Sapphire Radeon X800XL

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Am 1. Dezember stellte ATI die neuen X850-Karten und die neue X800-Serie vor. Die neue X850XT Platinum Edition als Flagschiff haben wir uns bereits angeschaut, aber nicht jeder möchte 500 Euro für eine neue High-End-Karte ausgeben. Preislich deutlich attraktiver - aber trotzdem mit 16 Pixelpipelines und mit 256 Bit angebundenem, schnellen GDDR3 - ist die X800XL. Nach einer Preissenkung möchte ATI die Karten mit dieser GPU für knapp 299 Dollar im Laden sehen - mit etwas Glück sollte im Euro-Raum also ein Preis um 250 bis 300 Euro im Handel erreichbar sein. Das ist für die meisten Gamer genau der Bereich, in dem man sich eine Grafikkarte gerade noch leisten kann. Wir haben heute mit der Sapphire Radeon X800XL die erste Retail-Karte mit dieser GPU im Test.

Bei unseren PCI-Express-Grafikkarten-Tests haben wir mittlerweile eine beeindruckende Vergleichsmöglichkeit geschaffen.. In unserem PCI-Express-Grafikkarten-Roundup haben wir neben den kleineren Mainstream-Karten auch die GeForce 6800 GT mitgetestet. Die High-End-ATI-Variante kam mit der X800XT von Sapphire und ist sicherlich auch einen Blick Wert, schlussendlich haben wir natürlich auch die GeForce 6600-Serie und die Radeon X700XT getestet - der GeForce 6200-Artikel schloss unsere Tests erst einmal nach unten ab. Neu sind die Artikel zur ATI Radeon X850XT Platinum Edition und zur Leadtek WinFast PX6800 GT TDH. Ausserdem haben wir uns zuletzt in einem GeForce 6600-Roundup den NVIDIA-Mainstream-Karten unter 200 Euro gewidmet.

Die X800XL basiert auf dem R430-Kern von ATI - einem in 110-nm-Technik hergestellten Chip, der die neue X800-Serie preisgünstiger in der Produktion macht. Aus diesem Grund ist es ATI möglich, Grafikkarten mit dem Kern zu einem sehr guten Preis an den Markt zu bringen. Im Vergleich zu anderen X800-Karten in diesem Preissegment kommt die X800XL aber mit allen 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shadern sowie einer 256-Bit-Speicheranbindung. Der Speicher - 256 MB wird man wohl auf den meisten Karten finden - ist zudem mit 500 MHz auch noch ordentlich schnell getaktet, der Kern selber besitzt eine Taktung von 400 MHz. Das ist im Wesentlichen auch schon der Unterschied zur X800XT, die viele Grafik-Freaks ja bereits einsetzen. Der R423-Kern der X800XT ist mit 500 MHz getaktet - die sonstigen Features absolut identisch.

Im Gegensatz zur kürzlich getesteten X850XT handelt es sich bei dem Modell um eine Grafikkarte mit einem Ein-Slot-Kühlkörperdesign. Beeindruckend klein ist dabei der Kühlkörper für die High-End-Karte:

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Um die Unterschiede der X850-Serie und der neuen X800-Karten im Detail einmal zu visualisieren, präsentieren wir zunächst die Features in einer Übersichtstabelle:

Die Top-Karten sind ganz klar die X850-Modelle - wobei die X850 Pro jedoch aufgrund der 12 Pixelpipelines teilweise auch langsamer sein könnte als eine X800XT. Dies gilt es noch zu testen. Die X800XL reiht sich eher in die Modelle der Vorgänger-Serie ein, da die X850-Karten höher getaktet sind und auch einen schnelleren Speichertakt besitzen. Die X800XL besitzt denselben Speichertakt und dieselbe Anzahl von Pipelines wie die X800XT, ist aber etwas langsamer getaktet, was die GPU angeht - sie sollte also leistungsmäßig knapp hinter dieser liegen. Die X800 Pro wird sie hingegen aufgrund der höheren Pipelineanzahl hinter sich lassen. Die reine X800 als R430-Bruder rundet die X800-Serie nach unten ab - sie ähnelt der X800 Pro, ist aber langsamer getaktet.

Zwei Dinge lassen sich natürlich nun vermuten:

Zum einen könnte die X800XL aufgrund der 110-nm-Fertigung der "Stromsparexperte" der X800-Serie werden, zum anderen könnte sie aufgrund der neuen Fertigung eventuell höhere Taktraten erreichen. Natürlich gilt dieses Review nicht nur der Performancemessung, sondern wir werden wie immer auch einen Blick auf den Stromverbrauch, die Lautstärkeentwicklung und die Overclockingfähigkeiten der Grafikkarte werfen.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die Sapphire Radeon X800XL-Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking:


Die Veränderungen vom R423-Vorgänger zum R480 sind schnell erklärt. ATI hat vor allen Dingen Verbesserungen vorgenommen, um die Yields bei der Chipproduktion zu verbessern und die Taktfrequenzen so etwas zu erhöhen. Einige interne Funktionsblöcke wurden neu geordnet, um beispielsweise Hotspots zu vermeiden und die Kühlung zu optimieren. Auch kommt bei dem X850 erstmals das aus den Mobility Radeon bekannte Clock-Gating zum Einsatz. Teile des Chips, die momentan nicht benötigt werden, können komplett abgeschaltet werden. Im 2D-Modus ist somit auch die gesamte 3D-Engine abgeschaltet. Dadurch braucht die Karte im 2D-Modus extrem wenig Strom und der Lüfter kann entsprechend heruntergeregelt werden.

Im Vergleich zum R430 wurde dann eine Schrumpfung auf 110 nm vollzogen, denn sowohl der R423 als auch der R480 basieren noch auf dem 130-nm-Prozess. Dies ist durchaus üblich in der Grafikkarten-Branche, man probiert gerne an den nachrückenden Modellen die vermeindlich neuere Fertigungstechnik aus, weil man die Taktraten hier niedriger ansetzen kann und durch Kostenregressionseffekte in diesen Bereichen besonders wirtschaftlich arbeiten kann.

Im Vergleich zur größeren X850 besitzt die X800XL von Sapphire eine Standard-Kühlung, passend zum Standard-Layout, an das man sich ebenso hält. Es scheint so, als würde eine recht mäßige Kühlung für den R430 ausreichen - auf der anderen Seite könnte man mit einem massiven Kühlblock natürlich einen langsamer drehenden Lüfter einsetzen - oder mit einem 2-Slot-Design eventuell sogar die warme Luft bereits aus dem Gehäuse blasen. Im Bild sieht man einen DVI-Anschluss und den VGA-Ausgang sowie den TV-Out - zwei DVIs bleiben hier der X850-Serie vorbehalten. Per Adapter kann der DVI natürlich auf VGA-Out gewandelt werden.

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Den kleinen Kühlkörper sieht man auf dem folgenden Bild noch einmal genauer. Der Lüfter besitzt untypische gerade Schaufeln, von der Größe erinnert der Kühlkörper eher an eine X700-Karte. Die Wärmeabgabe scheint sich also in Grenzen zu halten.

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Auf der X800XT und auf der X850XT fanden wir den gelben Anschluss zur Verlegung der ViVo-Features an die Front des PCs, auf der kleineren X800XL-Serie fehlt dieser - man stattet diese Karte mit 16 Pipelines diesbezüglich also eher aus wie die kleinere X800 Pro und verzichtet auf den Frontanschluss. Mit dem gelben Stecker und einem entsprechenden Adapter wäre es z.B. möglich, für den Camcorder einen entsprechenden Frontanschluss an das Gehäuse zu basteln. Rechts daneben würde man bei der X800XL auch den neuen 6-poligen Stromanschluss finden, aber als Top-Karte scheint der R430 diesen zusätzlichen Stromanschluss nicht zu benötigen und holt sich sämtlichen Strom direkt über den PCI-Express-Bus.

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Im Vergleich zu den NVIDIA-Karten finden wir hier auch auf der Rückseite Speicherchips, wie schon bei der X850-Serie - die X800XL von Sapphire besitzt also acht Speichermodule mit jeweils 32 MB Kapazität. Auch die Kühlkörpermontage ist etwas anders - die Löcher besitzen zwar denselben Abstand wie die X800XT oder die X850XT, aber das Schienensystem ist hier nicht vorhanden. Der Kühlkörper wird über zwei Schrauben mit integrierter Feder gehalten. Andere Chips finden sich nicht auf der Rückseite - der Rage Theater 200 könnte aber dem Silk Screen zu urteilen auch hier Anwendung finden.

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Bei dem verwendeten Speicher - insgesamt 256 MB - handelt es sich um den typischen Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF), der mit 500 MHz getaktet wird und effektiv also 1000 MHz Taktfrequenz besitzt. Der GDDR3-Speicher hat eine Zugriffszeit von 2,0 ns, wie man unten auf dem Bild sehr schön sehen kann. Er ist mit 256 Bit an den Bus angebunden und liefert so beste Performance. Schnellerer Speicher wird nur auf der X850-Serie eingesetzt und auf den bisherigen X800XT-Modellen sowie auf der GeForce 6800 Ultra, dann besitzt der Speicher eine Zugriffszeit von1,6 ns. Die Spannung der acht Speicherchips mit jeweils 32 MB beträgt 2 Volt, vier befinden sich auf der Oberseite, vier auf der Rückseite. Alle sind passiv gekühlt, wobei die Kühlung der oberen Module als deutlich besser erscheint, da sie direkt mit dem Kühlkörper in Kontakt kommen. Allerdings geben GDDR3-Speichermodule die Hitze an das PCB ab - die Kühlung ist also eher Optiksache. Die Module sind über ein 256-Bit-Interface angebunden.

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Ein Bild der GPU bei abgenommenem Kühlkörper darf natürlich auch nicht fehlen:

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Der Chip in 110-nm-Fertigung wird mit 400 MHz getaktet und besitzt 16 Pixelpipelines sowie 6 Vertex-Shader.

Einen kurzen Blick werfen wir auch noch auf den Lieferumfang:

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Sapphire legt Folgendes mit ins Paket:

Gerade an Kabeln findet man hier alles, was man benötigt - aus diesem Grund ist das Paket von Sapphire durchaus als sehr gut zu werten. Bei anderen Herstellern wird man zwar teilweise von Software und Spielen nur so erschlagen, ob dieses für den Kunden einen Wert hat, ist jedoch meistens vom Geschmack des Käufers abhängig - und dieser ist bekanntlich sehr unterschiedlich. Mit den beiden Spielen hat man zwar keine aktuellen Renner im Lieferumfang, aber zumindest ein paar ordentliche Spiele.

Empfehlenswert ist, dass Sapphire hier das Redline-Tool beilegt, denn im Catalyst-Treiber ist für die X800XL-Karte keine Overclocking-Möglichkeit gegeben. Leider ließ sich bei uns das Redline-Tool von der CD nicht installieren, es musste erst ein Internet-Update her. Sapphire bestätigte uns jedoch, dass die CDs im Handel auf einem aktuellen Stand wären.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Stromaufnahme, die Overclocking-Fähigkeiten und die Lautstärke der Karte.


Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Das geht auch deutlich leiser - unser Messgerät zeigte zwar "nur" 62,5 db an, dadurch dass die Karte jedoch in einem recht hohen Tonbereich den Lärm erzeugt, wird sie recht nervig. Ein größerer, langsam drehender Lüfter wäre hier sicherlich empfehlenswerter - aber eventuell möchte sich Sapphire die Option freihalten, auch hier eine Toxic-Serie mit optimierten Kühlkörper-Design nachzuschieben. Somit ist die Karte im 3D-Betrieb, wenn der Lüfter schneller dreht, schon etwas nervig. Allerdings gibt es trotzdem noch lautere Modelle.

Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant:

Im Vergleich zu den anderen X800-Karten liegt die Sapphire X800XL im akzeptablen Bereich - trotzdem verwundert der doch noch recht hohe Verbrauch etwas. Zum einen hätte man sicherlich von einer 110-nm-GPU etwas weniger erwartet, zum anderen sind natürlich genau hier in der Chipproduktion dieselben Probleme zu suchen wie bei der Produktion von CPUs - denn auch hier nehmen die Leckströme aufgrund der geringen Gate-Länge immer mehr zu. Erstaunlich ist aber, dass Sapphire hier auf den zusätzlichen PCI-Express-Stromanschluss verzichten kann, obwohl fast die Aufnahme einer Sapphire X800XT erreicht wird, die immerhin einen derartigen Anschluss besaß. Zu den Stromsparwundern gehört die Karte also unter Last nicht - aber dann können schließlich die Stromsparmechanismen auch nicht greifen.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick:

Auch im 2D-Modus liegt die X800XL etwas besser als die höher getaktete X850XT, aber über der X800XT. Mit knapp 120 W verbraucht die Karte allerdings weniger als die GeForce 6800 GT-Serie, hier hat ATI also durch die Implementierung von PowerPlay 5 in den Kern etwas gewonnen.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich quälen wollten wir das rare Sample von Sapphire jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 110-nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob ATI noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit 400 MHz noch nicht sehr hoch getaktet, da ja bereits die 130-nm-GPU 590 MHz erreicht.

Allerdings mussten wir aufgrund der fehlenden Fähigkeiten für das Overclocking im Catalyst 5.1 für die Radeon X800XL auf Powerstrip zurückgreifen. Alternative hätte man auch das Redline-Tool von Sapphire verwenden können:

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Kommen wir nun aber zu unseren Ergebnissen:

Knapp 10% können wir hier übertakten - mehr nicht. Im Endeffekt ist dies für einen 110-nm-GPU etwas wenig - aber eventuell ist dies auch der Grund, warum ATI die GPU erst einmal für die kleineren 16-Pipelines-Karten einsetzt und im Mainstream-Bereich positioniert. Eventuell ist aber auch unser Modell als eines der ersten R430-Modelle noch etwas schwach auf der Brust. Auch beim Speicher hätten wir etwas mehr erwartet. Immerhin erreicht man durch die Übertaktung die 5000 Punkte-Marke bei 3DMark 2005 und kommt auch in der Performance knapp 500 Punkte höher.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual Channel DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3,4 GHz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Wie immer bei neuen Karten muss man oft auch auf neue Treiber setzen. Wir haben diesmal den Catalyst 5.1 eingesetzt und die Einstellungen der vorhergehenden Treiber weitgehend übernommen. Um allerdings einmal darzustellen, wie sich die im Catalyst Control Center befindliche Option "Catalyst A.I." reagiert, haben wir die Benchmarks einmal mit und einmal ohne Catalyst A.I. ausgeführt und haben die Einstellungen mit Catalyst A.I noch auf der kleinen Optimierungsstufe belassen. Erstaunliche Ergebnisse bekommt man dabei vor allen Dingen beim Antialiasing.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks:


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist. Letzterer ist aus diesen Gründen auch aus unserer Testreihe ausgeschieden.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar:

Die X800-Karten liegen hier traditionell sehr gut - die X850XT PE liegt vor der X800XT, im Anschluss kommt die X800XL, die sich noch vor der GeForce 6800 Ultra platzieren kann. Mit aktiviertem Catalyst A.I schiebt sich die X800XL sogar noch vor die X800XT - die Optimierungen machen es möglich.


Vulpine GLMark 1024x768 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar:

In diesem Benchmark rücken alle Karten ziemlich nahe aneinander, wobei die Radeon-Karten hier noch nie wirklich überzeugen konnten. So findet man die X800XL auch nur im Mittelfeld wieder - bei einem mittlerweile so alten Programm aber auch nicht wirklich ein Beinbruch.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, dass die Grafikhardware ähnlich wie bei 3DMark 2000 nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.


Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch bei GLExcess finden wir wieder die typische Reihenfolge der X8xx-Karten von ATI, in dem typischen Abstand kommt die X850XT PE als erste Karte ins Ziel, die X800XT ist knapp dahinter, dann kommt die X800XL. Im Vergleich zu den NVIDIA-Karten liegt man hier wieder hinter der 6800GT und Ultra, das ist in diesem Benchmark allerdings auch nicht unbedingt tragisch.


Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar:

Codecreatures schmeckt den ATI-Karten wieder sehr gut - hier liegt man mit der GeForce 6800 Ultra an der Spitze. Die X800XL schlägt sich sehr gut - aufgrund des unterschiedlichen Treibers kann man sogar die X800XT überholen.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 400er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar:

Eigentlich lohnt hier nur ein Blick auf 1600x1200 - ansonsten liegen alle Grafikkarten gleich auf an der Spitze. Die X800XL kann sich aber recht gut schlagen, kommt aber beispielsweise hinter einer GeForce 6800 GT ins Ziel. Preislich sollte sie aber ebenso unter dieser Karte liegen - die Performance geht also absolut in Ordnung.


Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar:

Klar CPU-lastig ist dieser Benchmark - aus diesem Grund sieht man auch von 1024x768 bis 1600x1200 praktisch immer identische Werte.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar:

Ohne Optimierungen und im Grafikkarten-lastigen Flyby-Modus kann die X800XL ungefähr zwischen einer GeForce 6600 GT und einer GeForce 6800 GT ins Ziel kommen - da sie hier auch preislich ziemlich in der Mitte liegt, ist das ein sehr gutes Ergebnis. Die X800XT ist noch ein kleines Stückchen schneller.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Hier ist ATI traditionell den NVIDIA-Karten unterlegen - selbst die X850XT Platinum Edition ist praktisch zunächst sogar einer 6600 GT unterlegen. Erst bei 4xAA wird es interessant - dann kann die X800XL zulegen und kommt schlussendlich wieder zwischen der GeForce 6600 GT und der GeForce 6800 GT ins Ziel.


DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion, als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar:

DroneZ läuft auch auf praktisch allen Karten ausreichend schnell - und auch hier kommt die X800XL zwischen der GeForce 6600 GT und der GeForce 6800 GT ins Ziel. Da die X800-Karten auch hier nicht so schnell sind, ist die Leistung durchaus in Ordnung - man liegt wieder nur knapp hinter der X800XT und der X850XT PE.


Splinter Cell 1024x768 (Ubisoft)

Tom Clancys Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2 b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar:

Ziemlich genau das Ergebnis einer GeForce 6800 GT erreicht die X800XL hier - und kommt somit deutlich vor den Karten ins Ziel, die nur 8 Pixelpipelines besitzen.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

X2 scheint vor allen Dingen vom neuen Catalyst 5.1 zu profitieren, so kommt die X800XL hier trotz nominell schlechterer Leistung als die X800XT vor dieser ins Ziel. Die X800XT hatten wir noch mit dem Catalyst 4.9 getestet. Generell sind die X8xx-Karten von ATI hier aber perfekt unterwegs und sind allesamt auf den ersten Plätzen zu finden. Die GeForce-Serie wird hier in Schach gehalten - selbst in ungünstigen Situationen ist die X800XL hier also schneller als eine GeForce 6800 Ultra.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch hier liegt die X800XL praktisch in allen Bereichen auf dem Niveau einer GeForce 6800 GT - teilweise sogar darüber. Mit aktiviertem Catalyst A.I. schlägt sie sogar teilweise die Ultra-Karte - und ob man die Optimierungen erkennen kann, ist eine andere Sache. Die X800XT ist immer etwas schneller, die X850XT PE ist hier die Karte schlechthin, da sie in FarCry selbst bei 1600x1200 mit 4xAA und 16xAF noch über 40 fps liefern kann. Mehr geht nur mit einem SLI-System.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch bei Unreal Tournament kommt die Karte knapp an die Leistung der GeForce 6800 GT heran - die X800XT kann sich knapp vor der Konkurrenz-Karte platzieren, die allerdings gerade mit den letzten Treibern wieder deutlich zugelegt hat, wie man anhand der kürzlich getesteten Leadtek-Karte sehen kann. Etwa ein Treiber-Trick? Möglich ist dies auf jeden Fall, wenn man sich die Beschleunigung der Sapphire Radeon X800XL mit und ohne Catalyst A.I. ansieht - die Frameraten steigen von 23 fps auf 38 fps bei 1600x1200 mit 4xAA und 16xAF.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Doom 3 ist schon immer ein NVIDIA-Benchmark gewesen und so sehen wir die Sapphire X800XL-Karte auch nur auf den mittleren Plätzen. Die Karte kommt zwar vor einer GeForce 6600 GT ins Ziel, aber die GeForce 6800 GT ist deutlich davon gezogen. Selbst eine X850XT PE kann hier keine höheren Frame-Raten zeigen.


Schaut man sich die Benchmarks an, so bekommt man einen Eindruck vom aktuellen ATI-Lineup: Die X850XT PE ist die aktuelle High-End-Karte, knapp dahinter kommt der bisherige Spitzenreiter X800XT. Die X800XL aus dem heutigen Test setzt sich in ungefähr demselben Abstand direkt hinter die X800XT. Die anderen alten und neuen Karten - die X850 XT, die X850 Pro und die X800 sowie die X800 Pro werden sich jeweils noch hinzugesellen, mit geringem Performance-Abstand. Aber macht es überhaupt Sinn, sieben X8xx-Modelle zu präsentieren, wenn der Performanceabstand in vielen Bereichen gar nicht mal so groß ist?

Sicherlich liegt zwischen der X800 Pro und der X850XT Platinum Edition ein deutlicher Unterschied, aber gerade zwischen den Top-Karten mit 16 Pixelpipelines ist der Unterschied doch recht gering. Ob man nun eine X800XL für angedachte 299$ empfohlener Endkundenpreis erwirbt oder auf die fast doppelt so teure X850XT PE setzt, ist im Endeffekt nur noch ein finanzieller, aber weniger ein leistungsmäßiger Unterschied. Die X800XL hat bis auf die Overdrive-Funktionen alle Features der großen Karte, was Video-Encoding und die sonstigen Funktionen angeht. Und Overdrive bekommt man bei Sapphire beispielsweise auch über das Redline-Tool. Wer also nicht unbedingt zwei DVI oder die allerbeste Performance benötigt, ist mit der X800XL also sehr gut bedient.

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Etwas abzuwarten bleibt noch die Übertaktungsmöglichkeiten, die sich mit dem neuen 110-nm-Kern ergeben. Hier haben wir deutlich mehr erwartet und sind etwas enttäuscht, dass der 400 MHz getaktete Kern nur knapp 450 MHz erreicht hat, wenn ATI den 130-nm-Kern bereits auf 590 MHz beschleunigen konnte. Aber eventuell bekommt man die Fertigung des R430 noch etwas in den Griff und die nächsten Modelle können deutlich höher getaktet werden - hier hilft nur abwarten.

Sapphire hätte gut daran getan, der Radeon X800XL eine etwas bessere Kühlung zu verschaffen. Zwar ist die Karte von der Leistungsaufnahme etwas genügsamer als eine X800XT, aber durch den kleinen Lüfter ist die Karte dann doch recht laut. Hier hätte ein etwas größerer Lüfter und eine großere Kühlerfläche sicherlich geholfen, um eine richtig schöne, leise Grafikkarte zu bauen, die auch ausreichend gekühlt wird. Vielleicht rüstet Sapphire hier noch nach und vermarktet eine X800XL-Variante auf Basis der Toxic-Serie mit einer schickeren Kühlung.

Ob es nun ATI oder NVIDIA sein muss, kann der Kunde nur anhand seiner Lieblingsspiele entscheiden - mal hat ATI die Nase vorne (z.B. FarCry und X2), mal liegt NVIDIA vorne (Doom 3 und Unreal Tournament 2004). So zieht sich dies durch sämtliche am Markt befindliche Spiele. Während bei NVIDIA die GeForce 6800 GT deutliche Power vermittelt und im Preisbereich über 300 Euro führend ist, kann ATI im Preisbereich darunter punkten. Die X800XL liegt hier praktisch perfekt. Wer noch weniger ausgeben möchte, der hat noch die Auswahlmöglichkeiten zwischen der X800 oder NVIDIAs GeForce 6600 GT-Serie - hier sind wir gespannt auf den Leistungsvergleich, wenn uns eine X800-Karte vorliegt.

Positive Punkte der Sapphire Radeon X800XL:

Negative Punkte der Sapphire Radeon X800XL:

Im Endeffekt wird die X800XL wohl die GeForce 6800 GT von NVIDIA: Sie besitzt die vollen Pipelines und Features, nur die Taktraten sind etwas niedriger, dafür ist der Preis aber deutlich attraktiver. Die Sapphire-Lösung kann qualitativ gefallen - und da die Karten des größten ATI-Abnehmers im Handel auch recht günstig zu haben sind, wird die Radeon X800XL sicherlich auch in viele Gamer-Rechner wandern.

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