Test: AMD Radeon HD 6990

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radeon-6990-logoAm 22. Oktober 2010 bestätigte AMD erstmals, dass es eine Dual-GPU-Grafikkarte namens AMD Radeon HD 6990 auf Basis der Cayman-GPUs geben wird. Bis zum Release der Radeon-HD-6900-Serie (Hardwareluxx-Test) sollte es aber noch weitere zwei Monate dauern. Die Radeon HD 6990 wurde auf den Beginn des Jahres 2011 verschoben, ein wenig später sprach man von einem Release im Februar. Doch auch diesen Termin konnte man offensichtlich nicht ganz einhalten, kurz vor Ende Februar kursierten dann die ersten Gerüchte zur Radeon HD 6990. Auf der CeBIT bestätigten sich diese Gerüchte dann endlich und heute ist es soweit - AMD präsentiert die Radeon HD 6990 auf Basis zweier Cayman-GPUs.

Eines wollen wir allerdings noch loswerden, bevor wir mit dem eigentlichen Artikel starten. AMD entschied sich dazu, die Presse nur wenige Tage vor Start der CeBIT darüber zu informieren, dass in der CeBIT-Woche ein Sample eintreffen wird. Natürlich befinden sich die meisten Redakteure zur CeBIT auf der Messe und warten nicht zu Hause auf den Postboten. Ein ähnlich schlechtes Timing bewies man bei der obligatorischen Telefonkonferenz bzw. dem Briefing im Vorfeld des Launches. Auch diese fiel auf einen Tag der CeBIT und so konnte sicher nicht jeder Beteiligte daran teilnehmen. Letztendlich lief also alles darauf hinaus, trotz ausreichender Vorlaufzeit, in nur wenigen Tagen ein möglichst umfangreiches Review auf die Beine zu stellen. Wir haben uns alle Mühe gegeben ...

Wie so oft beginnen wir das Review mit einem Vergleich der technischen Daten. Hier schauen wir uns im Besonderen die Radeon-HD-6900 Serie sowie die letzte Dual-GPU-Grafikkarte aus dem Hause AMD an. Um die Verhältnisse besser einschätzen zu können, führen wir aber auch das aktuelle High-End-Modell von NVIDIA mit auf.

 

NVIDIA GeForce GTX 580

AMD Radeon HD 5970 AMD Radeon HD 6950 AMD Radeon HD 6970 AMD Radeon HD 6990
GPU GF110 2x RV870 Cayman PRO Cayman XT 2x Cayman XT
Fertigung 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm
Anzahl Transistoren 3 Milliarden 2x 2,15 Milliarden 2,6 Milliarden 2,6 Milliarden 2x 2,6 Milliarden
Die-Größe -   389 mm² 389 mm² 2x 389 mm²
GPU-Takt 772 MHz 725 MHz 800 MHz 880 MHz 830 MHz (OC: 880 MHz)
Speichertakt 1000 MHz 1000 MHz 1250 MHz 1375 MHz 1250 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1536 MB 2048 MB (1024 MB effektiv) 2048 MB 2048 MB 4096 MB (2048 MB effektiv)
Speicherinterface 384 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 192 GB/Sek. 128 GB/Sek. 160 GB/Sek. 176 GB/Sek. 160 GB/Sek.
Shader Model 5.0 5.0 5.0 5.0 5.0
DirectX 11 11 11 11 11
Shader-Einheiten 512 (1D) 2x 320 (5D) 352 (4D) 384 (4D) 2x 384 (4D)
Shader-Takt 1544 MHz 725 MHz 800 MHz 880 MHz 2x 830 MHz (OC: 880 MHz)
Texture Units 64 2x 80 88 96 2x 96
ROPs 48 2x 32 32 32 2x 32
maximale Leistungsaufnahme 244 Watt 294 Watt 200 Watt 250 Watt 375 Watt (OC: 450 Watt)
typische Leistungsaufnahme - - 140 Watt 190 Watt 350 Watt (OC: 415 Watt)
minimale Leistungsaufnahme 30-32 Watt - 20 Watt 20 Watt 37 Watt
CrossFire/SLI SLI CrossFireX CrossFireX CrossFireX CrossFireX

Zwei Cayman-XT-GPUs kommen auf der Radeon HD 6990 zum Einsatz. Im Vorfeld gab es zahlreiche Spekulationen darüber, welcher Chip nun eingesetzt werden würde. Zur Überraschung Vieler ist es nun der Vollausbau geworden. Warum dies möglich ist, klären wir später. Schaut man sich den GPU-Takt an, liegt die Radeon HD 6990 mit 830 MHz in etwa zwischen der Radeon HD 6950 und 6970. Über ein spezielles Feature, auf das wir ebenfalls noch näher eingehen werden, können auch 880 MHz angelegt werden. Der Speichertakt ist ebenfalls mit dem der Radeon HD 6950 identisch. An diesem Wert ändert sich auch nichts. Ebenso gleich geblieben ist die Anbindung des Speichers. Die Gesamtzahl des Speicher liegt bei 4096 MB, pro GPU also 2048 MB. Hier fühlt man sich schon sehr an die speziellen Versionen der Radeon HD 5970 von Sapphire (Hardwareluxx-Test), ASUS (Hardwareluxx-Test) und XFX (Hardwareluxx-Test) erinnert. Da die Shader-Prozessoren beim Cayman-Design mit gleichem Takt wie die restliche GPU arbeiten, liegen auch hier 830 bzw. 880 MHz an.

384 Cluster im 4D-Design kommen pro GPU zum Einsatz, insgesamt verrichten also 3072 Shader-Prozessoren ihren Dienst. Da es sich um die Cayman-XT-GPUs handelt, kommen auch 2x 96 Texture Units und 2x 32 ROPs auf einer Radeon HD 6990 zum Einsatz.

Warum AMD sich den Vollausbau von Cayman leisten kann, wird bei einem Blick auf die Angaben der Leistungsaufnahme deutlich. AMD gibt eine maximale Leistungsaufnahme von 450 Watt an - im OC-Mode, ansonsten sind es 375 Watt. Damit liegt man erstmals über den ATX-Spezifikationen. Selbst die typische Leistungsaufnahme wird mit 350 bzw. 415 Watt angegeben. Wir hatten diesen Schritt nicht erwartet. Sollten wir den Wert bestätigten können, klingt zumindest die minimale Leistungsaufnahme mit ihren 37 Watt positiv.

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Soweit zu den technischen Daten. Bevor wir uns nun der Karte selbst zuwenden, wollen wir noch einige theoretische Details klären.


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Bisher kaum von den Herstellern verwendet wird das duale BIOS der Radeon-HD-6900-Serie. Einige Hersteller vertrauen auf ihre eigenen Entwicklungen. Groß in Mode gekommen ist der Schalter eigentlich nur bei der Radeon HD 6950, wo ihn einige Hersteller dazu verwendeten die Cayman-PRO-GPU in die XT-Variante zu verwandeln.

Bei der Radeon HD 6990 kommt dieser Schalter ebenfalls zum Einsatz und kann folgendermaßen verwendet werden:

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Wie sich die Änderungen des Taktes auswirken, aber auch wo die Einschränkungen durch Power-Tune gemacht werden, zeigt AMD in einer entsprechenden Folie. Nur auf den maximalen Verbrauch ausgelegte Tools wie der Furmark und OCCT werden ausgesperrt.

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Eine Karte mit einem maximalen Verbrauch von 300 Watt zu entwickeln ist sicher schon keine leichte Aufgabe. Die Radeon HD 6990 wurde nun sogar auf bis zu 450 Watt ausgelegt und dies dürfte für die Entwickler der Karte und der Kühlung sicher keine leichte Aufgabe gewesen sein. Eine besondere Erwähnung werden später auch noch die großen VDCC-Spannungsregler bekommen. Diese sind aus zwei Gründen zwischen den beiden GPUs zu finden.

  1. Sie sitzen direkt über dem Lüfter und werden optimal gekühlt
  2. Die Latenzen und Signalwege sind zu beiden GPUs identisch

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Die 450 Watt elektrischer Leistung fallen irgendwann auch wieder in Form von Abwärme ab und müssen abtransportiert werden. Dazu musste AMD auch am Kühler weitere Verbesserungen vornehmen. So ist die Karte auf der Vorderseite vom Kühler bedeckt und auf der Rückseite von einer Metallplatte. Der Radiallüfter ist zentral zwischen den beiden Kühlkörpern platziert worden und kann seine kühle Luft gleichmäßig verteilen.

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Bereits eine Grafikkarte der neuen Radeon-HD-6800 und 6900-Generation ist in der Lage bis zu sechs Displays anzusteuern. Bei der Radeon HD 6990 musste AMD einen Kompromiss zwischen Anschlussvielfalt und Kühlung eingehen. Eine Hälfte der Dual-Slot-Kühlung bleibt als Öffnung für die warme Luft reserviert. Auf der zweiten Hälfte sind die Anschlüsse in Form von 4x mini-DisplayPort und 1x Dual-Link-DVI zu finden. Vielleicht wäre es für AMD auch möglich gewesen gleich sechs mini-DisplayPorts zu verbauen und die entsprechenden Adapter beizulegen, letztendlich hat man sich aber für einen Dual-Link-DVI entschieden.

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Aber auch wenn nur ein Dual-Link-DVI vorhanden ist, will AMD Besitzer eines weiteren Displays mit DVI oder HDMI nicht vor den Kopf stoßen. So wird die Radeon HD 6990 mit jeweils einem passiven sowie aktiven mini-DisplayPort zu Single-Link-DVI Adapter und einem passiven mini-DisplayPort zu HDMI Adapter ausgeliefert.

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Natürlich ist auch AMD bewusst, dass NVIDIA bald mit einer Dual-GPU-Lösung aufwarten wird. Dennoch vergleicht man die Radeon HD 6990 mit der GeForce GTX 580 und will mit Werten wie "+200 %" blenden. Wir werden uns aber in den eigenen Benchmarks die Performance der Radeon HD 6990 anschauen und gegen die Konkurrenz vergleichen.

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Dass eine Radeon HD 6990 wohl kaum auf ein 20"-Display mit 1280x1024 ausgelegt ist, dürfte klar sein. Welche Möglichkeiten sich zusammen mit Eyefinity ergeben, zeigt obige Folie. Neu ist allerdings nur der 5x1 Portrait-Modus.


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Dass eine Radeon HD 6990 nach der Nennung der technischen Daten auch eine gewisse physikalische Größe haben wird, dürfte klar sein. Mit 30,5 cm hält man sich exakt an die ATX-Spezifikationen. Die Karte besitzt also die gleiche Länge wie die Radeon HD 5970.

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Die Position der beiden GPUs ist auf der Rückseite der Karte zu erkennen. Gegenüber der Radeon HD 5970 sind sie auseinander gerückt, zugunsten der Kühlung. Eine Backplate verdeckt das restliche PCB.

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Auf der Front ist, wie bei allen Karten der Radeon-HD-6000-Serie, der Modellname auf dem Kühlkörper zu lesen. Am Design hat sich nichts weiter geändert. Natürlich hat man es aber an die Gegebenheiten der Radeon HD 6990 angepasst.

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Zentral im Kühlkörper gelegen ist der Radiallüfter. Er saugt die kühle Luft an und bläst sie in beide Richtungen, also zur Slotblende und dem hinteren Ende der Karte.

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Bereits auf der CeBIT waren erste Bilder der Karte zu sehen. AMD veröffentlichte zu diesem Zeitpunkt bereits einige offizielle Bilder. Auf diesen waren die PCI-Express-Stromanschlüsse allerdings nicht zu sehen. Dies änderte sich mit den ausgestellten Karten auf der CeBIT. Mit 2x 8-Pin kommt die Karte auf einen theoretischen Maximalverbrauch von 375 Watt. AMD gibt eine maximale Leistungsaufnahme von 450 Watt an.


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Über den CrossFire-Anschluss lässt AMD dem Benutzer auch die Möglichkeit zwei Radeon HD 6990 zusammen zu betreiben. Ob diese Leistung überhaupt benötigt wird, ist mehr als fraglich. Natürlich dürften die Freunde schneller Benchmarks ihre Freude an einem solchen System haben - der Stromanbieter hat diese dann sicher allerdings auch.

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Direkt neben dem CrossFire-Anschluss ist auch der BIOS-Switch zu finden. Über diesen lässt sich, wie bereits erwähnt, zwischen den Default-Settings und den Overclocking-Einstellungen hin und her wechseln. Dies ist natürlich nur im ausgeschalteten Zustand möglich. Ob die Retail-Hersteller auch eigene Werte für die Spannungen und den Takt auswählen können, ist noch nicht bekannt.

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Auch die Radeon HD 5970 besaß am hinteren Ende zwei Öffnungen. Der dort eingesetzte Lüfter aber blies einen Großteil der warmen Luft in Richtung der Slotblende. Bei der Radeon HD 6990 ist dies anders. Hier wird die Luft durch den zentral platzierten Lüfter in beide Richtungen gedrückt. 50 Prozent werden also durch die Slotblende aus dem PC-Gehäuse geblasen und weitere 50 Prozent verlassen den Kühler der Grafikkarte am hinteren Ende und verbleiben somit im PC-Gehäuse.

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Auch wenn wir bereits in den Folien einen Blick auf die Slotblende geworfen haben, wollen wir dies mit der Karte selbst noch einmal tun.


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Entfernt man den Kühler der Radeon HD 6990, wird der Blick auf die zwei GPUs sowie den weiteren Komponenten der Grafikkarte frei. Ähnlich wie bei der Radeon HD 5970 gilt auch für das neue Dual-GPU-Modell: es hat schon was für sich ein 30,5 cm langes PCB in Händen zu halten und die Komplexität zu bewundern.

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Auch wenn die Rückseite die großen Chips vermissen lässt, so bilden die kleinen Widerstände und weitere Bauteile ein interessantes Zusammenspiel. Auf die Details der Vorder- und Rückseite gehen wir nun im Folgenden etwas genauer ein.

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Jeder GPU stehen 2 GB an GDDR5-Speicher zur Verfügung. Insgesamt sind also 4 GB verbaut. Aus Platzgründen positioniert AMD die eine Hälfte des Speichers auf der Vorderseite des PCBs und die zweite, wie hier zu sehen, auf der Rückseite. Jeder Chip hat eine Kapazität von 256 MB, pro GPU sind also acht Chips nötig, die sich zahlengleich auf Vorder- und Rückseite aufteilen.

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Ein PEX-8647-Switch von PLX verbindet die beiden GPUs miteinander - dies war auch schon auf der Radeon HD 5970 und 4870 X2 der Fall. Er kann 48 PCI-Express-Lanes verwalten. 16 für die Anbindung der Karte an das Interface auf dem Mainboard. Die übrigen 2x 16 Lanes verbinden die GPUs direkt miteinander.

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Auch wenn es sich bei den GPUs der Radeon HD 6990 um die (technisch) identischen wie auf der Radeon HD 6970 handelt (abgesehen vom Takt), so lässt sich anhand der Beschriftung zumindest in der Revision ein Unterschied erkennen. Auf der Radeon HD 6970 trägt die GPU die Modellnummer 1042, auf der Radeon HD 6990 ist der Chip mit 1048 bezeichnet.


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Die wichtigsten und auch größten Komponenten der Spannungs- und Stromversorgung hat AMD mittig auf dem PCB platziert. Bereits bei der Betrachtung der Kühlung haben wir über die Gründe gesprochen. AMD möchte eine bestmögliche Kühlung dieser Bauteile garantieren und sorgt gleichzeitig auch dafür, dass beide GPUs mit gleicher Signalqualität und Latenz erreicht werden.

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Hier noch einmal ein Blick auf den BIOS-Schalter neben dem CrossFire-Anschluss. Ein versehentliches Umlegen des Schalters ist bei montierter Kühlung nicht möglich. Wenn zwischen den BIOS-Versionen gewechselt werden soll, darf die Karte nicht in Betrieb sein.

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Ein genauer Blick auf die Speicherchips verrät deren die Verwendung von Modulen aus dem Hause Hynix. Dieser arbeitet aber nicht wie auf der Radeon HD 6970 mit 1375 MHz, sondern mit "nur" 1250 MHz.

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Zwei Kupferkühler sitzen direkt auf den beiden GPUs. Die weiteren Komponenten müssen mit dem üblichen Metallkühler auskommen. Um die Abwärme auch schnell abführen zu können, setzt AMD, wie bei allen aktuellen High-End-Karten, auf eine Vapor-Chamber.

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Noch einmal der komplette Kühler der Radeon HD 6990 im Überblick. Die weißen Klebepads zeigen dabei auch die Position der weiteren Komponenten, wie der PLX-Bridge oder den Speicherchips, an.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7 Extreme 965 wird von 3,2 GHz auf 3,875 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem  
Prozessor Intel Core i7 Extreme 965 3,2 GHz übertaktet auf 3,875 GHz
Mainboard ASUS P6T6 WS Revolution
Arbeitsspeicher Corsair XMS3 Dominator 4 GB PC3-12800U CL 7-7-7-20
Festplatte Seagate Barracuda 7200.11 320 GB
Netzteil Corsair HX1000
Betriebssystem Windows 7 64 Bit
Grafikkarten
 
NVIDIA
NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1544/1000 MHz, 1536 MB)

NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1464/950 MHz, 1536 MB)

NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1640/1000 MHz, 1024 MB)

NVIDIA GeForce GTX 480 (700/1401/924 MHz, 1536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 470 (608/1215/838 MHz, 1280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 465 (608/1215/802 MHz, 1024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 460 (675/1350/900 MHz, 1024 MB)
  NVIDIA GeForce GTS 450 (783/1566/902 MHz, 1024 MB)
AMD
AMD Radeon HD 6970 (880/880/1375 MHz, 2048 MB)

AMD Radeon HD 6950 (800/800/1200 MHz, 2048 MB)

AMD Radeon HD 6870 (900/900/1050 MHz, 1024 MB)

AMD Radeon HD 6850 (775/775/1000 MHz, 1024 MB)

AMD Radeon HD 5870 (850/850/1200 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 5850 (725/725/1000 MHz, 1024 MB)
  AMD Radeon HD 5830 (800/800/1000 MHz, 1024 MB)
Treiber:
 
NVIDIA

GeForce 266.77 (für GeForce GTX 580 und abwärts)

AMD
ATI Catalyst 11.2 (für alle AMD Radeon HD 6970 und abwärts)
ATI Catalyst 8.84.3 Beta 2 (für AMD Radeon HD 6990)

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:

Folgende Benchmarks kommen mit den genannten Settings zum Einsatz:

Futuremark 3DMark06:
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Futuremark 3DMark Vantage (PhysX aus):
- Performance
- High
- Extreme
Resident Evil 5 (Motion Blur - an, Shadow Detail - High, Texture Detail - High, Overall Quality - High):
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
H.A.W.X. 2 (DirectX 11, alles hoch bzw. ein):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Far Cry 2 (DirectX 10, Performance - Very High, Overall Quality - Optimal, alles andere High):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Unigine Heaven 2.0 (DirectX 11, Shader - High, Tesselation - Normal):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Metro 2033 (DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
Mafia II (alles High bzw. ein, ohne Apex):
- 1680x1050 kein AA 16xAF
- 1680x1050 8xAA 16xAF
- 1920x1200 kein AA 16xAF
- 1920x1200 8xAA 16xAF
- 2560x1600 kein AA16xAF
- 2560x1600 8xAA 16xAF
STALKER (2560x1600, DirectX 11, Preset - Extreme, 4x MSAA, SSAO Mode - Default, SSOA Quality - Medium, enable Tesselation)
- Day
- Night
- Rain
- Sun
Anno 1404 (alles an/hoch, Kampagne starten und die ersten 60 Sekunden):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
Crysis Warhead (DirectX 10, Enthusiast):
- 1680x1050 4xAA 16xAF
- 1920x1200 4xAA 16xAF
- 2560x1600 4xAA 16xAF
Framediagramme:
Medal of Honor (2560x1600, Grüße aus Bagram - die ersten 60 Sekunden)
Metro 2033 (2560x1600, DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert)

Futuremark 3DMark06 (Standardeinstellungen):

Futuremark 3DMark Vantage (PhysX aus):

Resident Evil 5 (Motion Blur - an, Shadow Detail - High, Texture Detail - High, Overall Quality - High):

H.A.W.X. 2 (DirectX 11, alles hoch bzw. ein):

Far Cry 2 (DirectX 10, Performance - Very High, Overall Quality - Optimal, alles andere High):

Unigine Heaven 2.0 (DirectX 11, Shader - High, Tesselation - Normal):

Metro 2033 (DirectX 11, Quality - High, DOF - an, PhysX - deaktiviert):

Mafia II (alles High bzw. ein, ohne Apex):

S.T.A.L.K.E.R. - Call of Pripyat (2560x1600, DirectX 11, Preset - Extreme, 4x MSAA, SSAO Mode - Default, SSOA Quality - Medium, enable Tesselation)

Anno 1404 (alles an/hoch, Kampagne starten und die ersten 60 Sekunden):

Crysis Warhead (DirectX 10, Enthusiast, Frost Flythrough):

Framediagramme:


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Gerade die Karten der Radeon-HD-6900-Serie haben gezeigt, wie sparsam auch High-End-Karten sein können. Selbst die GeForce GTX 580 liegt für NVIDIA-Verhältnisse noch recht günstig. Den alten Negativrekord der Radeon HD 5970 kann die Radeon HD 6990 im Idle-Betrieb Gott sei Dank nicht brechen. In den beiden BIOS-Einstellungen liegt sie leicht hinter dem Vorgänger. Mit 180 Watt wird die Radeon HD 6990 aber niemals zum Sparwunder ernannt werden.

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Bereits die theoretischen Werte für den maximalen und typischen Verbrauch ließen böses vermuten. Unsere Messungen bestätigen diese Einschätzung sehr deutlich. Keine Grafikkarte hat im Zusammenspiel mit dem restlichen System bisher einen derart hohen Verbrauch aufweisen müssen. Jetzt könnten wir den Spruch "wer sich einen Porsche in die Garage stellt, erwartet auch nicht diesen mit 3 Litern auf 100 km zu fahren" anbringen, aber mit diesen Werten sprengt AMD allerdings alles bisher da gewesene.

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Natürlich hat AMD alles versucht um den Stromverbrauch und somit auch die Temperaturen und die Lautstärke der Radeon HD 6990 im Idle-Betrieb so niedrig wie möglich zu halten. Klar ist allerdings auch, dass zwei GPUs und der dazugehörige Speicher sowie die weiteren Komponenten auch ohne Rechenlast versorgt werden müssen und sich somit aufwärmen. Mit 45,5 °C liegen wir aber noch immer auf unbedenklichem Niveau - der Spielraum für den Last-Betrieb wird allerdings auch nicht gerade größer.

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Eigentlich nicht anders erwartet haben wir die Messungen bei den Temperaturen. In diesem Punkt verhält es sich wie beim Last-Verbrauch. Wer eine gewisse Leistung erwartet und sich mit der Radeon HD 6990 einbaut, der kann zwar ein optimistisches Handling aufseiten der Kühlung erwarten, muss allerdings auch damit rechnen, dass er keine "gemütlichen" Temperaturkurven präsentiert bekommt. Die Radeon HD 6990 kann vor allem eines und das ist extrem - (leider) auch bei den Temperaturen. Die technisch versierten Leser wissen allerdings auch, dass elektrische Bauteile für eben solche Temperaturen ausgelegt sind. Somit kann man sich von über 90 °C erschrecken lassen, Angst um die Hardware muss man allerdings nicht haben.

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Während gerade Karten wie die Radeon HD 6970 und 6950, mit Einschränkungen auch die GeForce GTX 580, im Idle-Zustand zwar hörbar, aber keinesfalls störend arbeiten, lässt sich die Radeon HD 6990 doch schon sehr klar im System heraushören.

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Auch wenn die Radeon HD 6990 bei der Last-Lautstärke hinter dem Vorgänger zurückbleibt, so messen wir an dieser Stelle Werte für die Lautstärke, die eigentlich jenseits von Gut und Böse sind. Man muss dies allerdings auch immer wieder relativieren, denn wenn sich die Karte im Last-Zustand befindet und der Lüfter solche Drehzahlen anpeilt, dann dürfte sich der Nutzer an lautem Game-Sound via Kopfhörer und Boxensystem erfreuen und hier stört die Radeon HD 6990 dann eigentlich nur noch, wenn das System sich direkt auf Kopfhöhe befindet.


Mit den ersten Performance-Messungen beginnen wir im 3DMark Vantage. Der 3DMark Vantage in seiner aktuellen Version ist sehr grafikkartenlastig und damit ideal für unsere Zwecke geeignet. Um die 3D-Grafikpracht flüssig zu genießen, ist aber auch eine schnelle CPU notwendig. Der Download von 3DMark Vantage ist wie immer in unserer Download-Area möglich.

 
 

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Auch die neuste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tesselation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

3dmark11_2_rs 3dmark11_1_rs
3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

3dmark1

3dmark1

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Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

ResidentEvil1_rs ResidentEvil2_rs
ResidentEvil3_rs ResidentEvil4_rs

Zur Vollversion von Resident Evil 5 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion, mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.


Zur Vollversion von Far Cry 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen sich die Macher von Crysis. Die als Basis dienende Cry-Engine sorgt immer wieder dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwendeten Crysis im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Zur Vollversion von Crysis Warhead in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Die Fortsetzung der berühmten und mehrfach ausgezeichneten Aufbaustrategie-Serie kommt im neuen Gewand daher und heißt Anno 1404. 2009 erschienen, fesselt Ubisofts Anno 1404 den Spieler erneut und lässt ihn den Orient im 15. Jahrhundert erkunden. Das Motto hier - siedeln in Perfektion. Sämtliche Gebäude wurden noch einmal detaillierter dargestellt, das Meer bewegt sich noch realistischer, Flora und Fauna sind eine richtige Augenweide. Selbst die Mühlen hört man knarzen, Vögel fliegen umher und Rauch steigt von Feuerstellen empor. Weiterhin stehen dem Spieler größere Inseln denn je zuvor zur Verfügung, wo er eine mächtige Zivilisation errichten und neue Technologien erforschen kann. Wird der Schieberegler für die Details und Effekte ganz nach rechts geschoben, fordert Anno 1404 das System ordentlich und zeigt, was in ihm steckt.

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Unigine Heaven 2.1 beinhaltet zahlreiche Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Darunter sind beispielsweise eine verstärke Nutzung von Tesselation. Des Weiteren wurden neue Objekte hinzugefügt, die den Einsatz neuer Effekte notwendig machen. Dazu gehören dynamische Lichtquellen sowie physikalisch korrekt berechnete Flaggen.

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Unigine Heaven 2.0 ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.


Zur Vollversion von S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2013 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Handvoll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurück gezogen um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindseelige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine wahsinns Atmosphäre und lassen selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

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Der Luftkampf hat sich weiterentwickelt, ebenso wie die Grafik-Engine, die nun massiven Gebrauch von Tesselation macht. Der Spieler muss jedes Element des modernen Luftkampfs meistern. Zuerst dringt er unentdeckt in feindlichen Luftraum ein, führt einen tödlichen Stoß aus und verschwindet, noch bevor der Gegner reagieren kann. Er nutzt überlegene Technologie, um den Gegner aus der Ferne zu schwächen und erledigt ihn dann in spannenden Dogfights. Nächtliche Überfälle und Auftanken in der Luft, sowie viele weitere Aufgaben warten auf den Spieler.

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2K Czech, die Entwickler des ersten Mafia Spiels sorgen auch in Mafia II für eine riesige Spielwelt voller liebevoller Details. Mit den 40ern und 50er Jahren erstreckt sich Mafia II über zwei der wohl schillerndsten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Über 50 Autos im Stil der jeweiligen Epoche mit individuellem Fahrverhalten können gefahren werden. So lässt sich die Stadt zum Sound von Elvis Presley und Frank Sinatra erkunden – Über 120 original lizensierte Songs aus den 40ern und 50ern ertönen aus den Lautsprechern des Autoradios

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AMD liefert bereits ab Werk eine Radeon HD 6990 mit Übertaktungs-Option aus. Von 830 auf 880 MHz lässt sich die GPU dabei hochdrehen. Der Speicher verbleibt bei 1250 MHz. AMD ändert auch die anliegende Spannung. Von 1,12 Volt geht aus auf 1,175 Volt. Ob dieser Schritt auch nötig ist um die 880 MHz an der GPU zu gewährleisten, ist uns nicht bekannt, zumindest aber kann AMD so noch höhere Taktraten ermöglichen. In einigen Marketing-Folien ist die Rede von 1000 MHz.

Wir haben die ohnehin schon nicht performanceschwache Karte auch noch auf die OC-Probe gestellt. Dazu nutzten wir AMD Overdrive aus dem Catalyst Control Center. Hier werden uns neben der Einstellung der Taktraten auch noch die PowerTune-Optionen angeboten. Für das maximale Overclocking bietet es sich natürlich an, PowerTune auf das Maximum von +20% zu setzen.

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Waren die gewünschten Einstellungen gemacht, drehten wir an der Taktschraube. Von den 880 MHz des voreingestellten Settings konnten wir den GPU-Takt auf 970 MHz anheben. Die 1-GHz-Grenze blieb uns leider verwehrt. Für den Speicher war schon bei 1300 MHz Schluss. Da AMD seinen Speicher aufgrund der weniger breiten Anbindung über das 256 Bit breite Speicherinterface allerdings bereits recht weit ausreizt, gaben wir uns damit zufrieden.

In den Benchmarks wirkte sich das Overclocking wie folgt aus:

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Natürlich hat das Overclocking auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch. Folgendes Diagramm stellt die Verhältnisse dar:

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Mit der Radeon-HD-6900-Serie neu eingeführt wurde das PowerTune-Feature. Im Artikel zur Radeon HD 6970 und 6950 haben wir PowerTune ausführlich auf den Zahn gefühlt. Auch mit der Radeon HD 6990 haben wir die entsprechenden Einstellungen einmal ausprobiert und beim Overclocking auch schon verwendet.

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Arbeitet die Software, in diesem Falle der Benchmark, bereits am thermischen Limit, hilft auch das Anheben des PowerTune-Levels nicht mehr. Schön zu sehen ist, wie die Karte, egal ob PowerTune auf -20%, 0% oder +20% eingestellt ist, sich einpegeln muss und die Werte somit komplett gestreut werden.

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Schon anders sieht dies bei Crysis aus. Hier ist noch Luft vorhanden und so kann die Radeon HD 6990 bei +20% PowerTune noch einiges an Leistung anbieten.

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Natürlich hat PowerTune auch einen Einfluss auf den Stromverbrauch. Gerade dies ist ja die Schraube, an der PowerTune ansetzt.


Prestige oder "zeigen, was man kann" - so kann die AMD Radeon HD 6990 in wenigen Worten zusammengefasst werden. AMD hatte sicher gehofft, mit der Radeon HD 6970 einige Zeit an der Spitze der Benchmarks zu sein, die GeForce GTX 580 machte ihnen allerdings einen Strich durch die Rechnung. Pläne für die Radeon HD 6990 gab es schon lange und nicht nur wir hatten einige Zweifel an der Umsetzung.

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Betrachtet man nur die Performance der Radeon HD 6990, so kann ihr der Titel "schnellste Grafikkarte" bescheinigt werden und nichts anderes war AMDs Hauptziel. In niedrigen Auflösungen bis hin zu 1920x1200 limitiert meist die CPU. Kommen wir dann in Bereiche von 2560x1600 kann die Radeon HD 6990 ihr Potenzial ausspielen. Aber hier ist sicher auch noch nicht Schluss. Der Einsatz von zwei oder mehr Displays in einem Eyefinity-System bietet sich bei der gebotenen Leistung geradezu an.

Doch all diese Leistung hat auch ihre Schattenseiten, denn AMD kann nicht zaubern. Mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 450 Watt überschreitet AMD eine Grenze, an die sich bisher niemand herantraute. Jetzt darf darüber gestritten werden, ob der OC-Schalter mit zu den ab Werk gelieferten Werten hinzugezählt werden kann oder nicht. Sicher haben wir auch in der Vergangenheit Karten mit 2x 8-Pin-Anschluss gesehen (beispielsweise die speziellen Radeon HD 5970 mit 4 GB Speicher), aber niemals überschritten AMD oder NVIDIA in ihren Referenzkarten die ATX-Spezifikationen. Wir hätten uns gewünscht dies bliebe auch in Zukunft so. Denn mit der Radeon HD 6990 hat AMD nun den Präzedenzfall geschaffen, auf den sich beispielsweise auch NVIDIA berufen kann - die Büchse der Pandora ist geöffnet.

Die hohe Leistungsaufnahme zieht auch entsprechend hohe Temperaturen und eine hohe Lautstärke des Lüfters nach sich. Während die Temperaturen in einem gewissen Rahmen akzeptiert werden können, muss man bei der Lautstärke schon zwei Augen zudrücken.

Die Radeon HD 6990 ist ein gewaltiges Stück Hardware. Gewaltig sind die Performance und Ausmaße der Karte, leider aber auch der Stromverbrauch. AMD gibt einen Preis von 629 Euro an. Zwei Radeon HD 6970 mit 2 GB Speicher sind für knapp unter 300 Euro zu haben und so bedient die Radeon HD 6990 eigentlich nur noch ein Argument: die schnellste Grafikkarte am Markt - koste es was es wolle.

Positive Aspekte der AMD Radeon HD 6990:

Negative Aspekte der AMD Radeon HD 6990:

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