Test: Eyefinity-Benchmarks - 5760 x 1200 Pixel zum Glück

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Eyefinity_LogoMit der Präsentation der ATI Radeon HD 5870 im Spätsommer letzten Jahres zeigte AMD auch ein Feature namens Eyefinity. Mit einer Standard-Karte diesen Typs lassen sich bis zu drei Displays ansteuern. Bereits damals wurde aber auch eine spezielle Karte mit dem Zusatz Eyefinity 6 Edition vorgestellt, die bis zu sechs Displays ansprechen kann. Erst jetzt zeigen sich entsprechende Modelle der verschiedenen Hersteller. Wir haben uns ein paar Eyefinity fähige Grafikkarten geschnappt und diese mit bis zu drei Displays betrieben. Welche Grafikkarte überhaupt in der Lage ist 5760x1200 Pixel darzustellen und welche dabei die beste Wahl ist, sollen die folgenden Seiten klären.

Für wenige Tage konnte uns AMD drei Dell-Displays (UltraSharp U2410) mit einer Diagonalen von 24" zur Verfügung stellen. Diese versorgten uns mit einer maximalen Auflösung von 5760 x 1200 Pixeln. Auf der darstellenden Seite konnten wir auf folgende Hardware zurückgreifen:

Zwar hatten wir von allen Karten mindestens zwei Modelle zur Verfügung, leider aber mussten wir auf CrossFire-Benchmarks im Zusammenspiel mit Eyefinity aus Zeitgründen verzichten. Aber auch so können wir die Performance der einzelnen Modelle beurteilen. Natürlich lassen sich mit einer Eyefinity 6 Edition auch sechs Displays ansteuern. Leider hatten wir auch dazu bisher keine Möglichkeit.

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Erst Monate nach der offiziellen Vorstellung können die Hersteller erste Modelle der ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition liefern. XFX stellte uns gleich zwei Modelle zur Verfügung. Auf die technischen Details und genauere Betrachtung der übrigen Modelle wollen wir an dieser Stelle verzichten, da wir dies bereits mehrfach getan haben.

Die Theorie zur Eyefinity-Technologie haben wir bereits in einem gesonderten Artikel betrachtet.



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Natürlich lassen sich auch zwei ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Editionen im CrossFire betreiben. Auf entsprechende Benchmarks im Zusammenspiel mit Eyefinity müssen wir allerdings verzichten.

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Wer zwei solcher Grafikkarten einsetzen möchte, der sollte auch darauf achten, dass sein Netzteil in der Lage ist diese zu versorgen. Pro Karte sind jeweils ein 6-Pin- und ein 8-Pin-PCI-Express-Stromanschluss nötig.

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Bis zu sechs Displays lassen sich an der ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition betreiben. XFX legt eine ausreichende Anzahl an Adaptern bei. Dies wären zweimal mini-DisplayPort-to-DVI, zweimal mini-DisplayPort-to-DisplayPort und einmal mini-DisplayPort-to-HDMI.

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Wie dies dann bei einer ATI Radeon HD 5870 aussieht, zeigt obiges Bild. Hier konnten wir allerdings die DVI-Ausgänge direkt nutzen. Hinzu kommen noch die DisplayPorts, die ebenfalls bei den verwendeten Dell Displays (UltraSharp U2410) direkt angeschlossen werden konnten.

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Hier noch einmal die Bestückung der Ausgänge aus einem anderen Winkel.


Nachdem die Hardware im System verbaut ist und die Displays angeschlossen sind, können wir uns der Software widmen.

Mögliche Auflösungen, die sich mit Eyefinity realisieren lassen, sind folgende:

2x 24" (1920 x 1200): 3840 x 1200 Pixel
3x 24" (1920 x 1200): 5760 x 1200 Pixel
6x 24" (1920 x 1200): 5760 x 1200 Pixel

2x 30" (2560 x 1600): 5120 x 1600 Pixel
3x 30" (2560 x 1600): 7680 x 1600 Pixel
6x 30" (2560 x 1600): 7680 x 3200 Pixel

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Nach Installation des Treibers können die Monitore in Gruppen zusammengefasst werden.

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Dabei spielt neben der Reihenfolge auch die Orientierung eine wichtige Rolle.

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Um die störenden Rahmen der Displays auszublenden, werden nach erfolgreicher Einrichtung der Gruppen durch Verschiebung des Bildes diese ausgeglichen. Obenstehendes Bild zeigt den Kalibrierungsvorgang.

Nachdem alles eingerichtet ist, erstrecken sich neben dem Arbeitsplatz auch alle 3D-Anwendungen über alle Bildschirme.


Mit der Vorstellung der ersten DirectX-11-Grafikkarten haben wir uns dazu entschlossen auch unser Testsystem leicht umzustellen. Wir führen alle Benchmarks nun unter Windows 7 aus, was uns dazu zwingt alle bisher bereits getesteten Karten ebenfalls unter Windows 7 noch einmal durch den Parcours zu jagen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Folgende Treiber kamen dabei zum Einsatz:

Weiterhin haben wir nach jedem Benchmark das System neu gestartet und, wenn möglich, mit aktuellen Softwareversionen und Patches getestet.


Far Cry 2

Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion, mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.

Zur Vollversion von Far Cry 2 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Resident Evil 5

Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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Zur Vollversion von Resident Evil 5 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Street Fighter IV

Wohl die bekannteste Prügelspiel-Reihe ist Street Fighter. Mit Street Fighter IV kehrt die legendäre Kampfsportserie zu ihren Wurzeln zurück. Dabei sorgt die Kombination der beliebten Moves und Techniken aus dem Originalspiel Street Fighter II mit Capcoms Technologie der nächsten Generation für ein wahrhaft außergewöhnliches Spielerlebnis, das der Welt die altehrwürdige Kunst virtueller Kampfsportarten aufs Neue näherbringt. Auch hier verwenden wir wieder die integrierte Benchmark-Funktion.

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Zur Vollversion von Street Fighter IV in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Unigine Heaven 2.0

Unigine Heaven 2.0 beinhaltet zahlreiche Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Darunter sind beispielsweise eine verstärke Nutzung von Tesselation. Des Weiteren wurden neue Objekte hinzugefügt, die den Einsatz neuer Effekte notwendig machen. Dazu gehören dynamische Lichtquellen sowie physikalisch korrekt berechnete Flaggen.

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Unigine Heaven 2.0 ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat

S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat ist nun schon der dritte Teil der sagenumwobenen S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Tschernobyl-Reihe und bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel. Call of Pripyat besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl. Mit Call of Pripyat wurde die X-Ray-v.1.5-Engine noch einmal um die neusten technischen Möglichkeiten aufgestockt. Ab sofort wird zeitgemäß auch eine DirectX-11-Unterstützung geboten, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt. Mit Unterstützung von Tesselation gibt es neben komplett überarbeiteten Levels und einer erheblich verbesserten KI auch wieder sehr viele optische Leckerbissen. S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat kann wieder einmal als Augenweide bezeichnet werden.

Zur Vollversion von S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Eyefinity ist sicher eine interessante Lösung, die aber für nur sehr wenige Anwender in Frage kommen wird. Das Spielerlebnis auf großer Display-Oberfläche hat etwas für sich. Gerade Ego-Shooter und Racing-Spiele profitieren vom erweiterten Sichtfeld. Allerdings muss die Software hier auch mitspielen. So unterstützen die wenigsten Spiele solch hohe Auflösungen weshalb der Treiber einspringen muss. Dabei ist aber nicht jede Engine auf die Darstellung einer derart breiten Pixelwand hin optimiert, was dazu führt, dass nur ein sehr schmaler Ausschnitt des eigentlichen Sichtfelds zu sehen ist.

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Wer nur drei Displays verwenden möchte, für den fällt die Wahl nicht sonderlich schwer. Die ATI Radeon HD 5970 kann erwartungsgemäß in allen Benchmarks überzeugen. Schon wesentlich interessanter ist hier der Vergleich zwischen ATI Radeon HD 5870 und der Eyefinity 6 Edition. Hier zeigt sich dann, dass Letztere erst bei höherer Auflösung bzw. Qualitätseinstellungen von dem höheren Grafikspeicher profitieren kann. Dies konnte bereits die ASUS MATRIX 5870 Platinum unter Beweis stellen.

Über den Sinn oder Unsinn von Eyefinity wollen wir uns nicht weiter auslassen. Hier muss jeder selbst entscheiden, ob er seinen Spielspaß mit mehreren Displays aufwerten möchte.

Gerne hätten wir auch erste Tests mit NVIDIA-Grafikkarten gemacht. Allerdings unterstützt auch der aktuelle Treiber noch nicht die Darstellung auf zwei oder mehr Displays. Für Mai hat NVIDIA eine neue Treiber-Generation angekündigt, die dann auch 3D Vision Surround unterstützen soll.

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