Sharkoon Light² 100 im Test: Ein weiteres Leichtgewicht

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preview sharkoon light 100Mit der Light² 100 hat Sharkoon die zweite Maus präsentiert, die auf eine sehr leichte Bauweise setzt. Den größeren Bruder die Light² 200 hatten wir in unserer Redaktion vor kurzem erst für einen Test vor Ort, und nun wollen wir uns den kleinen Bruder einmal genauer anschauen und herausfinden, inwieweit es ein 23-Euro-Modell mit anderen Mäusen aus der gleichen Trendbewegung aufnehmen kann.

Der Trend von Mäusen mit einem sehr geringen Gesamtgewicht bleibt weiter bestehen und mittlerweile haben bereits viele Hersteller eine Maus im Programm die unter 80 g wiegt. So auch die Light² 100, welche mit einem Gesamtgewicht von gerade einmal 78 g ohne Kabel daherkommt. Der Unterschied zum großen Bruder oder auch zu Mäusen wie der Xtrfy X4 oder der Cooler Master MM710 wird auf den ersten Blick direkt deutlich, was dann den doch noch einmal großen Gewichtsunterschied erklärt. Die Sharkoon Light² 100 ist eine Maus mit einem geschlossenen Body.

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Die meisten Mäuse mit einem sehr geringen Gewicht setzen auf ein Gehäuse mit einer offenen Wabenstruktur. Dadurch kann sehr viel Material eingespart werden was dann im Fall der Cooler Master MM710 dazu führt, dass diese gerade mal ein Gesamtgewicht von 53 g auf die Waage bringt. Jedoch sind diese offenen Designs nicht jedermanns Geschmack, da dadurch eine höhere Anfälligkeit für Verunreinigungen im Inneren begünstigt wird. Denn durch das offene Gehäuse kann Staub und auch ggf. auftretender Schweiß von der Handfläche ins Innere der Maus gelangen.

Technische Daten & Lieferumfang

Ausgeliefert wird die Sharkoon Light² 100 in einer kleinen schwarz/blauen Verpackung. Die Maus selbst ist im Inneren durch ein Inlay aus Pappe vor Stößen geschützt. Neben der Maus selbst finden wir dann noch eine Kurzanleitung und auch ein paar Ersatzgleiter. Rein technisch betrachtet ist mit den Omronswitches bei den Haupttasten eine solide Basis gewählt worden. Beim Sensor setzt Sharkoon auf einen PixArt 3325, welcher zwar kein Highend-Sensor ist aber mit 200 - 5.000 DPI eine ausreichend große Range bieten sollte.

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Technische Daten - Maus
Grifftyp: Palm, Claw, Finger-Tip
Sensor Typ: PixArt 3325
Abtastrate: maximal 5000 DPI
Beschleunigung: 20 g
Polling Rate: 125/500/1000 Hz
Interner Speicher: 64 kB
Switches: Omron (mindestens bis zu 20 Millionen Betätigungen)
Tasten: 6
Design & Features: RGB, Leichtbau
Gleitfüße: 3
Kabel: 1,8 Meter; Textil Sleeve
Abmessungen ((BxHxT)): 66x42x120 Millimeter
Gewicht: 78 Gramm ohne Kabel
Preis: ca. 23 Euro

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Die Light² 100 ist eine geschlossene Maus und somit nicht direkt als ein typischer Leichtbaukandidat erkennbar. Durch das geschlossene Gehäuse konnte nicht wie beim großen Bruder mit seinem offenen Gehäuse noch mal ordentlich Gewicht eingespart werden, dafür ist die Light² 100 mit ihrem Gewicht und dem geschlossenen Gehäuse wieder eine Maus für all die User, die nicht von dem offenen Wabengehäuse überzeugt sind. Durch das Design ist die Light² 100 in etwa vergleichbar mit einer Endgame Gear XM1, welche dann aber ohne RGB-Beleuchtung kommt, jedoch wiederrum noch mal 8 g leichter ist, als die Light² 100.

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Mit ihren Abmessungen von 66 x 42 x 120 mm ist die Light² 100 auch ebenfalls in etwa so groß wie die Endgame Gear XM1. Für unser Empfinden ist sie für große Hände aber ggf. etwas zu klein und vielleicht 1 cm mehr hätten der Light² 100 recht gutgetan. Es kommt dabei aber auch auf die eigene Griffhaltung und die persönlichen Präferenzen an. Das Gehäuse fällt nach rechts ab und soll so ergonomischer in der Hand liegen. Somit ist die Maus für Linkshänder ungeeignet, eine Version für Linkshänder ist aktuell nicht verfügbar.

Die linke und rechte Maustaste sind beide ausreichend groß dimensioniert und das dazwischen liegende Mausrad ist mit einer Gummischicht ummantelt. Das gleiche gilt für den Button hinter dem Mausrad, dieser ist ebenfalls aus Gummi und über diesen kann einer der voreingestellten DPI-Werte ausgewählt werden.

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Die für eine Gamingmaus obligatorische RGB-Beleuchtung wurde von Sharkoon in drei Zonen eingeteilt. Zum einen haben wir eine Beleuchtung des Mausrads, des Weiteren gibt es ein beleuchtetes Logo auf der Oberschale und der hintere untere Bereich der Oberschale wird ebenfalls beleuchtet. Schaut man sich die Beleuchtungszonen einmal genauer an, wird man feststellen, dass diese genauso auch an der Light² 200 vorzufinden sind. Mit der einzigen Ausnahme, dass die Oberschale nicht beleuchtet wird.

Auf der linken Seite der Maus finden wir dann die zwei obligatorischen Daumentasten und auch der RGB-Bereich wird ein bisschen in den linken Bereich der Maus weitergeführt. Die rechte Seite der Maus weist keine Zusatztasten auf, was bei ergonomisch geformten Mäusen aber völlig normal ist. Auch auf der rechten Seite wird der RGB-Bereich etwas weitergeführt.

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Die Unterseite der Sharkoon Light² 100 wird von den drei Gleitfüßen dominiert und diese fallen allein durch ihre immense Größe auf. Die am oberen und unteren Ende angebrachte Gleitfüße nehmen zusammen ca. ein Drittel der gesamten Fläche ein. Zusätzlich wurde dann noch ein kleiner Mausgleiter rund um den Sensor platziert. Der Sensor selbst ist mittig platziert worden und links neben dem Sensor befindet sich ein manueller Schalter, mit dem die Pollingrate umgestellt werden kann. Sollten die Mausgleiter irgendwann einmal abgenutzt oder beschädigt sein, können diese gegen die beiliegenden Ersatzgleiter ausgetauscht werden.

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Angeschlossen wird die Sharkoon Light² 100 über das fest an der Maus angebrachte USB-2.0-Kabel. Das Mauskabel selbst weist eine Länge von 1,8 Meter auf und ist mit einem sehr weichen Textilsleeve ummantelt. Dadurch bleibt das Kabel sehr flexibel, ist aber trotzdem für Maus-Bungees geeignet. Wer das Maus-Bungee aus dem Hause Zowie/BenQ verwendet, bekommt somit auf keinen Fall Probleme. Ein Zusammenbinden des überflüssigen Kabels ist ohne Probleme direkt möglich mit Hilfe des Silikonbandes am Kabelende.


Software

Wie für eine Gamingmaus üblich, bekommt man auf der Homepage auch immer eine passende Software, mit deren Hilfe die Maus noch weiter an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Ob dies nun die Beleuchtung oder die Tastenbelegung ist, ist auch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Teilweise gibt es auch Hersteller, die gar keine Software anbieten. Im Fall der Sharkoon Light² 100 haben wir die Software, welche gerade einmal 1,5 Mb groß ist, heruntergeladen und in weniger als einer Minute installiert. 

Ist die Software installiert, kann die Maus in fünf unterschiedlichen Bereichen konfiguriert werden. Im ersten Bereich der "Tastenbelegung" kann jede einzelne Taste mit einer neuen Funktion belegt werden. Dabei hat man die Auswahl zwischen regulären Maus- und Tastaturbefehlen, aber auch Multimedia, Makros oder grundlegende Windowsbefehle können ausgewählt werden. Der Bereich "DPI-Einstellungen" erlaubt es für die 7 Stufen die jeweilige DPI einzustellen. Diese reicht dabei von 200 - 5000 und kann in 100er Schritten angepasst werden.

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Der Bereich "Beleuchtung" dient zur Anpassung der RGB-Beleuchtung, dabei hat man die Auswahl aus insgesamt neun Effekten, die dann jeweils noch in Intensität, Frequenz und Farbe eingestellt werden können. Der Bereich "Erweiterte Einstellungen" dient zur Anpassung der mausbezogenen Windowseinstellungen wie Empfindlichkeit, Scroll- und Doppelklick-Geschwindigkeit. Der letzte Bereich "Makro-Manager" dient dazu eigene Makros aufzuzeichnen und diese über die Tastenzuordnung einer bestimmten Taste zuzuordnen. Alle Einstellungen können in bis zu 5 Profilen gespeichert werden. 

Die Software selbst ist aufgeräumt und bietet die grundlegenden Einstellmöglichkeiten, jedoch fehlen uns an dieser Stelle die Möglichkeiten, die "Lift of distance" und die "Mauszeigerbegradigung" als Einstellpunkt. Des Weiteren lassen sich die weißen Beschriftungen auf den blauen Buttons nicht so 100%ig gut ablesen.

Praxiseinsatz

Der PixArt-3325-Sensor ist zwar kein Sensor aus dem absolut Top-Segment, jedoch kann er in Spielen eine solide Leistung liefern. Schnelle Spiele wie Overwatch oder auch mal ein Häuserkampf in Call of Duty waren für die Sharkoon Light² 100 kein großes Problem. Die Bewegungen und Befehle der Maus wurde immer sauber übertragen und konnten fehlerfrei umgesetzt werden. Der mit dem Sensor mögliche DPI-Bereich deckt eigentlich alle Anforderungen und kann sowohl von Low-Sens, als auch von High-Sens-Spielern verwendet werden. Die drei PTFE-Gleitfüße sorgen für sehr gute Gleiteigenschaften auch auf den unterschiedlichsten Mauspads und Holzoberflächen. Die Geräuschentwicklung beim Bewegen der Maus sind dabei angenehm leise und ohne Kratzen.

Die Primärtasten haben neben einem markanteren Klicken auch einen etwas stärkeren Widerstand, der aber in keinem Fall störend war. Jedoch muss man sich an diesen etwas gewöhnen und im Vergleich mit dem Glorius Model D ist er etwas schwergängiger. Der Pre-Travel der beiden Primärtasten liegt bei beiden unterhalb von 1 mm. Der Post-Travel fällt etwas größer aus. Leider lassen sich die Tasten etwas nach links und rechts schieben, aber auch dies ist während des Spielens nicht negativ aufgefallen.

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Das Mausrad sitzt stramm an seiner vorgesehenen Position, und es klappert auch nicht, wenn man die Maus hin- und herschüttelt. Der Widerstand beim Drehen des Mausrads ist wie bei den Haupttasten etwas schwerer. Das Mausrad lässt sich nicht drehen, ohne die Maus zu verschieben, wenn die Maus nicht festgehalten wird. Die Gummierung des Mausrad sorgt für einen guten Grip beim Drehen, wobei die Rasterung des Mausrads nicht so fein ist, jedoch ist dies noch in einem annehmbaren Rahmen. Die Zusatztaste hinter dem Mausrad und auch die am linken Daumenfeld sind gut positioniert worden und lassen sich, ohne die Hand verrenken zu müssen, einfach betätigen. Leider gibt es keine Anzeige dafür, welche DPI- Stufe gerade gewählt wurde, wenn man den Schalter dafür hinter dem Mausrad betätigt.


Eine leichte Gamingmaus mit 78 g, einer RGB-Beleuchtung und einem soliden PixArt-3325-Sensor und das alles für unter 25 Euro. Damit hat Sharkoon auf jeden Fall ein Statement gesetzt und im Bereich der günstigen Gamingmäuse eine sehr gute Maus am Markt platziert. Klar gibt es bessere Sensoren und leichtere Mäuse, die werden dann aber auch (deutlich) teurer. Für jemanden der eine leichte Maus mit einem soliden Sensor sucht und das auch noch zu einem niedrigen Preis, der sollte sich die Sharkoon Light² 100 auf näher anschauen.

Die Verarbeitungsqualität war stimmig und wir haben während der Testphase keine Probleme mit einem klappernden Gehäuse oder scharfen Kanten bekommen. Die Tasten und das Mausrad sind ebenfalls fest montiert und fangen nicht an, Störgeräusche bei schnellen Bewegungen von sich zu geben.

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Die Maus lässt sich einfach über die Software vom Hersteller anpassen und dies nicht nur im Rahmen der Beleuchtung, auch die DPI-Stufen und die Tastenbelegung können angepasst werden. Auf Punkte wie eine anpassbare "Lift of distance" oder die "Mauszeigerbegradigung" muss leider verzichtet werden. Die Anpassung der Pollingrate erfolgt ebenfalls nicht über die Software selbst, sondern über einen Schalter an der Unterseite der Maus. Hier wäre es noch schön gewesen, wenn auch 500 Hz möglich gewesen wären.

In Summe ist die Sharkoon Light² 100 eine günstige, solide Maus mit vielen guten Eigenschaften. So sind die Gleiteigenschaften in Verbindung mit dem Sensor zu keiner Zeit problematisch gewesen und einen großen Unterschied zu einem High-End Modell ist auch, wenn überhaupt, nur subjektiver Natur. Zwar ist die Maus wie viele Gamingmäuse ergonomisch geformt und lag auch nach mehreren Stunden Benutzung noch gut in der Hand, aber leider gehen die Linkshänder mal wieder leer aus und müssen sich nach etwaigen Alternativen umschauen.

Positive Aspekte der Sharkoon Light² 100:

Negative Aspekte der Sharkoon Light² 100:

Preise und Verfügbarkeit
Sharkoon Light 100
23,31 Euro Nicht verfügbar Ab 23,31 EUR