NVIDIA präsentiert ION2 - eine kurze Vorstellung

Veröffentlicht am: von

Ion

Nicht nur AMD hat heute große Neuigkeiten zu vermelden, auch NVIDIA startet mit einer News im Chipsatz-Sektor in die CeBIT-Woche. Dabei geht es aber nicht um einen echten Desktop-Chipsatz für AMD- oder Intel-Prozessoren, sondern um den Nachfolger des ION. Intels Atom-Prozessoren erfreuen sich großer Beliebtheit und haben den Netbook-Markt erst so richtig in Schwung gebracht. Mit der Pinetrail-Plattform aber hat Intel versucht eben solche für Dritthersteller weitestgehend zu schließen. NVIDIA lässt es sich aber nicht nehmen einen weiteren Versuch zu starten die bessere Grafik im Zusammenspiel mit den Atom-Prozessoren bereitzustellen.

Beginnen wollen wir mit einer genaueren Betrachtung der Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Generation.

ION2_Diagramm_3_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Bei der ersten Generation des NVIDIA ION handelte es sich noch um einen echten Chipsatz, der die Verwaltung aller Komponenten übernahm und diese an die CPU angebunden hat. In das Aufgabengebiet fiel auch der Speicher-Controller. Wohl wichtigstes Merkmal aber war die Grafikeinheit, bei der es sich um eine GeForce 9400M handelte, die deutlich leistungsstärker war als die Intel-Lösung.

Der neue N450-Prozessor beherbergt künftig den Speicher-Controller und die Grafikengine (GMA3150). Der NM10-Chipsatz von Intel kommt somit ohne diese beiden Komponenten aus und spart somit Strom und macht die PineTrail-Plattform zu einer Zweichip-Lösung. Zudem entfällt die Southbridge. Für NVIDIAs ION2 entfallen also einige Aufgabengebiete. Über ein PCI-Express-Interface wird nur noch die GPU angebunden, welche auf eigenen DDR3-Speicher zurückgreifen kann.

ION2_Specs_1_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Bei der Grafik-Engine hat sich offensichtlich nicht viel getan. NVIDIA gibt wieder maximale 16 CUDA-Kerne an. Somit dürfte auch die GPU im ION2 auf der G96/C79 basieren. Der Chiptakt dürfte 450 MHz betragen, die Shader-Prozessoren sollten mit 1100 MHz arbeiten. Verdoppelt hat man die maximale Kapazität des Grafik-Speichers auf 512 MB im DDR3-Standard, der auch nicht mehr aus dem Arbeitsspeicher reserviert wird, sondern dediziert vorhanden ist.


ION2_Diagramm_1_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf dem Desktop sieht die Aufgabenverteilung wie folgt aus: Intels Atom-Prozessor und der NM10-Chipsatz übernehmen die Verwaltung des Arbeitsspeichers und der I/O-Komponenten. Über die ION2-GPU, die wahlweise auf DDR2- oder DDR3-Grafikspeicher zurückgreifen kann, wird das Display angeschlossen.

ION2_Diagramm_2_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Für Netbooks hat sich NVIDIA etwas anderes überlegt: Auch hier übernehmen der Atom-Prozessor und der NM10-Chipsatz die Verwaltung des Arbeitsspeichers und der I/O-Komponenten. Allerdings ist das Display direkt an der integrierten Grafikeinheit des Atom-Prozessors angeschlossen. Bei Bedarf kann dann die NVIDIA-GPU zugeschaltet werden, welche auch hier auf einen dedizierten Grafikspeicher zurückgreifen kann.

ION2_Diagramm_4_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Funktionsweise der Optimus-Technologie ist schnell erklärt. Laufen keine grafikintensiven Anwendungen, übernimmt die integrierte GMA3150 die Darstellung. Währenddessen ist die NVIDIA-GPU abgeschaltet und spart somit Strom.

ION2_Diagramm_5_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wird nun eine 3D-Anwendung gestartet, schaltet sich die NVIDIA-GPU ein und übernimmt die Berechnung der Bilder. Die Ausgabe erfolgt durch den Integrated-Graphics-Prozessor (IGP) von Intel.

ION2_Performance_1_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wer sich die Frage stellt, wozu man nun ein Netbook mit ION2-GPU benötigt, für den hält NVIDIA obige Vergleichswerte bereit. Bei diesen geht NVIDIA aber erst einmal nur auf die 3D-Leistung ein. Ebenfalls ein wichtiger Faktor ist allerdings die Darstellung von HD-Inhalten. Die Tatsache, dass Intel einen zusätzlichen HD-Videodecoderchip für eine Plattform empfiehlt - den optional erhältlichen Broadcom BCM70015 HD - zeigt bereits, dass Blu-ray- und H.264-Videowiedergabe nicht zu den Stärken des GMA3150 zählen dürfte.

Sobald die ersten Produkte, sowohl reine PineTrail-Hardware wie auch ION2-Geräte, verfügbar sind, werden wir uns auch einen eigenen Eindruck der Performance machen.

Auf der folgenden Seite stellen wir die ersten Produkte mit ION2-GPU vor.


Acer Aspire One 532G:

{gallery}/galleries/reviews/ION2/Acer_Aspire_One_532G{/gallery}

ASUS 1201PN:

{gallery}/galleries/reviews/ION2/ASUS_1201PN{/gallery}

ASUS EeeBox 1501P:

EBOX1501_w_Right_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

ASUS EeeTop 2010PNT:

ET2010PNT_Front_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Lenovo C200:

Lenovo_C200_rs

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Zotac Zbox:

{gallery}/galleries/reviews/ION2/Zotac_Zbox{/gallery}