PCI-Express Grafikkarten Roundup

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Mit der Verfügbarkeit von PCI-Express-Chipsätzen steht auch eine neue Grafikkarten-Generation an. Hat man sich erst einmal den passenden Pentium 4-Prozessor auf Basis des neuen LGA775-Sockels ausgesucht und auch ein passendes Mainboard gefunden, beispielsweise über unseren Test zum Pentium 4 Sockel 775 und unserem letzten Mainboard-Roundup, dann stellt sich die nächste Frage : Welche PCI-Express-Grafikkarte soll in den neuen Rechner wandern. Einige GPUs kennt man schon als AGP-Variante, aber ist die Performance hier durchaus übertragbar oder ergeben sich Unterschiede ? Wie sieht es mit der Performance der neuen X600-Serie von ATI aus ? Besitzen die PCX-Varianten von NVIDIAs GeForce FX-Serie ordentliche Power ? Wir haben deshalb in diesem Roundup einige PCI-Express-Karten gegenübergestellt, um die ideale Grafikkarte für ein PCI-Express-System zu finden.

Bei der Auswahl der Grafikkarten haben wir darauf geachtet, dass möglichst jede GPU zum Einsatz kommt. Allerdings ist dies gerade im PCI-Express-Bereich noch nicht wirklich praktikabel, da noch keine X800- und GeForce 6800-Karten am Markt sind. Glaubt man einigen Gerüchten, so sollen aber Ende August, spätestens Mitte September entsprechende Karten am Markt verfügbar sein. Wie es mit NVIDIAs NV45 aussieht und wann die GeForce 6800-Karten auf den Markt kommen werden, steht ebenfalls in den Sternen. Zumindest ein Hersteller konnte uns bestätigen, dass ungefähr zeitgleich zu den ATI-Karten auch die NVIDIA-Modelle am Markt zu finden sein werden.

Ausgelassen haben wir die kleineren Serien : Die PCX5200 von NVIDIA und die X300-Serie von ATI haben wir aufgrund der geringen Grafikleistung außen vor gelassen. Wer sich aktuell ein Sockel 775-System kauft, der möchte sicherlich einen hochperformanten PC, ansonsten sind die Mainboards und vor allen Dingen DDR2-RAM noch zu teuer. Auch für die PCI-Express-Grafikkarten zahlt man noch mehr als für entsprechende AGP-Varianten, da die Stückzahlen im Moment noch recht klein sind. Aus diesem Grund haben wir die kleinen Pixelbeschleuniger ausgespart.

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Neu hinzukommen wird in Kürze die GeForce 6600, die NVIDIA erst vergangenen Donnerstag vorgestellt hat. Unseren Artikel kann man sich gerne schon einmal ansehen, die Performance der Karte werden wir in Kürze evaluieren.

Ins Labor geholt haben wir uns folgende Grafikkarten :

Bevor wir uns die Karten im Detail ansehen - wir haben hierfür eine neue Darstellung in kompakter Form auf einer Seite gewählt - wollen wir jedoch kurz auf einige Besonderheiten der Kerne und PCI-Express-Varianten eingehen und den Artikel mit ein paar technischen Details eröffnen.


Am Markt befinden sich im Moment vielfältige Lösungen - NVIDIA hat die GeForce 6800-Serie und die neue 6600er-Serie als "neue Karten" für PCI-Express auf den Markt gebracht, aber auch die älteren AGP-Versionen hat man über eine Bridge-Lösung für PCI-Express fit gemacht. Die PCX-Karten entsprechen dabei den GeForce 5500, 5700 und 5900-Versionen mit AGP-Interface, allerdings mit unterschiedlichen Taktraten. Die Performance ist somit nicht mehr 100%ig übertragbar. ATI hält sich bislang an die vorgestellte X800-Serie, die dieselben Features wie die AGP-Variante besitzt, aber ein natives PCI-Express-Interface enthält, die X600-Serie als Abstammung der älteren Radeon 9600 mit nativem PCI-Express-Interface sowie einer abgespeckten Variante, der X300.

Die kleineren Karten (X300 und PCX5300) haben wir aus Übersichtsgründen aus der Tabelle ausgespart - die 3D-Leistung ist hier für "Luxx-Leser" auch keinen Blick wert, sondern eher im günstigen Büro-PC-Markt anzusiedeln, da die Karten auch teilweise passiv gekühlt sind und so keine Geräusche erzeugen. Beginnen wir demnach mit den Top- und Midrange-Karten von NVIDIA :

Eventuell wird es für den OEM-Markt auch noch eine 6800LE geben - diese besitzt dann mit 8 Pipelines und 256 Bit-Speicherarchitektur eine Leistung, die irgendwo zwischen GeForce 6600 GT und 6800 anzusiedeln sein sollte. Die Kerne können teilweise auch mit anderen Speicherarten umgehen, wir haben hier die typischerweise verwendete Art aufgelistet, weiterhin halten sich einige NVIDIA-Partner auch nicht an die tatsächlichen Taktraten, hier gibt es also auch leichte Variationen, wie beispielsweise bei der ASUS Extreme N5900 aus diesem Review. Wichtig : Alle Karten der neuen Generation (GeForce 6-Serie) bieten neue Features wie Shader Model 3.0 und andere neue Funktionen, das können die PCX-Karten nicht, weiterhin besitzen diese auch eine PCI-Express-Bridge und sind in der Übertragungsrate deshalb etwas limitiert.

Ein Blick auf die Top- und Midrange-Karten von ATI zum Vergleich :

Auch hier munkelt man von einer Radeon X800SE mit 8 Pipelines statt 16/12, aber auch dieses Modell hat es noch nicht in den Handel geschafft. Die X600-Serie ähnelt dabei eher der älteren Radeon 9600-Serie. Das Positive an ATIs Lösungen ist, dass es sich bei allen Karten um GPUs mit nativem PCI-Express-Interface handelt - bei den kleineren NVIDIA PCX-Karten kommt immer eine HSI-Bridge zum Einsatz. Auch soll die Stromaufnahme der Top-Karten unterhalb der NVIDIA-Karten liegen.

Kommen wir nun aber zu den Karten im Einzelnen.


Abit schickte uns für diesen Test eine X600XT-Karte. Die X600-Serie ist ATIs Mainstream-Lösung, es existieren hier zwei identische GPUs, die unterschiedlich getaktet werden und denen unterschiedliche Speichertaktungen zur Verfügüng stehen. Abits Karte gehört zu den schnelleren Modellen, die Standard XT-Modelle sind mit einem GPU-Takt von 500 Mhz und einem Speichertakt von 730 Mhz nach ATI-Spezifikation ausgestattet, Abit übertaktet die Karte minimal im ausgelieferten Zustand.

Die X600-Serie besitzt dabei einige neue Features der X800-Serie, ist aber technisch eher zu den Radeon 9800/9600-Modellen zuzuordnen. Im Gegensatz zu den NVIDIA-Karten fehlt hier die HSI-Bridge, denn ATI hat den RV380 genannten Chip gleich als PCI-Express-Variante designed - eine Bridge ist also nicht von Nöten, es handelt sich um einen richtigen PCI-Express-Kern. Allerdings sind die Vorteile bislang nicht ersichtlich, hier gilt es abzuwarten, ob sich z.B. gerade im Profi-OpenGL-Bereich Vorteile ergeben können. SpecViewPerf ist beispielsweise ziemlich bandbreitenhungrig, auch bei der Bearbeitung von HDTV-Inhalten könnten sich Vorteile ergeben.

Wie die anderen ATI-Karten im Test gehört auch die X600XT von Abit zu den kürzeren Karten, ist also in Gehäusen mit weniger Platz einfacher zu verbauen. Ein Stromanschluß fehlt aufgrund der niedrigen Stromaufnahme der X600-Serie ebenso, die Karte wird komplett über den 60/75W bereitstellenden PCI-Express-Slot gespeist.

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Features der Karte :

Die Abit-Karte ist eine Standard-X600XT-Karte : Klassische Taktfrequenzen, klassische Speicherausstattung, die Taktraten etwas nach oben ausgedehnt. Hier setzt man auf Hynix-Module mit 2.5ns - diese sind theoretisch für 400 Mhz gemacht und sollten somit die 371 Mhz Taktfrequenz der Karte aushalten und auch noch Raum für Overclocking des Speichers lassen. Mit 128 MB und einem 128 Bit-Interface ist man technisch auf dem Niveau der GeForce 6600-Karte als direkte Konkurrenz, aber diese hat dafür den leistungsfähigeren Grafikkern. Der Lüfter auf der Karte sieht futuristisch aus im "Stein-Look", die oberen Speichermodule werden mitgekühlt, die unteren jedoch nicht, denn auf der Rückseite ist kein Kühlkörper zu finden. Läuft der Rechner ist dieser Lüfter durch eine blaue LED beleuchtet. Bei der Karte handelt es sich um das Modell mit reinem TV-Out, DVI und VGA-Ausgang.

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Lieferumfang der Karte :

Man kann es sehen wie man will - keine Spiele befinden sich im Lieferumfang. Statt dessen finden wir alle Kabel, die man für eine Grafikkarte benötigt - in unseren Augen eine bessere Alternative, die Karte preisgünstig und mit allen Kabeln auszustatten und statt dessen auf Spiele zu verzichten, die eventuell nur einem Bruchteil der potentiellen Käufer tatsächlich einen Nutzen bringen. Aus diesem Grund kann hier wohl der Daumen nach oben zeigen, denn das Lieblingsspiel kauft man sich eh im Handel.

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Unser Test :

Zur Geräuschentwicklung ist nichts Negatives zu sagen. Der Lüfter erscheint ein klein wenig lauter als beispielsweise der Lüfter der MSI-Karte, hält sich aber immer noch im Bereich der leisesten Karten im Test auf. Generell werden wir dieses Urteil oft beschreiben, denn die Midrange-Karten benötigen alle keinen voluminösen und riesigen, schnell drehenden Kühlkörper. Deshalb ist hier auch der Einsatz in einem Silent-PC ohne besondere Kühlkörper oder Modifikationen möglich. Die RAM-Kühler bleiben ohne Sinn, da die Rückseite nicht gekühlt wird - die DDR-Module werden aber sowieso nicht warm und benötigen eigentlich auch keine Kühlung.

Die 2D-Qualität der Karte war an den von uns getesteten Monitoren in Ordnung. Erst bei 1280x1024 konnte man gerade bei TFTs eine geringe Untschärfe erkennen, die dann bei 1600x1200 deutlicher wurde. Überhalb ist wie bei fast allen Karten der analoge Anschluß für einen TFT nicht mehr zu gebrauchen, bei 1920x1200 war ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich. Dafür sollte man dann den DVI verwenden, denn hier gab es keine Probleme. Subjektiv sichtbare Unterschiede zwischen dem zum analogen Anschluß über den Adapter gewandelten DVI-Anschluß gab es nicht. Der TV-Ausgang hatte eine ordentliche Qualität.

Das Software-Paket ist praktisch nicht existent, PowerDVD 5.0 ist trotzdem eine nette Zugabe. Den Lieferumfang haben wir trotzdem als gut betitelt - ein Blick auf den Preis ist uns allerdings noch nicht möglich, weil die X600XT-Karte von Abit noch nirgendwo gelistet ist. Befinden sich die Abit-Karten wie bislang im unteren Preisbereich, so könnte sich der Griff zu dieser Karte wirklich lohnen.

Overclocking :

Bei der GPU erwarten wir relativ niedrige Übertaktungsergebnisse - sie taktet schon mit 500 Mhz und ist somit ziemlich am Limit. Beim Speicher könnte man jedoch aufgrund der Hynix 2.5ns-Module, die nicht selten über 900 Mhz Taktfrequenz erreichen, noch etwas Hoffnung auf eine Performance-Steigerung haben. Hier sind die Ergebnisse beim Overclocking unserer Karte :

Da die Abit-Karte schon leicht übertaktet ins Rennen geht, kommen wir nur knapp 27 Mhz höher beim GPU-Takt. Im Vergleich zu der MSI-Karte minimal höher, der Kern scheint aber bei 530 bis 540 Mhz sein Limit zu haben. Den Speicher konnten wir schick auf 870 Mhz übertakten und erhielten eine moderate Leistungssteigerung in 3DMark 2003.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.


Als nächstes steht die ASUS Extreme N5900 auf dem Programm. Sie basiert auf dem NV38 von NVIDIA - ist allerdings im Endeffekt eine normale GeForce 5900XT-Karte mit HSI-Bridge, um den eigentlichen 8xAGP-Chip auf PCI-Express-Plattformen nutzen zu können. Zusätzlich zum GeForce 5900XT besteht der Unterschied, dass die Karte niedriger getaktet ist als die AGP-Variante. Wahrscheinlich möchte NVIDIA die GeForce 6800er-Karten und die kommenden NV43 etwas auf Distanz halten und interessanter machen - wir sind deshalb aber besonders gespannt auf das Overclocking, da der Kern eigentlich mehr können sollte als die hier vorhandenen 375 Mhz.

GeForce 5900XT-Karten waren mit 390 Mhz bzw. 400 Mhz im Handel verbreitet, NVIDIA möchte die GeForce PCX5900-Karten eigentlich mit 350 Mhz GPU- und 550 Mhz Speichertakt sehen. ASUS legt mit 375 / 700 Mhz also schon im ausgelieferten Zustand weit mehr auf die Waage als andere Hersteller von PCX5900-Karten. Dadurch sollte die Karte bereits im ausgelieferten Zustand etwas schneller sein als die Modelle der Konkurrenz, die sich größtenteils an die 350 / 550 Mhz halten.

Bemerkenswert ist die Länge der Karte, die mit fast 22 cm deutlich stärker ins Gehäuse hereinragt, als bei einer X600-Karte :

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Features der Karte :

Außer der höheren Taktfrequenzen für Speicher und GPU unterscheidet sich die ASUS Extreme N5900 eigentlich nicht von der Konkurrenz. Sie entspricht dem Layout der NVIDIA PCX5900-Referenzkarte, nur die Kühlkörper hat ASUS wieder einmal selbst gestaltet. Der Lüfter auf der Karte ist mit einer blauen LED ausgestattet, zudem hat man auch den Speicher passiv gekühlt. Die HSI-Bridge befindet sich ebenfalls unter einem passiven Kühlkörper. Bei der Karte handelt es sich um das Modell mit Video-In/Out, DVI und VGA-Ausgang.

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Lieferumfang der Karte :

Mit dem Lieferumfang sind wir voll zufrieden - eine gute Auswahl an Programmen und Spielen, zusätzlich sind alle Adapter und Kabel dabei, um die Video-In/Out-Features nutzen zu können. Der Adapter für den DVI-Anschluß, um einen zweiten analogen Monitor anzuschließen, gehört auch zum Standard.

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Unser Test :

Die Geräuschentwicklung der Karte hält sich im akzeptablen Bereich. Der Lüfter ist durchaus einer der leiseren Modelle, damit gehört diese Karte eindeutig in die Kategorie der Grafikkarten, die man auch in einem Silent-PC ohne Kühlkörperveränderungen einsetzen könnte. Das blaue Licht im Lüfter sieht dabei auch noch schick aus, ist aber eher ein unwichtiges Goodie bei der Karte. Die RAM-Kühler bleiben ebenso wie der Grafikkern schick kühl, sehr heiß wird hingegen die HSI-Bridge, denn an diesem kleinen Kühlkörper verbrennt man sich schon gerne einmal die Finger.

Die 2D-Qualität der Karte war an den von uns getesteten Monitoren in Ordnung. Erst bei 1280x1024 konnte man gerade bei TFTs eine geringe Untschärfe erkennen, die dann bei 1600x1200 deutlicher wurde. Überhalb ist wie bei fast allen Karten der analoge Anschluß für einen TFT nicht mehr zu gebrauchen, bei 1920x1200 war ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich. Dafür sollte man dann den DVI verwenden, denn hier gab es keine Probleme. Subjektiv sichtbare Unterschiede zwischen dem zum analogen Anschluß über den Adapter gewandelten DVI-Anschluß gab es nicht. Der TV-Ausgang hatte eine ordentliche Qualität, wie man ihn bereits von den NVIDIA AGP 5900-Karten gewohnt ist. Auch der Video-In funktionierte ohne Probleme, hier half die beiliegende Break-Out Box beim Anschließen, so dass man nicht mehr unter den Tisch krabbeln muß.

Die Karte unterstützt dabei auch noch einige beiliegende ASUS-Software, beispielsweise ASUS SmartDoctor und SmartCooling.

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SmartCooling setzt dabei auf den NVIDIA-Treiber auf und senkt die Geschwindigkeit des Lüfters, wenn die GPU-Temperatur aufgrund niedriger Last unter einem Grenzwert bleibt, SmartDoctor ist ein Tool, welches dynamisches Overclocking der Karte erlaubt und generelle Systemzustände bezüglich der Grafikkarte wie bei einem Mainboard-Monitor überwacht.

Das Software-Paket bewerten wir generell als sehr gut, Deus Ex Invisible War ist durchaus noch aktuell. Auch der übliche DVD XP-Player darf natürlich nicht fehlen. Gegen die MSI X600XT kommt ASUS zwar nicht an, hat jedoch immer noch einen der besten Ausstattungen im Vergleich zu anderen Karten. Die Karte gibt es am Markt ab 230 Euro (Stand 06.08.2004), bis zum Erscheinen der GeForce 6800 LE-Serie und anderer Mid-Range-Karten ist dies als durchaus guter, aber noch recht hoher Preis anzusehen. Eine klassische 5900XT auf AGP-Basis mit höherem Takt und höherer Leistung erhält man schon ab 160 Euro.

Overclocking :

Hier haben wir aufgrund der Verwandschaft zur 5900XT und den niedrigen Taktraten natürlich hohe Erwartungen an die Karte. Anhand von 3DMark 2003 haben wir zunächst erst einmal bei Standard-Taktung die Performance ermittelt, anschließend mit dem NVIDIA-Treiber und Coolbits übertaktet. Die Ergebnisse sieht man in der folgenden Tabelle.

Ein durchaus sehr gutes Übertaktungsergebnis für die GPU und für den RAM - vor allen Dingen der GPU-Takt ist sicherlich beeindruckend, da NVIDIA die GeForce PCX5900 eigentlich nur mit 350 Mhz verkaufen möchte. Mit fast 5000 3DMark-Punkten erreicht man so auch knapp 500 Punkte mehr und eine sehr gute Gesamtperformance.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.


Albatrons Trinity PCX5750 basiert eigentlich auf der NVIDIA GeForce FX 5700-Serie - zusammen mit dem HSI-Interface ergibt sich die PCX5750-GPU. Die Taktungen sind wie bei der PCX5900 allerdings unterschiedlich zur GeForce FX 5700 - auch hier bremst NVIDIA den Kern etwas aus, unsere Karte ist mit 425 Mhz GPU-Takt und 500 Mhz Speichertakt ausgestattet und wird somit genauso schnell getaktet wie die FX 5700, aber 75 Mhz langsamer als die Ultra-Variante. Auch kommt hier nicht schneller GDDR3 zum Einsatz wie auf den Ultra-Karten, sondern nur normaler DDR-Speicher mit 4ns-Zugriffszeit. Die FX 5700 besaß mit 550 Mhz zudem sogar noch eine schnellere Speicheranbindung. Das bedeutet, dass der Speicher innerhalb seiner Spezifikation läuft, große Übertaktungspotentiale wird es allerdings wohl nicht geben.

Hingegen erwarten wir für den 5700er-Kern eine deutliche Übertaktungsmöglichkeit. Die Karte ist mit 128 MB ausgestattet und besitzt acht normale TSOP-Module von Hynix, vier auf der Vorderseite, vier auf der Rückseite der Karte. Im Gegensatz zur ASUS-Karte ist die Trinity allerdings kürzer, da der HSI-Chip unter die GPU wandert und somit sehr viel Platz auf dem PCB gespart werden kann, da weniger Speicherchips auf der Vorderseite sitzen.

Wie die ASUS-Karte besitzt die Albatron Trinity PCX5750 ein blaues PCB, auch hier kommt ein großvolumiger Kühlkörper zum Einsatz, allerdings werden hier HSI-Bridge und GPU mit einem bedient, weiterhin werden die vorderen RAM-Module damit gekühlt :

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Features der Karte :

Die Albatron PCX5750 ist also eine klassische PCX5750-Karte ohne große Auffälligkeiten. Ein Video-In ist hier nicht integriert. Da der Speicher auch nur mit 128mbit angebunden ist, ergeben sich deutliche Bandbreiteneinschränkungen beim Speicher - während die Albatron-Karte immerhin 8 GB/s Bandbreite besitzt, kann die ASUS PCX5900-Karte aufgrund des höheren Speichers und der 256bit-Anbindung auf ganze 22,4 GB/s zurückgreifen - das bringt natürlich eine Menge Performance.

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Lieferumfang der Karte :

Etwas knapp fällt der Lieferumfang aus - die Software-Titel sind schon etwas angestaubt, des weiteren fehlt der Adapter für den DVI-Anschluß, um einen zweiten analogen Monitor anzuschließen, dieser gehört eigentlich zum Standard. Der Adapter für die Wandlung von S-Video-Signalen auf Composite ist wenigstens enthalten - die Treiber-CD ist eigentlich nutzlos, da man sowieso auf der Webseite von NVIDIA die neusten Treiber herunterladen sollte. Somit hätten wir uns hier etwas mehr fürs Geld gewünscht - da die Albatron-Grafikkarte aber im unteren Preissegment angesiedelt ist, ist die Sparsamkeit hier zu verstehen.

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Unser Test :

Auch hier hielt sich die Geräuschentwicklung im Vergleich in Grenzen - allerdings kam uns der Lüfter etwas lärmender vor als bei der ASUS-Karte, obwohl er zumindest von der Größe und Umdrehungszahl vergleichbar ist. Die Abwärme ist hier auch nicht das Problem, allerdings hängt die HSI Bridge und die vier RAM-Module mit an dem großen Kühlkörper, weshalb die Temperatur der HSI-Bridge besser abgeführt werden sollte. Auch hier wurde gerade der Bereich der HSI-Bridge wieder bedenklich warm.

Die 2D-Qualität der Karte war an den von uns getesteten Monitoren in Ordnung bis 1280x1024. Hier konnte man gerade bei den von uns getesteten TFTs (Iiyama TFT mit einer Auflösung von 1600x1200 und Samsung TFT mit einer Auflösung von 1920x1200) eine deuutliche Unschärfe erkennen, die dann bei 1600x1200 praktisch unerträglich wurde. Arbeiten ist mit der Albatron-Karte also bis 1280x1024 analog kein Problem, eventuell ist durch eine geringe Streuung innerhalb der Produktion auch das Bild bei 1280x1024 noch in Ordnung. Ein Display überhalb dieser Auflösung sollte allerdings zwingend digital angeschlossen werden. Der TV-Ausgang hatte eine ordentliche Qualität, wie man ihn bereits von den NVIDIA AGP 5700-Karten gewohnt ist. Hier gab es keine Unterschiede zu den anderen Karten im Test - kein Wunder, denn der TV-Ausgang stellt auch nicht so hohe Anforderungen wie ein analoger VGA-Ausgang.

Das Software-Paket bewerten wir eigentlich als überflüssig - die Investition hätte sich Albatron auch sparen können. Max Payne und Duke Nukem Manhattan Project haben beide schon mehr als ein Jahr auf dem Buckel. Hier hätte man lieber einen aktuellen Titel beilegen können - mehr wünscht man sich ja gar nicht. Die Lieblingsspiele kauft man dann sowieso neu im Handel, wenn nicht ein Knaller wie Doom 3 oder Half Life 2 mit versprochen wird.

Die Karte gibt es am Markt ab 125 Euro (Stand 10.08.2004), damit ist sie also knapp 100 Euro günstiger als die PCX5900-Serie. Für den Gamer stellt sie sicherlich die günstigere Variante dar und orientiert sich im Preisgefüge noch unterhalb der ATI Radeon X600 ein. Wie die Performance aussieht, werden wir später nachvollziehen können.

Overclocking :

Hier haben wir aufgrund der Verwandschaft zur FX 5700 und den niedrigeren Taktraten natürlich hohe Erwartungen an die Karte. Anhand von 3DMark 2003 haben wir zunächst erst einmal bei Standard-Taktung die Performance ermittelt, anschließend mit dem NVIDIA-Treiber und Coolbits übertaktet. Die Ergebnisse sieht man in der folgenden Tabelle.

Mit 514 Mhz und 685 Mhz übertaktet die Albatron Trinity-Karte ganz hervorragend - für die GPU hatten wir dies erwartet, hier liegt sie knapp 90 Mhz über dem Standard-Takt, was jedoch auch daran liegt, dass die FX5700 Ultra auf AGP-Basis schon einen höheren Standard-Takt besitzt. Die RAM-Module waren hingegen eine Überraschung, denn sie laufen trotz mäßiger 4ns noch bis 685 Mhz ohne Probleme. Mit dem Ergebnis erreichten wir schließlich auch fast 900 Punkte mehr im 3DMark 2003 und somit eine beachtliche Mehrleistung, die fast 30% über der Standard-Leistung liegt.

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Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.


Von MSI haben wir eine RX600XT im Test. Die Radeon X600-Karte basiert auf dem RV380-Chip und dessen XT-Variante, ist also mit flinken 500 Mhz getaktet und liegt so über der Abit- und Sapphire-Karte, was den GPU-Takt angeht. Sie besitzt 128 MB DDR-SDRAM, allerdings verpackt in BGA-Modulen, die Hynix 2.6ns-Module laufen mit 730 Mhz, könnten aber theoretisch sogar mit knapp 770 Mhz betrieben werden. Zumindest die Kompatibilität zu Mainboards sollte bei den X600-Karten keine Probleme bereiten - die Karten waren lange Zeit vor der Einführung von PCI-Express die Evaluation Samples von ATI für PCI-Express und sind somit schon lange im Einsatz. Auch die X600 soll ein natives PCI-Express-Interface bieten und hat somit zumindest den Vorteil der Bandbreite gegenüber den nVIDIA-Karten mit HSI-Bridge.

Die Karte besitzt einen sehr kleinen Kühlkörper, die Speichermodule werden nicht mitgekühlt. Eine Version mit Video-In kann es auch geben - der Silkscreen für den ATI Rage Theater-Chip kann man deutlich auf dem PCB sehen. Unser Modell hat einen VGA-Ausgang, einen TV-Out und einen DVI-Out :

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Features der Karte :

Auch hier bremst etwas das Speicherinterface, denn auch bei der X600XT wird ein 128bit-Interface eingesetzt. Dank des recht schnellen DDR-RAMs kommen aber trotzdem 11,68 GB/s zustande. Die vier Pipelines entsprechen dem Mid-Range-Standard, die Karten besitzen zudem zwei Vertex-Pipelines. Auch kann es Karten mit XT-Chip und 256 MB Speicher im Handel geben - ATI sieht dies vor.

Richtig bombastisch ist der Lieferumfang bei MSI :

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Lieferumfang der Karte :

Umfangreicher geht es kaum - aber auch hier könnten wir das Haar in der Suppe suchen und einen fehlenden Composite-Adapter bemängeln. Hervorragend ist hingegen der Software-Umfang, denn man findet auch Software mit im Lieferumfang, der nicht unbedingt einer Grafikkarte beiliegen müsste. Der obligatorische DVD-Player ist dabei, Software wie RestoreIT und VirtualDrive haben jedoch auch für den Gamer einen Nutzen, wenn das Lieblingsspiel auf der Festplatte abgelegt werden kann und nicht dauernd CDs jongliert werden müssen. Die Games sind zwar auch wieder einmal etwas älter, aber trotzdem immer noch gerne gespielt.

Den RV380-GPU sieht man im unteren Bild :

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Unser Test :

Die X600-Karte ist ebenfalls ein Gewinner bei der Geräuschentwicklung - wer die Karte hat, wird zunächst sein Ohr nahe an den Lüfter halten, um zu prüfen, ob dieser sich auch dreht. Er ist praktisch nicht hörbar - und das macht die Karte zur idealen Lösung für einen Silent-PC. Im Vergleich zu den anderen Grafikkarten scheint die MSI-Lösung hier die beste und leiseste zu sein. Der Grafikchip mit seinen 0,13micron bleibt auch trotz des hohen Taktes kühl.

Die 2D-Qualität der Karte ist in Ordnung - bis 1280x1024 kann man das Bild auch auf dem analogen Anschluß nutzen, darüber sollte man auf einen DVI-Anschluß setzen, denn bei 1600x1200 begann das Bild an Unschärfe zuzunehmen. Die beiden von uns getesteten Monitore zeigten dann deutlich sichtbare Unterschiede zwischen dem analogen und digitalen Anschluß. Bis 1280x1024 sind die Karten jedoch eindeutig zu verwenden - und damit liegt die MSI-Karte auch im oberen Bereich unseres Tests.

Das Software-Paket und der Lieferumfang generell ist hervorragend - hier brauchen wir nicht mehr viel zu sagen. Wenn ein Hersteller mehr CDs in den Lieferumfang legt, als jeder andere Hersteller und dann auch noch an die wichtigsten Adapter denkt, kann man wirklich zufrieden sein.

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Die Karte geht ab 180 Euro (Stand 10.08.2004) über den Ladentisch - im Vergleich zu den anderen X600-Karten ist dies sehr gut, denn diese kosten auch um 160 bis 180 Euro, besitzen dann aber entweder nicht die X600XT-GPU oder einen weit aus geringwertigeren Lieferumfang. Der Preis der Karte ist also sehr gut. Wie es mit der Leistung aussieht, schauen wir ebenfalls erst später in den Benchmarks an.

Overclocking :

Die 0,13micron-GPU taktet schon von Haus aus recht hoch - mit 500 Mhz liegt man hier unter den schnellsten Grafikprozessoren am Markt. Aus diesem Grund erwarten wir hier keine große Steigerung, aber lassen uns auch gerne überraschen. Der DDR-RAM ist aufgrund seiner etwas besseren Zugriffszeiten eher der Kandidat für eine gute Übertaktung, allerdings verhielten sich die Speichermodule auf ATI-Karten zuletzt meistens etwas zickig in der Übertaktung :

So ist hier ein mäßiges Übertaktungsverhalten zu melden - nur knapp 30 Mhz mehr GPU-Takt entspricht der Vermutung, dass der Takt des RV380 mit 500 Mhz schon recht hoch angesetzt wurde. Mit 870 Mhz kommen wir zwar auf 140 Mhz mehr Speichertakt, da die Module allerdings für 770 Mhz ausgelegt sind, sind es effektiv nur 100 Mhz mehr. Trotzdem : Beim Speichertakt sind wir durchaus zufrieden. Insgesamt ergeben sich knapp 500 3DMark-Punkte mehr - allerdings müssen wir berichten, dass das Overclocking nicht gerade ohne Probleme blieb, da die Programme mit dem X600-Kern noch nicht wirklich zurecht kamen. Nur Powerstrip ließ eine Übertaktung zu, stürzte aber auch mehrmals ab.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.


Die GeForce 6800 GT ist im Moment die einzige High-End-Karte für PCI-Express - und auch sie ist noch nicht auf dem Markt, sondern wir testen hier eines der raren Referenzmodelle von NVIDIA. Die Karten der Partner werden zwar mit gleichen Taktfrequenzen und Features - ergo mit gleicher Performance - auf den Markt kommen, aber werden erst für Ende des Monats im Handel erwartet. Mangels schnelleren NV45-Karten haben wir die GeForce 6800 GT dazu verwendet, auch eine GeForce 6800 Ultra zu simulieren - durch einfaches Overclocking des Speichers und GPUs.

Als High-End-Karte besitzt sie 16 Pixelpipelines und 6 Vertexeinheiten, ein 256 Bit Speicherinterface mit schnellem GDDR3 und natürlich auch neue Features wie Shader Model 3.0. Die genauen Features des GPUs sind mit dem von uns getesteten NV40-Modell gleich - deshalb empfehlen wir hier unseren Technik-Artikel zur GeForce 6800 Ultra auf AGP-Basis. Auch kommt hier wie bei den PCX-Karten keine HSI-Bridge zum Einsatz, sondern ein natives PCI-Express-Interface.

Nachteil der Karte : Auch hier ist ein externer Stromanschluß notwendig und auch hier ist die Stromaufnahme der Karte recht hoch, allerdings besitzt die GT ein Single-Slot-Design und der Lüfter ist weiterhin auch recht leise - kein Vergleich also mehr zur alten FX-Serie. Der Stromanschluß entspricht hier der neuen 6pin-Version - eventuell darf man hier also auf einen Adapter setzen, da die meisten Netzteile diesen Anschluß noch nicht besitzen.

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Features der Karte :

Im Gegensatz zu den anderen Karten aus unserem Test setzt NVIDIA für die High-End-Karten auch auf einen reinen digitalen Ausgang, wenn man den TV-Out einmal nicht mit betrachtet. Die analogen Displays können trotzdem über einen Analog-DVI-Adapter angesteuert werden, ideal ist dies natürlich, wenn zwei digitale TFTs angesteuert werden sollen.

Den Lieferumfang der Karte lassen wir bewußt mal unter den Tisch fallen - jeder Partner von NVIDIA wird sich hier Unterschiedliches ausdenken.

Unser Test :

Sicherlich am meisten befürchtet wurde, dass bei der hohen Leistung und hohen Stromaufnahme wieder die Lautstärke der Karte problematisch wird. Wie wir in unserem GeForce 6800 Ultra-Review aber schon entwarnen konnten, ist die GeForce 6800 Ultra selbst im 3D-Modus erträglich laut - trotz größerem Lüfter als hier bei der GT. Die GT verhält sich ähnlich, auch hier ist im 3D-Modus der Lüfter zwar zu hören, aber er summt in einer angenehmen Tonlage und Lautstärke - daneben läßt sich ohne weiteres arbeiten, ohne dass man genervt wird. Im 2D-Modus, der immer dann aktiv ist, wenn die Karte nicht voll belastet wird, ist der Lüfter praktisch unhörbar.

Klare Sache : Auch bei den Ausgängen scheint die 6800er-Serie besser zu sein, als die Low-End-Karten und älteren Modelle. So erschien uns das Bild bei 1280x1024 mit einem Analog-Digitalwandler noch sehr gut, fast kein Verwischen und fast keine Unschärfe. Bei 1600x1200 empfiehlt sich dann doch der Einsatz eines digitalen TFTs, denn hier beginnt auch unsere GT zu verwischen.

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In diesem Test ist sie die teuerste Karte - die AGP-Modelle findet man für ab 370 Euro im Handel, knapp darüber werden sich die PCI-Express-Modelle wohl einfügen. Aber dafür bekommt man auch eine aktuelle High-End-Karte mit allem Schnick-Schnack und der Möglichkeit, diese problemlos auf Ultra-Niveau zu übertakten.

Overclocking :

Die 0,13micron-GPU taktet NVIDIA bei einigen Karten auch mit 400 Mhz - und die "Extreme Edition" soll sogar mit 450 Mhz laufen, einige Hersteller bieten entsprechende, übertaktete Modelle an. Die 325 Mhz der GT-Karte lassen also auf gewisse Übertaktungsmöglichkeiten schließen.

Hier waren wir vorsichtig : Die Karte hätte sich sicherlich noch weiter übertakten lassen, doch wir haben bei der Taktung einer GeForce 6800 Ultra gestoppt, da wir nur diese Taktfrequenz für ein paar weitere Benchmarks benötigen. Die Karte ist eine Leihgabe von NVIDIA - mit den tatsächlichen Retail-Karten werden wir dann einmal "richtiges" Overclocking unternehmen. Eine AGP-Karte von PNY (GeForce 6800GT) ließ sich bei uns schon bis 440 Mhz und 1.25 Ghz Speichertakt übertakten - hier ist also Luft für noch mehr Performance.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.


Die Sapphire Radeon X600 Pro ist eine Grafikkarte mit 256 MB - außer der 6800GT von NVIDIA die einzige in unserem Test. Eine durchaus schicke Karte, denn der silberne Kühler auf dem schwarzen PCB wirkt edel und schick. Allerdings lässt sich der Leser von der Optik nicht täuschen und hat schon mitbekommen, dass auf der Karte zum einen der langsamere X600-Chip sitzt und zum anderen TSOP-Speicher zum Einsatz kommt, sprich ebenfalls nur normaler DDR-SDRAM. Dieser ist zumindest mit 600 Mhz getaktet (300 Mhz), so dass die Hynix-Module mit 3.3ns-Zugriffszeit trotzdem eine gute Performance bereit stellen. Der Grafikkern taktet wie von ATI vorgesehen mit 400 Mhz, also 100 Mhz langsamer als der XT-Kern. Der Speicherbus ist wie bei der XT-Karte 128 Bit breit, effektiv kann die Karte also auf eine Bandbreite von 9.6 GB/s zurückgreifen.

Schick sieht die Karte natürlich aus, sie besitzt vier TSOP-Module auf der Vorderseite und vier Module auf der Rückseite :

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Features der Karte :

Unter Umständen können die 256 MB sich bei großen Texturen bezahlt machen, allerdings wird die Karte wohl kaum gegen die 100 Mhz schnellere XT nur aufgrund des größeren RAMs zurecht kommen. Das die Karte sehr begnügsam mit der Abwärme ist, kann man schon am kleinen Lüfter sehen - solche Heatsinks sah man zuletzt auf Entry-Level-Karten ohne große 3D-Leistung. Der 0,13micron-Prozess und der im Vergleich niedrige Takt macht es möglich, deshalb braucht auch diese Karte keinen externen Stromanschluß.

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Zum Lieferumfang der Karte können wir an dieser Stelle auch leider keine Angaben machen, da wir das Modell direkt von Sapphire ohne Zubehör erhielten. Von Sapphires Karten gibt es in der Regel aber immer eine Lite-Variante mit eingeschränktem Lieferumfang und eine Retail-Variante mit vielfältiger Software - hier kann man also auswählen, ob man auf Schnick-Schnack eher verzichten kann oder einen Nutzen aus der beiliegenden Software ziehen kann. Leider konnten wir auf der Webseite keine Informationen über die tatsächlichen Beigaben finden.

Den RV380-GPU sieht man im unteren Bild :

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Unser Test :

Lüfter : Astrein, denn das Modell dreht sich mit mäßiger Geschwindigkeit und muss auch nicht die große Leistung bringen, um den 0,13micron-Kern zu kühlen. Aus diesem Grund ist die Sapphire-Karte ähnlich leise wie die MSI-Karte. Bei dem Vergleich der 2D-Qualität hat Sapphire auch gute Arbeit geleistet - von den ATI-Karten vermuten wir hier die beste Bildqualität im Vergleich zu MSI und Abit. Allerdings wird auch hier das Bild bei 1280x1024 unschärfer, bei 1600x1200 sollte man auf jeden Fall auf ein DVI-Panel setzen. Bei 1024x786 ist allerdings das Arbeiten analog kein Problem, mit gutem Willen auch bei 1280x1024.

Die Karte geht ab 150 Euro (Stand 11.08.2004) über den Ladentisch und ist die zweitgünstigste Karte in unserem Test zusammen mit der noch 25 Euro günstigeren Albatron PCX5750. Wie der Vergleich zu dieser Karte aussieht, werden wir in den Benchmarks sehen. Mit den teureren Karten wird sie wahrscheinlich nicht mithalten können.

Overclocking :

Wie immer bei den zweitschnellsten GPUs einer Serie könnte man hier eine sehr gute Übertaktbarkeit beim GPU vermuten - uns war es aber leider nicht möglich, die Sapphire-Karte mit einem Tool zu übertakten. Sobald wir bei Powerstrip, dem ATI-Tool oder anderen den Takt veränderten, war das Bild sofort weg und der Bildschirm zeigte nur noch wirre Kästchen an. Hier scheinen die Tools noch in irgend einer Art und Weise nicht mit dem X600-Kern perfekt zu harmonieren.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.


PCI-Express als Schnittstelle erfordert für uns ein neues Testsystem. So können wir nicht mehr auf unsere Canterwood-Basis zurückgreifen und setzen nun auf ein i915G-Mainboard von Intel, welches in unserem LGA755-Roundup eine gute Performance zeigte und wohl aufgrund der Fertigung im Hause Intel am wenigsten Kompatibilitätsprobleme haben wird. Das Board läuft mit Dual Channel DDR2-533, wir setzen hier 1 GB ein. Die CPU ist natürlich wie immer der Star eines Grafikkarten-Testsystems - hier setzen wir auf einen Pentium 4 Extreme Edition mit 3.4 Ghz. Der Rest des Systems ist für die Performance der Grafikkarte nicht relevant.

Hardware :

Software :

Benchmarks :

Keine Sorge, Doom 3 kommt später :-)

Kommen wir nun zum Leistungsvergleich :


3DMark 2001 1024x786 (Futuremark)

Lange Zeit einer der beliebtesten Benchmarks überhaupt mußte auch der 3DMark 2001 unter den Auswirkungen leiden, die die entdeckten Treiber-Manipulationen durch nVidia und ATI verursachten. Allerdings litt die Glaubwürdigkeit des Benchmarks nicht in dem Maße wie es bei dem Nachfolger 3DMark 2003 der Fall ist. Letzterer ist aus diesen Gründen auch aus unserer Testreihe ausgeschieden.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200, komplette Benchmark-Tests

3DMark 2001 1280x1024

3DMark 2001 1600x1200

Unser Kommentar :

Die GeForce 6800er-Karten sind natürlich der Überflieger, aber auch im mittleren Bereich gibt es gute Resultate. Die Radeon X600XT sieht durchaus gut aus, die PCX5900 ist auch noch gut mit dabei. Die X600 Pro von Sapphire und die Albatron-Karte hängen schon etwas hinter her.


Vulpine GLMark 1024x786 (TRINIGY)

Der Vulpine GLMark 1.1p ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert, verwenden wir ihn aber in geringen Auflösungen auch für unsere Mainboard-Tests, da sich bei Auflösungen wie z.B. 640x480 die Grafikkarte eher langweilt. Richtig in den Genuß der 3D-Szenen kommt man nur mit einer Geforce 3 oder höher bzw. einer anderen Environmental Bump Mapping-fähigen Grafikkarte. Allerdings ist der Benchmark zum Cross-Chip-Vergleich nicht allzu gut verwendbar, denn die nVidia-Karten haben aufgrund der Auslegung des Benchmarks auf die GeForce 3 hier eindeutige Vorteile.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, hohe Detaileinstellungen, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200

Vulpine GLMark 1280x1024

Vulpine GLMark 1600x1200

Unser Kommentar :

Auch hier wieder eine klare Führung für die High-End-Karten, aber auch die GeForce PCX5900 und die X600XT können wieder ein respektables Ergebnis erreichen.


GL Excess 1024x786 (GL Excess)

GL Excess ist schon ein etwas betagter OpenGL-Benchmark, der sich allerdings zum Benchmarken immer noch teilweise recht gut eignet. Er ist einfach zu bedienen, man kann also auch zu Hause den Benchmark recht einfach ausprobieren, ohne besondere Dinge zu beachten. Allerdings ist die Vergleichbarkeit dadurch eingeschränkt, daß die Grafikhardware ähnlich wie bei 3DMark 2000 nicht mehr nur der einzige Faktor ist, der bewertet wird - so bekommt man auch schon bei anderen Engpässen in einem Rechner deutliche Verzerrungen.


Funktionen : Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, alle Tests, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200

GL Excess 1280x1024

GL Excess 1600x1200

Unser Kommentar :

Auch bei GL-Excess liegt die PCX5900 wieder knapp vor den X600XT-Karten. Zwischen der 6800 GT und der PCX5900 existiert aber auch hier eine ziemliche Lücke.


Codecreatures Benchmark 1024x786 (Codecult)

Die Codecreatures-Engine ist eine Engine, die effektiv von Vertex- und Pixel-Shadern der Grafikkarten Gebrauch macht. Es handelt sich hierbei um einen DirectX 8.1-Test, weshalb auch DirectX 7-Grafikkarten nicht getestet werden können - Besitzer einer Geforce 2 MX400 oder einer Radeon 7500 wie auch einer Geforce 4 MX440 bleiben also aussen vor, ebenso läuft die G550 nicht unter diesem Test. Für heutige Grafikkarten ergeben sich trotzdem noch Herausforderungen, denn mit großen Frame-Zahlen konnten die bisherigen Karten noch nicht überzeugen.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf DirectX 8.1-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen : jeweils 32bit, alle Tests, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200

Codecreatures Benchmark 1280x1024

Codecreatures Benchmark 1600x1200

Unser Kommentar :

Hier kann die ASUS-Karte wieder einmal am besten mithalten - die anderen Karten sind relativ langsam unterwegs.


Quake 3 Arena 1024x786 (ID Software)

Zu diesem Benchmark braucht man wohl wenig zu sagen - das Spiel ist ein Klassiker, der Benchmark ebenso und so fehlt er auch hier nicht. Aktiviert wird der Benchmark über die Kommandozeile mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001", allerdings werden vielerorts auch andere Demodateien für den Benchmark verwendet. Wir bleiben bei dieser ersten Variante. Das Spiel basiert auf der OpenGL-Schnittstelle, allerdings kommt der Benchmark sicherlich auch bald an seine Grenzen, denn wir sind bei den gemessenen Frames pro Sekunde schon in den 200er-Bereichen, was nur wenig Sinn macht. Doom III steht aber vor der Tür...

Funktionen : Test der Grafikkarte auf OpenGL-Performance

Einstellungen : High Details, jeweils 32bit, demo001, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200

Quake 3 Arena 1280x1024

Quake 3 Arena 1600x1200

Unser Kommentar :

Beim ersten richtigen Spiel sieht man, dass man Quake 3 Arena natürlich mittlerweile mit jeder Karte spielen kann. Selbst eine Albatron PCX5750 kommt noch bei 1600x1200 mit 118,1 fps ins Ziel - da kann man auch noch Antialiasing zuschalten, wenn man dies wünscht. Die Performance der PCX5900 ist wieder einmal im Vergleich sehr gut, die 6800er-Karten sind wieder die Überflieger und treiben selbst bei hohen Auslastungen das Spiel in die CPU-Limitierung.


Comanche 4 1024x786 (Novalogic)

Ebenso wie der Codecreatures Benchmark ist dieser wirklich etwas für High-End-Systeme - der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starke CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf DirectX 8-Performance, insbesondere Vertex- und Pixelshader

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200

Comanche 4 1280x1024

Comanche 4 1600x1200

Unser Kommentar :

Comanche 4 ist deutlich CPU-limitiert, hier sieht man erst bei 1600x1200 eine Auswirkung auf die Frames pro Sekunde. Traditionell ist hier also eine schnelle CPU wichtiger als eine High-End-CPU. Wenn man mit höchsten Auflösungen spielt oder Antialiasing zuschaltet, kann sich dies wieder ändern - hier sollte man aber auch noch mit einer PCX5900 flüssig spielen können.


Unreal Tournament 2003 1024x786 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist mit seiner neuen Engine ein grafischer Leckerbissen. Die Engine von Digital Extremes basiert auf der alten Unreal-Engine. Die Engine ist für 200.000 Polygone gut und wurde in vielerlei Hinsicht verbessert. Damit stieg allerdings auch der Anspruch an die vorhandene Hardware. Höhere Ansprüche wird wohl erst Doom III den Ego-Shooter-Anhängern bescheren. Das Spiel bringt ein eigenes Benchmark-Programm mit und liefert Ergebnisse zu jeweils zwei Flyby- und zwei Botmatch-Leveln. Das die Ergebnisse zu den Botmatch-Leveln praxisnäher sind, dürfte einleuchten. Allerdings ist hier auch die CPU-Belastung deutlich höher, das Spiel ist hier also praktisch CPU-limitiert.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf Direct3D-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280 x 960 und 1600 x 1200

Unreal Tournament 2003 1024x786 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x786 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x786 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 2xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x786 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x786 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1280x960 4xAA max. AF Botmatch

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Flyby

Unreal Tournament 2003 1600x1200 4xAA max. AF Botmatch

Unser Kommentar :

Das Botmatch von Unreal Tournament ist traditionell CPU-lastig, die Flyby-Demo weniger. Bei hohen Auflösungen und Antialiasing sieht die PCX5900 von den Mid-Range-Karten wieder recht gut aus, die X600XT-Karten sind bis 1280x960 und 2xAA auch noch gut mit dabei. Wer mit 1600x1200 spielen möchte und auch noch 4x AA zuschalten möchte, kommt aber um eine GeForce 6800 GT nicht drum herum.


Return to Castle Wolfenstein 1024x786 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200

Return to Castle Wolfenstein 1024x786 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 2xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1024x786 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1280x1024 4xAA max. AF

Return to Castle Wolfenstein 1600x1200 4xAA max. AF

Unser Kommentar :

Auch hierfür benötigt man auch nicht unbedingt eine High-End-Karte : Return to Castle Wolfenstein läuft mit 4x AA bei 1600x1200 auch noch auf einer X600XT-Karte zufriedenstellend - notfalls schaltet man halt einen Detailgrad herunter. Die PCX5900 liegt auch hier wieder sehr gut, die GeForce 6800 GT geht richtig gut ab, bei niedrigen Auflösungen ohne Antialiasing lohnt sie sich aber nicht wirklich, da hier die CPU limitiert.


DroneZMark 1024x786 (Novalogic)

DroneZ ist sicherlich eines der optisch auffälligsten Spiele aktuell. Es handelt sich um ein OpenGL-Game, welches allerdings auch viele nVidia-Optimierungen besitzt - nicht ohne Grund liegt es bei vielen Geforce 3- und 4 Karten als Beigabe mit im Karton. Der Benchmark ist sowohl bei der Vollwersion, als auch bei der Demo, die im Internet verfügbar ist, vorhanden. Wir wählen hierfür die Einstellungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200 jeweils mit 32bit, die Frames pro Sekunde werden am Ende des Benchmarks angezeigt.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200

DroneZMark 1280x1024

DroneZMark 1600x1200

Unser Kommentar :

Auch hier sieht die PCX5900 im Vergleich der Mid-Range-Karten am besten aus, weil sie recht weit vor den X600-Karten liegt.


Splinter Cell 1024x786 (Ubisoft)

Tom Clancys Splinter Cell ist ein Direct3D-Spiel, dass besonders durch seine Beleuchtungseffekte hervorsticht. Mit dem Patch 1.2 b wurde auch eine Benchmark-Funktion integriert. Allerdings bedient sich Splinter Cell unterschiedlicher Rendering-Pipes und teilt die Grafikkarten in drei Klassen ein. Die neueren GeForce FX-Karten finden sich gegenüber ATI-Karten in einer anderen Geräteklasse, deren Beleuchtungssysteme sich unterscheiden und dadurch unterschiedlichere Ergebnisse liefert. Die Ergebnisse sind im Projektor-Modus erstellt, den beide Karten beherrschen und für künftige Benchmarks bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance


Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200

Splinter Cell 1280x1024

Splinter Cell 1600x1200

Unser Kommentar :

Splinter Cell mit höchsten Detaileinstellungen ist ein Spiel, wo sich die GeForce 6800-Serie mal richtig profilieren kann. Gerade bei hohen Auflösungen macht das Spiel dann nur mit der 6800 GT richtig Spaß. Hier hilft also nur : Detailgenauigkeit runterschalten, dann läßft das Spiel auf einer Midrange-Karte flüssig.


X2 Demo 1024x786 (Egosoft)

X2 - The Thread entstammt dem Genre der Weltraum-Spiele, dem auch Privateer oder das frühere Elite angehören. Natürlich grafisch wesentlich aufwändiger, nutzt es sehr viele Pixel- und Vertex-Shader, die einen Grafik-Chip erheblich fordern. Vor dem Release hat Egosoft eine Demo mit Benchmark-Funktion herausgebracht, die wir hier auch gleich einsetzen.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200, Shadows aktiviert, Anti-Aliasing nur über den Treiber

X2 Demo 1280x1024

X2 Demo 1600x1200

X2 Demo 1024x786 2x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 2x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 2x AA max. AF

X2 Demo 1024x786 4x AA max. AF

X2 Demo 1280x1024 4x AA max. AF

X2 Demo 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Bei X2 ist schon ein deutlicher Unterschied zwischen der 6800 GT und der PCX5900 zu sehen, die noch die beste Mid-Range-Karte ist. Aber schon beim Einschalten der Antialiasing-Features rutscht man schnell unter 50 fps ohne die GeForce 6800 GT.


FarCry 1024x786 (UbiSoft Entertainment)

Far Cry könnte man schon sicherlich zum Spiel des ersten Halbjahres 2004 krönen - die Foren sind voll von begeisterten Fans und mißmutigen Posts, weil zum einen der eine oder andere seine Erfahrungen mit dem Kopierschutz bei einigen CD-ROM-Laufwerken machen durfte, zum anderen das Spiel aber auch Grafikanforderungen setzt, die seinesgleichen suchen. Das Spiel ist detailliert, hat tolle Effekte und ein sehr gutes Gameplay - insgesamt also alles, was es zu einem tollen Egoshooter bedarf. Allerdings muss man dafür auch in eine Top-Grafikkarte investieren, um die Details nicht völlig herunterschrauben zu müssen. Eine Demo des Games gibt es leider nicht.Funktionen : Test der Grafikkarte auf die Direct3D-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200, Grafikeinstellungen im Spiel auf sehr hoch, Wasser-Detail ultra hoch, PCGH-Demo

FarCry 1280x1024

FarCry 1600x1200

FarCry 1024x786 2x AA max. AF

FarCry 1280x1024 2x AA max. AF

FarCry 1600x1200 2x AA max. AF

FarCry 1024x786 4x AA max. AF

FarCry 1280x1024 4x AA max. AF

FarCry 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Auch hier bleibt nur die Empfehlung, die Detailgenauigkeit herunterzuschalten, wenn man nicht eine High-End-Karte kaufen möchte. Bei 1024x786 ist das Spiel eventuell noch halbwegs flüssig, darüber beginnt es sicherlich an einigen aufwendigen Stellen zu ruckeln. Selbst eine GeForce 6800 GT wird hier richtig gefordert und ist auch nicht immer in allen Lebenslagen zu einem flüssigen Gameplay zu bewegen. Abstriche muß man hier also machen - z.B. das Herunterschalten der Wasser-Details von Ultra auf Hoch.


Call of Duty 1024x786 (Activision)

Call of Duty ist ein weiterer Shooter, der auf der Quake 3-Engine beruht. Die Engine wurde auch hier wieder deutlich aufgebohrt. Das neue Rendering-System ist für 200.000 Polygone gut und bietet Pixel- und Vertex-Shader-Support. Ebenfalls wurden die Animationen verbessert. Die Benchmarks wurden mit einer Quake 3-typischen Multiplayer-Timedemo erstellt.

Funktionen : Test der Grafikkarte auf die OpenGL-Performance

Einstellungen : jeweils 32bit, volle Detailstufen, Auflösungen 1024x786, 1280x1024 und 1600x1200

Call of Duty 1280x1024

Call of Duty 1600x1200

Call of Duty 1024x786 2x AA max. AF

Call of Duty 1280x1024 2x AA max. AF

Call of Duty 1600x1200 2x AA max. AF

Call of Duty 1024x786 4x AA max. AF

Call of Duty 1280x1024 4x AA max. AF

Call of Duty 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Zunächst ist Call of Duty klar CPU-limitiert. Erst mit Antialiasing rutschen die Frame-Raten in den Keller, hier sieht die GeForce PCX5900 noch am besten aus, die X600XTs können auch noch gute Werte erreichen. Die GeForce 6800 GT bleibt unbeeindruckt - bis 1600x1200 mit 4x AA und 16xAF bleibt das Spiel klar CPU-limitiert bei dieser Karte.


Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x786 (Epic)

Unreal Tournament 2004 ist das neueste Spiel aus der UT-Serie - mit einem sehr schnellen Gameplay und der Integration von Fahrzeugen aller Art eine interessante Abwandlung zu den bisherigen UT-Spielen. Die wirklich leistungsfordernde Primeval-Demo von 3DCenter wird verwendet, die auch aufgrund der starken Kampfszenen eher die schlechtesten Frameraten der Karten zeigt - in den meisten Fällen sollte UT 2004 mit weit aus höheren Frameraten laufen.


Funktion : Test auf Direct3D-Performance der Grafikkarte

Einstellungen : jeweils 32bit, Auflösungen 1024x786, 1280x1024, 1600x1200, Primeval Demo, Antialiasing und AF wie angegeben

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x786 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 2x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1024x786 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1280x1024 4x AA max. AF

Unreal Tournament 2004 - primeval - 1600x1200 4x AA max. AF

Unser Kommentar :

Ein harter Level - deshalb sehen die Midrange-Karten auch hier schnell alt aus. Auch die GeForce 6800GT muß kämpfen, kommt aber auch mit höheren Antialiasing-Stufen noch halbwegs zurecht. Hier rutschen die Mid-Range-Karten teilweise sogar auf einstellige Frame-Zahlen zurück. Hier läuft eigentlich auf diesen Karten nur 1024x786 und 1280x1024 richtig flüssig.


Fünf GPUs hatten wir im Test - die GeForce 6800 GT als High-End-Modell und die Radeon X600XT, X600 Pro, die GeForce PCX 5900 und die PCX5750 als Mittelklasse-Modell. Dabei ist für den Gamer bislang eigentlich nur die GeForce 6800 GT und die PCX5900 richtig interessant - alle anderen Karten befinden sich bezüglich der Performance eher im Mittelfeld, nur die X600XT-Serie von ATI kann sich in vielen Benchmarks noch an die GeForce PCX5900 heranarbeiten. Zwar kann man auch noch mit einer X600 Pro und einer PCX5750 das eine oder andere Spiel wagen, allerdings muß man bei höheren Auflösungen und anspruchsvollen Games dann schon wieder den einen oder anderen Abstrich bei der Darstellungsqualität machen und die Details nach unten schrauben.

Wer nur begrenzte finanzielle Mittel hat, ist mit der X600XT bestens bedient - sie ist recht günstig, bietet aber schon ausreichende 3D-Performance. Allerdings muß man hier bereits in Aussicht stellen, das NVIDIA mit der GeForce 6600-Serie eine recht eindrucksvoll ausgestattete Grafikkarten-Serie im September in die Läden bringen möchte, die preislich im gleichen Bereich liegt, aber bei der Performance deutlich besser abschneiden soll. Hier ist also abzuwarten, wie sich in einem bis zwei Monaten die Karten neu mischen - die 6600er-Serie haben wir in Kürze im Test und können zumindest schon einmal die Performance unter die Lupe nehmen.

Die PCX5900 von ASUS hat uns sehr gut gefallen, mit Erscheinen der GeForce 6600-Karten wird sie allerdings sicherlich auch etwas günstiger werden müssen. Die GeForce 6800 GT ist natürlich der Renner - aber für diese Karten muß man mit 370 Euro aufwärts schon ein vielfaches hinlegen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Kommen wir nun zu einer Bewertung für die einzelnen Karten. Hier möchten wir vor allen Dingen zwei aktuelle Empfehlungen herausheben.

Abit RX600XT :

Hier warten wir noch auf einen Preis, vermuten aber, dass die Karte für etwas weniger als die MSI RX600XT in den Handel kommt. Auch hier ist die Performance in Ordnung, auch Abit legt beim Lieferumfang Wert auf Vollständigkeit, aber spart an Spielen und Tools. Deshalb ist die Abit-Karte etwas unspektakulär, auch wenn sie einen schicken farbigen Lüfter besitzt. Die Qualität der Karte ist ebenfalls sehr gut, der Lüfter erschien etwas lauter als bei der MSI, ist aber immer noch recht leise. In den Benchmarks lag die Karte aufgrund der etwas höheren Taktung immer leicht vor der MSI-Karte.

ASUS Extreme N5900 :

Die ASUS Extreme N5900 ist ideal, wenn man knapp 200 bis 250 Euro für eine Grafikkarte ausgeben möchte. Auch sie ist reichhaltig ausgestattet, besitzt einen leisen Lüfter, allerdings sollte beachtet werden, dass die Karte mit 22cm recht lang ist und evtl. nicht in jedes Mini-Gehäuse passt. Dafür ist die 3D-Leistung sehr gut - und da sie deutlich übertaktet werden kann, läßt sich praktisch aus dieser PCX5900-Karte eine kleine 5900 Ultra zaubern. Die Darstellungsqualität ist ebenfalls sehr gut - zudem besitzt sie einen Video-In. Aufgrund des guten Lieferumfangs, der guten Leistung bekommt diese Karte - auch wenn sie etwas teurer ist - unseren Award.

Albatron Trinity PCX5750 :

Von der Qualität her in Ordnung, aber von der Performance her eigentlich nichts für den Spieler. Die GeForce PCX5750 hat durch die niedrigere Taktfrequenz und den Unterschieden zur klassischen GeForce 5700 Ultra nicht mehr viel mit dieser gemein und ist demnach eher eine Büro-Grafikkarte, mit der man auch mal spielen kann. Der Preis ist sehr niedrig, die Darstellungsqualität ist gut und auch Albatron hat auf einen leisen Lüfter geachtet. Positiv : Auch läßt sich die Karte sehr gut übertakten, was dann natürlich zu einer leicht besseren Performance führt.

MSI RX600XT TD128 :

Die MSI-Karte ist unsere Wahl, wenn aktuell man knapp 180 Euro für eine PCI-Express-Grafikkarte ausgeben möchte. Sie ist ausreichend schnell, besitzt einen leisen Lüfter, eine gute bis sehr gute Darstellungsqualität und vor allen Dingen einen für den Kaufpreis sensationellen Lieferumfang. Hier ist wirklich alles dabei, was man sich an Software wünschen kann - und an die notwendigen Kabel hat man auch gedacht. Die MSI-Karte ist ein klarer Preis/Leistungstipp !

Sapphire Radeon X600 Pro :

Die Sapphire-Karte zeigt, das der Pro-Kern dem XT eindeutig unterlegen ist - hier sollte man lieber auf die XT-Variante von Sapphire setzen, die sich dann von der Performance ähnlich verhält wie die Karten von Abit und MSI. 256 MB bringen im Vergleich zu 128 MB wohl auch nicht wirklich viel, demnach kann man ruhig zu den kleineren Varianten greifen. Die Geräuschentwicklung war gut, die Karte ist schön leise. Weiterhin ist auch die Signalqualität in Ordnung, hier hat Sapphire auch gute Arbeit geleistet. Als XT-Karte hätte Award-Chance bestanden, denn die Sapphire-Karten sind ebenfalls immer sehr preisgünstig, qualitativ aber hochwertig.

Die GeForce 6800 GT lassen wir erstmal aussen vor - diese Karte hat eine brilliante 3D-Leistung, aber wir sind gespannt auf die Besonderheiten der NVIDIA-Partner.

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