Test: NVIDIA GeForce GTS 450

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GTS450_LogoHeute stellt NVIDIA die GeForce GTS 450 vor, ausgerichtet auf den preisbewussten Spieler, der nicht mehrere hundert Euro für eine Grafikkarte ausgeben will, die er in ein paar Monaten schon wieder ersetzen muss. Recht spät dringt damit NVIDIA in ein Marktsegment ein, das man über Monate AMD mit der Radeon HD 5770 überlassen hat. Wie sich die GeForce GTS 450 gegen eben die Konkurrenz von AMD, aber auch im Vergleich zu den eigenen Produkten schlägt, sollten die folgenden Seiten klären.

Die GeForce GTX 480 sieht NVIDIA als Grafikkarte, welche mit ihren 480 Shader-Prozessoren einfach das Maximum aus der derzeitigen GPU-Architektur herausholen möchte. Der Fokus liegt hier auf der Performance, nicht auf dem Preis und der daraus resultierenden Ausrichtung am Markt. Die GeForce GTX 470 und 465 sind mehr oder weniger "Abfallprodukte" aus dieser Entwicklung. Wieder etwas zielgerichteter arbeitet NVIDIA mit der GeForce GTX 460. Hier wurde mithilfe einer überarbeiteten GPU ein vernünftiges Verhältnis zwischen Tesselation-, Shader- und Texture-Units gefunden, um einen sensiblen Preispunkt am Markt zu finden.

Diese Entwicklung soll auf einem niedrigeren Performance-Level mit der GeForce GTS 450 nun fortgesetzt werden.

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Doch bevor wir uns die Karte im Detail anschauen, wollen wir einen Blick auf die technischen Daten werfen. Dazu beginnen wir mit einigen GPU-Z-Screenshots der uns zur Verfügung gestellten Karten. Er kann bereits die ersten Fragen zur GeForce GTS 450 beantworten.

GeForceGTS450_GPU-Z ZotacGTS450_GPU-Z
GainwardGTS450_GPU-Z

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Diese Daten sind aber erst im Vergleich zu der Konkurrenz wirklich interessant. Nachfolgende Tabelle setzt die gegebenen technischen Informationen in Relation.

NVIDIA GeForce GTS 450 NVIDIA GeForce GTX 460 NVIDIA GeForce GTX 465

NVIDIA GeForce GT 240

ATI Radeon HD 5750

ATI Radeon HD 5770

ATI Radeon HD 5830
GPU GF106 GF104 GF100 GT215 RV840 RV840 RV870
Fertigung 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm
Anzahl Transistoren 1,17 Milliarden 1,95 Milliarden 3,2 Milliarden 727 Millionen 1,04 Milliarden 1,04 Milliarden 2,15 Milliarden
GPU-Takt 783 MHz 675 MHz 607 MHz 550 MHz 700 MHz 850 MHz 850 MHz
Speichertakt 902 MHz 900 MHz 802 MHz 850 MHz 1150 MHz 1200 MHz 1200 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit 256 Bit 256 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 57,7 GB/Sek. 115,2 GB/Sek. 102,6 GB/Sek. 54,4GB/Sek. 73,6 GB/Sek. 76,8 GB/Sek. 153,6 GB/Sek.
Shader Model 5.0 5.0 5.0 4.1 5.0 5.0 5.0
DirectX 11 11 11 10.1 11 11 11
Shader-Einheiten 192 (1D) 336 (1D) 352 (1D) 96 (1D) 144 (5D) 160 (5D) 320 (5D)
Shader-Takt 1566 MHz 1350 MHz 1215 MHz 1340 MHz 700 MHz 850 MHz 850 MHz
Texture Units 32 56 56 32 36 40 80
ROPs 16 32 40 8 16 16 32
Pixelfüllrate 25,1 Gigapixel 18,9 Gigapixel 24,2 Gigapixel 4,4 Gigapixel 11,2 Gigapixel 13,6 Gigapixel 27,2 Gigapixel
maximale Leistungsaufnahme 106 Watt 160 Watt 215 Watt 70 Watt - - 188 Watt
minimale Leistungsaufnahme 30 Watt 30 Watt 30 Watt 9 Watt 16 Watt 18 Watt 27 Watt
CrossFire/SLI SLI
SLI
SLI/3-Way-SLI/4-Way-SLI - CrossFireX CrossFireX CrossFireX

Auf der folgenden Seite wollen wir uns die technischen Details bzw. Architektur der GF106-GPU einmal etwas genauer anschauen.


Kommen wir nun zu den technischen Details der Karte sowie der Positionierung am Markt.

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Wie bereits in der Einleitung besprochen, zielt NVIDIA mit der GeForce GTS 450 auf einen ganz bestimmten Markt, was auch die Bezeichnung als "Sniper" der Karte verdeutlichen soll.

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NVIDIA hat die Fermi-Architektur noch einmal leicht gegenüber der GF100- und GF104-GPU überarbeitet. Herausgekommen ist eine GF106 getaufte GPU, welche auf die gleiche Anzahl an Streaming-Multiprozessoren (SM) wie die GF104 der GeForce GTX 460 zurückgreifen kann. Den vier Streaming-Multiprozessoren folgen daher auch 192 Shader-Prozessoren sowie 32 Texture-Units und 16 ROP`s.

Auf Seiten des Speichers setzt NVIDIA auf einen 1024 MB großen GDDR5-Speicher, der über 2x 64 Bit breiten Speichercontroller an die GPU angebunden ist. Der Takt beläuft sich im Referenzdesign auf 902 MHz. NVIDIA hat sich offensichtlich dafür entschieden hier keine zwei Modelle anzubieten, wie das noch bei der GeForce GTX 460 der Fall ist.

Die GPU arbeitet im Referenz-Design mit einem Takt von 783 MHz. Wie die von uns getesteten Karten zeigen, können die Hersteller vom Start weg auch mit übertakteten Modellen aufwarten. Die an den GPU-Takt gekoppelten Shader-Prozessoren arbeiten mit 1566 MHz.

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Anders als das erste Block-Diagramm auf dieser Seite stellt obiges die volle GF106-GPU dar. Groß ist der Unterschied nicht, allerdings ist hier ein weiteres Graphic Processing Cluster (GPC) zu erkennen. Die GF106-GPU auf der GeForce GTS 450 hat zwei Speichercontroller und zwei ROP-Units, insgesamt 16 ROPs (wie oben beschrieben). Die GPU selbst hat drei Speichercontroller und drei ROP-Units mit somit insgesamt 24 ROPs.

Nach den technischen Daten wollen wir uns nun die Karten selbst anschauen.


Gigabyte GV-N450OC-1GI

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Gigabyte wollen wir als ersten Hersteller an dieser Stelle erwähnen, da uns die Karte als erstes erreichte. Man hat sich dazu entschieden, wie die meisten Hersteller, kein Referenzdesign anzubieten. Besonders erwähnenswert sei an dieser Stelle die Windforce-Kühlung, auf die wir später noch einmal genauer eingehen werden.

Die GPU arbeitet auf der Gigabyte GV-N450OC-1GI mit einem Takt von 830 MHz. Die daran gekoppelten Shader-Prozessoren arbeiten bei 1660 MHz während der Speicher bei 902 MHz belassen wird.

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Auf der Rückseite des blauen PCB ist die Hälfte des verbauten Grafikspeichers zu erkennen. Ansonsten sind wie üblich einige Bauteile auf dieser Seite zu finden, die aber keiner spezifischen Funktion zugewiesen werden müssen.

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Zwei Heatpipes führen vom eigentlichen Kühlkörper direkt auf der GPU in den Kühler selbst, der von zwei 80-mm-Lüftern mit kühler Luft versorgt wird.

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Hier ist der einzelne 6-Pin-PCI-Express-Stromanschluss zu erkennen, über den die GeForce GTS 450 verfügt. NVIDIA gibt eine maximale Leistungsaufnahme von 106 Watt an. Die Versorgung über den PCI-Express-Steckplatz sowie den zusätzlichen Stromanschluss ist also mehr als ausreichend.

Über den ebenfalls hier abgebildeten Jumper kann die Windforce-Kühlung zwischen dem "Dual Power Mode" und dem "Smart Alternate Mode" hin und her geschaltet werden. Im "Dual Power Mode" arbeiten beide Lüfter für 10 Minuten und beginnen dann jeweils 30 Sekunden lang abwechselnd zu arbeiten. Danach beginnen beide wieder für 10 Minuten lang zu drehen. Ab einer Temperatur von 70 °C und höher drehen beide Lüfter schneller um eine Überhitzung zu verhindern. Im "Smart Alternate Mode" arbeiten die beiden Lüfter abwechselnd für jeweils vier Minuten. Auch hier beginnen ab 70 °C beide Lüfter zu drehen.

Gigabyte hat für beide Modi ein Youtube-Video erstellt:

Zwei LEDs zwischen dem Jumper und dem 6-Pin-PCI-Express-Stromanschluss geben Auskunft über den jeweiligen Modus.

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Auf der Slotblende sieht Gigabyte zwei Dual-Link-DVI- und einen Mini-HDMI-Anschluss vor. Zusätzlich soll über die Öffnungen auch noch etwas warme Luft hinausgeblasen werden.


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Hier abgebildet sind die vier Speicherchips auf der Rückseite des PCBs. Verbaut sind insgesamt acht Chips mit einer Kapazität von jeweils 128 MB aus dem Hause Samsung.

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Wie nahezu alle GeForce-Grafikkarten, lassen sich auch zwei GeForce GTS 450 im SLI betrieben. Aufgrund des Fehlens eines zweiten Anschlusses, ist ein 3-Way- oder 4-Way-SLI-Betrieb nicht möglich.

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Bereits bei einem Blick auf die Rückseite des PCB sahen wir die eine Hälfte der Speicherbestückung. Hier ist nun der Rest zusammen mit der GF106-GPU zu sehen. Ebenfalls erkennbar sind Pads auf dem PCB für zusätzliche Speicherchips, die auch auf der Rückseite vorhanden sind. Ob sich Hersteller finden werden, die dann den Vollausbau von 1536 MB anbieten werden ist allerdings fraglich, da der GPU das entsprechende Speicherinterface fehlt.

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Ein genauer Blick auf die GPU lässt die Beschriftung "GF106-250-KA-A1" erkennen. Da es sich um eine GF106-GPU handelt, ist dies keine große Überraschung. Offensichtlich aber hat es NVIDIA geschafft bereits den ersten Rollout so zu fertigen, dass dieser auf marktreifen Karten Platz finden.

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Der Kühler der Gigabyte GV-N450OC-1GI besteht aus einer massiven Bodenplatte aus Aluminium. Auch wenn diese recht groß geraten ist, deckt sie nur die GPU selbst ab. Zu erkennen sind recht uns links davon die beiden Heatpipes, die in den eigentlichen Kühlkörper mit seinen Lamellen geführt werden.

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Die Detail-Aufnahme der spannungs- und stromversorgenden Komponenten zeigt, dass einige davon mit einem passiven Kühler versehen worden sind. Ein wenig kühlende Luft der beiden Lüfter erreicht so auch diese Bauteile.


Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition

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Auch Zotac hat sich für eine komplett modifizierte Version der GeForce GTS 450 entschieden. So sehen wir auch hier nicht nur erhöhte Taktraten, sondern auch eine veränderte Kühlung. Ein einzelner 75-mm-Lüfter soll für eine ausreichende Kühlung sorgen. Diese hat die Karte vermutlich auch nötig, denn mit einem GPU-Takt von 875 MHz arbeitet die Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition fast 100 MHz schneller als das Referenzdesign. Der daran gekoppelte Shader-Takt liegt bei 1750 MHz.

Anders als Gigabyte hat sich Zotac auch für eine Übertaktung des Speichers entschieden. Dieser arbeitet nun mit 1000 MHz und somit ebenfalls fast 100 MHz schneller als von NVIDIA und Gigabyte vorgesehen.

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Die Rückseite des PCB zeigt im Vergleich zum Modell von Gigabyte nur wenige Unterschiede. Doch bereits hier dürfte auffallen, was im nächsten Bild etwas deutlicher wird.

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Das PCB ist beim Modell von Zotac deutlich kürzer als bei der Karte von Gigabyte. Ob Zotac die Bauteile einfach nur dichter zusammengefügt hat oder aber ein PCB mit mehr Layern zum Einsatz kommt, ist unklar und eigentlich auch nicht weiter wichtig.

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Natürlich kann auch die Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition mit einer zweiten Karte zusammen im SLI-Modus betrieben werden.

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Auch Zotac hat die Hälfte der Speicherchips auf der Rückseite des PCB untergebracht. Wie bei dem Modell von Gigabyte auch, sind links noch zwei ungenutzte Pads für weitere Speicherchips zu erkennen.


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Für die Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition reicht auch ein weiterer 6-Pin-PCI-Express-Stromanschluss aus. Hier auch zu sehen ist die halb durchsichtige Abdeckung des Kühlers, die sich über die komplette Karte erstreckt.

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Neben zwei Dual-Link-DVI-Anschlüssen bietet die Zotac-Karte auch noch HDMI und DisplayPort für die Ausgabe an modernen Monitoren.

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Nimmt man den Kühler ab, wird der Blick auf die GPU sowie einen Teil der Speicherchips frei. Wie schon auf der Rückseite des PCB sind hier rechts auch die Pads zu sehen, die nicht mit Speicherchips versehen worden sind.

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Hier ein Blick auf die Spannungs- und Stromversorgung der Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition. Gigabyte versieht einige Bauteile mit einem passiven Kühler, Zotac hat darauf verzichtet.

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Der Kühler der Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition besteht vollständig aus Aluminium. Er sitzt nur auf der GPU selbst, die Speicherchips müssen ohne direkte Kühlung auskommen.


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Wem auch die Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition noch ab Werk zu langsam ist, der sollte sich die Gainward GeForce GTS 450 GLH "Goes Like Hell" einmal etwas genauer anschauen. Wie die beiden Konkurrenten auch, hat sich Gainward für ein komplettes Eigendesign entschieden. Besonders deutlich wird dies bei den Taktraten. Der GPU-Takt beläuft sich auf 930 MHz, gut 150 MHz über dem Referenzmodell und noch einmal deutlicher schneller als die Karten von Gigabyte und Zotac. Der Speicher hingegen arbeitet bei der Karte von Gainward mit 1000 MHz, wie auch bei Zotac. Da die Shader-Prozessoren an den GPU-Takt gekoppelt sind, betreibt Gainward diese mit 1860 MHz.

Neben dem Speichertakt sind auch bei der Kühlung Parallelen zu Zotac zu finden. Auch hier soll ein einzelner 75-mm-Lüfter für ausreichend kühle Luft sorgen.

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Wie auch Zotac hat sich Gainward für ein verkürztes PCB im Vergleich zum Referenzboard und Gigabyte entschieden. So verwundert es auch nicht, dass die Hälfte der Speicherchips auch hier auf der Rückseite des PCB zu finden ist. Offensichtlich kommen diese als in jedem Fall ohne eine direkte Kühlung aus.

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Bei etwas genauerer Betrachtung sind auch hier wieder zwei Pads für weitere zwei Speicherchips zu erkennen, die aber ungenutzt bleiben. Warum auf einem eigenen PCB-Design allerdings ungenutzte Bereiche bleiben, ist fraglich.

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Natürlich kommt auch auf der Gainward GeForce GTS 450 GLH wieder ein SLI-Anschluss zum Einsatz. Dieser erlaubt den Betrieb von zwei Karten im SLI-Modus. In den Benchmarks haben wir auch diese Kombination durchlaufen lassen.

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Trotz des kurzen PCBs hat sich Gainward für eine andere Positionierung des Stromanschlusses entschieden. Dieser ist nicht am hinteren Ende der Karte zu finden, sondern zur Gehäuseseite hin gerichtet.


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Verschiedenste Variationen bekommen wir bei der Gestaltung der Slotblende geboten. Gainward verbaut zweimal Dual-Link-DVI und jeweils einen HDMI- und VGA-Anschluss.

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Der Blick auf die Karte ohne Kühler offenbart uns neben der GPU selbst noch die übrigen vier Speicherchips nebst zwei freigelassenen Positionen.

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Gigabyte hat bisher als einziger Hersteller einen passiven Kühler auf bestimmten spannungs- und stromversorgenden Komponenten verbaut. Obwohl Gainward den bisher höchsten GPU-Takt anlegt, wird auf eine solche Kühlung verzichtet.

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Die Plastikabdeckung des Kühlers samt Lüfter kann abgeschraubt werden und zum Vorschein kommt der Metallkühler mit zwei Heatpipes sowie den Aluminiumlamellen.

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Gigabyte verbaut als Basis auf der GPU eine Metallplatte aus Kupfer. Durch diese verlaufen zwei ebenfalls aus Kupfer gefertigte Heatpipes.


Um eine Übersicht über die von uns getesteten Karten im Vergleich zum Referenzmodell zu bekommen, haben wir die wichtigsten Punkte in einer Tabelle zusammengefasst.

NVIDIA GeForce GTS 450 Gigabyte GV-N450OC-1GI Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition Gainward GeForce GTS 450 GLH
GPU-Takt 783 MHz 830 MHz 875 MHz 930 MHz
Speicher-Takt 902 MHz 902 MHz 1000 MHz 1000 MHz
Overclocking nein ja ja ja
alternative Kühlung nein ja ja ja
Besonderheiten nein über Jumper verstellbarer Lüftermodus nein Kupferkühler

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Neben den von uns getesteten Karten stellen auch noch weitere Hersteller ihre Modelle vor. Mit von der Partie sind ASUS, EVGA, Galaxy, Jetway, Leadtek, MSI, Palit, PNY, Point of View und Sparkle.


Mit der Vorstellung der ersten DirectX-11-Grafikkarten haben wir uns dazu entschlossen auch unser Testsystem leicht umzustellen. Wir führen alle Benchmarks nun unter Windows 7 aus, was uns dazu zwingt alle bisher bereits getesteten Karten ebenfalls unter Windows 7 noch einmal durch den Parcours zu jagen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Folgende Treiber kamen dabei zum Einsatz:

Weiterhin haben wir nach jedem Benchmark das System neu gestartet und, wenn möglich, mit aktuellen Softwareversionen und Patches getestet.


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Das sich am Idle-Verbrauch etwas tun muss zeigte im Frühjahr die GF100-GPU der GeForce GTX 480. Mit der GeForce GTX 460 bzw. der GF104-GPU legten NVIDIA den Grundstein für einen niedrigen Idle-Verbauch und diese Tendenz wird mit der GF106-GPU der GeForce GTS 450 nun fortgesetzt.

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Unter Last verändert sich das Bild natürlich etwas. Der hohe Last-Verbrauch scheint ein grundsätzliches Problem der GF1xx-Generation zu sein und vermutlich wird NVIDIA auch erst wieder mit dem Nachfolger die Chance erhalten ein gutes Verbrauchs/Performance-Verhältnis zu erreichen.

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Mithilfe des Furmarks ermitteln wir den theoretischen Maximalverbrauch des Systems bzw. der Grafikkarte. Hier legen die NVIDIA-Modelle allesamt noch einmal deutlich zu.

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Die Kühler haben mit dem niedrigen Verbrauch und der daraus resultierenden niedrigen Abwärme keinerlei Probleme und so bleiben die Temperaturen im Idle-Betrieb auf einem sehr guten Niveau.

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Unter Last steigen sie natürlich an, erreichen aber bei Weitem nicht die Regionen der GF100-Karten wie der GeForce GTX 470 und 480.

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Gleiches wie bei der Idle-Temperatur gilt auch für die Messung der Lautstärke. Die mindestens 75 mm großen Lüfter haben mit der geringen Abwärme keinerlei Probleme und können somit auf niedrigsten Drehzahlen laufen.

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Der Kupfer-Kühler des Gainward Modells scheint sich unter Last auszuzahlen oder aber Gainward hat die Lüftersteuerung besser im Griff. Das Zotac-Modell dreht am lautesten. Gigabyte hat mit seiner über einen Jumper einstellbaren Steuerungen einen guten Zug gemacht.


Futuremark 3DMark Vantage

Mit den ersten Performance-Messungen beginnen wir im 3DMark06 und Vantage. Der 3DMark Vantage als neueste Version ist sehr Grafikkarten-lastig und damit ideal für unsere Zwecke geeignet. Um die 3D-Grafikpracht flüssig zu genießen, ist aber auch eine schnelle CPU notwendig. Der Download von 3DMark Vantage ist wie immer in unserer Download-Area möglich.

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Resident Evil 5

Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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Zur Vollversion von Resident Evil 5 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Street Fighter IV

Wohl die bekannteste Prügelspiel-Reihe ist Street Fighter. Mit Street Fighter IV kehrt die legendäre Kampfsportserie zu ihren Wurzeln zurück. Dabei sorgt die Kombination der beliebten Moves und Techniken aus dem Originalspiel Street Fighter II mit Capcoms Technologie der nächsten Generation für ein wahrhaft außergewöhnliches Spielerlebnis, das der Welt die altehrwürdige Kunst virtueller Kampfsportarten aufs Neue näherbringt. Auch hier verwenden wir wieder die integrierte Benchmark-Funktion.

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Zur Vollversion von Street Fighter IV in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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H.A.W.X.

Die Erwartungen an das Gameplay konnte H.A.W.X. nicht erfüllen und auch der Namenszusatz "Tom Clancy's" hat seine Wirkung größtenteils bereits verloren. Dennoch kann H.A.W.X. durch eine beeindruckende Darstellung des Geländes überzeugen. Komplette Städte samt zugehöriger Hochhäuser wurden erstellt, aufwendige Geländetexturen komplettieren den realistischen Eindruck. Wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion um den Grafikkarten auf den Zahn zu fühlen.

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Zur Vollversion von H.A.W.X. in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Far Cry 2

Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion, mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.

Zur Vollversion von Far Cry 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Crysis Warhead

Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen sich die Macher von Crysis. Die als Basis dienende Cry-Engine sorgt immer wieder dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwendeten Crysis im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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World in Conflict

Bei World in Conflict handelt es sich um ein Echtzeitstrategiespiel von Sierra Entertainment. Das Spiel wurde von Massive Entertainment, den Schöpfern der Ground Control Reihe, entwickelt und ist seit September 2007 in Europa erhältlich. World in Conflict bietet eine Singleplayer-Kampagne, die insgesamt 14 Missionen beinhaltet. Das Spiel fesselt den Spieler durch seine Reichhaltigkeit an Action und hoher Spielgeschwindigkeit gepaart mit einer zeitgemäßen Grafik. In diesem Fall haben sich die Programmierer dazu entschlossen den DirectX-10-Renderpfad zu nutzen, welcher im Game erstaunliche Bilder auf den Schirm zaubert.

Zur Vollversion von World in Conflict in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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BattleForge

BattleForge ist ein Next Gen Echtzeitstrategie-Spiel, bei dem ihr mit euren Freunden in epischen Schlachten gegen das Böse schlagen könnt. Das Besondere an BattleForge ist, dass du deine Armee selbst zusammenstellen kannst. In BattleForge werden deine Einheiten, Gebäude und Zauber durch Sammelkarten repräsentiert, die du mit anderen Spielern tauschen kannst.

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BattleForge ist kostenlos auf www.BattleForge.com zu beziehen.

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BattleForge DirectX 11:

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Unigine Heaven 1.0

Einer der ersten DirectX-11-Benchmarks ist der Unigine Heaven. Er verwendet alle wichtigen Features wie DirectCompute, Shader Model 5.0, Tessellation oder Screen-Space Ambient Occlusion. Da es sich um einen reinen DirectX-11-Benchmark handelt, können auch nur entsprechend kompatible Karten darauf getestet werden.

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Unigine Heaven ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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Unigine Heaven 2.0

Unigine Heaven 2.0 beinhaltet zahlreiche Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Darunter sind beispielsweise eine verstärke Nutzung von Tesselation. Des Weiteren wurden neue Objekte hinzugefügt, die den Einsatz neuer Effekte notwendig machen. Dazu gehören dynamische Lichtquellen sowie physikalisch korrekt berechnete Flaggen.

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Unigine Heaven 2.0 ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat

S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.

Zur Vollversion von S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Colin McRae: DIRT 2

Colin McRae: DIRT 2 zählt nicht nur zu den ersten DirectX-11-Titeln, sondern setzt die Grafikeffekte der neuen Schnittstelle auch erstaunlich realistisch in Szene. Wir verwenden jedoch nicht die DirectX-11-Engine, sondern bisher noch Werte mit der Vorgängerschnittstelle, um eine Vergleichbarkeit mit den älteren Modellen die wir noch ohne DirectX-11 testen mussten, zu gewährleisten. Doch auch spielerisch weiß das Rennspiel zu überzeugen. So durchlebt der Spieler seine Karriere in einigen aktuellen Offroad-Events und rast über zahlreiche Schauplätze aus der realen Rennsportwelt. Ob bei hitzigen Temperaturen im tiefsten Dschungel oder aber bei angenehmen 25 Grad in der Stadt - für jeden sollte der passende Ort mit dabei sein. Unterschiedliche Renn-Disziplinen sorgen dabei für die nötige Abwechslung und erfordern einiges an Können.

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Obwohl alle drei Karten bereits ab Werk übertaktet ausgeliefert werden, haben wir uns auch selbst noch einmal hingesetzt und die Karten bis an der Maximum der derzeitigen Möglichkeiten getrieben. In der folgenden Tabelle haben wir die erreichte Werte dem Auslieferungszustand gegenübergestellt.

Gainward GeForce GTS 450 GLH Gainward GeForce GTS 450 GLH OC Gigabyte GeForce N450OC Gigabyte GeForce N450OC OC Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition OC
GPU-Takt 930 MHz 976 MHz 830 MHz 902 MHz 875 MHz 952 MHz
Shader-Takt 1860 MHz 1952 MHz 1660 MHz 1804 MHz 1750 MHz 1904 MHz
Speicher-Takt 1000 MHz 1050 MHz 902 MHz 1050 MHz 1000 MHz 1050 MHz
GPU-Voltage 1087 mV 1117 mV 1012 mV 1012 mV 1047 mV 1077 mV

In der Performance wirkt sich dies wie folgt aus:

oc1

oc1

oc1

oc1

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Natürlich hat eine Übertaktung auch Einfluß auf den Stromverbrauch. Im folgenden Diagramm zeigt sich der Mehrverbrauch durch das Anheben des Taktes und der Spannungen:

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Die GeForce GTX 460 ist bei einem Speicherausbau von 768 MB zu einem Preis von derzeit etwa 150 Euro sicher eine gute Wahl im Grafikkarten-Mittelfeld, man merkt ihr diesen geringen Speicher aber bei höher werdenden Auflösungen auch deutlich an. Das Modell mit 1024 MB liegt derzeit bei 185 Euro und ist damit zu weit weg vom Preispunkt, in dem AMD sein Geschäft mit der Radeon HD 5770 macht.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis NVIDIA seine Fermi-Architektur auch für diesen lukrativen Marktbereich anpasst. In unseren Augen kommt der Schritt doch fast schon zu spät. AMD konnte sich lange in der Mittelklasse und im unteren Bereich des Marktes austoben, während NVIDIA zwar die GeForce GTX 480 und 470 hatte, es aber bis in den Juli dauerte, bis die GeForce GTX 460 erschien und somit die erste wirklich interessante Karte der neuen Generation, die nicht nur durch ihren Stromverbrauch von sich reden machen sollte.

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Mit der GF106-GPU hat NVIDIA die nötigen Veränderungen an der Architektur bzw. deren Aufbau vorgenommen um eine preislich interessante Karte zu gestalten. Die GeForce GTS 450 zielt auf einen bestimmten Bereich des Marktes, gerade nach oben hin lässt man dabei sehr wenig Luft. Überzeugen können die von uns getesteten Karten besonders beim Idle-Stromverbrauch. Da sich die meisten Systeme über einen Großteil der Zeit in eben diesem Status befinden, sollte darauf vermehrt geachtet werden. Somit wird die GeForce GTS 450 auch den schlechten Ruf der Fermi-Architektur eines Stromfressers erstmals wieder los. Temperaturen und Lautstärke sind Punkte, mit denen die verbauten Kühler keine größeren Probleme hatten. Wenn eine Karte unter Last auch einmal etwas lauter wird, Geräuschkulissen wie mit der GeForce GTX 480 werden bei Weitem nicht erreicht.

Mit dem Preis zielt NVIDIA natürlich auch auf eine bestimmte Performance. Man will Gamer ansprechen, die mit mittleren Auflösungen, wie etwa 1280x1024 oder 1680x150 Pixeln spielen. Hauptgegner ist daher die Radeon HD 5770. In den Benchmarks liegt die mit Referenztakt arbeitende GeForce GTS 450 meist vor der Radeon HD 5770. Die Abstände sind aber oftmals nur sehr gering und hin und wieder hat auch das Modell von AMD die Nase vorn. Es gilt allerdings zu bedenken, dass die Radeon HD 5770 schon einige Zeit auf dem Markt ist und NVIDIA sich sehr genau ausrechnen konnte, wie die GeForce GTS 450 zu konzipieren ist, um die Konkurrenz zu schlagen. Zieht man nun auch noch den Preis mit in den Vergleich hinzu, so zahlt der Käufer für diese Mehrleistung der GeForce GTS 450 gegenüber der Radeon HD 5770 auch einen gewissen Aufpreis. Letztere ist für etwa 115 Euro zu haben, NVIDIA gibt einen Preis von 129 Euro für seine Karte an. Übertaktete Modelle werden sicher noch ein paar Euro mehr kosten. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, wo sich die GeForce GTS 450 preislich einsortiert.

Bei unseren drei Testkandidaten ist der Sieger schnell gekürt. Die Gainward GeForce GTS 450 GLH bietet die schnellsten Taktraten und somit auch die beste Performance. Abzüge müssen natürlich beim Stromverbrauch gemacht werden, aber dem sollte sich jeder bewusst sein, der sich für eine stark übertaktete Grafikkarte entscheidet. Aufgrund der Kühlung sehr gut gefallen hat uns auch das Modell von Gigabyte. Die intelligent gestaltete Kühlung arbeitet sehr effizient und erlaubt dem Käufer sich zwischen zwei Betriebsmodi zu entscheiden, je nach persönlicher Präferenz. Aufgrund der niedrigen Taktung kann die Gigabyte GV-N450OC-1GI mit dem Modell von Gainward nicht mithalten und bei der Performance zieht auch die Zotac GeForce GTS 450 AMP! Edition vorbei. Sie setzt sich bei der Performance und den weiteren Bereichen im Mittelfeld fest. Letztendlich wird bei allen drei Modellen auch der schlussendliche Marktpreis eine entscheidende Rolle spielen.

Positive Aspekte der NVIDIA GeForce GTS 450:

Negative Aspekte der NVIDIA GeForce GTS 450:

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