NVIDIA GeForce GTS 250

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gts_teaserPünktlich zum Start der CeBIT stellt NVIDIA die GeForce GTS 250 vor. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um eine neue Grafikkarte samt neuer GPU, wie dies die Namensgebung vermuten ließe, sondern um einen altbekannten Vertreter. Von der GPU bis hin zur Taktung ist die "neue" GeForce GTS 250 mit der GeForce 9800 GTX+ identisch. Eigentlich handelt es sich hierbei also um eine Umbenennung, welche die Karte in das aktuelle Namenschema eingliedern soll. Mit der GeForce-9800er-Serie erreichte NVIDIA hier eine Art Endpunkt und setzt mit den GTS- und GTX-Karten neu an.

Ein Dank an dieser Stelle an EVGA für die Bereitstellung der EVGA GeForce GTS 250 SC. Hierbei handelt es sich um eine übertaktete Version. Ebenfalls geplant ist eine EVGA GeForce GTS 250 SSC, die dann mit nochmals höheren Taktraten daherkommen soll.

 

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Auch wenn es sich bei der GeForce GTS 250 um eine bereits bekannte Karte handelt, wollen wir diese in Form einer Tabelle einordnen:

Hier wird sehr schön deutlich, dass sich 9800 GTX+ und GTS 250 in keinem Punkt unterscheiden. Im Vorfeld war von höheren Taktraten die Rede, letztendlich ist von diesem Vorhaben aber nichts in das endgültige Produkt gelangt. NVIDIA lässt den Grafikkarten-Herstellern die Wahl ob sie die Karte mit 512 oder 1024 MB GDDR3-Speicher ausliefern wollen.

Schon etwas interessanter ist daher der Blick auf die EVGA GeForce GTS 250 SC. Diese kann mit einem GPU-Takt von 771 MHz immerhin mit einer Steigerung von 33 MHz aufwarten. Ebenfalls leicht übertaktet wurden die Shader-Prozessoren auf 1890 MHz und auch der Speicher bleibt mit 1123 MHz nicht unangetastet. Alles in allem keine großartigen Steigerungen, sie sorgen aber dennoch dafür, dass sich das Modell von EVGA etwas von der Masse der zu erwartenden GeForce GTS 250 und der bereits auf dem Markt befindlichen GeForce 9800 GTX+ abheben kann.

GPU-Z konnte mit der neuen GeForce GTS 250 noch nicht viel anfangen. Nur einige wenige Angaben, wie die Taktraten und die Anzahl der Shader-Prozessoren werden korrekt ausgelesen.



Auf den ersten Blick wird nicht direkt ersichtlich, dass es sich bei der GeForce GTS 250 eigentlich nur um eine umbenannte 9800 GTX+ handelt. Die Karte ist etwas kürzer geworden, was sie deutlich kompakter wirken lässt. Mit 23 cm hat sie die Maße einer GeForce 8800 GTS, während die 9800 GTX+ noch 28 cm lang war. Ansonsten aber hat sich am Prinzip des Referenzdesigns von NVIDIA nichts geändert.
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Auch die Rückseite zeigt keine größeren Überraschungen. Insgesamt sorgen 17 Schrauben dafür, dass der Kühler an der richtigen Position gehalten wird. Zwei davon verstecken sich unter dem Aufkleber, zwei weitere sorgen für den richtigen Halt der Slotblende.

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Auf der bereits eben erwähnten Slotblende befinden sich zwei DVI-Ausgänge. Diese sind Dual-Linl-fähig und zudem auch noch HDCP-kompatibel.

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Über die zwei SLI-Anschlüsse können zwei oder drei GTS-250-Karten in einem SLI bzw. 3-Way-SLI zusammengefasst werden.

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Ein 70-mm-Radiallüfter am hinteren Ende der Karte sorgen für ausreichend Frischluft. Diese wird über den Lüfter selbst angesaugt und dann durch das Kühlergehäuse geblasen. Entweichen kann die warme Luft dann größtenteils über die Öffnungen in der Slotblende.

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Die maximale Leistungsaufnahme liegt laut NVIDIA bei 150 Watt. Dies macht einen 6-Pin-PCI-Express-Stromanschluss notwendig. Dieser befindet sich am hinteren Ende der Karte. Der Maximalwert der GeForce 9800 GTX+ lag mit 160 Watt noch 10 Watt höher. Sowohl der PCI-Express-Slot als auch der 6-Pin PCI-Express-Stromanschluss teilen sich die maximal 150 Watt zu jeweils 75 Watt. In beiden Fällen arbeitet NVIDIA also am Maximum der jeweiligen Spezifikation.

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Werfen wir nun einmal einen Blick auf die GeForce GTS 250 ohne den Kühler. Auf der linken Seite befinden sich die Signalgeber, in der Mitte dann die GPU und die dazugehörigen Speicherchips. Ganz rechts sind die strom- und spannungsversorgenden Komponenten untergebracht.

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Die insgesamt 1024 MB an GDDR3-Speicher verteilen sich auf acht Speicherchips zu jeweils 128 MB aus dem Hause Hynix. Sie sind rings um die GPU mit nahezu gleichem Abstand auf dem PCB verlötet, um die Signalwege möglichst identisch zu halten.

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Ein Blick auf die GPU selbst verrät recht schnell, dass es sich um ein bereits bekanntes Modell handelt.

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Aufgrund der immer leistungsstärkeren Grafikkarten und der damit oftmals verbundenen Limitierung durch den Rest das Systems, haben wir uns für ein neues Testsystem entschieden. Dieses wird in allen zukünftigen Online- und Print-Artikeln im Bereich der Grafikkarten zum Einsatz kommen und uns hoffentlich in den nächsten Monaten begleiten.

Benchmarkergebnisse aus früheren Tests sind nicht mehr mit den aktuell gemessenen Werten zu vergleichen!

  • Intel Core i7 965 Extreme Edition, 4x 3.2 @ 4x 3,84 GHz
  • ASUS P6T6 WS Revolution
  • Patriot Viper DIMM Kit 6 GB PC3-12800U CL9-9-9-24 (DDR3-1600) @ DDR3-1282
  • Windows Vista Ultimate 64 Bit
  • ATI Catalyst 9.2
  • NVIDIA GeForce 182.06

    Beginnen wir mit der Betrachtung des Stromverbrauchs:

    Beim Stromverbrauch zeigt sich, dass sich der geringere maximale Verbrauch sowohl im Idle als auch unter Last bemerkbar machen. Während im Idle-Betrieb die EVGA-Karte noch mit der Referenz-Version gleichauf liegt, verbraucht sie unter Last einige Watt mehr.

    Auch im Bereich der Lautstärke hat NVIDIA die Karte optimiert und mit einem leiseren Kühler versehen, wie er bereits von der GeForce 8800 GTS bekannt ist. Da EVGA die Taktraten nur im geringen Maße angehoben hat, zeigt der Lüfter kaum eine Reaktion darauf und arbeitet auf den gleichen Umdrehungen wie auf der Referenz-Karte.

    Bei den Temperaturen zeigen sich nur sehr geringe Unterschiede. Die GPU ist die gleiche geblieben und so bleibt nur der Kühler als Ursache für die etwas niedrigeren Temperaturen. Hier zeigt sich auch wieder ein ähnliches Bild wie beim Stromverbrauch. Erst unter Last machen sich die leicht erhöhten Taktraten der EVGA bemerkbar und sorgen für eine erhöhte Temperatur.







  • NVIDIA möchte seine eigenen Reihen neu aufstellen. Dazu zählt auch die Umbenennung alter Karten, sodass sie in das neue Namenschema passen. Die GeForce GTS 250 soll das neue Mittelklasse-Rückgrat bilden, wenngleich es sicher nicht nötig gewesen wäre diese Karte als eine "Neuvorstellung" zu behandeln. Bis auf ein modifiziertes PCB und die Verdopplung des Speichers unterscheidet sich das neueste Modell nicht von der GeForce 9800 GTX+.

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    Dieser Vergleich ruft aber wieder einmal in Erinnerung, dass es nicht immer die teuersten Grafikkarten sein müssen um aktuelle Speile auf mittleren Auflösungen spielen zu können. Oftmals wird die Mittelklasse unterschätzt, doch sie macht einen Großteil des Umsatzes für die Grafikkarten-Hersteller aus. NVIDIA tut sicher gut daran auch ältere, noch im Markt befindliche Karten an das neue Namenschema anzupassen, nur so kann gewährleistet werden, dass der Kunde die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Karte auch richtig einordnet.

    Für NVIDIA besonders wichtig ist, wie bei allen aktuellen GeForce-Grafikkarten, die Unterstützung für PhysX und CUDA. PhysX findet derzeit besonders prominent in Mirrors Edge Verwendung. Hier sorgt PhysX für eine detailliertere Darstellung einiger physik-intensiver Szenen. Diese sind nur mit NVIDIA-Grafikkarten überhaupt zugänglich. Für CUDA sieht NVIDIA in diesem Segment Video-Konverter als Einsatzgebiet

    Positive Punkte der GeForce GTS 250:

  • gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • geringer Stromverbrauch

    Negative Punkte der GeForce GTS 250:

  • flüssiges Spielen nur auf mittleren Auflösungen möglich

    Weitere Links:

  • Zotac GeForce GTX 295
  • NVIDIA GeForce GTX 295
  • NVIDIA GeForce GTX 285
  • Grafikkarten-Forum
  • Hardwareluxx-Preisvergleich: GeForce-GTS-250-Grafikkarten