ASUS ROG Strix Helios im Test: Edles und einzigartiges Gaming-Gehäuse

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ASUS bietet seit einiger Zeit auch Gehäuse an. Das unbestrittene Flaggschiff ROG Strix Helios soll mit einzigartigem Design und umfangreicher Ausstattung längst nicht nur ROG-Fans ansprechen. Wie überzeugend das 260-Euro-Flaggschiff wirklich ist, klärt unser Test. 

Wenn ein Gehäuse als ROG-Modell vermarktet wird, ist die Erwartungshaltung hoch. Man darf sich markantes Design und eine besonders umfangreiche Ausstattung erhoffen. Und ASUS wirft hat sich beim ROG Strix Helios ganz offensichtlich bemüht, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Schon das die aufwendig gestaltete Verpackung verrät, dass das Gehäuse mit seinen markanten Tragebändern, gebürsteten Aluminium-Bauteilen und einer beleuchteten ROG-Glasfront optisch ganz eigene Wege geht.

Und auch bei der Ausstattung wird zum Teil schweres Geschütz aufgefahren. Der große und 18 kg schwere E-ATX-Bolide unterstützt unter anderem einen 420-mm-Radiator und wird mit einer Pumpenhalterung ausgeliefert. Wer auf Luftkühlung setzt, kann in der Front, im Deckel und an der Rückwand wahlweise 120- oder 140-mm-Lüfter verbauen und auch problemlos höchste Tower-Kühler unterbringen. Die Lüfter lassen sich genauso wie die Beleuchtung einfach per Tastendruck steuern. Überlange Grafikkarten können nicht nur untergebracht, sondern auch mit der integrierten Grafikkartenstütze stabilisiert werden. Zudem ist es möglich, bis zu zwei Grafikkarten vertikal auszurichten und so zu präsentieren.

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Auch preislich signalisiert das ROG Strix Helios Oberklasse-Ansprüche: Die von uns getestete schwarze Variante wird im Preisvergleich für rund 260 Euro gelistet. Die ebenfalls verfügbare White Edition kostet hingegen rund 285 Euro

Im ausgepackt & angefasst-Video werfen wir einen ersten Blick auf das Gehäuse:

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Das Zubehör wird in einer schwarzen ROG-Schachtel ausgeliefert. Darin befinden sich nicht nur Anleitung, Garantieinformationen und Montagematerial, sondern auch schwarze Kabelbinder, eine Pumpenhalterung und eine alternative Erweiterungskarten-Blende. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: 
Bezeichnung: ASUS ROG Strix Helios
Material: Stahl, gehärtetes Glas, Kunststoff
Maße: 250 x 591 x 565 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX (12”x10.9”), ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 2x 3,5/2,5 Zoll (intern), 4x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 3x 120/140 mm (Front, 3x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 3x 120/2x 140 mm (Deckel, optional)
Radiatoren (maximal laut Hersteller): Front: 360/420 mm, Deckel: 360/280 mm, Rückwand: 120/140 mm
CPU-Kühlerhöhe (maximal laut Hersteller): 19 cm
Grafikkartenlänge (maximal laut Hersteller): 45 cm
Gewicht: etwa 18 kg
Preis: rund 263 Euro

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Das 250 x 591 x 565 mm (B x H x T) beeindruckt schon mit seinen beachtlichen Maßen. Dazu fällt es aber auch durch sein kantiges und aggressives Design und den wertigen Materialmix auf. ASUS fertigt sowohl die Front als auch beide Seitenteile aus gehärtetem Glas. Dazwischen zeigen sich gebürstetes Aluminium und der aufwendig bestickte, textile Tragegurt. 

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Die Glasfront wird von einem ROG-Logo, einem ROG-Schriftzug und einem Muster geziert. All diese Elemente werden durch A-RGB-LEDs zum Leuchten gebracht. 

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Dass sich über den Deckel zickzackförmig ein Tragegurt zieht, hat bei einem Gehäusegewicht von 18 kg durchaus einen praktischen Nutzen. Damit lässt sich das Gehäuse doch noch passabel transportieren - zumindest über kurze Strecken. ASUS hat den Tragegurt dazu auch so gestaltet, dass er zum auffälligsten Designelement am ohnehin schon auffälligen Gehäuse wird. 

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Auch das I/O-Panel kann sich sehen lassen. Ein zentraler USB-3.1-Gen-2-Typ-C-Port wird von vier USB-Typ-A-Ports (jeweils USB 3.1 Gen 1) eingefasst - und die zeigen sich farblich passend in Rot. Davor können zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon genutzt werden. Power- und Reset-Taste sind genauso nutzbar wie zwei dreieckige Tasten für die Beleuchtungssteuerung und die - allerdings nur zweistufige - Lüftersteuerung. Vor dem I/O-Panel ist die Griffmulde des Frontstaubfilters zu sehen. Damit kann der Staubfilter zur Reinigung einfach nach oben herausgezogen werden. 


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Der Tragegurt wird an beiden Enden von Klettverschlüssen zusammengehalten - darauf sollte man beim Tragen achten. Praktisch ist das vor allem, weil der Gurt so nachgestrafft oder auch entfernt werden kann. Darunter sitzt ein Staubgitter, das sich unter dem Tragegurt nach hinten herausnehmen lässt. Zum Vorschein kommen die optionalen Montageplätze für drei 120- oder zwei 140-mm-Deckellüfter. Auch ein 360- oder 280-mm-Radiator kann unter dem Deckel installiert werden. Zwischen Deckel und Seitenteil bleiben etwa 5,5 cm Abstand. Zumindest schlanke Deckelradiatoren können dadurch sogar ohne Überlappung mit dem Mainboard verbaut werden. 

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Die seitlichen Glasflächen erlauben von beiden Seiten Einblicke. Seitlich stören keinerlei Montageschrauben das Bild. 

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Und ganz generell müssen keine Schrauben gelöst werden, um die Seitenteil abzunehmen. Stattdessen reicht ein Knopfdruck an der Rückseite, und die Seitenteile lösen sich. Dabei wird die Oberkante ein Stück vom Gehäusekorpus abgestoßen, die Glasseitenteile bleiben dann aber leicht geöffnet hängen und können komfortabel abgenommen werden. An der Rückwand sitzt ab Werk ein unbeleuchteter 140-mm-Lüfter. Regulär stehen acht horizontale und zwei vertikale Erweiterunskartenslots zur Verfügung. Wer gleich zwei Grafikkarten vertikal montieren will, kann die mitgelieferte Blende anstelle der horizontalen Slots verbauen. ASUS legt allerdings trotz des recht hohen Gehäusespreises kein Riser-Kabel bei. 

Die Netzteilblende kann gelöst und mit dem Netzteil verschraubt werden. Es ist alternativ aber auch möglich, die Netzteilabdeckung auszubauen und das Netzteil im Gehäuse mit der Blende zu verschrauben. 

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Das ROG Strix Helios steht auf Kunststoff-Standfüßen mit Gummischonern. Dazwischen zeigt sich ein großer Bodenstaubfilter, der sich über die gesamte Gehäuselänge hinzieht. Der Staubfilter kann zur Reinigung einfach nach vorn herausgezogen werden. 


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Etwas ROG-Design darf auch im Innenraum nicht fehlen - unter anderem in Form von ROG-Slogans auf der Netzteilabdeckung. Auffällig ist auch das transparente Sichtfenster direkt vor der Seite des Netzteils. Und auch die Grafikkartenstütz-Lösung fällt auf. Der grundlegende Aufbau des ROG Strix Helios entspricht mit der Zweikammerlösung hingegen einfach aktuellem Standard. 

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Die beiden regulären vertikalen Erweiterungskartenslots sitzen extrem nah vor den horizontalen Slots - und das auch auf gleicher Höhe. Um Erweiterungskarten in den sechs unteren horizontalen Slots montieren zu können, muss die Blende mit den beiden vertikalen Slots deshalb erst ausgebaut werden. Rändelschrauben nutzt ASUS nur für die beiden obersten horizontalen Slots - ansonsten werden die Erweiterungskarten mit einfachen Kreuzschlitzschrauben befestigt. Die Netzteilabdeckung zeigt nach oben zahlreiche Luftschlitze - besonders nützlich ist das für passiv gekühlte Netzteile. 

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Hinter der Front zeigen sich gleich drei 140-mm-Lüfter. Auch bei diesen Lüftern verzichtet ASUS auf eine Beleuchtung. Die Lüfterblende wird direkt im Innenraum ausgebaut. An ihr kann alternativ auch ein 360- und sogar ein 420-mm-Radiator montiert werden. Die Aussparung in der Netzteilabdeckung lässt dafür etwa 6,5 cm Platz. Die mitgelieferte Pumpenhalterung findet auf der Netzteilabdeckung hinter dem Radiator ihren Platz. 

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Ein Glasseitenteil auf der rechten Gehäuseseite wirft die Frage auf, ob dadurch nicht Kabelchaos zu sehen ist. ASUS löst das Problem durch eine stark getönte Kabelabdeckung, die sich über die linke Hälfte des Mainboardtrays zieht. 

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Diese Abdeckung lässt sich nach dem Lösen von zwei gefangenen Schrauben einfach zur Seite aufklappen oder auch ganz herausnehmen. Dahinter kommen der Kabelkanal mit vier Klettverschlüssen und insgesamt vier 2,5-Zoll-Laufwerksträger zum Vorschein. 


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Knapp unter dem Deckel sitzt die Platine für die zweistufige Lüftersteuerung. Die vier vormontierten Lüfter sind bereits angeschlossen, zwei weitere Lüfter mit 3-Pin-Anschluss würden noch Platz finden. 

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Wir hatten es bereits angesprochen - die Abdeckung der Netzteilkammer lässt sich herausnehmen. Die beiden Elemente werden mit wenigen Schrauben gesichert und sind schnell ausgebaut. Darunter kommt nicht nur der Netzteilplatz, sondern auch ein modularer Laufwerkskäfig zum Vorschein. Der Käfig kann je nach Bedarf nach vorn und hinten verschoben oder herausgenommen werden. In ihm können zwei 3,5-Zoll-Laufwerke werkzeuglos und durch Gummiringe entkoppelt montiert werden. Alternativ ist es auch möglich, 2,5-Zoll-Laufwerke mit den Laufwerksschubladen zu verschrauben. 

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Unser Testsystem findet im geräumigen ROG Strix Helios natürlich problemlos Platz. Die GeForce GTX 1080 veranschaulicht gut, wie viel Platz für lange Grafikkarten zur Verfügung steht. Der geräumige Innenraum führt allerdings auch dazu, dass das 8-Pin-EPS-Kabel des genutzten Netzteils zu kurz für ein Verlegen hinter dem Tray ist. Wir haben deshalb eine Verlängerung genutzt. 

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Bevor wir die Netzteilabdeckung wieder montiert haben, haben wir die PCIe-Stromkabel für die Grafikkarte durch die passende Durchführung geschoben. Das Kabelmanagement erfüllt seine Aufgabe insgesamt gut, aufgeräumt wirkende Systeme können im ROG Strix Helios gut umgesetzt werden. 


Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

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Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: AMD Ryzen 5 1600, 6x 3,2 GHz
Prozessor-Kühler: Thermalright True Spirit 120 Direct
Mainboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Arbeitsspeicher: Crucial Ballistix Sport LT Red 16GB Kit (2 x 8GB) DDR4-2666
Festplatte: OCZ Arc 100 SSD 240 GB
Grafikkarte: Gigabyte AORUS GeForce GTX 1080 8G
Betriebssystem: Windows 10

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 20 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximale Prozessortemperatur mit AMDs Ryzen Master-Programm. Gleichzeitig wird die Grafikkarte mit Unigine Superposition ausgelastet. Anders als beim bisher genutzten Furmark bleibt der Boost-Takt in diesem Stresstest konstant. Der CPU-Lüfter wird für die Temperaturmessungen fix mit moderaten 1.000 U/min betrieben, die Grafikkartenlüfter laufen auf 50 Prozent. So schließen wir aus, dass eine automatische Lüftersteuerung Einfluss auf die Messergebnisse nehmen kann.

Aufgrund der effektiven Stromsparmechanismen des Testsystems können wir auf Leerlaufmessungen verzichten.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

CPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

Beurteilung der Temperaturen:

ASUS verbaut zwar gleich vier 140-mm-Lüfter, die Frontgestaltung kann aber am Airflow zweifeln lassen. Unsere Messungen bescheinigen dem Gehäuse aber eine immerhin gute, wenn auch nicht überragende Kühlleistung. Das kleinere und günstigere Corsair 4000D Airflow kühlt mit nur zwei 120-mm-Lüftern etwas effektiver, zeigt dafür aber auch eine perforierte Front. MSIs Gaming-Modell MPG Gungnir 110R wird vom ASUS-Gehäuse bei der Kühlleistung jedenfalls klar ausgestochen. Welche der beiden Regelstufen der Lüftersteuerung man nutzt, hat für die Kühlperformance nur geringe Auswirkungen. 

Lautstärkemessungen:

Für unsere Lautstärkemessungen nutzen wir ein Voltcraft SL-400 Schallpegel-Messgerät, das wir in 20 cm Entfernung vor dem Gehäuse platzieren. CPU- und GPU-Lüfter werden gestoppt, so dass praktisch ganz gezielt die Lautstärke der Gehäuselüfter gemessen wird.

Lautstärke in dB(A)

dB(A)
weniger ist besser

Für die Lautstärke ist es sehr wohl entscheidend, ob man das High- oder Low-Setting der Lüftersteuerung wählt. Bei maximaler Drehzahl werden die Lüfter aufdringlich laut. Die untere Regelstufe hilft deutlich. Die Lüfter sind durchaus hörbar, aber nicht mehr penetrant. Weil die Hardware dabei nur minimal wärmer wird, ist das Low-Setting definitiv empfehlenswerter. Wer es wirklich flüsterleise mag, wird allerdings auch damit nicht glücklich werden. 

Weitere Messungen in der Übersicht:

Höhe Prozessorkühler:

Maximale Höhe CPU-Kühler in cm

cm
Mehr ist besser

Bei einer maximalen Kühlerhöhe von 19 cm kann jeder handelsübliche Tower-Kühler verbaut werden. 

Grafikkartenlänge:

Maximale Grafikkartenlänge in cm

cm
Mehr ist besser

Auch die maximale Grafikkartenlänge ist sehr großzügig und auch für die längsten High-End-Modelle mehr als ausreichend. 

Platz für das Kabelmanagement:

Abstand zwischen Tray und Seitenteil in cm

cm
Mehr ist besser

Wir messen zwischen Tray und Seitenteil einen angemessenen Abstand von etwa 2,5 cm. 

Materialstärke:

Stärke der Seitenteile in mm

mm
Mehr ist besser (unterschiedliche Materialien sind zu berücksichtigen)

Die Stärke der Glasseitenteile ist mit rund 4 mm auf typischem Niveau. 


Das ROG Strix Helios ist sicherlich kein Gehäuse für jeden Nutzer - dafür fällt der Preis zu hoch und vielleicht auch das ROG-Branding etwas zu auffällig aus. Gerade aber ROG-Fans erhalten damit eine adäquate Behausung für ihre ROG-Komponenten - und darüber hinaus ein Gehäuse, das sich doch ganz klar von der Masse abhebt.

Natürlich ist das Design mit der beleuchteten Glasfront, den beiden werkzeuglos montierten Glasseitenteilen, den tiefschwarzen Aluminiumkanten und dem zickzackförmigen Tragegurt einzigartig. Es wird nicht jeden Geschmack treffen, greift aber typische ROG-Themen auf und wirkt in sich durchaus stimmig. ASUS hat - und das mit sehr begrenzter Erfahrung im Gehäuse-Segment - das Gehäuse in vielen Punkten auch funktional überzeugend gestaltet. Der Tragegurt prägt beispielsweise nicht nur die Optik, sondern erleichtert das Handling des massigen Gehäuses doch deutlich. Dass sich die Glasseitenteile auf Knopfdruck lösen, aber nicht gleich abfallen, ist ebenfalls praktisch. Und auch die drei direkt entnehmbaren Staubfilter wurden vorbildlich gelöst. 

Dank seiner stattlichen Maße kann das ROG Strix Helios im Inneren viel Platz für High-End-Hardware bieten - und das Kühlsystem bietet beachtliches Potenzial. Die vier vormontierten 140-mm-Lüfter sorgen trotz geschlossener Front für eine grundsolide Gehäusekühlung. Und bei Bedarf lassen die großen Radiatorenplätze, die teilweise selbst 420-mm-Radiatoren unterstützen und die mitgelieferte Pumpenblende auch die Installation einer leistungsstarken Wasserkühlung zu. 

Auf den ersten Blick gefällt auch, dass sich sowohl die Beleuchtung als auch die Lüfter über Tasten direkt steuern lassen. Allerdings sind zwei Regelstufen für die Lüfter etwas wenig - und auch die niedrigste Stufe lässt die Lüfter immer noch zu laut arbeiten. Wer sein System auch richtig leise nutzen will, wird die Lüfter also auf anderem Weg steuern müssen. Einen Lapsus leistet sich ASUS auch bei den Erweiterungskartenslots. Die Montage von Erweiterungskarten in den unteren sechs horizontalen Slots ist unnötig umständlich. Außerdem ermöglicht ASUS zwar sogar die vertikale Montage von gleich zwei Grafikkarten, legt aber trotz des stattlichen Gehäusepreises kein Riserkabel bei. Wer häufiger Zugang zu Netzteil oder Laufwerkskäfig benötigt, könnte sich schließlich darüber ärgern, dass die entsprechenden Abdeckungen jedes Mal ausgebaut werden wollen. 

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Wer einfach nüchtern mit Blick auf die Spezifikationen ein geräumiges Gehäuse mit großzügigen Kühlmöglichkeiten sucht, hat einige deutlich günstigere Alternativen zur Auswahl. Das Phanteks Enthoo Pro 2 nimmt beispielsweise sogar 480-mm-Radiatoren auf und ist auch im Storage-Bereich deutlich flexibler. Wer mag, kann es sogar als Dual-System-Gehäuse nutzen. Dabei ist dieses Modell über 100 Euro günstiger als das ROG Strix Helios. Als großes Silent-Gehäuse könnte man das ebenfalls extrem flexible Fractal Design Define R7 XL ordern - und auch damit noch rund 80 Euro sparen. 

Wer aber Wert auf den ROG-Look legt, der erhält mit dem ROG Strix Helios insgesamt doch ein optisch einzigartiges und erfreulich stimmiges High-End-Gehäuse mit vielen Stärken. 

Positive Aspekte des ASUS ROG Strix Helios:

Negative Aspekte des ASUS ROG Strix Helios:

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Strix Helios
Nicht verfügbar 279,90 Euro Ab 253,02 EUR