Logitech Squeezebox

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Streaming von Multimedia-Inhalten wird immer bedeutender. Kein Wunder, ist es doch ungemein praktisch, bequem von der Wohnzimmer-Couch aus, auf verschiedenste Inhalte zugreifen zu können, ohne einen großen PC in die gute Stube stellen zu müssen. Erst kürzlich beleuchteten wir daher in einem Preview die Streaming-Fähigkeiten von Zyxels DMA-1100P. Heute geht es mit diesem Thema nun weiter – Logitechs High-End-Audio-Streaming-Lösung muss zeigen, was sie kann.


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Anders als viele Konkurrenten möchte Logitech mit der Squeezebox keine „eierlegende Wollmilchsau“ präsentieren, sondern viel mehr einen Audio-Streaming-Client, der entsprechendes Material auf höchstem Niveau wiedergeben kann. Video-Material wurde bei der Squeezebox daher bewusst außen vor gelassen. Leider verzichtet Logitech aber auch auf einen, noch im letzten Jahr auf der CeBIT angekündigten Dienst, der gegen eine monatliche Grundgebühr zahlreiches, urheberrechtlich geschütztes Material zum Streamen anbietet.
Bevor wir aber mit dem eigentlichen Test beginnen möchten, hier erst einmal alle wichtigen Informationen zur Squeezebox in tabellarischer Form:


 

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Die Squeezebox wurde für Wohnzimmer entwickelt – für schicke Designerwohnzimmer. Rein optisch fügt sich Logitechs Streaming-Lösung bestens in moderne High-Fi-Racks ein. Insbesondere die sehr cleane Front, die im Dämmerlicht keinerlei optische Unterbrechung aufweist, weiß zu gefallen. Gleichzeitig geht Logitech mit dieser Gestaltung natürlich auch einen Kompromiss ein – eine Bedienung der Squeezebox am Gerät ist leider nicht möglich. So müssen Nutzer stets auf die beiliegende Fernbedienung zurückgreifen. Zu diesem Design passt natürlich bestens, dass auf eine externe W-LAN-Antenne verzichtet wurde.

 

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Da die Squeezebox relativ flach ausfällt hat ihr Logitech einen schicken Standfuß spendiert, der ihr auch bei zahlreichen angeschlossenen Kabeln einen sicheren Stand garantiert.

 

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Die Rückseite der Squeezebox bietet keine großen Überraschungen. Neben Cinch-Buchsen und einem Kopfhörer-Ausgang befinden sich dort zwei Digital-Ausgänge – je ein optischer und ein coaxiler. Zusätzlich steht eine RJ45-Buchse zur Verfügung. Leider hat Logitech keinen optionalen Anschluss für eine WLAN-Antenne vorgesehen. Somit ist es nicht möglich einen stärkeren Empfänger anzuschließen, sollte die Squeezebox einmal nicht in einer, für ein WLAN optimalen Lage aufgestellt werden.


 

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Aufgrund der fehlenden Tasten, müssen alle Eingaben mit der beiliegenden Fernbedienung getätigt werden. Die ist dem aktuellen Trend folgend und passend zur Squeezebox in Hochglanzschwarz gehalten. Berührungen werden entsprechend flott quittiert. Für eine Fernbedienung wäre eine andere Oberfläche wohl eine bessere Wahl gewesen.

 

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Die Tasten der Fernbedienung sind allesamt recht klein geraten, besitzen aber einen guten Druckpunkt und sind logisch angeordnet. So geht die Bedienung nach einer kurzen Einarbeitungsphase dann doch recht gut von der Hand.
Im Lieferumfang befindet sich beinahe alles was, man zum direkten Loslegen mit der Squeezebox benötigt.

 

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Bei der Installation der Software fragt diese nach dem zu durchsuchenden Verzeichnis. Nach einem Neustart werden alle unterstützten Songs problemlos und zuverlässig erkannt. Leider kann die Squeezebox nicht mit dem DRM-geschützten iTunes-Format umgehen, was Logitechs Streaming-Platform gerade für regelmäßige Kunden des nach wie vor größten Online-Stores recht uninteressant macht.
Die Oberfläche des SlimServers, der über einen Web-Browser konfiguriert werden kann, ist sehr übersichtlich und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten. So finden sich auch unerfahrene User schnell zurecht. Probleme gab es in unseren Versuchen nur, nach der Änderung der Musikdatenbank. Hier weigerte sich der Server bis zu einem Neustart inständig unseren Wünschen Folge zu leisten.

Praxiseinsatz

Um es vorwegzunehmen, in der Praxis kann die Squeezebox auf der ganzen Linie überzeugen.

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Trotz der fehlenden Tasten am Gerät selbst ist die Bedienung logisch aufgebaut und geht flott von der Hand. Dazu trägt die gute Fernbedienung nicht unwesentlich bei. Die Tasten besitzen, wie bereits erwähnt, einen guten Druckpunkt und sind ausreichend groß dimensioniert. Einzig eine etwas flachere Bauweise hätte uns ergonomisch etwas mehr zugesagt. Die Bedienung profitiert ebenso von dem logisch aufgebauten und durchdachten Menü, das Logitech der Squeezebox spendiert hat. So findet man sich schnell zurecht, ohne lange suchen zu müssen. Besser macht das nur die neue Squeezebox Duet, deren Fernbedienung direkt als farbiges Display dient.

 

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Der hochwertige technische Aufbau der Squeezebox macht sich klanglich durchaus bemerkbar. So hat es sich also gelohnt, dass Logitech unter anderem Bauteile des in der Audio-Branche renommierten Herstellers Burr Brown verwendet. Im Zusammenspiel mit einem hochwertigen 2.1-Boxenset wie Teufels Motiv 2 oder einer guten Stereoanlage (wie sie im Wohnzimmer sicherlich häufiger anzufinden ist), kann Logitechs kleiner Streaming-Client mit einem erstklassigen Klangbild überzeugen. Bei entsprechend hochwertigem Material weist die Squeezebox einen fein differenzierten Hochtonbereich auf und kann es auch im Bassbereich einmal richtig krachen lassen. Klanglich kann sie sich somit mehr als deutlich von den meist wesentlich günstigeren Konkurrenten absetzen.
Auf der nächsten Seite kommen wir zu einem abschließenden Fazit.


Nach einem Besuch der diesjährigen CeBIT ist es eigentlich klar. Ohne Streaming kommt der normale Bürger nicht mehr aus. Das zumindest propagiert das jeder Hersteller von Multimedia- oder Netzwerk-Hardware.

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Erfreulich ist es da, dass Logitech mit seiner Squeezebox ein Zeichen gegen zahlreiche günstige Angebote setzt, die zwar Streaming beherrschen, bei denen die Qualität aber häufig auf der Strecke bleibt – so sucht die Soundqualität der Squeezebox unter der immer größer werdenden Streaming-Familie momentan ihresgleichen. Wenig überraschend ist es da auch, dass sowohl Verarbeitungsqualität als auch Bedienung auf einem hohen Niveau liegen.
Aber wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. So ist die Squeezebox sehr teuer und bietet nicht die Möglichkeit Video-Material in das heimische Wohnzimmer zu streamen, was unseres Erachtens ein herber Nachteil ist – insbesondere in Anbetracht des hohen Preises. Ebenso kommt Logitechs Luxus-Streaming-Lösung nicht mit Apples iTunes-Format zurecht, das nachwievor zu den beliebtesten Formaten gehört, wenn es darum geht, DRM-geschützte Musik zu kaufen.

So ist die Squeezebox in der Summe einfach etwas zu teuer im Vergleich zu Leistung und Funktionsumfang.

Positive Aspekte der Logitech Squeezebox:

Negative Aspekte der Logitech Squeezebox:

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