SLI High-Performance Test

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In unserer ausführlichen Berichterstattung sind wir bereits auf das erste auf dem Markt erhältliche SLI-Mainboard ASUS A8N-SLI Deluxe eingangen und auch den SLI-Modus und die Performance zweier High-End-Grafikkarten haben wir ausführlich betrachtet. Allerdings mussten wir feststellen, dass der SLI-Modus nicht nur zwei leistungsstarke Grafikkarten benötigt, sondern auch eine leistungsstarke CPU, damit beide Grafikkarten auch ordentlich gefordert werden können und die Spiele nicht CPU-lastig werden. Wie sich das System bestehend aus AMD Athlon 64 FX-55, der mit einer Vapochill LS gekühlt wurde, 2x NVIDIA GeForce 6800 Ultra und ASUS A8N-SLI schlägt, verdeutlichen die folgenden Seiten.

Als erstes möchten wir ein herzliches Dankeschön an MIPS-Computer aussprechen, die uns neben der Vapochill LS in einem LianLi Gehäuse auch den AMD Athlon 64 FX zur Verfügung stellten. Wie bereits erwähnt, wollen wir mit diesem Test zeigen, welche Ansprüche an ein heutiges High-End-SLI-System gestellt werden. Zwei GeForce 6800 Ultra-Karten wollen mit Daten gefüttert werden, daher viel unsere Wahl auf die wohl schnellste Gaming-CPU am Markt, den AMD Athlon 64 FX-55. Doch auch damit nicht genug: Damit auch hier das Maximum aus der CPU heraus geholt werden kann, bedarf es einer entsprechenden Kühlung. Unsere Wahl fiel auf eine Vapochill LS, welche in unseren Augen der beste Kompromiss aus leistungsstarker Kühlung und Alltagstauglichkeit ist.

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Leider blieb es uns verwehrt, auch die beiden Grafikkarten z.B. mit einer Wasserkühlung zu versehen. Hier liegen neben der CPU die meisten Reserven verborgen und auch die kommenden BIOS-Versionen für das ASUS A8N-SLI dürften das Leistungspotenzial des Mainboards bzw. des kompletten Systems nach oben drehen. Die Grafikkarten sind jedoch als Leihgaben von NVIDIA sicherlich nicht dazu geeignet, die raren Samples möglicherweise durch extreme Experimente zu zerstören - so blieben wir bei einer gemäßigten Art des High-End-Overclockings.

Natürlich sollte man sich vor diesem 3.Teil des Testberichtes über die SLI-Technologie eventuell unsere ersten beiden Artikel genauer ansehen. Zudem haben wir vor einiger Zeit auch bereits einen Testbericht über die Asetek Vapochill LS veröffentlicht, die sicherlich in diesem Bereich auch einige Antworten geben kann, wie ein Tiefkühlsystem funktioniert und wo die Stärken und Schwächen dieser Kühlung zu suchen sind.

Auf der folgenden Seite wollen wir uns die Kühlung, also die Vapochill LS einmal näher anschauen. Anschließend gehen wir natürlich besonders auf die getätigten Tweaks ein, die wir verwendet haben, um das Maximum aus einem SLI-System heraus zu holen. Schlussendlich haben wir Gas gegeben und wollen anhand von ein paar Benchmarks zeigen, welche Leistung erreicht werden kann.


Das Vapochill kommt schon von Haus aus im edlen Aluminium-Design passend zum LianLi-Style daher. Ein blau invertiertes LCD ist auch schon montiert. Im Bezug auf die Unterstützung von Motherboards und Netzteilen hat sich auch einiges getan. Bei den alten Vapochill-Versionen war es zwingend notwendig ein sehr leistungsstarkes Netzteil zu besitzen, da das Vapochill über die 12 Volt-Leitung gespeist wurde. Zusammen mit unserem SLI-System und dem verwendeten Athlon 64 FX-55 würde das System mit dieser Befeuerung wohl kaum mehr starten. Nun wird das Vapochill direkt an die 230V-Leitung des Netzteils angeschlossen, deshalb sind Probleme bezüglich der Stromversorgung der Kühlung nicht mehr vorhanden. Man muss natürlich für eine entsprechend hoch ausgelegte Stromversorgung für die übertakteten Komponenten sorgen.

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Das Vapochill basiert auf einem reinen R404a/R507-Kompressor. Es handelt sich um den Danfoss FR 8,5 CLX-Kompressor. Der Evaporator des Vapochill basiert auf dem des BakerBlocks, der von Baker von XtremeSystems.org entwickelt wurde.

Vor allem der schnelle CPU-Wechsel ist positiv aufgefallen. Ein großer Vorteil vom Vapochill ist, dass das mitgelieferte CPU-Kit zu Intel und AMD kompatibel ist. Es wird der Sockel 478 von Intel und seitens AMD die Sockel 754, Sockel 940 und der neue und von uns verwendete Sockel 939 unterstützt. Infolgedessen kann man sein System wechseln ohne immer ein neues CPU-Kit kaufen zu müssen. Auch eine Halterung für den Sockel 775 erschien vor kurzer Zeit, somit auch dem Einsatz der brandneuen Intel Prozessoren nichts mehr im Wege steht.

Bisher war ein Mainboardwechsel mehr als problematisch. Die verwendeten Schaumstoff-Matten mussten geklebt werden. Erst einmal eingeklebt, bekam man sie nur in kleinen Stücken vom Mainboard herunter. Die neuen Neoprenpads werden allerdings nicht mehr geklebt und erlauben so auch die mehrmalige Verwendung.

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Durch die Gitteröffnungen auf beiden Seiten ist der Kompressor sehr schön zu erkennen. Eine Ähnlichkeit des Startgeräuches mit dem eines Kühlschrankes ist wegen der Baugleichheit nicht zu bestreiten. Der Kompressor, in welchem der heiße Dampf mit Hilfe von hohem Druck wieder auskondensiert wird, sitzt in der Mitte des Gehäuses.

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Asetek empfiehlt, wie in unserem Falle, die Benutzung der Gehäuse von LianLi, da diese optimal auf das Gehäuse des der Vapochill LS passen und so einen elden Eindruck des Gesamtsystems hinterlassen.

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Im vorderen Teil ist neben dem Schriftzug auf der Oberseite des Gehäuses auch der Wärmetauscher untergebracht. Durch dessen Kapillarsystem wird die Kühlflüssigkeit geleitet, um anschließend wieder tiefgekühlt ihren Weg über den zu kühlenden Prozessor zu beschreiten.

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Auf der Rückseite befindet sich einer der beiden großen 120 mm Lüfter, der mit ausreichend Drehzahl und Luftstrom vor kühle Luft im Gehäuse sorgt. Allerdings ist auch die dadurch entstehende Geräuchkulisse nicht zu verachten, was die Vapochill LS nicht gerade zu einem leisen Bürogehäuse macht.

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Im Folgenden wollen wir uns die im SLI System verbauten Komponenten einmal genauer anschauen.


Einen ausführlichen Blick auf das ASUS A8N-SLI haben wir bereits in unserem Review geworfen. Das Mainboard ist mit dem NVIDIA nForce4-Chipsatz ausgestattet, der alle Sockel 939-Prozessoren unterstützt. Neben der Unterstützung für Sockel 939 AMD Athlon 64 und AMD Athlon 64 FX Prozessoren bietet es noch zahlreiche Features wie NVIDIA SLI, Serial-ATA II und natürlich PCI-Express.

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Die beiden NVIDIA GeForce 6800 Ultra-Karten haben wir ebenfalls im SLI - Performance-Review bereits betrachten dürfen. Wie bereits erwähnt, versuchten wir hier mit der Standard-Luftkühlung einen möglichst hohen Takt zu erreichen. Mit 446 MHz GPU- und 1.200 MHz Speichertakt war ein stabiler Betrieb ohne Fragmente zu gewährleisten. Ein höherer Takt verursachte willkürliche Abstürze und sorgte für teilweise starke Bildfehler.

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Einen Ausblick auf den AMD Athlon 64 FX-55 konnten wir bereits in unserem Artikel zum AMD Athlon 64 4000+ geben, allerdings stand uns damals noch keine CPU zur Verfügung. Ein Review zum AMD Athlon 64 FX-55 folgt in den nächsten Tagen.

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Die hier abgebildeten Twister Pro sind Ableger der bekannten Twister-Serie aus dem Hause TwinMOS. Dank der Samsung TCCD-Speicherchips waren so Timings von 2.5-3-3-7 in unserem Test möglich.

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Deutlich zu erkennen ist, dass es im System sehr beengt zugeht. Die beiden Grafikkarten und deren Kühlkörper nehmen derart viel Platz in Anspruch, dass ein Anschließen weiterer Komponenten nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl möglich ist. Sehr schön zu erkennen ist der dick isolierte Kühlschlauch, der aus dem Vapochill LS-Gehäuse durch ein Loch im Boden des Lian Li Gehäuses zum CPU Sockel geführt wird.

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Nach Installation aller Komponenten und einem BIOS-Update auf die Version 1003.004 begannen wir sofort damit, die CPU auf einen möglichst hohen Talkt zu bringen, ohne dabei die Stabilität zu beeinträchtigen. Um auch stabile Benchmarkdurchläufe zu gewährleisten, war bei einem Referenztakt von 244 MHz und einem Multiplikator von 14 Schluss, was in einer CPU Frequenz von 3.171 MHz resultiert. Die CPU Spannung wurde dabei auf die im BIOS bisher maximale Höchstgrenze von 1,65 Volt gestellt. Wie der CPU-Z Screenshot zeigt, legt das Mainboard allerdings eine etwas niedrigere Spannung an. So konnten wir das Potenzial unserer Kühlung nicht wirklich ausnutzen. Die Hyper Transport Frequenz war dabei auf 4x eingestellt.

Die beiden Twister Pro RAM-Module liefen dabei mit Timings von 2.5-3-3-7 und waren noch lange nicht am Ende ihrere Möglichkeiten. Der höchsten Referenztakt den wir mit diesem System erreichten, war 265 MHz bei einem Multiplikator von acht.

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Hier können wir noch einmal einen schönen Blick auf die Konstellation bestehend aus ASUS Mainboard, Vapochill LS Evaporator und TwinMOS Twister Pro Modulen werfen.

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Das folgende Bild lässt wiederum einen kompletten Überblick über sämtlichen Komponenten zu. Wir nehmen dies zum Anlass, um auch auf die Stromversorgung unseres SLI-Systems genauer einzugehen.

Ein stabiler Betrieb mit einem übertakteten AMD Athlon 64 FX-55 und den zwei NVIDIA GeForce 6800 Ultra war mit einem 480 Watt Tagan Netzteil war nicht möglich. Auch das in unserem SLI-Test verwendete SilverStone 520 Watt Netzteil konnte keinen stabilen Betrieb gewährleisten. So mussten wir auf einem Trick zurückgreifen und ließen den AMD Athlon 64 FX-55 und sämtliche weiteren Komponenten durch das Tagan versorgen. Die beiden NVIDIA GeForce 6800 Ultra wurden separat durch das SilverStoneNetzteil versorgt.

Der Stromverbrauch eines solchen Systems ist enorm:

Stromverbrauch idle (Gesamtsystem)

Unter Last steigt der Stromverbrauch des Gesamtsystems dann deutlich an.

Stromverbrauch Last (Gesamtsystem)

Einen derart hohen Stromverbrauch mussten wir noch bei keinem von uns getesteten System messen. Zum hohen Stromverbrauch tragen maßgeblich die Vapochill LS und der übertaktete AMD Athlon 64 FX-55 bei. Die beiden übertakteten Grafikkarten dürfen kaum eine Rolle spielen, was die Steigerung gegenüber dem vormaligen Test betrifft, da hier die Spannung nicht angehoben wurde und die Übertaktung prozentual nicht so hoch war wie beim Prozessor.

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Kommen wir nun zur Betrachtung des Testsystems und zum wirklich interessanten Teil unseres SLI-High-Performance-Testes, den Benchmarks.


Da sich das ASUS A8N-SLI Deluxe bereits in unserem Testlabor befindet, greifen wir natürlich auch auf dieses erste nForce4 SLI-Mainboard im Test zurück. Allerdings jagen wir das Board mit den dazugehörigen Grafikkarten diesmal durch unsere Grafikkarten-Tests. Hier befinden sich bereits einige Karten in unserer Vergleichsübersicht, die wir allerdings mit einem Pentium 4 Extreme Edition 3.4 GHz getestet haben. Die Performance ist also nicht 100%ig vergleichbar, da die CPU einen entscheidenden Einfluss auf die Gaming-Performance besitzt. Um die Unterschiede entsprechend hervorzuheben, haben wir die neuen Benchmarks entsprechend gekennzeichnet.

Hardware:

Software:

Bei den Benchmarks verzichten wir auf Spiele und Anwendungen, die keinen SLI-Betrieb unterstützt.

Zeit neue Hardwareluxx.com Benchmarkrekorde aufzustellen.


3DMark 2003 1024x768 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Der Benchmark ist also mit dem gebührenden Abstand eines synthetischen Benchmarks zu betrachten.

3DMark 2003 1280x1024

3DMark 2003 1600x1200

3DMark 2005 1024x768 (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer, muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. Aufgrund der enormen Hardwareanforderungen muss man aber beachten, dass Grafikkarten, die weniger als 256 MB Speicher haben, nicht 3DMark 2005 ausführen können, wenn AA und AF eingeschaltet werden.

3DMark 2005 1280x1024

3DMark 2005 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und mißmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 2xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 2xAA max. AF

Doom 3 1024x768 4xAA max. AF

Doom 3 1280x1024 4xAA max. AF

Doom 3 1600x1200 4xAA max. AF


Halo 1.05 1024x768 (Bungie)

Das Spiel Halo kennt man sicherlich von der XBox - war es doch der Kassenschlage zum Launch der Konsole. Die PC-Version eignet sich bei niedrigeren Auflösungen sehr gut zum Benchen der CPU und der Mainboards, da sie nicht sehr grafikkartenlastig ist und somit je nach Takt und Speicherdurchsatz sehr gut skaliert. Bei hohen Auflösungen verschiebt sich hingegen die Last zur Grafikkarte.

Halo 1.05 1280x1024

Halo 1.05 1600x1200

Halo 1.05 1024x768 2xAA 16xAF

Halo 1.05 1280x1024 2xAA 16xAF

Halo 1.05 1600x1200 2xAA 16xAF

Halo 1.05 1024x768 4xAA 16xAF

Halo 1.05 1280x1024 4xAA 16xAF

Halo 1.05 1600x1200 4xAA 16xAF


Counterstrike: Source 1024x768 (Valve)

Counterstrike Source ist ein leistungsfähiger Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkartentechnisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn bei Mainboardreviews in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können. Hier können wir mit einer hohen Auflösung und Antialising die Last auf die Grafikkarte verschieben.

Counterstrike: Source 1280x1024

Counterstrike: Source 1600x1200

Counterstrike: Source 1024x768 2xAA 16xAF

Counterstrike: Source 1280x1024 2xAA 16xAF

Counterstrike: Source 1600x1200 2xAA 16xAF

Counterstrike: Source 1024x768 4xAA 16xAF

Counterstrike: Source 1280x1024 4xAA 16xAF

Counterstrike: Source 1600x1200 4xAA 16xAF


Half-Life 2 d1_canals_09 1024x768 (Valve)

Half Life 2 verwenden wir mit zwei Demos - d1_canals_09 und d1_town_01. Das Spiel ist der aktuelle Verkaufsschlager, hat sich aber durch die Zwangsregistrierung und Online-Aktivierung bereits einige Kritik einstecken müssen. Die Grafik ist hingegen hervorragend, ebenso das Gameplay, denn mit wild ballern kommt man bei diesem 3D-Egoshooter nicht unbedingt ans Ziel.

Half-Life 2 d1_canals_09 1280x1024

Half-Life 2 d1_canals_09 1600x1200

Half-Life 2 d1_canals_09 1024x768 2xAA max. AF

Half-Life 2 d1_canals_09 1280x1024 2xAA max. AF

Half-Life 2 d1_canals_09 1600x1200 2xAA max. AF

Half-Life 2 d1_canals_09 1024x768 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_canals_09 1280x1024 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_canals_09 1600x1200 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_town_01 1024x768

Half-Life 2 d1_town_01 1280x1024

Half-Life 2 d1_town_01 1600x1200

Half-Life 2 d1_town_01 1024x768 2xAA max. AF

Half-Life 2 d1_town_01 1280x1024 2xAA max. AF

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Half-Life 2 d1_town_01 1024x768 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_town_01 1280x1024 4xAA max. AF

Half-Life 2 d1_town_01 1600x1200 4xAA max. AF


Unser Test bewies noch einmal, dass zu zwei leistungsfähigen Grafikkarten auch der entsprechende Untersatz gegeben sein muss. Mit dem vormals verwendeten AMD Athlon 64 3500+ konnten wir die beiden GeForce 6800 Ultra-Karten kaum fordern, da viele Benchmarks bei der brachialen Grafikkarten-Leistung CPU-lastig werden. Wenn sich dann die Grafikkarten anfangen zu langweilen, bringt SLI natürlich nichts mehr. Mit dem AMD Athlon 64 FX-55 auf 3.171 MHz hat sich das Szenario deutlich geändert hat. Im Schnitt erreichten wir ein um 30 bis 45 % höheres Ergebnis, was einem deutlich sichtbaren Performancegewinn entspricht. Nur in den wenigen Benchmarks, wo die Last immer noch bei den Grafikkarten liegen, konnten wir nur einen geringeren Performancevorteil messen.

Natürlich gelten für diesen SLI-High-Performance-Test die gleichen Kritikpunkte wie in unserem ersten SLI-Test:

Der erste Kritikpunkt war der Treiber - denn die SLI-Anwendungen müssen vom ForceWare unterstützt werden, um die Grafikkarten in einen SLI-Modus zu versetzen. Diese Unterstützung muss somit für jedes Spiel gegeben sein, auch wenn NVIDIA nach eignen Angaben bereits 50 Spiele und Anwendungen im ForceWare 66.93 unterstützt. Das im Treiber hinterlegte Profil bestimmt, ob der SLI-Mode im Alternate Frame Rendering (AFR) oder Split Frame Rendering (SFR) ausgeführt wird. Ein eigenes Profil kann offiziell noch nicht erstellt werden, sodass NVIDIA für jedes neu erscheinende Spiel auch den passenden neuen Treiber liefern muss. Dies müsste dann bestenfalls im gleichen Tag geschehen, damit der Gamer nicht eine Woche mit dem neuen Game vor seinem SLI-System verbringt und darauf warten muss, dass der entsprechenden Treiber erscheint.

In der Zwischenzeit ist es aber auch möglich, das System für alle Spiele und Anwendungen auf den SLI-Modus festzulegen. Möglich wird dies durch die inoffiziellen Forceware 71.20 Treiber und den Registry Eintrag CoolBits 2. Allerdings konnten wir die Auswirkungen auf die Nicht-SLI-Spiele bislang nicht testen, denn die GeForce 6800 Ultra-Karten mussten leider zur nächsten Redaktion und wurden pünktlich zu Weihnachten abgeholt. Somit können wir bislang noch nicht feststellen, ob die Funktion, die Grafikkarten in den SLI-Modus zu zwingen, zuverlässig ohne Grafikfehler und Abstürze funktioniert.

Neben den Einschränkungen durch den Treiber kann aber auch die Performance nicht in jedem Fall wirklich überzeugen. Zwar ist es derzeit mit zwei NVIDIA GeForce 6800 GT oder GeForce 6800 Ultra-Karten möglich, selbst aktuelle Grafikknaller wie Doom 3 und Half-Life 2 noch mit 1600x1200 bei 4x AA und 16x AF flüssig zu spielen, was derzeit keine Single-Karte leisten kann, aber die versprochene Leistungssteigerung um den Faktor 1,87 konnten wir nur in wenigen Teilbereichen erreichen. Das liegt aber nicht an SLI - sondern am Prozessor. In diesem Review haben wir bewiesen, dass man den entsprechenden Unterbau benötigt - ein Athlon 64 3500+ ist in den meisten Fällen einfach zu schwach.

Erst mit einem High-End-Prozessor wird es möglich, in den meisten Spielen nochmals ein deutliches Performanceplus zu erreichen, weil die Grafikkarten dann endlich wieder richtig gefordert werden und die Last nicht auf Seiten der CPU liegt. Doch für die meisten User wird es sicherlich schwer finanzierbar, zu den teuren Grafikkarten im Zweierpack auch noch einen Athlon 64 FX-55 zu erwerben. Die Variante von uns mit einem Vapochill wird sicherlich für noch weniger Leser in Betracht kommen.

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Klar ist jedoch auch, dass die hier gezeigte Leistung wirklich beeindruckend ist - mehr als 10.000 Punkte im aktuellen 3DMark 2005 sind ebenso beeindruckend wie die Tatsachen, aktuelle Spiele wie Doom 3, Half Life 2, FarCry oder andere mit 1600x1200 bei 4xAA und 16xAF flüssig spielen zu können. Das dies auf Kosten der Stromrechnung geht, ist klar - für denselben Stromverbrauch kann man sich praktisch vier Pentium M-Rechner zusammenstellen.

Noch einmal einen herzlichen Dank an MIPS-Computer, die uns die Vapochill LS und den AMD Athlon 64 FX-55 zur Verfügung stellten:

Damit beschließen wir erst einmal unseren dritten SLI-Test. Klar ist, dass es noch weitere Testberichte mit diesem Thema geben wird  - schließlich ist mit den finalen Karten am Markt noch zu testen, ob diese auch problemlos laufen, wenn sie von unterschiedlichen Herstellern kommen. Zudem wollen wir natürlich auch noch einen Blick auf die kommenden SLI-Mainboards werfen. SLI bleibt bei uns also weiter ein brandheißes Thema.

Weitere Links:

Weitere Grafikkarten-Reviews finden Sie in unserer Testdatenbank unter Grafikkarten (aktuell über 1300 Grafikkartentests vorhanden).

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