Seite 4: Fazit

Corsair bringt die Harpoon RGB zum Kampfpreis auf den Markt. Und das in Zeiten, in denen die meisten Hersteller eigentlich versuchen, mit Gamingequipment gutes Geld zu verdienen. Preisbewussten Spielern kann das aber nur Recht sein.

Natürlich erhalten sie nicht alle Features einer teuren High-End-Maus. Gerade in den wirklich wichtigen Kriterien kann die Harpoon RGB aber punkten. Der verbaute Einsteigersensor liefert eine grundsolide Vorstellung ab und setzt Mausbewegungen direkt und unverfälscht um. Ähnlich zuverlässig zeigen sich auch die Omron-Switches unter den Haupttasten, aber auch die anderen Tasten und das angenehme Mausrad. Die Auflösung kann dank DPI-Schalter im laufenden Spiel in fünf Stufen durchgeschaltet werden.

Ein gewichtiger Punkt für die Harpoon RGB ist auch die Corsairsoftware. Sie ermöglicht flexibel die Anpassung von zentralen Punkten wie Tastenbelegung, Beleuchtung und DPI-Stufen. Vor allem ist sie aber eine Software nicht nur für die eine Maus, sondern für alle möglichen Corsairprodukte. Dadurch können unterschiedlichste Produkte wie Mäuse, Tastaturen und Headsets in einer einzigen und übersichtlich gestalteten Software gemanagt werden.

Die naheliegende Alternative zur Harpoon RGB wäre wie angesprochen die Ozone Neon 3K mit gleichem Sensor und zu gleichem Preis. Ozone belässt es bei den von Pixart vorgesehenen und ausreichenden 3.500 DPI und hat auch an Linkshänder gedacht: Die Neon 3K ist nicht nur symmetrisch geformt, sondern bietet auch Daumentasten an beiden Seiten. Die deutlich schwerere Maus bietet anders als die Harpoon RGB nur die Möglichkeit, zwischen zwei DPI-Stufen zu wechseln. Und die Software ist eher einfach gestrickt. Preislich ebenfalls sehr attraktiv ist Sharkoons Skiller SGM1. Für rund 10 Euro Aufpreis bietet diese wuchtige Maus eine bemerkenswerte Ausstattung.

Wenn eine gute und leichte Gaming-Maus zum kleinen Preis gesucht wird, ist Corsairs Harpoon RGB insgesamt eine sehr überzeugende Option und damit auch eine Bereicherung für den Maus-Markt. Sie verdient sich damit auch unseren Preis-Leistungs-Award. Nutzer mit großen Händen sollten allerdings möglichst ausprobieren, ob sie mit der kompakten Form zurecht kommen.

alles

Positive Aspekte der Corsair Harpoon RGB:

  • optischer Sensor ohne auffälliger Mauskorrektur
  • solide Verarbeitung
  • präzise Omron-Switches unter den Haupttasten, auch andere Tasten und Mausrad überzeugen
  • fünf DPI-Stufen konfigurier- und aufrufbar, Anzeige über RGB-Logo möglich
  • leicht, gutes Gleitvermögen
  • überzeugende und produktübergreifende Software

Negative Aspekte der Corsair Harpoon RGB:

  • reine Rechtshändermaus, kompakte Form kann bei großen Händen zum Problem werden
  • überschreitet unnötigerweise den vom Sensorhersteller vorgesehenen DPI-Bereich