GeForce 6600-Roundup (1)

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Bereits zum Launch erntete die GeForce 6600-Serie bei unseren Lesern sehr viel positives Echo: Eine Karte, die teilweise für unter 200 Euro im Handel ist und somit durchaus für den Gamer finanzierbar ist, ausgestattet mit Features der großen Karten. Hinzu kam, dass bei unseren ersten Leistungsvergleichen auch sehr gute Performancewerte ermittelt werden konnten. Und sofern alle aktuellen Spiele und wohl auch die kommenden Games auf einer Karte flüssig laufen, muss man sich schließlich keine Gedanken über teurere Karten machen. Wir haben heute erste Serien-Karten mit dem GeForce 6600 GT- und GeForce 6600-GPU im Test. Alle Karten besitzen den PCI-Express-Bus und sollten somit ideal für neuere Athlon 64- und Pentium 4-Systeme sein.

Allerdings sollte unser Roundup noch etwas üppiger ausfallen - sowohl Gigabyte wie auch MSI versprachen uns Karten, die jedoch bislang nicht bei uns eintrafen. Vermutlich will man wohl die wenigen GPUs, die man in diesem Jahr von NVIDIA bekam, endlich verkaufen und nicht die Gier der unbefriedigten Kunden noch weiter in die Höhe treiben. Eine gute Verfügbarkeit am Markt scheinen hingegen ASUS und Leadtek zu haben und somit schickte man uns insgesamt drei Karten, die wir heute präsentieren werden. Die Karten von Gigabyte, MSI und weiteren Herstellern werden wir anschließend in einem weiteren Roundup präsentieren.

Die WinFast PX6600GT TDH und die WinFast PX6600 TD wurden von Leadtek bereitgestellt, hier haben wir also sowohl die schnellere GT-Version wie auch die normale GeForce 6600 im Test. Von ASUS erreichte uns eine GeForce 6600 GT, die wir auch schon in unserem SLI-Review verwendet haben. Die ASUS Extreme N6600GT sollte sich somit performancetechnisch an der PX6600GT von Leadtek orientieren.

Die direkte Konkurrenz von NVIDIA hatten wir schon im Test. Zum einen war dies die X800XT von Sapphire, als auch unser Test der ATI Radeon X850XT Platinum Edition von letzter Woche. Auch die kleineren Karten haben wir natürlich wieder im Vergleich, die ersten Reviews zur GeForce 6600-Serie sind hier zu nennen, weiterhin Tests der nun nicht mehr ausgelieferten Radeon X700XT sowie der GeForce 6200-Artikel. Zudem hatten wir auch schon die erste 6800 GT-Karte für PCI-Express im Test, die Leadtek WinFast PX6800GT TDH.

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Wie in jedem Roundup werden wir auch in diesem Test den Karten jeweils eine ausführliche Einzelseite widmen und anschließend auf die Testergebnisse eingehen. Dabei werfen wir nicht nur einen Blick auf die Performance, sondern auch auf die Lautstärkeentwicklung und den Stromverbrauch der Karten.

Einen kurzen Blick werfen wir natürlich auch auf das komplette NVIDIA-Lineup für PCI-Express:

In dieser Tabelle ist auch schon der große Unterschied zwischen den 6600 GT und 6600-Karten zu sehen. Die 6600-Karten besitzen nur einen GPU-Takt von 300 MHz, die 6600GT-Karten einen Takt von 500 MHz. Da der Kern in sonstiger Hinsicht absolut identisch ist, bieten sich für die 6600-Karten natürlich gute Overclocking-Möglichkeiten, die wir anhand der Leadtek-Karte nachvollziehen wollen. Weiterhin setzt man allerdings auch einen anderen Speichertyp ein, auf den kleineren Karten kommt nur DDR1 zum Einsatz. Auch hier senkt man die Taktrate, allerdings ist es dem Hersteller freigestellt, welche Taktraten er verwendet.

Sämtliche andere Features der GeForce 6800-Serie sind natürlich auch weiterhin vorhanden - aus diesem Grund sparen wir uns eine erneute Erklärung von Shader Model 3.0, Features wie Intellisample 3.0 und anderen und verweisen auf unseren Launch-Artikel zur GeForce 6800-Serie. Interessant ist hingegen, dass bei der 6600er-Serie die Hardwarebeschleunigung der Videofeatures reibungslos und vollständig funktionieren soll. Insofern besitzt Sie sogar einen kleinen Vorteil gegenüber der 6800-Serie.

Beginnen wir nun also mit unserem Roundup - die erste Karte im Test ist die ASUS Extreme N6600GT:


ASUS Extreme N6600GT hat uns schon im Zweigespann Dienst getan in unserem SLI-Review. Hier hatten wir neben zwei GeForce 6800 Ultra auch zwei 6600 GT von ASUS im Test. In unserem Einzeltest wollen wir diese Karte nun noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Wie immer hält sich ASUS bezüglich des Kühlkörperdesigns nicht an den NVIDIA-Standard, um etwas aufzufallen. Der Rest ist jedoch nach NVIDIA-Vorgaben designed - man hält sich bei diesem Modell an die Taktraten, den Speichertyp- und Ausbau, das PCB sowie sonstigen Details an die Spezifikationen.

Das blaue PCB kennen wir schon seit längerem von ASUS, oben drauf sitzt ein kupferfarbener Kühler mit silbernem ASUS-Aufschrift.

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NVIDIA bietet für die Karten die Möglichkeit, zwei DVI-Anschlüsse oder einen VGA-Out und einen DVI-Anschluss zu verwenden. ASUS verwendet die zweite Option und legt zusätzlich noch einen Adapter mit ins Paket, um auch zwei analoge Ports nutzen zu können. Ganz rechts sieht man den klassischen TV-Out.

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Einen externen Stromanschluss braucht die Karte nicht - NVIDIA gibt nur für die großen 6800er-Karten einen 6-Pin-Adapter vor, für die 6600er-Serie wird dieser nicht benötigt, da der Stromverbrauch lange nicht so hoch ist. Die notwendigen Watt können auch über den PCI-Express-Bus gezogen werden.

ASUS setzt auf der Karte 128 MB GDDR3 ein - leider entzieht sich jedoch unserer Kenntnis, welcher Speichertyp sich unter den passiven Kühlkörpern befindet. Ein Abnehmen war nicht möglich, da ASUS die Bauteile auf den Speicher aufgeklebt hat und wir die Karte nicht beschädigen wollen. Der Speicher ist mit 500 MHz getaktet, da die anderen Hersteller Samsung-GDDR3 mit einer Zugriffszeit von 2 ns verwenden, liegt die Vermutung nahe, dass ASUS auch diesen Typ verwendet. Der Speicher ist mit einem 128-Bit-Interface angebunden. Verwendet werden vier Module, also 4x 32 MB. Auf der Rückseite befinden sich keine Chips.

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Unten sieht man den Traum der High-End-Freaks - über diesen Port kann die SLI-Fähigkeit der Karte mit einer zweiten GeForce 6600 GT genutzt werden:

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Wirft man einen Blick auf den NV43-Kern und vergleicht man diesen mit dem NV45-Kern, der auch mit dem PCI-Express-Interface daher kommt, so sieht man, dass NVIDIA hier auf der GPU-Fläche nicht zwei Dies verwendet. Beim NV45 ist dies anders, dort findet man zwei Chips. Der obere ist der klassische NV40-Kern - wie man ihn auch aus dem AGP-Bereich kennt. Im unteren Bereich erkennt man einen kleinen Chip, dies ist die HSI-Bridge, die NVIDIA zum Wandeln der AGP-Signale auf den PCI-Express-Bus verwendet.

Beim NV43 geht man jedoch nicht diesen Weg - es handelt sich um einen richtigen PCI-Express-Chip. Allerdings gibt es ja auch AGP-Varianten der 6600 GT - dann ist ein HSI-Chip auf dem PCB zu finden, aber nicht auf dem Die selber.

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Auf der Rückseite finden wir diesmal auch nicht den Philips-Dekoder :

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Bei einer Retail-Karte werfen wir natürlich auch einen Blick auf den Lieferumfang der Karte:

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Mit in der Verpackung sind neben der Karte:

Hier fehlt etwas, was man bei luxuriösen Grafikkarten gewohnt ist. Ein S-Video-Kabel ist beispielsweise nicht enthalten, ein einzelnes Spiel ist auch recht wenig. Die beiliegenden Tools hingegen sind durchaus nützlich, zudem packt ASUS auf die Treiber-CD auch noch ein paar nützliche Programme, beispielsweise einen ASUS "Enhanced Driver", den ASUS SmartDoctor und ein paar andere kleine Tools.

Der Smartdoctor ist in diesem Fall etwas geringer ausgestattet, als man es von den High-End-Karten kennt. Er basiert in der ausgelieferten Version auf dem ASUS-Treiber 66.72 - ASUS muss also von Zeit zu Zeit eigene Treiber ins Internet stellen, um hier mit den ForceWare-Treibern mitzuhalten. Der SmartDoctor beinhaltet ein Overclocking-Utility, welches aber nur bis zu 550 MHz GPU-Takt und 1,1 GHz Speichertakt zulässt - da bringt Coolbits mehr. Des Weiteren besitzt er mit "HyperDrive" die Möglichkeit, entweder über die 3D-Last oder die CPU-Last die Grafikkarte zu übertakten. Hardwaremonitoring-Features sind leider nicht integriert - der NVIDIA-Treiber bietet also bis auf die dynamische Übertaktung genau dasselbe.

Auf der nächsten Seite ist die Leadtek WinFast PX6600GT TDH an der Reihe.


Leadtek schickte uns gleich beide 6600 GT-Modelle - allerdings hat man noch ein drittes "Extrem-Modell" im Sortiment, welches etwas höhere Taktraten besitzt und somit den Unterschied zur 6800-Serie noch geringer werden lässt. Beide Modelle sehen einander sehr ähnlich aus, sowohl bei der Verpackung wie auch beim Kartendesign. Es werden beispielsweise identische Kühlkörper für die kleine und die GT-Variante verwendet. Technisch besitzt die Leadtek WinFast PX6600GT TDH dieselben Eckdaten wie die ASUS-Karte. Unterschiede gibt es natürlich beim Aussehen, so verwendet Leadtek ein typisches grünes Layout und einen relativ kleinen Kühlkörper mit "WinFast"-Label.

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NVIDIA bietet für die Karten die Möglichkeit, zwei DVI-Anschlüsse oder einen VGA-Out und einen DVI-Anschluss zu verwenden. Wie ASUS verwendet auch Leadtek die zweite Option und legt zusätzlich noch einen Adapter mit ins Paket, um auch zwei analoge Ports nutzen zu können. Ganz hinten sieht man den klassischen TV-Out.

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Einen externen Stromanschluss braucht die Karte nicht - NVIDIA gibt nur für die großen 6800er-Karten einen 6-Pin-Adapter vor, für die 6600er-Serie wird dieser nicht benötigt, da der Stromverbrauch lange nicht so hoch ist. Die notwendigen Watt können auch über den PCI-Express-Bus gezogen werden.

Auch auf dieser Karte finden wir 128 MB GDDR3 und da Leadtek keine passive Kühlung für die GDDR3-Speichermodule einsetzt, fällt auch ein Blick auf den Hersteller und die tatsächliche Geschwindigkeit nicht schwer. Es handelt sich um die typischen 2,0-ns-Module von Samsung. Sie laufen mit 500 MHz, was auch exakt ihrer Spezifikation entspricht. Der Speicher ist mit einem 128-Bit-Interface angebunden. Verwendet werden vier Module, also 4x 32 MB. Auf der Rückseite befinden sich keine Chips.

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Der Kühlkörper ist sehr viel kleiner dimensioniert als der ASUS-Kühlkörper - was nicht bedeutet, dass das Modell von ASUS besser ist. Es kommt jedoch sicherlich darauf an, wie effizient die Wärme von der GPU abgeführt wird und bei einem kleinen Kühlkörper besteht die Gefahr, dass der Lüfter schneller drehen muss - dann wird er zur nervigen Geräuschkulisse. Die Nicht-Kühlung der GDDR3-Chips ist hingegen kein Beinbruch, da die Module ihre Wärme sowieso nach unten an das PCB abgeben. Eine passive Kühlung hilft hier also nur bedingt.

Und auch auf dieser Karte findet sich natürlich wieder ein SLI-Port zur Kopplung von zwei Grafikkarten:

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Wie die ASUS-Karte besitzt auch die Leadtek-Karte den 6600 GT mit 500 MHz Taktfrequenz. Wirft man einen Blick auf den NV43-Kern und vergleicht man diesen mit dem NV45-Kern, der auch mit dem PCI-Express-Interface daher kommt, so sieht man, dass NVIDIA hier auf der GPU-Fläche nicht zwei Dies verwendet. Beim NV45 ist dies anders, dort findet man zwei Chips. Der obere ist der klassische NV40-Kern - wie man ihn auch aus dem AGP-Bereich kennt. Im unteren Bereich erkennt man einen kleinen Chip, dies ist die HSI-Bridge, die NVIDIA zum Wandeln der AGP-Signale auf den PCI-Express-Bus verwendet.

Beim NV43 geht man jedoch nicht diesen Weg - es handelt sich um einen richtigen PCI-Express-Chip. Allerdings gibt es ja auch AGP-Varianten der 6600 GT - dann ist ein HSI-Chip auf dem PCB zu finden, aber nicht auf dem Die selber.

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Auf der Rückseite finden wir auch dieses Mal keine Chips.

Bei einer Retail-Karte werfen wir natürlich auch einen Blick auf den Lieferumfang der Karte:

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Mit in der Verpackung sind neben der Karte:

Interessant finden wir die Kabelpeitsche, die Leadtek beilegt - so ist sichergestellt, dass man sowohl S-Video wie auch Composite und RGB-Fernseher und Geräte anschließen kann. Längere Kabel für die entsprechenden Anschlüsse findet man leider nicht. Ansonsten ist alles Standardkost - zwei Spiele, eine Treiber-CD und Handbücher, aber nichts Auffälliges.

Auf der nächsten Seite ist die Leadtek WinFast PX6600 TD an der Reihe.


Wer nicht das Top-Modell kaufen möchte, kann vielleicht ein paar Euro sparen - zudem auf der GeForce 6600 derselbe GPU zum Einsatz kommt wie auf der schnellen 6600 GT. Wenn die GPU dort jedoch mit 500 MHz und mehr läuft, so ist es doch sicherlich möglich, den hier nur mit 300 MHz getakteten Grafikkern schneller zu betreiben. Für Overclocking-Freunde ist die GeForce 6600 also eine gute Möglichkeit, günstig an gute Performance zu kommen. Großer Unterschied zur 6600 GT: Die kleinere GeForce 6600 kann kein SLI und sie setzt nur auf normalen DDR1-Speicher und nicht auf GDDR3. Somit sind natürlich auch die Taktfrequenzen der Grafikkarte niedriger. Bei der Leadtek PX6600 TD sind es "nur" 550 MHz, was natürlich gerade in Spielen, die eine hohe Grafikbandbreite benötigen, zu Problemen führen kann. In der Regel reicht eine 6600er für die meisten User aber vollkommen aus, wie wir in unseren Benchmarks sehen werden.

Ansonsten sieht die Karte dem großen Bruder aufgrund des ähnlichen Designs zum Verwechseln ähnlich.

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Auch diese Karte besitzt einen DVI-Out und einen VGA-Out, zudem verwendet Leadtek noch einen TV-Out:

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Auch hier ist ein externer Stromanschluss nicht notwendig, da die Karte im Vergleich keinen großen Stromverbrauch besitzt und somit vollständig den Strom aus dem PCI-Express-Slot beziehen kann.

Der Kühlkörper ist genauso groß wie der Kühlkörper der 200 MHz schneller getakteten GT-Version - zumindest von der Kühlung ist die 6600er-Karte also ebenbürtig. Wenn Leadtek nicht die Spannung des Kerns heruntergeregelt hat, könnte man durch Overclocking ein gutes Resultat erhalten. Zur Lautstärkeentwicklung sagen wir zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas.

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Auf der GeForce 6600 wird im Vergleich zur GeForce 6600 GT kein GDDR3 eingesetzt, sondern normaler DDR1. Die Module stammen hier auch nicht von Samsung, sondern meistens von Hynix. Leadtek verwendet hier für die Karte 128 MB, die über ein 128-Bit-Interface angebunden sind. Der Hynix-Speicher hat eine Zugriffszeit von 3,6 ns, kann also maximal 555 MHz erreichen. Dementsprechend ist die Karte mit 550 MHz getaktet - Luft nach oben für großartige Übertaktungsversuche bleibt also nicht. Eingesetzt werden acht Module, die jeweils 16 MB Kapazität besitzen. Auf der Rückseite befinden sich keine Chips.

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Ein SLI-Port ist übrigens auf den 6600er-Karten auch nicht enthalten - dieser Luxus-Port bleibt auch den GT-Karten vorbehalten.

Auch hier haben wir wieder den Kühlkörper abgenommen und sehen den NV43-Kern darunter, diesmal natürlich mit der Kennzeichnung GeForce 6600. Ob NVIDIA hier tatsächlich eine Validierung nach GeForce 6600 und GeForce 6600 GT vornimmt oder alle GPUs nur auf 500 MHz-Fähigkeit testet, entzieht sich unserer Kenntnis. Natürlich könnte man hier Geld sparen und keine Validierung vornehmen, wenn der NV43-Kern entsprechend zuverlässig läuft. Dann labelt man den höher getakteten GeForce 6600 GT-GPU entsprechend herunter und bietet den Übertaktern entsprechendes Potenzial.

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Auf der Rückseite der GeForce 6600 befindet sich kein Bauteil:

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Bei einer Retail-Karte werfen wir natürlich auch einen Blick auf den Lieferumfang der Karte:

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Mit in der Verpackung sind neben der Karte:

Wie bei der GT-Variante findet man also dasselbe auch bei der kleineren 6600-Karte.

Kommen wir nun also zur Stromaufnahme und zur Lautstärke.


Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser bzw. lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Negativ fällt hier keine der getesteten Grafikkarten auf - am lautesten von den GeForce 6600GT-Modellen ist die ASUS Extreme N6600GT, allerdings in unseren Tests immer noch leiser als die Standard-GeForce 6600 GT von NVIDIA. Die anderen Karten von Leadtek sind jedoch deutlich leiser - aus diesem Grund kann man hier Leadtek eher einen Pluspunkt geben.

Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant:

Bei der Stromaufnahme sehen wir natürlich identische Leistungsdaten für die Karten. So kommen die Geforce 6600 GT-Karten auf knapp 225 Watt unter Last. Im Vergleich sind die GeForce 6800-Karten und die schnellen X800 und X850-Karten noch leistungshungriger, sparsamer sind nur die langsameren Karten. Die heruntergetaktete Leadtek-Karte kommt auf eine niedrigere Stromaufnahme, hier hilft die niedrigere Taktfrequenz noch ein paar Watt zu sparen.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick:

Die GeForce 6600-Karten liegen hier unter den Karten mit der niedrigsten Stromaufnahme, wenn keine 3D-Leistung bezogen wird.


Overclocking:

Natürlich haben wir die drei Karten auch übertaktet - wobei die Leadtek PX6600GT TD selbstverständlich aufgrund des niedrigen Taktes das größte prozentuale Potenzial besitzt. Die beiden GeForce 6600 GT-Karten haben hingegen mit 500 MHz GPU-Takt schon einen recht hohen Grundtakt für die GPU. Anders sieht es beim Speicher aus - hier könnte sich der DDR1-Speicher bei der GeForce 6600 als Problem herausstellen, die ASUS Extreme N6600GT und die Leadtek WinFast PX6600GT TDH haben hingegen GDDR3-Speicher, der sich besser übertakten lässt.

Beginnen wir mit der ASUS-Karte:

Bei der GPU sind es 16% Übertaktung, beim Speicher erreichen wir 14% - insgesamt ein sicherlich für GeForce 6600 GT-Karten typisches Ergebnis.

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die Leadtek-Karte:

Ein praktisch zur ASUS-Karte identisches Ergebnis - nur 1% mehr können wir aus dem GDDR3-Speicher der Leadtek-Karte herauskitzeln, doch diese Schwankungen sind sicherlich von Karte zu Karte unterschiedlich. Auch die Leistung ist praktisch identisch - die Leadtek-Karte hat jedoch aufgrund der 10 MHz mehr Speichertakt eine minimal bessere Leistung.

Als Letztes schauen wir auf die GeForce 6600-Karte von Leadtek:

Hier sieht es prozentual natürlich extremer aus - über 80% GPU-Übertaktung sind beeindruckend, dies war jedoch aufgrund der niedrigen GPU-Taktung und des GPU-Designs zu erwarten. Auch beim Speicher erstaunt uns die Karte nicht - knapp 20% Übertaktung lässt die Karte hier zu. Durch die hervorragende GPU-Übertaktung kommen fast 1000 Punkte bei 3DMark mehr heraus - die Karte liegt dann praktisch knapp unter der Leistung einer normalen GeForce 6600 GT. Der Speicher ist hier deutlich limitierend.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual Channel DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3,4 GHz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Im Vergleich zu den bisherigen Tests kam wie für die neuen ATI-Karten auch wieder ein neuer Treiber zum Einsatz, wir verwendeten einen ForceWare 66.93, deaktivierten alle möglichen Optimierungen und glichen die Einstellungen den bisherigen an. Wir versuchen hier möglichst für ATI- und NVIDIA-Karten identische Setups zu finden, um keinen Hersteller zu bevorteilen. Allerdings sind wir kein Gegner von Optimierungen - sofern man diese offenlegt und die Möglichkeit bietet, sie abzuschalten, finden wir Optimierungen sogar gut, wenn sie die Performance eines Spiels positiv beeinflussen, ohne die Bildqualität herabzusenken.

Durch die Verwendung des ForceWare 65.76 für die ersten NV45-Tests bietet sich uns hier auch eine gute Vergleichsmöglichkeit zum neuen Treiber.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks:


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist. Letzterer ist aus diesen Gründen auch aus unserer Testreihe ausgeschieden.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier liegt ATI traditionell besser, die GeForce 6600-Karten liegen deshalb auch nur hinter einer Radeon X700XT. Die normale GeForce 6600 liegt auf dem Niveau unserer einst simulierten GeForce 6600 "GDDR3".


Vulpine GLMark 1024x768 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt. Allerdings ist der Benchmark zum Cross-Chip-Vergleich nicht allzu gut verwendbar, denn die nVidia-Karten haben aufgrund der Auslegung des Benchmarks auf die GeForce 3 hier eindeutige Vorteile.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Erst bei hohen Auflösungen sehen wir hier einen Unterschied aufgrund der geringen Grafiklast des Benchmarks. So ist bei 1600x1200 eine gute Leistung zu sehen - die X700XT ist klar geschlagen, die 6600-Karten kommen sogar fast an die X800XT von Sapphire heran.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, dass die Grafikhardware ähnlich wie bei 3DMark 2000 nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.


Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier ist die X700XT geschlagen, aber die Karten mit 16 Pipelines liegen deutlich in Führung.


Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar:

Die X700XT, die ATI ja zwischenzeitlich gestoppt hat, liegt hier bei hohen Auflösungen auf demselben Niveau wie die GeForce 6600 GT, bei niedrigen ist sie knapp in Führung. Die normale 6600 ist aufgrund des niedrigen Taktes auch wieder etwas langsamer unterwegs.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen:
Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier sieht man bei hohen Auflösungen wieder einen deutlichen Unterschied zwischen 16 Pipelines und 8 Pipelines - aber die Konkurrenzkarten in diesem Bereich werden von der GeForce 6600 GT klar in Schach gehalten.


Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar:

Comanche 4 ist selbst bei 1600x1200 noch deutlich CPU-lastig, deshalb liegen hier alle Karten gleich auf.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar:

NVIDIA hat hier mit der 6600 GT eine gute Partie im Rennen, aber bei höchsten Auflösungen und 4xAA kann ATI mit der X700 zulegen. Vorher ist NVIDIA jedoch teilweise deutlich in Führung.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Hier liegen die GeForce 6600 GT-Karten sehr gut - selbst bei 1600x1200 mit 4xAA und max. AF leisten sie noch knapp 130fps.


DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele aktuell. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion, als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32 Bit, die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch bei DroneZMark ist die X700XT wieder geschlagen und auch die GeForce PCX5900 wird in Schach gehalten.


Splinter Cell 1024x768 (Ubisoft)

Tom Clancys Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, dass besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2 b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar:

Die X700XT und die GeForce 6600 GT schenken sich hier nicht viel. Deutlich ist aber auch wieder der Abstand zu den Top-Karten, die hier wieder bei 1600x1200 deutlich in Führung gehen.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch hier kommt die GeForce 6600 GT bis 4xAA vor der X700XT ins Ziel, anschließend nimmt die X700XT die Führung in die Hand. Deutlich ist bei den hohen Auflösungen aber auch wieder die Dominanz der 16-Pipelines-Karten.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Die beiden GeForce 6600 GT liefern eine spielbare Performance bis 1024x768 2x AA max. AF oder 1600x1200 mit maximalen Details. Anschließend muss man hier schon die Details herunterdrehen. Nur die Top-Karten können auch höhere Detailgrade mit höheren Auflösungen spielen.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch hier gilt das für FarCry bereits gesagte - will man mit 1024x768 2x AA max. AF oder in 1600x1200 spielen, so reicht die GeForce 6600 GT vollkommen aus. Auch 1024x768 4x AA max. AF ist eventuell noch möglich, da primeval wirklich hardwarefressend ist. Darüber hinaus muss man allerdings eine High-End-Karte wählen.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Doom3 ist NVIDIA-Dominanzgebiet. So liegt hier selbst die GeForce 6600 noch recht gut zu Beginn. Hier ist selbst 1280x1024 2xAA max. AF mit den GeForce 6600 GT noch spielbar, darüber benötigt man auch eine High-End-Karte mit 16 Pipelines - wenn möglich von NVIDIA, denn die X8xx-Karten können die Höchstleistung der NVIDIA-Karten nicht bringen.


Die GeForce 6600 GT reicht für den Gelegenheitsspieler ebenso aus, wie für den ambitionierten Gamer. Wer heute ein TFT besitzt, das eine Spiele-taugliche Refresh-Rate besitzt, wird Auflösungen von 1280x1024 verwenden. Hier zeigt die GeForce 6600 GT in vielen Benchmarks gute Leistungen und ist in der Lage, teilweise sogar mit 2xAA oder 4xAA noch flüssiges Gameplay zu bieten. Wo dies nicht mehr möglich ist, muss man halt auf ein paar Details verzichten. Wer in FarCry beispielsweise die Wasserspiegelungen auf "High" herunterstellt und nicht die bei uns getesteten "Ultra"-Settings verwendet, erreicht schnell eine flüssigere Darstellung.

In älteren Spielen ist hier sowieso keine Diashow mehr denkbar - mit der gebotenen Leistung könnte man selbst noch mit 1600x1200 und 4xAA flüssig spielen. Das gilt auch für die GeForce 6600, die allerdings bei neueren Spielen aufgrund der Speicherbandbreite zurückhängt. Mit 550 MHz kann sie nicht wirklich überzeugen und so eignet sie sich für aktuelle Hammerspiele wie Doom3, FarCry und Half Life 2 nur bedingt. Auch hier muss das Detailreichtum heruntergestellt werden - und das möchte man ja bei diesen graphisch attraktiven Spielen nur im Extremfall.

Der Vorteil der GeForce 6600 ist klar die Möglichkeit, die GPU zu übertakten. Im Endeffekt existiert kein Unterschied zwischen der mit 300 MHz getakteten Sparvariante und der mit 500 MHz schnelleren GT. Wir erreichten 550 MHz GPU-Takt mit der Leadtek WinFast PX6600 TD - was der Grafikkarte dann schon zu einem betrachtlichen Leistungsschub verhilft. Ein Limit bleibt hier immer noch der DDR1-Speicher, der sich leider kaum auf GDDR3-Takthöhen bringen lässt. Ein Unterschied zwischen GeForce 6600 und GeForce 6600 GT wird also selbst bei erfolgreichem Overclocking immer bestehen - das zeigen auch unsere Benchmarks im übertakteten Zustand.

Schaut man auf den Preis, so sieht man jedoch relativ schnell, dass die GeForce 6600 teilweise zum Preistipp werden könnte. Bevor man eine GeForce 6200 kauft, die nur geringfügig günstiger ist, kann die Leadtek WinFast PX6600 TD vor allen Dingen durch den Preis überzeugen. Wir fanden die Karte ab 100 Euro im Handel - allerdings muss man hier bei den Bezeichnungen aufpassen, da einige Händler die Karte auch mit einem 64-Bit-Interface auszeichnen. Zumindest bei einigen Händlern (z.B. FortKnox) finden wir die 128-Bit-Karte ab 117 Euro - sie ist also wirklich schon sehr günstig zu haben.

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Die schnelleren GeForce 6600 GT-Karten sind deutlich teurer. Die ASUS Extreme N6600GT kostet im Handel 190 Euro oder mehr, die Leadtek WinFast PX6600GT TDH finden wir ab 175 Euro im Handel. Damit liegen beide unter der eigentlichen Zielvorstellung von NVIDIA - und beide Karten sind preislich für den Gamer sicherlich erschwinglich und attraktiv. Die teureren GeForce 6800-Karten sind hier noch ein Stück entfernt.

Beide liegen bezüglich der Performance auf demselben Level - und auch bei der Übertaktbarkeit fanden wir praktisch keine Unterschiede zwischen den Karten. Logischerweise ist auch die Leistungsaufnahme identisch, nur bei der Lüfterlautstärke unterscheiden sich die beiden Modelle. Hier gefiel uns der Lüfter der Leadtek-Karte deutlich besser, er zeigte im Vergleich eine geringere Geräuschentwicklung. Auch war der Lieferumfang der Leadtek-Karte etwas besser, auch wenn beide Hersteller den Kunden nicht mit Spielen und Kabeln überschütten. Da die Leadtek-Karte zudem auch noch knapp 15 Euro günstiger im Handel zu kaufen ist, geht unsere Empfehlung also an die Leadtek WinFast PX6600GT TDH. Diese Karte würden wir auch einer GeForce 6600 vorziehen, wenn man nicht auf den Pfennig schauen muss.

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