Seite 6: Fazit, Meinung, Alternativen

Das Galaxy Tab A 9.7 macht eine Bewertung nicht leicht. Das metallisch schimmernde Tablet spricht auf den ersten Blick mit seinem schlanken und modern gestalteten Gehäuse an. Auch Android 5.0 mit aktueller TouchWiz-Benutzeroberfläche wirkt absolut modern. Fast schon bemerkenswerter als Android 5.0 ist dabei, dass Samsung TouchWiz von einer unbeliebten und überladenen Benutzeroberfläche zu einem geradezu stylischen GUI verwandelt hat. Der Qualcomm-SoC ist zwar keine High-End-Lösung, verrichtet seinen Job jedoch zumindest effizient und ist abseits von anspruchsvollen Spielen ausreichend performant.  

Was für viele Nutzer aber ein absolutes No-Go sein dürfte, ist die Display-Auflösung. 1.024 x 768 Pixeln auf 9,7 Zoll sind einfach arg wenig. Natürlich ist es auch eine Frage der Gewohnheit, ob und wie sehr die geringe Pixel-Dichte wirklich stört. Wer aber beispielsweise ein aktuelles Smartphone mit hochauflösendem Display gewohnt ist, wird sich mit dem Display des Galaxy Tab A 9.7 schwertun. Es empfiehlt sich deshalb, vor dem Kauf einen Blick auf das Display zu werfen. Nur durch Ausprobieren kann man herausfinden, ob man mit der Auflösung leben kann. Was aber auch nicht verschwiegen werden soll, sind die Vorzüge des IPS-Panels. Es ist nicht nur blickwinkelstabil, sondern auch leuchtstark und kontrastreich. Das 4:3-Format kommt dabei den Nutzern entgegen, die das Tablet vor allem zum Surfen und Lesen nutzen wollen. Und schließlich bleibt dank der geringen Auflösung der Energiebedarf des Displays im Rahmen, die Anzeige trägt also auch zur beeindruckend langen Akkulaufzeit bei. 

Neben dem Display wird vor allem die Ausrichtung auf eine Hochformatnutzung zum Prüfstein. Ein 9,7-Zoll-Gerät wird von den meisten Anwendern wohl doch überwiegend im Querformat genutzt werden. Während die drei Android-Bedienelemente mit dem Daumen auch dann noch gut genutzt werden, wenn man das Tablet im Querformat hält, tönen die beiden Lautsprecher dann nur noch auf einer Seite. Von Stereoklang kann im Landscape-Modus deshalb keine Rede mehr sein. 

Wer rund 300 Euro für ein Android-Tablet investieren möchte, kann zu ganz unterschiedlichen Geräten greifen und ist keineswegs mehr auf Einsteigergeräte beschränkt. Wer auf LTE verzichtet (bzw. das Budget für das LTE-Modell auf 370 Euro erhöht), wird beispielsweise mit einem Galaxy Tab S 8.4 in aller Regel besser bedient sein. Das ultra-hochauflösende AMOLED-Display ist ein echter Hingucker, der SoC zwar älter, aber performanter und selbst auf Android 5.0 muss nicht verzichtet werden. Gerade der Vergleich mit dem Galaxy Tab S 8.4 wirft dann auch noch einmal die Frage auf, ob das Galaxy Tab A aktuell nicht schlicht zu teuer verkauft wird. In einer Disziplin ist das Galaxy Tab S 8.4 dem Galaxy Tab A 9.7 aber wirklich deutlich unterlegen - und das ist die Akkulaufzeit. 

Das Galaxy Tab A 9.7 ist nur etwas für Nutzer, die mit der niedrigen Display-Auflösung und der mageren 3D-Leistung leben können. Sie erhalten dann aber ein flaches Android 5.0-Tablet, das sich vor allem durch die sehr lange Akkulaufzeit und das lesefreundliche 4:3-Format hervortut. 

Positive Aspekte des Samsung Galaxy Tab A 9.7:

  • flach und leicht, dabei aber doch verwindungssteif
  • lesefreundliches 4:3-Format, helles Display
  • extrem lange Akkulaufzeit
  • aktuelles Android
  • LTE-Option (mit Telefonfunktion)

Negative Aspekte des Samsung Galaxy Tab A 9.7:

  • geringe Display-Auflösung und Pixel-Dichte
  • magere Performance