Die Hardwareluxx-Weihnachtsempfehlungen 2018

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Als draußen noch Temperaturen von fast 20 °C geherrscht haben und die Bäume in den schönsten Herbstfarben erstrahlten, haben sich die Hardwareluxx-Redakteure auf die Suche nach den besten und interessantesten Produkten der letzten Monate gemacht, denn eine Sache ist klar: Auch 2018 kommt Weihnachten wieder einmal schneller als man denkt und natürlich sollte die neueste Hardware unter dem Weihnachtsbaum liegen. Die ausführlichen Empfehlungen unserer Fachredakteure haben wir auf den folgenden Seiten zusammengestellt und sind uns eigentlich sicher: Das ein oder andere Schmankerl für den Wunschzettel wird jeder finden.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Schmökern und ein vorweihnachtliches HOHOHO! 

Prozessor-Empfehlungen

Für viele dürfte AMD der Gewinner des Jahres sein, wenn es um Prozessoren geht. Nicht nur, dass das Unternehmen weite Teile seines Prozessorportfolios erneuert hat, in Bezug auf die Leistung konnte man Intel in ebenso weiten Teilen einholen oder gar überholen. Kein Wunder also, dass die Empfehlungen für Weihnachten 2018 in keinem Segment ohne AMD auskommen. Daran ist aber auch Intel schuld. Steigende Preise und schlechte Verfügbarkeiten aufgrund der Probleme rund um die 14-nm-Fertigung sowie eine stockende Aktualisierung der einzelnen Bereiche lassen Ryzen und Co. noch attraktiver wirken.

HEDT

AMD Ryzen Threadripper 2950X:

Das HEDT-Segment (High-End Desktop) bedient AMD mit vier Modellen der zweiten Threadripper-Generation sowie den noch verfügbaren Vorgängern. Das macht es schwer, den bestmöglichen Prozessor zu benennen. Denn die Bandbreite reicht von derzeit acht bis hin zu 32 Kernen und von etwa 290 Euro bis hin zu knapp 1.800 Euro. Dennoch gibt es so etwas wie die sprichwörtlich goldene Mitte: den Ryzen Threadripper 2950X. Mit 16 Kernen und Taktraten von 3,5 bis 4,4 GHz sowie 32 MB Level-3-Cache und einer TDP von 180 W landet der große Chip in der Mitte der Familie.

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Wie auch die anderen Threadripper der zweiten Generation bietet er unter anderem 64 PCIe-3.0-Lanes und ein Quad-Channel-Speicherinterface. Das sollte für eine große Bandbreite an Anwendungsfällen reichen - angefangen von Render-Sessions über Bild- und Videobearbeitung bis hin zu Spielen. Bremsen die vergleichsweise vielen Kerne, reichen wenige Mausklicks im dazugehörigen Tool Ryzen Master, um die Kompatibilität zu verbessern.

Ein günstiges Vergnügen wird der Prozessor aber nicht. Denn etwa 900 Euro müssen eingeplant werden, hinzu kommen die ebenfalls den Geldbeutel belastenden Mainboards mit Chipsatz X399.

Intel Core i9-9920X:

Der direkte Konkurrent aus dem Intel-Lager heißt Core i9-9920X. Der Anfang Oktober vorgestellte Skylake-X-Prozessor soll rechtzeitig bis Weihnachten in den Regalen der Händler landen und dürfte als Antwort auf die zweite Threadripper-Generation verstanden werden. Auch der Core i9-9920X ist in der Mitte der neuen Modelle platziert und bietet zwölf Kerne. Die Taktraten reichen von 3,5 bis 4,5 GHz. Mit 19,25 MB fällt der Level-3-Cache kleiner als bei AMD aus, mit 165 W bewegt sich die TDP - zumindest für den Laien - auf einem ähnlichen Niveau. Die Single-Thread-Leistung dürfte angesichts der bislang bekannten Daten über der des Ryzen Threadripper 2950X liegen, im Multi-Thread-Szenario landet AMD hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit vorne.

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Ein Quad-Channel-Speicherinterface gibt es auch hier, Abstriche muss man jedoch in Hinblick auf die PCIe-3.0-Lanes in Kauf nehmen. Denn der Core i9-9920X bietet lediglich 44, erst zusammen mit einem entsprechend bestückten Mainboard sind es am Ende 68. Letzteres muss nicht nur den Sockel LGA2066 bieten, sondern auch den Chipsatz X299. Mit nicht ganz 1.300 Euro wird der Skylake-X-Chip deutlich teurer als unsere AMD-Empfehlung.

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Desktop-Oberklasse

AMD Ryzen 7 2700X:

Fällt das Budget kleiner aus oder sind zwölf und 16 CPU-Kerne zu viel für den geplanten Einsatzzweck, bietet die Desktop-Oberklasse eine große Auswahl. Dabei hat sich vor allem der Ryzen 7 2700X als ein nicht mehr ganz so geheimer Geheimtipp entpuppt. Denn als Flaggschiff der aktuellen Ryzen-Modelle ist er nicht nur der schnellste Desktop-Prozessor für Desktop-PCs, sondern kann in vielen Fällen mit deutlich teureren Intel-Chips mithalten.

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Der Achtkerner kann dank SMT 16 Threads parallel bearbeiten und erreicht Taktraten von 3,7 bis 4,3 GHz. Bietet die Kühlung genügend Reserven und das verwendete Mainboard eine großzügige Spannungsversorgung, steht leichten Takterhöhungen dank XFR 2.0 nichts im Wege. Mit Precision Boost 2.0 fallen die einzelnen Taktschritte zudem vorteilhafter aus. Gleich 24 PCIe-3.0-Lanes, eine TDP von 105 W und ein zuverlässig kühlender Boxed-Lüfter mit RGB-LED-Beleuchtung runden das Bild ab. Eingeplant werden müssen etwa 300 Euro sowie - für das Ausreizen aller Fähigkeiten - ein Mainboard mit Chipsatz X470.

Intel Core i9-9900K:

Erst sehr spät konnte Intel eine Antwort auf die zahlreichen Kerne in den Ryzen-Prozessoren liefern. Umso enttäuschter dürften viele nach den ersten Tests des Core i9-9900K gewesen sein. Denn mehr als das völlige Ausreizen der Architektur stellen Coffee Lake Refresh im Allgemeinen und das Topmodell im Speziellen nicht dar. Dass der Prozessor dennoch eine Empfehlung ist, zeigt aber eben doch der Test. Denn für Gamer führt kaum ein Weg am Core i9-9900K - oder dessen Vorgänger Core i7-8700K - vorbei.

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Schließlich will vor allem NVIDIAs GeForce RTX 2080 Ti von einem schnellen Prozessor gefüttert werden. Und noch immer bevorzugen viele Spiele eher wenige hoch getaktete CPU-Kerne als viele langsamere. Beides schafft Intel mit dem Achtkerner, der Taktraten von 3,6 bis 5,0 GHz erreicht, dabei zusätzlich SMT und 16 PCIe-3.0-Lanes bietet. Die TDP wird zwar mit 95 W beziffert, doch wer die maximale Leistung abruft, muss mit deutlich höheren Watt-Werten rechnen, die sich der Prozessor genehmigt. Vor allem dann, wenn 5 GHz in der Spitze nicht genug sind, wie unser Overclocking-Guide für Coffee Lake Refresh zeigt.

Die schlechte Nachricht: Mit Preisen ab etwa 620 Euro ist der Intel Core i9-9900K spürbar teurer als AMDs Ryzen 7 2700X. Und aufgrund des Stromhungers führt an einem ebenfalls nicht günstigen Mainboard mit Chipsatz Z390 kaum ein Weg vorbei.

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Desktop-Mittelklasse

AMD Ryzen 5 2400G:

Vor allem im unteren und mittleren Preisbereich bietet AMD gleich mehrere Prozessoren an, die unter dem Weihnachtsbaum eine gute Figur abgeben würden, beispielsweise der Ryzen 5 2600. Unsere Empfehlung ist aber eine andere. Denn der Ryzen 5 2400G ist nicht nur ein paar Euro günstiger, sondern bedient eine ganz andere Geräteklasse. Schließlich ist die im Februar auf den Markt gebrachte APU der Raven-Ridge-Familie nicht nur sparsamer, sondern eignet sich hervorragend für den Aufbau eines kleinen Arbeits- oder Allround-Rechners, der keine Höchstleistung bieten muss.

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Hierfür bringt der Ryzen 5 2400G vier CPU-Kerne samt SMT mit und erreicht Taktraten von 3,6 bis 3,9 GHz bei einer TDP von 65 W. Hinzu kommt eine integrierte Grafikeinheit vom Typ Vega 11 mit 704 Shadereinheiten und einem Takt von maximal 1.250 MHz. Das reicht für diverse Casual-Games, aber auch für den ein oder anderen technisch etwas anspruchsvolleren Titel, wenn auf einen hohen Detailgrad verzichtet werden kann. Anders als zum Start ist inzwischen auch der Einsatz in einem HTPC denkbar, da es nun zumindest ein wenig Auswahl bei dafür geeigneten AM4-Mainboards gibt.

Für den Ryzen 5 2400G müssen rund 130 Euro eingeplant werden.

Intel Core i3-8100:

Wird weniger GPU-, dafür aber mehr Single-Thread-Leistung benötigt, bietet sich Intels Core i3-8100 an. Der Vierkerner steht dabei fast schon sinnbildlich für die schwierige Lage des Unternehmens - immerhin war er schon vor einem Jahr dabei, ein Nachfolger ist weiterhin nicht in Sicht. Entsprechend bekannt sind die wichtigsten technischen Eckdaten. SMT alias Hyper-Threading gibt es nicht, die TDP beträgt 65 W, der Basistakt beträgt 3,6 GHz, ein Turbo fehlt. Die integrierte Grafikeinheit vom Typ UHD Graphics 630 bietet deutlich weniger Leistung als die Vega 11 des Ryzen 5 2400G, reicht für Office und Co. sowie viele Casual-Games aber aus. Der vielleicht größte Vorteil gegenüber dem AMD-Chip: Die Auswahl an Mainboards ist nahezu unüberschaubar.

Mit etwa 130 Euro bewegt sich der Intel Core i3-8100 auf einem vergleichbaren Preisniveau.

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In diesem Jahr haben sowohl Intel als auch AMD neue Mainstream-Chipsätze für ihre bestehenden Sockel LGA1151v2 und AM4 veröffentlicht. Darüber hinaus stellen beide Unternehmen aber auch weiterhin einen High-End-Sockel zur Verfügung. Bei Intel handelt es sich um den Sockel LGA2066 mit dem X299- und bei AMD um den Sockel TR4 mit dem X399-Chipsatz.


 

Intel Sockel LGA1151v2 (Coffee Lake-S/R)

High-End-Kaliber: MSI MEG Z390 Godlike

 

Wen der hohe Anschaffungspreis des MSI MEG Z390 Godlike nicht abschreckt und wer gleich mit dem Core i7-9700K oder dem Core i9-9900K so richtig durchstarten möchte, erhält mit diesem Kaliber im großen E-ATX-Format ein luxuriöses Mainboard. Es bringt nicht nur vier DDR4-DIMM-Slots für maximal 128 GB RAM mit, sondern außerdem vier mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze und einen PCIe-3.0-x1-Slot, damit das System erweitert werden kann. Für Storage-Komponenten halten sich sechsmal SATA 6GBit/s, dreimal M.2 (M-Key) und U.2 bereit.

Für den LGA1151v2-Prozessor hat MSI eine tatkräftige CPU-Spannungsversorgung und generell jede Menge Onboard-Komfort verbaut. Vom Game-Boost-Knob und je einem Power- und Reset-Button abgesehen, bringt das MEG Z390 Godlike einen BIOS-Switch, drei DIP-Schalter, eine Debug-LED und einen USB-BIOS-Flashback+- und CMOS-Clear-Button mit. Als Highlight zeigt das Dynamic-Dashboard-OLED-Display diverse Informationen oder Grafiken an. Selbstverständlich kam auch die restliche Ausstattung nicht zu kurz. Zahlreiche USB-Schnittstellen der drei aktuellen Generationen, Dual-Gigabit-LAN, dazu WLAN-ac bis 1,73 GBit/s und Bluetooth 5.0 sind nur ein Teil davon.

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 Inklusive VRM-Wasserkühler: ASUS ROG Maximus XI Formula

Die elfte Maximus-Serie besteht neben weiteren Modellen aus dem ROG Maximus XI Formula, das im ATX-Format gefertigt wurde und ebenfalls Intels Z390-Chipsatz bekommen hat. Vorderseitig überdeckt der ROG Armor fast das gesamte Mainboard, rückseitig wurde eine großflächige Backplate angebracht. Die Spannungswandler werden mit einem großflächigen Kühler (EKWB) auf Temperatur gehalten, der optional in einen Wasserkühlungskreislauf eingebunden werden kann.

Doch auch bei der restlichen Ausstattung hat sich ASUS natürlich nicht lumpen lassen und hat neben dreimal PCIe 3.0 x16 (mechanisch), den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken, sechsmal SATA 6GBit/s, zweimal M.2 (M-Key) auch zahlreiche USB-Schnittstellen berücksichtigt. Nebenbei kam auch der Onboard-Komfort nicht zu kurz. Als Bonus hat ASUS neben einem Gigabit-LAN-Port und einem WLAN-ac-Modul einen 5-GBit/s-Netzwerkanschluss verbaut.

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Mittelklasse-Platine: Gigabyte Z370 AORUS Ultra Gaming 2.0

Gigabytes Z370 Ultra Gaming 2.0 stellt eine Überarbeitung des ersten Modells dar und entstammt ebenfalls aus der AORUS-Produktreihe. Ausgestattet mit vier DDR4-Speicherbänken kann die Platine bis zu 64 GB an Arbeitsspeicher aufnehmen. Jeweils drei (mechanische) PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze ermöglichen die Systemerweiterung. Für den Storage-Bereich hat Gigabyte neben 2x M.2 außerdem 6x SATA 6GBit/s berücksichtigt.

Insgesamt kommen mit zwei USB-3.1-Ports der zweiten Generation, sieben USB-3.1-Ports der ersten Generation sowie sechs USB-2.0-Ports natürlich noch einige USB-Schnittstellen hinzu. Über Intels I219-V erfolgt die kabelgebundene Netzwerkverbindung mit bis zu 1 GBit/s. Die Sound-Ausgabe erfolgt hingegen über Realteks ALC1220-Audio-Codec.

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Gut geeignet für Overclocking: ASRock Z370 Taichi

Zumindest bis zum Core i7-8700K eignet sich das ASRock Z370 Taichi hervorragend zum Übertakten und gilt fast als Geheimtipp. Bei der Platine handelt es sich um ein ausgewachsenes ATX-Mainboard, das bis zu 128 GB RAM und auch einige Erweiterungskarten aufnehmen kann. Mit achtmal SATA 6GBit/s, und zweimal M.2 M-Key sind auch genügend Storage-Anschlüsse vertreten. Für den Netzwerkbereich sind Dual-Gigabit-LAN (Intel) sowie ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul an Bord.

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Intel Sockel LGA2066 (Skylake-X)

Strix-Flaggschiff: ASUS ROG Strix X299-E Gaming

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Das X299-Pendant zum Z370-E Gaming ist das ROG Strix X299-E Gaming. Entsprechend der High-End-Plattform stehen insgesamt acht DDR4-DIMM-Speicherbänke bereit und nehmen bis zu 128 GB an RAM auf. Dreimal PCIe 3.0 x16 (mechanisch), zweimal PCIe 3.0 x4 und einmal PCIe 3.0 x1 sorgen hier für die Erweiterungsmöglichkeiten. Hinzu kommen acht native SATA-6GBit/s-Konnektoren und dazu zweimal M.2.

Der USB-Bereich wird mit drei Stück der zweiten USB-3.1-Generation, acht Stück der ersten USB-3.1-Generation sowie vier USB-2.0-Schnittstellen abgedeckt. Der Intel I219-V-LAN-Controller arbeitet mit bis zu 1 GBit/s, alternativ sind auch ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul an Ort und Stelle.

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Die Oberklasse: MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC)

Optisch ähnelt das MSI X299 Gaming Pro Carbon sehr dem neuen Z370-Modell. MSI verbaut acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, welche bis zu 128 GB an Arbeitsspeicher aufnehmen. Für Erweiterungskarten halten sich hingegen vier mechanische PCIe-3.0-x16- und zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätze bereit. Mit achtmal SATA 6GBit/s, zweimal M.2 (M-Key) sowie U.2 wurde der Storage-Bereich umfassend abgedeckt.

Genau wie beim Z370-Modell wurden Intels I219-V-Netzwerkcontroller und mit Audio Boost 4 der Realtek ALC1220 verbaut. Bei der AC-Version ist zusätzlich auch ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul am I/O-Panel inbegriffen. Dreimal USB 3.1 Gen2 (1x über Header), dazu achtmal USB 3.1 Gen1 und siebenmal USB 2.0 sind ebenfalls mit an Bord.

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Eine Oberklasse-Alternative: Gigabyte X299 AORUS Gaming 7

Mit dem Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 bekommt man ebenfalls einen Oberklasse-Unterbau für die alten und neuen Skylake-X-Prozessoren. Von Gigabyte wurden acht DDR4-Bänke, fünf mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze, acht SATA-Ports mit 6GBit/s sowie drei M.2-(M-Key)-Slots verbaut. Beim Thema Netzwerk hat der Besitzer die Wahl zwischen zwei Gigabit-LAN-Ports (Intel/Killer) und der kabellosen Variante mit WLAN-ac und Bluetooth 4.1.

Generell hat Gigabyte auch einiges an Onboard-Komfort verbauen lassen und insgesamt werden 18 USB-Schnittstellen bereitgestellt. Natürlich ist mit dem Realtek ALC1220 und einem ESS-DAC ein ordentlicher Onboard-Sound anzutreffen.

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Günstiger guter Einstieg: ASRock X299 Extreme4

Zu einem späteren Zeitpunkt hat ASRock das X299 Extreme4 ins Sortiment aufgenommen. Mit dem Vorteil, dass die Kritikpunkte zu den kleinen VRM-Kühlern und der schlechten Spannungsversorgung für die großen Skylake-X-Prozessoren bereits ausgemerzt wurden. Auf dem ATX-Mainboard werden acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, drei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze und ein PCIe-3.0-x1-Anschluss geboten. Achtmal SATA 6GBit/s und zweimal M.2 (M-Key) bilden den Storage-Teil der Platine.

Am I/O-Panel kann auf ein Gigabit-LAN-Port (Intel) zugegriffen werden, optional bietet sich ein M.2-E-Key-Anschluss für ein WLAN-Modul an. Hinzu kommen insgesamt 14 USB-Schnittstellen und ein hochwertiger Onboard-Sound.

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AMD Sockel AM4 (Ryzen)

Oberklasse-Unterbau: ASUS ROG Crosshair VII Hero (Wi-Fi)

ASUS' ROG Crosshair VII Hero (Wi-Fi) ist ein gut ausgestatteter Oberklasse-Unterbau für die Sockel-AM4-Prozessoren. Der Prozessor bekommt es mit einem umfangreichen VRM-Bereich zu tun und mit den vier DDR4-UDIMM-Speicherbänken kann der Anwender bis zu 64 GB RAM verstauen. Mit den beiden mechanischen PCIe-3.0-x16-Stecklätzen, dazu zwei PCIe-2.0-x1- und einem weiteren mechanischen PCIe-2.0-x16-Anschluss kann das System nach Belieben erweitert werden.

Für SSDs und Co. bieten sich nicht nur sechs SATA-6GBit/s-Ports an, sondern außerdem zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Mit an Bord sind Gigabit-LAN und dazu ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul, sowie 18 USB-Schnittstellen. Aber auch das SupremeFX-Audio-Feature ist natürlich mit von der Partie.

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Oberklasse (Plus): ASRock X470 Taichi (Ultimate)

Alternativ bietet sich das ASRock X470 Taichi mit einer ebenso guten Ausstattung an. ASRock hat dabei großen Wert auf eine starke CPU-Spannungsversorgung gelegt. Selbstverständlich kommen auch hier vier DDR4-DIMM-Speicherbänke zum Einsatz, sodass ordentlich RAM verbaut werden kann. Die Platine bietet Platz für zwei Grafikkarten, weiterhin gibt es aber auch noch einen PCIe-2.0-x16-Anschluss (mechanisch) und zwei PCIe-2.0-x1-Schnittstellen.

Für Storage-Geräte halten sich acht SATA- und zwei M.2-(M-Key)-Schnittstellen bereit. Damit das Debugging einfach von der Hand geht, ist auch eine Diagnostic-LED verlötet worden. Mit gleich 18 USB-Anschlüssen kann das System beliebig erweitert werden. In Sachen Netzwerk sind in jedem Fall Gigabit-LAN (Intel) und auch ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul ist an Bord. Das ASRock X470 Taichi Ultimate bietet darüber hinaus einen 10-GBit/s-Netzwerkanschluss und jeweils einen Power- und Reset-Button.

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MSIs Mittelklasse: MSI B450 Gaming Pro Carbon AC

Mit dem B450-Chipsatz lässt sich bekanntlich der eine oder andere Euro einsparen, wobei auch mit diesen Mainboards die CPU- und Arbeitsspeicher-Übertaktung möglich ist. Einen empfehlenswerten Unterbau stellt das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC dar, auf dem ebenfalls vier DDR4-DIMM-Speicherbänke vertreten sind, dazu ein PCIe-3.0-x16-Slot und drei PCIe-2.0-x1-Steckplätze sowie einmal PCIe 2.0 x16 (mechanisch).

Das B450 Gaming Pro Carbon AC stellt außerdem sechsmal SATA 6GBit/s und zweimal M.2 (M-Key) zur Verfügung. Mit insgesamt 12 USB-Anschlüsse werden außerdem genügend Schnittstellen angeboten. Mit Gigabit-LAN und einem schnellen WLAN-ac- und Bluetooth-5.0-Modul kann sich der Besitzer für eine Netzwerktechnik entscheiden.

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Gigabytes Mittelklasse: Gigabyte B450 AORUS Pro

Das Gigabyte B450 AORUS Pro stellt eine gelungene Alternative für die AMD-Ryzen-Prozessoren dar und bietet eine ähnliche Ausstattung. Auf dem ATX-Mainboard finden sich vier DDR4-DIMM-Slots für den RAM-Ausbau und dazu ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz sowie zweimal PCIe 2.0 x16 (mechanisch) und einmal PCIe 2.0 x1.

Genau wie bei der MSI-Platine bekommt es der Anwender mit sechs SATA-6GBit/s-Buchsen und zwei M.2-M-Key-Schnittstellen zu tun. Identisch sind außerdem die insgesamt 12 USB-Anschlüsse und der Onboard-Sound mit dem Realtek ALC1220. WLAN gibt es beim Gigabyte B450 AORUS Pro zwar nicht, aber auf einen Gigabit-LAN-Port muss man nicht verzichten.

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AMD Sockel TR4 (Ryzen Threadripper)

Ein Taichi auf Threadripper: ASRock X399 Taichi

Auch für die Threadripper-Prozessoren bietet ASRock ein Taichi-Modell an, das wir im Test hatten. Selbstverständlich wurden auch bei dieser Platine acht DDR4-DIMM-Bänke verlötet, sodass auch das X399 Taichi maximal 128 GB aufnehmen kann. Mit viermal PCIe 3.0 x16 (mechanisch) können auch hier bis zu vier NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten installiert werden. Genau wie beim Gigabyte-Modell gibt es achtmal SATA 6GBit/s und dreimal M.2, allerdings stellt ASRock darüber hinaus auch einen U.2-Port zur Verfügung.

Das ASRock X399 Taichi stellt dem Besitzer sage und schreibe zwölf USB-3.1-Gen1-Ports und dazu zweimal USB 3.1 Gen2 sowie viermal USB 2.0 zur Verfügung. Beim Thema Netzwerk hat der Anwender die Wahl zwischen den beiden Intel-Gigabit-LAN-Ports und der kabellosen Verbindung über ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul von Intel. Auch hier übernimmt der Realtek ALC1220 das Kommando über die Sound-Wiedergabe. Um den Komfort zu verbessern, hat sich ASRock beim X399 Taichi entschieden, ebenfalls einige Onboard-Buttons zu integrieren.

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Extrem von Gigabyte: Gigabyte X399 AORUS Xtreme

Mit dem X399 AORUS Xtreme hat Gigabyte jüngst das Xtreme-Modell hinterhergeschoben, das eine luxuriöse Ausstattung für den Ryzen-Threadripper-Prozessor bietet. Acht verstärkte DDR4-DIMM-Speicherbänke gewährleisten einen großzügigen Arbeitsspeicherausbau und mit den vier mechanischen PCIe-3.0-x16-Slots lassen sich zahlreiche Erweiterungskarten über den Prozessor anbinden. Mittig gibt es aber auch noch einmal PCIe 2.0 x1.

Die Zwischenräume wurden mit drei M.2-M-Key-Schnittstellen gefüllt und sind ebenfalls an den Sockel-TR4-Prozessor gekoppelt. Als Storage-Ergänzung wurden aber auch noch sechs SATA-6GBit/s-Buchsen verbaut. Satte 19 USB-Anschlüsse, Dual-Gigabit-LAN (Intel) und dazu einmal 10-GBit-LAN runden die Luxus-Platine ab. Alternativ bietet sich die Netzwerkanbindung über das WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul an. Der Onboard-Sound wird vom Realtek ALC1220 gesteuert.

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Es lassen sich weitere Mainboardtests im Artikel-Bereich finden. Sind weitere oder andere Fragen offen, steht unsere Community im Mainboard-Unterforum gern zur Verfügung.


Auch 2018 stand der Arbeitsspeicher ganz im Zeichen von RGB-LEDs. Denn vor allem über die Beleuchtung wollen sich die unterschiedlichen Hersteller voneinander unterscheiden. Kein Wunder, ist die Auswahl beim Basisprodukt, dem Speicher-Die, doch nach wie vor überschaubar. Das gilt vor allem dann, wenn der RAM mit Geschwindigkeiten jenseits der Herstellerangaben betrieben wird. An Samsungs B-Dies führt dann kaum ein Weg vorbei.

Mit RGB-LEDs: Corsair Vengeance RGB Pro DDR4-3600

Auf der Computex stellte Corsair mit der Vengeance-RGB-Pro-Reihe Speicherkits vor, bei denen die Beleuchtung im Vordergrund steht. Zu Unrecht, wie der Test Ende Juni zeigte. Denn Verarbeitung und Übertaktbarkeit überzeugten, am Ende konnte das DDR4-3600-Kit mit 4.000 MHz stabil betrieben werden - bei nur leicht entschärften Timings. Denn auch Corsair setzt auf Samsung B-Dies. Verzichtet wird hingegen auf die Unterstützung von ASUS' Beleuchtungssystem Aura, was beim Vorhandensein eines entsprechenden Mainboards und anderer Aura-tauglichen Komponenten abschrecken könnte. Allerdings lohnt auch dann ein Blick: Über Corsairs iCUE-Software lassen sich davon unabhängig die verschiedensten Beleuchtungskonzepte umsetzen.

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Neben dem getesteten Dual-Kit mit einer Gesamtkapazität von 16 GB und CL 18 bietet Corsair den Vengeance-RGB-Pro-RAM auch als Quad- und Octo-Kit sowie auch mit 32 und 64 GB an. Zur Wahl stehen dabei schwarze und weiße Heatspreader. Die Preisspanne reicht dabei von etwa 230 Euro (Dual-Kit, 16 GB) bis hin zu 930 Euro (Octo-Kit, 64 GB). Und wenn DDR4-3600 nicht das richtige Tempo ist, stehen Alternativen von DDR4-2666 bis DDR4-4600 zur Verfügung - dann aber teilweise mit anderen Latenzen.

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Ohne RGB-LEDs: G.Skill Flare X F4-3200C14D-16GFX

Aufmerksame Leser dürften bemerken, dass G.Skills Flare X F4-3200C14D-16GFX schon im vergangenen Jahr Teil der Weihnachtsemfehlungen gewesen ist. Die erneute Nennung hat einen einfachen Grund. Denn auch Ende 2018 überzeugen die Qualitäten des Speichers. Dank Samsung B-Dies ist das Übertaktungspotential vergleichsweise groß und mit DDR4-3200 und straffen Latenzen (CL14-14-14-34) reicht die Performance in den meisten Fällen auch schon ab Werk.

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Doch was das 16-GB-Kit so besonders macht, sind der vollständige Verzicht auf LEDs sowie die dedizierte Freigabe für AMDs Ryzen- und Ryzen-Threadripper-Prozessoren. Angeboten wird der Flare-X-RAM in Form von Dual, Quad- und Octo-Kits mit Gesamtkapazitäten von 16 bis 128 GB sowie mit Geschwindigkeiten von DDR4-2133 bis DDR4-3200 - teilweise aber verbunden mit abweichenden Latenzen. Gewählt werden kann zudem zwischen rotem und schwarzem Heatspreader. Die Preisspanne bei der Variante DDR4-3200 reicht von etwa 150 Euro (Dual-Kit, 16 GB) bis hin zu 450 Euro (Quad-Kit, 32 GB)

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Für SSD-Käufer war 2018 ein gutes Jahr und wird es aller Voraussicht nach auch bis Ende Dezember bleiben. Denn Dank der inzwischen ausgereiften Fertigung von TLC-basierten Laufwerken sind die Preise pro Gigabyte gesunken, in vielen Fällen ohne gravierende Auswirkungen auf die Alltagsleistung. Dabei wäre den ursprünglichen Plänen zufolge sogar noch ein größerer Sprung nach unten möglich gewesen. Doch aufgrund von Fertigungsproblemen gibt es bislang noch wenige SSDs mit QLC-Zellen. Für Weihnachten spielen die somit noch keine nennenswerte Rolle.

Das Topmodell: Samsung SSD 970 PRO

Ende April brachte Samsung mit der SSD 970 PRO das nach wie vor aktuelle eigene Consumer-Topmodell auf den Markt. Gegenüber dem Vorgänger konnte die Leistung in vielen Bereichen gesteigert werden - wenn teilweise auch nur in einem geringen Umfang. Denn der Test offenbarte, wie dicht sich die SSD an den technischen Limits bewegt: Nicht nur die Schnittstelle (PCIe 3.0 x4), sondern auch der Formfaktor (M.2 2280) steht einem höheren - dauerhaften - Tempo im Weg.

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Abseits der temperaturbedingten Drosselung, die im Alltag keine Rolle spielen dürfte, gab es im April nur einen Kritikpunkt: die angebotenen Kapazitäten. Schließlich begnügt Samsung sich mit 512 GB und 1 TB, für so manchen Nutzer inzwischen zu wenig und angesichts von meist nur zwei M.2-Slots auf dem Mainboard und der limitierten Anzahl an PCIe-Lanes unter Umständen ein Ärgernis. Doch davon abgesehen überzeugt die SSD 970 PRO auch aufgrund der deutlich überdurchschnittlichen Haltbarkeitsversprechen.

Auch das führt zu vergleichsweise hohen Preisen: Für das 512-GB-Modell müssen etwa 170 Euro eingeplant werden, für die 1-TB-Variante rund 340 Euro (jeweils 0,33 Euro pro GB)

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Der Allrounder: Corsair Force Series MP510

Fast genau ein halbes Jahr nach Samsung brachte Corsair sein aktuelles Flaggschiff auf den Markt. Und wie schon die Vorgängerin konnte auch die Force Series MP510 im Test für so manch positive Überraschung sorgen. Das führte am Ende dazu, dass sich die SSD in Form der 960-GB-Variante eine Preis-Leistungs-Empfehlung verdiente. Denn hier treffen teils sehr hohe Transferraten auf eine (versprochene) Langlebigkeit und attraktive Preise pro Gigabyte.

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Im Alltag bewegt sich die Force Series MP510 auf einem Niveau mit Samsungs SSD 970 EVO, erreicht in Benchmarks teilweise aber auch die Schreib- und Leserate der SSD 970 PRO. Möglich wird das durch den verwendeten Phison-Controller, Toshibas BiCS-3-NAND-Flash und den vergleichsweise großen DRAM-Cache. Angeboten wird die TLC-SSD in gleich vier Größen (240 GB, 480 GB, 960 GB, 1,92 TB), die allesamt als M.2-2280-Laufwerk daherkommen. Einstellen muss man sich unter Umständen aber auf eine frühe temperaturbedingte Drosselung der Schreibrate im sequentiellen Betrieb sowie einen gegenüber Konkurrenzmodellen etwas höheren Energiebedarf.

Die Preise reichen von etwa 70 Euro für 240 GB über 260 Euro für 960 GB bis hin zu 480 Euro für 1,92 TB.

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Externer Datenturbo: Samsung Portable SSD X5

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Das von einem Supercar inspirierte, gerade einmal 150 g schwere, Gehäuse sieht nicht nur sehr schick aus, sondern trägt auch seinen Teil zum Leistungsturbo bei. Im Inneren befindet sich ein leistungsstarker, passiver Kühlkörper, der die SSD auch bei lange anhaltenden Volllast-Phasen auf Temperatur hält. So kann ein Throtteling verhindert werden und die SSD wird gleichzeitig nur handwarm. Die Daten von großen Videoprojekten extern abzulegen, wird so zum Kinderspiel, denn die exorbitante Leistung der Portable SSD X5 steht auch dann zur Verfügung, wenn viele Gigabyte am Stück geschrieben werden. A

Die Samsung Portable SSD X5 wird aktuell mit 500 GB, 1 TB oder 2 TB angeboten, die Preise liegen bei rund 330, 612 bzw. 1.250 Euro. 

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Der Geheimtipp: Toshiba OCZ RC100

Nicht jeder benötigt eine schnellstmögliche SSD. Denn im Alltag spielen die beworbenen Spitzentransferleistungen kaum eine Rolle. Und mitunter spielt auch der zur Verfügung stehende Platz eine Rolle, vor allem wenn es um Notebooks geht. Genau diese Zielgruppe will Toshiba mit der OCZ RC100 adressieren, einer äußerst kompakten NVMe-SSD, die im Sommer zu überraschen wusste. Denn im Test fielen vor allem der geringe Energiebedarf, das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich die Bauweise (M.2 2242) auf.

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Aber auch einige wenige Schwächen zeigten sich, darunter der vergleichsweise niedrige TBW-Wert, der auch ausschlaggebend für die Dauer der Garantie ist, sowie die hohen Temperaturen aufgrund des kurzen PCBs; eine temperaturbedingte Drosselung konnte allerdings nicht gemessen werden. Angeboten wird die TLC-SSD in drei Kapazitätsstufen (120 GB, 240 GB, 480 GB). Die Preise liegen zwischen etwa 50 und 140 Euro.

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Da es die SSD-Preise aber gerade bei großvolumigen Modellen immer noch in sich haben, haben klassische Festplatten noch lange nicht ausgedient. Auch in NAS-Systemen sind klassische HDDs klar gesetzt, kommt es hier doch auf das Volumen an. 

Seagate IronWolf

Die Rolle von Festplatten hat sich bei den meisten Usern sicher inzwischen hin zu reinen Storage-Anwendungen verlagert. Und bei nicht wenigen Nutzern werden Festplatten auch raus aus dem Rechner, rein in ein NAS-System gewandert sein. Demzufolge ist auch der Markt für Festplatten, die für den Einsatz in heimischen NAS-Systemen optimiert sind, immer wichtiger für die Hersteller. Für die Weiterentwicklung klassischer Festplatten ist sicher der stetig wachsende Bedarf nach Speicherplatz im professionellen IT-Umfeld der wichtigste Motor. Aber auch der "Consumerbereich" profitiert mittlerweile zeitnah von dieser Entwicklung. Im Falle der jüngst von Seagate vorgestellten 14-TB-Modelle erfolgte der Launch von Consumermodellen der Barracuda- und Ironwolf-Serie zeitgleich mit der Vorstellung der Exos X14 für den Enterprise-Bereich.

Die erwähnten IronWolf-Modelle sind auch dieses Jahr unsere Empfehlung für den Einsatz in NAS-Systemen. Diese Serie von Festplatten ist speziell auf die Anforderungen eines NAS optimiert worden. Dank RV-Sensoren ist auch der Betrieb von bis zu acht (IronWolf) oder sechszehn (IronWolf Pro) Festplatten nebeneinander in einem NAS problemlos möglich. Das IronWolf Healthmanagement bietet in unterstützten NAS-Umgebungen von QNAP, Synology, ASUSTOR oder Thecus eine verbesserte Überwachung des Festplattenzustandes. So wird der Nutzer rechtzeitig vor drohenden Ausfällen gewarnt. Die Modelle ab 10 TB können darüber hinaus mit ihrem auf einer Helium-Füllung basierenden Design punkten, welches den Stromverbrauch der Festplatten deutlich reduziert und erst die hohen Kapazitäten ermöglicht.

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Das jüngst vorgestellte 14-TB-Modell der IronWolf-Serie, welches das aktuelle Flaggschiff darstellt, hatten wir vor kurzem im Test. Die IronWolf-Modelle sind in Größen von 1 TB bis aktuell 14 TB erhältlich, wobei manche Features wie z.B. das IronWolf Health Management (ab 4 TB) oder die Heliumfüllung (ab 10 TB) erst bei bestimmten Modellen zu finden sind. Die IronWolf-HDDs sind auch in einer Pro-Version erhältlich, welche für den Einsatz in NAS-Systemen mit mehr als acht Festplatten geeignet ist, und welche noch dazu Seagates Rescue Plan für eine kostenlose Datenrettung in den ersten zwei Jahren beinhaltet. Auch können sie mit 300 TB Workload pro Jahr belastet werden, wobei auch die normalen IronWolf mit ihren 180 TB/Jahr schon sehr gut aufgestellt sind.

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Seagate Barracuda Pro

Es gibt Anwendungsbereiche bei Desktop-PCs, da wird vom Storage-Medium nicht nur eine hohe Geschwindigkeit, sondern gleichzeitig auch ein Maximum an Speicherplatz gefordert. Für diesen Einsatz bietet Seagate die Barracuda Pro-Modelle an, die es ebenfalls mit bis zu 14 TB gibt. Auch hier kommt bei den Modellen ab 10 TB eine Helium-Füllung zum Einsatz, was die Wärmeentwicklung und Energieaufnahme der Festplatten merklich reduziert.

Ein Merkmal der Barracuda-Pro-Familie ist das Multi-Tier-Caching. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit des Controllers, die verschiedenen Ebenen des Caches je nach Anwendungsprofil anzusprechen, was natürlich in einer bestmöglichen Performance resultiert. So beinhalten die Barracuda-HDDs neben den klassischen Plattern als „Main Store“ auch einen DRAM-Cache, einen Media-Cache und einen NAND-Store. Letzterer ist je nach Modell zwischen 8 und 32 GB groß und hält die häufig genutzten Daten vor. Gleichzeitig rotieren die Platter mit einer Geschwindigkeit von 7.200 rpm, was in Kombination für ein beachtliches Tempo von bis zu 260 MB/s sorgt.

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Von klassischen Consumer-Festplatten setzen sich die Barracuda-Pro-Modelle darüber hinaus ebenfalls durch den für zwei Jahre inkludierten Rescue-Plan und den Garantiezeitraum von 5 Jahren ab. Ebenso gibt Seagate die Fehlerrate für nicht wiederherstellbare Bits mit 1 pro 10^15 an, was eine Klasse über dem sonst im Consumer-Segment gebotenen Werten liegt.

In unserem Preisvergleich sind die Barracuda-Pro-Modelle ab 118 Euro (2 TB Modell) gelistet. Für das Top-Modell mit 14 TB müssen knapp 540 Euro eingeplant werden.

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Auch im Bereich "Network-Attached-Storage"-Systeme (NAS) hat sich 2018 wieder das Eine oder Andere getan, auch wenn es nicht unbedingt revolutionäre Neuerungen gab. Viele Hersteller haben Modellpflege betrieben und ihre bekannten Modellreihen etwas aufgefrischt.

Einsteiger - QNAP TS-228A

QNAP hat mit der TS-228A bereits seit einiger Zeit ein interessantes Einsteigermodell im Angebot, welches die vielfältigen Möglichkeiten von QNAPs QTS-Betriebsplattform mit angenehm schneller Hardware verbindet. Das TS-228A hebt sich mit seinem schicken weißen Tower-Design von üblichen NAS-Systemen ab und dürfte vergleichsweise gut in einen Wohnraum passen, wo sonst ein NAS aus optischen Gründen nicht passen würden. Im Inneren ist Platz für zwei 3,5-Zoll-Festplatten, die sich zwar nicht im Betrieb entfernen lassen, aber zumindest werkzeuglos montieren lassen. Bei Einstiegs-NAS waren sonst die schwachen CPUs meist schon in der Bedienung des Desktop-GUI zu merken. Anders bei dem QTS-228A, denn hier hat QNAP mit dem Realtek RTD1295 einen Quadcore-SoC auf ARM-Basis verbaut, welcher mit 1,4 GHz Taktfrequenz arbeitet.

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Als Arbeitsspeicher stehen 1 GB DDR4 RAM zur Verfügung, was für diese Klasse auch solide ist. Als Ergebnis macht das TS-228A bei üblicher Nutzung im Rahmen eines Einsteiger-NAS, also ohne zu viele Dienste parallel laufen zu lassen, einen vergleichsweise schnellen Eindruck. Neben der "wohnzimmertauglichen Optik" arbeitet das TS-228A auch vergleichsweise leise. Und mit einem Preis von aktuell ca. 170 Euro liegt das TS-228A auch preislich attraktiv.

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Einsteiger - Synology DS218play

Wer beim Thema NAS lieber auf Synology und DSM setzt und ein NAS haben möchte, welches auch etwas mehr auf Multimedia ausgerichtet ist, der findet bei Synology die DS218play. Ebenfalls mit Platz für zwei Festplatten ausgestattet, bietet die DS218play zahlreiche Möglichkeiten als Medienserver. Eine Besonderheit ist die Unterstützung für Echtzeit-Transkodierung, welche in einigen Videoformaten sogar 4K-Material unterstützt.

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Die DS218play ist mit einem ähnlichen Quadcore-Prozessor von Realtek ausgestattet, wie wir ihn auch bei QNAPs TS-228A gesehen haben. Von der Geschwindigkeit her ist die DS218play angenehm schnell unterwegs. Datentransfers erreichen problemlos volle Gigabit-Ethernet-Geschwindigkeit und auch beim Handling von verschlüsselten Freigaben wird häufig voller Speed erreicht. Beim Einsatz von zu vielen parallellaufenden Diensten und Anwendungen wird zwar irgendwann der 1 GB große RAM etwas bremsen, aber für ein Einsteiger-NAS bietet die DS218play eine gute Performance und viele Möglichkeiten.

Besonders geeignet, bzw. von Synology auch dafür vorgesehen, ist die DS218play als Medienserver. Mit der Videostation bzw. den dazugehörigen Apps auf Mobilgeräten lässt sich die heimische Filmsammlung organisieren und flexibel wiedergeben. Dank dem Echtzeit-Transcoding lassen sich auch qualitativ hochwertige Videoinhalte streamen, deren Qualität sonst die zur Verfügung stehende Bandbreite der Datenleitung oder die Leistungsfähigkeit des Wiedergabegerätes, z.B. unterwegs überfordern könnten.

Preislich liegt die DS218play bei ca. 220 Euro und somit schon im oberen Einstiegsbereich, aber dank Synologys Betriebssystem gehen die Möglichkeiten der Diskstation weit über die eines reinen Medienservers hinaus.

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4-Bay - QNAP TS-453Be

Für etwas ambitioniertere Heim-User bietet sich meist ein 4-Bay-NAS an, von dem es eine ganze Fülle von verschiedenen Modellen gibt. Mit vier Slots ist man nicht mehr auf die recht begrenzte Speicherkapazität eines RAID 1 aus zwei Festplatten angewiesen, sondern kann mit einem RAID 5 aus drei oder vier Festplatten die Aspekte Verfügbarkeit und Nutzkapazität schon recht gut unter einen Hut bringen. Da wir im letzten Jahr kein 4-Bay-NAS im Test hatten, möchten wir einmal zwei Modelle vorstellen, die aus unserer Sicht passen. Beide Modelle sind keine Low-Cost-Versionen, sondern in Sachen Qualität, Performance und Preis eher weiter oben angesiedelt.

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Das erste interessante Modell wäre das TS-453Be von QNAP. Das im Frühjahr 2018 erschienene TS-453Be könnte man als etwas abgespeckte Version des einige Monate zuvor veröffentlichten TS-453B sehen. Im Unterschied zum TS-453B muss das TS-453Be auf das frontseitige OLED-Display und die HDMI-Ausgänge inklusive der Mediaplayer-Funktionalität samt Fernbedienung verzichten, was sich aber in einem gut 100 Euro niedrigen Preis niederschlägt. Beide Modelle verfügen über ein ähnliches Gehäuse und setzen einen modernen Intel Celeron J3455 ein. Dieser 64-Bit-Quadcore taktet mit 1,5 GHz Basis- und bis zu 2,3 GHz Turbotakt und bietet alle modernen Beschleunigungsfeatures. Ebenfalls ist ein PCIe-Erweiterungssteckplatz vorhanden, über den sich verschiedene Erweiterungskarten nachrüsten lassen, welche 10-GBit-Konnektivität und/oder M.2-SSD-Caching ermöglichen. Tatsächlich hat QNAP im Gegensatz zu Synology mit der QM2 eine Karte im Angebot, welche M.2-SSD-Caching und 10-GBit-Ethernet auf einer Karte vereint.

Die hohe Performance des Intel-Chips kombiniert mit den vielfältigen Möglichkeiten von QNAPs Betriebssystem QTS machen das TS-453Be zu einer interessanten Alternative. Wer die Möglichkeiten eines HDMI-Ausgangs nutzen möchte, kann dann zum TS-453B greifen. Beide erwähnten Modelle sind jeweils Teil einer Serie (TS-x53B und TS-x53Be), d.h. jeweils auch noch in einer 2-Bay- und einer 6-Bay-Version erhältlich. Die Marktpreise des TS-453Be liegen bei ca. 470 Euro für die 2GB-Version.

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4-Bay - Synology Diskstation DS918+

Ein direkter Konkurrent von QNAPs TS-453Be ist bei Synology die Diskstation DS918+, in welcher ebenfalls eine Quadcore-CPU vom Typ Intel Celeron J3455 zum Einsatz kommt. Im Unterschied zum TS-453Be hat die DS918+ zwar keinen PCIe-Erweiterungsslot, aber dafür bereits zwei Steckplätze für M.2-NVMe-SSDs integriert. Die Möglichkeit zur Nachrüstung von 10-GBit-Netzwerk fällt hier also weg, aber dafür muss man nicht erst eine extra Erweiterungskarte zusätzlich zum NAS erwerben, um SSD-Caching nutzen zu können. 

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Auch ohne SSD-Caching arbeitet die DS918+ angenehm schnell und ist in Sachen Speicherausbau flexibel. Ausgeliefert wird sie mit 4 GB RAM, welcher aber mit passendem Speicher auch leicht erweitert werden kann. Mit vier Hotswap-Laufwerkseinschüben für 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-Laufwerke sind verschiedene Konfigurationen möglich. Synologys eigenes "RAID-Schema" SHR, welches eine Festplatte als Redundanz vorsieht, ist meist zu empfehlen, da es bei späteren Festplattenupgrades den "Roh-Speicherplatz" flexibler als die klassischen RAID-Modi nutzt. Als Modell der Plus-Serie ist neben dem ext4-Dateisystem auch btrfs mit seinen Snapshot-Funktionen nutzbar.

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High-End - Synology DS1618+

Bei größeren Ansprüchen an die Speicherkapazität oder auch die Leistungsfähigkeit, bietet sich irgendwann ein Blick auf die NAS-Modelle des semi-professionellen Bereiches an. Die vor einigen Monaten vorgestellte Synology Diskstation DS1618+ ist der indirekte Nachfolger der im letzten Jahr von uns empfohlenen DS1517+. Deren offizieller Nachfolger soll zwar die bald verfügbare DS1019+ sein, aber von Features wie dem PCIe-Slot, der CPU und dem Gehäuse her ist die DS1618+ sicher die logischere Wahl, zumal die DS1019+ im Prinzip "nur" eine um einen HDD-Slot erweiterte DS918+ ist.

Die DS1618+ bietet sechs Laufwerkseinschübe und einen PCIe-Erweiterungsslot. Im Inneren arbeitet mit dem Intel C3538 nun eine modernere Quadcore-CPU als noch in der Vorgängergeneration. Die DS1618+ wird mit 4 GB an Arbeitsspeicher ausgeliefert, kann aber bis auf 32 GB aufgerüstet werden. Ebenfalls neu bei Synology in diesem Segment ist, dass anstelle des üblichen normalen RAMs auch ECC-Speicher eingesetzt werden kann, was Schutz vor im RAM entstehenden Datenfehlern bietet. Für die Netzwerkanbindung sorgen vier Gigabit-Ethernetports, aber 10-GBit-Ethernet kann über eine (optionale) Steckkarte im PCIe-Erweiterungsslot nachgerüstet werden.

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Die sechs HDD-Slots lassen sich wie gewohnt entweder für Festplatten oder SSDs zur Bildung eines SSD-Caches verwenden. Dadurch, dass die DS1618+ weder 10-GBit-Ethernet noch dedizierte Steckplätze für Cache-SSDs wie z.B. die DS918+ hat, muss sich der User entscheiden, ob er beim Vollausbau mit sechs Festplatten den Erweiterungsslot entweder für den SSD-Cache oder eine 10-GBit-Karte verwenden möchte. Alternativ lassen sich aber auch zwei der regulären Einschübe mit SSDs für die Bildung eines Caches bestücken, womit sich bei vier Festplatten auch SSD-Cache und 10-GBit-Ethernet vernünftig unter einen Hut bringen lassen. Über die zwei eSATA-Ports lassen sich zudem auch noch zwei Erweiterungsgehäuse integrieren, welche die Anzahl der verwendbaren Festplatten jeweils um fünf Laufwerke erhöht.

Softwaretechnisch kommt auch hier das einfach zu bedienende und umfangreiche DSM zum Einsatz, wobei die Plus-Modelle hier noch einige auf den Business-Einsatz zugeschnittene Zusatzfeatures bieten. Als Dateisystem steht neben EXT4 auch btrfs zur Verfügung und auch alle Features bzgl. "kollaboratives Arbeiten" (Chat, Office, Mail, u.v.m) sind mit von der Partie.

Preislich sortiert sich die DS1618+ mit ihrem Marktpreis von ca. 840 Euro schon in einem Bereich ein, welcher nur für Enthusiasten im Heim-User-Bereich interessant sein dürfte. Der Aufpreis gegenüber einer nur ca. 100 Euro günstigeren DS1517+ lohnt sich unserer Einschätzung nach aber ohne Frage.

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Erst zum Ende des Jahres hin, kam endlich wieder Bewegung in den Grafikkarten-Markt. NVIDIA kündigte mit der GeForce RTX 2080 Ti, GeForce RTX 2080 und der GeForce RTX 2070 die ersten Ableger auf Basis der Turing-Architektur an und bediente damit vor allem das High-End-Segment, Konkurrent AMD vollzog erst vor wenigen Tagen den Wechsel auf eine kleinere Strukturbreite bei Polaris, was die Effizienz und Performance der inzwischen doch schon in die Jahre gekommenen Architektur etwas verbesserte.

Leistung satt im High-End

EVGA GeForce RTX 2080 Ti FTW3 Ultra Gaming: 

NVIDIA dominiert ganz eindeutig das High-End-Segment auf dem Grafikkarten-Markt. Große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen gibt es nicht, auf dem Papier und im Bereich des Power-Targets geben einige Boardpartner ihren Modellen jedoch mehr Spielraum. Die EVGA GeForce RTX 2080 Ti FTW3 Ultra Gaming führt hier das Feld klar an. Während sich die Founders Edition mit Taktraten von mindestens 1.635 MHz ans Werk macht, erreicht das EVGA-Modell mindestens 1.755 MHz und ist damit zumindest auf dem Papier eine der schnellsten Karten, wie unser Test erst kürzlich zeigte. Bei unserem Testmodell waren es in der Praxis sogar über 1.950 MHz. Trotzdem bleibt die EVGA-Karte selbst unter absoluter Volllast vergleichsweise kühl und vor allem leise und ist damit in unseren Augen die derzeit beste Wahl. 

Unter der Haube gibt es natürlich die TU102-GPU auf Basis der Turing-Architektur, die satte 4.352 Shadereinheiten, 68 RT Cores und 544 Tensor Cores bereitstellt. Obendrein steht ein 11 GB großer GDDR6-Videospeicher bereit, welcher über ein 352 Bit breites Speicherinterface anbindet und somit bei 1.750 MHz eine Bandbreite von rund 616 GB/s erreicht. Einen kleinen Haken aber gibt es: Stolze 1.580 Euro werden für die EVGA GeForce RTX 2080 Ti FTW3 Ultra Gaming derzeit in unserem Preisvergleich aufgerufen, obendrein ist es um die Verfügbarkeit noch immer schlecht bestellt.

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MSI GeForce RTX 2080 Ti Duke 11G OC

Wer ein paar hundert Euro sparen möchte, kann auch zu einer Alternative greifen, die es nicht bis auf die Spitze treibt. Das Modell von MSI bietet eine etwas geringere Leistung, die der Spieler aber wohl kaum spüren wird. Für 1.290 Euro bekommt der Käufer aber noch immer die schnellste GPU auf Basis der Turing-Architektur, die selbst aktuelle Titel in UHD problemlos bewältigen kann. Unter Last ist die MSI GeForce RTX 2080 Ti Duke 11G OC zwar nicht unhörbar leise, schaltet dafür aber standardmäßig ihre Lüfter im Idle-Betrieb ab. Zugleich ist der Kühler in der Lage, die Temperaturen angenehm niedrig zu halten.

Doch die Modelle der GeForce RTX 2080 Ti sind nicht nur die derzeit schnellsten Karten am Markt. Zugleich bieten sie dank der Turing-Architektur von NVIDIA auch Zusatzfunktionen, die allmählich ins Rollen zu kommen scheinen. So bietet Battlefield V als erster Titel die Ray-Tracing-Reflexionen per DXR. Weitere Spiele sollen folgen und das DLSS verschafft den Karten noch weiteres Potenzial. Zwar noch immer vierstellig, aber in einem vernünftigem Rahmen bewegt sich die MSI GeForce RTX 2080 Ti Duke 11G OC mit einem Preis von 1.290 Euro.

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Kompakt in der Mittelklasse

ZOTAC GeForce GTX 1080 Mini

Ob bei Notebooks oder Komplett-PCs: Der Trend hin zu immer kompakteren Geräten war in diesem Jahr auch bei Grafikkarten festzustellen. Vor allem ZOTAC kündigte hier in den vergangenen Monaten immer mal wieder entsprechende Karten mit einem sehr kurzem PCB an. Unsere erste Empfehlung der Mittelklasse entfällt auf ein solches Modell, die ZOTAC GeForce GTX 1080 Mini. Diese braucht sich mit Blick auf ihre Abmessungen und Leistungsdaten definitiv nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Sie ist gerade einmal 211 mm lang und damit perfekt für einen Kompakt-Rechner auf Mini-ITX-Basis geeignet. Abstriche gegenüber der Founders Edition von NVIDIA braucht man nicht zu machen. Im Gegenteil: Die Mini-Version von ZOTAC rechnet mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.620 respektive 1.759 MHz etwas schneller als der Standard, erreicht in unserem Praxistest aber sogar über 1.900 MHz. Dazu gibt es einen 8 GB großen GDDR5-Videospeicher mit einem 256 Bit breiten Interface. 

Preislich bezahlt man für sie derzeit etwa 550 Euro. Doch man sollte schnell sein: Aufgrund der neuen Turing-Grafikkarten wurde die Pascal-Familie in den letzten Tagen deutlich teurer, vor allem aber rarer: NVIDIA hat sie in Rente geschickt.

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PowerColor Radeon RX Vega 56 Nano Edition

Kompakt geht es auch bei AMD zu. Die PowerColor Radeon RX Vega 56 Nano Edition ist quasi der Nachfolger der Radeon R9 Nano, dank Vega-Architektur jedoch deutlich schneller und mit einem Preis von rund 470 Euro günstiger als die ZOTAC-Karte. Leistungsmäßig liegt sie jedoch eine Klasse darunter. Die PowerColor Radeon RX Vega 56 Nano Edition steht ihrem großen Schwestermodell in nichts nach, womit weiterhin 3.548 Shadereinheiten, organisiert in 56 Compute-Units, 224 Textureinheiten und 64 ROPs geboten werden. Dazu gibt es 8 GB HMB2, die über ein 2.048 Bit breites Interface angebunden sind und bei einem Takt von 800 MHz eine Speicherbandbreite von 410 GB/s erreichen. Die GPU selbst hat einen Basistakt von 1.156 MHz und soll per Boost auf mindestens 1.471 MHz kommen.

Unser Testmodell erreichte im August in der Spitze jedoch nur rund 1.400 MHz und damit den Boost nur sehr selten. Der Grund: Die Karte sollte ein Temperatur-Target von 82 °C haben. Mit Anpassung der Lüfterkurve kann man hier etwas an der Performance-Schraube drehen. So bleibt die Nano Edition trotz ihrer kompakten Abmessungen aber vergleichsweise laufruhig. 38,3 dB(A) hatten wir im Sommer gemessen. Perfekt für einen kompakten Wohnzimmer-PC! 

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Günstige Einsteiger

ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC

In den unteren Preis- und Leistungsregionen gab es während der letzten zwölf Monate deutlich weniger Bewegung. Nicht nur weil die Preise stabil blieben, sondern auch weil die beiden großen Grafikkarten-Hersteller keine neuen Modelle auf den Markt brachten. Wer gelegentlich spielt und nur geringe Abstriche bei der Grafikqualität in Verbindung mit Full HD machen möchte, der greift bei NVIDIA noch immer zur GeForce GTX 1050 Ti. Sie basiert auf der GP107-GPU, welche im 14-nm-Prozess bei Samsung vom Band läuft und rund 3,3 Milliarden Transistoren unterhält. Zur Verfügung stehen jeweils zwei Graphics Processing Cluster mit fünf Streaming-Multiprozessoren, an die jeweils 128 ALUs angeschlossen werden. In der Summe stehen so 768 Shadereinheiten bereit.

Die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC ist gegenüber der Referenz-Version von NVIDIA leicht übertaktet, bietet vor allem aber einen leistungsstarken Dual-Slot-Kühler mit zwei riesigen Axiallüftern, die auch unter Last erfreulich laufruhig ihre Dienste verrichten. Knapp 200 Euro werden für sie aufgerufen. 

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Sapphire Radeon RX 550 Pulse

Auch wenn die Radeon RX 550 selbst gegen eine GeForce GTX 1050 kaum eine Chance hat, ist der kleine Polaris-Ableger noch immer eine gute Einsteiger-Grafikkarte. Allerdings geht ihr selbst in Full HD in vielen Spielen schon die Puste aus und man muss bereits die Qualitätseinstellungen reduzieren, um spielbare Werte zu erhalten. Dafür ist die kleine Karte aber nicht gemacht und gedacht. Titel wie DOTA 2, CS:Go und grafisch weniger anspruchsvolle Spiele liegen ihr gut. Unsere Wahl fällt hier auf die Sapphire Radeon RX 550 Pulse, welche derzeit mit 4 GB an Videospeicher bereits ab rund 110 Euro zu haben ist. Die Variante mit 2 GB gibt es sogar schon für unter 100 Euro.

Sie basiert auf der 640 Shadereinheiten starken Polaris-12-XT-GPU, welche einen Basis-Takt von 1.100 MHz erreicht, unter Last jedoch mit 1.206 MHz arbeiten soll. Zusammen mit dem 128 Bit breiten Interface und Taktraten von 1.500 MHz bringt es der Speicher auf eine Bandbreite von 96 GB/s. Aufgrund der geringen Abwärme von nur 50 W ist die Kühlung der Sapphire Radeon RX 550 Pulse recht einfach, aber effizient, wie unser Test zeigte. Sogar ein Abschalten im Leerlauf ist möglich, was nicht jede Einstiegs-Grafikkarte beherrscht. Auf der Slotblende stehen DisplayPort, HDMI und Dual-Link-DVI bereit.

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Der absolute Preiskracher

Die MSI Radeon RX 570 Gaming X

Während NVIDIA klar den High-End-Markt dominiert, hat sich AMD das Preis-Leistungs-Segment auserkoren. Die Radeon RX 570 besitzt mit einem Preis von derzeit knapp 170 Euro das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und ist für alle aktuellen Spiele mit kleineren Abstrichen nahezu ausreichend schnell. Die MSI Radeon RX 570 Gaming X bietet hier einen leicht übertakteten Ellesmere-Chip mit Taktraten von 1.281 und 1.750 MHz für Chip und Speicher und kann obendrein auf einen 4 GB großen GDDR5-Videospeicher samt 256-Bit-Interface zurückgreifen. Dabei stehen 2.048 Streamprozessoren zur Verfügung, was für Full HD und einige QHD-Titel locker ausreicht. Ein Highlight ist der Custom-Kühler, welcher mit zahlreichen Aluminiumfinnen, dicken Kupfer-Heatpipes und zwei großen 95-mm-Lüftern auf sich aufmerksam macht. Er hält die Grafikkarte nicht nur ausgesprochen kühl, sondern geht damit auch leise zu Werke. Im Leerlauf schaltet das System beide Lüfter komplett ab und kühlt die Grafikkarte somit semi-passiv und damit völlig lautlos. 

Mit einem Preis von rund 170 Euro kann man hier definitiv nicht viel falsch machen.

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Aus Gaming-Sicht bot das Jahr 2018 Luxuriöses. Für High-End-Fans besonders interessant: Endlich sind die schon 2017 angekündigten HDR-Geräte mit 144 Hz und UHD verfügbar. Andere Hersteller zeigen hingegen, dass RGB nicht nur eine bloße optische Spielerei sein muss.

Aber auch für Anwender, die mit ihrem PC arbeiten müssen, gibt es interessante Entwicklungen. Gleichzeitig zeigt sich dank Typ-C, dass Monitore flexibler denn je sind und in manchen Fällen auch eine Docking-Station ersetzen können.

Der Kreativkönner: LG 34WK95U-W

Der brandneue LG 34WK95U-W ist die eierlegende Wollmilchsau für alle Kreativ-Anwender, denn das Feature-Set, das der 34-Zöller bietet, gibt es so aktuell nur 1x am Markt. Da wäre natürlich die hohe Auflösung von 5K2K, also 5.120 x 2.160 Bildpunkten, was nicht nur zu einer gestochen scharfen Darstellung, sondern auch viel Platz auf dem Desktop führt. Wer beispielsweise ein 4K-Video in seiner nativen Auflösung bearbeiten möchte und noch Platz für daneben platzierte Paletten benötigt, ist hier genau richtig. 

Gleichzeitig sorgt die neue Nano-IPS-Technik für eine exzellente Farbwiedergabe und eine hohe Farbraum-Abdeckung - DCI-P3 wird beispielsweise zu 98 % abgedeckt. Wer auf eine besonders präzise Farbwiedergabe angewiesen ist, kann zudem auf die integrierte Hardware-Kalibrierung zurückgreifen.

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Als durchdacht erweist sich auch die Anschluss-Ausstattung, denn LG integriert Thunderbolt 3. So wird der Monitor zur Docking-Station und kann ein Notebook mit bis zu 85 Watt laden. Schade nur, dass es aktuell noch Probleme mit MacBooks gibt, die macOS Mojave nutzen. Das Gehäuse ist schick und bietet alle wichtigen Ergonomie-Funktionen. Auch die Bedienung ist schlüssig. Damit der Stromverbrauch nicht zu hoch ausfällt, gibt es einen integrierten Helligkeitssensor.

Gemessen am Gesamtpaket geht der Preis von rund 1.400 Euro in Ordnung. Gamer aber schauen in die Röhre, denn entsprechende Features gibt es nicht.

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Acer Predator X27

Der Acer Predator X27 stellt aktuell die Grenze des aktuell Machbaren dar, denn ein besseres Gesamtpaket gibt es für Gamer nicht. Die Grundlage bildet ein 27 Zoll großes IPS-Panel mit der UHD-Auflösung (3.840 x 2.160 Bildpunkte). Das führt zu einer gestochen scharfen Darstellung und begeistert nicht nur bei Games, sondern auch bei Videos und Fotos. Für eine realistische Farbgebung setzt Acer auf die Quantum-Dot-Technik, was zu einer deutlich größeren Farbraumabdeckung führt. Für Games bedeutet das: Die Spielwelten sehen realistischer denn je aus.

Gleichzeitig arbeitet das Display mit sehr schnellen 144 Hz, was zu einem schnellen und direkten Spielerlebnis führt – und in der Kombination mit der UHD-Auflösung bislang noch nicht möglich war. Dafür, dass nichts ruckelt, sorgt gleichzeitig das integrierte, extrem leistungsstarke G-Sync-Modul von NVIDIA – so gehört Tearing der Vergangenheit an.

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Der Acer Predator X27 ist eines der ersten Geräte mit G-Sync-HDR-Support und unterstützt sogar den anspruchsvollsten Standard DisplayHDR 1000 der VESA. Er kann also mit einer maximalen Helligkeit von 1.000 cd/m² und einem Local Dimming mit 384 Zonen aufwarten. Differenzierter schaltet aktuell kein anderes Display sein Backlight, was zu einem gefühlt grenzenlosen Kontrast führt. Der große Vorteil von HDR besteht darin, dass man sich mitten in das Geschehen hineinversetzt fühlt.

Das Gehäuse ist Predator-typisch aggressiv gestylt und macht den 27-Zöller zu einem echten Eye-Catcher auf dem Schreibtisch. Gleichzeitig werden alle wichtigen Ergonomie-Funktionen geboten, sodass der Nacken auch nach langen Gaming-Sessions nicht schmerzt.

Der Preis fällt mit rund 2.500 Euro zwar recht hoch aus, doch der ist nach der ersten Gaming-Session schnell wieder vergessen.

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RGB mit Hilfestellung: MSI Optix MPG27CQ

RGB können aktuell bereits viele Gaming-Displays. Kaum ein Gerät macht davon aber so durchdacht Gebrauch, wie MSIs aktueller 27-Zöller. Auf der Unterseite des Rahmens wurden fünf LED-Leisten integriert, die mithilfe der SteelSeries Engine als Status-Anzeige dienen können. So verliert man nie aus den Augen, wie es beispielsweise um die Munition oder die Lebensenergie bestellt ist. Einmal daran gewöhnt, vermisst man das Feature schnell.

Aber auch darüber hinaus kann der 27-Zöller punkten. Er besitzt ein verhältnismäßig schnelles VA-Panel mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten, FreeSync-Support und nicht zuletzt 144 Hz. Die Bildqualität gefällt und unsere Messungen bescheinigen dem Display ein helles und kontrastreiches Bild. Bei der Farbwiedergabe muss hingegen etwas nachgeregelt werden, denn die fällt ein wenig zu kühl aus. 

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Sowohl Optik als auch die ergonomischen Einstellmöglichkeiten sind auf der Höhe der Zeit. Die Bedienung über das OSD geht dank einer Joystick-Lösung schnell von der Hand. Sehr gut gefällt, dass mit dem Gaming OSD auch eine Software-Lösung bereitsteht, die viel Komfort und noch mehr Einstellmöglichkeiten bietet.

Aktuell müssen rund 600 Euro für den 27-Zöller ausgegeben werden. Mit Blick auf den Funktionsumfang und die Gaming-Features geht das aber in Ordnung. 

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Multitalent mit Thunderbolt 3: Samsung C34J791

Kein Bildschirm bietet aktuell eine stärkere Krümmung als der 34 Zoll große Samsung C34J791. Mit einem Radius von 1.500 mm wird die Konkurrenz mühelos überboten, was zu einer noch besseren Immersion führt – man fühlt sich mitten in das Geschehen hineinversetzt. Dazu tragen natürlich auch die große Diagonale und das Seitenverhältnis von 21:9 ihren Teil bei. Kombiniert werden diese Features mit einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Bildpunkten, was zu einer gestochen scharfen Darstellung führt. Gleichzeitig wird auch sehr viel Platz auf dem Desktop geboten, wenn mit dem Samsung C34J791 gearbeitet werden soll – der Komfortgewinn macht sich sofort bemerkbar.

Der neue 34-Zöller kann aber nicht nur mit seiner schieren Größe begeistern, sondern auch mit seiner Farbdarstellung. Samsung setzt auf die Quantum-Dot-Technologie, was zu einer größeren Farbraumabdeckung führt, der sRGB-Farbraum wird beispielsweise zu 125 % wiedergegeben. Farbübergänge kann der Monitor so viel differenzierter darstellen, was am Ende zu einem sehr natürlichen Bild führt. Gamer freuen sich über FreeSync-Support und eine maximale Wiederholfrequenz von 100 Hz. Das führt zu einer schnellen und direkten Wiedergabe, ohne dass es zu Tearing-Fehlern kommt. 

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Aber auch mit seiner Ausstattung kann der Samsung C34J791 punkten. Auf dem Anschlusspanel gibt es das extrem flexible Thunderbolt 3. So können nicht nur das Bildsignal und Daten über ein Kabel verschickt werden, ein Notebook kann gleichzeitig auch noch mit bis zu 85 Watt geladen werden. Damit wird das Display zur Docking-Station, was eine Menge Geld sparen kann.

Das Gehäuse kann mit seiner schicken Optik und seinem sehr schlanken Rahmen überzeugen und bietet darüber hinaus alle wichtigen Ergonomie-Funktionen. So ist es problemlos möglich, über viele Stunden bequem mit dem Monitor zu arbeiten.

Aktuell ist der Samsung C34J791 ab einem Preis von rund 900 Euro verfügbar.

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Office-Könner: Eizo FlexScan EV2785

Eizos aktueller 27-Zöller ist ein High-End-Office-Display, wie es im Buche steht. Das startet bei der Bildqualität, die über jeden Zweifel erhaben ist. Eizo-typisch sorgt das IPS-Panel mit UHD-Auflösung für ein kontrastreiches, helles und gestochen scharfes Bild. Die Farb- und die Grauverläufe werden sehr gleichmäßig und nuanciert dargestellt. Da die Farbwiedergabe generell auf einem sehr hohen Niveau stattfindet, eignet sich der FlexScan EV2785 auch für die Bildbearbeitung

Eine weitere Paradedisziplin ist die Ergonomie. Nur wenige Geräte bieten so breit gefächerte Einstellmöglichkeiten wie der Eizo EV2785. Das Display lässt sich beispielsweise auf Schreibtisch-Niveau absenken. Gleichzeitig legen die Japaner großen Wert darauf, dass der Monitor möglichst wenig Strom aus der Steckdose zieht. Einerseits gibt sich der Monitor an sich sehr sparsam, andererseits gibt es eine ausgefeilte Sensorik, welche die Leuchtkraft anpasst. Die Handhabung fällt bei Eizo besonders einfach aus.

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Anschlusstechnisch setzt auch Eizo vermehrt auf Typ C. Thunderbolt ist zwar nicht dabei, aber auch USB Typ C reicht für die meisten Anwendungsfälle im Office problemlos aus. Vollkommen zeitlos zeigt sich das Gehäuse mit seinen sehr schmalen Rändern, das Eizo-typisch hervorragend verarbeitet wurde.

Leider ist der 27-Zöller aber nicht ganz günstig, denn er schlägt aktuell mit rund 1.050 Euro zu Buche.

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Es war bemerkenswert, was für High-End-Gehäuse 2018 auf den Markt kamen. Nicht nur das schon fast obszön große Corsair Obsidian Series 1000D feierte Premiere. Auch das be quiet! Dark Base Pro 900 Rev. 2 und das Cooler Master Cosmos C700M konnten uns beeindrucken. Als zentrales Thema zeigte sich das Thema Vielseitigkeit - und zwar längst nicht nur bei diesen Flaggschiff-Modellen, sondern auch bei deutlich günstigeren Gehäusen. Die Zeiten von starren Innenräumen mit komplett vernieteten Einbauten scheint endgültig vorbei. Stattdessen können die Innenräume oft grundlegend umgebaut und so ganz individuell angepasst werden.

Die meisten unserer Empfehlungen für den Weihnachtsguide 2018 zeigen sich dann auch entsprechend flexibel. 

Ein wahrer Gehäuse-Gigant: Corsair Obsidian Series 1000D

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Sicherlich darf man sich fragen, wie groß ein Gehäuse sein muss. Und für die meisten Nutzer wird Corsairs Extremmodell zu groß, zu schwer und vor allem auch zu teuer sein. Doch trotzdem ist es beeindruckend, welche enormen Möglichkeiten das riesige Gehäuse eröffnet. Welches Gehäuse kann sonst schon zwei 480-mm-Frontradiatoren, optional noch zwei 480-mm-Deckelradiatoren und zwei komplette PC-Systeme aufnehmen? Und dabei sieht das Obsidian Series 1000D mit Aluminiumpanelen und mächtigen Glastüren auch noch eleganter aus, als man es bei so einem Riesengehäuse erwarten würde.

In ganz ähnlichem Design zeigen sich übrigens die sehr viel kleineren und günstigeren Geschwistermodelle Obsidian Series 500D und Obsidian Series 500D RGB SE

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Frischer Wind: Das Cooler Master MasterCase SL600M

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Das MasterCase SL600M war eine der größten Überraschungen des laufenden Gehäusejahres. Cooler Master hat mit dem typischen Gaming-Design der MasterCase-Serie gebrochen und ein elegantes Kunstwerk aus sandgestrahltem, silberfarbenem Aluminium und gehärtetem Glas (und einem soliden Stahlgrundgerüst) geschaffen. Dazu experimentiert das Gehäuse auch noch mit einem vertikalen Kühlkonzept, einer vertikalen Netzteilkammer hinter der Front, ungewöhnlichen Multifunktionsblenden und einer verblüffenden Beleuchtung des I/O-Panels, die per Näherungssensor aktiviert wird. Die vielleicht größte Überraschung ist aber, dass sich das MasterCase SL600 bei aller Innovation auch in der Praxis bewährt. Mit verträglichen Maßen, moderatem Gewicht und einer UVP von rund 200 Euro ist Cooler Masters eine schon regelrecht bodenständige Premium-Option.

Wer es auch optisch bodenständig mag und Wert auf einen noch flexibleren Innenraum und volle Silent-Tauglichkeit legt, der greift in der Oberklasse alternativ zum runderneuerten be quiet! Dark Base Pro 900 Rev. 2.  

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Aufgeräumter Innenraum für moderne Zeiten: Fractal Design Define S2 

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Die Define-Serie ist eine feste Größe im Gehäusemarkt. Das modernste Modell ist aktuell das Define S2. Mit seinem modernen, aufgeräumten Innenraum bietet es viel Platz für leistungsstarke Radiatoren und lange Grafikkarten. Schon ab Werk sorgen drei 140-mm-Lüfter für eine gute Kühlung bei geringer Lautstärke. Zusätzlich reduzieren auch Silentmaßnahmen wie die geschlossene Front, der ModuVent-Deckel, die Schalldämmmatten und die HDD-Entkopplung den Schallpegel. Mit seinem minimalistischen Design macht das Gehäuse in so ziemlich jedem Umfeld eine gute Figur. Dazu trägt auch die neue Aluminiumfront ihren Teil bei. Die moderne Ausstattung wird von USB 3.1 Gen 2 Typ-C und einen PWM-Hub für die Lüfter komplettiert. Fractal Design bietet das Define S2 gleich in vier Farbvarianten an: Black, Blackout (ohne weiße Akzente), Gunmetal und White. Ein Echtglasseitenteil ist bei allen Varianten serienmäßig installiert. Der Preis liegt aktuell bei rund 140 Euro.  

Wer doch noch einen klassischen Laufwerksschacht oder ein 5,25-Zoll-Laufwerke nutzen möchte, der kann zum Define R6 greifen. Denn bei diesem Modell lässt Fractal Design dem Nutzer die Wahl zwischen einem modernen und einem klassischen Innenraum mit Laufwerksschacht. Seit kurzem gibt es mit dem Define R6 USB-C auch davon eine Variante mit USB Typ-C. 

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Gut und günstig: Sharkoon PURE STEEL

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Längst nicht jeder Nutzer möchte 100 Euro und mehr für ein Gehäuse ausgeben. Eine deutlich günstigere und trotzdem attraktive Option ist Sharkoons PURE STEEL. Obwohl es ab rund 60 Euro erhältlich ist, konnte Sharkoon weitestgehend auf Kunststoff verzichten. Der Midi-Tower zeigt sich dazu in einem bemerkenswert minimalistischen Design und wird wahlweise in Schwarz, Weiß und in einer RGB-Variante angeboten. Den Innenraum hat Sharkoon regelrecht auf den Kopf gestellt und das Netzteil unter den Deckel verfrachtet. Dadurch können Grafikkarten direkt von bis zu drei Bodenlüftern gekühlt werden.  

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Platz und Geld sparend: Cooler Master MasterBox Q300L

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Cooler Masters MasterBox Q300L (rechts im Bild) eignet sich gut, wenn ein genügsames Micro-ATX-System möglichst günstig untergebracht werden soll. Das 40-Euro-Gehäuse spart außerdem Platz und kann sogar wahlweise liegend oder stehend genutzt werden. Die Ausstattung fällt einfach und pragmatisch aus - so sind die magnetischen Staubfilter nicht nur für den Staubschutz, sondern auch gleich noch für das Design verantwortlich. Ein deutlich luxuriöseres, aber auch teureres Micro-ATX-Gehäuse haben wir mit dem Fractal Design Meshify C Mini getestet. 

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2018 ist das Jahr, in dem die RGB-Beleuchtung an AiO-Kühlungen endgültig zum Standard geworden ist. Oft sind auch nicht mehr nur Pumpe oder Lüfter beleuchtet, sondern gleich beides. Wie die Beleuchtung gesteuert wird, ist dabei ganz unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von Kabelcontrollern über Fernbedienungen bis hin zu Softwarelösungen. Und auch bei den Softwarelösungen gibt es noch Unterschiede. Während einige Hersteller einfach die RGB-Standards der Mainboardhersteller nutzen und so die Beleuchtungssynchronisation mit dem Mainboard und weiteren Komponenten ermöglichen, wollen andere gleich eigene RGB-Standards etablieren. 

Leise und leistungsstarke AiO-Kühlung: Corsair Hydro Series H150i PRO

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Sie ist noch nicht einmal besonders auffällig beleuchtet, konnte uns aber trotzdem besonders überzeugen. Die Rede ist von Corsairs Hydro Series H150i PRO. Die mächtige 360-mm-AiO-Kühlung überzeugt nicht nur mit Kühlleistung, sondern vor allem auch damit, dass ein leiser Betrieb möglich ist. Dazu kommen eine denkbar unkomplizierte Montage und die komfortable Steuerung der Lüfter, Pumpe und Beleuchtung über die Corsair-Software. Wenn ein 360-mm-Radiator keinen Platz findet oder übertrieben wäre, kann man auch zum 280-mm-Modell H115i PRO oder zum 240-mm-Modell H100i PRO greifen. Während die H150i PRO aktuell knapp 150 Euro kostet, gibt es die H100i PRO für rund 120 Euro.  

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Farbenpracht mit vielseitiger Beleuchtungssteuerung: Cooler Master MasterLiquid ML240R RGB

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Während Corsair für die Steuerung der RGB-Beleuchtung konsequent auf die eigene iCUE-Software setzt, geht Cooler Master einen anderen Weg. Bei der MasterLiquid ML240R RGB kann die Beleuchtung wahlweise über Tasten am Controller, über einen umfunktionierten Reset-Taster am Gehäuse, über Cooler Masters eigene Software oder über die RGB-Software eines Mainboardherstellers gesteuert werden. Damit kann der Nutzer frei entscheiden, wie er die adressierbaren RGB-LEDs in den Lüftern und in der Pumpe steuert. Für die Pumpenbeleuchtung können per 3D-Drucker sogar noch individuelle Vorsätze erschaffen werden. Abseits der bemerkenswerten Beleuchtung ist die MasterLiquid ML240R RGB eine grundsolide 240-mm-AiO-Kühlung. Wer keine RGB-Beleuchtung möchte, kann alternativ zur regulären MasterLiquid ML240 greifen und damit über 30 Euro sparen.

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Leise und leistungsstarke Luftkühler: be quiet! Dark Rock Pro 4 und Dark Rock 4

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Wer seinen Prozessor lieber mit Luft kühlt, der kann 2018 zu den neuen Dark Rock-Modellen von be quiet! greifen. Sowohl das Dual-Tower-Modell Dark Rock Pro 4 als auch der Single-Tower-Kühler Dark Rock 4 überzeugen sowohl mit respektabler Kühlleistung als auch mit einem leisen Betrieb. Dazu können die schwarzen Kühlkörper auch noch mit ihrer Optik punkten. Die beiden Premiumkühler gibt es für 70 bzw. rund 54 Euro. Seit kurzer Zeit bietet be quiet! mit dem Dark Rock Pro TR4 auch eine Sondervariante für AMDs Ryzen Threadripper-Prozessoren an. 

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Der 120-mm-Referenzlüfter: Noctua NF-A12x25

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Bei den Lüftern ist echte Innovation rar. Umso bemerkenswerter sind Noctuas neue NF-A12x25-Lüfter. Mit hohem Aufwand konnte der Laufradspalt minimiert werden. Als Resultat überzeugt der NF-A12x25 mit hoher Vielseitigkeit. Er macht sowohl als Gehäuselüfter als auch als CPU- oder Wasserkühlungslüfter eine gute Figur. Je nach Bedarf kann zur PWM-Version oder zu den 3-Pin-Versionen NF-A12x25 FLX oder NF-A12x25 ULN (mit reduzierter Maximaldrehzahl von 1.200 statt 2.000 U/min) gegriffen werden. 

Wer sich an den typischen Noctua-Farben stört, erhält zumindest die älteren Noctua-Lüfter mittlerweile auch in den farblich anpassbaren Chromax-Varianten

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Auch in diesem Jahr gab es einige Neuerscheinungen im Bereich der Netzteile. Immer noch präsent im Bereich High-End-Modelle ist aber Seasonic mit seinen PRIME-Modellen vertreten, die inzwischen auch um das lang ersehnte 600W-Fanless-Modell mit 80 PLUS Titanium ergänzt wurden. Seit Ende 2017 sind die Netzteile teilweise als (geringfügig) veränderte "PRIME Ultra"-Reihe erhältlich sind. Corsair hat mit dem AX1600i eine neue Referenz im High-End-Bereich abgeliefert und verschiedene Hersteller haben ihre bereits erfolgreichen Serien auf einen neuen Versionsstand gebracht.

 

High-End - Corsair AX1600i

Wenn es um "das" aktuelle High-End-Netzteil geht, dürfte Corsair mit dem neuesten Modell seiner AXi-Serie ohne Frage vorne liegen. Das AX1600i ist mit seiner Ausgangsleistung von 1.600 Watt, den bis zu zehn PCI-Express-Anschlüssen und einem Marktpreis von 420 Euro sicher kein Netzteil für den Massenmarkt. Selbst die meisten Enthusiasten dürften Probleme damit haben, sich die Notwendigkeit der Anschaffung eines AX1600i "schönrechnen" zu können. Aus technischer Sicht hat sich das Corsair AX1600i aber den Titel als bestes High-End-Modell auf dem Markt verdient.

Corsair setzt bei dem AX1600i erstmals im Eingangsbereich des Netzteils eine neue Topologie ein, welche auf Galliumnitrid-Transistoren basiert und deren Silizium-Transistoren überlegenes Schaltverhalten ein schlankeres und wesentlich effizienteres Design ermöglicht. Corsair kombiniert dies mit bewährter High-End-Technik im restlichen Bereich des Netzteils, wobei hier als Besonderheit die komplett digitale Regelung zu erwähnen ist, welche auch schon den Vorgänger AX1500i auszeichnete. Im Vergleich zu diesen kann das AX1600i u.a. mit einem um 2 cm kürzeren Gehäuse und einer gesteigerten Effizienz aufwarten.

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In Sachen Effizienz kommt das AX1600i an die Spitzenwerte von Seasonics PRIME Titanium heran und kann alle anderen bislang von uns getesteten Netzteile mit 1.200W oder mehr klar übertrumpfen. Auch den Vorgänger kann es durchgängig überbieten. Sehr positiv ist, dass das AX1600i auch bei "normalen", d.h. für ein 1.600-W-Netzteil sehr niedrigen Lasten, bereits eine sehr gute Effizienz aufweist.

Weiterhin deutet das "i" in der Modellbezeichnung schon an, dass das AX1600i über die Corsair-Link-Schnittstelle verfügt. Darüber lässt sich beispielsweise eine Umschaltung zwischen Single- und Multi-Rail-Betrieb vornehmen. Über die Link-Software lassen sich die Werte des Netzteils überwachen, OCP-Werte der Rails konfigurieren und auch die Lüftersteuerung beeinflussen. Letztere läuft standardmäßig in einem semi-passiven Modus, der bis zu Leistungen von über 600 Watt den Lüfter deaktiviert lässt. Bei niedriger Last arbeitet das AX1600i im lüfterlosen Betrieb lautlos und kann auch bei einer mittleren bis hohen Last mit einem angenehm leisen Betrieb punkten.

Über das voll-modulare Kabelmanagement stehen bis zu zehn PCI-Express-Anschlüsse zur Verfügung. Je nach Kabelnutzung lassen bis zu vierzehn SATA- und bis zu neun 4-Pin-Molex-Stecker nutzen, was auf Peripherieseite sehr gute Möglichkeiten bietet. Das Ganze wird dann von Corsair noch mit einer zehnjährigen Herstellergarantie versehen.

Alles in allem bietet Corsair mit dem AX1600i ein sehr gutes Gesamtpaket für die User, die ein sehr leistungsstarkes System zusammenbauen wollen und schlichtweg das aktuell "beste" High-End-Netzteil haben möchten. 

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High-End - Seasonic PRIME Ultra 1000W Titanium

Wenn 1.000 Watt für das System sicher ausreichen sollten, dann lohnt sich auch ein Blick auf Seasonics aktuelles Top-Modell in der PRIME-Ultra-Titanium-Serie. Mit 80 PLUS Titanium gehört das Seasonic PRIME Ultra 1000W Titanium zu den effizientesten Netzteilen am Markt und kostet mit ca. 240 Euro nur etwas mehr als die Hälfte vom Corsair AX1600i. In Sachen Spannungsregelung und Qualität der Ausgangsspannungen braucht sich das Seasonic PRIME Ultra nicht zu verstecken und liefert hier sehr gute Leistungen. 

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Die aktuelle Ultra-Version der PRIME-Titanium-Reihe hat Seasonic noch etwas leiser bekommen. Auch die ersten PRIME-Modelle waren mit dem 135-mm-FDB-Lüfter und der zwischen Aktiv- und Semi-Passiv-Betrieb umschaltbaren Lüftersteuerung bereits unhörbar (Passiv-Bereich) bis sehr leise. Bei den PRIME Ultra wurde das noch etwas optimiert und so ist das PRIME Ultra 1000W Titanium bei Volllast - für ein 1.000-W-Netzteil unter Volllast - wirklich sehr leise. Auch in Sachen Ausstattung braucht sich das Seasonic PRIME Ultra 1000W Titanium nicht zu verstecken. Das voll-modulare Kabelmanagement bietet bis zu acht PCI-Express-Anschlüsse und vierzehn SATA-Stecker. Die Herstellergarantie hat Seasonic bei der Ultra-Revision nun auf satte zwölf Jahre verlängert.

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Midrange - be quiet! Straight Power 11

Im mittleren Leistungsbereich ist der Markt wie eh und je hart umkämpft, demzufolge ist auch die Wahl einer Empfehlung normalerweise schwierig. In diesem Jahr möchten wir als eine Option die aktualisierte Straight-Power-Serie von be quiet! empfehlen. Die be quiet! Straight Power 11 gehörten schon immer zu den empfehlenswerten Modellen, insbesondere wenn es auf einen möglichst leisen Betrieb bei einem akzeptablen Preis-/Leistungsverhältnis ankam. Die neue Revision 11 der Straight Power ist natürlich auch ein klein wenig weiter in Sachen Lautstärke optimiert worden. Der 135-mm-Lüfter vom Typ "SilentWings 3" soll mit überarbeiteten Lagern ausgestattet sein und mit niedrigeren Anlaufdrehzahlen arbeiten.

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Aus technischer Sicht ist ein wesentlicher Unterschied zur Vorversion 10 der Einsatz eine LLC-Resonanzwandler-Topologie anstelle der vorher verwendeten Active-Clamp-Technik, was für qualitativ bessere Ausgangsspannungen sorgt. Wobei zu erwähnen gilt, dass die vorherigen Revisionen hier auch immer solide Leistungen zeigen konnten.

Die neuen Straight Power 11 sind nun ausschließlich als Variante mit voll-modularem Kabelmanagement erhältlich, wobei insgesamt sechs Leistungsstufen im Bereich von 450 bis 1.000 Watt verfügbar sind. Alle bieten eine 80-PLUS-Gold-Effizienz, welche wir in unserem Test des 550-W- und 850-W-Modells auch bestätigen konnten. Insbesondere im niedrigen Lastbereich zeigten sich die beiden getesteten Straight Power 11 vergleichsweise stark, was positiv zu bewerten ist. In Sachen Ausstattung bieten die be quiet! Straight Power 11 ein solides Bild. Zwei PCI-Express-Anschlüsse gehen beim 550-W-Modell in Ordnung, ebenso wie die vier Stück beim 850-W-Modell.

Insgesamt bieten die Straight Power 11 von be quiet! ein sehr gutes Gesamtpaket. Sie mögen nicht die günstigsten Modelle dieser Klasse sein, bieten dafür aber hochwertige Technik, sehr leisen Betrieb, gute Effizienz und eine gute Ausstattung inkl. einer fünfjährigen Herstellergarantie.

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Midrange - Corsair RMx

Eine weitere Empfehlung im Midrange-Bereich ist Corsairs RMx-Familie in der überarbeiteten 2018-Version. Die RMx "2018" bieten gegenüber der 2015 vorgestellten ersten RMx-Generation einige Vorteile. Die Effizienz ist bei 80 PLUS Gold geblieben, aber das Innenleben wurde stark überarbeitet, was in verschiedenen Bereichen Verbesserungen ermöglicht, u.a. Gehäuseabmessungen, Qualität der Ausgangsspannungen und indirekt auch Lautstärke. Ebenso wurde die Herstellergarantie auf zehn Jahre verlängert. Die RMx 2018 sind aktuell in fünf Leistungsstufen zwischen 550 und 1.000 Watt erhältlich, plus noch zwei in Weiß lackierte Modelle als "White Series" mit 750 und 850 Watt. Ein Stufe über den RMx steht die RMi-Serie, welche sich aber im Wesentlichen durch die vorhandene Corsair-Link-Schnittstelle unterscheidet.

Die Corsair RMx 2018 sind mit einem 135-mm-Lüfter mit einem Rifle-Bearing ausgestattet, welcher bei dem von uns getesteten 750-W-Modell insgesamt angenehm leise arbeitete. Auch unter Volllast blieb das RM750x mit maximal 900 U/min Lüftergeschwindigkeit vergleichsweise unauffällig. Ein Pluspunkt bei den RMx 2018 ist sicher die Lüftersteuerung mit semi-passiver Kennlinie. Bis zu einer Last von 40 % bleibt der Lüfter dabei abgeschaltet, was einen de facto lautlosen Betrieb ermöglicht. Wie andere Premium-Hersteller auch, hat auch Corsair seine Hausaufgaben in Sachen Vermeidung von Spulenfiepen & Co. gemacht.

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Auf der Ausstattungsseite sind die Corsair RMx auch attraktiv aufgestellt. Das voll-modulare Kabelmanagement ist bei allen Leistungsstufen an Bord. Die Spanne von vorhandenen PCI-Express-Anschlüssen reicht von zwei Stück beim RM550x, über vier beim RM650x und RM750x bis hin zu sechs beim RM850x und acht beim Topmodell RM1000x. Aber auch die anderen Steckervarianten sind in solider Anzahl vorhanden.

Die Corsair RMx mögen eher unauffällig sein, erledigen ihren Job als Mittelklassenetzteile sehr gut. Die Ausgangsspannungen sind hochwertig, und die Effizienz liegt auch auf gutem 80-Plus-Gold-Niveau. Kombiniert mit einer guten Ausstattung, einem leisen Betrieb und einer langen Herstellergarantie ergibt sich ein gutes Gesamtpaket bei solidem Preis-Leistungsverhältnis.

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Einstiegsbereich - be quiet! Pure Power 11

Im Einstiegsbereich ist die Auswahl ebenfalls recht groß und vielfältig. Unserer Meinung nach macht es auch im Einstiegsbereich Sinn, auf ein Modell mit 80 PLUS Gold einer renommierten Marke zu setzen, da hier in der Regel auch die technische Qualität gut ist. Der meist überschaubare Aufpreis zu einer unbekannten Marke (aka. "Chinaknaller") ist angesichts der meist teuren Hardware im Rest des PCs sehr gut angelegtes Geld. Die Auswahl an "Gold-Netzteilen" ist mittlerweile recht groß, u.a. von be quiet!, Enermax, Seasonic, Thermaltake, BitFenix, Cougar und SilverStone sind entsprechende Modelle zu finden. Modelle dieser Marken sind im Prinzip alle einen Blick wert.

Als Beispiel für empfehlenswerte Einstiegsnetzteile möchten wir be quiet!s erst jüngst vorgestellte aktuellen Serie "Pure Power 11" vorstellen. Die Pure-Power-11-Netzteile decken den Leistungsbereich von 300 bis 700 Watt ab, wobei die Pure Power 11 sich noch in zwei Unterserien unterteilen lassen. Die Modelle mit "CM" in der Bezeichnung verfügen über ein teil-modulares Kabelmanagement, wohingegen die normalen Modelle mit festen Anschlusskabeln auskommen müssen, was sich aber natürlich positiv im Preis niederschlägt. Alle Pure Power 11 bieten Effizienz nach 80 PLUS Gold und verfügen - wie die Vorgängerrevision auch schon - über ein DC-DC-Design für eine bessere Spannungsregulierung. Die neue Version 11 wurde in verschiedenen Bereichen noch etwas optimiert und ist nun auch mit einer fünfjährigen Herstellergarantie versehen.

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Dem Markennamen verpflichtet bieten die Pure Power 11 einen vergleichsweise (sehr) leisen Betrieb. Das von uns zum Launch getestete Pure Power 11 500W CM steuert den 120-mm-Lüfter über einen weiten Lastbereich mit ca. 500 U/min an, was für einen sehr leisen Eindruck sorgt. Aber auch unter Volllast war das be quiet! noch vergleichsweise unauffällig in Sachen Geräuschentwicklung. Die Effizienz liegt auf solidem 80-PLUS-Gold-Niveau und bei den Ausgangsspannungen zeigte sich eine für ein Einstiegsbereich ordentliche Performance. be quiet!s Pure Power 11 sind sicher nicht die günstigsten Modelle in dem Segment, aber bieten dank guter Performance und Ausstattung ein attraktives Gesamtpaket.

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Kompakt - Corsair SF Platinum Series

Im Bereich der Kompaktnetzteile können wir im Bereich SFX die neue Revision der Corsair SF Series empfehlen. Die kürzlich vorgestellte neue Revision verfügt über alle Stärken und Qualitäten der ursprünglichen Serie, aber kann nun mit einer auf 80 PLUS Platinum gesteigerten Effizienz aufwarten. Die gesteigerte Effizienz ist schon das Hauptmerkmal der nun SF Platinum genannten Serie. So bleiben die Leistungsstufen mit 450 und 600 Watt gleich. Neu ist auch, dass die SF Platinum nun mit neuen modularen Anschlusskabeln ausgeliefert werden. Corsair hat hier die bekannten schwarzen Flachbandkabel durch ebenfalls schwarze Kabel mit jeweils einzeln mit Sleeves versehenen Einzellitzen versehen.

Die Corsair SF Platinum weisen wieder den ursprünglichen SFX-Formfaktor auf. Daneben gibt es auf dem Markt noch eine Reihe von Netzteilen im SFX-L-Format, welche zwar auf der Außenseite die gleichen Maße und Montagepunkte wie SFX-Netzteile aufweisen, aber um gute zwei Zentimeter tiefer sind, d.h. weiter nach innen ragen. Bei manchen SFX-Systemen mag das auch passen, aber das ist immer erst abzuklären. Bei den nur 100 mm tiefen SF-Netzteilen hat es Corsair geschafft, einen laufruhigen 92-mm-Lüfter unterzubringen, welche von einer ZeroRPM-Lüftersteuerung betrieben wird, die eine semi-passive Kennlinie verwendet. Im passiven Lastbereich arbeiteten beide von uns getesteten SF-Platinum-Modelle lautlos. Darüber hinaus im aktiven Bereich war unser Testneuteil über einen weiten Lastbereich recht leise bzw. unter Volllast dann noch vergleichsweise unauffällig.

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Bei Betrachtung der sehr guten Effizienz und den qualitativ hochwertigen Ausgangsspannungen, die mit stets gut ausgeregelten und sehr niedrigen Ripple-/Noisespannungen behaftet sind, ist immer wieder erstaunlich, dass Corsair dies in diesem kleinen Formfaktor realisieren konnte. Die Ausstattung mit zwei PCI-Express-, einem 8-Pin-, vier SATA- und drei 4-Pin-Molex-Steckern ist übrigens bei beiden Leistungsstufen gleich. Die Kabel mit den einzeln gesleevten Litzen sehen hochwertig aus und weisen eine ähnliche Länge auf wie die der Vorgängerrevision. Wer also auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen und effizienten SFX-Netzteil ist, sollte sich die neue SF Platinum von Corsair einmal näher anschauen.

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Fanless - Seasonic PRIME 600W Fanless

Klassische Fanless-Netzteile sind weiterhin ein Nischenprodukt. Lüfterlose Netzteile entstanden in einer Zeit, wo kaum eine aktive Lüfterkühlung eines Netzteils als wirklich leise bezeichnet werden konnte. Inzwischen sieht die Lage etwas anders aus, weil manche Hersteller wie be quiet! ihre rein aktive Kühlung mittlerweile wirklich sehr leise bekommen haben. Andere Hersteller wie Seasonic oder Corsair ermöglichen durch den Einsatz von semi-passiven Lüftersteuerungen ebenfalls einen lautlosen Betrieb bei niedrigen Belastungen. Viele User, die sich einen leisen Rechner wünschen, werden so mittlerweile zufriedenstellend versorgt. Bleibt also ein kleiner Kreis von Enthusiasten, die ein wirklich möglichst lautloses System zusammenstellen wollen.

Seasonic hat Anfang des Jahres die lang erwartete 600W-Fanless-Version seiner PRIME-Titanium-Serie vorgestellt, weswegen wir dieses Modell hier einmal erwähnen wollen. Wie schon bei den vorherigen Fanless-Netzteilen setzt Seasonic darauf, eine möglichst effiziente Plattform aus den Standard-Modellen durch Veränderungen einzelner Bauteile passiv-tauglich zu machen. Die hohe Effizienz der Titanium-Modelle reduziert die "Abwärme" signifikant. Das maximal luftdurchlässige Gehäuse ermöglicht Luftaustausch durch natürliche Konvektion und das Upgrade einzelner Bauteile und interner Kühlkörper samt Leistungsreduktion auf "nur" 600 Watt ermöglicht dann den kompletten Passivbetrieb, sofern bestimmte Anforderungen zur Einbausituation eingehalten werden.

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Somit teilt sich das Seasonic PRIME 600W Fanless wesentliche Qualitäten mit seinen "Kollegen" der mit Lüfter versehenen PRIME-Titanium-Serie: sehr hohe Effizienz über alle Lastbereiche mit 80-PLUS-Titanium-Rating, sehr gut ausgeregelte Ausgangsspannungen und sehr niedrige Ripple-/Noisesspannungen. Bis auf die etwas reduzierte Leistungsfähigkeit steht es seinen Kollegen also nicht nach. Beim Thema Lautstärke stellt sich dann nur noch die Frage, ob die Elektronik in allen Situationen frei von Geräuschemissionen ist. Bei unserem Testsample konnten wir keinerlei Spulenfiepen etc. wahrnehmen, von daher können wir auch einen Haken bei "lautloser Betrieb" setzen.

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Endlich flach: Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile

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Auf eine flachere mechanische Tastatur mit Cherry MX-Switches musste man lange warten. Doch die neuen Cherry MX Low Profile machen solche Modelle nun möglich. Die Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile haben wir als erste Tastatur mit den neuen Switches getestet - und waren gleich überzeugt. Die geringere Bauhöhe ermöglicht eine komfortablere Bedienung. Gleichzeitig können die MX Low Profile aber die gewohnten Qualitäten ihrer höheren Geschwister bieten. Von Seiten Corsairs gibt es dazu eine volle Breitseite an Features. Obwohl wir die Tastatur bereits im Oktober getestet haben, ist nicht sicher, dass sie noch bis Weihnachten verfügbar wird. Alternativ bietet Corsair mit der K70 RGB MK.2 ein höheres und ähnlich überzeugendes Geschwistermodell mit den klassischen Cherry MX-Switches an. 

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Premiumtastatur für's Office: Microsoft Modern Keyboard mit Fingerabdruck-ID

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Als schlanke und besonders hochwertige Office-Tastatur kann Microsofts Modern Keyboard mit Fingerabdruck-ID überzeugen. Das flache Bluetooth-Eingabegerät sieht nicht nur schick aus, es tippt sich darauf auch noch überaus komfortabel und treffsicher. Dazu kann der integrierte Fingerabdruckscanner für die unkomplizierte Zugangssicherung mit Windows Hello genutzt werden. 

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Ergonomisch und leise: Cherry KC 6000 Slim

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Wenn der Preis für das Microsoft Modern Keyboard mit Fingerabdruck-ID zu viel ist, bietet Cherry eine sehr viel günstigere Alternative an. Die KC 6000 Slim ist ebenfalls eine flache und schicke Office-Tastatur. Sie fällt zwar nicht so hochwertig wie das Microsoft-Modell aus und muss auch per Kabel angeschlossen werden. Im Gegenzug kostet die schlanke Cherry-Tastatur nicht knapp 100 Euro, sondern nur knapp über 30 Euro. 

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Eine Maus für fast alle Fälle: Razer Naga Trinity

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Razers Naga-Mäuse richten sich mit vielen Tasten eigentlich vor allem an MMO- und MOBA-Spieler. Die Naga Trinity wird hingegen dank der austauschbaren Daumentasten zu einem regelrechten Allrounder. Je nach Vorliebe lassen sich Tastenfelder mit zwölf, sieben oder zwei Daumentasten nutzen. Der optische 5G-Sensor mit bis zu bis zu 16.000 DPI kann durchaus auch in schnellen Actionspielen überzeugen. Reine FPS-Spieler dürften sich zwar an der wuchtigen Form und dem Gewicht stören. Doch wer in unterschiedlichen Spielegenres zu Hause ist, kann von der Vielseitigkeit der Naga Trinity profitieren. 

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Weitere Eingabegerätetests können online in unserem Artikel-Bereich eingesehen werden. Bei konkreten Fragen hilft unsere Community im Eingabegeräte-Unterforum gerne weiter.


Bei den WLAN-Systemen hat sich in den vergangenen 2-3 Jahren ein Trendwechsel vollzogen. Nicht mehr nur ein zentraler Access Point bzw. Router zeichnet sich für die WLAN-Versorgung verantwortlich, sondern diese Verantwortung wird via Mesh auf mehrere Systeme verteilt. Die Ansätze dieser Systeme ähneln sich, doch im Detail gibt es teilweise große Unterschiede. Daneben gibt es natürlich auch noch immer die klassischen WLAN-Router, die neben dem Aufbau eines Netzwerkes auch noch Zusatzfunktionen übernehmen.

Ein extrem schnelles Mesh-Netzwerk:Netgear Orbi RBK20

Die Orbi-Systeme von Netgear haben sich in jüngster Vergangenheit durch schnelle Dursatzraten hervorgetan und bieten zudem eine gewisse Flexibilität durch verschieden ausgestattete Satelliten. Das große Netgear Orbi (RBK50) haben wir uns Anfang 2017 angeschaut. Mit den Modellen RBK30 und RBK40 hat Netgear die Hardware geschrumpft und ermöglicht den Einsatz der Satelliten direkt an der Steckdose. Mit dem RBK20 wurde in diesem Jahr ein Kompromiss aus Größe und Geschwindigkeit vorgestellt. Der Nutzer kann so entscheiden, ob er am Satelliten zwei oder vier Ethernet-Schnittstellen benötigt oder ganz darauf verzichtet.

Je nach Kombination aus Router und Satellit steht eine dedizierte Mesh-Verbindung per WLAN zur Verfügung, welche 1,7 GBit/s oder 866 MBit/s erreicht. In unseren Tests kann gerade dieser Umstand überzeugen. Aufbau und Inbetriebnahme sind problemlos auch für den Laien möglich. Über den Einsatz mehrerer Satelliten können auch Flächen von 350 m² abgedeckt werden. Bei den Mesh-Systemen ist Netgear mit der Orbi-Produktreihe eine Empfehlung für den Weihnachtsbaum, wenn das WLAN im nächsten Jahr endlich mal schneller werden soll.

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Mesh mit Powerline-Fallback: AVM Mesh

Doch nicht immer ist ein Mesh-System mit einer WLAN-Verbindung als Rückgrat die richtige Wahl. Je nach Aufbau von Wohnung oder Haus kann eine WLAN-Verbindung kein vernünftiger Ansatz für ein solches Netzwerk sein und dann kommt eine der Alternativen ins Spiel. Eine dieser Alternativen ist das AVM Mesh. Seit einiger Zeit baut AVM seine Hardware auf den Mesh-Einsatz um und ermöglicht im Zusammenspiel aus WLAN-Router, WLAN-Repeater und Powerline-Adaptern auch einen kabelgebundenen Aufbau des Mesh-Netzwerks.

Die FRITZ!Box ist für AVMs Mesh-Struktur die Zentrale. Sie stellt den Internetzugang her, ist eine WLAN-Basis und kann ein Mesh-Netzwerk aufbauen. Alle kompatiblen FRITZ!-Produkte (WLAN-Repeater, Powerline-Adapter) tauschen sich im Mesh untereinander aus und gleichen Einstellungen ab. Das Mesh-System baut sich bei AVM automatisch zwischen der vorhandenen Netzwerk-Hardware auf, die über die entsprechende Software verfügt. Weitere Geräte können einfach eingebunden und so das Netzwerk auch nachträglich noch erweitert werden. In unserem Mesh-Vergleichstest konnte das AVM Mesh durchaus überzeugen und ist damit eine gute Alternative für ein nicht zwingend auf WLAN basierendes Mesh-Netzwerk.

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Für Enthusiasten: Ubiquiti UniFi

Wer keine Ethernet-Verkabelung im ganzen Haus installiert hat, muss auf eben erwähnte Lösungen zurückgreifen. Doch ist ein fest verbautes, kabelgebundenes Netzwerk vorhanden oder geplant, ist der Einsatz ganz anderer Hardware möglich. Eben diesen Einsatz haben wir uns ebenfalls angeschaut und ein Heimnetzwerk für Enthusiasten auf Basis der UniFi-Produkte von Ubiquiti aufgebaut. Über einen großen 16-Port-Switch, eine kleinere Variante mit acht Ports bis hin zum Gateway zur Kontrolle und Überwachung der Internetverbindung und einem Cloud Key für den Zugriff auf alle Ressourcen des Netzwerks, kann hier ein potentes und zugleich konfigurationsstarkes Netzwerk aufgebaut werden, welches allerdings auch etwas Verständnis für eine Netzwerkinfrastruktur vom Nutzer verlangt. Einfach "Aufstellen, Anschließen und los geht's" bringt hier nicht die ideale Leistung.

Dank PoE-Versorgung können die angeschlossenen Access Points über das Netzwerkkabel versorgt werden. Dabei hat der Nutzer die Wahl, ob ein UniFi AP AC Lite bereits ausreichende Abdeckung bietet oder aber ob es eine Pro-Variante sein muss. Auch für den Außeneinsatz gibt es entsprechende Outdoor-APs. Hard- und Software aus einer Hand hat auch für eine Netzwerkinfrastruktur gewisse Vorteile, wie sich in der Konfiguration zeigt. Ein Nachteil ist sicherlich der Preis eines solchen Setups und noch einmal sei erwähnt, dass eine bereits bestehende oder geplante Ethernet-Verkabelung eine Grundvoraussetzung sind. Dann aber bietet die Hardware von Ubiquiti nahezu unbegrenzte (Netzwerk)Möglichkeiten.

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Besonders beliebt in diesem Jahr waren Gaming-Notebooks. Kaum ein Markt verzeichnet so hohe Wachstumsraten wie die Gaming-Branche. Kein Wunder, dass es hier viele neue, empfehlenswerte Geräte gibt.

Leistung satt: Das MSI GT75 Titan Pro

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Der Trend hin zu kompakten Gaming-Notebooks war auch in diesem Jahr wieder klar erkennbar. Trotzdem gilt: Wer die maximale Performance sucht, wird sich auch weiterhin im Desktop-Replacement-Segment umsehen müssen. Hier hat sich vor allem mit der Vorstellung der neuen Coffee-Lake-H-CPUs einiges getan. Das MSI GT75VR Titan Pro aus dem letzten Jahr gibt es nun statt mit Intel Core i7-7820HK mit Intel Core i9-8950HK, welcher zwei CPU-Kerne mehr mit sich bringt und somit vor allem bei der Multicore-Leistung für ein ordentliches Leistungsplus sorgt. Dazu gibt es natürlich eine NVIDIA GeForce GTX 1080 mit 8 GB Videospeicher als schnellste Notebook-Grafikkarte und zahlreiche weitere Features, die jedes Gamer-Herz höherschlagen lassen.

Dazu zählen natürlich eine mechanische Tastatur mit schicker RGB-Hintergrundbeleuchtung, schneller SSD-Speicher mit PCI-Express-Anbindung und natürlich eine kapazitätsstarke Magnetspeicher-Festplatte für die eigene Spielesammlung sowie Killer-Netzwerk-Chips, G-Sync, ein schnelles Panel und moderne Anschlüsse bis hin zu USB 3.1 Typ-C mit Thunderbolt. Das stabile Gehäuse aus dem letzten Jahr blieb überwiegend unverändert, weshalb wir an dieser Stelle auf unseren Test aus dem vergangenen Jahr verweisen.

Das alles hat jedoch seinen Preis: Mindestens 2.500 Euro müssen dafür auf den Ladentisch gelegt werden. Das Topmodell mit 4K-Display kostet sogar über 4.000 Euro.

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Das Razer Blade 15 

Das Razer Blade 15 ist nicht nur optisch ein echter Hingucker, sondern wurde in diesem Jahr auch technisch deutlich aufgewertet. Die Basis-Version des beliebten Gaming-Boliden ist in Deutschland schon ab 1.699 Euro erhältlich und setzt auf eine Kombination aus schneller M.2-SSD und kapazitätsstarker HDD, die mit 128 GB und 1 TB Speicher aufwarten können. Das Highlight sind natürlich der Intel Core i7-8750H mit seinen sechs Rechenkernen und die NVIDIA GeForce GTX 1060 Max-Q, welche mit ihren 6 GB GDDR5-Videospeicher mehr als genug Leistungsreserven besitzt, um die aktuellsten Spielekracher ruckelfrei auf das integrierte 15-Zoll-Display mit seiner nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten zu zaubern.

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Trotz der leistungsfähigen Hardware fällt die Basisversion des Razer Blade 15 äußerst kompakt und leicht aus: Mit Abmessungen von 355 x 235 x 19,9 mm ist das Case nicht einmal zwei Zentimeter dick, das Gewicht liegt bei gerade einmal rund 2,0 kg, womit der Gaming-Bolide zum täglichen Begleiter wird. Beim Gehäuse setzt Razer auf ein CNC-gefrästes Unibody-Gehäuse, welches schwarz eloxiert wurde und mit giftgrünen Farbakzenten beim beleuchteten Razer-Logo auf dem Bildschirmdeckel und den USB-Anschlüssen zu gefallen weiß. Apropos Anschlüsse: Moderne Schnittstellen bis hin zu USB 3.1 Typ-C und sogar Thunderbolt 3 dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die Chiclet-Tastatur ist RGB-hintergrundbeleuchtet und sorgt so ebenfalls für farbliche Abwechslung, die sich sogar individualisieren lässt. Der 65 Wh starke Akku kann das Gerät bis zu sechs Stunden lang mit Strom versorgen.

Die Basisversion des Razer Blade 15 ist im Onlineshop von Razer ab 1.699 Euro zu haben.

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Kompakt und schnell: Das Gigabyte Aero 15 v8

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Kompakte Gaming-Notebooks mit dünnem Gehäuse und edler Optik hatten wir in den letzten Monaten so einige im Test. Doch während viele Modelle sehr laut und heiß werden oder aber mit kurzen Laufzeiten und Verarbeitungsmängeln glänzen, hat sich das Gigabyte Aero 15 v8 als eines der besten Modelle dieser Geräte-Klasse herausgestellt. Mit dem Intel Core i7-8750H, einer NVIDIA GeForce GTX 1070 in der Max-Q-Version und einer flotten NVMe-SSD ist das Gerät für aktuelle Grafikkracher schnell genug und im Arbeitsalltag sehr performant, auch der integrierte Akku mit seinen 94 Wh sorgt für lange Laufzeiten. 

Das Gehäuse ist sehr stabil, die Tastatur RGB-hintergrundbeleuchtet, das Display kalibriert und auf Wunsch hochauflösend bis hin zu UHD. Preislich muss man jedoch auch hier tief in die Tasche greifen: Unsere damalige Testkonfiguration schlägt mit fast 2.500 Euro zu Buche. 

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Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Acer Predator Helio 300

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Wer auf ein paar typische Gamer-Features verzichtet, kann einiges an Geld sparen und dennoch ein Gerät ergattern, das für die meisten aktuellen Spieletitel schnell genug ist. Von Acer gab es hier in den letzten zwölf Monaten vor allem das Predator Helios 300, welches in diesem Jahr natürlich auf die neuen Coffee-Lake-H-Prozessoren von Intel umgestellt wurde. Hier stehen nun der Core i7-8750H und der Core i5-8300H zur Auswahl, die wahlweise mit einer NVIDIA GeForce GTX 1060 oder einer GeForce GTX 1050 Ti mit 6 oder 4 GB GDDR5-Videospeicher kombiniert werden können.

Dazu gibt es zwischen 8 und 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine SSD mit 128 bis 256 GB und natürlich eine handelsübliche Magnetspeicher-Festplatte mit maximal 1 TB Speicher als zusätzliches Datengrab. Verbaut wird die Hardware in einem relativ flachen Kunststoff-Gehäuse und einer einfachen Chiclet-Tastatur ohne RGB-LEDs. Dafür bezahlt man je nach Ausstattung nur zwischen 999 und etwa 1.600 Euro. Wir zückten im Juni unseren Preis-Leistungs-Award.

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Auch wenn unsere Leser ihre Systeme überwiegend selbst zusammenbauen, gibt es vor allem bei den Kompaktsystemen gute Alternativen. Wir hatten in diesem Jahr einige interessante PC-Systeme im Test. 

Power auf 10 Litern: Der MSI Trident X

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In diesem Jahr durften wir bei MSI einmal hinter die Kulissen blicken und während eines Fabrikbesuchs in Shenzhen den Arbeitern vor Ort über die Schulter blicken. Sie bauten zu dieser Zeit gerade den neuen MSI Trident X zusammen, welcher sich wenige Tage später in unseren Tests als durchaus empfehlenswert herausstellte und von uns mit unserem begehrten Excellent-Hardware-Award ausgezeichnet wurde. Das Gehäuse ist zwar etwas größer geworden als bei den letzten Trident-Systemen, mit einem Volumen von nur 10 Litern jedoch noch immer sehr kompakt und nicht viel größer als eine handelsübliche Spielekonsole. Im Inneren protzt der Kompakt-Rechner aber.

Hier setzt MSI auf den neuesten Achtkern-Prozessor von Intel bis hin zum Core i9-9900K und kombiniert diesen mit einer vollwertigen PCI-Express-Grafikkarte, die bis hin zu einer NVIDIA GeForce RTX 2080 mit Turing-Architektur reicht. MSI setzt natürlich auf seine eigene Custom-Lösung der Ventus-Familie. Dazu gibt es schnellen SSD-Speicher mit PCI-Express-Anbindung und eine handelsübliche 2,5-Zoll-Festplatte als zusätzliches Datengrab. Da MSI auf ein typisches Mini-ITX-Mainboard und normale DDR4-DIMMs sowie auf ein normales SFX-Netzteil setzt, ist der Trident X sehr flexibel und später einfach aufrüstbar. Moderne Anschlüsse bis hin zu USB 3.1 Typ-C, WiFi und Bluetooth, aber auch ein schickes RGB-Beleuchtungssystem sowie ein Seitenteil aus Echtglas mit modern-futuristischem Design gibt es ebenfalls.

In unserem Test erwies sich der Rechner als äußerst schnell und leise. Das hat jedoch seinen Preis: Zwischen 2.600 und 3.300 Euro möchte MSI je nach Ausstattung für seinen Trident X haben.

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Äußerst preisgünstig: Dubaro Gamer PC XXL MSI Edition

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Der Dubaro Gamer PC XXL MSI Edition erwies sich im Februar dieses Jahres als richtiges Schnäppchen: Zwar mag der Preis von 2.399 Euro auf den ersten Blick für einen High-End-Spielerechner sehr viel erscheinen und durchaus ein großes Loch in den Geldbeutel reißen, doch verglichen mit dem Preis der Einzelkomponenten, war der Preis durchaus heiß. Dank des Intel Core i7-8700K und der MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X Trio ist der Rechner für alle aktuellen Grafikkracher mehr als schnell genug und erlaubt durchaus ein Spielen in UHD. Dubaro setzte bei seiner MSI Edition damals durchgehend auf Komponenten namhafter Hersteller, darunter ein MSI Z370 Tomahawk, schnellen DDR4-Speicher der Vengeance-LED-Serie von Corsair, eine Samsung SSD 960 Evo mit 500 GB und eine zusätzliche HDD mit einer Kapazität von 1 TB. Mit Strom versorgt wurde unser damaliger Testrechner von einem be quiet! Straight Power 10 mit modularem Kabelmanagement und einer Ausgangsleistung von 600 W. Verbaut wurde das alles in einem be quiet! Dark Base 700.

Inzwischen wurde Rechner leicht überarbeitet. Statt einer GeForce GTX 1080 Ti verbaut Dubaro nun eine pfeilschnelle GeForce RTX 2080 Ti, welche die derzeit schnellste Grafikkarte für Spieler ist, den Preis allerdings deutlich nach oben setzt. Der Rechner kostet daher mit 2.799 Euro etwas mehr als vor knapp acht Monaten. Dafür gibt es auch beim Mainboard und der SSD Updates auf die jeweils neuste Generation. 

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Intels stärkster NUC: Der Hades Canyon

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Der Intel Hades Canyon ist in vielerlei Hinsicht ein interessantes Gerät: Er ist mit Abmessungen von 221 x 142 x 39 mm nicht nur äußerst kompakt, sondern kombiniert auch einen aktuellen Intel-Prozessor mit einer AMD-Grafik in einem Chip. Der Intel Core i7-8809G setzt auf vier CPU-Kerne der achten Core-Generation auf Basis von Kaby Lake und kombiniert diese mit einer Radeon RX Vega M Graphics aus dem Notebook-Segment, welche obendrein mit 4 GB HBM2 aufwarten kann. Das genügt, um die meisten Spieletitel problemlos in Full-HD-Auflösung auf den Bildschirm zu bringen – vor allem, die meisten eSports-Titel und weniger anspruchsvolle Grafikkracher wie beispielweise Tomb Raider oder Grand Theft Auto V können bedenkenlos gezockt werden. 

Als Barebone aber muss er selbst mit einem Großteil der Hardware aufgerüstet werden. Dazu zählen eine M.2-Steckkarten-SSD und natürlich der Arbeitsspeicher, welcher in Form von SO-DIMMs eingesteckt wird. Moderne Anschlüsse bis hin zu USB Typ-C, eine Gigabit-LAN-Buchse, WLAN und Bluetooth sowie einen Kartenleser bietet der Kompakt-Rechner ebenfalls. Preislich muss man dafür tief in die Tasche greifen: Rund 900 Euro will Intel für das Barebone haben.

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Power für die Nintendo Switch

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Im letzten Jahr hatten wir an dieser Stelle die Nintendo Switch empfohlen. Mit Blick auf die aktuelle Spieleliste würden wir das auch zwölf Monate später wieder tun, schließlich sind mit "Super Mario Odyssey", "Super Mario Party" und den in Kürze erscheinenden "Super Smash Bros. Ultimate" einige Spielekracher für die Hybrid-Konsole erhältlich. Auch zahlreiche Drittanbieter hatten ihre Triple-A-Titel dafür präsentiert. Unterwegs ist der Spielspaß je nach Titel jedoch nur von kurzer Dauer, der integrierte Akku hält meist nur drei bis vier Stunden lang durch.

Eine Powerbank schafft hier Abhilfe, wie beispielsweise die PowerCore 20100 von Anker. Mit ihren 20.100 mAh und einer Ausgangsleistung von 3 A schafft es der Stromspender, die Nintendo Switch nicht nur im Spielebetrieb aufzuladen, sondern sorgt obendrein für 2,5 zusätzliche Aufladungen, was die Laufzeiten laut Hersteller auf über 15 Stunden ansteigen lässt. Dank USB-C Power Delivery und einer handelsüblichen Typ-A-Schnittstelle können zudem weitere Geräte wie Smartphones oder Tablets versorgt werden, was das Anwendungsszenario im Alltag erhöht.

Trotz der beachtlichen Leistung fällt die Powerbank erfreulich kompakt aus. Sie bringt es auf 97 x 80 x 22 mm und stemmt nur etwa 260 g auf die Waage. Wieder voll einsatzbereit ist sie nach etwa drei Stunden.  

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Amazon Echo Show (2. Generation)

Rechtzeitig vor Weihnachten hat Amazon weite Teile seiner Echo-Familie erneut, darunter auch den Echo Show. Das neue Modell macht dabei vieles besser als die erste Generation, wie der Test gezeigt hat. Vor allem in einem wichtigen Punkt wurde nachgebessert: Die Optik des Echo Show der zweiten Generation ist deutlich gefälliger, die Integration ins heimische Wohnzimmer oder in die Küche gelingt so einfacher. Nicht weniger wichtig sind jedoch die technischen Änderungen, von denen vor allem zwei hervorstechen

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Da wäre beispielsweise das Display, das nun eine Diagonale von 10,1 statt wie bislang 7 Zoll bietet. Damit einher geht auch eine Erhöhung der Auflösung, doch mehr als „HD" gibt es nicht. Im Alltag stört das nicht, die Darstellung ist ausreichend scharf, die Anzeige ausreichend hell - nicht zuletzt dank der zuverlässig arbeitenden Helligkeitssteuerung. Die Ohren freuen sich hingegen über die neuen Lautsprecher, die anders als bei der ersten Generation nicht mehr nach vorne abstrahlen. Stattdessen sitzen sie in den abgeschrägten Seitenteilen, was die Anforderungen an den Aufstellplatz etwas erhöhen. Im Test war es für den bestmöglichen Klang notwendig, den Echo Show der zweiten Generation vor einer Wand oder ähnlichem zu positionieren. Und zuletzt erleichtert das neue Modell den Einstieg in die Smart-Home-Welt. Denn Amazon verbaut ein Zigbee-Hub, das die Anschaffung einer separaten Steuerzentrale unter Umständen überflüssig macht. Das relativiert auch den Preis: Knapp 230 Euro werden verlangt.

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