Seite 7: Fazit, Meinung, Alternativen

Das Xperia Tablet Z ist im Vergleich zu früheren Sonytablets deutlich konventioneller, kann vielleicht aber gerade deshalb ernsthaft in Konkurrenz mit den aktuellen High-End-Tablets treten. So setzt Sony erstmalig ein hochauflösendes Display ein und zieht so mit Herstellern wie Acer, ASUS, Google/Samsung oder auch Huawei gleich. Die Displayauflösung von 1920 x 1200 Pixeln ist für ein 10,1-Zoll-Tablet eine gute Wahl. Sie bietet einen sichtbaren Vorteil gegenüber der typischen 1280 x 800 Pixel-Auflöung und der wahrnehmbare Unterschied zu noch höher auflösenden Displays wie dem 2560 x 1600 Pixel-Display des Nexus 10 ist für die meisten Nutzer vernachlässigbar. Das Sonydisplay punktet darüber hinaus nicht nur mit der Auflösung, sondern auch mit der Farbwiedergabe und der hohen Blickwinkelunabhängigkeit.

Ein hochauflösendes Display setzt leistungsstarke Hardware voraus. Mit dem Snapdragon S4 Pro Quad-Core, der Adreno 320-GPU und 2 GB an Arbeitsspeicher stellt Sony sicher, dass es so schnell nicht zu Performanceengpässen kommt. Die herausragenden Ergebnisse in gängigen Androidbenchmarks bestätigen die Leistungsfähigkeit der Hardware. Die Speicherbestückung fällt mit 16 oder 32 GB angemessen aus, zumal eine Speichererweiterung per microSD-Karte problemlos möglich ist. Zusätzlich zur W-LAN-Variante gibt es gegen Aufpreis auch eine LTE-Version (allerdings nur mit 16 GB Speicher). NFC und DLNA sind bei allen Modellvarianten verfügbar. Die Kameras und die Lautsprecher sind solide, aber nicht herausragend.

Bei Display und Innenleben bewegt sich Sony insgesamt auf der Höhe der Zeit. Was das Xperia Tablet Z dann aber wirklich von der Konkurrenz im High-End-Segment absetzt, ist das Gehäuse des Tablets. Das Xperia Tablet Z ist konkurrenzlos schlank und leicht, ohne aber fragil zu werden. Gleichzeitig wirkt das kantige OmniBalance Design ungemein hochwertig und stylisch. Das Tüpfelchen auf dem I ist dann noch, dass das Tablet staub- und wassergeschützt ist. Überzeugend sind auch das übersichtliche App-Angebot sowie Softwarenapassungen wie die Schnellstartleiste für Mini-Apps, die parallel zu regulären Apps genutzt werden können, die Kamera-App und die Ferbedienungsfunktion. 

Vollständig von Kritik verschont bleibt Sonys Edeltablet dann aber doch nicht. Die größte Schwäche ist die etwas magere Akkulaufzeit. Energiehungrige Hardware und das schlanke Gehäuse fordern offenbar ihren Tribut. Gerade bei anspruchsvoller Nutzung geht der Akku schnell in die Knie. Durch einen schonenden Umgang ist es aber möglich, die Laufzeit deutlich zu verlängern und durchaus auch einen Arbeitstag mit dem Tablet zu überbrücken. Noch eher zu verschmerzen ist die Tatsache, dass das Tablet noch mit Android 4.1 und nicht mit der aktuellen Androidversion 4.2 ausgeliefert wird. Es bleibt zu hoffen, dass Sony das Update noch nachschiebt. Beim ersten Blick auf die Anschlüsse scheint zunächst ein (micro)HDMI-Ausgang zu fehlen. Der microUSB-Port unterstützt aber MHL, kann also auf HDMI adaptiert werden. Gerade angesichts der Verkaufspreises wäre es aber erfreulich, wenn Sony einen solchen Adapter gleich beilegen würde.

Alternativen zum Xperia Tablet Z sind andere High-End-Tablets mit hochauflösendem Display aus dem Androidlager. Das ASUS Transformer Pad Infinity (TF700) (zu unserem Test) kann als Alleinstellungsmerkmal mit einem Tastaturdock auftrumpfen. Wird kein Tastaturdock benötigt,  erscheint am ehesten das Nexus 10 von Google und Samsung als Alternative. Mit seiner exorbitanten Displayauflösung setzt es sich auf dem Papier von der Androidkonkurrenz ab. Welchen Mehrwert die 2560 x 1600 Pixel gegenüber der Full HD-Auflösung wirklich bieten, hängt aber vom Anspruch des Nutzers ab. Preislich ist das Nexus 10 in der 16 GB-Variante etwas attraktiver, weil es 100 Euro günstiger ist. Bei den 32 GB-Varianten fällt die Preisdifferenz etwas geringer aus und ein LTE-Modell des Nexus 10 ist bisher nicht verfügbar. Für preisbewusste Käufer bieten auch Acer und Huawei Full HD-Tablets im 10- bzw 10,1-Zoll-Format an. Das Iconia A700 (zu unserem Test) kostet mit 32 GB Speicher nur 329 Euro, das MediaPad 10 FHD (zu unserem Test) ist bei einem Verkaufspreis von 269 Euro hingegen ein besonders günstiger Einstieg in die Full HD-Welt, wenn auch einer mit Abstrichen bei der Ausstattung. Das Xperia Tablet Z ist den von uns getesteten Full HD-Tablets vor allem bei der Performance, aber auch beim schlanken und besonders geschützten Gehäuse klar überlegen.

Sonys Xperia Tablet Z sorgt für Aufsehen. Es ist schon fast unglaublich dünn und dabei auch noch optisch sehr ansprechend. Die verbaute Hardware ist auf der Höhe der Zeit und sorgt in Kombination mit dem nur behutsam angepassten Android Jelly Bean dafür, dass der sehr positive Ersteindruck kaum getrübt wird. Entsprechend hoch ist der Haben-Wollen-Faktor - das Xperia Tablet Z ist ohne Zweifel das bisher attraktivste Sonytablet und gleichzeitig auch eines der ansprechendsten 10,1-Zoll-Tablets überhaupt. Das flache Edeltablet hat sich damit unseren Technik Award verdient.

alles

Positive Aspekte des Sony Xperia Tablet Z:

  • schlank und leichtgewichtig
  • überzeugendes Display mit WUXGA-Auflösung
  • leistungsstarker Prozessor
  • microSD-Kartenleser
  • staub- und wassergeschützt
  • Infrarotsensor ermöglicht Nutzung als Universalfernbedienung 
  • W-LAN mit DLNA und NFC, LTE optional

Negative Aspekte des Sony Xperia Tablet Z:

  • durchwachsene Akkulaufzeit, lange Ladezeit
  • noch Android 4.1
  • kein HDMI-Ausgang (aber MHL)