NZXT LeXa

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Dass Computer-Gehäuse nicht mehr langweilig aussehen müssen, ist in der Zwischenzeit nichts besonderes mehr. Man kann die meist kubischen Gehäuse in allen erdenklichen Farben und dazu noch mit Leuchtverzierung oder ohne kaufen. Da fällt es für einen Gehäuse-Hersteller schwer, ein neues Gehäuse zu pärsentieren, das sich deutlich von der Konkurrenz unterscheidet. Beliebt bei den Herstellern ist in letzter Zeit besonders das Material Alumnium, denn es ermöglicht leichte, stabile Gehäuse, was besonders denjenigen entgegen kommt, die des Öfteren auf eine Lan-Party gehen.

Die noch recht unbekannte Firma NZXT hat mit dem Midi-Tower LeXa ein interessantes neues Gehäuse im Portfolio, dass durch ein besonders leichts Gewicht und noch mehr durch eine eigenwillige Optik auf sich aufmerksam machen möchte, denn sowohl die Front, als auch die Rückseite sind von oben nach unten konvex geschwungen. Als besondere Dreingabe befindet sich im Lieferumfang des LeXa auch noch ein Tragesystem, dass das Gehäuse besonders für Lan-Party-Gänger interessant machen soll.

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Wer auf der Suche nach einem Gehäuse ist, das sich deutlich von der Konkurrenz absetzt, aus Alu ist und noch einen interessanten Funktionsumfang besitzt, der scheint bei NZXT an der richtigen Adresse zu sein. Aber ob das Gehäuse die hohen Erwartungen auch erfüllen kann?

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Das LeXa-Gehäse kommt in einer sehr großen, schick bedruckten Verpackung daher. Die Abbildung vermittelt den Eindruck, dass die Front des Gehäuses aus gebürstetem Aluminium ist.

Hier die Eckdaten in einer übersichtlichen Tabelle:

Nun aber ein Blick auf das mitgelieferte Zubehör:

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Wie man sieht besitzt das NZXT-Gehäuse einen umfangreichen Lieferumfang. Hier könnten sich manche Hersteller eine Scheibe von abschneiden.Unser erster Eindruck ist auf jeden Fall positiv, hoffen wir, dass sich dieser fortsetzt, wenn wir uns auf der nächsten Seite mit dem äußeren Erscheinungsbild des Gehäuses befassen.


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Wie eingangs erwähnt, besitzt das NZXT LeXa-Gehäuse eine besondere Front, denn diese ist konvex von oben nach unten geschwungen. Kurz nach dem Auspacken stellt sich aber schon die erste große Entäuschung ein, denn die Front des Alu-Gehäuses ist nicht wie erwartet aus gebürstetem Alumunium, sondern aus Plastik, das mit einer Folie in Alu-Optik beklebt wurde. Zu einem Preis von run 150,- Euro hätte man hier ruhig ein wenig mehr erwarten dürfen. Davon einmal abgesehen macht das Gehäuse aber einen sehr guten ersten Eindruck. Auffällig ist das in die linke Seitenwand integrierte Fenster, dass einen blau leuchtenden 120mm-Lüfter beheimatet.

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Ungewöhnlich ist der Powerswitch des LeXa platziert, denn er befindet sich nicht, wie dies bei Gehäusen oft üblich ist, in der Mitte der Front, sondern am oberen Rand. Direkt daneben befindet sich ein Display, dass die Temperaturwerte von drei Sensoren wiedergibt, die man frei im Inneren des Gehäuses platzieren kann. So hat man die Temperaturwerte immer im Blick.

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Im Dunklen leuchtet das Display blau, was ein netter optischer Effekt ist und gut zur blauen Innenraumbeleuchtung der Lüfter passt.

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Ein weiteren optischen Akzent setzt das blaue Ausrufezeichen auf der Front des Gehäuses, es leuchtet, sobald man den PC einschaltet. Der Punkt des Ausrufezeichens ist gleichzeitigt die HDD-Status-LED.

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Hinter der Klappe, die leider aus Plastik ist, findet man genügend Platz, um zwei 3,5-Zoll-Laufwerke und vier 5,25-Zoll-Laufwerke unterzubringen. In Anbetracht der Größe des Gehäuses ist dies ein beachtlicher Wert. Praktisch ist, dass die Klappe des Gehäuses magnetisch schließt, so wackelt sie nicht lose herum und ein Schließmechanismuss verschandelt nicht die Optik.

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Um ein komfortables Einbauen zu ermöglichen, werden bei unserem NZXT-Gehäuse alle Laufwerke praktisch mit Schienen befestigt. So ist eine komplett schraubenlose Montage aller Laufwerke, sogar des Diskettenlaufwerks möglich. Hier hat sich der Hersteller ein Lob verdient. Neben den 3,5-Zoll-Schächten befindet sich der Rest-Schalter des Gehäuses.

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In der Front befindet sich ein 120-mm-Lüfter, der der für eine gute Belüftung im Inneren sorgen soll. Der Lüfter wir über Lüftungsschlitze, die an der linke Seite weit unten platziert sind, so wie eine große Öffnung im Fuß mit Frischluft versorgt.

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Auf der rechten unteren Seite des Gehäuses befinden sich ein Firewire, ein Audio-Eingang, ein Audio-Ausgang so wie zwei USB-Anschlüsse. Diese können über entsprechende Anschlüsse direkt an das Motherboard anschlossen werden. Steht der Rechner auf dem Boden, sind sie ein wenig zu tief platziert, um bequem erreichbar zu sein. Praktischer wäre da eine Platzierung auf dem Gehäuse-Deckel gewesen.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit dem äüßeren Erscheinungsbild des Gehäuses.


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Im Deckel des Gehäuses hat NZXT einen weiteren Lüfter installiert. Der 80mm durchmessende Lüfter soll die warme Luft nach oben aus dem Gehäuse herausziehen.

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Im linken Seitenteil befindet sich ein großes Plexiglasfenster, dass einen 120mm Lüfter beherrbergt, der den Innenraum mit weiterer Frischluft versorgen soll.

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Die Seitentür lässt sich mit einem Griff öffnen, den groß das Logo des Herstellers ziehrt. Möglich ist das allerdings nur, wenn man vorher zwei Schrauben entfernt, die die geschwungene Rückverkleidung des Gehäuses halten. Enfernt man die Schrauben, hält die Tür trotzdem problemlos, und solange man nicht versucht das Gehäuse samt Inhalt an der Heck-Verkleidung zu heben, bekommt man auch dort keine Probleme. Besonders für den Transport sollte man das Gehäuse dann aus Sicherheitsgründen doch verschließen.

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Ungwöhnlich sieht die Rückseite des Gehäuses aus. Damit die charakteristische „Klammer-Auf-Klammer-Zu“-Form zustande kommt, besitzt das Gehäuse einfach eine Verkleidung, die die Optik fortsetzt, sonst aber keinen speziellen Sinn erfüllt.

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Am oberen Ende der Rückseite wird das Netzteil montiert, wie es bei normalen ATX-Gehäuse üblich ist. Vorteil dieser Anordnung ist, dass man mit Sicherkeit keine Probleme mit zu kurzen Kabeln bekommt.

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Auf der Rückseite befindet sich die Öffnung für den intern verbauten 120-mm-Lüfter. Das Lüftergitter ist dabei fest ins Gehäuse integriert und lässt sich nicht herausnehmen.

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Unscheinbar ist das rechte Seitenteil des Gehäuses. Es ist komplett aus Aluminium gefertigt und macht einen robusten Eindruck. Um es zu entfernen muss man zwei Schrauben lösen.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit dem Innenleben des Gehäuses.


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Auf den ersten Blick wirkt das Innenleben des Gehäuses aufgeräumt und unterscheidet sich nicht zu sehr von anderen Miditowern.

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Der Rahmen für die 5,25-Zoll-Laufwerke ist massiv gefertigt und macht einen sehr robusten Eindruck, das Gleiche gilt auch für die zwei externen 3,5-Zoll-Schächte. Hier kann das Gehäuse den negativen Eindruck der Plastikklappe ein wenig revidieren.

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Unter den externen Schächten befindet sich der Halterahmen für insgesamt fünf Festplatten. Dieser ist, wie heutzutage üblich um 90° gedreht, so dass man die Festplatten schnell und komfortabel installieren kann. Das Schienen-Befestigungssystem funtkioniert dabei einwandfrei. Durch den in der Front integrierten 120-mm-Lüfter ist es kein Problem, den Festplatten-Rahmen voll zu bestücken, denn die Datenspeicher werden gut gekühlt.

Die Verarbeitung des Innenraums ist dabei die ganzen Zeit über jeden Zweifel erhaben. Alles ist aus massivem Aluminum gefertigt und scharfe Kanten sucht man vergeblich.

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Mit dem Deckel ist ein 80-mm-Lüfter verschraubt, der die warme Luft aus dem Gehäuse heraussaugt. Schade ist es, dass der Lüfter direkt mit dem Gehäuse verschraubt ist und somit seine Vibrationen direkt an das Gehäuse weitergibt. Zusätzlich fällt störend auf, dass der Lüfter nicht über ein 3-Pin-Anschluss verfügt, mit dem man ihn an eine Lüftersteuerung, oder direkt an das Motherbaord anschließen kann. Ein Netzteil mit integrierter Lüftersteuerung für Gehäuselüfter mit Molex-Steckern ist also empfehlenswert.

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Im Boden des Gehäuses befindet sich eine weitere Befestigungsstelle, wo man optional einen weiteren 80-mm-Lüfter installieren kann. Da das Gehäuse aufgrund seines Grund-Outfits auf „Stelzen“ steht, gibt es in diesem Fall auch keine Probleme mit der Frischluftversorgung im inneren. Damit der Innenraum nicht unnötig im Staub versinkt, ist ein entsprechender Schutz bereits integriert.

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Die gut verpackten Temperatursensoren liefern die Werte für das auf der Front verbaute Dispaly. Sie können im Innenraum beliebig positioniert werden.

Auch auf der nächsten Seite geht es noch einmal um das Innenleben des Gehäuses


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An der Gehäuserückseite ist ein weiterer 120-mm-Lüfter positioniert, der die warme Luft aus dem Gehäuse herausziehen soll. Um den Innenraum des Gehäuses passend in Szene zu setzten, leuchtet er blau. Auch bei diesem Lüfter sucht man einen 3-Pin-Anschluss vergeblich.

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Damit ist es aber noch nicht genug an Lüftern, denn auch in der Seitenwand hat NZXT einen 120-mm-Lüfter verbaut, der blau leuchtet. Somit steht einer guten Belüftung des Innenraums nichts mehr im Wege. Auch hier besitzt der Lüfter aber wieder nur einen Molex-Anschluss, so dass man einen Adapter braucht, bevor man ihn in der Geschwindigkeit regeln kann.

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Auch zur Befestigung von Steckkarten werden bei NZXT keine Schrauben benötigt. Zum Einbau der Karten wird die gesamte Halteschiene aufgeklappt. Nach dem Einbau wird sie einfach wieder zugeklappt. In der Praxis hatten wir mit diesem Systeme keinerlei Probleme.

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LAN-Parties sind in. Wer seinen PC Wochenende für Wochenende in eine andere Halle transportiert, möchte diesen auch gerne komfortabel mitnehmen. Aus diesem Grund legt NZXT seinem LeXa-Gehäuse ein Tragesystem bei. Zusammen mit dem leichten Grundgewicht des Gehäuses kann man seinen PC so sehr komfortabel transportieren. Um Kleinteile zu mitzunehmen besitzt das System eine Tasche, in der die wichtigsten Kleinteile Platz finden.

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Verschlossen wird das Tragesystem mit zwei Klickverschlüssen. Damit die Plastikschnallen nicht das Gehäuse verkratzen, kann man eine kleine Stoffabdeckung über sie stülpen.

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Auch mit eingebautem System macht das Gehäuse einen guten Eindruck. Sogar einen Maxi-Lüfter wie den XP-120 von Thermalright konnten wir verwenden. Aufgrund der zahlreichen Lüfter empfiehlt es sich aber diese ein wenig zu drosseln. Aufgrund der durchdachten Befestigung der Laufwerke und Steckkarten geht der Einbau des Rechners schnell von der Hand.

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Besonders im Dunklen weiß das Gehäuse ein weiteres Mal zu gefallen, denn aufgrund des zahlreichen blauen Lüftern erstrahlt der Innenraum in schickem Blau. Zusammen mit dem blau leuchtenden Display und Ausrufezeichen auf der Front ensteht so ein sehr gefälliger Eindruck.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit einem abschließenden Fazit.


Wer auf der Suche nach einem gut verarbeiten Gehäuse ist, das nicht aussieht wie jedes andere Gehäuse, der hat mit dem LeXa von NZXT womöglich sein Ideal-Gehäuse gefunden. Die Konkave-Form konnte uns genauso begeistern, wie der durchdachte, gut verarbeitete Innenraum. Noch dazu ist das Gehäuse sehr gut für alle diejenigen, die ihren PC nicht immer an einem Ort stehen haben, denn ist sehr leicht und noch dazu befindet sich ein praktisches Tragesystem im Lieferumfang.

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Störend ist dagegen die Plastikfront des LeXa. Gerade die verklebte Folie in Edelstahl will nicht recht zum sonst sehr guten Eindruck passen, den wir ansonsten im Test gewinnen konnten. Hätte NZXT statt der billig wirkenden Folie eine massive Alu-Front verbaut, hätte das LeXa-Gehäuse auf jeden Fall das Zeug zum Evergreen gehabt.

Gut gelöst ist auch die Laufwerksbefestigung, denn alle Laufwerke können mit Schienen befestigt werden, so dass der Rechnerzusammenbau schnell von der Hand geht.

Postive Eigenschaften des NZXT LeXa:

Negative Eigenschaften des NZXT LeXa:

Wer sich für das LeXa entscheidet bekommt für seine rund 150,- Euro auf jeden Fall ein gut verarbeitetes, schickes Gehäuse, das sogar noch einen guten Lieferumfang mitbringt. Auch die Belüftungsmöglichkeiten können auf der ganzen Linie überzeugen. Abgesehen von der Plastikfront bekommt man also eine sehr gutes Produkt, das leider ein wenig teuerer ist. Wer diesen Betrag aber ausgeben möchte, kann ihn bedenkenlos in das LeXa investieren. Ein schickes Gehäuse ist es allemal.

Das NZXT LeXa kann man bei Caseking erwerben.