Gigabyte 3D1 - Die Doppelherz-Grafikkarte

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Für wirklichen Trubel sorgte das Auftauchen einer Dual-GPU-Grafikkarte mit NVIDIA-Grafikchips vor wenigen Wochen. Gigabyte stellte die "3D1" vor, eine PCI-Express-Grafikkarte, die auf zwei GeForce 6600 GT-Chips basiert. Doch schnell wurde klar, dass hier altbewährte Technik zum Einsatz kommt, denn die Karten werden über einen internen SLI-Link verbunden. Trotzdem ließ Gigabyte sich die Techologie hinter der 3D1 patentieren und sorgte damit wieder für Aufsehen. Zeit für uns, der ersten Dual-GPU-Karte mit NVIDIA-GPUs unter den Rock zu schauen.

Im Grunde verbirgt sich hinter der Gigabyte 3D1 kein wirkliches Geheimnis, wenngleich die Entwicklung und Produktion bei Gigabyte unter strengster Geheimhaltung stattfand und nicht einmal NVIDIA von dem Projekt wusste. Gigabyte hat auf einer PCI-Express-Grafikkarte zwei NVIDIA GeForce 6600 GT-GPUs vereint und verbindet diese auf einer Platine mit Hilfe von NVIDIAs SLI-Technologie. Im Endeffekt besitzt man also zwei GeForce 6600 GTs auf einer einzelnen Karte, die sonst als Steckbrücke ausgeführte SLI-Brücke wird auf dem PCB direkt realisiert.

Sind nun zwei Karten besser oder eine? Gibt es Vorteile durch die Paarung auf einer Karte? Was leistet Gigabytes Lösung im Vergleich zu einer normalen PCI-Express-Karte und gegenüber SLI-Grafikkarten? Wir versuchen dies alles in diesem Test zu klären.

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Einen Blick auf die Performance eines SLI-Systems mit NVIDIA GeForce 6600 GT, GeForce 6800 GT und GeForce 6800 Ultra konnten wir bereits in unserem SLI - Performance-Review werfen. In einem zweiten Test untersuchten wir, wie sich eine starke CPU auf die SLI-Performance auswirkt und testeten die GeForce 6800 Ultra-Karten mit einem Vapochill-System. Umso gespannter waren wir auf die Performance der Gigabyte 3D1. Doch erst einmal wollen wir einen Blick auf die komplette NVIDIA-Lineup für PCI-Express werfen:

Natürlich lässt sich die Gigabyte 3D1 hier nicht so einfach in eine Tabelle setzen, wir können sie aber einfach als ein SLI-System ansehen. Gigabyte wirbt zwar mit einem "256-Bit"-Memory-Bus, im Endeffekt handelt es sich aber um zwei separate 128-Bit-Busse der GeForce 6600 GT-GPUs. Auch ansonsten verfügt die Karte über sämtliche GeForce 6600 GT-Features und -Taktraten.

Mehr oder weniger unspektakulär verhält sich die Karte nach der Windows-Installation. Es werden zwei NVIDIA GeForce 6600 GT-Karten erkannt, die sich nach der Installation eines SLI-fähigen Treibers zu einem SLI-System zusammenfügen lassen. Dies muss zunächst auch vorgenommen werden - ansonsten liegt der 2. Teil der Grafikkarte brach.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die Gigabyte 3D1 Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking:


Aufgrund der Tatsache, dass gleich zwei NVIDIA GeForce 6600 GT-Grafikprozessoren und jeweils 128 MB Grafikspeicher verbaut werden mussten, ist das PCB der Gigabyte 3D1 recht mächtig und entspricht der Größe einer NVIDIA GeForce 6800 GT. Gigabyte hat dem Ganzen ein kompaktes Kupferkleid aufgesetzt, welches durch zwei entgegengesetzt drehende Lüfter gekühlt wird. Für die Ausgabe auf einem entsprechenden Endgerät hat Gigabyte einen DVI für die digitale und jeweils einen D-Sub und TV-Out für die analoge Ausgabe verbaut. Theoretisch könnte auch noch der zweite Grafikkern zwei Ausgänge zur Verfügung stellen, die hier jedoch nicht genutzt werden.

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Eigentlich benötigt eine NVIDIA GeForce 6600 GT für PCI-Express keine direkte Stromversorgung vo, Netzteil, da der PCI-Express Bus die Karten bereits mit 75 Watt versorgt. Da aber gleich zwei Grafikherzen auf dieser Platine arbeiten, verfügt die 3D1 über einen zusätzlichen Stromanschluss, um den PCI-Express-Bus nicht zu überlasten. 

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Standardmäßig werden auch die Spannungswandler sehr heiss, so dass sich Gigabyte dazu entschloss, diese ebenfalls mit einem Kupferkühler zu versehen, der allerdings nicht aktiv gekühlt wird.

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Auf der Rückseite der Karte sind nur wenige größere Bauteile zu erkennen. Gigabyte hat die kompletten 256 MB Grafikspeicher auf der Vorderseite untergebracht, so dass auf eine Kühlung der Rückseite verzichtet werden kann. Ob man in der marktreifen Version auf einen andere Kühlerhalterung zurückgreifen wird, bleibt abzuwarten.

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Bei dem uns zur Verfügung gestellten 3D1-Modell handelte es sich um ein recht frühes Sample in der Revision 0.1, allerdings dürfen keine größeren Sprünge und der Performance oder dem Layout zur serienreifen Version erwartet werden. Wir nehmen an, dass sich diese Version bewährt hat und auch in dieser Form in den Handel gelangt. Die Karte soll bereits in Kürze bei den Händlern in den Regalen liegen.

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Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, den Kühlkörper von der Karte abzumontieren, um einen Blick auf die Komponenten werfen zu können. Sehr schön ist die Anordnung der Speicherbausteine jeweils um die CPU zu erkennen. Dies ist auch ein Indiz dafür, dass Gigabyte hier nur die zwei jeweiligen 128-Bit-Anbindungen verwendet. Ebenfalls zu sehen sind die einzelnen Kontakte, die von der jeweiligen GPU zum PCI-Express-Stecker führen. Jeder NVIDIA GeForce 6600 GT-Chip verfügt über jeweils acht PCI-Express-Lanes, die dann zu einer PCI-Express x16-Karten zusammengeführt werden.

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Hier zu erkennen ist eine der beiden NVIDIA GeForce 6600 GT-GPUs, die mit dem Referenztakt von 500 MHz arbeiten.

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Der verbaute Samsung Speicher taktet allerdings mit 1120 MHz und liegt damit gut 120 MHz über der Taktrate der Referenz-GeForce 6600 GT. Gigabyte wirbt mit einer 256-MB-Grafikkarte und 256 Bit Speicherinterface. Doch hier haben die Marketing-Strategen wieder den Vorrang vor technischem Sachverstand gehabt, denn beide Werte spiegeln nicht das technische Leistungsvermögen der 3D1 wieder. Denn jeder Chip kan nur auf 128 MB Grafikspeicher zurückgreifen, der jeweils mit 128 Bit angebunden ist. Gigabyte hat beide Werte einfach addiert, ohne sich über deren Bewertung Gedanken zu machen.

Schön ist hingegen die Verwendung von Samsung GC16-GDDR3, denn diese Speichermodule sind mit 1,6 ns bis 1250 MHz zugelassen. Die GeForce 6600 GT-GPUs können also auf einen sehr schnellen Speicher zurückgreifen.

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Da uns Gigabyte ein Sample der Karte ohne jegliches Zubehör schickte, wird man abwarten müssen, was alles an Lieferumfang beiliegen wird, wenn die 3D1 im Bundle mit dem Gigabyte K8NXP-SLI verfügbar ist. Mit der Verfügbarkeit wird gegen Ende Januar gerechnet. Das Bundle soll dann für zirka 500€ erhältlich sein.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Stromaufnahme, die Overclocking-Fähigkeiten und die Lautstärke der Karte.


Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder Ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Die beiden Gigabyte-Lüfter gehören schon mit zu den leiseren Modellen. Auch regelt die Karte im 2D-Betrieb nicht herunter, was bei einem permanenten hellen Surren mit der Zeit recht nervig wird. Zu vergleichen sind nur die Werte der Tests mit dem AMD Athlon 64 3500+-Testsytem, da hier im gleichen Testumfeld gemessen wurde. Im Vergleich zu den anderen Messungen können leichte Unterschiede entstehen.

Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant:

Natürlich liegt die Gigabyte-Karte hier auf dem gleichen Niveau wie die GeForce 6600 GT-SLI-Konfiguration - die geringen Unterschiede kommen wohl zustande, da die Karte einen anderen Lüfter verwendet, sie den Strom über unterschiedliche Art und Weise aufnimmt und wandelt und wir in der Berechnung der Leistung auch Mittelwerte verwenden. Im Vergleich zu unserem High-End-SLI-System mit Vapochill und AMD Athlon 64 FX-55 ist die 3D1 natürlich ein wahres Stromsparwunder. Im Vergleich zu anderen High-End-Karten liegt man im Mittelfeld.

Auch NVIDIA muss natürlich auf die Stromaufnahme der kommenden GPUs achten, denn viel mehr lässt sich hier nicht sinnvoll verwirklichen. In unserem Fall - lässt man die Beachtung einzelner 12-V-Leitungen innerhalb des Netzteils einmal weg - sollte man bei einem Wirkungsgrad eines sehr guten Netzteils von 80% also ein Modell besitzen, welches dauerhaft in jedem Fall knapp 300 bis 360 W bereitstellen kann. Im Idealfall sollte man also auch hier ein Netzteil mit über 400 W einsetzen, um noch ein wenig Luft zu haben, denn viele Netzteile besitzen einen schlechteren Wirkungsgrad bei hoher Belastung. Hinzu kommt, dass einzelne 12-V-Leitungen sowohl für die CPU wie auch für die sonstigen Komponenten verwendet werden könnten - die Empfehlung von NVIDIA mit 480 W hat also seine Berechtigung, um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System natürlich Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick:

Im Idle-Modus muss sich NVIDIA etwas für die kommenden Grafikkarten einfallen lassen. Im Vergleich zu den ATI-Karten verbraucht man hier zu viel Saft - 20 W weniger sollten es schon sein. ATI hat hierfür in die neuen R480-Chips bereits Stromsparfeatures aus der Radeon Mobility-Serie eingebaut - NVIDIA dürfte es also auch nicht schwerfallen, hier entsprechend nach zu rüsten und Features aus der GoForce 6-Serie in die Desktop-Rechner zu überführen. Gerade wenn die 3D-Features nicht benötigt werden, können diese in vielen Fällen komplett deaktiviert werden.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich fordern wollten wir das Muster jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 110-nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob NVIDIA noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade der Speicher sollte mit den 1,6 ns in der Lage sein, noch etwas schneller zu arbeiten.

Die Karte zeigt ein recht ordentlichen Overclockingpotenzial, denn mit einem um fast 50 MHz erhöhten GPU- und einem um 100 MHz erhöhtem Speichertakt stiegen natürlich auch die Benchmarkergebnisse deutlich an. Da auch viele Single-GeForce 6600 GT-Karten beim GPU-Takt nicht höher kommen, sind wir zufrieden - beim Speicher erreichen wir die tatsächliche Taktfrequenz des GDDR3 fast, auch dies ist nicht schlecht.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


Gigabyte schickte uns zusätzlich zur 3D1 noch das K8NXP-SLI-Mainboard mit NVIDIA nForce4-SLI-Chipsatz, welches wir ebenfalls in den kommenden Tagen einem ausführlichen Test unterziehen werden. Die Grafikkarte war auch nur auf dem K8NXP-SLI-Mainboard zur Arbeit zu bewegen. Auf unserem ASUS A8N-SLI war kein Betrieb der Karte möglich. Gigabyte könnte hier eine Art Sperre verbaut haben, in welcher Form diese vorliegt, ist uns leider nicht bekannt. Für die Benchmarks mussten wir also statt dem bislang verwendeten ASUS-Board das Gigabyte-Board verwenden, wir nutzen jedoch dieselben Einstellungen, um die Abweichungen möglichst gering zu halten.

Allerdings ergaben sich hier deutliche Probleme, da das Gigabyte K8NXP-SLI einen knapp 15 bis 20% niedrigeren Speicherdurchsatz hat. Gerade in niedrigen Auflösungen (1024x768 und darunter) wirkt sich dieses aufgrund einer höheren Abhängigkeit des Systems vom Speicherdurchsatz aus. Eine Korrektur über Bioseinstellungen war nicht möglich, auch verwendeten wir das aktuellste Bios. Das ASUS-Board lieferte im Vergleich deutlich bessere Werte, selbst mit schnellsten Timings war das Gigabyte-Board nicht wirklich auf Trab zu bringen.

Als Fazit für diese Schwäche kann man also in den niedriger auflösenden Bereichen knapp 2 bis 3% Performance auf die Gigabyte 3D1 heraufrechnen. In höher auflösenden Benchmarks und Settings mit Antialiasing und anisotopischer Filterung spielt die Abweichung so gut wie keine Rolle,  weil die Spiele dann hauptsächlich grafiklastig sind. Eine komplette neue Messung aller Karten auf dem Gigabyte-Board war leider nicht möglich, da uns die Grafikkarten nicht mehr alle vorliegen.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Wie schon für die bisherigen SLI-Tests kam auch wieder der ForceWare 66.93 zum Einsatz. Wir deaktivierten alle möglichen Optimierungen und glichen die Einstellungen den bisherigen an. Wir versuchen hier möglichst für ATI- und NVIDIA-Karten identische Setups zu finden, um keinen Hersteller zu bevorteilen. Allerdings sind wir kein Gegner von Optimierungen - sofern man diese offenlegt und die Möglichkeit bietet, sie abzuschalten, finden wir Optimierungen sogar gut, wenn sie die Performance eines Spiels positiv beeinflussen, ohne die Bildqualität herabzusenken.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks:


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier sieht man das typische Problem eines SLI-Systems bei nicht optimierter Software - das Grafikkarten-Set liegt dann nur auf dem Niveau einer einzelnen Grafikkarte oder sogar knapp darunter, da der zweite GPU nicht aktiv genutzt wird, aber ein Treiberoverhead besteht. Weil die Gigabyte 3D1 im Endeffekt eine SLI-Karte ist, verhält sie sich also hier wie eine typische GeForce 6600 GT. Da sie einen etwas schnelleren Speichertakt besitzt, kann sie sich in einigen Bereichen aber auch vor die GeForce 6600 GT setzen, aufgrund der höheren Speicherbandbreite.

3DMark 2003 1024x768 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Der Benchmark ist also mit dem gebührenden Abstand eines synthetischen Benchmarks zu betrachten.

3DMark 2003 1280x1024

3DMark 2003 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier liegt eine Optimierung für den SLI-Modus vor - und somit hat die Gigabyte 3D1 hier deutlich bessere Karten. Auch hier schlägt sie die GeForce 6600 GT im Paarbetrieb aufgrund des höheren Speichertaktes. Klare Sache - im 3DMark 2003 ist das SLI-Gespann sogar besser als eine GeForce 6800 Ultra.

3DMark 2005 1024x768 (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. Aufgrund der enormen Hardwareanforderungen muss man aber beachten, dass Grafikkarten, die weniger als 256 MB Speicher haben, nicht 3DMark 2005 ausführen können, wenn AA und AF eingeschaltet sind.

3DMark 2005 1280x1024

3DMark 2005 1600x1200

Unser Kommentar:

Was im 3DMark 2003 funktioniert, funktioniert auch hier - ein knapp besseres Ergebnis als zwei GeForce 6600 GT und dazu noch vor der GeForce 6800 Ultra-Karte.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, dass die Grafikhardware ähnlich wie bei 3DMark 2000 nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.


Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar:

Machen wir´s kurz: Kein SLI-Profil, deshalb ist die Leistung auf dem Niveau einer normalen GeForce 6600 GT. Nur durch den höheren Speichertakt liegt die Gigabyte 3D1 knapp über der GeForce 6600 GT.

Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test, weshalb auch DirectX 7-Grafikkarten nicht getestet werden können. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier gibt es ein SLI-Profil - und somit liegt die Twin-GeForce 6600 GT von Gigabyte wieder auf dem Niveau der High-End-Karten. Auch der Speichertakt, der bei der 3D1 ja etwas höher ist, scheint hier noch zu helfen. Im Endeffekt liegt die Karte deshalb zwischen einer GeForce 6800 Ultra und einer GeForce 6800 GT.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier existiert wieder kein SLI-Profil, deshalb liegt die Gigabyte 3D1 auf dem Niveau der GeForce 6600 GT.

DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32 Bit, die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch bei DroneZ liegt kein SLI-Profil vor - aber hier sind sowieso alle Karten gleich auf, da das Spiel hier am CPU-Limit läuft.

Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier liegt kein SLI-Profil vor, aufgrund der CPU-Limitation liegen auch hier wieder alle Karten praktisch gleich auf.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

!Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar:

Auch hier existiert kein SLI-Profil, deshalb liegt die Gigabyte 3D1 auch leider hier nur auf GeForce 6600 GT-Niveau.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Auch bei Return to Castle Wolfenstein existiert kein SLI-Profil - deshalb lässt sich die Performance mit der einer GeForce 6600 GT bis auf kleine Abweichungen vergleichen.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Thread entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

X2 hat leider auch kein SLI-Profil - auch hier liegt die doppelte GeForce 6600 GT auf dem Niveau einer einzelnen GeForce 6600 GT.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen DVD-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

FarCry besitzt ein SLI-Profil und deshalb läuft das Spiel hier sehr gut auf der Gigabyte 3D1. Im Endeffekt liegt die Karte hier auf dem Niveau zwischen einer GeForce 6800 Ultra und einer GeForce 6800 GT.


Call of Duty 1024x768 (Activision)

Call of Duty ist ein weiterer Shooter, der auf der Quake 3-Engine beruht. Die Engine wurde auch hier wieder deutlich aufgebohrt. Das neue Rendering-System ist für 200.000 Polygone gut und bietet Pixel- und Vertex-Shader-Support. Ebenfalls wurden die Animationen verbessert. Die Benchmarks wurden mit einer Quake 3-typischen Multiplayer-Timedemo erstellt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, volle Detailstufen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Call of Duty 1280x1024

Call of Duty 1600x1200

Call of Duty 1024x768 2xAA 16xAF

Call of Duty 1280x1024 2xAA 16xAF

Call of Duty 1600x1200 2xAA 16xAF

Call of Duty 1024x768 4xAA 16xAF

Call of Duty 1280x1024 4xAA 16xAF

Call of Duty 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Call of Duty besitzt wieder kein SLI-Profil und deshalb liegt die Gigabyte 3D1 hier auf dem Niveau der Geforce 6600 GT und fällt ebenso auf ein niedrigeres Niveau bei hohen Auflösungen mit 4x Antialiasing zurück.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch hier existiert kein SLI-Profil, deshalb fehlt auch hier der Performancevorteil der Gigabyte 3D1-Karte gegenüber den GeForce 6600 GT-Karten.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Bei Doom3 blüht die Karte richtig auf - und kann sich aufgrund der höheren Speicherbandbreite und des höheren Taktes auch vor das Zweigespann aus zwei GeForce 6600 GT setzen. Im Durchschnitt erreicht die Karte die Performance einer GeForce 6800 GT.


Halo 1.05 1024x768 (Bungie)

Das Spiel Halo kennt man sicherlich von der XBox - war es doch der Kassenschlager zum Launch der Konsole. Die PC-Version eignet sich bei niedrigeren Auflösungen sehr gut zum Benchen der CPU und der Mainboards, da sie nicht sehr grafikkartenlastig ist und somit je nach Takt und Speicherdurchsatz sehr gut skaliert. Bei hohen Auflösungen verschiebt sich hingegen die Last zur Grafikkarte.

Halo 1.05 1280x1024

Halo 1.05 1600x1200

Halo 1.05 1024x768 2xAA 16xAF

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Unser Kommentar:

Auch Halo hat ein SLI-Profil, deshalb sehen wir auch hier eine sehr gute Performance der Gigabyte 3D1. Auch hier liegt sie knapp vor der Standard-SLI-Kombination aus zwei GeForce 6600 GT, da der Speichertakt etwas höher ist.


Counterstrike: Source 1024x768 (Valve)

Counterstrike Source besitzt einen leistungsfähigen Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkartentechnisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn bei Mainboardreviews in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können. Hier können wir mit einer hohen Auflösung und Antialising die Last auf die Grafikkarte verschieben.

Counterstrike: Source 1280x1024

Counterstrike: Source 1600x1200

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Counterstrike: Source 1600x1200 4xAA 16xAF

Unser Kommentar:

Auch hier liegt ein SLI-Profil vor und die Gigabyte 3D1 kommt gut in Schwung und kann die einzelne GeForce 6600 GT deutlich abhängen. An eine GeForce 6800 GT kommt die Karte jedoch leider nicht heran - diese ist hier in diesem Fall noch schneller.


Half-Life 2 d1_canals_09 1024x768 (Valve)

Half Life 2 verwenden wir mit zwei Demos - d1_canals_09 und d1_town_01. Das Spiel ist der aktuelle Verkaufsschlager, hat sich aber durch die Zwangsregistrierung und Online-Aktivierung bereits einige Kritik einstecken müssen. Die Grafik ist hingegen hervorragend, ebenso das Gameplay, denn mit wild ballern kommt man bei diesem 3D-Egoshooter nicht unbedingt ans Ziel.

Half-Life 2 d1_canals_09 1280x1024

Half-Life 2 d1_canals_09 1600x1200

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Half-Life 2 d1_canals_09 1600x1200 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_town_01 1024x768

Half-Life 2 d1_town_01 1280x1024

Half-Life 2 d1_town_01 1600x1200

Half-Life 2 d1_town_01 1024x768 2xAA max. AF

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Half-Life 2 d1_town_01 1280x1024 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_town_01 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Bei d1_canals kann die Gigabyte 3D1 aufgrund des SLI-Profils sogar teilweise vor einer GeForce 6800 Ultra liegen, bei der d1_town kann die Karte leider nur knapp hinter der GeForce 6800 GT ins Ziel kommen. Aufgrund des etwas höheren Speichertaktes liegt die Karte auch hier minimal besser als ein normales SLI-Gespann aus zwei GeForce 6600 GT.


Wie auch bei unseren bisherigen SLI-Reviews gelten auch mit der Gigabyte 3D1 die gleichen Kritikpunkte. Das ist kein Wunder, denn die Karte besitzt natürlich zunächst einmal dieselben Schwächen:

Der erste Kritikpunkt war der Treiber - denn die SLI-Anwendungen müssen vom ForceWare unterstützt werden, um die Grafikkarten in einen SLI-Modus zu versetzen. Diese Unterstützung muss somit für jedes Spiel gegeben sein, auch wenn NVIDIA nach eigenen Angaben bereits 50 Spiele und Anwendungen im ForceWare 66.93 unterstützt. Das im Treiber hinterlegte Profil bestimmt, ob der SLI-Mode im Alternate Frame Rendering (AFR) oder Split Frame Rendering (SFR) ausgeführt wird. Ein eigenes Profil kann offiziell noch nicht erstellt werden, sodass NVIDIA für jedes neu erscheinende Spiel auch den passenden neuen Treiber liefern muss. Dies müsste dann bestenfalls im gleichen Tag geschehen, damit der Gamer nicht eine Woche mit dem neuen Game vor seinem SLI-System verbringt und darauf warten muss, dass der entsprechenden Treiber erscheint.

In der Zwischenzeit ist es aber auch möglich, das System für alle Spiele und Anwendungen auf den SLI-Modus festzulegen. Möglich wird dies durch die inoffiziellen ForceWare 71.20 Treiber und die nachfolgenden ForceWare-Treiber und den Registry Eintrag CoolBits 2. Der Benutzer kann das System dann auf den SLI-Mode festlegen und alle 3D-Anwendungen werden im SFR (Split Frame Rendering) Modus ausgeführt. Wenn man den AFR (Alternate Frame Rendering)-Modus ausführen möchte, muss ein Profil angelegt werden. Dazu muss die Datei "NvApps.xml" im Verzeichnis "/Windows/System32" editiert werden:

<PROFILE Label="Name des Spiels">
<APPLICATION Label="Dateiname der exe-Datei"/>
<PROPERTY Label="multichip_rendering_mode" Value="1 für AFR, 2 für SFR, 4 für Single GPU" Itemtype="predefined"/>
</PROFILE>

Allerdings kann kein stabiler Betrieb des Systems gewährleistet werden - es handelt sich praktisch um einen Treiberhack, den natürlich weder NVIDIA noch der Spielehersteller in irgend einer Form verifiziert haben. Über den Erfolg und Misserfolg dieser Methode sind noch einige Tests notwendig.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das zweite Problem der Karte ist neu - die Gigabyte 3D1 kann im Moment nur auf einem Gigabyte K8NXP-SLI eingesetzt werden. NVIDIA hat Gigabyte hier vermutlich noch einen weiteren Stein in den Weg gelegt. Dass SLI aufgrund des Treibers nur auf einem nForce 4 SLI-Board funktioniert, war schon bekannt. Hierzu haben sich die Kollegen von Anandtech ein paar Gedanken gemacht und einen Weg gefunden, ein nForce4 Ultra-Mainboard zu einem nForce4 SLI-Mainboard zu modifizieren. Nur drei Brücken rund um den Chipsatz sind dabei bei der SLI-Variante mehr geschlossen als beim nForce4 Ultra. Mit dem bekannten Bleistifttrick, war es nun möglich diese Brücken zu schließen. Nachdem auch die Jumper auf den SLI-Mode gesetzt wurden, war ein problemloser SLI-Betrieb möglich. Dabei wurden aber nicht wie bei SLI üblich die PCI-Express-Lanes in x8/x8 aufgeteilt, sondern es war nur ein Betrieb mit x16/x2 möglich.

Bei der Gigabyte 3D1-Karte testeten wir den Betrieb mit einem ASUS A8N-SLI ohne Erfolg - hier bootete das System noch nicht einmal. Es scheint also tatsächlich bislang nur möglich zu sein, die 3D1 im Set mit dem Gigabyte-Mainboard einzusetzen. Das schränkt den Käufer natürlich extrem ein - nicht nur beim Kauf des Mainboards, sondern auch beim Aufrüsten des Systems. Wenn es möglich wäre, die Karte in einem normalen x16-Mainboard zu verwenden, so wäre dies sicherlich empfehlenswerter - doch dies wird NVIDIA wohl nicht zulassen, um die SLI-Technik nicht auch für Mainboards mit Intel-, VIA- oder anderen Chipsatzherstellern zu öffnen.

Erschwerend für den SLI-Betrieb kommt hinzu, dass manche Games, die den SLI-Betrieb nicht unterstützen, langsamer ablaufen, wie die gleiche Konfiguration mit nur einer Grafikkarte. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass SLI zwar nicht aktiviert ist, der Treiber aber trotzdem die beiden Grafikkarten adressiert und so die CPU-Last steigt. Diesen Effekt versucht Gigabyte mit einem höheren Speichertakt zu begegnen - mit Erfolg, denn die Karte ist in den meisten Spielen knapp schneller als eine einzelne 6600 GT-Karte, wenn SLI nicht unterstützt wird. Wird SLI unterstützt, ist die Karte dann auch etwas schneller als das normale 6600 GT-Duo.

Verbessern muss Gigabyte noch am Gigabyte K8NXP-SLI, weshalb man zur bereits guten Performance der Gigabyte 3D1 noch zwei bis drei Prozent hinzurechnen muss. Das Board besitzt im Vergleich zum ASUS A8N-SLI Deluxe eine deutlich schlechtere Speicherbandbreite des Mainboards, die wir wie beim Punkt Testsystem angesprochen auch nicht mit Tricks verbessern konnten. Aus diesem Grund sind die Benchmarks im Vergleich etwas ungenau - dies bitten wir zur berücksichtigen. Die Karte hätte sicherlich auf einem schnellen Board noch besser ausgesehen. Hier kann Gigabyte aber sicherlich mit einer der nächsten Bios-Versionen noch nachlegen.

Positive Punkte der Gigabyte 3D1:

Negative Punkte der Gigabyte 3D1:

Die Frage nach dem Preis wäre noch zu beantworten. Im Set mit dem K8NXP-SLI wird die Gigabyte 3D1 knapp 500 Euro kosten. Geht man davon aus, dass der Preis auf der Straße noch etwas niedriger ist und zieht man knapp 150 Euro für das gut ausgestattete Board ab, dann darf man für die Karte knapp 300 Euro berappen. Damit liegt man etwas unter einer GeForce 6800 GT - und das wäre durchaus in Ordnung, da die Karte ja nur in einigen Spielen SLI tatsächlich unterstützt. Die bessere Flexibilität bietet jedoch die GeForce 6800 GT - denn trotz SLI-Board fällt das Upgrade durch eine zweite Karte ab.

Wie sich die Dual-GeForce 6600 GT-Lösung am Markt schlägt, bleibt also abzuwarten - vielleicht schafft man es ja noch, die Karte auch für andere Chipsätze fit zu machen, in dem Fall könnte sie durchaus interessant werden.

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