VIA PT880 Pro Referenzboard im Test

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Will man sich aktuell einen Sockel 775-Prozessor von Intel zulegen, so bleiben einem nur zwei Möglichkeiten: Entweder man wählt die luxuriöse i925XE-Schiene oder begnügt sich mit den i915P/G-Platinen, die allerdings ebenso in vielen Bereichen hervorragend ausgestattet sind und demnach nicht selten mit 150 Euro zu Buche schlagen. Ein Pentium 4-System ist also schon teuer, wenn man das Mainboard betrachtet - und da man noch die Grafikkarte aufgrund von PCI-Express mit austauschen muß, wird es für upgradewillige User sehr teuer. Eine andere Möglichkeit gibt es in Zukunft über die Nutzung des VIA PT880 Pro-Chipsatzes - dieser kann sowohl mit AGP und PCI-Express-Grafikkarten umgehen, besitzt interessante Features - und soll auf Mainboards zum Einsatz kommen, die weit aus günstiger sind.

Schon immer eine Stärke von VIA war es, im preiswerten Bereich gute Chipsätze anzubieten. So hatten wir beispielsweise das MSI PT880 Neo im Test, welches im Handel für knapp 60 Euro erhältlich ist, aber Firewire, Serial ATA, Gigabit LAN und vieles mehr bietet. Das Board besaß den PT880-Chipsatz - dessen Upgrade haben wir heute in Form des VIA Referenzboards mit PT880 Pro-Chipsatz im Test.

Wie immer gilt allerdings: Die Performance, die wir heute mit dem Referenzboard messen werden, wird nicht die finale Performance sein. Die tatsächlichen Produkte, die sich in Kürze am Markt vorfinden werden, können selbstverständlich in der Performance noch etwas zulegen. Unsere Platine hatte zudem auch noch einige Macken - das Board soll beispielsweise auch mit FSB1066-Prozessoren umgehen können, allerdings bootete unser Referenzboard mit diesen Prozessoren noch nicht.

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VIA stellt vor allen Dingen die Flexibilität der Chipsätze in den Vordergrund. So bieten der PT880 Pro und der VIA PT894 / PT894 Pro sowohl die Unterstützung für DDR und DDR2, um einfach upgraden zu können, wenn der Preis der DDR2-Speicherriegel attraktiver geworden ist. Entsprechende Dual-Sockel-Boards für DDR und DDR2 wird man wohl auch von vielen Herstellern finden. Unser PT880 Pro-Referenzboard ist hingegen erstmal mit DDR400-Modulen zu bestücken - ist also hier in etwa mit einem i915P-Board mit Dual Channel DDR400 vergleichbar.

Flexibler ist VIA beim FSB - selbst der kleinste neue Chipsatz unterstützt FSB1066. Hier muß man bei Intel schon zu dem großen i925XE greifen, Boards mit diesem Chipsatz sind natürlich auch entsprechend gut ausgestattet und demnach auch entsprechend teuer. Flexibilität bietet man auch bei der Grafikkartenwahl. Beim PT880 Pro darf man zwischen AGP und PCI-Express wählen - allerdings mit kleineren Performanceeinschränkungen, wie wir im Laufe des Reviews noch schildern werden. Ebenso wie beim "großen" PT894 Pro können zudem auch zwei Grafikkarten eingesetzt werden, um Dual Monitor-Fähigkeiten auszunutzen. SLI geht zumindest bislang aus lizenzrechtlichen Gründen noch nicht.

Auch bei der Southbridge ist man flexibel - hier greift wie immer VIAs VMAP-Architektur und so kann man sowohl die bisherigen VT8237-Southbridge als Hersteller verwenden wie auch die "neue" VT8251, wenn sie denn auf den Markt kommt. Angekündigt ist diese HD-Audio-unterstützende, mit SATA-II-Controllern und Raid 5 ausgestattete Southbridge schon. Sie unterstützt weitere 2 PCI-Express x1-Slots und vieles mehr, aber wann sie tatsächlich verfügbar ist, steht bislang noch in den Sternen.

Alle Features der neuen VIA-Chipsätze haben wir in der folgenden Tabelle abgetragen und mit den Intel-Lösungen verglichen:

Auf den nächsten Seiten werden wir uns zunächst dem PT880 Pro widmen. Der PT894 wird demnächst in Form von Hardware verfügbar sein - natürlich werden wir uns auch hier um ein Testsample bemühen. Der PT880 Pro soll vom Kern her dem i915P/G Paroli bieten und aufgrund seiner AGP-Fähigkeiten den i875P und i865P ersetzen, also ist von ihm keine Top-Performance zu erwarten. Trotzdem war VIA schon immer für Überraschungen gut und schließlich hat auch der PT880 bereits in unseren Tests sehr gut abgeschnitten.

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Das Referenzboard werden wir nun zunächst auf der nächsten Seite genauer ansehen.


Unser Referenzboard ist mit vier DDR-Slots ausgestattet - diese Konfiguration wird sich aufgrund der Verbreitung von DDR2 wohl noch auf den meisten PT880 Pro-Platinen finden. VIA verbaut ein Dual Channel-Speichercontroller in der PT880 Pro Northbridge, der jedoch nicht nur mit DDR400 umgehen kann, sondern auch mit langsameren Varianten. Somit sind auch OEM-Platinen denkbar, die unter Verwendung des Celeron D eventuell auch auf DDR333 setzen. Auch DDR2 ist mit dem Chipsatz möglich, ist jedoch bei uns nicht implementiert.

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Als Erweiterungskarten bieten wohl die meisten PT880 Pro-Boards die folgende Konfiguration: Vier PCI-Slots, zudem einen PCI-Express-Slot, der zwar als x16-Slot auf dem Board verlötet ist, aber intern nur mit x4 belegt ist, und einen AGP-Slot. Gerade durch den Beschnitt des x16-Slots auf x4 verliert der PT880 einiges an Performance in bandbreitenintensiven Anwendungen, obwohl der Chipsatz selbst mit x4 jeweils knpp 1 GB/s in jede Richtung übertragen könnte. Der AGP-Slot kann mit einer 8xAGP-Karte bestückt werden. Im Hintergrund sieht man die EPS-Stromversorgung - auch bei VIA wird dieser 24polige Stecker eingesetzt. In unserem Fall sitzt er etwas nah am AGP - ein Design-Fehler, den wohl die Mainboardhersteller nicht machen werden.

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Im unteren Mainboardbereich sieht man eine Reihe bekannter Chips. Neben der VIA VT8237R-Southbridge, die unter anderem auch für die beiden Serial ATA-Ports verantwortlich ist, finden wir hier die CMOS-Batterie, einen Buzzer, zwei ATA/133-Anschlüsse sowie die üblichen Mainboard-Anschlüsse für das Gehäuse. Hier hat VIA bereits jetzt einen kleinen Vorteil gegenüber Intel, denn auf den neuen Mainboards findet man nur noch einen ATA/133-Anschluß für maximal zwei Geräte. Gerade wenn man aufrüsten möchte, besitzt man sicherlich noch oft den alten CD-Brenner, eine ältere Festplatte und weitere ATA-Geräte, die man übernehmen möchte - dies ist aber nicht möglich, da Intel Serial ATA forciert. Bei VIA kann man noch vier Geräte einsetzen - also ist auch hier etwas mehr Flexibilität geboten.

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Etwas hinten dran ist man noch bei den Serial ATA-Ports - diese können zwar schon Raid 0 und 1, allerdings sind nur zwei Festplatten anzuschließen. Intel bietet bereits die Möglichkeit, vier Platten anzuschließen, unterstützt Native Command Queuing und Hot Swapping und besitzt mit der Matrix Storage Technology eine flexible Möglichkeit zum Stripen und Spiegeln von Festplatten. VIA wird hier mit der VT8251 kontern, die unter anderem vier Ports und Raid 5 unterstützen wird.

In der oberen Mainboardecke sehen wir die Stromversorgung und Spannungswandlung des Mainboards - auch hier gibt es keine Besonderheiten. Mainboards mit dem VIA PT880 Pro werden die aktuellen FMB- und VRM-Standards unterstützen, sodass alle aktuellen Pentium 4-Modelle eingesetzt werden können. Der Sockel 775 darf natürlich auch nicht fehlen - theoretisch könnte auch ein Sockel 478 zum Einsatz kommen, dies ist von VIA aber in dieser Form nicht geplant.

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Die VIA VT8237R kennen wir schon von anderen Reviews...

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... neu ist hingegen die VIA PT880 Pro Northbridge, die - wenn man den ausreichenden passiven Kühlkörper abgenommen hat - freiliegt und in FCBGA-Fertigung auf das Mainboard gelötet wurde.

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Mehrere Details zum VIA PT880 Pro-Mainboard müssen wir eigentlich nicht liefern - die Hersteller werden die Mainboards mit den unterschiedlichsten Kombinationen auf den Markt bringen. Auf unserem Board befand sich noch ein VIA VT1211 Super I/O für die PS/2, parallelen, seriellen Anschlüsse und das Floppylaufwerk, sowie für das Hardwaremonitoring, weiterhin ein VIA VT1617A Audio-Chip, allerdings ist hier auch ein HD-Audio-Codec oder ein hochklassiger VIA Envy-24khz-Sound möglich. Unser Mainboard nutzte zudem den in der Southbridge verfügbaren 10/100mbit-LAN-Anschluß, aber es ist natürlich auch möglich, dass ein Hersteller einen LAN-Port über PCI anbindet.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns den Besonderheiten des Referenzboards.


Technisch müssen wir einige Dinge vorwegschieben, die in unserem Fall sicherlich noch auf die Performance des Boards und auf den Gesamteindruck einen Einfluß hatten:

Insgesamt wird man also an vielen Stellen noch basteln - aber da unser Referenzboard sicherlich auch schon ein paar Tage alt ist, könnten sich bis zum heutigen Zeitpunkt schon viele Besserungen ergeben haben. Interessant war sicherlich der Versuch, zwei Grafikkarten in einem System zu betreiben. Hier sollte die Hauptherausforderung liegen, da wir den Eindruck hatten, dass es sehr auf die eingesteckten Karten ankommt, ob man Probleme bekommt, oder nicht.

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Auch noch nicht fertig ist die VIA VT8251-Southbridge, die VIA ja auch für den K8T890 und die PT894-Chipsätze verwenden will. Wird diese verwendet, sind weitere zwei PCI-Express x1-Lanes verfügbar. Maximal könnte man also auf einem Mainboard mit PT880 Pro-Chipsatz und VT8251-Southbridge einen x16-Port (x4) und zwei x1-Ports oder ähnliche Konfigurationen mit schnellen Onboard-Geräten vorfinden. Weiterhin ergeben sich dabei Vorteile für den Betrieb mit der PT894 und PT894 Pro-Version.

Zunächst finden wir natürlich die bereits erwähnten zwei PCI-Express x1-Lanes und die bereits bekannten sechs busmasterfähigen PCI-Slots, die die VT8251 natürlich weiterhin enthält. Auch die VIA-Drive-Station samt VRaid-Fähigkeiten sind bereits bekannt: Hier kann man nun vier Serial-ATA Geräte im Raid 0, 1 und 0+1 verbinden und auch vier ATA/133-Geräte können angesteckt werden - das ist ein deutlicher Vorteil gegenüber der Intel ICH6R, bei der man nur einen ATA/133-Controller findet. Da die VT8251 auch für die kommenden PT894-Chipsätze verwendet werden soll, hat VIA hier gegenüber Intel einen kleinen Vorteil. Einen Vorteil hat Intel hingegen wieder, da VIA ein Feature wie Matrix-Raid nicht implementiert hat, dafür bietet VIA Raid 5. Auch vorhanden ist in der VT8251 ein AHCI-Interface, so dass Native Command Queuing unterstützt wird.

Acht USB 2.0-Ports sind weiterhin Standardkost, ebenso natürlich die Keyboard/Mouse-Ports, der Low-Pin-Count und der AC97-Modem-Port. Neu - und das hinsichtlich des Onboard-Sounds - ist die Unterstützung des HD-Audio-Standards, den Intel für die ICH6-Serie erstmals ins Leben gerufen hat. Unklar ist hingegen, in welcher Art und Weise VIA diesen Standard hier unterstützt, man spricht aber von der Envy 2-Lösung als Favorit. In einem persönlichen Gespräch bekamen wir bestätigt, dass Azalia hier vollständig unterstützt wird, falls der Mainboardhersteller derartige Codecs unterstützen möchte. NVIDIA hält sich hier aufgrund der Dolby-Digital-Lizenzkosten zurück.

Hinzu kommt die Möglichkeit, einen VIA Gigabit-Ethernet-Controller direkt anzuschließen, ebenso wie einen 10/100 MBit-Controller. VIA hat jedoch keinen integrierten Gigabit-LAN-Adapter in die VT8251 untergebracht, allerdings bietet man Benchmarks, dass ein Anschluss mit der K8T890-Northbridge über PCI-Express leistungsfähiger wäre, als die bereits schon schnelle, nativ angebundene NVIDIA-Lösung. Des Weiteren argumentiert man, dass sich aus der NVIDIA-Lösung neben der reinen Bandbreite auch in den Kosten kein Vorteil ergibt. Auf NVIDIA-Platinen muss immer noch ein PHY-Chip gelötet werden, was sich in den Kosten und Platzbedarf auf dem Board mit einem normalen Ethernet-Chip deckt.

Angeschlossen wir die Southbridge wieder, wie bekannt, über das Ultra V-Link-Interface. Das Interface schaufelt 1066 MB/s über den Bus, was mit einer vollen Raid-Konfiguration aus vier Serial ATA-Geräten, beiden PCI-Express x1-Slots sowie den PCI-Slots und weiteren Geräten (z.B. USB 2.0) durchaus schon eng werden könnte. Allerdings tritt ein Worst Case in dieser Form sicherlich selten auf - und es bieten sich für High-Performance-Geräte ja schließlich die Schnittstellen direkt an der Northbridge an.


Bevor wir zu den Benchmarks schreiten, müssen wir noch ein paar Dinge erwähnen, die für die Tests protokolliert werden sollen. Mit dem Sockel 775 musste natürlich auch aufgrund der PCI-Express-Grafikkarte ein neues Testsystem her. Wir verwenden hierfür einen Pentium 4 520. Als Grafikkarte setzen wir eine MSI Radeon X600XT mit 128 MB ein - zwar nicht das Top-Modell, aber ausreichend schnell, um Mainboards zu testen und auch ein paar neuere Spiele mit in den Vergleich aufzunehmen, ohne sofort eine Grafikkartenlimitierung zu erhalten. Als Speicher setzen wir Corsair TwinX-1024-Module ein, hier setzen wir auf die 400 MHz-Version, die ohne Probleme mit CL2 läuft. Eingesetzt werden zwei Module mit 512 MB. Eine Serial ATA-Festplatte ist natürlich Pflicht, weiterhin ein DVD-ROM-Laufwerk.

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Als Betriebssystem setzen wir auf Windows XP Professional mit Service Pack 1A. Als Treiber werden die neusten VIA Hypernion-Treiber verwendet, die ATI-Catalyst 4.7 für die Grafikkarte und schließlich DirectX9b.

Hier das komplette Testsystem in der Übersicht :

Hardware :

Software :

Der FSB war dieses Mal genau innerhalb der Spezifikation. Als Speichersettings konnten wir 2-2-2-5 einsetzen - ein erstaunlich gutes Timing für ein Referenzsample, welches wir aber leider nicht nachprüfen konnten, da CPUZ den Chipsatz noch nicht erkennt. Zumindest ergaben sich deutliche Leistungssteigerungen, als wir von CL3 auf CL2 umstellten - und somit ist davon auszugehen, dass die Timings ordentlich übernommen wurden. Mit diesen Settings haben wir nun also mit dem Test begonnen.

Nun kommen wir endlich zu den Benchmarks - bevor es jedoch an die Leistungswerte geht, noch die Qualitäts-Messungen von Rightmark :


Sisoft Sandra CPU Drystone ALU (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär.

Zunächst wollen wir die CPU-Benchmarks kurz ansehen :

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU

Sisoft Sandra MMX Integer

Sisoft Sandra MMX FP

Sisoft Sandra Memory Int

Sisoft Sandra Memory Float

Unser Kommentar :

Minimal langsamer als die Konkurrenz in den CPU-Benchmarks - doch dies dürfte an dem im Vergleich konservativ eingestellten FSB liegen. Sehr gut sind hingegen die Speicherbenchmarks. Hier sieht es so aus, als hätte VIA wieder ein glückliches Händchen gehabt, so kann der Chipsatz mit 2-2-2-5 auch unter die Top10 der bislang getesteten Pentium 4 Boards kommen.

PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist die neuste Kreation aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 Memory

Unser Kommentar :

Hier fällt der VIA PT880 Pro etwas zurück, aber liegt in guter Gesellschaft zwischen den i915P-Boards von Intel.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 - Rendering 2 CPU (HT)

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar :

In Cinebench zeigt der PT880 Pro zunächst eine ordentliche Performance. Vor allen Dingen in den CPU-Benchmarks ist er durchaus konkurrenzfähig und hält gut mit. Beim OpenGL HW-L sieht es jedoch anders aus - hier meldet sich zum ersten Mal die x4-Schwäche und somit liegt man deutlich abgeschlagen auf hinteren Rängen. Dort finden wir unter anderem auch die Boards, die in den ersten Testberichten vom B1-Bug geplagt waren. Auch dieser Bug hatte mit der PCI-Express Bandbreite zu tun - und somit ist es nicht verwunderlich, dass der VIA PT880 Pro in denselben Anwendungen Schwächen zeigen wird.

KibriBench (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map 'City', die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar :

Auch bei Kribi hängt der PT880 Pro etwas hinterher - obwohl hier eigentlich nur die CPU-Performance gefragt ist.


SpecViewPerf 7.0 3DSMax (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle sechs Teilbereiche : 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1.

SpecViewPerf 7.0 DRV-08

SpecViewPerf 7.0 DX-07

SpecViewPerf 7.0 Light-05

SpecViewPerf 7.0 Proe-01

SpecViewPerf 7.0 UGS-01

Unser Kommentar :

Deutliche Schwächen sehen wir auch in diesem Benchmark - wieder ist die PCI Express x4-Anbindung schuld, denn auch hier sahen wir bereits Einbrüche bei den Mainboards, die den B1-Fix noch nicht implementiert hatten. Auch hier ist PCI-Express-Bandbreite gefragt und deshalb liegt der PT880 Pro hier zurück.


XMpeg 5.03 (XMpeg)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB große MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Unser Kommentar :

Eine mäßige Leistung sehen wir leider auch nur bei XMpeg.

TMPGEnc MPEG Encoder (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg.

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Bei TMPGEnc platziert sich das Board eine Sekunde hinter dem schnellsten Board aus dem Testfeld - hier liegen alle Boards praktisch gleich auf und zeigen nur geringe Unterschiede.

Lame mp3 Codec und CDex (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des mp3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem mp3-Player :

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Auch bei LAME ist das Board nicht schnell unterwegs, aber die Performance ist als durchaus ordentlich einzustufen, man liegt mit einigen i915P-Boards gleich auf.

WinRAR (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Bei WinRAR blüht das Board wieder einmal auf und landet unter den Top10 - trotz recht niedrigem FSB und der CPU-Last dieses Benchmarks.

WinAce (WinAce)

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Auch bei WinAce liegt das frühe Referenzsample teilweise vor den ausgereiften i915P-Mainboards.


3DMark 2001 SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x768 durchgeführt, das reicht bei unserer Geforce 6800 GT um zu zeigen, wo ein stärkerer CPU mehr Leistung bringen kann.

Unser Kommentar :

In den 3D-Benchmarks werden wir das PT880 Pro aufgrund der PCI-Express x4-Anbindung öfter auf den hinteren Plätzen sehen. Zwar ist die Performance des PCI-Express-Links nicht wirklich entscheidend, aber in manchen Spielen scheint relativ viel Traffic über den Bus zu laufen. Gerade bei Benchmarks sieht man dies dann natürlich an den Punkten. Bei 3DMark 2001 liegt der PT880 Pro deshalb auch nur auf einem der hinteren Ränge, allerdings nicht abgeschlagen und auf demselben Niveau wie einige i915P-Boards.

3DMark 2003 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas 'optimiert' haben. Für unsere CPU-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Unser Kommentar :

Auch bei 3DMark 2003 kann sich das PT880 Pro Referenzboard im Bereich der i915P-Mainboards einfinden.

Aquamark 3 Score (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die kostenlose Version, die man unter obigem Link herunterladen kann. Die Score ist dabei ähnlich wie bei den Benchmarks von Futuremark auch online vergleichbar mit anderen Systemen.

Unser Kommentar :

Aquamark ist einer der Benchmarks, der extrem auf die PCI-Express-Performance reagiert - und so stürzt das Board hier auf einen hinteren Rang ab, da die Anbindung mit x4 etwas schlecht ist. Man liegt allerdings auch hier noch im Bereich einiger Boards, die den B1-Fix zum Testzeitpunkt noch nicht integriert hatten.

Codecreatures 1024x768 (Codecult)

Auch Codecreatures ist ein Benchmark für Grafikkarten - und dabei sogar ein recht anspruchsvoller. Ursprünglich wollten wir diesen Benchmark in den Reviews nur dazu verwenden, um aufzuzeigen, wo die CPU- und Chipsatzhersteller noch etwas verbessern könnten und wo eher eine neue Grafikkarte angebracht ist. Aus diesem Grund handeln wir Codecreatures auch recht schnell mit nur einer Auflösung (1024x768) ab, die zeigt, dass hier unsere Geforce 6800 zwar gute Werte bringt, aber die Frameraten immer noch sehr niedrig sind.

Unser Kommentar :

Hier sind praktisch immer alle Boards gleich auf - nur die Modelle mit automatischem PEG-Link Overclocking haben Gas gegeben. Ansonsten ist die Grafikkarten-Last in diesem Benchmark zu stark, um Schwankungen zwischen den Mainboards beobachten zu können.


Quake 3 Arena 640x480 (ID Software)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl 'timedemo 1' und 'demo demo001' aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Unser Kommentar :

Auch hier liegt der PT880 Pro gut - praktisch zwischen vielen i915P und i925X-Boards, nur an die Topmodelle kommt man nicht ganz heran.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muss man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Unser Kommentar :

Dasselbe Ergebnis hier, auch hier ist der Abstand zu den Top-Boards nicht groß und viele i915P-Boards lässt man hinter sich.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

UT2003 Botmatch 640x480

Unreal Tournament 2004 - Flyby 1024x768 (Epic)

Etwas hungriger bezüglich der Grafikkartenleistung ist UT2004 - aber in einigen Bereichen limitiert auch die CPU, weshalb sich auch dieser Benchmark perfekt für das Messen der CPU-Performance eignet. Wir haben den Benchmark wie immer mit niedriger Auflösung getestet.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x768

Unser Kommentar :

Da bei Unreal Tournament eher die CPU-Performance wichtig ist und die PCI-Express-Performance eher keine Rolle spielt, liegt man auch in diesem Benchmark gut - viele i915P-Boards werden vom PT880 Pro ausgestochen.


Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Unser Kommentar :

Auch in diesem CPU-lastigen Benchmark liegen das PT880 Pro-Board sehr gut und platziert sich vor vielen i915P-Boards namenhafter Hersteller.

Serious Sam 640x480 (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren CPU-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die CPU zu fordern. Hier das Ergebnis :

Unser Kommentar :

Trotz frühem Release-Status ist man auch bei Serious Sam gut unterwegs.

DroneZMark 640x480 (Zetha Games)

DroneZMark liefert nur mit einer starken Grafikkarte eindeutige Werte für einen CPU-Test - mit einer GeForce 6800 GT ist dies jedoch kein Problem. So haben wir hier ziemlich eindeutige Werte, DroneZ reagiert allerdings sehr gerne auch auf einen großen Cache, wie man in unseren bisherigen Tests sehen konnte.

Unser Kommentar :

Bei DroneZMark liegt VIA wieder etwas zurück - auch hier hat man einen leichten Einfluß des x4-Interfaces, deshalb kommt der PT880 Pro hier nicht richtig in Fahrt.

X2 The Threat - 640x480 (Egosoft)

X2 ist ein Weltraum-Egoshooter, der auch in einer Demoversion zum Herunterladen existiert, die wir hier für diesen Test verwenden. Die Software wird von uns in einer niedrigen Auflösung getestet, da das Spiel bei höheren Auflösungen beginnt, Grafikkarten-lastig zu werden.

Unser Kommentar :

Auch für X2 gilt - mit einem vollständigen x16-Interface wäre hier eine bessere Performance zu erreichen, so reicht es nur für einen der hinteren Plätze. Immerhin liegt man im Bereich vieler i915P-Boards, die mit dem B1-Fix noch nicht ausgestattet waren.


FarCry Pier 800x600 (Crytek)

FarCry ist wohl das Spiel des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Farcry Pier 1024x768

Farcry Pier 1280x1024

Farcry Pier 1600x1200

Unser Kommentar :

FarCry zeigt noch einmal deutliche Schwächen - auch bei diesem Benchmark wäre VIA mit einem x16-Interface etwas schneller, denn auch hier liegen die Boards mit fehlendem B1-Fix ebenso zurück. Ziemlich deutlich ist hingegen der Performance-Unterschied bei 800x600 - eventuell kann man hier bis zum finalen Status noch ein paar Prozent mehr Performance aus dem Treiber und/oder einem neuen Bios-Release herausholen.


VIA hat einen interessanten neuen Chipsatz auf den Markt gebracht - der vor allen Dingen im niedrigen Preissegment punkten wird. Die Möglichkeit, DDR und DDR2 relativ flexibel einzusetzen, AGP und PCI-Express miteinander zu kombinieren und FSB800 und FSB1066-Prozessoren zu verwenden, bringt Flexibilität, die Intel aktuell nicht zur Verfügung stellen kann. Mit der neuen VT8251-Southbridge kommen auch weitere Top-Features mit hinzu - und der Hersteller kann günstige Lösungen wie gewohnt andocken, um das Board nach Belieben auszustatten. Günstigen Boards wie einer neuen Version des MSI PT880 stehen dann nichts mehr im Wege, wobei diese preislich deutlich unter den i915P-Lösungen liegen, aber sicherlich nicht weniger gut ausgestattet am Markt präsent sein werden.

Ein paar Schwächen zeigt VIA aber auch noch in diesem Review - doch dies ist für Referenzboards eigentlich schon fast normal, schließlich handelt es sich nicht um ausgereifte Serienplatinen, sondern um einzelne Samples, die zu Demonstrationszwecken hergestellt worden sind. So sind einzelne Fehler im Bios und Unklarheiten beim Treiber sicherlich noch zu verkraften, auch wenn wir die angesprochenen Probleme mit dem Zwei-Grafikkarten-Betrieb als durchaus kritisch sehen.

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Doch diese Fehler sind alle zu beheben - enttäuscht sind wir hingegen vom PCI-Express x4-Interface. Bislang wurde von VIA deutlich ein PCI-Express x16-Slot kommuniziert, dass sich dieser nun als x4-Slot entpuppt, ist mehr als schade. Es scheint sich im PCI-Express-Bereich leider durchzusetzen, dass man gerne mal einen x4 oder einen x16-Slot auf das Board lötet, diesen aber nur mit x1 oder x4 bestückt. Der Kunde merkt dies dann höchstens an der Performance - wir sind der Meinung, man sollte deutlich kommunizieren, was hinter dem eigentlich aufgelöteten Slot steckt. Bei VIA merkt man den Performanceinbruch zwar nur selten, aber dann deutlich: Aquamark und SpecViewPerf sind zwei deutliche Beispiele für den Einbruch der Performance. In diesem Fall sieht das Board dann ähnlich schlecht aus wie ein i915P-Board mit B1-Bug. Dieser konnte jedoch per Bios-Update behoben werden - beim VIA PT880 Pro ist dies nicht der Fall.

Im Endeffekt ist die Möglichkeit, von der bestehenden AGP-Lösung auf PCI-Express zu upgraden, demnach etwas halbherzig - aber zumindest bietet man als Hersteller diese Option, die bislang am Markt einmalig ist.

Allerdings öffnet sich gleichzeitig ein positiver Blick auf den PT894 - dieser kann nämlich mit einem vollwertigen x16-Interface auftrumpfen, ist dem PT880 Pro allerdings sonst recht ähnlich. Da der PT880 Pro schon in einigen Benchmarks die Performance einiger i915P und i925X-Boards erreicht hat, ist zu erwarten, dass der PT894 sich mit DDR2, einem vollwertigen x16-Interface und ausgereiften Hypernion-Treibern teilweise vor einem i925X-Board platzieren kann. Zusammen mit einem Pentium 4 Extreme Edition könnte sich zudem auch noch ein schickes FSB1066-System bauen lassen. Mit der VT8251 hätte VIA dann auch die Möglichkeit, noch zusätzliche x1-Slots zu liefern, Raid 5 anzubieten und gute Onboard-Sounds andocken zu lassen. Sofern der PT894 und dessen Pro-Variante es also bald auf den Markt schaffen, könnte man sicherlich ein dickes Stück vom Intel-Monopol abknabbern.

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