ATI Radeon X700XT - der Test

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Die letzten Wochen waren wieder geprägt von Vorstellungen einiger neuer GPUs. Diese sind diesmal im Mainstream-Segment etwas interessanter für den normalen Kunden, der nicht 500 Euro für die aktuellen Top-Karten ausgeben möchte, aber trotzdem sehr gute Leistung im 3D-Bereich erwartet. Die direkten Konkurrenten im Mainstream-Segement bis 200 Euro heißen NVIDIA GeForce 6600 GT und ATI Radeon X700XT. Die GeForce 6600 GT hatten wir schon im Test, einen Artikel zur X700-Technik hatten wir ebenfalls schon veröffentlicht - aber es fehlte uns noch eine ausführliche Performance-Betrachtung. Mit diesem Artikel wollen wir dieses nachholen.

ATI schickte uns zu diesem Zweck eine ATI Radeon X700XT-Karte mit 128 MB - das Referenzmodell, welches wir auch schon bei der Einführungsveranstaltung fotografieren und antesten konnten. Die Hersteller werden allerdings von ATIs Empfehlung etwas abweichen und auch X700XT-Karten mit 256 MB auf den Markt bringen. Die Ausbaustufe mit 256 MB war eigentlich nur für die langsamer getaktete X700 Pro-Serie gedacht, aber in einigen Bereichen mögen die 256 MB bei hohen Auflösungen und Antialiasing sogar Sinn machen.

Die meisten PCI-Express Karten hatten wir schon im Test. In unserem PCI-Express Grafikkarten Roundup haben wir die PCI-Express-Version der GeForce 6800-Serie mitgetestet, obwohl diese noch nicht erhältlich sind. Im selben Artikel haben wir die X600-Serie und die PCX-Karten von NVIDA mitgetestet. Die High-End-ATI-Variante kam mit der X800XT von Sapphire, schlussendlich haben wir natürlich auch die GeForce 6600-Serie getestet - der GeForce 6200-Artikel von letzter Woche schloss unsere Tests erst einmal ab.

Die Karte ist eine typische Mainstream-Grafikkarte - keine extra Stromanschlüsse und keine aufwendige Kühlung, weiterhin eine Ein-Slot-Variante und ein VGA-Out, ein TV-Out sowie ein DVI-Out:

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Technische Details zur Karte müssen wir sicherlich nicht mehr bringen - denn die X700 haben wir schon ausführlich in einem Technik-Artikel betrachtet. Auch das Layout der Karte wollen wir auf der nächsten Seite nur knapp behandeln, da wir vielfältige Retail-Karten erhalten werden, die wir ausführlicher betrachten möchten. Interessant ist aber sicherlich ein Überblick über die aktuellen ATI-Karten für PCI-Express:

Wir haben hier also die schnellste X700-Karte im Test, denn die Taktungen sind im Vergleich zur X700 Pro und X700 recht hoch. Damit sollte auch das Übertaktungspotential des 110 nm-Kerns recht gering sein, denn der Takt von 475 MHz ist schon sehr hoch. Beim Speichertakt hat man mit 525 MHz für eine Mainstream-Karte auch sehr schnellen, hochwertigen Speicher an Board, der GDDR3-Speicher ist mit 128 Bit angebunden.

Im Vergleich zur Konkurrenz, der GeForce 6600-Serie stehen wenige Unterschiede auf dem Papier - dieselbe Anzahl von Pipelines wird verwendet, ATI hat jedoch doppelt so viele Vertex-Shader in der X700. Dafür kann NVIDIA mit Shader Model 3.0 auftrumpfen, ATI setzt hier natürlich weiter auf Shader Model 2.0. Bezüglich der Speicheranbindung liegen beide Konkurrenten auf gleichem Niveau.

Aktuell findet man in den Preisvergleichen nur X700 Pro-Karten mit 128 und 256 MB. Die 128 MB-Karten liegen bei knapp 170 bis 190 Euro, die 256 MB-Varianten bei immerhin 180 bis 250 Euro. Die schnelleren X700XT-Varianten werden vom Preis bei der Markteinführung sicherlich noch etwas darüber liegen. Schaut man sich den Preis der Konkurrenzkarten mit GeForce 6600 GT-Chip an, so liegt man auf ähnlichem Niveau. Die PCI-Express-Karten mit 128 MB der GT-Variante liegen bei 180 bis 225 Euro, die 256 MB-Varianten bei knapp 220 Euro.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die X700XT-Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking :


Die RV410-GPU auf der X700XT befindet sich unter einem Kupferkühlkörper. Sie bietet 8 Pixelpipelines und 6 Vertex-Engines, die GPU läuft hier mit 475 MHz. Auf unserem Referenzmodell kommt natürlich auch ein Referenzkühlkörper zum Einsatz, man kann davon ausgehen, dass die Retail-Karten jedoch mit einem schicken, auffälligen Kühlkörper bestückt werden.

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Die GPU ist mit einem typischen Low-End-Lüfter bestückt - nicht gerade leistungsfähig, aber ein Kühlmonster wird hier auch nicht benötigt. Der RV410 ist in 0,11 µm-Technik aufgebaut, somit benötigt man hier keinen großen Kühlaufwand, um das Silizium bei annehmbaren Temperaturen zu halten. Zur Lüfterlautstärke kommen wir noch etwas weiter unten.

Auf der Rückseite der Karte befindet sich kein Chip - die Speicherchips hier sind nur bei der 256 MB-Variante bestückt.

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Im folgenden Bild sieht man den Kühlkörper mit den Lamellen und die Speicherchips.

Bei dem verwendeten Speicher - insgesamt 128 MB - handelt es sich um Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF), der mit 525 MHz und effektiv mit 1050 MHz DDR taktet. Der identische Speicher wird auch auf der GeForce 6800 Ultra und auf der X800 XT Platinum Edition (AGP) eingesetzt, nur mit höherer Taktfrequenz. Auch GDDR3 haben wir ausführlich im Technik-Artikel betrachtet - wobei hier anzumerken ist, dass ATI mit einer sehr guten Übertaktbarkeit der Speichermodule rechnet und Samsung starke Pläne hat, den Speicher bis zum Ende des Jahres bereits in Bereiche von 1000 MHz aufwärts takten zu können.

Der Speicher mit 1,6 ns ist für bis zu 625 MHz spezifiziert und kommt im FBGA-Package. Diesen Speichertyp bietet Samsung auch mit 1,25 ns und damit bis zu 800 MHz an. Das gibt Luft für entsprechende Tweaks der Hersteller, falls diese den schnelleren Speichertyp einsetzen; allerdings ist es genauso möglich, dass die Hersteller 2,0 ns-Module verwenden und den Speichertakt somit etwas niedriger ansetzen. Die Spannung der vier Speicherchips mit jeweils 32 MB beträgt 2 Volt. Im Gegensatz zu der GeForce 6800 Ultra-Serie befinden sich vier Module auf der Vorderseite; die vier auf der Rückseite findet man nur bei der 256 MB-Variante. Die Module sind über ein 128 Bit-Interface angebunden.

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Typisch sind die gebotenen Anschlüsse - VGA-Out, DVI-Out und TV-Out, wobei die Hersteller hier natürlich auch flexibel sind, z.B. Versionen mit zwei DVI oder einem Video-In/Out anbieten können. Die ViVo-Funktionen sind recht einfach über den Rage Theater Chip zu realisieren, der auf der vorliegenden Karte nicht vorhanden ist. Der Silk-Screen für diesen Chip ist jedoch auf dem PCB zu erkennen.

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Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder Ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Schlechte Leistung: Es ist zwar ein kleiner Lüfter verbaut, dieser dreht aber im 3D-Modus mit erstaunlich hoher Drehzahl und erzeugt somit einen extremen Lärm. Die X700XT ist deshalb lauter als die GeForce 6800GT und das sogar deutlich; hinzu kommt, dass durch den kleinen Lüfter ein sehr viel höheres Geräusch erzeugt wird, welches deutlich mehr lärmt als das tiefere Rauschen der nachfolgenden Karten. Wir nehmen an, dass die Lüfterkonstruktion wohl von keinem Hersteller so übernommen wird und die Hersteller auf eigene, leisere Varianten setzen werden. Möglich ist dies auf jeden Fall, denn der 0,11 µm-Kern wird nicht eine lautere Kühllösung benötigen als eine GeForce 6600 GT.

Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant :

Bei der Stromaufnahme sehen wir, dass die X700 im Lastbetrieb mehr verbraucht als eine GeForce PCX5900 und eine GeForce 6600 GT, aber in etwa in demselben 220 Watt-Gesamtaufnahme-Bereich liegt. Die Top-Karten verbrauchen mehr, die Low-End-Versionen deutlich weniger.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick :

Auch im 2D-Modus liegt die X700 etwas über der Konkurrenz, mit 118,5 Watt ist das System allerdings noch recht sparsam unterwegs. Die Low-End-Karten und die GeForce 6600 GT liegen aber mit knapp 8 Watt weniger noch leicht unter dem Wert der X700.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich fordern wollten wir das Muster jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 110 nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob ATI noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit maximal 475 MHz natürlich schon ziemlich ausgelastet, zudem hat ATI kurz vor dem Launch die Taktfrequenzen noch etwas nach unten gesetzt und statt dessen den Speichertakt nach oben ausgedehnt - vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass man bei 500 MHz schon ziemlich am Limit war.

Und so ist es schließlich auch - wir erreichen "nur" 513 MHz GPU-Taktfrequenz und knapp 550 MHz Speichertakt. Das ist nicht gerade eine grandiose Übertaktungsleistung und deshalb kommen wir auch beim anschließenden 3DMark 2003-Leistungsvergleich nur ein paar Punkte höher. Die GeForce 6600 lag hier beim Übertakten etwas besser.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual-Channel-DDR2-533; wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3,4 GHz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware:

Software:

Benchmarks:

Im Vergleich zu den bisherigen Tests kam wie für die neuen NVIDIA-Karten auch wieder ein neuer Treiber zum Einsatz; wir verwendeten einen Treiber der Catalyst 4.9-Serie mit abgeschaltetem Catalyst A.I. also mit möglichst deaktivierten Optimierungen; TriPerf ist hier beispielsweise deaktiviert. Sofern die NVIDIA dies anbietet, schalten wir es ebenfalls aus in unseren Treibern, um einen möglichst fairen Vergleich zu bieten. Allerdings sind wir kein Gegner von Optimierungen - sofern man diese offenlegt und die Möglichkeit bietet, sie abzuschalten, finden wir Optimierungen sogar gut, wenn sie die Performance eines Spiels positiv beeinflussen, ohne die Bildqualität herabzusenken.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks:


3DMark 2001 1024x768 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt musste auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße, wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar:

Zunächst geht es gut los - 3DMark 2001 scheint der X700 zu gefallen und so setzt sich die Karte knapp hinter die 6800 GT und vor die 6600 GT von NVIDIA. Der synthetische Benchmark ist aber nicht mehr wirklich aussagekräftig für die aktuelle Gaming-Performance; trotzdem verwenden wir ihn immer noch gerne für einen einsteigenden kleinen Vergleich.


Vulpine GLMark 1024x768 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt. Richtig in den Genuss der 3D-Szenen kommt man nur mit einer Geforce 3 oder höher bzw. einer anderen Environmental Bump Mapping-fähigen Grafikkarte. Allerdings ist der Benchmark zum Cross-Chip-Vergleich nicht allzu gut verwendbar, denn die nVidia-Karten haben aufgrund der Auslegung des Benchmarks auf die GeForce 3 hier eindeutige Vorteile.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Bei Vulpine liegen die NVIDIA-Karten traditionell besser und so kommt die X700XT hier nur auf eine Performance im Bereich zwischen der 6600 GT und der 6600-Karte.


GL Excess 1024x768 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen; man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, dass die Grafikhardware ähnlich wie bei 3DMark 2000 nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.


Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch bei GL Excess sehen wir wieder diese Reihenfolge - die X700-Karte liegt auf demselben Niveau wie die GeForce 6600GT, aber ist in den Benchmarks minimal hinter der NVIDIA-Karte zu finden.


Codecreatures Benchmark 1024x768 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test, weshalb auch DirectX 7-Grafikkarten nicht getestet werden können - Besitzer einer Geforce 2 MX400 oder einer Radeon 7500 wie auch einer Geforce 4 MX440 bleiben also außen vor; ebenso läuft die G550 nicht unter diesem Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, alle Tests, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier beginnt die X700XT sehr gut und setzt sich anfangs vor die GeForce 6600 GT; bei 1600x1200 hat die NVIDIA-Karte die X700XT allerdings wieder eingeholt.


Quake 3 Arena 1024x768 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle; allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 200er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht. Doom III steht aber vor der Tür...

Funktionen: Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen: High Details, jeweils 32 Bit, demo001, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch in diesem Benchmark ist die X700XT zunächst knapp besser, bei höheren Auflösungen holt die NVIDIA GeForce 6600 GT dann allerdings deutlich auf und liegt bei 1600x1200 deutlich vorne.


Comanche 4 1024x768 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader; allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark; hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar:

Hier ist ein klassischer Gleichstand zu beobachten - beide Karten liegen mit minimalen Abständen direkt beieinander; zwischen der X700XT und der GeForce 6600 GT besteht hier also kein Unterschied.


Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Dass die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher; das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar:

Vierfaches Antialiasing scheint der X700XT zu schmecken - hier kann sie an der GeForce 6600 GT vorbeiziehen. Vorher herrscht praktisch ein Unentschieden; die GeForce 6600 GT liegt mal vorne, in anderen Bereichen die X700XT. Hier nehmen sich beide Karten also wenig.


Return to Castle Wolfenstein 1024x768 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x768 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar:

Wie bei Quake3Arena ist auch in diesem Spiel die GeForce 6600 GT klar besser, die X700XT kann sich nur im Bereich der normalen 6600 einfinden.


DroneZMark 1024x768 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele aktuell. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollversion als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32 Bit; die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier liegt die X700XT eher zwischen der GeForce 6600 GT und der GeForce 6600; an die Konkurrenz-Karte kommt sie nicht wirklich heran und bietet nur eine mittlere Performance.


Splinter Cell 1024x768 (Ubisoft)

Tom Clancy's Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, das besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar:

Auch hier hat die X700XT immer eine geringere Leistung als die GeForce 6600 GT; allerdings liegt sie wirklich nur marginal hinter der NVIDIA-Karte, weshalb auch dieser Benchmark eher als unentschieden ausgeht.


X2 Demo 1024x768 (Egosoft)

X2 - The Threat entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x768 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x768 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Bis 2x AA liegt NVIDIA klar vorne, bei 4x AA gibt dann die X700 noch einmal etwas Gas und kann sich von der GeForce 6600 GT etwas absetzen.


FarCry 1024x768 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und missmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x768 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x768 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Hier ist es umgekehrt - zunächst ist die ATI Radeon X700XT und die NVIDIA GeForce 6600 GT praktisch gleich auf; mal liegt die eine Karte vorne, mal die andere. Bei 4x AA kommt aber hier die GeForce 6600 GT besser in Schwung und liegt schlussendlich deutlich vor der X700.


Call of Duty 1024x768 (Activision)

Call of Duty ist ein weiterer Shooter, der auf der Quake 3-Engine beruht. Die Engine wurde auch hier wieder deutlich aufgebohrt. Das neue Rendering-System ist für 200.000 Polygone gut und bietet Pixel- und Vertex-Shader-Support. Ebenfalls wurden die Animationen verbessert. Die Benchmarks wurden mit einer Quake 3-typischen Multiplayer-Timedemo erstellt.

Funktionen: Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen: jeweils 32 Bit, volle Detailstufen, Auflösungen 1024x768, 1280x1024 und 1600x1200

Call of Duty 1280x1024

Call of Duty 1600x1200

Call of Duty 1024x768 2x AA max. AF

Call of Duty 1280x1024 2x AA max. AF

Call of Duty 1600x1200 2x AA max. AF

Call of Duty 1024x768 4x AA max. AF

Call of Duty 1280x1024 4x AA max. AF

Call of Duty 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Auch bei Call of Duty ist bei hohen Auflösungen der Trend zugunsten der GeForce 6600 GT zu sehen. Den Framelimiter haben wir hier wie immer noch nicht ausgeschaltet, da wir ansonsten weniger Vergleichswerte präsentieren könnten. Damit sind die Aussagen bei 4xAA am sinnvollsten.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weitaus höheren Frameraten laufen.


Funktion: Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen: jeweils 32 Bit, Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x768 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar:

Unreal Tournament 2004 zeigt auch wieder ein Unentschieden zwischen der X700XT und der GeForce 6600 GT - beide Karten sind praktisch gleich auf; mal schwankt das Ergebnis zugunsten der X700XT, mal zugunsten der GeForce 6600GT.


Doom 3 1024x768 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich das Spiel des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1280x1024

Doom 3 1600x1200

Doom 3 1024x768 2xAA max. AF

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Unser Kommentar:

Hier fehlen uns noch ein paar Vergleichswerte, denn die GeForce 6600 haben wir mit Doom 3 noch nicht testen können, aber uns hilft die "simulierte" GeForce 6600 GT mit der aufgebohrten GeForce 6200, die mit 8 Pixelpipelines ungefähr zwischen der GeForce 6600 und der GeForce 6600 GT liegen sollte. Die ATI Radeon X700XT liegt kontinuierlich hinter dieser Karte - die GeForce 6600 GT sollte hier also auch deutliche Vorteile besitzen und die X700XT schlagen. Kein Wunder, denn NVIDIA verwendet diesen Benchmark auch deutlich für das Marketing.


Wer 200 Euro für eine Grafikkarte ausgeben will, kann eine Entscheidung zugunsten einer ATI Radeon X700XT oder einer NVIDIA GeForce 6600 GT fällen. Welche Karte man nimmt, wird von Fall zu Fall verschieden sein - wir haben gesehen, dass sich die Karten in der Performance kaum unterscheiden, aber in einigen Fällen die Benchmarks dann doch zugunsten der GeForce 6600 GT ausfallen. Allerdings kann sich dies wie immer mit einem Treiber oder einem Patch ändern und da beide Karten grundsätzlich identische Performancezahlen zeigen, werden andere Komponenten bei der Entscheidung wichtiger sein.

Als wichtig empfinden wir beispielsweise die Lautstärke einer Grafikkarte - hier hoffen wir, dass die Lösungen der Retail-Karten andere Lautstärkeeigenschaften zeigen; denn das Referenzsample von ATI nervte uns doch deutlich und erinnerte hier eher an eine letztjährlich verspottete NVIDIA-Kühlung. Dass dies nicht nötig ist, lässt sich auf den Stromverbrauch zurückführen, der im Bereich der GeForce 6600-Karten liegt. Somit sind deutlich bessere Kühllösungen am Markt zu erwarten; wir sind gespannt, was Sapphire, Club-3D, HIS, ASUS, MSI und andere sich hier ausdenken. Beim Overclocking machte sich zwar im Vergleich zu den zuletzt getesteten Karten etwas Ernüchterung breit, aber hier scheint der schon standardmäßig hohe GPU-Takt nicht mehr viel Raum nach oben zu lassen.

Klar ist, dass man mit der X700XT zur Zeit jedes Spiel am Markt spielen kann - und dies auch in hoher Auflösung mit akzeptabler Qualität und zugeschaltetem Antialiasing und anisotopischer Filterung. Zudem kann man auch noch kleinere Optimierungen hinzuschalten, sollte die Karte mal an die Leistungsgrenze kommen. Der Gamer wird mit der Karte auf jeden Fall glücklich, Probeme im Betrieb hatten wir keine. Das ist schließlich die Hauptsache - eine Grafikkarte muyy genügend Leistung bringen und das tut die X700XT vollkommen. Zu noch teureren Varianten von ATI und NVIDIA muss man eigentlich nur als Profigamer mit wirklich deutlich überdurchschnittlich gehobenen Ansprüchen greifen.

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Auch hier sind wir wieder beim Marketing angelangt - wie sich nun Shader Model 3.0 in Zukunft in Spielen verhält und wie die Unterstützung dieser besonderen Features im Vergleich zu Shader Model 2.0b auswirkt, kann man aktuell noch nicht absehen. Sicher ist, dass durch spezielle Programmierungen sowohl optische Vorteile wie auch Performancevorteile erreicht werden können; doch diese kann man sowohl auf Shader Model 3.0 wie auch auf Shader Model 2.0b erreichen. Eventuell macht dies auf Shader Model 2.0b etwas mehr Mühe - aber davon merkt der Kunde schlussendlich nichts. Das einzige "Feature", welches die GeForce 6600 GT also besitzt und sich als sinnvoll erweisen könnte, ist die SLI-Unterstützung. Nur bleibt hier abzuwarten, wie die GeForce 6600 GT unter SLI-Bedingungen tatsächlich skaliert. Mit der Verfügbarkeit der nForce 4-Chipsätze sollten wir dies bald testen können.

Für alle AGP-System-Besitzer ist die X700 hingegen wohl eher nichts, auch wenn ATI noch den Rialto-Chip auf den Markt bringt - die Radeon 9800 Pro ist in der Performance aufgrund der ähnlichen Architektur in einer gleichen Leistungsklasse; der Rialto-Chip sollte jedoch zusätzliche Kosten verursachen und auch ein neues Board-Layout ist für die Hersteller nicht unbedingt ideal.

Positive Punkte der ATI Radeon X700XT:

Negative Punkte der ATI Radeon X700XT:

Zumindest auf dem Papier scheint nun die GeForce 6600-Serie etwas besser auszusehen. Wie sich dies in der Praxis bewahrheitet, muss abgewartet werden; denn bislang haben es kaum GeForce 6600-Karten in den Handel geschafft und die X700-Serie ist ebenfalls noch nicht bei den Händlern in nennenswerten Stückzahlen aufgetaucht. Wir warten auf jeden Fall auf die ersten Tests der Retail-Karten und sind gespannt, was die Hersteller aus den RV410 und NV43-GPUs herauskitzeln können.

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