MSI R5770 Hawk im Test

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msi_r5770hawk-01_kDie Lightning zählt inzwischen wohl zur Crème de la Crème unter den Grafikkarten. Während MSI die Serie mit der GeForce GTX 260 startete, nahm man mit der ATI Radeon HD 5870 erstmals auch eine AMD-Karte auf. Vor Kurzem folgte dann der nächste Streich: Die MSI R5770 Hawk. Mit hochwertigen Bauteilen, Twin-Frozr-II-Kühlung und leicht erhöhten Taktraten soll sie nun das im Mainstream-Segment richten, was die Lightning-Karten im High-End-Sektor geschafft haben. Ob dieses Unterfangen gelingt, zeigen wir in diesem Artikel.

Nachdem bereits die MSI GeForce GTX 260 Lightning auf dem letztjährigen Overclocking-Event des Herstellers zeigen konnte, was sie drauf hat, stellten die Taiwanesen wenige Wochen später den Nachfolger in Form der NVIDIA GeForce GTX 275 vor. Seit ein paar Tagen darf mit der MSI R5870 Lightning erstmals auch eine AMD-Karte in der Serie ihre Muskeln spielen lassen. Mit der MSI R5770 versucht man nun die Erfolge auf das Mainstream-Segment auszuweiten. Hierfür wählte man mit dem RV840 nicht nur einen leistungsstarken Chip mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sowie neuester Technik, sondern setzt wie gewohnt auch auf hochwertige Hi-c-CAPs und Solid-State-Kondensatoren.

Dazu gibt es in einer leicht abgeänderten Form den altbekannten Twin-Frozr-II-Kühler, der laut Hersteller die Temperaturen im Vergleich zum Referenzlayout um 13 °C reduzieren und dabei zudem sehr leise seine Dienste verrichten soll. Während AMD eine 3+2-Phasen-Stromversorgung für seine ATI Radeon HD 5770 vorsieht, stockte MSI diese auf 7+1 Phasen auf. Dadurch soll der Anwender ein noch besseres Overclocking-Ergebnis erzielen. Mit Taktraten von 875 bzw. 2400 MHz hat es MSI schon vorgemacht und zumindest die 40-nm-GPU leicht übertaktet. MSI hat sich mit seiner jüngsten Grafikkarte viel vorgenommen. Ob man mit ihr der Lightning-Reihe das Wasser reichen kann und ob das Mittelklasse-Modell auch in Sachen Leistung, Stromverbrauch und Lautstärke konkurrenzfähig ist, soll dieser Test nun klären.

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Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Grafikkarte: MSI R5770 Hawk
GPU RV840
Fertigung 40 nm
Anzahl Transistoren 1,04 Milliarden
GPU Takt 875 MHz
Speichertakt 2400 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 76,8 GB/Sekunde
Shadermodell 5.0
Shadereinheiten 160 (5D)
Shadertakt 875 MHz
Texture Units 40
ROPs 16
Pixelfüllrate 14,0 Gigapixel
SLI/Crossfire CrossFireX

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die MSI R5770 Hawk nur in den Taktraten von den sonst üblichen RV840-Vertretern. Demnach arbeitet unser heutiger Testkandidat mit insgesamt 800 Streamprozessoren (160 5D), 40 Texture-Mapping-Units und 16 Rasteroperations sowie 1024 MB GDDR5-Videospeicher, welcher zudem über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden ist und mit standardmäßigen 2400 MHz angetrieben wird. Einzig die 40-nm-GPU arbeitet mit 875 MHz rund 25 MHz über dem Referenzlayout von AMD. Die groben Leistungsdaten auf dem Papier erscheinen also weniger spektakulär. Schaut man allerdings tiefer in das Datenblatt, so verspricht MSI neben gesteigerter Effizienz auch ein besseres Overclocking-Potential.

Wie hoch der Falke sein Nest bauen konnte, erfahren Sie auf den nachfolgenden Seiten.


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Custom-PCB mit hochwertigen Bauteilen und 7+1-Phasen-Stromversorgung, Twin-Frozr-II-Kühlung und leicht erhöhte Taktraten. Das sind die größten Änderungen, welche MSI an seiner ATI Radeon HD 5770 Hawk vorgenommen hat. Vor allem bei den Temperatur-Werten, der Lautstärke und dem Overclocking-Potential sollten hier neue Rekorde geschrieben werden. Ob das gelingt, schauen wir uns nun näher an.


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MSI verpasste dem 20,5 cm langen Printed Circuit Board (PCB) einen braun-schwarzen Lock und beschränkt sich auf der Rückseite, wie so häufig, auf das Wesentliche.


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Der bekannte Twin-Frozr-Kühler kommt nun schon in zweiter Generation daher und war schon in der Vergangenheit auf mehreren Modellen des Herstellers zu finden. Dabei verrichten nicht nur drei Heatpipes ihren Dienst, sondern vor allem auch zwei Axiallüfter mit einem Durchmesser von jeweils 65 mm. Dazu gibt es natürlich aber auch wieder einige Aluminium-Lamellen. Ob die Lösung tatsächlich einen Temperaturvorsprung von 13 °C bringt und ob der Kühler in Sachen Lautstärke alles richtig macht, klären wir später.


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Der RV840 zählt mit seinen 800 Streamprozessoren und seinem 1024 MB großen GDDR5-Videospeicher nicht zu den langsamsten Modellen. Um den 3D-Beschleuniger jedoch in Schwung zu bringen, bedarf es eines zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromsteckers. Insgesamt könnte unser Testsample also bis zu 150 Watt aus dem Netzteil ziehen, wobei AMD die maximale Leistungsaufnahme seines Chips auf 108 Watt TDP angibt.



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Das Slotblech wird nicht nur vom MSI-Logo geziert, das auch zur Belüftung dient. Auch drei gängige Anschluss-Varianten sind dort vorhanden. Neben DVI und HDMI steht dank ATI Eyefinity-Unterstützung auch ein DisplayPort-Anschluss bereit - für eine ATI Radeon HD 5770 aber keine große Überraschung.


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Auch wenn der RV840 derzeit noch nahezu jeden aktuellen Spieletitel ruckelfrei darstellt, bestünde die Möglichkeit ein zweites Modell im CrossFireX-Betrieb einzubauen. Entsprechende Vorrichtungen sind hierfür jedenfalls schon getroffen; fehlt nur noch ein passendes Mainboard.


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Während MSI einem Großteil seiner AMD-Grafikkarten das DirectX-11-Vorzeigspiel Dirt 2 mit auf den Weg gibt, sucht man das actionreiche Rennspiel im Lieferumfang der MSI R5770 Hawk leider vergebens. Stattdessen finden sich aber kleine Kabel für den schnellen Anschluss eines Multimeters im Karton, schließlich hat unser heutiger Proband hierfür spezielle Messpunkte. Dazu gibt es nicht nur ein Handbuch samt Treiber-CD, sondern auch das hauseigene Overclocking-Tool "Afterburner", womit sich sogar die Spannungen des Grafikchips anheben lassen. Die beiden restlichen Adapter runden das Gesamtpaket weiter ab.


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Alles in allem weiß die MSI Radeon HD 5770 Hawk schon auf dem Papier zu gefallen. Auch wenn die standardmäßige Übertaktung erstaunlich gering ausfällt, richtet sich die Mittelklasse-Grafikkarte doch eher an prädestinierte Overclocker. Vor allem die speziellen Messpunkte, die 7+1-Phasen-Stromversorgung und nicht zuletzt der Twin-Frozr-II-Kühler lassen die Herzen solcher höher schlagen. Schauen wir nun, was die Karte wirklich auf dem Kasten hat.


Testsystem:

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Wir können es nicht oft genug sagen: Nachdem die beiden großen Prozessor-Hersteller schon vor Jahren Stromsparfeatures in ihren Chips implementierten, haben das jetzt auch die Grafikschmieden erkannt. So fällt in Sachen Stromverbrauch vor allem die ATI-Radeon-HD-5000-Familie positiv auf. Dank der fortschrittlichen 40-nm-Fertigung und dem Absenken von Taktraten und Spannungen im Leerlauf, pendelt sich die gesamte Produktpalette auf einem guten Niveau ein. Zwar liegt der Idle-Verbrauch der MSI R5770 Hawk im Leerlauf etwas über dem einer gewöhnlichen ATI Radeon HD 5770, doch fällt dies kaum ins Gewicht. Weniger verbrauchen nur die langsameren Familienmitglieder und die NVIDIA-Modelle auf 40-nm-Basis.

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Auch unter Last zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Während sich die beiden 55-nm-Modelle, vertreten durch die ATI Radeon HD 4850 und HD 4890, mit 177 respektive 238 Watt am meisten genehmigen, liegt unser Testsample mit 175 Watt nur knapp darunter. Vermutlich machen sich hierbei die weiteren Phasen bemerkbar.

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Dank Dual-Slot-Kühler bleibt unser heutiges Testmodell angenehm kühl, wenngleich es zumindest im Leerlauf auf dem Niveau des Referenzlayouts liegt und nicht den versprochenen Vorsprung bringt.

temp_last

Statt besseren 13 °C gegenüber dem Referenzmodell von AMD ist gerade einmal ein Vorsprung von einem Grad herausgekommen. MSI konnte somit sein erstes Versprechen leider nicht einlösen, wenngleich man noch weit von einem bedenklichen Wert wäre. Mit 81 °C heizt sich die ATI Radeon HD 4850, welche aber auch noch mit einem Single-Slot-Kühler daherkommt, deutlich mehr auf. Die ATI Radeon HD 5670 und HD 5450 besitzen neben einer geringeren Leistungsaufnahme und damit auch einer geringeren Temperatur, etwas bessere Werte.

Doch der taiwanesische Hersteller versprach auch ein leises Betriebsgeräusch. Hier lässt sich sagen, dass MSI in der zweiten Disziplin, wenn auch nur knapp, sein Ziel erreicht hat. So waren die Flügelschläge des Falken im Leerlauf nicht aus dem geschlossenen Testsystem herauszuhören. Mit steigenden Anforderungen drehten auch die beiden 65-mm-Lüfter des Twin-Frozr-II-Kühlers weiter auf, was ein leises "vor sich hin Summen" erzeugte. Wer zu Hause ohne Sound spielt, nimmt die Karte auf jeden Fall wahr, wobei sie etwas leiser als der Referenzküler, war. Für Silents-Fans ist die Hawk aber in jedem Fall zu empfehlen.


Futuremarks 3DMark 06 gilt trotz seines gehobenen Alters in der Gamer- und Benchmark-Szene als der Leistungsvergleich schlechthin. Neben zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten - um unterschiedlichste Leistungsbereiche der Grafikkarten zu bewerten - bietet der Grafikkarten-Benchmark imposante und detailreiche Grafik-Sequenzen. Um die Grafikpracht auch auf dem Bildschirm umzusetzen bedienten sich die Entwickler zum Beispiel an hochauflösenden Texturen, dem Einsatz von High Dynamic Range Rendering und der aktuellen Shader-3.0-Technik. Wir nutzen 3DMark 06 in verschiedenen Einstellungen und Auflösungen, um den Leser praxisnahe Ergebnisse zu präsentieren.

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Futuremarks 3DMark Vantage ist der erste Vertreter der beliebten Benchmark-Serie, der auf Microsofts DirectX-10-Schnittstelle aufsetzt. Eindrucksvoll präsentiert das Benchmark-Tool, welche Möglichkeiten in der neuen Grafikschnittstelle stecken. 3DMark Vantage misst hauptsächlich die Grafikleistung des Systems. Um die Grafikpracht ohne Einschränkungen genießen zu können, muss ein aktuelles High-End-System herhalten.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark Vantage gelangt man über diesen Link.

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Die letzte Version aus der Horror-Reihe Resident Evil erschien nicht nur für diverse Konsolen, sondern auch für den PC. Die integrierte Benchmark-Funktion lädt dann natürlich geradezu ein, Grafikkarten auf Herz und Nieren im Grusel-Ambiente zu testen. Wir wählten den zweiten, weil deutlich kürzeren, Benchmark-Durchlauf.

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Die Erwartungen an das Gameplay konnte H.A.W.X. nicht erfüllen und auch der Namenszusatz "Tom Clancy's" hat seine Wirkung größtenteils bereits verloren. Dennoch kann H.A.W.X. durch eine beeindruckende Darstellung des Geländes überzeugen. Komplette Städte samt zugehöriger Hochhäuser wurden erstellt, aufwendige Geländetexturen komplettieren den realistischen Eindruck. Wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion um den Grafikkarten auf den Zahn zu fühlen.

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Immer wieder für grafische Highlights verantwortlich zeichnen sich die Macher von Crysis. Die als Basis dienende Cry-Engine sorgt immer wieder dafür, dass selbst aktuelle High-End-Systeme den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Daher eignet sich Crysis Warhead ideal für unsere Benchmarks. Wir verwendeten Crysis im DirectX-10-Modus, alle Details auf Maximum.

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Bei Far Cry 2 handelt es sich um einen First-Person-Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Nachfolger des legendären Spieleklassikers basiert auf der eigens entwickelten Dunia Engine, wodurch beispielsweise dynamisches Wetter, Tag- und Nachtzyklen und eine dynamische Vegetation realisierst werden. Das Spiel nutzt Mehrkernprozessoren, unterstützt sowohl DirectX-9 als auch -10 und besitzt eine integrierte Benchmark-Funktion, mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.

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S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky bildet einen einzigartigen Mix aus einem actionreichen First-Person-Shooter und einem komplexen Rollenspiel und besticht vor allem durch seine grandiose Atmosphäre in der Szene rund um Tschernobyl.

Mit Clear Sky findet das sagenumwobene S.T.A.L.K.E.R: Shadow of Tschernobyl seine Fortsetzung - es spielt etwa ein Jahr zuvor und erzählt die Vorgeschichte zu Shadow of Tschernobyl. Angetrieben von der X-Ray-v.1.5-Engine, die man mit S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky nochmals komplett überarbeitet hat, bietet man jetzt nicht nur eine vollwertige DirectX-10-Unterstützung, die viele neue Grafikeffekte mit sich bringt, sowie komplett überarbeitete Levels, sondern auch eine erheblich verbesserte KI, die man ebenso einer Generalüberholung unterzogen hat. S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky kann als wahre Augenweide bezeichnet werden.

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Wohl die bekannteste Prügelspiel-Reihe ist Street Fighter. Mit Street Fighter IV kehrt die legendäre Kampfsportserie zu ihren Wurzeln zurück. Dabei sorgt die Kombination der beliebten Moves und Techniken aus dem Originalspiel Street Fighter II mit Capcoms Technologie der nächsten Generation für ein wahrhaft außergewöhnliches Spielerlebnis, das der Welt die altehrwürdige Kunst virtueller Kampfsportarten aufs Neue näherbringt. Auch hier verwenden wir wieder die integrierte Benchmark-Funktion.

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Zur Vollversion von Street Fighter IV in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

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Einer der ersten DirectX-11-Benchmarks ist der Unigine Heaven. Er verwendet alle wichtigen Features wie DirectCompute, Shader Model 5.0, Tessellation oder Screen-Space Ambient Occlusion. Da es sich um einen reinen DirectX-11-Benchmark handelt, können auch nur entsprechend kompatible Karten darauf getestet werden.

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Unigine Heaven ist ein kostenloser Benchmark, der unter www.unigine.com zu beziehen ist.

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Dank des aufgemöbelten Custom-PCBs und des Twin-Frozr-II-Kühlers soll das Overclocking zur Parade-Disziplin der MSI Radeon HD 5770 Hawk zählen. Für unsere Tests entschieden wir uns nicht für ATI Overdrive aus dem Catalyst-Treiber, sondern setzten für unsere Versuche auf den MSI Afterburner. Da das Tool in Verbindung mit unserem Testkandidaten auch in der Lage war die GPU-Spannung anzuheben, haben wir unseren Test zweigeteilt. In unserem ersten Durchlauf beließen wir die GPU-Spannung auf dem standardmäßigen Wert von 1,125 Volt und schoben den Regler für Chip und Speicher nach rechts. Nach wenigen Versuchen erreichten wir dann stabile 984/2800 MHz. Unser letztes RV840-Modell war nicht ganz so taktfreudig und begnügte sich lediglich mit 945 bzw. 2600 MHz.

Für den zweiten Teil setzten wir die Spannung des Grafikchips mit 1,35 Volt auf Anschlag und suchten erneut die maximal stabilen Taktfrequenzen. Nach zahlreichen Neustarts, Bildfehlern und System-Freezes konnten wir schließlich die 1,0-GHz-Marke durchbrechen und einen maximalen Takt von satten 1011 MHz ermitteln: Rekordverdächtig! Die GDDR5-Speicherchips waren mit ihren 2800 MHz aber schon am Ende. Die Leistung stieg dabei im beliebten 3DMark 2006 bei einer Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten von ehemals 15231 auf 16441 Punkte an. Doch auch die Leistungsaufnahme sprang deutlich nach oben. Während das Messgerät im Leerlauf noch recht humane 79 Watt ausgab, genehmigte sich das Gesamtsystem unter Last hingegen schon knapp 225 Watt. Hier sollte jeder selbst entscheiden, ob ihm der Leistungsschub die höhere Leistungsaufnahme wert ist.

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Wie immer gilt an dieser Stelle: Jeder Chip ist ein Unikat, die hier erreichten Ergebnisse lassen sich nicht auf andere Karten übertragen!


MSI gab nicht nur auf dem Mainboard-Sektor ordentlich Gas, sondern heimste in den letzten Wochen auch im Bereich der Grafikkarten zahlreiche Awards ein. Bereits die Eckdaten der MSI R5770 Hawk lassen auf dem Papier einen Award schon beachtlich nahe kommen, obwohl die standardmäßige Übertaktung mit 25 MHz eher etwas mau ausfallen mag. Somit liegt die Leistung des 3D-Beschleunigers nur minimal über der einer gewöhnlichen ATI Radeon HD 5770. Doch den schnellsten RV840-Chip zu kreieren, war nicht unbedingt das Ziel von MSI. Vielmehr versucht man mit ihm die Erfolge der beliebten Lightning-Reihe auch auf das Mainstream-Segment auszuweiten und sich an prädestinierte Overclocker zu richten. Gerade in diesem Bereich lässt die MSI R5770 Hawk ihre Muskeln spielen und zeigt, was mit ihr möglich ist. Dank einer Spannungserhöhung auf 1,35Volt konnten wir die 1,0-GHz-Schallmauer durchbrechen und auch beim Speicher respektable Ergebnisse erzielen. Mit besserer Kühlung, ist aus der Karte sicherlich noch etwas mehr herauszuholen. Doch das Kühlsystem zählt längst nicht zu den schlechtesten seiner Art. So wartet es nicht nur mit vier Heatpipes und zwei 65-mm-Lüfter auf, sondern bleibt auch unter Last erfreulich leise. 

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Kritikpunkte sucht man fast schon vergebens. Zu erwähnen wäre hierbei die etwas höhere Leistungsaufnahme der Grafikkarte unter Last und das Fehlen eines Computerspieles im Lieferumfang. Doch diese beiden Aspekte sollen unserem Testsample nicht den Award verderben, weswegen wir wieder einmal mehr unseren heiß begehrten Excellent-Hardware-Award verleihen:

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Positive Aspekte der MSI R5770 Hawk:

Negative Aspekte der MSI R5770 Hawk:

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