Corsair 4000D Airflow und iCUE 4000X RGB im Doppeltest: Etwas für jeden Geschmack

Veröffentlicht am: von

corsair 4000d logoCorsair 4000D Airflow und iCUE 4000X RGB sind zwei Gehäuse, wie sie unterschiedlicher eigentlich kaum sein könnten. Während das 4000D Airflow mit einer luftigen Front für optimale Kühlung sorgen soll, geht es beim iCUE 4000X RGB mit Glasfront und A-RGB-Lüftern besonders um die Optik. Trotzdem basieren beide Gehäuse auf dem gleichen Grundgerüst. Im Doppeltest finden wir heraus, wie sehr sich die verwandten Midi-Tower in der Praxis voneinander unterscheiden und ob Corsairs neue Mittelklasse insgesamt überzeugen kann. 

Das neue Gehäuse-Trio 4000D, 4000D Airflow und iCUE 4000X RGB durchbricht das bisherige Namensschema von Corsair. Die bisherige Serieneinteilung wird durch eine Vierstellige Produktnummer ersetzt. Ein vorangestelltes iCUE markiert sogenannte iCUE Smart-Gehäuse mit integriertem Controller. Die 4000er-Modelle verkörpern aber auch Corsairs neue Mittelklasse, kosten also um die 100 Euro. Das Basismodell ist das 4000D. Es zeigt sich mit geschlossener Front und einem Glasseitenteil. Wer Wert auf eine Front mit zahlreichen Luftöffnungen legt, der kann zum 4000D Airflow greifen. Das iCUE 4000X RGB ist schließlich der Showstar im Trio und zeigt sich mit Glasfront, drei vormontierten A-RGB-Lüftern und einem iCUE-Controller. Während bei diesem Modell alle Lüfter als Frontlüfter arbeiten, werden die beiden anderen Varianten mit je einem Front- und einem Hecklüfter bestückt. 

Der Innenraum ist bei allen drei Gehäusen weitgehend identisch. Als Besonderheit ist das RapidRoute-Kabelmanagementsystem zu nennen, das schnell für mehr Ordnung sorgen soll. Ansonsten soll der Innenraum typische Gaming-Hardware aufnehmen können, die wahlweise mit Luft oder Wasser gekühlt werden können. 

» zur Galerie

Zwischen 4000D und 4000D Airflow gibt es preislich keinen Unterschied. Für beide nennt Corsair eine UVP von 87,90 Euro. Das iCUE 4000X RGB wird rund 30 Euro teurer und soll 119,90 Euro kosten.

Im ausgepackt & angefasst-Video werfen wir einen ersten Blick auf die beiden Gehäuse:

» zur Galerie

Beim Lieferumfang unterscheiden sich die beiden Varianten nur minimal. Corsair liefert die Gehäuse jeweils mit Anleitung, Montagematerial, überdurchschnittlich vielen Kabelbindern und drei Klettverschlüssen für das Kabelmanagement aus. 4000D und 4000D Airflow erhalten eine andere Anleitung als iCUE 4000X RGB, bei unseren Samples variiert außerdem die Abpackung des Montagematerials leicht. Netzteil-Schrauben fehlen Corsair-typisch bei beiden Gehäusen.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: 
Bezeichnung: Corsair 4000D Airflow Corsair iCUE 4000X RGB
Material: Stahl, gehärtetes Glas, Kunststoff Stahl, gehärtetes Glas, Kunststoff
Maße: 230 x 466 x 453 mm (B x H x T) 230 x 466 x 453 mm (B x H x T)
Formfaktor: Mini-ITX, Micro-ATX, ATX, E-ATX (30,5 cm x 27,7 cm) Mini-ITX, Micro-ATX, ATX, E-ATX (30,5 cm x 27,7 cm)
Laufwerke: 2x 3,5/2,5 Zoll (intern), 2x 2,5 Zoll (intern) 2x 3,5/2,5 Zoll (intern), 2x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 3x 120/2x 140 mm (Front, 1x 120 mm vorinstalliert), 1x 120 mm (Rückwand, vorinstalliert), 2x 120/140 mm (Deckel, optional)
3x 120/2x 140 mm (Front, 3x 120 mm vorinstalliert), 1x 120 mm (Rückwand, optional), 2x 120/140 mm (Deckel, optional)
Radiatoren (maximal laut Hersteller): Front: 360/280 mm, Deckel: 240/280 mm (280 mm mit Low-Profile-RAM), Rückwand: 120 mm Front: 360/280 mm, Deckel: 240/280 mm (280 mm mit Low-Profile-RAM), Rückwand: 120 mm
CPU-Kühlerhöhe (maximal laut Hersteller): 17 cm 17 cm
Grafikkartenlänge (maximal laut Hersteller): 36 cm 36 cm
Gewicht: etwa 7,85 kg etwa 7,85 kg
Preis: 87,90 Euro (UVP) 119,90 Euro (UVP)

» zur Galerie

Die drei 4000er-Modelle teilen sich den gleichen Korpus und haben entsprechend auch die gleichen Maße von 230 x 466 x 453 mm (B x H x T). Äußerlich unterscheiden sie sich vor allem im Frontbereich. Beim einfachen 4000D sitzt im Zentrum eine geschlossene und undurchsichtige Frontplatte. Beim 4000D Airflow (links im Bild) wird sie durch eine stark perforierte Stahlplatte ersetzt. Und das iCUE 4000X RGB (rechts im Bild) zeigt schließlich einen Glaseinsatz. Sowohl beim 4000D als auch beim iCUE 4000X RGB müssen die Frontlüfter Luft durch die seitlichen Luftschlitze ansaugen, beim 4000D Airflow sollten sie hingegen deutlich effektiver arbeiten können. 

» zur Galerie

Die Frontplatten werden unabhängig vom Material einfach angeclipst. Sie können entsprechend einfach abgenommen werden. Dahinter sitzt ein großer Staubfilter, der ebenfalls mit einem Handgriff entnommen werden kann. Bei der Lüfterbestückung unterscheiden sich 4000D Airflow und iCUE 4000X RGB deutlich. Während die Airflow-Variante und das Standard-4000D ausgewogen mit je einem unbeleuchteten 120-mm-Lüfter in Front und Heck bestückt werden, sitzen die drei A-RGB-Lüfter der iCUE-Variante allesamt hinter der Front. Corsair verbaut hier SP RGB ELITE-Lüfter mit je acht einzeln ansprechbaren A-RGB-LEDs.

» zur Galerie

Abseits der Front gibt es zwischen den Gehäusevarianten kaum Unterschiede, aber zum Teil einige interessante Gestaltungsmerkmale. Wer ganz aktuelle Corsair-Produkte wie das iCUE Nexus besitzt, der dürfte bereits registriert haben, dass die Verpackungsfarbe zu einem helleren, intensiven Gelb gewechselt hat. Corsair nutzt diese Farbe bei den Gehäusen als Akzentfarbe. Sowohl der Kunststoffeinsatz des USB-3.0-Ports als auch die praktische Zuglasche am Deckel-Staubgitter zeigen sich in dieser Farbe. Alle Gehäusevarianten werden ohne vormontierte Deckellüfter ausgeliefert, optional finden zwei 120- oder 140-mm-Lüfter Platz. Auch die Montage eines 240- oder 280-mm-Radiators ist möglich. Corsair weist selbst darauf hin, dass für einen 280-mm-Radiator Low-Profile-RAM benötigt wird. Tatsächlich messen wir nur 2,5 cm Abstand zwischen Mainboard und Deckel, ein Deckelradiator bzw. dessen Lüfter werden also zwangsweise mit dem Mainboard überlappen. Neben hohem RAM könnten auch hohe Mainboard-Bauteile wie Kühlkörper zum Problem werden. 

» zur Galerie

Das I/O-Panel kann je einmal USB 3.0 und USB 3.1 Typ-C sowie eine kombinierte Audio-Buchse für Kopfhörer und Mikrofon vorweisen. Die Anschlussbestückung ist also eher sparsam, aber auf der Höhe der Zeit. Die Buchsen werden von einer Power- und der kleineren Reset-Taste eingefasst.


» zur Galerie

Die Gehäuse stehen auf kantig gestalteten Kunststoff-Standfüßen mit Gummischonern. Ein textiler Netzteil-Staubfilter lässt sich zur Reinigung einfach nach hinten herausziehen. 

» zur Galerie

Die Rückwand ist bei den 4000D-Varianten praktisch identisch. Bei 4000D und 4000D Airflow zeigt sich anders als beim iCUE-Modell ein 120-mm-Hecklüfter. Der Lüfter kann in der Höhe verschoben werden, die Nutzung eines 140-mm-Modells ist allerdings nicht möglich. Dafür erlaubt Corsair die vertikale Montage einer Dual-Slot-Grafikkarte sichtbar hinter dem Glasseitenteil. Benötigt wird allerdings noch ein Riserkabel, das nicht zum Lieferumfang gehört. Für die horizontale Montage von Erweiterungskarten gibt es sieben Slots. 

» zur Galerie

Alle Seitenteile werden rückseitig mit gefangenen Rändelschrauben gesichert. Die Rändelschrauben dienen aber tatsächlich mehr der Sicherung als der Montage. Durch eine Kombination von Ösen in Frontnähe und einer Clips-Montage in Rückseitennähe können die Seitenteile prinzipiell auch montiert werden, ohne dass diese Sicherungs-Rändelschrauben benutzt werden. 


» zur Galerie

Auch im Innenraum gibt es zwischen den 4000er-Varianten kaum Unterschiede. Einzig die Controller-Platine des iCUE 4000X RGB fällt hier als Abweichung auf. Corsair nutzt für seine neuen Mittelklasse-Modelle den typischen Zweikammer-Aufbau und versteckt damit Netzteil und HDD-Käfig unter einer Abdeckung. 

» zur Galerie

» zur Galerie

Die Kabeldurchführung seitlich vom Mainboard verdeckt Corsair mit einer Stahlblende. Daran zeigen sich ein Corsair-Schriftzug und ein Quadrat in Signal-Gelb. Diese Blende kann für die Montage von breiteren Mainboards entfernt werden. Sie wird von einer einzelnen Rändelschraube und mehreren Stahlnasen an ihrem Platz gehalten. Die vordere Aussparung in der Netzteil-Abdeckung lässt etwa 6,5 cm Platz für einen 360-mm-Frontradiator und die Radiatorlüfter. 


» zur Galerie

Hinter dem Tray fällt sofort Corsairs neues RapidRoute-Kabelmanagementsystem ins Auge. Es besteht aus drei Kunststoffhalterungen für Klettverschlüsse. Damit soll sich ein Großteil der benötigten Kabel einfach und schnell bündeln lassen. 

» zur Galerie

Der Laufwerkskäfig beherbergt zwei Kunststoff-Schubladen für 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerke. 3,5-Zoll-Festplatten können einfach werkzeuglos montiert werden - eine HDD-Entkopplung hat Corsair aber eingespart. 2,5-Zoll-Laufwerke müssen mit den Schubladen verschraubt werden. Für dieses Laufwerksformat können alternativ auch die beiden Laufwerksträger am Mainboard-Tray genutzt werden. Um die Montage mit Schraubendreher kommt man aber auch bei ihnen nicht herum. 

» zur Galerie

Das Netzteil wird von der Seite aus ins Gehäuse geschoben, auf Moosgummi-Puffern abgelegt und rückseitig verschraubt. Der Laufwerkskäfig ist modular gestaltet. Nach dem Lösen von zwei Rändelschrauben kann er entweder für längere Netzteile mehr in Richtung Front versetzt werden oder auch ganz ausgebaut werden. 

» zur Galerie

Direkt neben dem Kabelkanal sitzt beim iCUE 4000X RGB die iCUE Lighting Node CORE. An der kleinen Platine können bis zu sechs unterstützte Corsair A-RGB-Produkte angeschlossen werden. Zur Stromversorgung wird ein S-ATA-Stromanschluss genutzt. Ein USB-2.0-Pfostenstecker stellt die Verbindung zum Mainboard her. Die Beleuchtungs-Steuerung erfolgt über Corsairs iCUE-Software.

» zur Galerie

Das RapidRoute-Kabelmanagementsystem ist zwar keine revolutionäre Neuerung, es kann seinen Zweck aber offensichtlich gut erfüllen. Die meisten Kabel lassen sich im Kabelkanal verlegen und mit den drei Klettverschlüssen unkompliziert bündeln. Mit geringem Mehraufwand kann so für Ordnung gesorgt werden. 

» zur Galerie

Auch in der Mainboardkammer lässt sich gut ein aufgeräumt wirkendes System verwirklichen. Die Montage des Testsystems war völlig unkompliziert. 


Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

» zur Galerie

Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: AMD Ryzen 5 1600, 6x 3,2 GHz
Prozessor-Kühler: Thermalright True Spirit 120 Direct
Mainboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Arbeitsspeicher: Crucial Ballistix Sport LT Red 16GB Kit (2 x 8GB) DDR4-2666
Festplatte: OCZ Arc 100 SSD 240 GB
Grafikkarte: Gigabyte AORUS GeForce GTX 1080 8G
Betriebssystem: Windows 10

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 20 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximale Prozessortemperatur mit AMDs Ryzen Master-Programm. Gleichzeitig wird die Grafikkarte mit Unigine Superposition ausgelastet. Anders als beim bisher genutzten Furmark bleibt der Boost-Takt in diesem Stresstest konstant. Der CPU-Lüfter wird für die Temperaturmessungen fix mit moderaten 1.000 U/min betrieben, die Grafikkartenlüfter laufen auf 50 Prozent. So schließen wir aus, dass eine automatische Lüftersteuerung Einfluss auf die Messergebnisse nehmen kann.

Aufgrund der effektiven Stromsparmechanismen des Testsystems können wir auf Leerlaufmessungen verzichten.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

CPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

Beurteilung der Temperaturen:

Das 4000D Airflow hat zwar einen Lüfter weniger als die iCUE-Variante, kühlt dank der luftigen Front und der sinnvolleren Lüfteranordnung aber trotzdem deutlich besser. Das gilt vor allem für den Betrieb mit maximaler Drehzahl. Bei reduzierter Drehzahl von 700 U/min verringern sich die Differenzen etwas, das 4000D Airflow kühlt aber weiterhin besser.

Lautstärkemessungen:

Für unsere Lautstärkemessungen nutzen wir ein Voltcraft SL-400 Schallpegel-Messgerät, das wir in 20 cm Entfernung vor dem Gehäuse platzieren. CPU- und GPU-Lüfter werden gestoppt, so dass praktisch ganz gezielt die Lautstärke der Gehäuselüfter gemessen wird.

Lautstärke in dB(A)

36.5 XX


dB(A)
weniger ist besser

Die Gehäuselüfter arbeiten mit einer moderaten Maximaldrehzahl und werden deshalb nie extrem laut. Bei maximaler Drehzahl messen wir beim iCUE 4000X RGB frontal allerdings einen etwas höheren Schallpegel als beim 4000D Airflow. Bei auf 700 U/min reduzierter Lüfterdrehzahl wird die 30-dB(A)-Schwelle und damit auch der Messbereich des Messgeräts unterschritten, beide Gehäuse erlauben einen flüsterleisen Betrieb.

Weitere Messungen in der Übersicht:

Höhe Prozessorkühler:

Maximale Höhe CPU-Kühler in cm

cm
Mehr ist besser

Wir messen eine maximale CPU-Kühlerhöhe von guten 17,5 cm.

Grafikkartenlänge:

Maximale Grafikkartenlänge in cm

61.5 XX


44 XX


36 XX


32 XX


cm
Mehr ist besser

Lange High-End-Grafikkarten finden in beiden Gehäusen problemlos Platz. 

Platz für das Kabelmanagement:

Abstand zwischen Tray und Seitenteil in cm

cm
Mehr ist besser

Zwischen Tray und Seitenteil bleiben etwa 2,4 cm Abstand.

Materialstärke:

Stärke der Seitenteile in mm

mm
Mehr ist besser (unterschiedliche Materialien sind zu berücksichtigen)

Die Materialstärken sind typisch für diese Preisklasse.


Corsairs neue Mittelklasse ist breit aufgestellt - das besonders der Vergleich zwischen 4000D Airflow und iCUE 4000X RGB. Obwohl beide Modelle sich ein Grundgerüst teilen, zeigen sie doch zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Das dezente 4000D Airflow zeigt mit seiner durchlöcherten Front sicher nicht das harmonischste Design, funktional hat es aber klar die Nase vorn. Es sorgt für deutlich kühlere Temperaturen als das iCUE 4000X RGB - und das mit einem Lüfter weniger. 

Die drei bunt beleuchteten Frontlüfter des iCUE 4000X RGB sind hingegen ein Hingucker - zumal sie durch die Glasfront des Modells gut zu Geltung kommen. Dank der vormontierten Lighting Node CORE können nicht nur die LEDs der mitgelieferten Lüfter, sondern auch die Beleuchtung von drei weiteren geeigneten Corsair-Lüftern über iCUE gesteuert werden. Eine alternative Steuerung per Taste am Gehäuse oder per Fernbedienung ist hingegen nicht vorgesehen. Auf eine Lüftersteuerung verzichtet Corsair bei beiden Modellen. Über das Mainboard des Testsystems konnten wir aber sowohl die 3-Pin-Lüfter des 4000D Airflow als auch die PWM-Lüfter des iCUE 4000X RGB probelemlos steuern und die Lüfter auch angenehm leise betreiben. Alternativ unterstützen die 4000er-Modelle auch einen 360/280-mm-Frontradiator und einen 240/280-mm-Deckelradiator. Allerdings überlappt der Deckelradiator mit dem Mainboard, besonders für einen 280-mm-Radiator darf es deshalb keine hohen Mainbord-Bauteile bzw. RAM-Heatspreader geben. 

» zur Galerie

Corsair hat die neue Mittelklasse-Generation in diversen Bereichen deutlich modernisiert. Positiv fallen vor allem USB 3.1 Typ-C und das unkomplizierte Handling von Seitenteilen und Front auf. Die Glasseitenteile wirken auch optisch deutlich moderner, denn seitlich sind keine Rändelschrauben/-muttern mehr sichtbar. Ein aufgewertetes und überzeugendes Kabelmanagement, einfach zu entnehmende Staubfilter und ein modularer HDD-Käfig mit verschiedenen Montagepositionen werden ebenfalls geboten. Wer noch 3,5-Zoll-HDDs nutzt, könnte allerdings eine Festplattenentkopplung vermissen. 

Die wird hingegen beispielsweise vom be quiet! Pure Base 500DX geboten. Das Airflow-Modell von be quiet! kombiniert eine Mesh-Front mit Leuchtstreifen und wird anders als Corsairs 4000er-Modelle gleich mit 140-mm-Lüftern ausgeliefert. E-ATX-Unterstützung wird allerdings nicht geboten und die Montage von Glasseitenteil und Front ist bei Corsair fortschrittlicher und nutzerfreundlicher. Wer im Preisbereich um die 100 Euro lieber zu einem Silent-Gehäuse greift, der könnte alternativ auch über ein Fractal Design Define 7 Compact nachdenken. Schaut man nur auf die UVPs, sind zumindest 4000D und 4000D Airflow etwas günstiger als die Alternativen von be quiet! und Fractal Design. Allerdings sind sowohl Pure Base 500DX als auch Define 7 Compact seit Verkaufsstart etwas im Preis gefallen - wie sich die Marktpreise der Corsair 4000er-Gehäuse entwickeln werden, bleibt noch abzuwarten.  

Insgesamt kann Corsair mit der neuen 4000er-Serie nicht nur grunderneuerte und überzeugende Mittelklasse-Modelle anbieten, sondern stellt dem Käufer auch gleich drei unterschiedliche Varianten zur Auswahl. Bei den getesteten Varianten ist die Aufgabenverteilung klar: Das iCUE 4000X RGB macht optisch mehr her, das 4000D Airflow kühlt hingegen deutlich besser. Auch der günstigere Preis wird Vernunftkäufer ansprechen. Damit verdient sich das insgesamt etwas ausgewogenere Modell unseren Preis-Leistungs-Award.


Positive Aspekte des Corsair 4000D Airflow:

Negative Aspekte des Corsair 4000D Airflow:

Positive Aspekte des Corsair iCUE 4000X RGB:


Negative Aspekte des Corsair iCUE 4000X RGB: