HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 - passive 3D-Power

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HIS_4670_logoNicht immer muss es eine aktuelle High-End-Grafikkarte sein. Je nach System reicht auch ein weniger potenter Grafikbeschleuniger aus, der dann aber gerne auch passiv gekühlt sein darf. Wir haben uns die HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 einmal näher angeschaut und wollen ihr sowohl hinsichtlich ihrer multimedialen Fähigkeiten als auch im Bereich der 3D-Performance auf den Zahn fühlen. Dass bei einer Karte mit ATIs Radeon HD 4670 nicht mit einem 3D-Feuerwerk gerechnet werden darf, ist uns dabei durchaus bewusst. Da AMD seinen 785G-Chipsatz mit einer herausragenden Spiele-Performance im Bereich der integrierten Chipsätze bewirbt, wollen wir HIS' dedizierte Karte gegen AMDs OnBoard-Chip antreten lassen.

Zu Beginn wollen wir uns die technischem Details der HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 einmal näher anschauen:

HIS Radeon HD 4670 iSilence 4:

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Gegenüber den aktuellen High-End-Grafikkarten fehlt es der HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 an allen Ecken und Enden. Zwar sind Takt von GPU und Speicher noch vergleichbar, spätestens aber bei der Anzahl der Shader-Prozessoren, den Textureinheiten und der Speicheranbindung von 128 Bit wird klar, dass es sich hierbei um eine Mitteklasse-Karte handelt, die keinerlei Ansprüche an die Spitzenposition hat - mit ihrer passiven Kühlung ist die Karte aber natürlich auch nicht für den Einsatz in High-End-Gaming-Systemen gedacht.


Beginnen wollen wir aber mit einem Blick auf die Karte und deren Kühlung, bevor wir uns den Benchmarks widmen.

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Bereits auf den ersten Blick wird das eher außergewöhnliche Kühl-Konzept deutlich. Auf der Vorderseite ist nur ein recht kleiner Kühlkörper zu sehen, von dem drei Heatpipes auf die Rückseite führen. An der rechten Seite ist aber bereits ein blauer Kühlkörper erkennbar. Beim Kühler handelt es sich um den Zalman VNF100-HP. Dieser ist beispielsweise bei Caseking für 27,90 Euro auch einzeln erhältlich.

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Ein Blick auf die Rückseite gibt denn den zweiten Teil des Kühl-Konzepts preis. HIS hat den passiven Kühler aus dem Hause Zalman leicht versetzt zum PCB angebracht. Einen Grund für diese Art der Konstruktion konnten wir nicht finden, allerdings stellt dies auch kein größeres Problem dar, denn bei der ATI Radeon HD 4670 handelt es sich um eine eher kompakte Grafikkarte. Somit sorgt ein leicht überstehender Kühler für keinerlei Kompatibilitäts-Probleme mit dem Gehäuse.


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Kommen wir aber wieder zur Vorderseite, auf der die Wärme entsteht und zunächst von einem massiven Aluminium-Kühler aufgenommen wird. Dieser verfügt bereits über die ersten Kühl-Rippen, der Großteil der Wärme wird allerdings über drei Heatpipes weitertransportiert. Die Speicherchips müssen vollständig ohne Kühlung auskommen, was bei den anliegenden Taktraten allerdings kein Problem darstellt.

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Auf der Rückseite teilen sich diese drei Heatpipes dann in den großflächigen Kühler auf. Die Wärme kann hier dann problemlos über die feinen Kühl-Lamellen an die Umgebungsluft abgegeben werden.

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Auf der PCI-Blende hat HIS die verfügbaren Anschlüsse gegenüber der Vorgängerversion etwas überarbeitet. Während vormals 2x DVI und TV-Out angeboten wurden, hat HIS die Anschlüsse zu jeweils einmal VGA, DVI und HDMI geändert. Aufgrund der immer größer werdenden Verbreitung von Ausgabegeräten mit HDMI-Eingang sicher die richtige Entscheidung.


Kommen wir nun zum Testsystem, auf dem wir die HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 haben antreten lassen.

Strom_Idle

Strom_Last

Beim Stromverbrauch zeigt sich die HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 als durchaus sparsam. Natürlich ist die ATI Radeon HD 4550 noch etwas sparsamer und auch das AMD-785G-Mainboard mit integrierter Grafik kann nicht geschlagen werden. Dennoch empfiehlt sich die HD 4670 als sparsame Mittelklasse-Grafikkarte.


Bench_Vantage

Bench_WiC

Bench_COD

Bench_FarCry

An dieser Stelle wollen wir nicht auf jeden einzelnen Benchmark eingehen und machen uns ein Bild vom Gesamteindruck. In diesem zeigt sich die HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 auf einem ähnlichen Leistungsniveau wie die NVIDIA GeForce 9600 GT. Hinter sich lassen kann sie die integrierte Grafikeinheit des AMD-785G-Chipsatzes.


Das Einsatzgebiet der HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 ist schnell umrissen. Infrage kommen Anwender die auf der Suche nach einer passiven Grafikkarte sind, die etwas mehr kann, als nur die Darstellung von HD-Inhalten. Allerdings muss einem dann auch bewusst sein, dass man für rund 75 Euro keine Spitzenperformance erwarten kann. Wer etwa das Doppelte ausgibt, der kann zu einer ATI Radeon HD 4890 greifen, die dann eine deutlich höhere 3D-Performance besitzt, aber auch aktiv gekühlt werden muss.

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In unseren Tests zeigte die HIS Radeon HD 4670 iSilence 4 eine für gelegentliche Spielchen ausreichende Leistung. Einschränkungen bei der Auflösung und den Qualitätseinstellungen sind obligatorisch in diesem Bereich. Mit der Wiedergabe von HD-Inhalten hatte sie keinerlei Probleme. Gegenüber der integrierten Grafik des AMD 785G ergeben sich zahlreiche Vorteile, von der höheren Leistung bis hin zu der Tatsache, dass kein neues Mainboard angeschafft werden muss und das bisherige einfach weiterverwendet werden kann.

Auf den ersten Blick macht der Kühler einen sehr guten Eindruck. Bei genauerem Hinsehen stellte sich jedoch der Eindruck ein, dass der rückwärtige Teil allerdings etwas hochwertiger gefertigt sein könnte. Die dünnen und blau eloxierten Kühl-Lamellen könnten ebenfalls besser an die Heatpipes angebunden werden. In unseren Tests hatten wir keinerlei Probleme mit den Temperaturen, dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ein schwacher Luftzug vorhanden ist. Bei stehender Luft hat der Kühler nach einiger Zeit keine Chance die Wärme noch ausreichend gut abzutransportieren.

Positive Aspekte der HIS Radeon HD 4670 iSilence 4:

Negative Aspekte der HIS Radeon HD 4670 iSilence 4:

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