Test: Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell

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gigabyte-hd5750silentcellWährend NVIDIA derzeit nur den High-End-Markt mit DirectX-11-Grafikkarten versorgen kann, hält Konkurrent AMD auch in den unteren Preisregionen entsprechende Modelle bereit. Erschwerend für die Kalifornier kommt hinzu, dass die einzelnen Boardpartner der US-Amerikanischen Grafikschmiede nicht nur zahlreiche Referenzkarten führen, sondern inzwischen auch schon einige eigene Ableger in die Läden gebracht haben. Nachdem wir vor wenigen Tagen mit der PowerColor Radeon HD 5750 Go!Green einen passiven 3D-Beschleuniger testen durften, erreichte uns in dieser Woche ein ähnliches Modell aus dem Hause Gigabyte. Zusammen mit hochwertigen Bauteilen, einem großzügigen Kühlkörper und einem schnellen Untersatz soll die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell die Herzen ambitionierter Gamer mit geizigem Geldbeutel höher schlagen lassen. Wir haben den Neuling einmal näher unter die Lupe genommen.

Auch wenn NVIDIA in Kürze weitere DirectX-11-Grafikkarten vorstellen wird, wird man die Modelle der GeForce-400-Reihe wohl noch immer an einer Hand abzählen können, während die Zahl der ATI-Radeon-HD-5000-Anhänger schon längst im zweistelligen Bereich liegt. Weiterhin sind die aktuellen AMD-Karten nicht nur in jeder Preisklasse anzutreffen, sondern auch mit geändertem Platinenlayout, schnelleren Taktraten oder aufgemöbeltem Kühlsystem erhältlich. Im Bereich der Mittelklasse konnten bislang vor allem die ATI Radeon HD 5770 und die ATI Radeon HD 5750 überzeugen. Sie bieten neben einer ausreichenden Gaming-Performance auch sehr gute Stromverbrauchswerte. So beziffert der Hersteller die maximale Leistungsaufnahme seines RV840-Chips auf 108 Watt – ein Wert, der wohl auch mit etwas Aufwand von einem Passiv-Kühler bewältigt werden kann. Das dachte sich jetzt auch AMD-Boardpartner Gigabyte, der vor einigen Wochen die "Silent Cell"-Edition der ATI Radeon HD 5750 vorstellte. Die schnelle DirectX-11-Grafikkarte besitzt dabei einen aufwendig gestalteten Kühlkörper, der die GPU völlig lautlos auf Temperatur halten soll, und gesellt sich zu den "Ultra Durable"-Modellen, deren Kennzeichen ein 2-Unzen-Kupfer-PCB, Solid-State-Kondensatoren, Ferritkern-Spulen und eine hochwertige Spannungsversorgung sind. Trotz passivem Kühlkörper verspricht Gigabyte nicht nur einen geringen Stromverbrauch, sondern vor allem auch ein gesteigertes Overclocking-Potential und sogar bessere Temperaturen als es noch beim Referenzmodell von AMD der Fall war.

Unter der Haube werkelt jedenfalls eine schnelle RV840-GPU, die bereits in 40 nm bei TSMC gefertigt wird und auf insgesamt 1024 MB an GDDR5-Videospeicher zurückgreifen kann. Statt den vollen 20 SIMD-Einheiten der ersten DirectX-11-Architektur stehen der etwas abgespeckten Mittelklasse-Grafikkarte nur noch neun Shader-Cluster zur Verfügung. Daraus resultieren dann 144 skalare Einheiten in 5D-Konfiguration und 36 Textur-Mapping-Units. Die einzelnen GDDR5-Speicherchips sind über zwei 64-Bit-Controller, an die jeweils acht ROPs gekoppelt sind, angebunden. Standardmäßig arbeitet eine ATI Radeon HD 5750 mit 700 respektive 2300 MHz. Auch das heutige Testsample muss sich mit eben diesen Frequenzen begnügen und gleicht damit zumindest auf dem Papier dem Referenzmodell von AMD und sollte sich auch leistungsmäßig auf diesem Niveau einfinden. Ob sich die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell vielleicht doch einen Patzer erlaubt hat, erfahren Sie nun in diesem Artikel.

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Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell
GPU RV840
Fertigung 40 nm
Anzahl Transistoren 1,04 Milliarden
GPU Takt 700 MHz
Speichertakt 2300 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 73,66 GB/Sekunde
Shadermodell 5.0
Shadereinheiten 144 (5D)
Shadertakt 700 MHz
Texture Units 36
ROPs 16
Pixelfüllrate 11,2 Gigapixel
SLI/Crossfire CrossFireX

Insgesamt 720 Streamprozessoren (144 5D), 36 Textureinheiten, 16 Rasteroperations, 1024 MB GDDR5-Videospeicher, der zudem über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden ist, und Taktraten von 700 bzw. 2300 MHz: Das sind die Eckdaten der Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell. Schauen wir nun, was der 3D-Beschleuniger tatsächlich leistet.



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Eigentlich sieht AMD für seine ATI Radeon HD 5750 den altbekannten "Ei"-Kühler vor, doch Gigabyte entschied sich bei seinem "Silent Cell"-Modell für einen riesigen Passiv-Kühlkörper, der das Mainstream-Modell völlig lautlos auf Trab halten soll und sich zumindest in dieser Disziplin absetzen dürfte, denn mit Standard-Taktraten wird man sich leistungsmäßig kaum vor die Referenzkarte setzen.

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Gigabyte ist bekannt für seine farbenfrohen PCBs und machte auch dieses Mal keine Ausnahme. So färbte man das Printed-Circuit-Board, welches mit knapp 18 cm die übliche Länge aufweist, in blauer Farbe ein. Aufgrund der doch großen Kühlung benötigt man allerdings 3,5 cm mehr Platz im Gehäuse. Über zwei Slots ragt das Modell jedoch nicht heraus.

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Das aufwendig gestaltete Kühlsystem kann mit drei 8-mm-Heatpipes aufwarten, die die Abwärme des Grafikchips an zahlreiche Aluminium-Finnen abgeben. Auf dem Kühler selbst verspricht ein Aufkleber sogar deutlich verbesserte Temperaturen gegenüber dem Referenzkühler - eine Differenz von 18 °C. Ob man dieses Versprechen tatsächlich einlösen kann, klären wir ein paar Seiten später.

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Weniger spektakulär: Der verbaute 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker, um den auch die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell nicht herumkommt, ist natürlich auch mit an Board. Bei einer Leistungsaufnahme oberhalb der 75-Watt-Marke, aber auch zwingend notwendig.



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Das Dual-Slot-I/O-Shield, durch das ein paar Aluminium-Finnen verlaufen, hält einen DVI-D-, einen DVI-I- und einen analogen D-Sub-Ausgang bereit. Auch ein HDMI-Port ist vertreten. Einzig einen DisplayPort-Anschluss mag man wohl vermissen.

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CrossFireX und SLI, die Multi-GPU-Technologien der beiden Grafikschmieden, sind in aller Munde. Auch unser heutiges Testsample besitzt entsprechende Vorrichtungen, um mit einer zweiten Grafikkarte kommunizieren zu können - fehlt nur noch ein passendes Mainboard!

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Der Lieferumfang ist ziemlich knapp bemessen, denn mit Handbuch, Treiber-CD, QuickStart-Guide und einem einzigen Adapter, zeigt man sich nicht gerade von der großzügigen Seite. Andere Hersteller legen hier gerne noch einen actionreichen Shooter oder ein rasantes Rennspiel mit in den Karton.

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Wenn man nicht weiß, dass die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell einen passiven Kühlkörper aufgeschnallt bekommen hat, könnte man meinen, dass es sich dabei wieder nur um einen langweiligen Ableger des Referenzmodells handelt, denn die Taktraten belaufen sich mit 700/2300 MHz auf die Vorgaben der US-Amerikaner. Doch der Schein trügt, denn dank lautloser Kühlung und hochwertigen Bauteilen, dürfte unser heutiger Testkandidat so einiges auf dem Kasten haben. Schauen wir nun, was der 3D-Beschleuniger wirklich leistet.


Testsystem:

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Bereits auf der Verpackung verspricht der Hersteller Großes. So soll die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell das Overclocking-Potential um bis zu 30 Prozent erhöhen und die Leistungsaufnahme um den gleichen Faktor senken. Zudem verspricht man sich 10 Prozent kühlere Temperaturen, als beim Referenzmodell von AMD - auf dem Aufkleber redet man gar von 18 °C. In der ersten Disziplin konnte Gigabyte tatsächlich den Stromverbrauch etwas verbessern und sich vor die Referenzkarte der US-Amerikaner setzen. Rund 68 Watt zog das Gesamtsystem aus der Steckdose.

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Auch unter Last liegt die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell mit 146 zu 155 Watt leicht vorne. Wie nicht anders zu erwarten, belegt der RV840 in Sachen Leistungsaufnahme das vordere Mittelfeld, denn nur die kleineren Familienmitglieder und unsere beiden NVIDIA-Vertreter zeigen sich noch sparsamer.

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Erstaunlich auch, dass die Karte zumindest im Leerlauf nicht wesentlich wärmer wird, als das AMD-Referenzmodell. Die Differenz beträgt gerade einmal 1 °C.

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Unter 3D-Last steigt die Temperatur dann sprunghaft an, bleibt aber auch hier hinter dem aktiv gekühlten Vorbild zurück. Für eine Passiv-Grafikkarte ein hervorragendes Ergebnis!

Da unser Testkandidat komplett lautlos auf Temperatur gehalten wird und man nur die Geräusche der restlichen Systemkomponenten wahrnimmt, eignet sich der neue 3D-Beschleuniger auch für empfindliche Ohren, die zugleich eine schnelle DirectX-11-Grafikkarte suchen und dabei nicht ganz so viel Geld ausgeben wollen. Silent-Fans kommen also voll und ganz auf ihre Kosten.


Futuremarks 3DMark 06 gilt trotz seines gehobenen Alters in der Gamer- und Benchmark-Szene als der Leistungsvergleich schlechthin. Neben zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten - um unterschiedlichste Leistungsbereiche der Grafikkarten zu bewerten - bietet der Grafikkarten-Benchmark imposante und detailreiche Grafik-Sequenzen. Um die Grafikpracht auch auf dem Bildschirm umzusetzen bedienten sich die Entwickler zum Beispiel an hochauflösenden Texturen, dem Einsatz von High Dynamic Range Rendering und der aktuellen Shader-3.0-Technik. Wir nutzen 3DMark 06 in verschiedenen Einstellungen und Auflösungen, um den Leser praxisnahe Ergebnisse zu präsentieren.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 06 gelangt man über diesen Link.

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Futuremarks 3DMark Vantage ist der erste Vertreter der beliebten Benchmark-Serie, der auf Microsofts DirectX-10-Schnittstelle aufsetzt. Eindrucksvoll präsentiert das Benchmark-Tool, welche Möglichkeiten in der neuen Grafikschnittstelle stecken. 3DMark Vantage misst hauptsächlich die Grafikleistung des Systems. Um die Grafikpracht ohne Einschränkungen genießen zu können, muss ein aktuelles High-End-System herhalten.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark Vantage gelangt man über diesen Link.

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Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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Die Erwartungen an das Gameplay konnte H.A.W.X. nicht erfüllen und auch der Namenszusatz "Tom Clancy's" hat seine Wirkung größtenteils bereits verloren. Dennoch kann H.A.W.X. durch eine beeindruckende Darstellung des Geländes überzeugen. Komplette Städte samt zugehöriger Hochhäuser wurden erstellt, aufwendige Geländetexturen komplettieren den realistischen Eindruck. Wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion um den Grafikkarten auf den Zahn zu fühlen.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen sich die Macher von Crysis. Die als Basis dienende Cry-Engine sorgt immer wieder dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwendeten Crysis im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion, mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.

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S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel und besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl.

Mit Clear Sky findet das sagenumwobene S.T.A.L.K.E.R: Shadow of Tschernobyl seine Fortsetzung - es spielt etwa ein Jahr zuvor und erzählt die Vorgeschichte zu Shadow of Tschernobyl. Angetrieben von der X-Ray-v.1.5-Engine, die man mit S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky nochmals komplett überarbeitet hat, bietet man jetzt nicht nur eine vollwertige DirectX-10-Unterstützung, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt, sowie komplett überarbeitete Levels, sondern auch eine erheblich verbesserte KI, die man ebenso einer Generalüberholung unterzogen hat. S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky kann als wahre Augenweide bezeichnet werden.

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Wohl die bekannteste Prügelspiel-Reihe ist Street Fighter. Mit Street Fighter IV kehrt die legendäre Kampfsportserie zu ihren Wurzeln zurück. Dabei sorgt die Kombination der beliebten Moves und Techniken aus dem Originalspiel Street Fighter II mit Capcoms Technologie der nächsten Generation für ein wahrhaft außergewöhnliches Spielerlebnis, das der Welt die altehrwürdige Kunst virtueller Kampfsportarten aufs Neue näherbringt. Auch hier verwenden wir wieder die integrierte Benchmark-Funktion.

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Einer der ersten DirectX-11-Benchmarks ist der Unigine Heaven. Er verwendet alle wichtigen Features wie DirectCompute, Shader Model 5.0, Tessellation oder Screen-Space Ambient Occlusion. Da es sich um einen reinen DirectX-11-Benchmark handelt, können auch nur entsprechend kompatible Karten darauf getestet werden.

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Unigine Heaven ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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Natürlich darf man sich von passiven Grafikkarten in Sachen Overclocking nicht viel versprechen. Wenn man aber auf der Verpackung eines solchen Modells damit wirbt, dann muss man sich solchen Testkriterien auch beugen. Auch wenn wir schon taktfreudigere Modelle in unserer Redaktion begrüßen durften, schlägt sich die Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell trotz der Umstände doch relativ gut. Statt den Standardmäßigen 700/2300 MHz standen am Ende 840/2580 MHz auf dem Overclocking-Balken. Damit konnten wir die Performance im beliebten 3DMark 2006 bei einer Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten  um knapp zwölf Prozent steigern. Statt 13.529 erreichten wir nun 15.194 Punkte. Auch Crysis Warhead, Far Cry 2 und der DirectX-11-Benchmark Unigine Heaven konnten teilweise deutlich an Performance hinzugewinnen. Letzterer konnte sogar um satte 20 Prozent zulegen.

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Die ATI Radeon HD 5750 zählt mit Sicherheit zu einer der beliebtesten Mittelklasse-Grafikkarten überhaupt, die sich eigentlich auch durch ein leises Betriebsgeräusch auszeichnet. Dass man hier allerdings trotz einer Thermal Design Power (TDP) von 108 Watt noch eine Schippe drauf legen kann, hat nach PowerColor nun auch Gigabyte eindrucksvoll bewiesen. Auch wenn uns die PowerColor Radeon HD 5750 Go!Green insgesamt etwas besser gefallen hat, konnte Gigabyte bei seiner Radeon HD 5750 Silent Cell einen noch potenteren Kühlkörper, der teilweise deutlich bessere Temperaturen ermöglicht, verbauen und seine drei Hauptversprechen einlösen. So behält die Grafikkarte tatsächlich einen kühleren Kopf als noch das Referenzmodell, erlaubt höhere Taktraten und besitzt eine geringere Leistungsaufnahme. Hier rechnen sich wohl die hochwertigen Bauteile der "Ultra Durable VGA"-Reihe.

Über die Performance des 3D-Beschleunigers gibt es hingegen weniger zu sagen, schließlich vertraut man doch strikt auf die Vorgaben der US-Amerikanischen Grafikschmiede und lässt das Modell mit 700 bzw. 2300 MHz rechnen. Wir können aber auch nicht sagen, dass Gigabyte hier an der Taktschraube drehen hätte sollen, denn Ziel war es nicht ein noch schnelleres Modell zu kreieren, sondern vielmehr eine komplett lautlose Karte. Da wirken höhere Taktraten eher gegensätzlich. Ein Kritikpunkt bleibt aber doch: Der Lieferumfang. So beschränkte sich der Hersteller gerade einmal auf ein Handbuch samt Treiber-CD, QuickStart-Guide und einem einzigen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte. Andere Boardpartner zeigen sich hier deutlich großzügiger.

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Doch deswegen wollen wir an dieser Stelle nicht geizen und zücken wieder einmal mehr unseren Excellent-Hardware-Award:

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Positive Aspekte der Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell:

Negative Aspekte der Gigabyte Radeon HD 5750 Silent Cell:

Weitere Links: