intellisample 3.0 und anderen und verweisen auf unseren Launch-Artikel zur GeForce 6800-Serie.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die XFX PX6800 GT-Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking:


Leider ist es bislang um die Verfügbarkeit der GeForce 6800-Karten noch nicht sehr gut gestellt. XFX war hier noch am besten dran - die GeForce 6800 und 6800LE-Karten konnte man oft im Handel finden und vereinzelt waren auch 6800 GT-Modelle verfügbar. Alle Hersteller scheinen aber nur selten 6800 Ultra-GPUs zu erhalten und so findet man am Markt praktisch keine Modelle mit NVIDIAs High-End-Chip - auch 11 Monate nach der offiziellen Vorstellung.

NVIDIA bietet für die Karten die Möglichkeit, zwei DVI-Anschlüsse zu verwenden, XFX macht hier von auch Gebrauch und setzt neben einem TV-Out auch zwei DVI-Ports auf die Karte. Diese können natürlich mit einem beiliegenden Adapter auf VGA-Ausgänge gewandelt werden.

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Wie alle PCI-Express High-End-Karten besitzt auch die XFX GeForce 6800 GT den neuen 6-Pin Stromanschluss - ein Adapter liegt aber im Lieferumfang bei, falls man noch kein neues Netzteil mit diesem Stecker besitzt. Allerdings sollte man hier wieder auf die Ausgangsleistung des Netzteils achten und man sollte die Karte möglichst an einem 12-V-Strang anschließen, der nicht belastet wird. Das ist bei vielen Netzteilen nicht wirklich einfach, demnach ist der Hinweis, ein Netzteil mit über 480 W zu verwenden, sicherlich angemessen. Neue Netzteile mit 6-Pin-Anschluss haben in der Regel eine seperate 12-V-Rail, um die Grafikkarte mit Strom zu versorgen.

Während Leadtek bei der WinFast PX6800GT TDH ein PCB verwendet, welches wohl auch mit 512 MB zurechtkommen kann, finden wir derartige Verweise auf der XFX-Karte nicht - auch wenn das Layout sehr ähnlich ist. Dass der GeForce 6800-Chip mit dieser Speichermenge umgehen kann, war uns schon längere Zeit bekannt, aber entsprechende Karten gab es am Markt bislang nicht - auf der Cebit könnten sie jedoch vorgestellt werden. Die Spannungswandler der Karte sind wie immer unter einem passiven Heatsink versteckt. Die massive Kühlkörperkonstruktion sieht man noch einmal schön im Hintergrund.

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Bei dem verwendeten Speicher - insgesamt 256 MB - handelt es sich um den typischen Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF), der mit 500 MHz getaktet wird und effektiv also 1000 MHz Taktfrequenz besitzt. In unserem Fall handelt es sich um 2,0 ns-Module (GC20). Der identische Speichertyp wird auch auf der GeForce 6800 Ultra und auf der bisherigen X800 XT Platinum Edition eingesetzt, teilweise haben wir dort aber 1,6 ns-Speicher im Einsatz. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Hersteller hier je nach Verfügbarkeit der GDDR3-Speicherchips für 1,6 ns- oder 2,0ns-Module entscheiden. Die hier verwendeten Module sind für 500 MHz Speichertakt spezifiziert - es besteht aber trotzdem die Chance, dass man durch Overclocking die Speicherbandbreite noch etwas erhöhen kann.

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Die Spannung der acht Speicherchips mit jeweils 32 MB beträgt 2 Volt, alle acht befinden sich auf der Oberseite. Für die 512 MB-Variante scheint XFX dem Design zufolge entweder acht 64 MB-Chips verwenden zu wollen oder man setzt die Module auf die Rückseite der Karte, denn der dort platzierte Kühlkörper wäre sonst sinnlos. Alle sind passiv gekühlt, wobei die Kühlung der oberen Module als deutlich besser erscheint. Die Module sind über ein 256 Bit-Interface angebunden.

Der Kühlkörper grenzt an anliegende Kondensatoren, auch im Bild zu sehen ist der Anschluss für den Lüfter (3pin).

Unten sieht man den Traum der High-End-Freaks - über diesen Port kann die SLI-Fähigkeit der Karte mit einer zweiten GeForce 6800 GT genutzt werden:

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Etwas problematisch: Die XFX-Karte besitzt eine Schiene auf der oberen Kante der Grafikkarte. Dies ist sicherlich praktisch und hilfreich beim Einbau - denn so kann die Karte gerade in den PCI-Express-Slot gesetzt werden. Sie nervt allerdings an zwei Punkten: Zum einen muss sie beim SLI-Betrieb abgeschraubt werden, zum anderen verhindert sie, dass bei Gehäusen mit einem schraubenlosen PCI-Einbaumechanismus dieser verwendet werden kann. Da es sicherlich auch Händler gibt, die bei einer fehlenden oder abgebauten Blende die Karte als "modifiziert" nicht umtauschen, ist diese Besonderheit eigentlich nicht als positiv zu werten.

Wirft man einen Blick auf den NV45-Kern, so sieht man, dass NVIDIA hier auf der GPU-Fläche zwei Dies verwendet. Der obere ist der NV40-Kern - wie man ihn auch aus dem AGP-Bereich kennt. Im unteren Bereich erkennt man einen kleinen Chip, dies ist die HSI-Bridge, die NVIDIA zum Wandeln der AGP-Signale auf den PCI-Express-Bus verwendet. Hier geht man also den Weg einer Brücke, während ATI zumindest noch für die X800-Version das Interface direkt im Chip gewechselt hat (R420 vs. R423). Für die neuen R480-Karten wird man dies nicht mehr vornehmen, hier steht im Endeffekt als AGP-Variante eine Version mit einer Brücke zum Gespräch, der "Rialto" genannten ATI-Bridge.

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Bei einer Retail-Karte werfen wir natürlich auch einen Blick auf den Lieferumfang der Karte:

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Mit in der Verpackung sind neben der Karte:

Es fehlt leider ein Adapterkabel von S-Video auf Composite, ansonsten ist bei den Kabeln nichts zu vermissen. Die Games sind halbwegs aktuell, wir finden es gut, dass man neben einem reinrassigen Action-Game auch mal eine Simulation mit ins Paket gelegt hat. Wie immer bei Spielen trifft man aber hier wohl nicht den Geschmack von jedem. Die Treiber-CD hat leider nur Demo-Versionen von PowerDVD und anderen Programmen, auch schmückt sich XFX mit einem "Overclocking-Utility", was sich als Coolbits-Registry-Eintrag entpuppt. Naja...

Trotzdem sind wir mit dem Lieferumfang zufrieden, auch wenn es bei einer derart hochklassigen Karte auch noch etwas mehr hätte sein können. Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Stromaufnahme, die Overclocking-Fähigkeiten und die Lautstärke der Karte.

Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder Ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Der XFX-Lüfter gehört schon mit zu den lauteren Modellen. Da man den NVIDIA-Standard-Kühler verwendet, hatten wir aber eigentlich eine noch höhere Lautstärke erwartet - denn das 6800 GT-Modell war mit 67,5 Watt noch etwas lauter. Da uns die Referenzkarte noch für unsere CPU-Tests vorliegt, haben wir erneut gemessen, tatsächlich hört sich der Lüfter unserer Referenzkarte auch etwas lauter an. Zwei Möglichkeiten ergeben sich: XFX verwendet einen etwas modifizierten, neueren Lüfter - oder unser Referenzsample besitzt aufgrund eines Lüfterdefektes eine etwas zu hohe Lautstärke. Mit 63 dB ist die XFX-Karte auf jeden Fall sogar leiser als die kürzlich getestete Leadtek WinFast GeForce 6800GT. Störend ist die Karte ebenfalls nicht - auch im 3D-Modus nervt sie nicht, ist aber deutlich hörbar.

Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant:

Natürlich liegt die XFX-Karte hier auf dem gleichen Niveau wie die GeForce 6800 GT und die Leadtek WinFast PX6800GT TDH - die geringen Unterschiede kommen wohl zustande, da die Karte einen anderen Lüfter verwendet und wir in der Berechnung der Leistung auch Mittelwerte verwenden. Im Vergleich zu der High-End-Karte von ATI ist die GeForce 6800 GT natürlich ein wahres Stromsparwunder, aber man liegt immer noch deutlich über den 110 nm-Karten. Auch NVIDIA muss natürlich auf die Stromaufnahme der kommenden GPUs achten, denn viel mehr lässt sich hier nicht sinnvoll verwirklichen. In unserem Fall - lässt man die Beachtung einzelner 12 V-Leitungen innerhalb des Netzteils einmal weg - sollte man bei einem Wirkungsgrad eines sehr guten Netzteils von 80% also ein Modell besitzen, welches dauerhaft in jedem Fall knapp 300 bis 360 W bereitstellen kann. Im Idealfall sollte man also auch hier ein Netzteil mit über 400 W einsetzen, um noch ein wenig Luft zu haben, denn viele Netzteile besitzen einen schlechteren Wirkungsgrad bei hoher Belastung. Hinzu kommt, dass einzelne 12 V-Leitungen sowohl für die CPU wie auch für die sonstigen Komponenten verwendet werden könnten - die Empfehlung von NVIDIA mit 480 W hat also seine Berechtigung, um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick:

Im Idle-Modus muss sich NVIDIA etwas für die kommenden Grafikkarten einfallen lassen. Im Vergleich zu den ATI-Karten verbraucht man hier zu viel Saft - 20 W weniger sollten es schon sein. ATI hat hierfür in die neuen R480-Chips bereits Stromsparfeatures aus der Radeon Mobility-Serie eingebaut - NVIDIA dürfte es also auch nicht schwerfallen, hier entsprechend nachzurüsten und Features aus der GoForce 6-Serie in die Desktop-Rechner zu überführen. Gerade wenn die 3D-Features nicht benötigt werden, können diese in vielen Fällen komplett deaktiviert werden.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich fordern wollten wir das Muster jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 130 nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob NVIDIA noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit maximal 350 MHz sicherlich in der Lage, auf etwas höhere Frequenzen zu kommen.

Insgesamt ein mäßiges Overclocking-Ergebnis - sowohl die GeForce 6800 GT von Leadtek wie auch unser Referenzsample von NVIDIA konnten praktisch Ultra-Performance erreichen und kamen mit knapp 425 Mhz / 1200 Mhz ins Ziel. XFX bleibt leider unter diesem Wert, wobei dies natürlich an unserer Karte liegen kann und kein allgemeines Phänomen sein muss.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual Channel DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3,4 GHz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Im Vergleich zu den bisherigen Tests kam wie für die neuen ATI-Karten auch wieder ein neuer Treiber zum Einsatz, wir verwendeten einen ForceWare 66.93, deaktivierten alle möglichen Optimierungen und glichen die Einstellungen den bisherigen an. Wir versuchen hier möglichst für ATI- und NVIDIA-Karten identische Setups zu finden, um keinen Hersteller zu bevorteilen. Allerdings sind wir kein Gegner von Optimierungen - sofern man diese offenlegt und die Möglichkeit bietet, sie abzuschalten, finden wir Optimierungen sogar gut, wenn sie die Performance eines Spiels positiv beeinflussen, ohne die Bildqualität herabzusenken.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks:


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier liegt ATI traditionell besser, auch wenn NVIDIA durch neue Treiber immer wieder hinzugewinnen konnte. Die Performancewerte der XFX-Karte bleiben ansonsten im gewohnten Rahmen.


Vulpine GLMark 1024x768 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Bei Vulpine sehen wir - als einzigen Benchmark im Testumfeld - eine wirklich deutlich bessere Performance aufgrund des Wechsels vom alten 61.77 auf den 66.93-Treiber. Im Vergleich zu anderen Benchmarks ist dies der extremste Ausschlag. Die beiden Karten, die wir zuletzt mit diesem Treiber getestet haben, fliegen also den anderen ein wenig davon.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, dass die Grafikhardware nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar:

Minimale Verbesserungen durch den neuen Treiber, ansonsten bleibt die Karte auf dem typischen Niveau.


Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch bei Codecreatures sehen wir minimale Auswirkungen durch den Treiber zugunsten der 66.93-Version, die Karte liegt allerdings performancemäßig dort, wo man es erwartet hat: Auf demselben Niveau wie auch schon die Leadtek- und NVIDIA GeForce 6800 GT.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar:

Bei Quake 3 Arena limitiert praktisch unser System - die CPU muss hier am meisten tun, während sich die Top-Grafikkarten eher langweilen.


Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier limitiert die CPU, im Vergleich zum 61.77er-Treiber existieren aus diesem Grund auch praktisch keine Unterschiede. Alle Karten hängen zwischen 74 und 76 fps fest, da hier die CPU zu limitieren beginnt.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar:

Hier kann der neue Treiber einiges bringen - der 66.93 beschleunigt die GeForce 6800 GT im Vergleich zum ersten 61.77er-Treiber ungefähr auf das Niveau zwischen einer X800XT und einer GeForce 6800 Ultra. Meistens liegt die XFX-Karte zusammen mit dem Leadtek-Modell deutlich vor dem Referenzmodell von NVIDIA, welches wir noch mit dem alten Treiber getestet haben.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Hier limitiert wieder deutlich die CPU, schön zu sehen an dem Umstand, dass wir unsere SLI-Benchmarks auf einem Athlon 64 3500+ durchgeführt haben, der hier deutlich besser liegt als der Pentium 4 Extreme Edition. Wir berücksichtigen hier nur unsere Messungen auf dem Extreme Edition CPU - und hier kann NVIDIA durch den neuen Treiber wieder knapp an ATI vorbeiziehen. Die XFX-Karte liegt praktisch mit der Leadtek-Karte gleichauf.


DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele aktuell. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion, als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32 Bit, die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Erst bei hohen Auflösungen sieht man hier einen Unterschied, dann ist jedoch ersichtlich, dass die XFX-Karte aufgrund des neuen Treibers vor dem Referenzmodell von NVIDIA liegt - wenn auch nur knapp. Auch hier bringt der neue Treiber also minimal mehr Performance.


Splinter Cell 1024x768 (Ubisoft)

Tom Clancys Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2 b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier sieht die XFX GeForce 6800 GT gegenüber dem Referenzmodell mit dem alten 61.77er-Treiber etwas besser aus durch den neuen 66.93er-Treiber, kann sich aber nicht signifikant absetzen, die Unterschiede sind sehr gering. Sie liegt mit der getesteten Leadtek-Karte gleichauf, da diese denselben Treiber verwendete.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch bei X2 bringt der neue Treiber eine minimal bessere Performance. Hier liegen aber die Stärken der ATI-Karten, sodass sich NVIDIA hier mit den Rängen hinter der X800 und X850 zufrieden geben muss.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Hier scheint der neue Treiber etwas unterschiedliche Ergebnisse an den Tag zu bringen - zunächst sieht es ohne Antialiasing so aus, als könnte sich die XFX-Karte mit dem neuen 66.93er-Treiber vor das Referenzmodell mit dem 61.77er-Treiber setzen, bei 4xAA dreht sich das Bild aber um und unser ursprünglich verwendeter Treiber scheint schneller zu sein. Bestätigt werden diese Ergebnisse durch die Leadtek WinFast PX6800GT, die sich ebenso verhielt wie die XFX-Karte.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Bei Unreal Tournament 2004 kann die GeForce 6800 GT deutlich durch den neuen Treiber zulegen. Vormals lag ATI hier vorne, wenn man die Benchmarks mit dem Athlon 64 3500+ und im SLI-Betrieb einmal ausgrenzt, die X850 und X800 war hier sehr schnell unterwegs. Mit dem 66.93er-Treiber kann sich NVIDIA im Vergleich zum 61.77er deutlich verbessern und liegt vor der Konkurrenz.

Was eine Treiberoptimierung allerdings ausrichten kann, sieht man deutlich an der Einstellung des Catalyst A.I im Catalyst 5.1. Dann kann ATI deutlich zulegen. Derartige Optimierungen haben wir allerdings bei NVIDIA nicht aktiviert, aber auch hier könnte man natürlich an Speed zulegen, wenn man sie einstellen würde.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Bei Doom 3 geht es ebenfalls im Gleichstand ins Ziel, XFX und Leadtek schenken sich nichts. Wieder kommt NVIDIA mit dem neuen 66.93-Treiber ungefähr auf demselben Niveau ins Ziel wie mit dem ersten Treiber, nur bei hohem Antialiasing kann man ein paar Prozent Performance hinzugewinnen.


Nach der Leadtek WinFast PX6800GT TDH haben wir mit der XFX GeForce 6800 GT die zweite High-End-Karte von NVIDIA für den PCI-Express-Bus im Test. Allerdings unterscheiden sich beide Samples dann doch, obwohl sie praktisch auf demselben Design basieren. Die Taktraten sind gleich, aber beide Hersteller versuchen sich etwas gegeneinander abzugrenzen. Bei Leadtek findet dies in der Regel durch einen besonderen Kühlkörper statt - XFX setzt hingegen auf das Single-Slot-Design, welches NVIDIA empfiehlt. Ob sich jedoch daraus die niedrigeren Overclocking-Ergebnisse ergeben, wagen wir zu bezweifeln, denn das ursprünglich getestete Referenzmodell hatte eine ähnliche Kühlung, kam aber auf höhere Taktraten. Praktisch ist das Ein-Slot-Design hingegen bei SLI, doch hier nervt bei XFX ein wenig das Blech, welches vorher abgeschraubt werden muss. Auch beim Einbau der Karte in den Rechner kann man bei schraubenloser PCI-Slot-Montage Probleme bekommen.

Schaut man in den Preisvergleich, so findet man die XFX GeForce 6800 GT sogar bei vielen Händlern im lagernden Zustand - und das sogar für unter 400 Euro. Insgesamt ist die GeForce 6800 GT die Grafikkarte im Moment für den Gamer - sie unterstützt neue Features wie Shader Model 3.0, besitzt schon mit Standardtaktrate eine sehr gute Leistung und ist bei einem Preis von unter 400 Euro deutlich günstiger als die Top-Karten von ATI. Vergleichbar ist beim Preis die X800 XL oder XT, doch die Karte sollte sich letztendlich in vielen Benchmarks knapp hinter der GeForce 6800 GT einfinden.

XFX versucht gerade die Karte für Gamer interessant zu machen - die "X"-förmige Verpackung sieht cool aus, es prangt ein dicker Warnhinweis ("dangerously awesome graphics") auf einem "X" im Karton. Der Lieferumfang ist in Ordnung, könnte aber sicherlich bei einer Karte dieses Schlages noch dicker sein. Dabei zählt XFX auch nicht zu den günstigsten Herstellern am Markt - Gigabyte und Leadtek bieten ihre Karten schon für 20 Euro weniger an.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Da der Stromverbrauch geringer ist als bei der X850XT Platinum Edition, die XFX mit der GeForce 6800 GT öfters in der Performance hinter sich lassen kann, zeigt auch hier der Daumen nach oben. Die Lautstärke des Lüfters ließe sich sicherlich noch optimieren - hier zeigen wir demnächst, wie das möglich ist - aber immerhin lärmt der Referenzlüfter nicht so wie bei unserer NVIDIA-Karte.

Positive Punkte der XFX GeForce 6800 GT:

Negative Punkte der XFX GeForce 6800 GT:

Insgesamt kann diese Karte voll und ganz gefallen. Wer sich eine aktuelle High-End-Grafikkarte mit 16 Pixelpipelines leisten will, dem bleibt aktuell nur die Wahl zwischen einer ATI Radeon X850XT oder X800XL und einer GeForce 6800 GT. NVIDIA hat dabei sicherlich sehr gute Karten, denn das Preis/Leistungsverhältnis ist trotz hohem Niveau in Ordnung.

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