Enermax Blue Viper CS-718-S

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Nach langer Zeit haben wir uns heute wieder einmal ein Enermax Gehäuse, das Enermax Blue Viper CS-718-S angesehen. Das S steht hierbei für Silber, es gibt noch eine schwarze Variante (CS-718-B), sowie eine schwarz/silberne (CS-718-BS) Version. Bekannt geworden sind die Taiwaner mit Ihren Netzteilen, aber seit einigen Jahren gehören auch Peripherieteile, wie Lüfter, Multifunktionspanel, Gehäuse oder externe Festplattengehäuse zum festen Sortiment und haben sich bei den Käufern etabliert. Das Blue Viper setzt auf ein patentiertes Kühlsystem, welches den Luftstrom im Gehäuse ziemlich fest vordefiniert und das wir bereits bei Tests anderer Hersteller schon des öfteren gesehen haben. Weiterhin wurde das Blue Viper auch gleich noch mit einem 460 Watt Netzteil aus eigenem Haus ausgestattet.

Beim Blue Viper hat Enermax weitgehend auf Modding Features verzichtet. Ein Seitenteil mit Fenster wird man nicht vorfinden, allerdings sollte das nach einem Blick auf die Homepage des Herstellers sicherlich nicht mehr allzulang auf sich warten lassen. Dort sind bereits Bilder des Blue Viper mit einem Mesh-Seitenteil zu sehen. Die Moddingfreunde können sich also vorerst lediglich an den zwei, mit blauen LEDs beleuchteten, 120mm-Lüftern erfreuen. Aber dafür wartet die blaue Schlange mit anderen Werten auf. Bereits vorinstalliert ist ein 450 Watt ATX-Netzteil der FMA Serie, welches allein schon mit rund 60,- bis 70,- Euro im Einzelkauf zu Buche schlägt. Die Aluminiumfront mit dem Mesh-Gitter und der integrierten Lüftersteuerung wirkt dezent und stilvoll. Als weiteres Feature kommt das Blue Viper mit einem LCD-Display, welches die Temperaturen eines analogen Sensors, der im Inneren angebracht wird, sowie die Lüfterdrehzahlen ausgibt.

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Bevor wir uns mit den inneren und äußeren Details, sowie dem Einbau und den Temperaturmessungen befassen, werfen wir wie immer erst einmal einen Blick auf die generellen Features und den Lieferumfang.

Der Lieferumfang des Blue Viper besteht neben dem bereits erwähnten 460 Watt Netzteil mit zugehörigem Kaltgerätekabel aus folgenden Utensilien:

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Die abschliessbare Frontblende des Blue Viper besteht aus einem gebürsteten Aluminiumrahmen, in den ein Mesh-Gitter integriert ist. Die einzelnen Blenden lassen sich abschrauben, damit man die optischen Laufwerke von vorn einschieben kann. Mit den beigefarbigen Laufwerken zerstört man leider die schicke Optik, hier würden wir Aluminiumblenden empfehlen, welche es im Zubehörhandel gibt.

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Hier haben wir eines der Features der Front, vier USB 2.0 Ports, einem Firewire Anschluss sowie Audio-in und Audio-out Anschluss, beide farblich getrennt. Oberhalb davon befindet sich ein programierbares LCD-Display, welches neben den Lüfterdrehzahlen auch die Temperatur anzeigt. Rechts neben dem Display befindet sich der Power Schalter, der leider bei unserem Modell ein wenig wackelig ausgefallen ist. Links aussen findet man den Reset Schalter.

Für das LCD Display hat sich das Enermax Designteam einen sehr ergonomischen Einbauplatz ausgesucht. Da es schräg in der Front eingelassen wurde, hat man auch wenn der Tower neben dem Schreibtisch steht einen sehr guten Blick aufs Display, was im Klartext heisst, dass wir noch gut aus fast einem Meter Entfernung problemlos die Temperatur und die Lüfterdrehzahl ablesen konnten, wenn der Tower neben dem Schreibtisch stand. Die kleinen Druckknöpfe links neben dem Display sind für ein Umschalten von Fahrenheit auf Celsius zuständig, sowie zur Programmierung einer Alarmtemperatur. Wenn der Temperaturfühler die voreingestellte Temperatur erreicht, ertönt ein ziemlich penetrant nervender Signalton.Genauso muss es aber auch sein, ein Alarmton soll schließlich hörbar sein.

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Kommen wir zu einem weiteren Feature der Front. Unter den zwei externen 3,5" Zoll Einbauchschächten finden wir einen, mit ca. 60mm, grosszügig dimensionierten Drehregler, der die Drehzal von bis zu vier Lüftern regulieren kann. Die beiden vorinstallierten 120mm Lüfter werden hier in einem Bereich von ca. 500 Umdrehungen, wobei sie relativ leise sind bis hin zu ca. 1.400 Umdrehungen geregelt, was dann doch recht laut ist. Wer also auf Silent Wert legt, sollte hier ein paar andere Lüfter verwenden. Der Drehknopf selber ist geriffelt und somit sehr griffig.

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Im nächsten Bild sieht man den Schließmechanismus für die Fronttür

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Öffnet man nun die Fronttür hat man hat man freien Blick auf die dahinter befindlichen Laufwerkseinschübe. Um die Laufwerke einzusetzten, müssen erst die Bleche herausgebrochen werden. Auf den Blenden eingestanzt sind zwei Bilder, die verdeutlichen sollen, das man hierfür lieber einen Schraubendreher benutzen sollte, um Verletzungen zu vermeiden, die man sich sonst an den Sollbruchstellen zufügen kann.

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Hier im Bild sieht man schön die im übrigen sehr stabilen, abschraubbaren Blenden, sowie links im Bild einen längs über die gesamte Blende geklebten Magnetstreifen, der die Tür beim schliessen sicher hält.

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Unter den beiden externen 3,5"-Einbauschächten finden wir Platz für einen 80mm-Lüfter, der nicht zum Lieferumfang gehört, direkt darunter sitzt der vorinstallierte mit blauen LEDs beleuchtete 120mm-Lüfter. Das recht grosse Lüftergitter gewährleistet eine ausreichende Kühlung. Was wir hier schmerzlich vermissen und gerade aufgrund des Tunnelsystems für dringend nötig halten ist ein Staubfilter. Warum gerade bei dem Tunnelsystem ein Staubfilter Pflicht sein sollte, darauf kommen wir später, wenn wir uns dem Tunnelsystem widmen.

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Hier nun der Drehknopf der Lüftersteuerung, simpel aber funktionell, ein Plastiknopf auf einem Potentiometer.

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Auf der nächsten Seite sehen wir uns dann den Rest der äußeren Details an.


Die beiden Seitenteil bieten nur Standardkost. Fenster, die einen Einblick auf die verbaute Hardware gestatten sind nicht vorhanden. Aber wie in der Einleitung bereits erwähnt, gibt es auf der Homepage von Enermax bereits ein Modell mit einer Seitentür aus Mesh-Gitter.

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Interessant wird es hingegen wieder auf der Rückseite. Hier finden wir die ersten Unterschiede zu einem Standardcase. Oben das vorinstallierte Temperaturgeregelte 460 Watt Netzteil mit verstellbarer Blende, die seperat angeschraubt wird und darunter der umgestaltete Bereich. Ganz unten sehen wir einen 120mm-Lüfter, das ATX-Mainboard wird über Kopf eingebaut, deshalb sind die PCI-Steckplätze "oben" zu finden und die ATX-Blende ganz unten neben dem Lüfter. Weitere Luftauslässe befinden sich auf der linken Seite. Damit ist auch klar : Wenn das Gehäuse links geöffnet wird, sieht man nur die Rückseite des Mainboard-Trays. Zum Bestücken des Gehäuses muß also die rechte Seite geöffnet werden.

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Das Öffnen der Seitenteile geht schraubenlos vor sich, die Plastikclips müssen lediglich entgegengesetzt der Pfeilrichtung gedrückt werden und damit kann man die Seitenteil dann abnehmen. Nicht wundern, dies ist teilweise recht schwer, sodas man im ersten Moment denkt, die Tür ist vielleicht abgeschlossen. Bei unserem Modell war beim ersten Öffnen erheblicher Kraftaufwand nötig, um die Seitenteile zu entfernen. Einmal geöffnet gehts beim nächsten mal ein wenig leichter.

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Hier die, wenn der nötige Platz fehlt, einklappbaren Füße, die einen sicheren Stand gewährleisten.

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Kommen wir nun zu den inneren Features.


Oben links sieht man zunächst die 5 1/4-Zoll Einschübe. Wie wir schon aus vorangegangenen Reviews wissen, werden diese mit einem Schienensystem bestückt. Rechts daneben sitzt das 460 Watt Netzteil. Da es einen internen Lüfter besitzt, saugt dieser die Luft aus dem Bereich darunter. Hier werden die Festplatten hochkant stehend eingebaut.

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Hier sieht man nun den Tunnel im Detail. Durch ihn wird die Luft auf einem fest vordefinierten Weg ohne grosse Verwirbelungen direkt am CPU-Kühler, der sich darin befindet, vorbeigeführt. An der Frontseite und hinten befindet sich hierzu ein 120mm-Lüfter der für die nötige Luftzufuhr sorgt. Beide Lüfter sind mit blau leuchtenden LEDs bestückt, sodass man auch im dunkeln einen optischen Anreiz hat. Dieses Tunnelsystem ist auch der Grund, warum wir einen Staubschutzfilter hier für dringend notwendig halten. Durch die grosszügigen Lüftungsöffnungen an der Front wird nämlich nicht nur jede Menge Luft geschaufelt und anders wie in Systeme ohne ein solches, wenn auch sehr gutes Tunnelsystem, wird der ebenfalls angesaugte Staub nicht im Gehäuse verwirbelt sondern direkt auf den Kühler geleitet, der über kurz oder lang mit Sicherheit ziemlich schnell zusitzt, sodass hier regelmässige Reinigung bzw. Kontrolle Pflicht ist.

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Hier der vordere 120mm-Lüfter und darüber ein Käfig in dem man optional einen 80mm-Lüfter einclipsen kann. Durch das Tunnelsystem kommt es kaum zu weiteren Luftbewegungen im Gehäuse, sodas man diese Option auch nutzen sollte. Der 80mm-Lüfter leitet den Luftstrom über die Grafikkarte hinweg und die aufgewärmte Luft steigt nach oben, wo sie zwischen den Festplatten hindurch über den Netzteil Lüfter nach aussen geleitet wird.

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Hinter dem 120mm-Lüfter, das Herzstück der Lüftersteuerung. Hier werden bis zu vier Lüfter angeschlossen

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Dank des mittlerweile etablierten Schienensystems, auf welches kaum noch ein Hersteller verzichtet - der eine mit Plastik, der andere wie Enermax mit Metalschienen - ist es sehr einfach das Gehäuse mit 5,25"-Laufwerken zu bestücken.

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Das Netzteil liegt auf Gummifüssen auf, damit es keine Vibrationen an das Gehäuse übertragen kann. Der Rahmen zur Aussenwand kann gedreht werden, wenn man ein älteres Netzteil besitzt, welches den Lüfter auf der "falschen" Seite besitzt. Hier ist dies aber unwahrscheinlich, da ja ein Netzteil mitgeliefert wird. Im Laufwerkskäfig sieht man hier das Kabel für den Chassis-Intrusion-Anschluß, der signalisiert, ob das Gehäuse geschlossen oder offen ist. Allerdings muß dies vom Mainboard unterstützt werden.

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Unterhalb der Laufwerke sieht man den Clipmechanismus zur Befestigung der Steckkarten. Der Verschluss wird einfach nach unten gedrückt und die Karte ist somit arretiert. Probleme gibt es hier mit Karten, die über zwei Slots gehen (z.B. GeForce 6800 Ultra, X850XT Platinum Edition), denn hier ist die Plastik-Abtrennung zwischen den einzelnen Slots im Wege.

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Darunter ist einer der zwei 120-mm-Lüfter angebracht. Er sorgt für das Abführen warmer Luft aus dem Gehäuseinneren und wird wie der vordere Lüfter über die Lüftersteuerung je nach Einstellung mit ca. 500 bis 1.400 Umdrehungen geregelt.

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Hier die fertig vorkonfektionierten Anschlüsse. Die Firewire- und USB-Anschlußleiste sind schon von vornerein in die "richtige" Anschlußbestückung gebracht - was einen hohen Komfort mit sich bringt, gestaltet sich doch der Anschluss mit einzelnen Steckern meist zum Geduldspiel, bei dem Fingerspitzengefühl gefragt ist. Die Sound-Anschlüssen sind einzeln aufgeteilt pro Leitung, da hier kein einheitlicher Standard existiert.

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Das Innenleben des Enermax konnte überzeugen. Alle Kanten mit denen man beim Einbau direkten Kontakt hat, waren sauber umgefalzt. Kommen wir nun zum Stromlieferanten, dem vorinstallierten Netzteil aus eigenem Haus.


Neben dem Gehäuse sowie Einbaumaterial legt Enermax dem Blue Viper auch ein 450 Watt starkes Netzteil aus der eigenen Produktreihe bei. Es handelt sich dabei präzise gesagt um das Enermax EG465AX-VE(G)(24P) 450W-Netzteil, ein ATX 12V 1.3 welches auch PCI-Express Grafik unterstützt.

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Hier erst einmal die Eckdaten des Netzteil:

Das Netzteil macht insgesamt einen recht ordentlichen Eindruck. Die beiden Lüfter lassen sich über ein Poti in der Drehzahl zwischen 1.000 und 3.000 Umdrehungen pro Minute regeln. Das Lüftergeräusch ist hierbei bei niedrigster Drehzahl recht angenehm.

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Die Anordnung der Kabel die das Netzteil zur Stromversorgung verlassen ist sehr ordentlich gemacht worden. ATX-20 Pol Stromversorgung und 4-Pol ATX Zusatzspannung sind mit einem Flexschlauch überzogen als ein Strang, einen weiteren Strang bildet die Stromversorgung für die Laufwerke. Hier stehen einem zwei Serial ATA, sieben 4-PIN-Molex und zwei Floppy Anschlüsse zur Verfügung. Der letzte Kabelstrang schließlich umfasst das 4-Pol Cpu- und das 6-Pol Pci-E Strom-Kabel und das Tachosignal. Ein Ferritkern schützt gegen EMI Störeinflüsse. Die Kabellängen sind für das Blue Viper ausreichend dimensioniert worden.

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Auf der nächsten Seite nun wie immer unsere obligatorischen Inbetriebnahme mit Temperaturmessungen gefolgt vom Fazit.


Kommen wir nun zum Einbau und den daraus resultierenden Temperaturmessungen. Für unsere Temperaturmessungen testen wir die Gehäuse lediglich im Auslieferungszustand. Extra Lüfter verwenden wir nur, wenn diese mit zum Lieferumfang gehören. Das heißt in diesem Fall zwei 120mm-Lüfter, einer in der Front und einer an der Rückseite.

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Hier erst mal das von uns verwendetet Testsystem:

Für unsere Temperaturmessungen verwendeten wir den T-Balancer von mCubed. Wie er funktioniert, brauchen wir sicherlich nicht mehr näher erläutern, da wir ihn schon hier im Review hatten. Wir verwenden mehrere Messpunkte, die wir als Legende aufführen möchten, da sie auch in zukünftigen Reviews Verwendung finden werden:

Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde damit sich der Rechner im idle Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche wie folgt aussahen:

Idle Temperaturen:

Dann starteten wir CPUBurn und ließen es eine halbe Stunde laufen um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

Temperaturen unter Last:

Wie nicht anders zu erwarten gehört das Enermax Blue Viper dank des Tunnelsystems angeht zu den Gehäusen mit Spitzen-Temperaturwerten. In allen Bereichen erreichen wir sehr gute Ergebnisse. Kommen wir auf der letzten Seite zum Fazit.


Abschließend unser Fazit und Impressionen der Beleuchtung im Dunkeln. Da nur das LCD-Display sowie die beiden 120mm-Lüfter beleuchtet sind kann man hier keine Lichtshow erwarten, aber gerade blau wirkt immer wieder schick im Dunkeln.

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Das Enermax Blue Viper überzeugt uns in fast allen Punkten: Die schicke Aluminiumfront mit dem Mesh-Gitter, die Möglichkeit bis zu vier externe 5,25"-Laufwerke und bis zu acht 3,5"-Laufwerke einzubauen, was reichlich Platz zum aufrüsten lässt, sowie das LCD Display, dass die Temperaturen des analogen Sensors und die Lüfterdrehzahlen angibt. Mit dem Tunnelsystem und den daraus resultierenden Temperaturwerten kann man auch leistungsstärkere Systeme problemlos im Enermax einsetzen. An der Lautstärke hingegen muss noch gearbeitet werden. Bei knapp 500 Umdrehungen sind die Lüfter hörbar, aber nicht störend, bei der Höchstdrehzahl von 1500 Umdrehungen sieht die Sache schon wieder anders aus. Hier machen sich die Lüfter unangenehm bemerkbar. Auch vermissen wir einen Staubfilter, denn gerade mit dem Tunnelsystem ist davon auszugehen, das der CPU Lüfter auf Dauer sehr schnell eingestaubt ist. Sollten also über kurz oder lang die Temperaturen arg nach oben schnellen, sollte man einen Blick ins Innere werfen und prüfen, ob eine Reinigung nötig ist. Fassen wir kurz die wesentlichen Punkte zusammen.

Positive Punkte des Enermax Blue Viper CS-718-S:

Negative Punkte Enermax Blue Viper CS-718-S:

Wenn man sich jetzt noch den Preis anschaut, das Blue Viper CS-718-S wird mit einem Preis von ca. 160,- Euro bei Preisvergleichen als lieferbar bewertet, kann man nicht anders als einen Award zu verleihen. Erinnern wir uns, der Wettbewerb, namentlich seien hier speziell das Silverstone TemJin SST-TJ06 oder das Avance Airliner AVC001 SL genannt, können nicht mit dem Lieferumfang aufwarten, wobei das Silverstone TemJin im Gegensatz zum Avance Airliner schon über zwei 120mm-Lüfter verfügt und knapp die 140,- Euro Marke verfehlt. Hier kommt das Enermax für nur rund 20,- Euro mehr zusätzlich mit einem LCD-Display sowie einem 450 Watt Netzteil, welches allein schon mit ca. 60,- Euro zu Buche schlägt, wenn man es einzeln kaufen müsst. Daher hat sich das Enermax Blue Viper den Liquidluxx Award redlich verdient.

An dieser Stelle möchten wir uns noch bei Enermax bedanken, das sie uns das Blue Viper zum Testen zur Verfügung gestellt haben.

Weitere Reviews finden Sie in unserer weltweite Artikel beinhaltenden Testdatenbank.

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