MSI GeForce NX6800LE

Veröffentlicht am: von
Wie man an unseren letzten Grafikkartentests gesehen hat, sind die PCI-Express-Grafikkarten immer stärker präsent auf dem Markt und so wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis PCI-Express-Grafikkarten den Markt dominieren werden. Aber bis AGP ganz vom Markt verschwindet, wird es wohl noch eine Weile dauern, da die Mehrheit der PC-User noch Mainboards mit AGP-Schnittstellen besitzen. In unserem AGP-Grafikkarten-Roundup haben wir schon die wichtigsten aktuellen AGP-Grafikkarten getestet. So fehlt uns immer noch ein Test einer NVIDIA GeForce 6800 Ultra. Die Verfügbarkeit dieser Grafikkarte ist trotz der langen Zeit seit der Veröffentlichung noch sehr schlecht. Am unteren Ende fehlen uns noch die normale GeForce 6800 und GeForce 6800LE, die vor allen Dingen bei Gamern aufgrund des Preis/Leistungsverhältnisses sehr beliebt sein dürfte. Letztere haben wir nun zum Testen bekommen.

Bei unserem heutigen Testobjekt handelt es sich um die MSI NX6800LE - dabei handelt es sich um eine GeForce 6800LE-Grafikkarte. Die GPU wurde in 130-nm-Fertigungstechnik hergestellt. Die Grafikkarte ist mit 300 MHz GPU und 350 MHz RAM getaktet und verfügt über 128 MB RAM DDR-I. Dabei ist der Speicher mit 256 Bit angebunden. Die Grafikkarte verfügt über 4 Vertex-Shader und 8 Pixel-Pipelines - damit verfügt die GeForce 6800LE nur über halb so viele Pixelpipelines wie die Top-Modelle von NVIDIA. Wir werden uns nicht näher mit den technischen Spezifikationen der GeForce 6800-GPU befassen und verweisen daher auf den Technik-Artikel über die GeForce 6800 Ultra, da die GPUs der 6800-Serie alle gleich aufgebaut sind. CineFX 3.0, Intellisample 3.0 und viele andere Features finden sich gleichsam auch in dieser NV40-Karte.

Die Grafikkarte ist wie typisch für NVIDIA im Vergleich zu den ATI-Grafikkarten ein paar Zentimeter länger. Wir sehen zudem, dass die Grafikkarte über den Standard-Kühler von NVIDIA verfügt. Etwas irreführend ist der Aufkleber auf der Kühlerabdeckung. Es handelt sich nicht um eine Quadro FX, sondern um eine GeForce 6800LE. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Versehen seitens MSI. Die Retail-Varianten werden wahrscheinlich ein anderes Aussehen besitzen.

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden eine Tabelle mit dem aktuellen Line-Up von AGP-Grafikkarten von NVIDIA. Zum Vergleich ist die GeForce FX 5850 Ultra angeführt, die eine Generation älter ist.

Wir sehen, dass es sich bei der GeForce 6800LE um die langsamste Grafikkarte der GeForce 6800-Serie handelt. Die GeForce 6800LE verfügt zwar über eine 256-Bit-Speicheranbindung, aber aufgrund des langsamen DDR-1-RAMs müssen wir abwarten, ob sie sich signifikant von der GeForce 6600 GT absetzen kann. Diese verfügt ebenso wie die GeForce 6800LE über 8 Pixelpipelines. Zudem verfügt sie über schnellen GDDR3-RAM, der leider nur mit 128 Bit angebunden ist. Dafür ist diese GPU in 110-nm-Fertigungstechnik hergestellt worden und taktet mit 500 MHz GPU und 500 MHz RAM. Warten wir also die nächsten Seiten ab und lassen die Benchmarks sprechen.

Auf der nächsten Seite werden wir einen kurzen Blick auf die MSI NX6800LE.


Bei der MSI NX6800LE handelt es sich um eine typische GeForce 6800LE-Grafikkarte. Das PCB gleicht dem Referenzdesign von NVIDIA und auch der Kühler entspricht der Norm. Der Kühlkörper ist so designed, dass keine Slots unter der Grafikkarte blockiert werden - allerdings sollte man möglichst trotzdem einen Slot freilassen, damit die Belüftung der Grafikkarte nicht zum Problem werden kann. Den Lüfter kann man im Betrieb auch deutlich hören. Auch im 2D-Betrieb ist das Drehen des Lüfters deutlich zu hören, sodass diese Grafikkarte nicht unbedingt für Silent-User geeignet ist. Unter Last wird die Grafikkarte noch ein Stück lauter. Dies kann den einen oder anderen sicherlich stören. Wer aber während des Zockens seine Lautsprecher aufdreht oder Kopfhörer aufsetzt, wird dieses Manko nicht weiter stören.

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Hier sehen wir die Spannungswandler sowie den schwarzen Stromstecker für die externe Stromversorgung.

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Grafikkarte verfügt über einen VGA-Anschluss, einen DVI-Anschluss und einen TV-Out.

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Speicherbausteine befinden sich wie für NVIDIA typisch unter dem Kühlkörper. Daher haben wir den Kühler abmontiert und ein Foto von dem RAM gemacht. Es befinden sich vier Paare von BGA-Modulen um die GPU platziert, die jeweils 32 MB groß sind und so insgesamt 128 MB ergeben. Man sieht auf dem Foto, dass es sich bei dem Speicher um Modelle von Hynix handelt. Leider kann man die Beschriftung nicht so gut erkennen. Es handelt sich um DDR-I-Module (HY5DU283222AF-28), die mit 256 Bit angebunden sind und an denen eine Spannung von 2,5 Volt anliegt. Mit 2,8 ns Zugriffszeit ist der Speicher für 350 MHz Taktfrequenz zugelassen. Er läuft also innerhalb seiner Spezifikationen.

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der Rückseite befinden sich keine Bauelemente oder Speicherchips - hier ist nur die Kühlkörperbefestigung zu sehen.

Werfen wir noch einen Blick auf den Inhalt und die Verpackung der Grafikarte:

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wir können auf dem oberen Foto erkennen, dass der Grafikkarte eine Menge Software beigefügt sind. So liegen der Grafikkarte folgende Beigaben bei:

Die Ausstattung der Grafikkarte ist also ziemlich reichlich. Es liegen mit XIII und Prince of Persia auch einigermaßen aktuelle Spiele bei, womit man die Grafikkarte ein wenig ausloten kann. MSI ist hier eine der großzügigsten Firmen, sodass man auch einen DVD-Player und andere Software mit beilegt, die nicht unbedingt etwas mit Grafikkarten zu tun haben. Auch an Kabeln ist alles vorhanden - ein DVI-Adapter und ein TV-Out-Kabel findet man in der Verpackung, der Stromadapter ist zwingend notwendig.

Kommen wir auf der nächsten Seite zur Stromaufnahme und die Overclocking-Fähigkeiten der MSI NX6800LE.


Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Zunächst die Werte im Idle-Modus:

Die Stromaufnahme unter Last ist natürlich interessanter:

Im Idle-Modus befindet sich die GeForce 6800LE im Mittelfeld, erst unter Last sieht man, dass die Grafikkarte im Vergleich zu den anderen Grafikkarten recht wenig Strom verbraucht. Dies ist wohl auf die relativ langsam getaktete GPU und den langsamen Speicher zurück zu führen. Hier verbrauchen gerade die schnellen 6800er-Karten aufgrund der höheren Taktung und schneller getaktetem sowie doppelt so großen Speicher mehr.

Selbstverständlich haben wir uns auch die Overclockingfähigkeiten der Grafikkarten angesehen. Da die GPU theoretisch dieselbe ist, wie bei einer Geforce 6800 Ultra, sind wir natürlich gerade beim GPU-Takt gespannt. Der DDR1-Speicher läuft mit 350 MHz bereits innerhalb seiner Spezifikation, da er eine Zugriffszeit von 2,8 ns besitzt - hier wird also nur noch wenig möglich sein.

Wir konnten die GPU um 40 MHz übertakten, was einer Steigerung von 13 % entspricht. Der Speicher ließ sich bei uns nur um geringe 10 MHz erhöhen, was einer Steigerung von 3 % entspricht. Aufgrund von DDR-I ist dies auch nicht sehr verwunderlich. Wahrscheinlich befindet sich der Speichertakt fast schon an seiner oberen Grenze. Diese Grafikkarte eignet sich somit nicht sonderlich gut für Übertaktungsversuche. Der erreichte Geschwindigkeits-Zuwachs liegt bei 3DMark bei immerhin 600 Punkte - erwartet hatten wir aber gerade bei der GPU etwas mehr.

Auf ein Freischalten von Pipelines mit dem Rivatuner haben wir an dieser Stelle verzichtet - hier haben wir demnächst noch eine andere Grafikkarte im Test, bei der wir auf diese Besonderheiten genauer eingehen.

Kommen wir nun zu unserem Testsystem.


Um möglichst vergleichbare Werte liefern zu können, benötigen wir natürlich auch eine immer gleich bleibende Plattform. In der unteren Auflistung sieht man die benutzte Hardware und Software. Wir haben unser Windows XP auf Service Pack 2 aktualisiert und benutzen auch neue Treiber sowie DirectX 9.0c. Mit dieser Konfiguration werden wir versuchen, möglichst lange unsere Tests durchführen zu können. Wenn natürlich gravierende neue Entwicklung entstehen, werden wir uns gegebenfalls darauf umstellen.

Wir benutzen nun auch aktualisierte Treiber, die die neuesten Grafikkarten unterstützen. Für die zukünftigen Tests werden wir auch diese Versionen verwenden, damit eine möglichst objektive Vergleichbarkeit vorhanden ist. Wir haben in den Treiberoptionen versucht, alle verzerrenden Optimierungen auszustellen. FSAA und AF werden jeweils hinzugeschaltet. In den Benchmarks werden die jeweiligen Einstellungen angegeben.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Kommen wir nun zu den Benchmarks.


Codecreatures Benchmark 1024x768 4xAA 16xAF (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024 2xAA 16xAF

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024 4xAA 16xAF

Codecreatures Benchmark 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

In diesem Benchmark sieht die MSI NX6800LE nicht sonderlich gut aus. Sie ist fast immer auf den letzten Rängen zu finden. Nur bei 1280x1024 4xAA 16xAF befindet sich die GeForce 6800LE vor der GeForce 6600 GT. Anscheinend scheint der wesentlich geringere Takt der GPU und des Speichers sich negativ auf die Performance auszuwirken.

Kommen wir zum zweiten Benchmark, Quake 3 Arena.


Quake 3 Arena 1024x768 4xAA 16xAF (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024 2xAA 16xAF

Quake 3 Arena 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024 4xAA 16xAF

Quake 3 Arena 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Hier sieht es schon besser aus. Vor allem bei den hohen Auflösungen mit eingeschaltetem AA und AF befindet sich die GeForce 6800LE im Mittelfeld. Wahrscheinlich kann die Grafikkarte mit diesen Einstellungen ihr 256-Bit-Speicheranbindung ausnutzen.

Auf der nächsten Seite testen wir die Performance in Unreal Tournament 2003.


Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA 16xAF Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 1024 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA 16xAF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x1024 2xAA 16xAF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x1024 2xAA 16xAF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x1024 4xAA 16xAF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x1024 4xAA 16xAF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA 16xAF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA 16xAF Botmatch

Unser Kommentar:

Einschlechtes Ergebnis - die GeForce 6800LE befindet sich überwiegend auf dem letzten Platz. Auch hier scheinen die niedrigen Taktraten und die 8 Pixelpipelines der Grafikkarte der Grund für das schlechte Abschneiden zu sein. Die FPS sind aber dennoch ausreichend hoch, um das Spiel flüssig spielen zu können.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA 16xAF (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA 16xAF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA 16xAF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Bei diesem Benchmark sehen die Ergebnisse erfreulicher aus. Die GeForce 6800LE kann sich vor der GeForce 6600 GT positionieren und insbesondere bei hohen Einstellungen mit aktiviertem AA und AF kann sich die MSI-Grafikkarte von der GeForce 6600 GT absetzen.

Auf der nächsten Seite kommen wir zu Splinter Cell.


Splinter Cell 1024x768 4xAA 16xAF (Ubisoft)

Tom Clancy's Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Splinter Cell 1280x1024 2xAA 16xAF

Splinter Cell 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024 4xAA 16xAF

Splinter Cell 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Splinter Cell läuft auf der GeForce 6800LE in allen Auflösungen und Einstellungen mit ausreichend hohen Framezahlen. Dabei liegt sie knapp hinter der GeForce 6600 GT.

X2 - The Threat steht auch auf unserem Programm.


X2 Demo 1024x768 4xAA 16xAF (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024 2xAA 16xAF

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1280x1024 4xAA 16xAF

X2 Demo 1280x1024 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Hier sieht die Grafikkarte mit ausgeschaltetem AA und AF nicht gut aus und landet prompt auf dem letzten Platz. Bei 4xAA und 16xAF sieht man aber, dass die GeForce 6800LE zulegen kann, und so findet man die MSI-Grafikkarte im Mittelfeld.

FarCry ist auf der nächsten Seite an der Reihe.


FarCry 1024x768 4xAA 16xAF (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

Farcry 1280x1024 2xAA 16xAF

FarCry 1600x1200

FarCry 1280x1024 4xAA 16xAF

FarCry 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Auch hier ist es nicht gut um die GeForce 6800LE gestellt. Wieder einmal scheinen die niedrigen Taktraten die Grafikkarte abzubremsen.

Die Call of Duty-Benchmarks präsentieren wir auf der nächsten Seite.


Call of Duty 1024x768 4xAA 16xAF (Activision)

Call of Duty ist ein weiterer Shooter, der auf der Quake 3-Engine beruht. Die Engine wurde auch hier wieder deutlich aufgebohrt. Das neue Rendering-System ist für 200.000 Polygone gut und bietet Pixel- und Vertex-Shader-Support. Ebenfalls wurden die Animationen verbessert. Die Benchmarks wurden mit einer Quake 3-typischen Multiplayer-Timedemo erstellt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, volle Detailstufen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Call of Duty 1280x1024 2xAA 16xAF

Call of Duty 1600x1200

Call of Duty 1280x1024 4xAA 16xAF

Call of Duty 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Ein weiterer Benchmark, wo die MSI GeForce 6800LE nicht positiv auffallen kann. Obwohl die Grafikkarte über eine 256-Bit-Speicheranbindung verfügt, sind die Taktfrequenzen zu gering, um eine bessere Platzierung zu erreichen. Zudem scheinen die langsam getakteten 8 Pixelpipelines die Grafikkarte auszubremsen - die GeForce 6600 GT kommt hier mit 200 MHz mehr GPU-Takt bei derselben Anzahl von Pipelines durchweg besser zurecht.

Unreal Tournament 2004 zeigen wir auf der nächsten Seite.


Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1024x768 4xAA 16xAF (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1280x1024 2xAA 16xAF

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1280x1024 4xAA 16xAF

Unreal Tournament 2004 - Botmatch - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Die Ergebnisse sind genauso wie bei UT 2003. Die Framezahlen sind dennoch noch ausreichend, um das Spiel einigermaßen flüssig spielen zu können.

Die Tests mit Doom 3 präsentieren wir auf der nächsten Seite.


Doom 3 - 1024x768 4xAA 16xAF (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 - 1280x1024 2xAA 16xAF

Doom 3 - 1600x1200

Doom 3 - 1280x1024 4xAA 16xAF

Doom 3 - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Bei Doom 3 kann die GeForce 6800LE auch nicht punkten. Die GeForce 6600 GT liegt bei den niedrigen Auflösungen und bei ausgeschaltetem AA und AF vor der MSI-Grafikkarte. Erst bei den hohen Auflösungen mit 4xAA und 16xAF kann sich die GeForce 6800LE knapp vor der GeForce 6600 GT positionieren. Dann sind die Frameraten aber schon zu niedrig, um das Spiel vernünftig zu spielen.

Auf der nächsten Seite testen wir die Performance der Karten in dem synthetischen Benchmark 3DMark 2003.


3DMark 2003 - 1024x768 4xAA 16xAF (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Bei den Grafikkartentest kann es jedoch schon zu Abweichungen kommen - aber für einen groben Vergleich kann man den 3DMark 2003 schon verwenden. Die Standard-Auflösung fahren wir jedoch nicht.

3DMark 2003 - 1280x1024 2xAA 16xAF

3DMark 2003 - 1600x1200

3DMark 2003 - 1280x1024 4xAA 16xAF

3DMark 2003 - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Auch in diesem Benchmark sind die Verhältnisse zwischen der GeForce 6800LE und der GeForce 6600 GT identisch. Die GeForce 6600 GT kann sich bei den niedrigeren Auflösungen und bei deaktiviertem AA und AF vor der MSI-Grafikkarte einfinden. Erst bei den hohen Auflösungen mit aktviertem AA und AF kann sich die GeForce 6800LE vor der GeForce 6600 GT positionieren. Hier scheinen dann die 256 Bit der Speicheranbindung von Vorteil zu sein.


Aquamark 1024x768 4xAA 16xAF (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die professionelle Version und geben hier die erreichten durchschnittlichen FPS an, da dies bei einem Grafikkartenvergleich am Wichtigsten ist.

Aquamark - 1280x1024 2xAA 16xAF

Aquamark - 1600x1200

Aquamark - 1280x1024 4xAA 16xAF

Aquamark - 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Leider sieht es auch bei diesem Benchmark nicht gut aus für die MSI NX6800LE. Sie befindet sich durchgehend auf einen der letzten Plätze.

Auf der nächsten Seite kommen wir zum Fazit und zu den Empfehlungen.


Auf den vorigen Seiten haben wir gesehen, dass die MSI NX6800LE nicht mit dem Top-Modellen von NVIDIA und ATI mithalten kann und dass sogar die GeForce 6600 GT meistens besser ist. Obwohl die GeForce 6800LE über eine 256-Bit-Speicheranbindung verfügt, kann die Grafikkarte diesen Vorteil gegenüber einer GeForce 6600 GT nicht ausnutzen, da die GPU um 200 MHz langsamer taktet, nämlich 300 MHz gegen 500 MHz der GeForce 6600 GT. Auch der Speicher ist langsam getaktet - mit 350 MHz ist der DDR1-RAM der GeForce 6800LE um ganze 150 MHz langsamer als der GDDR3 der GeForce 6600 GT. Dadurch unterscheiden sich die Speicherbandbreiten der beiden Karten nicht sehr - die GeForce 6800LE besitzt 24,4 GB/s, die GeForce 6600GT immerhin 16 GB/s.

Auch lässt das Übertaktungspotenzial zu wünschen übrig. Die GPU konnten wir um 40 MHz übertakten und den Speicher um nicht erwähnenswerte 10 MHz. Bei der GeForce 6600 GT konnten wir die GPU um 50 MHz und den Speicher um 40 MHz übertakten. Selbst im übertakteten Zustand erreicht die GeForce 6800LE nur 7386 Punkte, wobei die GeForce 6600 GT im nicht-übertakteten Zustand 7608 Punkte im 3DMark03 erreichte.

Daher stellt sich die Frage, ob sich der Kauf einer GeForce 6800LE überhaupt lohnt. In unserem Preisvergleich findet man die MSI NX6800LE für ungefähr 230 Euro. Eine NVIDIA GeForce 6600 GT bekommt man schon für unter 200 Euro. Deswegen empfehlen wir eher den Kauf einer GeForce 6600 GT, da diese zum einen günstiger ist und zum anderen in den meisten Benchmarks schneller lief als die MSI NX6800LE. Wir hätten uns mehr von der GeForce 6800LE erwartet, da sie über die bessere GPU als die GeForce 6600 GT verfügt und auch mehr kostet. Aber die geringeren Taktfrequenzen der GPU und des RAMs scheinen das Potenzial der Grafikkarte stark einzuschränken, weshalb die günstigere GeForce 6600 GT durch die hohen Taktraten von 500 MHz GPU und 450 MHz RAM punkten kann.

 Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

An der GeForce 6800LE können wir sehen, dass die schnellere GPU nicht gleichbedeutend sein muss mit einer schnelleren Grafikkarte. Entscheidend ist die Gesamtausstattung der Grafikkarte. Und hier ist die GeForce 6800LE im Nachteil gegenüber einer GeForce 6600 GT, die zwar nur über ein 128-Bit-Speicherinterface besitzt, dafür aber auch über schnellere Taktfrequenzen und besseren RAM verfügt. Der Name zieht hier - die 6800er-Serie ist im oberen Bereich halt schneller. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum NVIDIA die 6800LE nur im OEM-Segment sehen wollte und für den Retail-Markt eher die 6600 GT vorsieht.

Für Tweaker gibt es natürlich noch eine Chance, die 6800LE tatsächlich noch auf höhere Performancewerte zu bringen: Der Rivatuner könnte die abgeschalteten Pixelpipelines und Vertexeinheiten wieder zuschalten, wenn diese nicht aufgrund eines Defektes abgeschaltet worden sind. In einem der nächsten Grafikkartenreviews werden wir mit einer anderen GeForce 6800LE genau dies testen...

Positive Punkte der MSI NX6800LE:

Negative Punkte der MSI NX6800LE:

Weitere Links:

Weitere Grafikkarten-Reviews finden Sie in unserer Testdatenbank unter Grafikkarten (aktuell über 1300 Grafikkartentests vorhanden).

Noch Fragen zum Review? Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!