DDR2-Roundup Nr. 2

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In unserem letzten DDR2-Roundup präsentierten wir 11 DDR2-Module mit 533 und 667 MHz - nun stehen noch drei Nachzügler auf dem Programm, die wir beim letzten Roundup noch nicht mitgetestet haben. Da seit dem letzten Roundup ein paar Wochen vergangen sind, können wir nun auch auf den i925XE-Chipsatz als Testplattform zurückgreifen, denn der Chipsatz erlaubt einen höheren FSB und damit mehr Flexibilität bei den Einstellungsmöglichkeiten für den Speicher. Um die Vergleichbarkeit zu den bisherigen Tests zu gewährleisten, haben wir den Sieger aus unserem letzten Roundup erneut mitgetestet. Diesmal wurden Werte überhalb DDR2-800-Niveau erreicht - hohe Frequenzen scheinen für DDR2 also kein Problem darzustellen.

Die neue Intel-Chipsätze und der i925XE sind die einzigen Chipsätze am Markt, die bislang DDR2 nutzen. Nachdem wir uns schon eine Reihe Mainboards in drei Roundups (1, 2, 3) angesehen haben und auch einen Blick auf die notwendigen neuen Grafikkarten mit PCI-Express-Slot geworfen haben, benötigt man für ein schnelles Sockel 775-System eigentlich nur noch richtig flotten DDR2. Der neue Speicher bietet zunächst jedoch trotz offizieller 533 MHz Arbeitsgeschwindigkeit keine großen Vorteile gegenüber dem bisherigen Standard DDR400. Die Performancevorteile liegen trotz deutlichem Plus bei der Frequenz im Bereich weniger Prozent. Teilweise ist DDR400 sogar minimal schneller - wenn nämlich die hohen Latenzzeiten von DDR2 sich als ineffektiver herausstellen als die niedrigen Latenzzeiten von DDR400. In diesem Review zeigen wir jedoch Taktfrequenzen, die mit DDR-RAM nicht erreichbar wären - und gute Frequenzen bekommt man durch das Herabsetzen der Timings ebenso.

Die Global Player bei der Chipproduktion sind bislang Elpida, Micron, Samsung und Infineon. Wir bekamen im letzten Roundup elf Module zusammen, aber diese besaßen alle Chips dieser vier Hersteller. Somit sind auch die Charakteristiken der Speichermodule ähnlich, da viele Hersteller auf identische Chips setzen. Im Test sind heute die folgenden Module:


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Diese vier Module werden wir uns genauer ansehen und testen, wie niedrig man die Latenzzeiten beim Standardbetrieb setzen kann und welche maximalen Taktraten die Riegel erreichen können. Des Weiteren werfen wir einen besonderen Blick auf die Kompatibilität der Module, da gerade bei neuen Techniken gerne einmal die Spezifikationen nicht zu 100% erfüllt werden und dann Probleme mit dem einen oder anderen Mainboard entstehen können - bei den letzten 11 Modulen hatten wir hier jedoch keine Probleme. Hier haben wir auf die DDR2-Mainboards aus unseren beiden Sockel 775 Mainboard Roundups zurückgegriffen - jedes Modul wurde auf beiden Mainboards getestet. Auf dem neuen ASUS P5AD2-E Premium haben wir dann schließlich die Performance der Module unter die Lupe genommen und bei verschiedenen Frequenzen und Timings gegenübergestellt.

Ein wenig Background zur Theorie von DDR2 haben wir in unserem letzten Roundup schon erzählt, aus diesem Grund gehen wir an dieser Stelle nicht erneut darauf ein. Auch die Probleme mit dem ASUS P5AD2 Premium können wir abhaken, auch wenn sich das ASUS P5AD2-E Premium ähnlich verhält. Beim Testsystem müssen wir aufgrund des Boardwechsels auch einiges ändern, was im letzten Review noch aktuell war. Aus diesem Grund hier eine Aufstellung unseres Testequipments.

Testsystem

Der Pentium 4 Extreme Edition zeigt gerade in den Sandra-Benchmarks niedrigere Werte als ein Prescott-Prozessor. Aus diesem Grund wird man hier keine Rekorde erwarten können. Allerdings eignete sich der Prozessor aufgrund seines niedrigen Multiplikators und der Validierung auf hohe FSBs sehr gut für diesen Test. Das ASUS P5AD2-E Premium hat wieder einmal Probleme im Bereich um 200 MHz gemacht, weshalb wir auf die Messung der Standard-Performance dieses Mal verzichtet haben. Diesbezüglich haben wir nur die Kompatibilität mit anderen Boards getestet.

Auf den folgenden Seiten wollen wir uns jedes Modul im Detail ansehen.


Der zweite DDR2-667-Riegel in unserem Test nach dem Corsair Twin2X XMS2-667 ist der Kingston HyperX PC2-5400. Die HyperX-Serie von Kingston hat man speziell für den Overclocker und den High-End-Freak ausgewählt. Kingston validiert die Module sogar für DDR2-675 und testet sie auf Stabilität bei 4-4-4-10 mit 1,85V. Es ist also davon auszugehen, dass die Module ohne Probleme bis zu dieser Frequenz laufen, da die meisten Mainboards 1,8V-1,85V einstellen. Dabei bleibt Kingston sogar unter den JEDEC-Spezifikationen. Allerdings programmiert man im SPD-EEPROM normale JEDEC-Timings (4-4-4-12) und auch normale Frequenzen (533 MHz), um ein Mainboard nicht durcheinander zu bringen, wenn es die hohen Frequenzen nicht auf Anhieb unterstützt. Die KHX5400D2K2/1G genannten Module besitzen auch im Internet ein Datenblatt mit allen notwendigen Angaben.

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Kingston setzt auf acht Chips (8 x 64MB) - zwar haben wir die Module nicht von ihrem Heatspreader befreit, aufgrund der erreichten Performance und der gebotenen Timings kann man jedoch davon ausgehen, dass die Module Micron-Module enthalten. Die Heatspreader sind wieder mal nur "Schönheitsideal", bieten nicht wirklich eine kühlende Funktion. Kingston protokolliert die notwendigen Details des Moduls auf einem Aufkleber und legt auch eine Anleitung mit in die Verpackung.

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SPD-Programmierung:

Bei der SPD-Programmierung sehen wir nichts Ungewöhnliches - das Modul ist sauber programmiert und wird mit den spezifizierten 4-4-4-12 erkannt. Da es auf JEDEC-Settings programmiert ist, erwarten wir keine Probleme mit Mainboards, die diese Erkennung auch tatsächlich richtig nutzen.

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Kompatibilität:

Bei der Kompatibilität können wir auf unsere Mainboardtests zurückgreifen. Insgesamt hatten wir 12 Mainboards im Test, die DDR2 nutzten. Während der Mainboardtests haben wir bereits die Kompatibilitätstests durchgeführt, deshalb können wir jetzt auf diese zurückgreifen, sofern sie uns zum Testzeitpunkt noch vorlagen. Wir bewerten die "Kompatibilität" und subsumieren darunter, ob ein Mainboard mit einem Modul startet. Anschließend wäre es z.B. möglich, das Modul richtig einzustellen, wenn das Board die Timings falsch einstellt. Derartiges würden wir dann unter Anmerkungen bemerken. Unter "Stabilität" subsumieren wir ein komplett stabiles System mit den eingestellten SPD-Timings oder den entsprechend angemerkten besonderen Timings.

Im ersten Test können wir gleich einen Erfolg vermelden - die Kingston HyperX PC2-5400-Module liefen mit jedem Mainboard ohne Probleme. Beim ASUS P5AD2 Premium und beim neuen ASUS i925XE-Board erkennt das Board die Module zwar mit den Timings 4-3-3-8, aber diese Taktung führt bei den Kingston-Modulen auch zu keinen Problemen, da sie mit 3-3-3-8 bei uns noch stabil liefen. Die falsche Erkennung ist hierbei auch dem ASUS-Board zuzuschreiben. Bei der Kompatibilität haben wir somit keine Einschränkungen zu berichten.

Overclocking:

Selbstverständlich haben wir auch übertaktet. Hier versuchten wir, einen möglichst hohen FSB mit maximal 2,0V bis 2,2V und asynchronem Bustakt (3:4) zu erreichen. Die HyperX-Module ließen sich bis über 814 MHz mit 5-4-5-8 bei 2,2V betreiben. Leider war das System dann nicht mehr 100%ig stabil - aber mit DDR2-800 lief das System reibungslos und flott. ScienceMark 2.0 lieferte einen Bandbreite von 5496 MB/s.

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Performance:

Die Performance betrachten wir anhand von Sisoft Sandra, ScienceMark, Quake3Arena und Aquamark bei verschiedenen Speichersettings. Hier die absoluten Werte bei den jeweiligen Taktraten:

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Preis:

Auf der nächsten Seite kommen wir zu den Kingmax DDR2-533:


Von Kingmax hatten wir schon lange keine Speichermodule mehr - durch Cheeep.de kommen wir aber in den Genuss, einmal wieder neue Sticks der Firma zu testen. Die Kingmax DDR2-533-Module sehen zunächst ähnlich aus, wie die Samsung-Module aus dem letzten Test. Kingmax verwendet nämlich dieselben Chips. Allerdings verpackt Kingmax die DDR2-533-Module in eigenen Verpackungen und legt auch noch eine Anleitung dabei. Wir testen die Module mit der Kennung "KLBC28K-38SP", die mit CL4 programmiert sind. Etwas unglücklich ist, dass Kingmax die Verpackung allerdings auch für die "KLAC28K-38MP" verwendet und deshalb auf der Rückseite bei den Product Specifications "CL3" aufgedruckt ist. Ein potentieller Käufer könnte nun denken, dass die gekauften CL4-Module CL3 unterstützen, was sie aber leider nicht tun.

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Kingmax setzt auf diesen mit 4-4-4-12 programmierten Modulen Samsung-Speicherchips ein. Das DDR2 nichts "Besonderes" ist für Samsung, ist klar - man versorgt schon seit Beginn der DDR2-Ära für Grafikkarten die Grafikkarten-Hersteller mit entsprechenden Modulen. Die Samsung-Module mit der Endung GCD5 besitzen dabei ein Rating von 533 MHz mit 4-4-4, Samsung hat aber auch schon Module mit 667 MHz im Angebot, allerdings mit langsamen 5-5-5-Timings (GCE6). Kingmax lässt für diese Serie auch den Kühlkörper weg - die Module liegen also frei - es sind 16 Chips auf jedem Modul mit einer doppelseitigen Organisation.

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SPD-Programmierung:

Keine Besonderheiten fanden wir bei der SPD-Programmierung der Kingmax-Module vor - sie liefen ordnungsgemäß mit 4-4-4-12 auf einem Intel D925XECV2 und zeigten dies auch über CPUZ ordnungsgemäß an. Auch die sonstigen Details sind sauber programmiert.

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Kompatibilität:

Auch hier nutzen wir wieder unsere neun DDR2-Mainboards und unterscheiden zwischen Kompatibilität, Stabilität und geben die Anmerkungen, falls ein Mainboard andere Settings benötigte oder Probleme bereitet hat.

Die Kingmax-Riegel sind hier ohne weiteres geeignet, nur bei ASUS-Mainboards sollte man aufpassen. In unserem Test starteten die Kingmax DDR2-533-Module nicht, da ASUS hier wieder versucht, CL3 einzustellen. Die Module liefen bei uns maximal mit 4-4-4-8, aber nicht mit CL3. Aus diesem Grund zeigen sowohl das ASUS P5AD2-E Premium wie auch das ASUS P5AD2 Premium dieselben Probleme - das Board startete nicht. Abhilfe schafft hier das Setzen des FSBs auf 205 MHz - denn dann schaltet ASUS den Turbo-Modus ab und liest tatsächlich auch mal die SPD-Programmierung aus, dann laufen auch die ASUS-Boards stabil.

Overclocking:

Selbstverständlich haben wir auch hier wieder übertaktet. Auf dem ASUS P5AD2-E Premium stellten wir wieder bis zu 2,2V ein, um zu sehen, wieviel Speichertakt wir erreichen konnten. Die Kingmax-Module erreichten maximal DDR2-800-Frequenzen, wobei Aquamark hier aber nicht mehr lief. Trotzdem ist dies selbst mit 5-5-5-15-Timings ein recht gutes Ergebnis für den Speicher, da er bei 533 MHz nur mit 4-4-4-8 lief. Die Samsung-Module scheinen also vom Takt her recht gut zu sein, können aber niedrige Timings nicht sehr gut erreichen. Die Performance bei ScienceMark 2.0 lag bei 5470 MB/s.

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Performance:

Hier die absoluten Werte bei den jeweiligen Taktraten :

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Preis:

Die CL3-Riegel haben übrigens Micron-Chips und waren unter anderen bei Digital-Daily im Test.

Auf der nächsten Seite kommen wir zu den Mushkin DDR2-533-Riegeln.


Nochmal Module von Cheeep.de - diesmal sind es Mushkin DDR2-533-Module. Mushkin-Speicher hatten wir bislang auch selten im Test, die hier präsentierten Module besitzen jeweils 512 MB und sind Standard PC2-4200-Module. Sie kommen in einer antistatischen Verpackung mit Mushkin-Aufkleber, eine Anleitung liegt bei. Die schwarzen Heatspreader sehen schick aus, haben aber wie immer bei DDR2-Modulen aufgrund der geringen Wärmeentwicklung recht wenig Sinn.

Mushkin spezifiziert die DDR2-533-Module für 4-4-4-12 mit 1,8V - es sind also JEDEC-konforme Standard-Module, obwohl Mushkin natürlich den Overclocker ansprechen möchte. Das erreicht man im Endeffekt dann über die Verwendung von Micron-Chips, die bei unseren Modulen zu finden waren. Allerdings waren in amerikanischen Reviews auch schon Module mit anderen Chips gesichtet - es ist also durchaus schwierig, eine weltweite Performanceprognose zu erstellen.

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Die Mushkin-Module bei uns waren doppelseitig organisiert mit jeweils 32MB-Chips.

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SPD-Programmierung:

Mushkin bietet hier die ausführlichste Programmierung - und man programmiert hier nicht sich selbst als Hersteller ein, sondern die Chips, die man verwendet hat. Auch das Produktionsdatum wird einprogrammiert, was bei Speicherchips ebenso eine Rolle spielen kann, denn es finden oft Änderungen am PCB-Layout oder an den verwendeten Chips statt, die dann entsprechend protokolliert werden könnten. Die SPD-Programmierung ist also in Ordnung.

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Kompatibilität:

Auch hier nutzen wir wieder unsere neun DDR2-Mainboards und unterscheiden zwischen Kompatibilität, Stabilität und geben die Anmerkungen, falls ein Mainboard andere Settings benötigte oder Probleme bereitet hat.

In unserem Fall lief alles ohne Probleme - auch das ASUS-Board, welches hier ausnahmsweise mal 4-3-3-8 einstellte. Das ist zwar immer noch nicht die richtige Einstellung, aber das Board startet zumindest und aufgrund der Fähigkeiten der Mushkin-Module lief das Board auch stabil. Bei allen anderen Boards im Test lieferte sich das Modul keinen Ausfall und leistete zuverlässig seinen Dienst.

Overclocking:

Selbstverständlich haben wir auch hier wieder übertaktet. Hier wechselten wir zum ASUS P5AD2-E Premium und versuchten dort, einen möglichst hohen FSB mit maximal 2,2V und asynchronem Bustakt zu erreichen. Wir erreichten 400 MHz (DDR2-800) mit 5-5-5-12 - für ein Micron-Riegel sicherlich nicht das optimalste Ergebnis, da wir zuletzt die Samsung-, Infineon- und Elpida-Chips als schwächer eingeschätzt hatten, aber der Kingmax-Riegel von der Vorseite mit Samsung-Modulen ähnlich gut unterwegs war.

Diesmal war das System jedoch mit DDR2-800 vollkommen stabil, 5494 MB/s wurden erreicht. Damit war das Modul etwas schneller als der Kingmax-Riegel und lag im Niveau auf dem höher getakteten Kingston-Riegel. Da das Ganze auch mit "nur" 2,1V erreicht wurde, sind wir zufrieden.

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Performance:

Hier die absoluten Werte bei den jeweiligen Taktraten :

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Preis:

Auf der nächsten Seite kommen wir zu den Corsair ValueSelect DDR2-533:


Das Corsair ValueSelect-Modell hatten wir schon im ersten DDR2-Roundup im Test - hier präsentieren wir es als Vergleichsmodul erneut, da wir es zuletzt schon zum Testsieger ausgewählt hatten.

Vorher noch nie im Test bei uns war ein Modul der Corsair ValueSelect-Serie, da Corsair diese Module eigentlich nur für den OEM- und Servermarkt anbietet und nicht für den performancehungrigen Endkunden vermarktet. Wir haben uns über einen Händler entsprechende Module organisiert - die ValueSelect-Serie gibt es dabei mit 256 MB, 512 MB und 1 GB, sogar Dual Channel Kits gibt es von diesen Modulen. Einziger ersichtlicher optischer Unterschied zu den XMS2-Modulen von Corsair sind die schwarzen Heatspreader, denn die ValueSelect-Serie kommt ohne diese aus. Diese braucht sie auch nicht - denn Corsair legt diese Module für Kompatibilität und Stabilität aus, so arbeitet man bei der Kompatibilität mit allen Mainboardherstellern zusammen und gibt unter anderem eine Mean Time Between Failures (MTBF) mit 300.000 Stunden an.

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Auch hier setzt Corsair auf die Micron-Chips, wieder mit derselben Anordnung. Eingesetzt werden wieder 16 Chips à 32 MB mit einer doppelseitigen Bestückung. Auch hier liegen die Latenzzeiten bei 4-4-4-12 und entsprechen somit auch der JEDEC-Spezifikation.

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SPD-Programmierung:

Keine Probleme hatten wir schon im letzten Test - da sich an der Programmierung bislang nichts geändert hat, zeigt der Daumen weiterhin nach oben.

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Kompatibilität:

Auch hier nutzen wir wieder unsere neun DDR2-Mainboards und unterscheiden zwischen Kompatibilität, Stabilität und geben die Anmerkungen, falls ein Mainboard andere Settings benötigte oder Probleme bereitet hat.

Auch bei diesen Speicherriegeln stellen die ASUS-Riegel wieder den Turbo ein, hier aber ohne PRobleme, da das die Speicherriegel im ASUS P5AD2 Premium selbst mit 3-3-2-8 noch stabil liefen, beim ASUS P5AD2-E Premium war zumindest bei 3-3-3-8 boardbedingt ein stabiler Betrieb möglich.

Bei den anderen Mainboards gab es keine Probleme.

Overclocking:

Selbstverständlich haben wir auch hier wieder übertaktet. Im ASUS P5AD2-E Premium erreichten wir den bislang höchsten Takt mit DDR2-828-Taktraten, sprich 414 MHz. Auch hier mussten wir die Latenzzeiten wieder auf 5-5-5-15 zurückstellen, dafür lief das Board aber mit DDR2-800 mit 4-4-4-8 und 2,1V. Sciencemark lieferte 5632 MB/s bei DDR2-828 - das ist der Bestwert aus diesem zweiten Review. Noch mehr erreicht man allerdings mit DDR2-800 bei 4-4-4-8 - dann kommen wir sogar auf über 5800 MB/s.

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Performance:

Hier die absoluten Werte bei den jeweiligen Taktraten:

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Preis:

Widmen wir uns nun den Empfehlungen und kommen wir zum Fazit.


Bislang gibt es nur wenige Chips - und das scheint auch der Grund zu sein, warum es keine Kompatibilitätsprobleme mit DDR2-Modulen zu geben scheint. Jedes von uns getestete Modul lief eigentlich reibungslos mit jedem getesteten Board. Auch ist sicherlich ein Grund, dass es nur eine Chipsatzserie gibt, somit ist es für die Modulhersteller auch einfach, ein funktionierendes SPD-EEPROM zu programmieren. Bei der Kompatibilität liegen also wenige Unterschiede bei den Modulen vor - und es ist im Endeffekt auch egal, ob auf den Modulen Chips von Elpida, Samsung, Infineon oder Micron sitzen.

Die Performance-Freaks werden jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Chips festgestellt haben. Nur Micron scheint bislang gut zu sein für niedrige Latenzzeiten und hohe Bustakte. Elpida macht hingegen schon recht früh schlapp, die Samsung-Module eignen sich weniger für niedrige Latenzen, aber dafür ebenso für hohe Taktraten. Die bislang einzigen von uns getesteten Infineon-Dimms liefen zwar mit niedrigen Timings, aber nicht auf hohen Taktraten.

Wenn ein Hersteller nun auf einen der vier Herstellerchips setzt, übernimmt er zwangsweise bis zu einem gewissen Grad auch deren Eigenschaften. Natürlich ist es wichtig, welche Qualität sein PCB hat und welche Qualität die Programmierung des SPD-EEPROMs hat, an den Taktraten und Timings kann er noch wenig feilen. Aus diesem Grund ist es eigentlich unfair zu sagen, Hersteller XXX hat ein schlechtes Modul, weil er nicht schnelle Timings erreicht - es liegt einfach nicht im Einflussbereich des Herstellers, sondern im Einflussbereich des Chipherstellers.

Für den Kunden ist dies natürlich egal - er sucht sich das Modul aus, was seine Ansprüche am besten erfüllt. Aus diesem Grund schauen wir uns natürlich die getesteten vier Module genauer im Fazit an:

Die Mushkin DDR2-533-Riegel sind eigentlich "nur" Micron-Riegel mit einem Heatspreader. Sie sind ähnlich programmiert, wenn auch umfangreicher mit Herstellungszeitpunkt. Auch die Kompatibilität ist gut, keine Schwächen gab es diesbezüglich in unseren Tests. Die Performance war durchschnittlich, erstaunlich war hingegen, dass die Mushkin-Riegel trotz eigentlich guter Micron-Chips nur CL4 in unserem Test erreichten. Soweit wir die Module auf CL3 stellten, fuhr das Testmainboard nicht mehr an. Immerhin kamen wir aber mit den DDR2-533-Modulen auf DDR2-800-Timings mit 5-5-5-12 bei 2,1V. Der Preis von 130,90 Euro für ein 512 MB-Modul ist für aktuelle DDR2-Module keine Besonderheit.

Die Kingmax DDR2-533-Riegel hatten wir nur als CL4-Variante im Test. Die CL3-Variante soll auch mit Micron-Chips ausgestattet sein und ist sicherlich für den Performance-Freak etwas interessanter. Unsere Riegel liefen gut, aber nicht perfekt. DDR2-800 war möglich, aber nur haarscharf mit langsamsten Timings. Mit 2,1V und 5-5-5-15 erreichten wir diese magische Grenze. Aufgrund der Samsung-Chips kommt man wohl nicht mit niedrigen Timings zurecht, so war bei Standard-DDR2-533-Betrieb nur 4-4-4-8 maximal möglich. Aus diesem Grund ist auch die Performance etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Gut ist hingegen die SPD-Programmierung und auch die schicke Verpackung - wenn die CL4-Module nicht mit CL3 angepriesen würden. Qualitativ gute Module sind es trotzdem. Bei einem Preis von 142,90 Euro für ein 512MB-Modul erhält man aber beispielsweise bei Mushkin etwas mehr.

Die Kingston HyperX PC2-5400 sind natürlich etwas für den High-Performance Freak. Wer schon Speicher kauft, der garantiert mit DDR2-675-Frequenzen läuft, der möchte diese auch erreichen. Für die Kingston-Riegel war dies kein Problem, sie erreichten hervorragende 810 MHz in unserem Test mit 4-4-5-8 bei 2,2V. Damit waren die Module zwar nicht 100%ig stabil, aber bei DDR2-800 konnten wir mit identischen Frequenzen eine gute Stabilität erreichen. 2,2V sind aber etwas viel - und demnach ist ein Dauerbetrieb wohl eher mit DDR711 und 2,0V zu empfehlen. Die Performance war merkwürdigerweise etwas hinter der Konkurrenz - das liegt am SingleSided-Aufbau, die bei den Intel-DualChannel-Chipsätzen aufgrund der Ansteuerung zu einer minimal schlechteren Performance führt. Mit 3-3-3-8 erreicht man auch im Standardbetrieb bei 533 MHz eine perfekte Performance. Qualitativ sind die Module natürlich erste Wahl - mit Heatspreader, schicker Verpackung, Anleitung und der von Kingston genannten Validierung gehören sie sicherlich zu den begehrtesten Speicherriegeln im DDR2-Bereich am Markt. Der Preis ist aber ebenso luxuriös mit 161,78 Euro für ein 512 MB-Modul. Ein Kit mit 1024 MB ist da schon preiswerter - 267,70 Euro muß man dafür hinlegen, pro Riegel wären dies also zwischen 130 und 140 Euro.

Die Corsair ValueSelect PC2-4200 hatten wir schon im letzten Roundup - hier liefen sie nur noch einmal vergleichsweise mit. Am guten Fazit ändert dies nichts - das letzte Mal waren die Corsair-Riegel schon unsere Gewinner und erhielten einen Award, diesmal waren sie ebenso gut unterwegs. 828 MHz sind schon Wahnsinn, schneller waren aber 800 MHz mit guten 4-4-4-8-Timings. Dabei sind die Riegel nicht nur bei der Performance im oberen Bereich hervorragend, sondern auch im Standardbetrieb mit 3-3-3-8. Hinzu kommt eine gute Programmierung und eine problemlose Kompatibilität. Das Ganze gibt es aktuell ab 116 Euro - die Corsair-Riegel waren also die günstigsten im Test, aber gleichzeitig auch die schnellsten Module.

Wie schon das letzte Mal haben wir also diesmal wieder Corsair mit den ValueSelect-Modulen als Gewinner. Wer "garantiert" sichergehen möchte, dass er einen Takt um 667 MHz mit den Speichermodulen erreicht, sollte zu den Kingston HyperX PC2-5400 greifen und hier das günstigere Kit wählen, da man ja beim i925X/i925XE sowieso zwei Module benötigt. Die Kingmax- und Mushkin-Module sind qualitativ zwar auch sehr gut, aber im Vergleich zu den Corsair-Modulen zu teuer, da sie nicht mehr bieten als die Konkurrenz.

Weitere Links:

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren, Mainboards Intel oder Mainboards AMD. Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!

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