NVIDIA nForce 500 Serie

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Pünktlich mit dem Launch des AMD AM2 hat NVIDIA seine nForce 500 Serie vorgestellt. Die Namensgebung war bereits seit der CeBit 2006 bekannt, nur mit den technischen Details hat sich NVIDIA bisher zurück gehalten. Fünf Bereiche sind für NVIDIA in der nForce 500 Serie wichtig, wobei nicht alle Bereiche auch in allen nForce-500-Chipsätzen zu finden sind. Der erste der fünf Bereiche ist das "Fast Gaming", also die schnellstmögliche 3D-Performance. Hinzu kommen das "Extreme Overclocking" und "Faster Clocks", was die erhöhten Taktraten betrifft, wie sie NVIDIA selbst bereitstellen möchte. Mit Hilfe von "Priority Connection" sollen auch die Netzwerkoptionen der NVIDIA nForce-500-Serie optimiert werden. Zuguterletzt soll durch "Massive Storage" auch die Unterstützung von Datenträgern verbessert und erweitert werden. Alle diese fünf Bereich wollen wir im folgenden Artikel einmal näher betrachten.

Eigentlich wäre ein neuer nForce-Chipsatz gar nicht nötig, denn auch die NVIDIA nForce-4-Chipsätze sind theoretisch in der Lage, einen AMD AM2-Prozessor zu tragen. Dies bewiesen auch gleich einige Mainboardhersteller auf der CeBit 2006 und präsentierten dort Low-Cost AM2-Mainboards mit NVIDIA nForce-4-Chipsatz. Natürlich möchte NVIDIA seinen Marktanteil an AMD-Chipsätzen weiter ausbauen und die Entwicklung weiter voran treiben und so ist die Vorstellung des AMD AM2 ein guter Zeitpunkt, um eine neue Chipsatzgeneration einzuführen.

Folgende Tabelle zeigt die Features der neuen NVIDIA nForce 500 Serie mit ihren vier Chipsätzen im Vergleich zum letzten und aktuellen NVIDIA nForce 4 Chipsatz.

Die Unterschiede werden recht schnell deutlich. Gemeinsamkeiten sind in der Positionierung der neuen Chipsätze zu erkennen, die ähnlich gestaltet ist, wie dies bei den "alten" nForce-4-Modellen der Fall war. Der NVIDIA nForce 590 SLI richtet sich an die Enthusiasten, welche auf maximale SLI-Performance angewiesen sind. Mit dem NVIDIA nForce 570 SLI sollen sich die Standard-SLI Benutzer begnügen können. Wer ganz auf SLI verzichten kann, sollte mit dem NVIDIA nForce 570 Ultra vorlieb neben. Wer die Anschaffung eines einfachen Office-Rechners plant, nicht aber auf einen AMD AM2-Prozessor verzichten kann, der ist wohl mit dem NVIDIA nForce 550 gut beraten.

Unterschiede zeigen sich in der Anzahl der verfügbaren PCI-Express Lanes. Sowohl der NVIDIA nForce 590 SLI als auch der alte NVIDIA nForce 4 SLI X16 werden über eine South- und Northbridge realisiert und verfügen daher über eine entsprechend hohe Anzahl ein verfügbaren PCI-Express Lanes. NVIDIA verwendet allerdings ungern die Begriffe South- und Northbridge und taufte seine Chips nur SSP (System Platform Processor) und MCP (Media- und Communications-Prozessoren). Die SSP des NVIDIA nForce 590 SLI wird in 90 nm, die MCP in 110 nm gefertigt. Alle anderen Chipsätze sind eine One-Chip-Lösung. Neben den PCI-Express-Lanes dürfte die Anzahl der integrierten Gigabit-Controller und Serial-ATA-II-Ports wohl ein weiterer maßgeblicher Unterschied sein. Hier hat NVIDIA seinen MCP nochmals kräftig aufgebort und kann nun mit zwei 2x 1.000 MBit Ethernet Controllern aufwarten. Anstatt vier Serial-ATA-II-Ports sind in der neuen nForce-500-Serie nun derer sechs verfügbar.

Features wie LinkBoost und DualNet sowie weitere bisher unbekannte Marketing-Features werden auf den folgenden Seiten beschrieben. 


Im Folgenden sind alle Blockdiagramme zu den einzelnen Chipsatzvarianten zu finden. Hier sind nochmals die Unterschiede in den vernwendeten Anbindungen und verfügbaren Anschlüssen und Steckplätzen zu erkennen.

NVIDIA nForce 590 SLI:

NVIDIA nForce 570 SLI:

NVIDIA nForce 570 Ultra:

NVIDIA nForce 550:

    

Link Boost

LinkBoost ist eines der neuen Features, welches allerdings dem NVIDIA nForce 590 SLI vorbehalten bleibt. Es soll also ähnlich der Memory-Pipelining-Technology bei Intel-Chipsätzen nur im Topmodell Einsatz finden, um einen weiteren Kaufanreiz für die wahrscheinlich etwas teureren Luxus-Boards zu bieten. Im Normalfall sind die SPP und die MCP über einen 5x HyperTransport Link mit einer Bandbreite von 8 GB pro Sekunde angebunden. Die Anbindung der Grafikkarten liegt dank PCI-Express x16 ebenfalls bei 8 GB pro Sekunde. Werden nun eine oder gleich zwei NVIDIA GeForce 7900 GTX Grafikkarten eingesetzt, erkennt das System diese.

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Erkennt das System eine NVIDIA GeForce 7900 GTX Grafikkarte auf einem NVIDIA nForce 590 SLI Mainboard, übertaktet LinkBoost auf  Wunsch die Anbindung zwischen Grafikkarte und NVIDIA nForce 590 SLI SPP und  NVIDIA GeForce 590 MCP um 25 Prozent. Ebenfalls um 25 Prozent angehoben wird die HyperTransport-Anbindung zwischen NVIDIA nForce 590 SLI SSP und NVIDIA nForce 590 SLI MCP. Dies bedeutet, dass statt der standardmäßigen 8 GB pro Sekunde dann 10 GB pro Sekunde im PCI-Express- und HyperTransport-Bus übertragen. LinkBoost muss vom Mainboard unterstützt werden, um als SLI ready Mainboard verkauft werden zu können.

NVIDIA hat für Link Boost eine schöne Flash-Animation erstellt, die die Technik einfach erklärt:

SLI-Speicher

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Bereits genau vor einer Woche vorgestellt wurde ein nach NVIDIA-Angaben eigener neuer Speicherstandard. Hierbei handelt es sich um DDR2-Module, die über sogenannte Enhanced Performance Profiles verfügen. Alles weitere zu diesem Thema ist in einem gesonderten Artikel zu Corsairs und NVIDIAs EPP Technologie zu finden.

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LinkBoost und SLI-Memory beeinflussen also maßgeblich die Geschwindigkeit eines Systems, zumindest auf dem Papier. Erste Tests werden zeigen müssen, ob 2 GB pro Sekunde mehr in den Anbindungen auch einen echten Performancevorteil bringen. Unbetritten dürfte sein, dass ein schneller Speicher von Vorteil ist. Auch hier werden wir sicher in Kürze den Beweis antreten wollen.


NVIDIA hat, anders als bei den Vorgängergenerationen, ein 6-Layer-Referenzdesign seines NVIDIA nForce 590-SLI-Mainboards erstellt, welches unter anderem von Foxconn übernommen wurde. Folgende Fotos zeigen das NVIDIA Referenzboard.

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Wirkliche Überraschungen finden sich auf den ersten Blick nicht. Das Referenzboard hält sich an die üblichen Vorgaben und Regeln, alle Komponenten sind an den vermuteten Stellen zu finden.

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Der neue AMD AM2-Sockel sitzt direkt oberhalb der vier DIMM Steckplätze für maximal 4 GB DDR2-800 Arbeitsspeicher. Dank SLI-Memory können hier auch Module eingesetzt werden, die bis zur einer DDR2-Spezifikation von DDR2-1066 und höher laufen. Neben dem 24-Pin Netzteilanschluss befindet sich der einzige IDE-Kanal des NVIDIA nForce 590 SLI. NVIDIA sieht die Zukunft in der Serial-ATA Technologie, ein IDE-Kanal für zwei optische Laufwerke dürfte hier auch mehr als ausreichend sein. Optische Serial-ATA Laufwerke sind immer noch recht selten zu finden, so hat der IDE-Kanal durchaus noch seine Daseinsberechtigung.

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Über dem AMD AM2-Sockel befinden sich die wichtigsten spannungsversorgenden Komponenten. Auf der ATX-Blende hat NVIDIA zwei PS/2-Anschlüsse, jeweils einen FireWire 1394b und einen FireWire 1394a, 6x USB 2.0, 2x RJ45 für die beiden Gigabit Ethernet Controller und die analogen Sound-Ein- und Ausgänge untergebracht.

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Von links nach rechts hat NVIDIA die PCI-Express- und PCI-Slots wie folgt angeordnet: Von den beiden PCI-Steckplätzen bleibt einer weiterhin erhalten, auch wenn einer PCI-Express Grafikkarten mit doppeltem Kühler zum Einsatz kommt. Hierauf folgt der sekundäre PCI-Express x16 Steckplatz. Immer frei und verfügbar bleibt der PCI-Express x4 Slot. Der PCI-Express x1 Steckplatz könnte beim Einsatz einer PCI-Express Grafikkarte mit doppeltem Kühler durch den primären PCI-Express-x16-Slot verdeckt werden. NVIDIA war beim Design des Boards darauf bedacht, so viele Steckplätze wie möglich zur Verfügung zu stellen.

Über dem primären PCI-Express-x16-Steckplatz hat NVIDIA den PHY-Chip von Marvell für die beiden integrierten Gigabit-Ethernet-Controller des Chipsatzes untergebracht. Der Marvell Yukon 88E8062 ist der erste PHY-Chip, der gleich zwei Gigabit Ethernet Controller kontrollieren kann. Direkt daneben hat man den High-Definition-Audio-Chip platziert. Hier haben die Hersteller die Wahl, welchen Chip sie einsetzen wollen.

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Prall gefüllt ist die untere linke Ecke des Mainboards. Der MCP des NVIDIA nForce 590 SLI wird im Referenzdesign aktiv gekühlt. Der ein oder andere Hersteller wird hier vermutlich auf eine bessere passive Kühlung setzen. Unterhalb des alktiv gekühlten Chips befinden sich die sechs Serial-ATA-Anschlüsse. Ebenfalls hier zu finden ist der I/O Controller aus dem Hause Winbond und weitere Zusatzchips.

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Bereits im Referenzdesign vorgesehen sind zwei Taster, um das Mainboard auch ohne Anschluss an ein Gehäuse zu starten oder neu zu starten. Bereits in der Vergangenheit verbauten zahlreiche Mainboardhersteller diese Taster, die auch auf der NVIDIA-nForce-590-SLI-Präsentation im sonnigen Santa Clara reichlich Verwendung fanden.

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Ebenfalls schon aus vielen Design bekannt ist die zweistellige POST-Code Anzeige, die nun auch den Weg in NVIDIAs Referenzdesign gefunden hat. Bei Problemen oder Instabilitäten lässt sich so leicht die Fehlerquelle ausmachen.  


Neben einem Referenzdesign für das Mainboard stellt NVIDIA auch ein Referenz-BIOS für alle Mainboardhersteller zur Verfügung.

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Bereita auf den ersten Blick zeigen sich in der unteren Hälfte des BIOS-Hauptmenüs zwei neue Punkte des NVIDIA BIOS. Es wird sowohl der Status des LinkBoost als auch des SLI-Memory angezeigt. Ansonsten unterscheiden sich die Optionen nicht von denen anderer Award BIOS-Versionen.

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In den "Advanced Chipset Features" lassen sich vier verschiedene Profile für die Spannungs- und Timingeinstellungen speichern und wieder laden. So müssen nach einem Reset nicht alle Einstellung komplett erneuert werden, sondern es müssen nur die abgeändert werden, die vermutlich zu Problemen führen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein komplett neues Feature. Zahlreiche Mainboardhersteller bieten bereits diese Option.

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Unter "System Clocks" können die wichtigsten Taktraten abgeändert werden. Hier wird auch der Zustand von LinkBoost angezeigt. Das BIOS liest die aktuellen Einstellung auch sofort aus und zeigt diese in konkreten Werten an.

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Wird die CPU mittels SLI-Memory übertaktet, zeigen dies die Werte im BIOS-Menü auch sofort an.

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Die "System Voltages" erlauben den Zugriff auf die wichtigsten Systemspannungen. Auch hier werden die aktuellen konkreten Werte sofort angezeigt, selbst wenn die entsprechende Option noch auf Auto eingestellt ist.

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Link-Boost kann nur aktiviert oder deaktiviert werden. SLI-Memory erlaubt hier schon deutlich umfangreichere Einstellungen. Diese sind alle in einem gesonderten Artikel zu Corsairs und NVIDIAs EPP Technologie zu finden. Auch hier werden die aktuellen Werte, selbst auf der Auto-Einstellung, sofort angezeigt.

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NVIDIA scheint sich bei jedem Mainboardhersteller bzw. deren BIOS-Versionen nur das beste herausgesucht zu haben, um dies dann in sein Referenz-BIOS zu packen. So gehört nun auch ein Speichertest zum Lieferumfang des BIOS. So kann der Speicher nun schon im BIOS auf eventuelle Fehler geprüft werden. Auch diese Option ist bereits von einigen Mainboardherstellern bekannt.

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Auch auf Verbesserungsvorschläge hat man reagiert und nun kann für jeden einzelnen Serial-ATA-II-Port die RAID-Funktion aktiviert oder deaktiviert werden. Näheres zum Thema Storage ist auf den folgenden Seiten zu finden.  


Drei Punkte sind die neuen Pfeiler des NVIDIA Netzwerkfeatures für die NVIDIA nForce 500 Serie. Das ein oder andere Feature bleibt allerdings auch hier dem High-End Chipsatz NVIDIA nForce 590 SLI vorbehalten. DualNet beschreit die Fähigkeit, zwei Gigabit-Ethernet-Controller auf das Mainboard zu packen. FirstPacket sogt für einen gleichmäßigen und schnellen Ping, die TCP/IP Offload-Engine sorgt für eine CPU-Entlastung bei der Priorisierung von Datenpaketen und der Datenübertragung selber.

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Bereits die Namen der Features geben Aufschluss darüber, was sie bewirken soll und wie dies bewerkstelligt werden soll. Alle Features werden durch den Chipsatz selbst zur Verfügung gestellt. Der Marvell PHY-Chip sorgt dann dafür, dass die Signale auch in das Netzwerk geführt werden können.

TCP/IP Offload Engine

Ein Standard-Ethernet-Controller muss für die TCP/IP Verarbeitung größtenteils auf die Rechenleistung des Prozessors zurückgreifen. Besonders bei hohem Datendurchsatz im Gigabit-Bereich sorgt dies selbst bei aktuellen High-End-Prozessoren für ordentliche Prozessorlast. Wie schon bei den Vorgängern übernimmt der integrierte Controller im NVIDIA nForce Chipsatz einen Großteil der Berechnungen für die TCP/IP Verarbeitung und entlastet somit den Prozessor.

NVIDIA hat für dieses Feature ebenso eine schöne Flash-Animation zur Erklärung:

DualNet - Dual Gigabit Ethernet

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NVIDIA DualNet wird von allen NVIDIA nForce Chipsatzäen der 500er Serie unterstützt die über zwei Gigabit Ethernet Controller verfügen. Bereits heute verwenden zahlreiche Mainboardhersteller zwei Gigabit-Ethernet-Controller, wobei bisher immer nur einer direkt vom Chipsatz bereitgestellt wurden. NVIDIA stellt nun gleich zwei zur Verfügung, so kann auf den Einsatz eines Zusatzchips verzichtet werden.

Zusatzfeature Teaming:

Wem selbst die 1.000 MBit pro Sekunde noch zu wenig sind, der kann mit NVIDIAs DualNet-Feature auch gleich beide Gigabit Verbindungen zusammen führen, um so eine theoretische Bandbreite von 2 GB pro Sekunde zu erreichen. Dies dürfte besonders File-Server interessant sein. Beide Netzwerkkabel werden an den Switch angeschlossen, es ist allerdings nur eine IP für den Netzwerkbenutzer sichtbar. Wake-On-LAN bleibt weiterhin über die MAC-Adressen der beiden Gigabit Controller möglich.

Auch hier haben wir wieder eine Flash-Datei zur Erklärung erhalten:

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Die von NVIDIA angegebene Steigerung der Bandbreite von 40 Prozent ist ein Mittelwert. Unter optimalen Bedingungen, sind zwischen 90 und fast 100 Prozent möglich, wie obiges Beispiel zeigt. Das linke Fenster zeigt die Übertragung einer 1.000 MB großen Datei an sechs Client-Rechner. Das Teaming war hier am Server deaktiviert und so wurde eine maximale Übertragungsrate von 117 MB pro Sekunde erreicht. Bei aktiviertem Teaming waren dann sogar maximal 204 MB pro Sekunde möglich und entsprech verkürzt wurde die Übertragungszeit.

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Eine weitere Funktion des DualNet bzw. Teamings ist die Fehlererkennung während des Datentransfers. Wird eines der beiden Netzwerkkabel beschädigt oder ist auch irgendwelchen anderen Gründen nicht mehr bereit Daten zu übertragen, werden die Daten weiterhin über die eine noch bestehende Verbindung übertragen.

FirstPacket

Ein weiteres Feature ist FirstPacket, welches die Problematik der steigenden Pings bei hoher Übertragungsrate im Netzwerk oder der Internetverbindung zumindest teilweise lösen soll. Anders als während einer herkömmlichen Übertragung von Daten werden gewisse Datenpakete bevorzugt behandelt und erreichen ihr Ziel so schneller. Diese Steuerung ist natürlich nur von den ausgehenden Traffic möglich, eingehende Daten kommen bei voller Netzwerk- oder Interverbindung immer noch verzögert an.

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Gesteuert wird FirstPacket über das neue NVIDIA Control Panel, welches mit dem neuen Treiber für die nForce 500 Serie vorgestellt wird. In den Netzwerkoptionen kann FirstPaket genau wie Teaming nun aktiviert oder deaktiviert und zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden.

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Obiges Beispiel zeigt den Einfluss von FirstPacket auf den Ping während eines Netzwerk-Spieles. Ist die Netzwerkverbindung frei, liegt der Ping bei guten 42 ms. Beginnt nun der Datentransfer, welcher die Netzwerkverbindung vollends auslastet, steigt der Ping auf 545 ms. Wird nun First Packet aktiviert sinkt der wieder auf 47 ms.

Auch hier hat NVIDIA wieder eine Flash-Animation anzubieten:


Wichtigstes Update im Bereich Storage sind sicherlich die zusätzlichen zwei Serial-ATA II Ports und die damit verbundenen Möglichkeiten.

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Die NVIDIA nForce 500 Serie ist der erste Chipsatz mit sechs Serial-ATA II Ports. Neben einem möglichen Dual RAID 5 ist nun auch ein RAID 5 mit gleich sechs Laufwerken möglich. Alle neuen Funktionen sind über die MediaShield 3.0 Software verfügbar, welche ebenfalls überarbeitet wurde.

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Zusätzlich werden spezielle Festplatten, wie beispielsweise die Western Digital WD1500-Serie, gesondert unterstützt und sollen durch diese Unterstützung eine höhere Datenrate erreichen. Über die Art und Weise der Optimierungen wollte sich NVIDIA allerdings nicht äußern. Natürlich bieten sechs native Serial-ATA-II-Ports eine bessere Performance als eine Lösung mittels eines Zusatzchips, der im besten Falle über eine PCI-Express-Lane angebunden ist.


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Der Aufbau eines RAID-Systems über die MediaShield Software gestaltet sich recht einfach. Im obigen Beispiel wird ein RAID 5 System mit sechs Festplatten mittels weniger Klicks erstellt. Die MediaShield Software ist nun ebenfalls in das neue Control Panel integriert, unterscheidet sich sonst aber kaum von der Vorgängerversion.

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Bereits bekannt ist die Hot-Plug-Funktionalität der Serial-ATA Ports. Fällt eine der sechs Festplatte aus, wird dies im Treiber sofort eingezeigt und auch um welchen Port es sich handelt, wird sofort grafisch dargestellt. Dies erspart die oft mühseelige Suche nach der richtigen Festplatte oder dem entsprechendem Port.  


NVIDIA hat nTune um zahlreiche Funktionen erweitert und möglichst viele Optionen des BIOS integriert. NVIDIA nTune 5.0 wird grundsätzlich zu allen NVIDIA Mainboards mit nForce-Chipsatz der zweiten Generation oder neuer kompatibel sein. Der volle Funktionsumfang wird allerdings erst mit dem NVIDIA nForce 590 SLI verfügbar sein.

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Das neue Control Panel gibt den Zugang zum nTune Utility frei.

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NVIDIA nTune ist in drei verschiedene Bereiche eingeteilt. Neben dem manuellen Übertakten kann auch eine automatische Übertaktung gewählt werden. Zusätzlich dazu stehen noch zahlreiche Überwachungsfunktionen zur Verfügung.

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Fast sämtliche im BIOS verfügbare Optionen können nun auch bequem unter Windows im nTune-Utility gesetzt werden. Verfügbar sind die Taktfrequenzen wie FSB, HTT und PCI-Express, die Umdrehungen der angeschlossenen Lüfter sowie die verschiedenen Spannungen und Timings. Zusätzlich können auch alle NVIDIA GeForce Grafikkarten ab der GeForce 3er Serie übertaktet werden.

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NVIDIA nTune gewährt nun auch einen Blick auf den SPD-Chip des Arbeitsspeichers und damit auf die Enhanced Performance Profiles des neuen EPP Speicherstandards.

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Bevor die neu eingestellten Werte wie Takt, Spannung und Timings gesetzt werden, kann der Benutzer die Einstellungen testen lassen um so die Stabilität zu gewährleisten.

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Zusätzlich lassen sich noch Performance-Profile anlegen, die für bestimmte Anwendungen ein entsprechende Einstellungen wählen.

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Wer sich die Arbeit der manuellen Übertaktung ersparen möchte, der kann auch eine automatische Übertaktung wählen. Hierfür analysiert nTune das System, wählt mögliche Einstellungen aus und testet diese dann bevor sie endgültig auf das System angewendet werden.

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NVIDIA nTune ermöglicht dem Benutzer auch eine detailierte Überwachung sämtlicher Systemfunktionen wie Spannungen, Taktraten, Temperaturen und Umdrehungszahlen.

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Zuguterletzt können auch noch sämtliche Systeminformationen abgefragt werden. Hierzu zählen Informationen über den Prozessor, den verwendeten Speicher, installierte Treiber, das Betriebssystem und alle weiteren wichtigen Informationen. Diese können dann bei Problemen mit dem System zu einem Support Log File zusammengeführt werden.


NVIDIA hat ein neues heisses Eisen im Feuer. Dabei beeindruckt der Hersteller durch einige sinnvolle Features, andere werden aber erst im Praxiseinsatz unter die Lupe genommen werden müssen, um festzustellen, ob sie brauchbar sind.

Sinnvoll sind sicherlich die Ethernet-Features: Zwei Gigabit-Ethernet-Ports sind für den Heimbereich fast schon Overkill, aber praktisch, wenn sie vorhanden sind. Funktionen wie Teaming und Failover sind im professionellen Bereich nichts neues, im Desktop-Segment aber sicherlich nicht zu verachten. Eine Priorisierung des Datenverkehrs durch NVIDIAs Ping-Technik FirstPacket lässt sich zwar auch mit anderen Mitteln bewerkstelligen, dies in Hardware zu realisieren und ein einfaches Tool hierfür zu bieten ist aber für die meisten Gamer sicherlich ein willkommenes Feature.

Stark ist auch der Storage-Controller: Hier sind sechs Serial-ATA-Ports natürlich die aktuelle Krönung, so dass man am nForce 5 nun sechs S-ATA-II-Festplatten in beliebigen Konfigurationen koppeln kann. Ob es nun in einem Raid 0, zwei Raid 5 oder anderen Konfigurationen von Statten geht - Storage-Probleme wird man mit dem Chipsatz nicht haben. Auch denkt NVIDIA im Gegensatz zum kommenden i965-Chipsatz von Intel noch an ältere ATA-Geräte: DVD-Brenner können weiter am Mainboard betrieben werden.

Etwas kritisch muss man bislang die Features sehen, die zu den Overclocking-Features zu zählen sind. LinkBoost könnte tatsächlich eine etwas höhere Performance in SLI-Anwendungen (gerade wenn Daten über den PCIe-Bus übertragen werden) mitbringen, im Endeffekt war diese Taktfrequenzerhöhung aber auch schon auf älteren Mainboards möglich. Doch durch die Vorgabe von NVIDIA, dass jedes SLI-Mainboard mit nForce 590-SLI dieses Feature mitbringen muss, muss der Mainboardhersteller sicherstellen, dass sein Mainboard mit einem 1.25 Ghz schnellen Hypertransport-Interface sowie einem 125 MHz getakteten PCIe-Bus lauffähig ist. Dadurch sollten sich in diesem Bereich weitere Overclocking-Features ergeben.

Hilfreich fürs Overclocking ist sicherlich nTune, auch wenn es für derartige Einstellungen teilweise auch schon 3rd-Party-Tools gab: Clockgen, Mainboard-Monitore, Memset und andere halfen Overclockern bislang bei vielen Mainboards, die Settings direkt in Windows zu ändern. Dies alles aus der Hand vom Hersteller ist natürlich praktisch.

Letztendlich hat NVIDIA im Vergleich zu ATI aber weiter vorgelegt: Eine leistungsfähige Southbridge hatte ATI bislang nicht, die SB600 muss sich erst beweisen. Da man bei den Features deutlich zulegt und auch ehemalige Kritikpunkte wie das Fehlen von HD-Audio beseitigt hat, ist der nForce 5 praktisch der aktuelle High-End-Chipsatz am Markt. Da kann noch nichtmal Intel mithalten: Dual-Gigabit-Ethernet, 10 USB 2.0, 6 SATA, eine TCP/IP Offliad Engine, High-Definition Audio und reichlich PCIe-Lanes werden auch die kommenden Conroe-Chipsätze nicht bieten.

Mainboards mit den neuen Chipsätzen kommen in den nächsten Tagen bereits in den Handel oder sind schon verfügbar: ASUS, Gigabyte, MSI, Abit - quasi alle Hersteller haben Platinen im Angebot. Die ersten Boards mit nForce 590 SLI und 570 SLI werden wir uns bereits in Kürze ansehen.

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